
„Es ist die wichtigste Pflicht des Menschen, seine Seele so gut wie möglich zu machen.“ (Sokrates)
Was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Seele sprechen? Schon die Philosophen der Antike beschäftigte diese Frage. Für sie war die Seele der Ort unserer Gefühle, Wünsche, Ängste und Begierden und ihre Verfassung entscheidend dafür, ob wir ein gutes und gelingendes Leben führen. Philosophie war deshalb immer auch „Seelenleitung“: die Kunst, das eigene Innenleben besser zu verstehen und zu gestalten.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, was Platon mit seinem Bild vom Wagenlenker und den wilden Pferden ausdrücken wollte, warum Aristoteles die Macht der Gewohnheiten betonte und wie wir unseren eigenen „Seelengarten“ pflegen können. Es geht um Selbsterkenntnis, innere Prägungen und die Frage, welche Wünsche und Werte wir nähren und welche wir besser zurückschneiden sollten. Denn eine gute Seelenverfassung fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht, wenn wir lernen, mit uns selbst ins Reine zu kommen und herauszufinden, was uns wirklich und nachhaltig guttut.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Platon, Aristoteles, Sokrates, Pythagoras, Konfuzius
Weiterführende Links:
„Seele in der Philosophiegeschichte“ Richard David Precht erläutert im Deutschlandfunk-Interview Platons Vorstellung von der Seele und das Zusammenspiel von Vernunft, Gefühlen und Begierden.
„Schreiben zur Selbsterkenntnis: Den inneren Zensor umgehen“ Der Spektrum der Wissenschaft-Beitrag zeigt, wie wir durch das Aufschreiben unserer Gedanken und Gefühle unser Innenleben besser verstehen und bewusster mit uns selbst umgehen können. Eine praktische Übung zur Pflege des eigenen Seelengartens.