
A Distanza - Aufklärung und Kritik
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- 12.05.202690 min
Mittlerweile ist es klar: die AfD ist in Teilen Deutschlands längst zur Volkspartei geworden und das wird sich so schnell auch nicht wieder ändern, obwohl die Partei seit ihrer Gründung 2013 einen immer härteren Schwenk gen Rechtsradikalismus gemacht hat. Dies nehmen Axel Reitz und ich zum Anlass, uns mit der Geschichte rechtsradikaler Parteien in Deutschland seit den frühen 1950er Jahren zu befassen. Die heute kaum noch bekannte "Sozialistische Reichspartei", eine lupenreine NSDAP-Nachfolgetruppe, wurde 1952 nach ersten Wahlerfolgen verboten, 1964 gründete sich die NPD, die kurz darauf beeindruckende Ergebnisse in Westdeutschland erzielte und in den 90ern und vor allem Nullerjahren als militant rechte Bewegungspartei einen zweiten Frühling erlebte. Abseits vom am NS-Staat orientierten Parteien gab es aber auch noch die Gurkentruppe DVU sowie die Republikaner, die Ende der 80er und in den frühen 90ern Wahlerfolge feierte, und die man am ehesten als Vorläufer der heute immens erfolgreichen AfD bezeichnen kann. Wir sprechen über die Anatomie dieser Parteien, über ihre Erfolgsrezepte und über ihre Unzulänglichkeiten und darüber, warum die AfD die einzige Partei ist, die sich im Gegensatz zu allen anderen gescheiterten rechtsradikalen Parteien etablieren konnte. P.s.: die Behauptung, der NPD-Gründer Adolf von Thadden sei ein britischer Agent gewesen, lässt sich nicht verifizieren. Das scheint eine gutgehegte Legende zu sein. Axel im Weltnetz: https://www.instagram.com/realaxelreitz/ Auf Patreon haben wir das Gespräch fortgesetzt: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 06.05.202646 min
Seit dem 28.2. führen Israel und die USA Krieg gegen das iranische Terrorregime, das zuletzt bis zu 35000 Oppositionelle abschlachtete. Ein Sturz der Mullah-Diktatur ist längst überfällig, doch leider ist dies kein allzu leichtes Unterfangen. Über den Stand des Krieges gegen die islamische Republik Iran spreche ich mit Florian Markl, dem wissenschaftlichen Leiter des Nahost-Thinktanks Mena Watch. Wie sieht es im Iran selbst aus, warum brach kein erneuter Aufstand aus, wie ist die Lage der Proxies des Irans, bewirkt der Beschuss der muslimischen Golfstaaten mit Drohnen und Raketen eine weitere Isolation der islamischen Republik und ein weiteres Annähern dieser Länder an Israel und wie hält sich dieses Regime überhaupt noch an der Macht? Folgt Mena Watch, wenn ihr über Entwicklungen im Nahen Osten und Nordafrika up to date bleiben wollt: https://www.mena-watch.com/ Und folgt mir auf Patreon, da gibt es u.a. noch eine weitere aktuelle Folge über die iranische Erdölwirtschaft: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 27.04.202681 min
Braucht man im Jahr 2026 einen But Alive-Tributsampler, funktioniert der neue Stromberg-Film, welche Bands altern in Würde und liefern nach wie vor gute Shows ab und geht in 10 Jahren noch irgendwer aufs Ikkimel-Konzert? Fragen, die hier mit dem Hamburger Punkrocklabelbetreiber Mike alias Andreas alias Schlappi geklärt werden. Mike bringt nämlich demnächst auf seinem Label Sterbt Alle den Sampler "Für immer 16" zu Ehren der einflussreichen 90er-Punkband But Alive heraus und deshalb reden wir auch über diese Band, über Tributsampler im Allgemeinen und über Labelarbeit und dreiste Kundenwünsche. Mike im Weltnetz: https://dreilabel.de/ https://open.spotify.com/show/7uR9jzwGp9Qwj18m1yDRWQ Noch mehr Punkrockfachsimpelei auf Patreon: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 19.04.202674 min
