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Linken-Chefin Ines Schwerdtner über die Aufrüstungsgefahr und den Weg zu Mehrheiten Es ist die Überraschung dieser Bundestagswahl: Die Linke hat mit 8,7 Prozent spektakulär den Wiedereinzug ins Parlament geschafft. Und die linke Opposition wird gebraucht – in Zeiten, in denen die demokratische Mitte nach rechts blinkt und massiv aufrüsten möchte. Was kann die Linkspartei dem autoritär-militärischen Zeitgeist und dem Erstarken der faschistischen AfD entgegenhalten? Im Dissens Podcast spricht Ines Schwerdtner, Co-Vorsitzende der Linkspartei, über die Zukunft der Partei nach dem Wahlerfolg, die Merz-Kanzlerschaft und das Aufrüstungs-Bohei in Deutschland. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Ines Schwerdtner, Jahrgang 1989, wurde im sächsischen Werdau geboren, sie wuchs in Hamburg auf und studierte in Berlin sowie in Frankfurt am Main. Von 2020 bis 2023 war sie Chefredakteurin des deutschen Ablegers des sozialistischen Politmagazins Jacobin. Seit Oktober 2024 führt Ines Schwerdtner zusammen mit Jan van Aken die Linkspartei. +++ Weiterführende Links: Greenpeace-Studie zum militärischen Kräfteverhältnis zwischen Russland und den europäischen Nato-Staaten Analyse von den Linkspartei-Vorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken zu den Wahlkampfstrategien der Linkspartei Thread von Carsten Braband zum Wahlerfolg und dem Einfluss von Wahlkampfstrategie vs Merz-Eklat Was will die Linksfrakion im Parlament machen, ein Überblick - "100-Tage-Plan" +++ Dissens verlost ein Exemplar von "Die Utopie des Sozialismus" von Klaus Dörre unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 26.02.202572 min
Wie russische Anarchos gegen Putin kämpfen, auch an der Front unter ukrainischen Waffen Die Lage der Opposition in Russland ist katastrophal, drei Jahre nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine sitzen viele in Haft oder sind im Exil. Doch trotz aller Gefahren leisten Menschen Widerstand gegen das Regime – darunter auch russische Anarchistinnen und Antifaschistinnen die Putins Kriegsmaschinerie sabotieren oder an der Front auf ukrainischer Seite kämpfen. Valerie Brosch erzählt einige ihrer Geschichten in dem Buch "Gegen die russische Staatsgewalt". Ein Gespräch über die Eskalation der Verfolgung und Gewalt unter Putins Diktatur, den Partisanenkampf im Untergrund und linke Solidarität in Europa. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Valerie Brosch hat Sozialwissenschaft und Osteuropastudien in Bochum und Berlin studiert. Sie beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit der Geschichte und Gesellschaft Russlands und mit emanzipatorischen Bewegungen in verschiedenen osteuropäischen Ländern. Für ihr Buch "Gegen die russische Staatsgewalt" hat sie mit russischen Anarchist*innen über ihren Widerstand gegen Putins Diktatur gesprochen. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Valerie Broschs "Gegen die russische Staatsgewalt. Berichte von anarchistischem Widerstand und alternativloser Solidarität" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
Solidarische Arbeitszeitverkürzung als Sprungbrett in die Post-Wachstumsgesellschaft Mehr arbeiten und Wachstum um jeden Preis: Mit der Angst vor Wohlstandsverlusten machen Rechte und Neoliberale erfolgreich Politik, auch im Bundestagswahlkampf zeigt sich das. Wie kann da eine progressive Gegenerzählung aussehen? In der Idee von Zeitwohlstand und den Kämpfen für eine Vier-Tage-Woche sehen Margareta Steinrücke und Beate Zimpelmann, Herausgeber*innen von "Weniger Arbeiten, mehr Leben", eine Vision, die verschiedene gesellschaftliche Spektren zu einer schlagkräftigen Allianz verbinden könnte. Im Dissens Podcast sprechen sie darüber, warum das Thema solidarische Arbeitszeitverkürzung ins Zentrum unserer Kämpfe für eine sozial-ökologische Transformation gehört. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Margareta Steinrücke ist Arbeits- und Geschlechtersoziologin in Bremen. Sie ist aktiv in der Gewerkschafts- und der Frauenbewegung sowie koordinierend in der Attac-AG "ArbeitFairTeilen" und dem "European Work-Time Network". Beate Zimpelmann ist Politikwissenschaftlerin und Gewerkschafterin mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Nachhaltigkeitspolitik. Sie ist Vorsitzende des Kompetenzzentrums "Nachhaltigkeit im globalen Wandel" an der Hochschule Bremen und aktiv in der Bremer Arbeitszeitinitiative. +++ Dissens verlost ein Exemplar des Sammelbandes "Weniger Arbeiten, mehr Leben! Die neue Aktualität von Arbeitszeitverkürzung" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
