Feminismus für alle. Der Lila Podcast.

hauseins
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15.10.2026
Beschreibung

Beim Lila Podcast bekommt ihr Feminismus für alle. Wir stehen für eine inklusive, niedrigschwellige, unaufgeregte und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Patriarchat. Gemeinsam lernen wir, Stereotype, Ungleichheiten, Diskriminierung und Gewaltstrukturen zu erkennen und: wie man sie überwinden kann.

Katrin, Laura, Lena, Minusch und Özge betrachten gesellschaftliche Debatten, alltägliche Phänomene und Ereignisse auf der ganzen Welt durch die feministische Brille. Eine neue Folge gibt es alle 14 Tage.

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Häufig erwähnt
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Episoden
  1. Anzeige: Wie kann liebe falsch sein? Das fragt Alexa Grassmann in "sie lieben" - erschienen bei Allegria. Justitia trägt eine Augenbinde. Das symbolisiert, dass sie neutral & gerecht ist. Asha Hedayati hingegen sagt: Wir müssen Justitia die Augenbinde herunterreißen, damit sie richtig hinschaut. In einer Gesellschaft, die misogyn & rassistisch ist, ist auch die Rechtsprechung nicht frei davon. Die stille Gewalt Hedayati hat im September 2023 ihr Buch “Die Stille Gewalt - Wie der Staat Frauen alleinlässt” veröffentlicht. Die Familienrechtsanwältin erzählt darin vom Unrecht, das Frauen in Trennungs-, Scheidungs- oder Gewaltschutzverfahren angetan wird. Nicht nur durch gewalttätige Ex-Partner, sondern auch durch das Helfer*innensystem: Gericht, Jugendamt, Verfahrensbeistände. Die Rolle der FDP Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen unbezahlter Care Arbeit im kapitalistischen Patriarchat & Gewalt an Frauen. Diese zeichnen Laura und Asha an aktuellen Beispielen in der Sendung nach: Etwa dem Vorstoß von Justizminister Marco Buschmann (FDP), das Unterhaltsrecht zu reformieren, oder den Aussagen von Finanzminister Christian Lindner (FDP) über Alleinerziehende und die Kindergrundsicherung. Im antifeministischen Rollback innerhalb der deutschen Politik spielt die FDP mit ihren Verbindungen zur Maskulistenszene eine wichtige Rolle. Links & Hintergründe: Lila Podcast: https://lila-podcast.de/fuenf-jahre-istanbul-konvention-funktioniert-der-schutzschild-fuer-frauen-mit-sonja-howard/ https://lila-podcast.de/die-letzten-maenner-antifeminismus-1-2-mit-tobias-ginsburg/ https://lila-podcast.de/vaeter-sagen-maenner-meinen-antifeminismus-2-2-mit-mia-und-dem-bundesforum-maenner/ https://lila-podcast.de/femizide-warum-maenner-frauen-toeten-mit-margherita-bettoni/ Weitere Hintergründe findet ihr auf unserer Webseite Event "Talking Humanity and film screening My Name Is Happy" - beim Human Rights Film Festival - mit Asha Hedayati & Katrin Rönicke. Den Lila Podcast unterstützen: bei steady bei patreon direkt aufs Konto oder per Paypal unser Shop wir auf Instagram Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  2. Klassikerinnen für den Schulkanon In dieser Folge des lila Podcasts begrüßen wir Julia Ritter und Sophia Stanger von "Die Buch", einem feministischen Literatur-Podcast. Die beiden haben ihren Podcast ins Leben gerufen , als sie feststellten, dass sie in der Schule hauptsächlich Bücher von männlichen Autoren gelesen hatten. Ihr Ziel ist es, Bücher von Autorinnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und Klassikerinnen für den Kanon zu empfehlen. Marlen Haushofer: "Die Wand" Außerdem stellen Julia und Sophia ihre Buchempfehlungen für den Lila Podcast vor. Julia beginnt mit dem Buch "Die Wand" von Marlen Haushofer. Es handelt von einer Frau, die plötzlich isoliert in den Bergen gefangen ist und versucht, mit ihren Tieren in der Natur zu überleben. Das Buch wirft Fragen zu Geschlecht und Politik auf. Julia und Sophia finden es besonders geeignet für den Literaturkanon und den Schulunterricht, da es sich immer wieder neu interpretieren lässt. Intersektionale Perspektive Julia und Sophia präsentieren außerdem das Buch "Frauenliteratur" von Nicole