Muss man Willi Wucher noch vorstellen? Jeder, wirklich jeder (außer vielleicht Team Scheisse-Fans) kennt Willi und seine Band Pöbel und Gesocks und die gleichnamige Hymne. Umso mehr freue ich mich, diese Ruhrpottlegende vorm Mikro zu haben. Aufgenommen im Felsenkeller-Backstage, in den häufiger mal Leute reinstolpern, erzählt Willi von seiner Jugend in Duisburg, Punk in London 1978, Schnorren am Kotti, die Duisburger Punkszene, von den Body Checks, Scumfuck, Ärger mit der Beck`s-Brauerei, Kontroversen um ihn und sein Label und wie es ist, keinen Alkohol mehr zu trinken und trotzdem Spaß auf Shows zu haben. Das anschließende Konzert war natürlich auch ultrageil. Man kann (und sollte) dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 11.04.2026101 min
Die Zeit des Nationalsozialismus gilt als eine der am besten erforschten Epochen der jüngeren Geschichte, aber kaum jemand kennt die wirklich obskure Geschichte der NSDAP-Auslandsorganisation im britischen Mandatsgebiet Palästina. Der promovierte Historiker und Autor Ralf Balke, der abwechselnd in Berlin und Tel Aviv lebt, hat sich vor über 25 Jahren schon ausgiebig mit diesem Kapitel beschäftigt und das Buch "Hakenkreuz im heiligen Land" verfasst, welches heute nur noch antiquarisch zu bekommen ist. Ralf berichtet von der Vorgeschichte dieser Organisation, warum überhaupt nicht-jüdische Deutsche ins heilige Land zogen, wie und wann sich die dortige NSDAP-Auslandsorganisation gründete, wer dort mitwirkte, wie sie sich im arabischen Aufstand 1936 gegen Juden und Briten verhielt und was aus ihr wurde. Wie gesagt, alles eine unglaubliche Geschichte. Ralf im Weltnetz: https://jungle.world/artikel/2018/02/mit-der-hakenkreuzfahne-palaestina https://www.juedische-allgemeine.de/autor/ralf-balke/ Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
Die Protagonisten des deutschen Kulturbetriebs sehen sich grundsätzlich als diejenigen, die immer und überall mitzureden haben, eine unrühmliche und sehr deutsche Tradition. Und weil die sog. "Kulturschaffenden" (ein Begriff, der aus der nationalsozialistischen Kulturpolitik stammt) sich stets moralisch erhaben wähnen, benehmen sie sich auch wie beleidigte Kinder, wenn sie mit Widersprüchen konfrontiert werden oder ihnen jemand das Geld wegnehmen will, weil ihre Kultur keinerlei Abnehmer außerhalb ihrer Blase findet. Jörg Folta und ich ergründen die Ursprünge dieses Denken, gehen zurück zur deutschen Romantik, zur Gruppe 47, zur staatsideologischen Vereinnahmung des Kulturbetriebs im NS und in der DDR und setzen auf Patreon das Gespräch mit einer kleinen Bonusrunde über die Absurditäten, denen der Felsenkeller, also Jörgs Laden, ausgesetzt war, fort. Frohe Ostern an alle Hörerinnen und Hörer übrigens. https://www.patreon.com/c/u59264472
Warum laufen eigentlich so viele sog. Zoomer, also die Generation der zwischen 1996 und 2010 geborenen, auf den Palidemos mit? Warum suchen Leute, die ihr ganzes Leben in Watte gepackt wurden und auf kleinste "Mikroagressionen" schon mit hysterischem Gekreische antworten, ausgerechnet im Terror der Hamas zumindest ideell ihr Heil? Ist es die insgeheime Erkenntnis, dass die eigene Gegenwart und Zukunft doch nicht so rosig aussieht, die junge Menschen zur Sehnsucht nach "echten", "unverfälschten" Kollektiven, die geeint gegen den Westen kämpfen, treibt? Und was hat die ästhetische Inszenierung der sozialen Medien damit zu tun? Über all das spreche ich mit dem freien Autor Nico Hoppe aus Leipzig. Nico, selber Zoomer, hat genau dazu vor kurzem einen hervorragenden Artikel in der ideologiekritischen Zeitschrift Casablanca veröffentlicht, der die ganze Widersprüchlichkeit und Verirrungen seiner Generation auf den Punkt bringt. Und keine Sorge, Millenials kriegen auch ihr Fett weg. Nico im Weltnetz: https://linktr.ee/nico.hoppe https://x.com/nihops Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 20.03.202675 min