Aufschrei nach Merz' Paktieren mit der AfD. Übe die Folgen sprechen wir im Dissens Podcast Es ist ein Tabubruch: CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat die Unionsfraktion im Bundestag gemeinsam mit der AfD abstimmen lassen. Gegen das Einreißen der Brandmauer und den weiteren Rechtsruck in der Migrationspolitik sind deutschlandweit eine halbe Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Was bedeutet das Paktieren der Konservativen mit Rechtsextremen für unsere Demokratie? Markieren die Ereignisse ein Wendepunkt, der den Ausgang der bevorstehenden Bundestagswahl entscheidend beeinflussen wird? Und was braucht es, um die AfD und den Rechtsruck zu stoppen? Im Dissens Podcast sprechen wir über die Ereignisse und ihre Folgen, mit Sahra Fischer von "Widersetzen" und "Aufstehen gegen Rassismus", Lorenz Blumenthaler von der Amadeu-Antonio-Stiftung und Politikwissenschaftlerin Rebecca Gotthilf. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Rebecca Gotthilf ist Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Migration, Antirassismus und Feminismus. Sie arbeitet als Bildungskoordinatorin für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Lorenz Blumenthaler ist Sprecher für die Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus engagiert. Sahra ist aktiv gegen Rassismus und die rechtsextreme AfD. Sie engagiert sich bei der Initiative "Aufstehen gegen Rassismus" und Teil des Aktionsbündnisses "Widersetzen", das Anfang des Jahres den AfD-Parteitag in Riese für mehrere Stunden blockierte. +++ Du willst wissen, wo es in deiner Nähe eine Demo gegen Rechts vor der Bundestagswahl gibt? Hier gibt's einen Demo-Tracker. +++ Dissens verlost ein Exemplar des Sammelbandes "Demokratie braucht Rückgrat. Wie wir unsere offene Gesellschaft verteidigen" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
Die "Was tun?"-Crew spricht mit der Anti-Armuts-Aktivistin über Wahlkampf und Solidarität Nach oben buckeln, nach unten treten - so kann man die Sozialpolitik von Union bis AfD in diesem Wahlkampf zusammenfassen. Warum verfängt die Hetze gegen Erwerbslose? Und warum ist es so schwer, ein solidarisches "Wir" zwischen armutsbetroffenen Menschen und Menschen mit Abstiegsängsten zu schmieden? Darüber sprechen Inken und Valentin im "Was tun?"-Podcast mit Katja Kipping. Sie war Parteivorsitzende der Linkspartei, heute ist sie Geschäftsführerin im Paritätischen Gesamtverband. Im Interview erzählt Katja Kipping, was sie politisch antreibt, welche Erzählungen gegen den Hass auf Armutsbetroffene wirksam sind und wie wir uns alle in den Bundestagswahlkampf einmischen sollten. +++ Du willst "Was tun?" und Dissens im Doppelpack unterstützen? Schon ab drei Euro monatlich kannst Du Fördermitglied werden und sicherst damit, dass wir weiterhin werbefrei und für alle senden können. Hier geht's lang: https://dissenspodcast.de +++ Disclaimer Die im "Was tun?"-Podcast geäußerten Meinungen sind die der Beteiligten Moderator*innen und Interviewgäste. Redaktionell verantwortlich sind Inken Behrmann und Valentin Ihßen. +++ Links zur Folge: Helena Steinhaus bei "Was tun?" zum Bürgergeld: https://was-tun.podigee.io/18-sanktionsfrei Helena Steinhaus Buch „Es braucht nicht viel“: https://www.fischerverlage.de/buch/helena-steinhaus-claudia-cornelsen-es-braucht-nicht-viel-9783103975574 Frigga Haug zur "Vier in Eins Perspektive": https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/vier-in-einem-perspektive/ Sighard Neckel: Von der Leistungs- zur Erfolgsgesellschaft: https://www.researchgate.net/publication/330011356ScheiternamScheiternUberdieErfolgsgesellschaftunddie_Erfolglosigkeit Studie des Paritätischen Gesamtverbandes zu Wohnarmut: https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/neue-expertise-zu-wohnarmut/ Taz-Artikel zu Wohnarmut: https://taz.de/Studie-Paritaetischer-Wohlfahrtsverband/!6051376/ +++ Über die co-op zwischen Dissens und "Was tun?" Alle Folgen des "Was tun?"-Podcast laufen jetzt bei Dissens. Warum? Weil ich den Podcast von Inken und Valentin super finde und glaube, dass er auch Euer Leben bereichern kann, deshalb. Bei den vielen Krisen, die wir erleben, ist es nicht nur schwer, den Überblick zu behalten, sondern auch, den Blick dafür zu schärfen, wie sich substantielle politische Veränderung erreichen lassen. Genau darum geht es Inken und Valentin, die mit ihrem Podcast "Was tun?" der Debatte über linke Politstrategien Raum geben. Abonniert "Was tun?"! Hier findet Ihr sämtliche Folgen von "Was tun?". Wenn Ihr es noch nicht gemacht habt, dann abonniert jetzt den Podcast von Inken und Valentin: Hier findet Ihr "Was tun?" auf allen wichtigen Podcast-Plattformen. Und folgt "Was tun?" auf Twitter und auf Instagram.
