
Was passiert, wenn du plötzlich erkennst, dass das, womit du jahrelang erfolgreich warst, vielleicht gar nicht so gut für dein Pferd gewesen ist?
Tina Kropik war erfolgreiche internationale Dressurreiterin. Medaillen, Turniererfolge und eine Karriere bis Intermediaire I – sie hatte erreicht, wovon viele Reiter träumen.
Doch nach einer längeren Pause betrachtete sie den Turniersport plötzlich mit anderen Augen. Sie sah Dinge, die ihr zuvor nie aufgefallen waren. Und sie begann, nicht nur die Reiterei anderer, sondern vor allem ihre eigene Vergangenheit kritisch zu hinterfragen.
Was folgte, war alles andere als einfach: alte Gewohnheiten ablegen, neue Wege suchen, berufliche Konsequenzen tragen und lernen, das eigene Reiten von Grund auf zu verändern.
In dieser Folge von Einfach Reiten sprechen wir darüber, warum es so schwer ist, seine Überzeugungen zu ändern – selbst dann, wenn man längst weiß, dass es anders gehen müsste.
Wir diskutieren unter anderem:
🐴 Warum sportlicher Erfolg nicht automatisch gutes Reiten bedeutet.
🐴 Weshalb wir oft an Methoden festhalten, obwohl wir sie längst hinterfragen.
🐴 Warum Wissen und Können zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.
🐴 Wie sehr unser Umfeld beeinflusst, was wir für richtig halten.
🐴 Warum auch gut gemeinte Pferdefreundlichkeit ins andere Extrem kippen kann.
🐴 Weshalb Pferde nicht nur Entspannung, sondern auch Stabilität, Tragfähigkeit und eine sinnvolle körperliche Ausbildung brauchen.
🐴 Welche Verantwortung Reiter, Trainer, Züchter und Richter für die Zukunft des Pferdesports tragen.
Und wir sprechen über etwas, das uns beiden besonders wichtig ist: Eine gute Fehlerkultur.
Denn wer sich weiterentwickeln möchte, muss Fehler machen dürfen. Er muss sie aber auch erkennen und bereit sein, daraus zu lernen.
Eine ehrliche, persönliche und stellenweise durchaus kritische Unterhaltung über den Mut zur Veränderung, die Verantwortung gegenüber unseren Pferden und die Frage, was wirklich gutes Reiten ausmacht.
Denn vielleicht beginnt gute Reiterei nicht damit, alles richtig zu machen. Sondern damit, bereit zu sein, sich selbst immer wieder infrage zu stellen.
🎧 Viel Freude beim Zuhören!