Arkan, der Tiger. Ein klingender Name, der in den 90ern im Zuge der Jugoslawienkriege für Angst und Schrecken sorgte. Mit bürgerlichem Namen hieß dieser Kriminelle, Auftragsmörder, Mafioso und Kriegsverbrecher Željko Ražnatović, er lebte ein unglaubliches Leben und wurde im Januar 2000 erschossen. Der Berliner Autor Frank Willmann, der grad zur Literaturmesse in Leipzig weilt, hat immens viel zu Arkan recherchiert und grad das Buch "Balkanblut. Leben und Sterben des serbischen Mafiosos und Warlords Arkan" veröffentlicht. Wir sprechen über Franks Interesse an der Figur, über seine Recherchen, über verschiedene Stationen im Leben Arkans, über die Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren, die von allen Seiten mit unerbittlicher Härte geführt wurden, über das heutige Serbien und über Turbofolk, die Jugomafia und Fußball. Franks Buch: https://www.klett-cotta.de/produkt/frank-willmann-balkanblut-9783608502657-t-9364 Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 13.03.202669 min
Ich wollte mich eigentlich gar nicht mit dem Fall Epstein auseinandersetzen, aber da Hannah Kassimi zu dem Komplex einen Artikel geschrieben hat, nahm ich mir dann doch Zeit, um mich mit Hannah über die Abgründe dieses Falls zu unterhalten. Wer war Epstein, was ist eigentlich alles passiert auf Epsteins berüchtigten Partys, wieso hatte dieser Mensch eigentlich keinerlei Unrechtsbewusstsein oder gar Mitleid mit seinen meist minderjährigen Opfern, ist die systematische Verharmlosung und fehlende juristische Aufarbeitung sexueller Gewalt nicht nur von Epstein und seinen "Freunden" ein strukturelles Problem und was kursieren mittlerweile eigentlich alles für Verschwörungstheorien über diesen Fall? Harte Kost diesmal. Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
Traditionell widme ich mich im März verstärkt feministischen Themen, also liegt es nahe, Rebecca Schönenbach mal wieder einzuladen und mich mit ihr über Frauenfeindlichkeit als Radikalisierungsfaktor bei sog. Incels, bei Rechtsextremisten und vor allem bei Islamisten zu unterhalten. Dabei treten Frauen in solchen Strömungen aber nicht nur als Opfer, sondern auch als besonders grausame Täterinnen auf und im Westen übernehmen ausgerechnet junge linke Frauen meist rassistische Frauenbilder, die einem rechten Ethnopluralisten in nichts nachstehen. Institutionalisierte Frauenfeindlichkeit gibt es im Iran und Frauenfeindlichkeit tritt meist im Bund mit Antisemitismus auf. Dennoch bricht genau diese institutionalisierte Misogynie dem Mullah-Regime grad das Genick und die positiven Wirkungen auf das weltweite Geschehen nach dem Ende des Regimes sind noch gar nicht abzusehen. Jedenfalls wird die Lage der Frauen überall dort, wo iranische Proxies bald nicht mehr das Sagen haben, sich eklatant verbessern und auch die anderen islamischen Golfstaaten werden die individuellen Rechte der Bevölkerung und damit auch der Frauen weiter lockern. Rebecca im Weltnetz: https://rebeccaschonenbach.com/ Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 02.03.202659 min
Peace Through Strength, die alte außenpolitische Doktrin der Reagan-Ära, wird dieser Tage durch ausgerechnet den Mann wieder umgesetzt, der in Westeuropa gemeinhin als "Faschist", gar als Hitlers Wiedergänger gilt. Dabei ist es ganz einfach: die Operationen der Trump-Administration gegen Maduro und jetzt das iranische Terrorregime schaden der Achse des Bösen, also Wladimir Putins Russland und Xi Jinpings China, immens. Wer diese einfache Erkenntnis nicht versteht, kann sich ein Palituch umlegen und mit Verrückten jeder Couleur, egal ob Wagenknecht, Mamdani, Ralle Stegner oder Tino Chrupalla, gegen die Freiheit opponieren. Martin Stobbe und ich jedenfalls sind auf der Seite der Iraner und der Venezolaner, die immer wieder unter Einsatz ihres Lebens gegen die Terrorregime