Seifert, das sich mit der Abwertung des Schreibens von Frauen über die Jahrhunderte auseinandersetzt. Sie betonen, wie wichtig es ist, einen intersektionalen Blick auf das Thema zu werfen und die Vielfalt der Erfahrungen von Frauen zu berücksichtigen. Daher lautet ihr dritter Buchtipp: "Rezitativ" von Toni Morrison - eine Erzählung, die gerade auf Deutsch bei rowohlt erschienen ist. Links und Hintergründe Die Buch - der feministische Buchpodcast Die Wand von Marlen Haushofer Rezitativ von Toni Morrison Frauen Literatur von Nicole Seifert Event "Talking Humanity and film screening My Name Is Happy" - beim Human Rights Film Festival - mit Asha Hedayati, Katrin Rönicke, Karin Heisecke, Julia Cruschwitz und Katharina Wulf - am 14.10. in Berlin Den Lila Podcast unterstützen: bei steady bei patreon direkt aufs Konto oder per Paypal unser Shop wir auf Instagram Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  3. In Katharina Mücksteins Film "Feminism WTF" zeigen elf Menschen exemplarisch, wie toll Feminismus ist - wie viel besser als sein Ruf und wie unendlich wertvoll. Wir haben mit zwei Protagonist*innen aus dem Film über Race, Repräsentation, Transfeindlichkeit und Liebe gesprochen. Warum WTF? “WTF steht für eine Wut, die daraus entsteht, dass auf dieses ganze große feministische Wissen und differenzierte Auseinandersetzung nicht zurückgegriffen wird und wir stattdessen immer wieder in so eine polemische Empörungsspirale hineinkommen," sagt Katharina Mückstein im Interview mit Katrin Rönicke. Deswegen hat sie elf Personen ausgewählt, die verschiedene Aspekte moderner Feminismen einbringen und erklären. "Alle Experts haben letztlich in dem, wie sie mit mir gesprochen haben, gezeigt, dass sie Personen sind, die, Ambivalenzen aushalten können. Dass das Fragende und das Zweifelnde immer da sein darf. Und das hat mich so berührt." Kritik ist Liebe Eine von ihnen ist Emilene Wopana Mudimu. Sie erklärt, warum Repräsentation für den Feminismus so wichtig ist, wie Verbündetenschaft entsteht und: Warum Kritik wertvoll - ja sogar Liebe ist! "Kritik immer auch eine Form von von Liebe und von Care. Ich gebe dir meine Ressourcen. Ich gebe dir mein Wissen. Ich lasse dich teilhaben, weil ich ja auch möchte, dass sich in deinen Denkmustern etwas verändert. Das ist - finde ich einfach - Liebe und Wertschätzung". Für Emilene ist Feminismus ein dauernder Lernprozess, bei dem alle manchmal auch ein wenig Zeit brauchen, um Kritik anzunehmen oder Einstellungen zu ändern - wovon am Ende aber alle profitieren. Eine Zukunft mit Freiheit, Lust und Liebe durch Vielfalt Persson Perry Baumgartinger zeigt, dass Vielfalt und Chaos viel natürlicher sind, als Schubladen und Binarität. "Ich glaube, dass uns das halt einfach beigebracht wird und wir es auch anderen beibringen. Das glaube ich ist der springende Punkt: Also warum haben wir dieses Mindset, Vielfalt sei was Schlechtes oder Chaos sei was Schlechtes, es sei gefährlich oder schwierig oder wir würden ja biologisch dazu tendieren, alles in Kästchen einzuteilen. Ich bin mir da gar nicht so sicher." Was wir gewinnen können, wenn wir uns aus diesen Denkmustern befreien? "Freiheit, Lust, Freude, Liebe, ja? Also ich finde, das sind ja auch so Sachen, die ein bisschen fehlen zur Zeit!" Alle Gespräche zum Film hört ihr in der aktuellen Folge - die anderen neun tollen Protagonist*innen gibt es nur im Film. Wer bis zum Ende hört kann dafür Freikarten gewinnen. Links und Hintergründe Feminism WTF von Katharina Mückstein Emilene Wopana Mudimu Persson Perry Baumgartinger Intersektionalität Den Lila Podcast Unterstützen bei steady bei patreon bei Apple Podcasts abonnieren weitere Wege bei Instagram folgen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  4. Lydia Meyer arbeitet als Autor*in und Journalist*in und beschäftigt sich in verschiedenen Formaten mit komplexen Themen wie Sex, Gender, Selbstliebe und damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Normen. Im aktuellen Buch „Die Zukunft ist nicht binär” beschreibt