"Was ist der Plan?" - Teil 2: Heide Lutosch über die Entprivatisierung und Planung von Sorgearbeit Die befreite Gesellschaft von den Bedürfnissen von Sorgenden und Umsorgten her zu denken, sollte Ausgangspunkt jedes linken Utopieentwurfs sein. Doch eine emanzipatorische Transformation der Sorgearbeit kommt in der neueren Planungsdebatte zu kurz, kritisiert die Autorin Heide Lutosch. In Folge zwei der Serie "Was ist der Plan?" spricht sie über die Frustrationen des Kinderhabens in Kleinfamilie und kapitalistischer Gesellschaft, die demokratische Planung von Sorgearbeit und das Ende der Familie. +++ Heide Lutosch, geboren 1972, ist Autorin und Übersetzerin. Ihr Buch "Kinderhaben" erschien 2023, darin schreibt sie aus marxistischer, feministischer und psychoanalytischer Perspektive über die Frustrationen des Kinderhabens in Kleinfamilie und kapitalistischer Gesellschaft. In die neuere Planungsdebatte hat sich Heide Lutosch mit einer feministischen Kritik des dabei vorherrschenden Bedürfnis- und Arbeitsbegriffs eingebracht. +++ Die weiteren Folgen aus der Serie "Was ist der Plan?", eine Serie über die neuere Planungsdebatte und einen emanzipatorischen Planungsbegriff: "Was ist der Plan?" - Teil 1: Demokratische Planwirtschaft: Wie könnte eine Ökonomie jenseits des Marktes aussehen? Christoph Sorg führt ein ins Thema demokratische Wirtschaftsplanung +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Heide Lutoschs "Kinderhaben" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
Lia Becker und Atlanta Ina Beyer über ihr Buch "Bite back!" und unteilbare Solidarität Der rechte Kulturkampf gegen Trans-Personen und Queers ist auch ein Klassenkampf von oben, sagen Lia Becker und Atlanta Ina Beyer. Was Linke dem entgegenhalten können, danach fragt ihr Sammelband "Bite back!". Ein Gespräch über queere Klassenerfahrungen, die Grenzen liberaler LGBTIQ-Politiken und die Vision eines intersektionalen Sozialismus. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Lia Becker arbeitet im Bereich Gesellschaftsanalyse und politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Atlanta Ina Beyer — Atlanta Ina Beyer hat zu queeren Punk-Utopien promoviert. They arbeitet im Antidiskriminierungs- sowie (Hochschul-)Bildungsbereich und lebt in Berlin. Den Sammelband "Bite Back! Queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität" gibt es hier zum kostenlosen Download als PDF. +++ Dissens verlost ein Exemplar von "Bite back!" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 15.01.202585 min
Dana Schmalz über die Angst vor "zu vielen Menschen" als Rechtfertigung für Gewaltpolitiken Die Behauptung, dass eine wachsende Weltbevölkerung soziale oder ökologische Probleme schafft, ist so alt wie falsch. Doch der Mythos von der "Überbevölkerung" ist angesichts von Klimakrise und sinkenden Geburtenraten in reichen Ländern stark wie lange nicht mehr, ein Zuviel an Bevölkerungswachstum gibt es dabei immer nur bei "den Anderen" – im globalen Süden oder unter marginalisierten Gruppen. In ihrem Buch "Das Bevölkerungsargument" zeigt die Rechtswissenschaftlerin Dana Schmalz, wie mit der Angst vor "zu vielen Menschen" Politik gemacht wird: etwa wenn sich Rassismus in Entwicklungspolitik einschleicht, Regierungen eine autoritäre Geburtenpolitik betreiben oder Ökofaschisten ihren Menschenhass mit Klimaschutz rechtfertigen. Ein Gespräch über die Ursprünge der Fortpflanzungs-Paranoia, die Geschichte gewaltvoller Bevölkerungspolitiken und die Zukunft der Weltbevölkerung. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Dana Schmalz, geboren 1987, ist Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Migrationsfragen, internationales Recht und Rechtsphilosophie. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift "Kritische Justiz". +++ Dissens verlost ein Exemplar "Das Bevölkerungsargument: Wie die Sorge vor zu vielen Menschen Politik beeinflusst" von Dana Schmalz unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 08.01.202599 min
Henning Melber über Ignoranz und Abwehr bei der Anerkennung deutscher Genozide in Afrika Der deutsche Umgang mit den eigenen Kolonialverbrechen in Afrika ist heute noch immer geprägt von Verleugnung und Verdrängung, sagt Henning Melber. In seinem Buch "The Long Shadow of German Colonialism" untersucht der Politikwissenschaftler die (Nicht)Aufarbeitung des ersten deutschen Genozids vor 120 Jahren an den Ovaherero und Nama in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Ein Gespräch über die Abwehrmechanismen in der Auseinandersetzung mit Deutschlands dunkler Kolonialvergangenheit, die anhaltende Marginalisierung der Nachfahren der Opfer und Reparationen als Bedingung einer ernsthaften Aussöhnung. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Henning Melber, Jahrgang 1950, ist deutsch-namibischer Politikwissenschaftler, Entwicklungssoziologe und Afrikawissenschaftler. In den 70er-Jahren trat er Namibias antikolonialer Befreiungsbewegung bei, seitdem streitet er für die Aufarbeitung der deutschen Kolonialverbrechen und Gerechtigkeit für die Nachkommen der Opfer des Genozids. Hennig Melber hat mehrere Bücher über Namibia und die Kolonialgeschichte geschrieben, zuletzt erschien von ihm "The Long Shadow of German Colonialism", in dem er den Umgang der deutschen Gesellschaft mit ihrer brutalen Kolonialvergangenheit kritisch beleuchtet. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Henning Melbers "The Long Shadow of German Colonialism. Amnesia, Denialism and Revisionism" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 24.12.202479 min
Die "Was tun?"-Crew spricht mit dem US-amerikanischen Aktivisten David Karpf "Only the AfD can save Germany" - mit Tweets wie diesem versucht Elon Musk, in den deutschen Wahlkampf einzugreifen. Nachdem Musk Donald Trump mit hunderten Millionen Dollar finanzierte, unterstützt der Milliardär jetzt die AfD in Deutschland. Das nehmen Inken Behrmann und Valentin Ihßen zum Anlass, um mit dem US-amerikanischen Kommunikationswissenschaftler und Aktivisten David Karpf über die Verbindung zwischen Big Tech und dem globalen Rechtsruck zu sprechen. Gemeinsam beleuchten sie, wie das einst liberale Silicon Valley zur Stütze autoritärer Regierungen wurde und wie Tech-Milliardäre ihre Plattformen von einem Ort der Gegenmacht entweder entpolitisieren oder sie zu einem Instrument rechter Propaganda umbauen. Inken und Valentin diskutieren mit David, was das alles für die bevorstehende Bundestagswahl bedeutet, warum es so schwer war, linke Alternativen zu Big Tech aufzubauen – und fragen, weshalb für ihn der „eXit“ von Twitter zu Bluesky ein echter Hoffnungsschimmer ist. Das Interview haben Valentin und Inken mit David auf Englisch geführt, die Nachbesprechung hört ihr wie immer auf deutsch. +++ Du willst "Was tun?" und Dissens im Doppelpack unterstützen? Schon ab drei Euro monatlich kannst Du Fördermitglied werden und sicherst damit, dass wir weiterhin werbefrei und für alle senden können. Hier geht's lang: https://dissenspodcast.de +++ Disclaimer Die im "Was tun?"-Podcast geäußerten Meinungen sind die der Beteiligten Moderator*innen und Interviewgäste. Redaktionell verantwortlich sind Inken Behrmann und Valentin Ihßen. +++ Links und weiterführende Lektüre: Dave Karpfs Blog auf Substack - absolute Abo-Empfehlung: https://davekarpf.substack.com Dave Karpf über künstliche Intelligenz in The Atlantic: https://www.theatlantic.com/technology/archive/2024/10/sam-altman-mythmaking/680152/ Ezra Klein Shows zu künstlicher Intelligenz: https://www.nytimes.com/2023/01/06/opinion/ezra-klein-podcast-gary-marcus.html https://open.spotify.com/episode/1mz21C0yN6RZ2xUIy9sWu1 Artikel: The Rise of Techno-Authoritarianism: https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2024/03/facebook-meta-silicon-valley-politics/677168/ Timothy Snyder: Zwanzig Lektionen für den Widerstand: https://www.chbeck.de/snyder-ueber-tyrannei/product/20196618 +++ Über die co-op zwischen Dissens und "Was tun?" Alle Folgen des "Was tun?"-Podcast laufen jetzt bei Dissens. Warum? Weil ich den Podcast von Inken und Valentin super finde und glaube, dass er auch Euer Leben bereichern kann, deshalb. Bei den vielen Krisen, die wir erleben, ist es nicht nur schwer, den Überblick zu behalten, sondern auch, den Blick dafür zu schärfen, wie sich substantielle politische Veränderung erreichen lassen. Genau darum geht es Inken und Valentin, die mit ihrem Podcast "Was tun?" der Debatte über linke Politstrategien Raum geben. Abonniert "Was tun?"! Hier findet Ihr sämtliche Folgen von "Was tun?". Wenn Ihr es noch nicht gemacht habt, dann abonniert jetzt den Podcast von Inken und Valentin: Hier findet Ihr "Was tun?" auf allen wichtigen Podcast-Plattformen. Und folgt "Was tun?" auf Twitter und auf Instagram.
Aus oder Reset für die Linkspartei? Spitzenkandidat Jan van Aken über die Neuwahlen Bei der vorgezogenen Neuwahlen geht es für die Linkspartei ums Überleben, die Partei dümpelt in Umfragen unter der Fünf-Prozent-Marke und könnte aus dem Bundestag fliegen – statt Erneuerung nach krisenreichen Jahren droht der weitere Niedergang im außerparlamentarischen Nirwana. Das Ruder rumreißen sollen Haustürwahlkampf, ein Fokus auf Soziales und der Kampf um aussichtsreiche Direktmandate. Wie unmittelbar die Rettung und eine längerfristige Neuaufstellung der Linkspartei gelingen kann, darüber spricht Jan van Aken, Co-Parteichef und Spitzenkandidat, im Dissens Podcast. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Jan van Aken ist einer von zwei Vorsitzenden der Partei "Die Linke". Zusammen mit Heidi Reichinnek führt er die Linke in den Bundestagswahlkampf. Der 63-Jährige wurde im schleswig-holsteinischen Reinbek geboren. Nach dem Abitur machte er seinen Zivildienst in Hamburg, wo er auch studierte und bis heute lebt. Der Politiker war unter anderen für Greenpeace tätig und arbeitete als Biowaffeninspekteur für die Vereinten Nationen. Von 2009 bis 2017 gehörte er dem Bundestag an. +++ Dissens X-Mas Spendenaufruf, schaut doch ob ihr für folgende Initiativen was Gutes tun könnt: Solardarity sammelt Spenden für Solarpanels für die Revolution in Rojava Der Fonds für Bewegungsfreiheit von Medico unterstützt Menschen, die an den Rändern Europas unrechtmäßig in Gefängnissen sitzen oder sich verteidigen müssen. Patenschaft für neues Seenotrettungsschiff, unterstütz die Orga Sea Eye mit einer Spende für ihr neues Schiff Fördermitgliedschaft bei Polylux, das Netzwerk unterstützt Vereine und Initiativen der kritischen Zivilgesellschaft in Ostdeutschland +++ Und hier die Verlosungsgewinne des letzten halben Jahres, herzlichen Glückwunsch an die Gewinner*innen: 267 "Alles für alle: Revolution als Commonisierung" Kim A. 268 "Niemals Frieden?" - Jasper S. 269 "Ökofeminismus: Zwischen Theorie und Praxis" - Nina I. 270 "Krise: Das Versagen einer Republik" - Peter E. 271 "Rechts, wo die Mitte ist" - Seda S. 272 "Rechtsextrem, das neue Normal?" - Markus K. 273 "Ganz unten im System" - Fabienne M. 274 "Crazy Rich: Die geheime Welt der Superreichen" - Sarah L. 275 "Zwischen friedlicher Sabotage und Kollaps" - Ulrike H. 276 "Trotzdem sprechen" - Maximilian C. 277 "Kapitalismus am Limit” - Noah F. 278 "Toxische Weiblichkeit" - Klara T. 279 "Beyond Molotovs” - Wilma S. 280 "Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte" - Kolja D. 281 "Vergesellschaftung und die sozialökologische Frage” - Ellen E. 282 "Die Brandstifter. Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen" - Frida U. 283 "Lob der Identitätspolitik" - David G. 284 "Die Utopie des Sozialismus” - Kristina J. 285 "Gescheiterte Utopie?” - Antonio K. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Jan van Akens "Worte statt Waffen. Wie Kriege enden und Frieden verhandelt werden kann" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
Die "Was tun?"-Crew spricht mit der Interventionistischen Linken über Wege aus der Krise Raus aus der Szene, rein ins Handgemenge der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Mit diesem Anspruch ist die interventionistische Linke (IL) vor fast 20 Jahren angetreten. Ihr Ziel war es, eine gesellschaftlich relevante, radikale Linke zu werden: sichtbar und ansprechbar, um politische Hegemonie zu kämpfen und Gegenmacht zu organisieren. Seitdem ist viel passiert. Die IL konnte große Erfolge mitfeiern, wie den gewonnenen Volksentscheid von Deutsche Wohnen & Co enteignen oder die beeindruckenden Aktionen zivilen Ungehorsams von Ende Gelände in den Braunkohlerevieren in NRW und der Lausitz. Doch neben den beeindruckenden Mobilisierungserfolgen bleiben die realpolitischen Ergebnisse oft hinter den Erwartungen zurück: Auch wenn der Kohleausstieg heute beschlossene Sache ist, konnte die Klimabewegung den Ort Lützerath nicht verteidigen. Obwohl die Mehrheit der Berliner:innen für die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne gestimmt hat, geht der Ausverkauf in Berlin ungebremst weiter. Bei Was tun? diskutieren Inken und Valentin mit Tanja und Bastian von der IL darüber, was wir aus den Erfolgen und Rückschlägen der letzten Jahre lernen können, wie sich der gesellschaftliche Kontext für politische Veränderung gewandelt hat und wie die Linke wieder in die Offensive kommen kann. +++ Du willst "Was tun?" und Dissens im Doppelpack unterstützen? Schon ab drei Euro monatlich kannst Du Fördermitglied werden und sicherst damit, dass wir weiterhin werbefrei und für alle senden können. Hier geht's lang: https://dissenspodcast.de +++ Disclaimer Die im "Was tun?"-Podcast geäußerten Meinungen sind die der Beteiligten Moderator*innen und Interviewgäste. Redaktionell verantwortlich sind Inken Behrmann und Valentin Ihßen. +++ Über die co-op zwischen Dissens und "Was tun?" Alle Folgen des "Was tun?"-Podcast laufen jetzt bei Dissens. Warum? Weil ich den Podcast von Inken und Valentin super finde und glaube, dass er auch Euer Leben bereichern kann, deshalb. Bei den vielen Krisen, die wir erleben, ist es nicht nur schwer, den Überblick zu behalten, sondern auch, den Blick dafür zu schärfen, wie sich substantielle politische Veränderung erreichen lassen. Genau darum geht es Inken und Valentin, die mit ihrem Podcast "Was tun?" der Debatte über linke Politstrategien Raum geben. Abonniert "Was tun?"! Hier findet Ihr sämtliche Folgen von "Was tun?". Wenn Ihr es noch nicht gemacht habt, dann abonniert jetzt den Podcast von Inken und Valentin: Hier findet Ihr "Was tun?" auf allen wichtigen Podcast-Plattformen. Und folgt "Was tun?" auf Twitter und auf Instagram.