in ihren Ländern gekämpft haben, und die Donald Trump (und Bibi Netanyahu) gar nicht genug danken können. Der Militärschlag gegen die Mullahs, der seit Samstag läuft, ist überfällig und nährt die Hoffnung auf einen freien Iran und auf die nächste empfindliche Niederlage der Achse des Bösen und ihrer willigen Helfershelfer. Denn: "We know only too well that war comes not when the forces of freedom are strong, but when they are weak. It is then that tyrants are tempted" (Ronald Reagan, Juli 1980). Mehr zu Maduro und Venezuela gibt es hier: https://www.patreon.com/c/u59264472 Die Zeitschrift Bahamas, für die Martin schreibt: https://redaktion-bahamas.org/
- 27.02.202666 min
"Deutschland ist, so hart es klingt, der Puff Europas", so sagte es die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner vor einiger Zeit. Diese Äußerungen - und ihre positive Bezugnahme auf das sog. nordische Modell - entfachten eine erneute Debatte um den Umgang mit Prostitution. Mit der Radikalfeministin Manuela Schon spreche ich über den Stand der Debatte, darüber, was Prostitution in Zeiten der Liberalisierung bedeutet, wann Ausbeutung anfängt, wie die ökonomische Situation vieler Frauen mit der Entscheidung für die Prostitution zusammenhängt, wir sprechen über die aktuelle Evaluation im Auftrag der Bundesregierung und über das nordische Modell, für das Manu sich einsetzt. Auf Patreon haben wir das Gespräch fortgesetzt: https://www.patreon.com/c/u59264472 Manu im Weltnetz: https://manuela-schon.de/
- 17.02.202673 min
Die Hamas beging am 7.10.2023 nicht nur unvorstellbare Gewalttaten an Israelis, sie streamte ihr Tun auch noch live im Internet und verschickte grausame Bilder von ihren Opfern per Handy an deren Angehörige. Die Hamas tat dies nicht nur, um "visuelle Trophäen" zu sammeln und ihren Anhängern zu zeigen, dass sie die konsequenteste antisemitische Mordbande ist, sondern auch um ganz bewusst visuelle Assoziationen an die Shoah zu wecken. Damit setzt sich der israelische Film- und Medienwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann in seinem vor kurzem erschienenen Essay "Gewalt als Bild. Die Bilder vom 7. Oktober im Spiegel der visuellen Erinnerung an die Shoah" auseinander. Wir sprechen über die Ästhetik des Grauens der Shoah wie auch vom 7.10., über den visuellen Umgang der Alliierten mit den NS-Kriegsverbrechen nach 1945 und der Israelis nach 10/7, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu früheren Bildern und Videos terroristischer Gewalt und über die Dialektik der KI im Kontext der Erinnerung an die Shoah. Tobias im Weltnetz: https://de.wikipedia.org/wiki/Tobias_Ebbrecht-Hartmann https://www.instagram.com/digitalvisualhistory/ Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 13.02.202671 min
Ausnahmsweise gibt es eine Patreon-Folge nun auch öffentlich, auf Wunsch meines Gastes Kolja Zydatiss, der gern an obskure Orte reist und dann davon berichtet. Nach Neufundland und Spitzbergen war im Januar Saudi-Arabien dran, eine der wenigen absoluten Monarchien in der Welt, streng islamisch-konservativ und ein Exporteur des globalen Wahabismus. In den letzten Jahren allerdings verordnete der Kronprinz Mohammed bin Salman eine Öffnung zum Westen hin, es gibt keine öffentlich auftretenden Sharia-Polizei mehr, westliche Stars treten dort auf und hinter den Kulissen wird sogar mit Israel verhandelt. Eine für islamische Verhältnisse extrem interessante Entwicklung, die Kolja sich nun aus nächster Nähe anschaute, und zwar in Riad und vor allem in der Oase al-ʿUla, die zum Touristen-Hotspot ausgebaut wird. Pragmatisch betrachtet ist Saudi-Arabien bei aller berechtigten Kritik sicherlich auf einem guten Weg, der hoffentlich weiter beschritten wird. Weitere Reiseberichte mit Kolja gibt es hier: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 02.02.202670 min
