Kompost - ganz praktisch
Einfach natürlich Gärtnern
15.10.2026
23 min
Beschreibung
Richtig guter Kompost ist das Beste, was du für deine Gartenpflanzen tun kannst!

Kompost – die dreckige Wahrheit

Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

Über Kompost haben wir schon gesprochen. Warum nehmen wir uns das Thema heute nochmal vor?

  • Stimmt, Kompost hatten wir schon mal.
  • Damals vor allem Grundlagen: Was darf rein, was nicht und wie wird daraus guter Kompost?
  • Heute schauen wir genauer hin: Was passiert, nachdem der Deckel zu ist?
  • Komposter ist keine Mülltonne mit Zauberfunktion.
  • Eher eine Wohngemeinschaft aus Mikroorganismen und Bodentieren.
  • Braucht ein bisschen Pflege.
  • Gerade bei Trockenperioden und Starkregen braucht diese WG ein bisschen Aufmerksamkeit.
  • Für die kommende Saison gibt es den neuen Neudorff Thermokomposter 340 L – ein guter Anlass, den Thermokomposter diesmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
  • Also heute: Kompost – die dreckige Wahrheit. Was müssen wir tun, damit aus Abfall wirklich schwarzes Gold wird?

Offene Kompostmiete oder Thermokomposter – was eignet sich für wen?

  • Beides funktioniert.
  • Offene Miete braucht mehr Platz und Zeit.
  • Bei der klassischen Drei-Kammer-Methode wird das Material mehrfach umgesetzt.
  • Im Thermokomposter geht die Zersetzung schneller.
  • Die doppelwandige Konstruktion hält die entstehende Wärme besser im Inneren.
  • Und das Material trocknet vom Rand her nicht so sehr ein
  • Außerdem braucht er weniger Platz.
  • Neu für die kommende Saison: der Neudorff Thermokomposter 340 L.
  • Etwas kleiner als sein Vorgänger.
  • Entnahmeklappe unten.
  • Neu ist der Griff oben zum Verriegeln.
  • Sonst bleibt das bewährte Prinzip gleich.

Wo stelle ich meinen Thermokomposter hin?

  • Am besten schattig.
  • Waagerecht und direkt auf die Erde stellen.
  • So können Bodenorganismen hineinwandern und überschüssiges Wasser kann versickern.
  • Mäusegitter kann von unten Nager fernhalten.
  • Und gut erreichbar sollte er sein.
  • Ruhig hinten im Garten, aber nicht so weit hinten, dass du für jede Kartoffelschale Wanderschuhe brauchst.

Gibt es so etwas wie ein Rezept für guten Kompost?

  • Zauberwort: Mischung.
  • Feuchtes und trockenes Material kombinieren.
  • Zum Beispiel Rasenschnitt und Küchenabfälle mit Laub und gehäckseltem Baumschnitt.
  • Nicht ausschließlich Rasenschnitt einfüllen – der kann zusammensacken, dann fehlt Luft.
  • Grobes Material möglichst zerkleinern. Kleine Stücke werden schneller zersetzt.
  • Radivit Kompost-Beschleuniger schichtweise dazugeben.
  • Enthält Mikroorganismen und Nährstoffe und unterstützt die Rotte.

Was darf rein – und was lieber nicht?

  • Rein dürfen zum Beispiel: rohe Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Teebeutel, Eierschalen, Laub, Rasenschnitt in Maßen, kleine Zweige und Häckselmaterial, alte Blumenerde.
  • Nicht hinein gehören: Fleisch und Knochen, gekochte Essensreste, kranke Pflanzen, Unkräuter mit Samen, hartnäckige Wurzelunkräuter wie Giersch, Plastik (auch keine Biomüllbeutel).
  • Kompost ist Biomasse-Recycling und keine Restmüllentsorgung**.** Was hineinkommt, soll am Ende schließlich wieder zurück in unseren Garten.

Jetzt ist alles drin. Deckel zu und in drei Monaten wiederkommen?

  • Schön wär’s. Hier kommt die dreckige Wahrheit: Ein Kompost will gepflegt werden. Deckel zu und vergessen“ funktioniert nicht.
  • Immer wieder mit einer Grabegabel auflockern und durchmischen.
  • Das bringt Sauerstoff hinein.
  • Gleichzeitig ist das unser Kompost-Check: zu nass? zu trocken? riecht alles so, wie es soll?
  • Gerade bei Trockenperioden und Starkregen wichtig.

Woran merkt man, dass es dem Kompost gut geht?

  • Das Material sollte ungefähr so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Also feucht, aber nicht tropfnass.
  • Ameisen im Kompost können darauf hindeuten, dass er zu trocken ist.
  • Riecht er unangenehm, kann er zu nass sein oder zu wenig Luft bekommen.
  • Ein gut laufender Kompost riecht angenehm erdig, nicht nach müffeliger Mülltonne.

Was mache ich, wenn mein Kompost zu trocken oder zu nass ist?

  • Zu trocken

    • Wasser geben (tatsächlich mit der Gießkanne). Ohne ausreichend Feuchtigkeit arbeiten die Mikroorganismen schlechter.
    • Und/oder feuchtes Material untermischen.
    • Danach wieder kontrollieren: Ziel bleibt der ausgedrückte Schwamm.
  • Zu nass

    • Trockenes, strukturreiches Material wie Häckselmaterial oder zerkleinerte Eierkartons untermischen.
    • Nimmt Feuchtigkeit auf und bringt gleichzeitig wieder Luft in den Kompost.
    • Bentonit SandbodenVerbesserer kann zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen.

Wird es im Thermokomposter wirklich warm?

  • Ja! Bei der Rotte entsteht tatsächlich Wärme.
  • Milliarden Mikroorganismen zersetzen organische Substanz.
  • Dabei verbrauchen sie Sauerstoff und gewinnen Energie.
  • Ein Teil dieser Energie wird als Wärme frei, bei günstiger Wärme läuft die Zersetzung schneller.
  • Isolierende Konstruktion hält Wärme besser im Komposter.
  • Das unterstützt die Zersetzung.
  • Radivit Kompost-Beschleuniger fördert die Rotte zusätzlich.
  • Aber heißer ist nicht automatisch besser: Radivit und Neudorffs Kompostwürmer nicht gleichzeitig einsetzen.
  • Bei intensiver Rotte können für die Würmer ungünstig hohe Temperaturen entstehen.
  • Kompost-WG mag es warm, die Würmer brauchen aber keine Sauna.

Wann kommt unten das schwarze Gold raus?

  • Im Thermokomposter kann nach etwa 8–12 Wochen erster Mulchkompost entstehen.
  • Braun und noch relativ grob, Ausgangsmaterial teilweise noch erkennbar, riecht angenehm nach Waldboden.
  • Auf Gemüse- und Staudenbeeten oder unter Obstgehölzen verteilen, nicht tief eingraben.
  • Bodenorganismen übernehmen die weitere Arbeit.
  • Jetzt schließt sich der Kreis: Wir kümmern uns um den Kompost – und der Kompost kümmert sich anschließend um unseren Boden.
  • Bringt organische Substanz zurück und unterstützt Humusaufbau und Wasserhaushalt.

3 Tipps

  • Misch dich ein: Vielfalt macht guten Kompost.
  • Fühl mal nach: Feucht wie ein ausgedrückter Schwamm ist ideal.
  • Gib ihm Luft: Regelmäßig auflockern und durchmischen.