Lydia Meyer die Welt aus nicht-binärer Perspektive und hilft damit vor allem cis-geschlechtlichen Leser*innen, zu verstehen, wieso die omnipräsente Einteilung der Welt in zwei Geschlechtskategorien (Mann und Frau) problematisch ist. Dabei deckt Lydia Falschbehauptungen und Mythen gegen nicht-binäre und trans Personen auf, die aus rechter und konservativer Ecke immer lauter werden und queere Menschen zur Zielscheibe machen. Im Gespräch mit Lena erzählt Lydia außerdem, was beim Schreiben besonders herausfordernd war und wie sich der Spagat zwischen wissenschaftlichen und persönlichem Schreiben angefühlt hat. Buchtipps von Lydia Meyer „Matrix” von Lauren Groff „Pageboy” von Elliot Page „Konformistische Rebellen: Zur Aktualität des autoritären Charakters” von Andreas Stahl, Benedikt Zopes, Christian Jäckel, Katrin Henkelmann und Niklas Wünsch Links und Hintergründe Autor*in Lydia Meyer Buch „Die Zukunft ist nicht binär” von Lydia Meyer Folgt und unterstützt uns Abonniert den Lila Newsletter Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Den Lila Podcast unterstützen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  5. Wart ihr diesen Sommer schon auf einer Hochzeit eingeladen und durftet dabei sein, während anderen den vermeintlich schönsten Tag ihres Lebens feiern? Hochzeiten, so die gesellschaftliche Erzählung, sind genau dazu da: Um die Liebe zwischen zwei Menschen zu zelebrieren. Doch die Ehe dient einem anderen Zweck, wie die Politikwissenschaftlerin und Autorin Emilia Roig in ihrem Buch „Das Ende der Ehe“ analysiert: Sie verfestigen gesellschaftliche Machtverhältnisse und erhalten das Patriarchat aufrecht. Liebe deinen Unterdrücker? Mit ihrem Buch liefert Emilia Roig einen feministischen Rundumschlag über die ungleiche Aufteilung von Care und emotionaler Arbeit in hetero Beziehungen und die staatliche Begünstigung von Kernfamilien. Sie erklärt, warum es wichtig ist, Geschlechterbinarität zu überwinden, beleuchtet kritisch die Ehe für alle und zeigt, welche Macht die Liebe im Patriarchat hat – und wie alternativen Formen von Liebe uns alle freier machen. Links und Hintergründe Emilia Roig Emilia Roig auf Instagram „Das Ende der Ehe“, erschienen bei Ullstein „Why we matter“, erschienen beim Aufbau Verlag Folgt und unterstützt uns Abonniert den Lila Newsletter Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Den Lila Podcast unterstützen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  6. Natascha Strobl ist Politikwissenschaftlerin. Sie lebt und arbeitet in Österreich und beobachtet seit Jahren die rechte Konservative und neue faschistische Bewegungen - in Österreich, Deutschland und auf der ganzen Welt. Ihr Buch "Solidarität" versucht einen Gegenentwurf: In Zeiten multipler Krisen, so sagt sie, ist Solidarität zentral für eine demokratische Gesellschaft. Katrin hat auf ihrer feministischen Reise mit der Solidarität immer wieder gehadert. Gerade wenn sie als Imperativ daherkam und Streit dahinter verschwinden sollte. In den letzten Jahren hat sie angesichts der Erfolge rechter Politiker wie Donald Trump, Jair Bolsonaro oder der Entwicklungen in Schweden, Frankreich und der faschistischen italienischen Ministerpräsidentin, Giorgia Meloni, ihre Meinung radikal geändert. Aber wie geht Solidarität konkret? Welche Voraussetzungen hat sie und wo kann jede und jeder beginnen? Darüber sprechen die beiden in diesem Autorinnen-Interview zum Lila Büchersommer. Links und Hintergründe Natascha Strobl auf Twitter Natascha Strobl: Solidarität Natascha Strobl: Radikalisierter Konservatismus Natascha Strobl: Was ist Faschismus? Nataschas Buchtipp Suhrkamp: Thomas Biebricher: "Mitte/Rechts - Die internationale Krise des Konservatismus" Texte vom Bachmann-Preis Folgt und unterstützt uns Abonniert den Lila Newsletter Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Den Lila Podcast unterstützen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  7. Den ganzen Sommer über stellen die Hosts vom Lila Podcast Bücher und ihre