Vor 46 Jahren wurde Westeuropa von einer Jugendrevolte erschüttert, die einige Jahre anhielt und die heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. In Amsterdam und Westberlin wurden hunderte Häuser besetzt, in Zürich begannen die Opernhauskrawalle, in Frankfurt fand sich zum ersten Mal ein schwarzer Block auf einer Demonstration zusammen und auch in zahlreichen weiteren Städten wie Nürnberg oder Bremen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei. Mit dem Ruhrbarone-Gründer Stefan Laurin spreche ich über diese Zeit, die er als Jugendlicher in Frankfurt miterlebte und die er 2010 in einem Ruhrbarone-Artikel würdigte. Wir sprechen über die Unterschiede der Revolte von 1980 zu 1968, über die Entstehung der Autonomen, die unmittelbar mit den Ereignissen dieser Jahre zusammenhängt, über Schöner Wohnen-Proteste der saturierten grünen Mittelschicht und die Janusköpfigkeit der schlußendlich erfolgreichen Anti-AKW-Proteste. Leider musste Stefan am Ende abrupt los, weshalb das Ende sehr abgehackt ist. Stefans Artikel zur vergessenen Rebellion: https://www.ruhrbarone.de/1980-die-vergessene-rebellion/11232/ Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden bezeichnet sich selbst als "Nizza des Nordens", was mir als ehemaligem Norddeutschen doch arg seltsam vorkommt. Darum geht es in dieser Folge aber nur peripher, viel wichtiger sind all die guten Subkulturgeschichten meines Gastes Falk Fatal, der seit Jahrzehnten in Wiesbaden als Punkrock-Multitalent (und "Edelfeder") lebt und wirkt und dessen drittem Buch ich den Titel für diese Folge entlieh. Falk ist Fanzinemacher, DJ, Podcaster, Buchautor, Kolumnist, Musiker und war auch mal Labelbetreiber. Wir sprechen über sein Fanzine "Der gestreckte Mittelfinger", seine Bands Becks Street Boys und Front, den Polytox-Podcast, den er zusammen mit Raidy macht, über seine Bücher und sein ehemaliges Label Matula Records. Außerdem auch noch über das Deutschpunkelend der 90er, den Schlachthof Wiesbaden, Punk in Frankfurt und 1000 weitere schöne Dinge. Auf ein Binding in Wiesbaden! Falk im Weltnetz: https://linktr.ee/falkfatal Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 21.01.202676 min
Die Meldungen aus Syrien überschlagen sich schon wieder und eigentlich sollte der amtierende Interimspräsident Ahmed al-Scharaa bzw. al-Jolani auch Friedrich Merz einen Besuch abstatten, wogegen sich Protest regte. Aufgrund der Vorfälle in Syrien sagte al-Scharaa den Besuch kurzfristig ab. Was genau grad in Syrien los ist, erläutert detailliert der Nahostkenner Björn Stritzel. Wir sprechen über die kurdischen Milizen, die Zentralregierung, Gefechte zwischen Milizen und Regierungstruppen, IS-Anhänger in kurdischen Gefängnissen, über Juden und Christen im Post-Assad-Syrien und was die Zukunft bringen könnte. Skepsis ist weiterhin angebracht, aber man sollte durchaus immer sehr genau hinschauen, was dort wirklich los, denn die Lage ist komplex. Björn im Weltnetz: https://x.com/bjoernstritzel https://euractiv.de/authors/bjorn-stritzel/ Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen: patreon.com/u59264472
- 11.01.202697 min
Das islamistische Regime im Iran wackelt wie noch nie in seiner fast 47jährigen Geschichte, seitdem sich am 28.12.2025 erneute Proteste gegen die katastrophale wirtschaftliche Lage entzündeten. Diesmal ging der Protest aber vor allem vom als eher konservativ geltenden Mittelstand, den sog. Bazaaris, aus, dem sich aber innerhalb kürzester Zeit breite Teile der Bevölkerung anschlossen. Mit Lukas Sarvari von der Frankfurter Zeitschrift Casablanca spreche ich über den Charakter des Aufstands, über die Unterschiede zu früheren Protestbewegungen wie Jin, Jiyan, Azadi, die Schwäche des