- 04.12.2024111 min
Tobias Lambert über den autoritären Umbau in Venezuela und Perspektiven für die linke Basis Venezuela, das Land war für Linke weltweit ein Symbol für die Möglichkeit eines sozialistischen Aufbruchs. Doch nach dem Tod von Ex-Präsident Hugo Chávez und dem Einbruch der Erdölpreise ist Venezuela in die tiefste Krise seiner Geschichte geschlittert – das, was als sozialistische und basisdemokratische Revolution begann, entwickelt sich unter Nicolás Maduro immer weiter zu einem autoritären Projekt. Nach den gefälschten Wahlen wird der Chavez-Nachfolger seine nächste Amtszeit ohne demokratische Legitimität antreten. Wie es zu diesem ungeheuren Niedergang kommen konnte, erklärt der Journalist Tobias Lambert in seinem Buch "Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez". Im Dissens Podcast sprechen wir über die Errungenschaften des Chavismus, die Gründe für sein Scheitern und linke Perspektiven für das Land. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Tobias Lambert lebt in Berlin und besucht Venezuela regelmäßig. Als Autor, Journalist und Politikwissenschaftler liegt sein Schwerpunkt auf Lateinamerika. Zu Venezuela publiziert er seit fast 20 Jahren, zum Beispiel in den "Lateinamerika Nachrichten", den "Blättern für deutsche und internationale Politik" und in "AK Analyse & Kritik". +++ Dissens verlost ein Exemplar von Tobias Lamberts "Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 27.11.2024108 min
"Was ist der Plan?" - Teil 1: Christoph Sorg führt ein ins Thema demokratische Wirtschaftsplanung Planwirtschaft ist ein Reizwort, Inbegriff des Scheiterns des Realsozialismus. Doch um der Klimakrise zu begegnen, wäre eine Überwindung der destruktiven Marktkräfte nötig - und das würde nur funktionieren, wenn mehr geplant wird. Aber wie ließe sich planen, ohne die Fehler der realsozialistischen Kommandowirtschaft zu wiederholen? Was sind Ideen von Planung, die den Weg in eine bessere Zukunft weisen? Im Dissens Podcast beleuchten wir das Thema demokratische Planwirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln, den Anfang der Serie "Was ist der Plan?" macht der Sozialwissenschaftler Christoph Sorg, er spricht zur Einführung über die neue Planungsdebatte und Elemente eines demokratisch-sozialistischen Planungsbegriffs. +++ Die weiteren Folgen aus der Serie "Was ist der Plan?", eine Serie über die neuere Planungsdebatte und einen emanzipatorischen Planungsbegriff: "Was ist der Plan?" - Teil 2: Warum die Familie, wie wir sie kennen, nach der Care-Revolution aufhört zu existieren. Heide Lutosch über die Entprivatisierung und Planung von Sorgearbeit +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Christoph Sorg ist Sozialwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er forscht zu Theorien des Kapitalismus und Postkapitalismus. Sein Fokus liegt dabei auf wirtschaftlicher Planung. +++ Weiterführende Links: Webprojekt zum Thema demokratische Planung: www.demokratische-planung.de . Dort findet Ihr auch eine Übersicht zu den konkreten Planungsmodellen, über die Christoph Sorg im Podcast spricht. Zieht Euch auch die Luxemburg-Ausgabe zum Thema demokratische Planwirtschaft rein, in "Zukunft mit Plan" wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, Christoph Sorg hat darin eine Einführung geschrieben. Hier geht's zum Download. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Klaus Dörres "Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 20.11.202498 min
Karsten Schubert über das Bashing linker Identitätspolitik und Argumente dagegen Identitätspolitik gefährde die Demokratie, so heißt es immer wieder in der öffentlichen Debatte. Nicht nur von Rechten und Liberalen, auch von Linken gibt es Kritik an einem Politikstil, der sich gegen Diskriminierung richtet, dabei aber angeblich zu Stammesdenken, Cancel Culture und gesellschaftlicher Spaltung führt. Im Gegenteil, sagt Karsten Schubert. Identitätspolitik ist für die Verbesserung unserer Demokratien unverzichtbar. In seinem Buch "Lob der Identitätspolitik" verteidigt der Philosoph den Bezug auf Identitäten als Notwendigkeit, um Diskriminierungsverhältnisse sichtbar zu machen und das universalistische Versprechen unserer Gesellschaften zu konkretisieren. Ein Gespräch über die Demokratisierung der Demokratie, identitätspolitische Sackgassen und eine verbindende Klassenpolitik. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Karsten Schubert lehrt Politische Theorie und Philosophie Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem radikale Demokratietheorie, die Philosophie Michel Foucaults und queerpolitische Theorien. Gerade ist von ihm das Buch "Lob der Identitätspolitik" erschienen. +++ Weil im Podcast angeschnitten, hier noch die Links zur zivilgesellschaftlichen Kritik an der Antisemitismus-Resolution des deutschen Bundestages. Ein Artikel, der die Problematik der Resolution und die Kritik thematisiert. Und ein Alternativvorschlag aus der Zivilgesellschaft. Ich wurde nach Veröffentlichung des Podcasts von einer*m Zuhörenden noch darauf hingewiesen, dass auch die Autorin Alice Hasters in ihrem Buch "Identiätskrise" Argumente gegen die allgemeine Verächtlichmachung von Identitätspolitik liefert. Deshalb verlinke ich Euch das hier nachträglich. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Karsten Schuberts "Lob der Identitätspolitik" unter allen Fördermitgliedern. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 17.11.202493 min