Autor*innen vor. Den Auftakt zu diesem Lila Büchersommer macht Laura zusammen mit der Journalistin und Autorin Anne Dittmann. Anne hat das Buch „Solo, selbst und ständig - Was Alleinerziehende wirklich brauchen” geschrieben. Es ist eine Art Standardwerk zum Thema Alleinerziehende, eine Mischung auch Sachbuch und Ratgeber, die nicht nur Alleinerziehende was angeht, sondern alle. 2,6 Millionen Alleinerziehende gibt es in Deutschland. Eine sehr stille Gesellschaftsgruppe ist das: Zwischen Burn-out, Depression und Armut bleibt schlicht zu wenig Zeit und Kraft, um laut zu werden. Anne und Laura sprechen über die geplante Elterngeldkappung und die Kindergrundsicherung, darüber wie Alleinerziehende strukturell benachteiligt werden und Solo-Mamas by choice das Leben schwer gemacht wird. Es geht u.a. um das Thema Unterhaltsvorschuss und hohe Steuersätze für Alleinerziehende. Und nebenbei räumen die beiden mit Vorurteilen gegenüber Alleinerziehenden auf. Ihr wollt „Solo, selbst und ständig“ gewinnen? Dann abonniert schon mal unseren Lila Newsletter. Dort erfahrt ihr am 20.07. alle Details. Annes Bücherstapel für den Sommer Das Ende der Ehe - Emilia Roig Sei kein Mann - J.J. Bola Prinzessinnenjungs - Nils Pickert Zusatzempfehlung von Laura Füreinander sorgen - Susanne Mierau Links und Hintergründe „Solo, selbst und ständig. Was alleinerziehende wirklich brauchen“ von Anne Dittmann Der vamv zum Unterhaltsvorschuss Solomütter, Onlinemagazin und Plattform Doctolib bei der Suche nach Ärzt*innen Rund um die Debatte zur Kappung des Elterngeldes Folgt und unterstützt uns Abonniert den Lila Newsletter Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Den Lila Podcast unterstützen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  8. Von der ADHS sind rund 4,7 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland betroffen. Über den langen Weg zur Diagnose und die neuesten Forschungserkenntnisse der letzten Jahre sprechen Laura und Lena in dieser Episode mit der Journalistin Angelina Boerger und dem Psychiater Dr. Jakob Hein. Während früher angenommen wurde, dass es sich bei ADHS um eine Störung im Kindes- und Jugendalter handelt, weiß man heute, dass die Symptome nicht einfach mit dem Beginn der Volljährigkeit verschwinden. Davon abgesehen, gilt ADHS in den Köpfen vieler Menschen auch heute noch als typisch männliche Störung. Der lange Weg zur ADHS-Diagnose Laura und Lena gehen der Frage nach, welche Rolle der medizinische Gender Bias bei der Diagnose und Behandlung von ADHS spielt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, hört auch in unsere Folge „Warum die Medizin Frauen endlich mitdenken muss“ rein. Die Aktivistin und Buchautorin Angelina Boerger erzählt von ihrem persönlichen Weg und ihrem Alltag mit ADHS. Sie bekam ihre Diagnose erst als Erwachsene und berichtet, wie erleichternd es war, endlich einen Begriff für die eigenen Schwierigkeiten zu haben und welche Unterstützungen ihr im Alltag helfen. Links und Hintergründe Angelina Boerger auf Instagram @kirmesimkopf Buch „Kirmes im Kopf - Wie ich als Erwachsene herausfand, dass ich AD(H)S habe“ Podcast „AD(H)S - Leben zwischen Reizüberflutung und Langeweile - Mit Dr. Jakob Hein” TED Talk „ADHD in Girls and Women” von Martha Barnard-Rae“ Artikel „Mein Recht auf ADHS: Warum Frauen so oft erst gar keine Diagnose erhalten” Artikel „Frauen mit ADHS leiden oft lang und leise” Podcast „Neurodiverdings” Laura Fröhlin, Referentin für Mental Load Die Sache ist die … ist ein Podcast vom Zündfunk auf Bayern 2, jeden Freitag überall, wo es Podcasts gibt. Folgt und unterstützt uns Abonniert den Lila Newsletter Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Den Lila Podcast unterstützen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  9. 