Regimes nach dem desaströs verlaufenen 12-Tage-Krieg mit Israel, über weitere Faktoren, die den Aufstand begünstigen, über die Opposition und über den seit Jahrzehnten währenden Verrat der Linken an der iranischen Freiheitsbewegung. Denn im Iran trägt niemand ein Palituch, die Hamas gilt bei den Demonstranten nicht als "antikoloniale" Befreiungsbewegung und das Kopftuch nicht als "feministisches" Symbol wie bei wohlstandsverwahrlosten westlichen Aufklärungsverrätern. In diesem Sinne: Hoch die internationale Solidarität und Freiheit und Glück für die Iraner! Die Casablanca im Weltnetz: https://textezurfalschenzeit.de/ Auf Patreon kann man dieses Medienprodukt unterstützen: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 06.01.202663 min
Frohes neues Jahr an alle Hörerinnern und Hörer und natürlich auch an meinen ersten Gast im neuen Jahr, den altverdienten Taz-Redakteur und Buchautor Jan Feddersen, der seit kurzem auch Co-Host beim Based-Podcast ist. Jan erzählt von seiner Zeit beim Kommunistischen Bund im Hamburg der 70er Jahre, seine Entwicklung hin zum Journalismus, wie er als Homosexueller die Aids-Hysterie in den 80ern erlebte, wir sprechen über gay vs. queer, linke Identitätspolitik und über das Leben auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln, denn dort wohnt Jan seit vielen Jahren und hat die Veränderungen im Stadtteil sehr genau beobachtet. Leider musste Jan am Ende des Gesprächs direkt zur nächsten Redaktionskonferenz, wir setzen unser Gespräch demnächst fort. Jan im Weltnetz: https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Feddersen Support auf Patreon: https://www.patreon.com/c/u59264472
- 20.12.2025199 min
Tradition verpflichtet: ich begrüße Martin Stobbe, einen meiner dienstältesten Gäste, wie gehabt kurz vor Weihnachten zum obligatorischen Jahresrückblick, diesmal sogar noch länger als sonst für die langen Fahrten zur Familie. Der Irrsinn der Ampel endete Gott sei Dank endgültig in diesem Jahr, die amtierende schwarz-rote Koalition ist insgesamt unaufgeregter, deshalb befassen wir uns auch nur kurz mit ihr, während wir uns aber sehr stark an der EU und den europäischen "Leadern" wie Macron oder Starmer abarbeiten, die einem russischen Angriffskrieg und Putins säbelrasselnder Rhetorik auch im dritten Jahr des russischen Überfalls auf die Ukraine nichts entgegenzusetzen hatten. Gleichzeitig kündigten europäische Länder wie Spanien an, einen Staat "Palästina" anzuerkennen - was soll man von diesem Europa bitte groß erwarten? Der Antisemitismus feierte in diesem Jahr nicht nur in Europa weiterhin fröhliche Urstände, in den USA wurde der konservative Aktivist Charlie Kirk erschossen, woraufhin durchgeknallte Antisemiten wie Nick Fuentes oder Tucker Carlson zum Lautsprecher eines Teils der amerikanischen Rechten wurden und Greta Thunberg begab sich gleich zweimal auf große Fahrt gen Gaza, wobei es beim zweiten Segeltörn seltsamerweise zu Auseinandersetzungen zwischen queeren und islamistischen Antisemiten kam, wer hätte das gedacht. Aber es gab auch positive Entwicklungen in diesem Jahr, das iranische Terrorregime ist dank Israel und den USA stark geschwächt, die letzten lebenden israelischen Geiseln kamen nach über 2 Jahren endlich frei, die Wokeness als kulturelles Phänomen ist relativ am Ende und so richtig voran kommt Putin in der Ukraine irgendwie auch nicht (was ganz sicher nicht an der militärischen Entschlossenheit der EU liegt). Am Ende folgen noch einige Nachrufe auf Persönlichkeiten, die dieses Jahr von uns gegangen sind und eine lange Danksagung an alle meine Gäste und Hörer. Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr. Die definitiv letzte Folge in diesem Jahr gibt es in einer Woche auf Patreon: https://www.patreon.com/c/u59264472



