Die "Was tun?"-Crew im Gespräch mit Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG-Metall Trump-Wahl, Ampel-Aus: Im Tumult geht die aktuelle Wirtschaftskrise fast unter - vor allem der Konflikt bei VW zwischen Konzernmanagement und Beschäftigten. Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG-Metall erklärt im Interview bei "Was tun?", wie sich in dem Tarifkonflikt bei Deutschlands größtem Autobauer die Polykrise aus Erderhitzung, geopolitischen Verwerfungen und Klassenkonflikten zeigt. Außerdem sprechen Valentin und Inken mit Hans-Jürgen Urban darüber, wie sich die Mosaik-Linke in der Polykrise neu zusammensetzen kann. +++ Du willst "Was tun?" und Dissens im Doppelpack unterstützen? Schon ab drei Euro monatlich kannst Du Fördermitglied werden und sicherst damit, dass wir weiterhin werbefrei und für alle senden können. Hier geht's lang: https://dissenspodcast.de +++ Disclaimer Die im "Was tun?"-Podcast geäußerten Meinungen sind die der Beteiligten Moderator*innen und Interviewgäste. Redaktionell verantwortlich sind Inken Behrmann und Valentin Ihßen. +++ Über die co-op zwischen Dissens und "Was tun?" Alle Folgen des "Was tun?"-Podcast laufen jetzt bei Dissens. Warum? Weil ich den Podcast von Inken und Valentin super finde und glaube, dass er auch Euer Leben bereichern kann, deshalb. Bei den vielen Krisen, die wir erleben, ist es nicht nur schwer, den Überblick zu behalten, sondern auch, den Blick dafür zu schärfen, wie sich substantielle politische Veränderung erreichen lassen. Genau darum geht es Inken und Valentin, die mit ihrem Podcast "Was tun?" der Debatte über linke Politstrategien Raum geben. Abonniert "Was tun?"! Hier findet Ihr sämtliche Folgen von "Was tun?". Wenn Ihr es noch nicht gemacht habt, dann abonniert jetzt den Podcast von Inken und Valentin: Hier findet Ihr "Was tun?" auf allen wichtigen Podcast-Plattformen. Und folgt "Was tun?" auf Twitter und auf Instagram.
Stefan Liebich, Leiter der RosaLux in New York, über die US-Wahl und ein zweites Mal Trump Es war der Schock, den viele befürchtet hatten: Donald Trump wird erneut ins Weiße Haus einziehen. Schon jetzt ist klar, seine zweite Amtszeit wird für viele Menschen mehr Unsicherheit und Gewalt bedeuten: für Frauen, Migranten, Trans-Personen, Arme und prekär Beschäftigte. Warum haben bei dieser Wahl nun auch Latinos und schwarze Männer aus der Working Class für einen superreichen Rassisten gestimmt? Wie haben die Demokraten und Kamala Harris ihre Stimmen an die Republikaner verlieren können? Und wie wird eine zweite Amtszeit Trump die US-Demokratie und die Welt verändern? Im Dissens Podcast spricht Stefan Liebich, Leiter der Rosa-Luxemburg Stiftung in New York, über den Trump-Sieg und seine Folgen. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Stefan Liebich ist seit 2023 Leiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in New York, das Regionalbüro ist zuständig für die USA, Kanada und die Vereinten Nationen. Der Betriebswirt saß von 2009 bis 2021 für die Linkspartei im Bundestag. Stefan Liebich spricht im Podcast "Guten Morgen Amerika" über aktuelle Entwicklungen in der US-Politik. +++ Dissens verlost ein Exemplar von Annika Brockschmidts "Die Brandstifter. Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen" unter allen Fördermitgliedern. +++ Bild KI-generiertes Symbolbild, Tool: ideogram.ai +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 06.11.202472 min
VW-Mitarbeiter Thorsten Donnermeier und Verkehrswende-Aktivist Tobi Rosswog im Gespräch Der Autobauer VW steckt in einer tiefen Krise. Das Volkswagen-Management reagiert darauf mit einem harschen Sparkurs, mehrere Werke sollen geschlossen und Jobs abgebaut werden. Die Beschäftigten kündigen Widerstand an. Die Auseinandersetzung um die Zukunft des größten Autobauers in Europa wird wegweisend sein. Welche Chancen bietet die Krise bei VW für einen klimagerechten Umbau des Autokonzerns bei gleichzeitiger Beschäftigungssicherung? Darüber sprechen im Dissens Podcast VW-Mitarbeiter und Gewerkschafter Thorsten Donnermeier sowie Verkehrswende-Aktivist Tobi Rosswog. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Thorsten Donnermeier arbeitet seit fast 40 Jahren bei VW in Kassel-Baunatal. Dort fungiert er, wie sein Vater vor ihm, als IG Metall Vertrauensmann. Er setzt sich für einen klimagerechten Umbau des Autobauers ein und sieht in einer Umstellung der Produktion aus Busse und Bahnen ein Möglichkeitsfenster, zum Erhalt der Arbeitsplätze bei Volkswagen. Tobi Rosswog ist seit vielen Jahren als Klima- und Verkehrswende-Aktivist aktiv. Vor zwei Jahren zog mit anderen nach Wolfsburg, gründete dort das Projekthaus "Amsel 44". Zusammen mit Beschäftigten von VW streiten sie in der VW-Stadt für die Vergesellschaftung und Konversion des VW-Konzerns. Aktuell tourt er mit seinem Doku-Film "VerkehrsWendestadt Wolfsburg" durch die DACH-Region +++ Dissens verlost ein Exemplar des Sammelbandes "Vergesellschaftung und die sozialökologische Frage: Wie wir unsere Gesellschaft gerechter, zukunftsfähiger und resilienter machen können" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Bild KI-generiertes Symbolbild, Tool: ideogram.ai +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
