Flache Erde im Mittelalter. Ein Irrglaube
Epochentrotter - erzählte Geschichte
09.12.2020
46 min
Beschreibung

Eines der gängigsten Klischees, das fest zum Eindruck des "finsteren Mittelalters" gehört, ist der angebliche Glaube an eine flache Erde. Es erfüllt den Zweck, die Distanz zwischen der darauffolgenden aufgeklärten Zeit und dem glaubensorientierten 'davor' klarer erscheinen zu lassen und wirkt außerdem dadurch identitätsstiftend. Es ist allen voran ein Geschichtsbild, das bis heute in den Schulbüchern zu finden ist und daher auch von großen Bevölkerungsgruppen kaum hinterfragt wird. Schluss damit! Wir erklären euch, warum eine T-O-Karte kein Hinweis auf einen Scheibenglauben ist und zeigen anhand von antiken Autoren, die zum Weltwissen des Mittelalters gehörten, ebenso wie mittels mittelalterlicher Gelehrter, dass in der ach so finsteren Zeit niemand Angst hatte, vom Rand der Erde zu fallen - die Kugelgestalt der Erde nicht einmal zur Diskussion stand. Doch woher kommt dann diese Vorstellung einer primitiven Vergangenheit? Natürlich haben wir uns in bester Epochentrotter-Manier auch den Ursprüngen dieses Geschichtsbild gewidmet. Vorab sei erwähnt: Wir werden viele altbekannte Vertraute wiedertreffen.


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Shownotes:

Zur Weihnachtsumfrage [abgelaufen]

Flammarions Holzstich (der erwähnte Holzstich)


Bild: wikicommons

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