- 30.10.202495 min
Valentina Chiofalo und Leonie Weber über die Kampagne „Abtreibung legalisieren – jetzt!“ Noch immer sind Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland strafbar. Und die Ampel kann sich nicht darauf einigen, Abtreibungen zu entkriminalisieren - trotz gesellschaftlicher Mehrheiten für eine Streichung des Strafrechtsparagrafen 218. Mit der Kampagne „Abtreibung legalisieren – jetzt!“ will ein Bündnis die Bundesregierung zum Handeln bewegen, Höhepunkt der Aktionswochen ist Anfang Dezember. Im Dissens Podcast sprechen die Juristin Valentina Chiofalo und Leonie Weber von der Kampagne über die Folgen der Kriminalisierung von ungewollt Schwangeren, den Einfluss der Anti-Abtreibungslobby und Argumente für eine Legalisierung von Abtreibungen. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Valentina Chiofalo ist seit 2019 Mitglied beim "Deutschen Juristinnenbund", der ebenfalls eine Neuregelung von Schwangerschaftsabbrüchen außerhalb des Strafgesetzbuchs fordert. Zu Ihren Forschungsschwerpunkten gehört unter anderem feministische Rechtswissenschaft, reproduktive Rechte und rechtliche Regelungen von Abtreibungen. Sie ist Juristin bei "Doctors for Choice". Leonie Weber ist werdende Hebamme und Teil der Kampagne "Abtreibung legalisieren – jetzt!". Sie ist beruflich, aktivistisch und privat daran interessiert, wer unter welchen Umständen Entscheidungen über Körper und das Leben ohne oder mit Schwangerschaft und Kindern trifft und treffen kann. +++ „Abtreibung legalisieren – jetzt!“, so heißt die Kampagne zur Streichung des Strafrechtsparagrafen 218. Getragen wird sie von feministischen und gesundheitspolitischen Gruppen, deren Ziel die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ist. Seit Mitte September gibt es vielfältige Aktionen, Höhepunkt der Kampagne sind zwei Großdemos am 07. Dezember in Berlin und Karlsruhe. Auf der Internetseite der Kampagne findet Ihr alle Infos und sowie auf Instagram - auch dazu, wie Ihr Euch einbringen könnt. Ihr wollt eine Protest-Mail für die Streichung von Paragraf 218 an Euren Bundestagsabgeordneten schreiben - so wie im Podcast angeregt. Hier findet Ihr die Mail-Vorlage, mit der Ihr die Entkriminalisierung einfordern könnt. Im Podcast sprechen wir auch über einen Gesetzesentwurf für eine Neuregelung von Schwangerschaftsabbrüchen außerhalb des Strafgesetzbuchs, erarbeitet von Expert*innen und vorgelegt von einem Bündnis aus 26 Verbänden und Organisationen. Hier Infos zum Kontext und hier der konkrete Gesetzesentwurf. +++ Dissens verlost ein Exemplar des Buchs "Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA
Aurel Eschmann und Paul Schweizer über affektive Strategien gegen Rechtsruck und Faschismus Reaktionäre und Rechte sind weltweit erfolgreich, mit Gefühlen Politik zu machen. Wie kann eine linke Antwort auf die autoritären Affektpolitiken der Gegenwart aussehen? Auf diese Frage sucht der visuelle Sammelband "Beyond Molotovs" Antworten, er zeigt wie sich durch sinnliche, künstlerische und ästhetische Ausdrucksformen Menschen gegen Autoritarismus und Faschismus mobilisieren lassen. Im Dissens Podcast sprechen Aurel Eschmann und Paul Schweizer aus dem Herausgeber*innen-Kollektiv über die Psychologie hinter Rechtsruck und Faschismus, die Wichtigkeit von affektiven Gegenstrategien und Wut als Ausgangspunkt für das gute Leben. +++ Alle Infos zum Dissens Podcast auf www.dissenspodcast.de Mach Dissens möglich! Werde jetzt Fördermitglied auf Steady und unterstütze damit die Arbeit von Dissens-Host Lukas sowie Inken und Valentin von der "Was Tun?"-Crew. +++ Den Sammelband "Beyond Molotovs - A visual handbook of anti-authoritarian strategies" gibt’s im Buchladen bei euch um die Ecke, oder zum gratis Download hier. Außerdem könnt Ihr Euch hier die "Beyond Molotovs Ausstellung" könnt ihr euch gratis zusenden lassen. Herausgegeben wurde der Sammelband von der "International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies", eine Initiative der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und dem "Kollektiv Orangotango", eine Gruppe kritischer Geographen, die Bildung von unten für Bewegungen machen. Aurel Eschmann ist Sozialwissenschaftler und Aktivist. Seine Interessenschwerpunkte liegen auf dem Zusammenspiel von Autoritarismus und Neoliberalismus in Indien und China. Er hat weltweit an verschiedenen Univeristäten studiert und geforscht. Paul Schweizer ist Geograph und politischer Bildner. Als Teil von kollektiv orangotango co-kuratiert er die counter-mapping Plattform 'This Is Not an Atlas' und begleitet militante Kartierungsprozesse in Europa und Lateinamerika. +++ Dissens verlost ein Exemplar von "Beyond Molotovs - A visual handbook of anti-authoritarian strategies" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts. +++ Musik DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI +++ Dissens Creative Commons License CC BY-NC-SA



