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf – für viele eine Idealvorstellung ihres Alltags. Aber so leicht geht die Rechnung nicht auf, Erholung und Freizeit bleiben auf der Strecke, Menschen rennen unerledigten To-Do Listen hinterher und brechen irgendwann erschöpft zusammen. Mit anderen Worten: Das kapitalistische System, in dem wir leben und arbeiten, ist menschenfeindlich. Katrin und Lena besprechen in dieser Episode, welche Kritikpunkte sie am Kapitalismus haben – natürlich mit besonderem Fokus auf feministische Perspektiven. Dazu hat Katrin mit der Professorin Christine Bauhardt, Leiterin des Fachgebietes Gender und Globalisierung an der Humboldt-Universität zu Berlin, gesprochen. In Vorbereitung auf die Sendung hat Lena das Buch „Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten?“ von Sara Weber gelesen. Die Journalistin und Autorin kritisiert, dass dieses Konzept für die allermeisten Menschen nicht aufgeht. Die deutsch-österreichische Aktivistin Mar lene Engelhorn kritisiert in diesem Zusammenhang außerdem, die immer weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Vermögen bedeutet dabei nicht nur Sicherheit, sondern auch Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Während die Interessen der Vermögenden Anklang finden, erfahren ärmere Menschen Ausbeutung und haben wenig Möglichkeiten dem zu entgehen. Anders ausgedrückt: Wer hat, dem wird gegeben. Links und Hintergründe Artikel von der Bundeszentrale für politische Bildung: „Feministische Kapitalismuskritik und postkapitalistische Alternativen” Buch von Sara Weber: „Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten?” Buch von Marlene Engelhorn: „Geld" Friedrich-Ebert-Stiftung: „Ökofeminismus: Der Ausweg aus dem patriarchalischen Kapitalismus“ Streetphilosophie: „Gehen Reichtum und Demokratie zusammen?” Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Abonniert den Lila Newsletter Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Der Lila-Podcast-Shop Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  10. Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni haben wir uns etwas überlegt: Wir machen eine Kindersendung - von, für und mit Kindern. Zusammen wollen wir der Frage nachgehen: Wofür brauchen wir Feminismus? Und man könnte sagen: immer noch? Denn, obwohl die Geschichte der Frauenbewegung schon älter ist: Probleme anzupacken gibt es immer noch mehr als genug. Etwa in Schule und Beruf, in Kindermedien oder auch beim Thema Gefühle. Diese Sendung ist für alle großen und kleinen Menschen, die Feminismus kennenlernen wollen oder den eigenen Kampfgeist ein bisschen auffrischen möchten. Links und Hintergründe Links und Hintergründe Gender Pay Gap Geschlechterverhältnis Bundestag Gender Care Gap Studie zur Einschätzung von den Emotionen von Babys nach Geschlecht Studie zum Umgang von Väter mit ihren Kindern Malisa Studie zur Repräsentation in Kindermedien Studie Süddeutsche Zeitung: Geschlechterklischees in Kinderbüchern Schlumpfine-Prinzip Eine vollständige Liste der Quellen findet ihr hier Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Abonniert den Lila Newsletter Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Der Lila-Podcast-Shop Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  11. Werbung: "Die Sache ist die...", ein Podcast vom Zündfunk auf Bayern 2, erzählt die gesellschaftlich relevanten und popkulturellen Geschichten hinter den Gegenständen. Neuen Folgen jeden Freitag in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt In eigener Sache: Gebt uns eure Stimme im Publikumsvoting zum Deutschen Podcastpreis! Silke Ohlmeier forscht zu Langeweile und ist Autorin des Buches „Langeweile ist politisch - Was ein verkanntes Gefühl über unsere Gesellschaft verrät”. Langeweile ist ein Feld, das eng mit Stigmata, Schuldgefühlen und Vorurteilen verknüpft ist. Von Charles Bukowski etwa stammt das Zitat: „Only the boring get bored” – „Nur die Langweiligen langweilen sich.” Ein Ausspruch, der falscher nicht sein könnte, wie die Forschung von Ohlmeier zeigt. Langeweile und soziale Ungleichheit Wer sich in unserer patriarchalen, rassistischen, von Konsum- und Optimierungsdruck geprägten Gesellschaft langweilt, ist weder Zufall noch ein Ausdruck von persönlichem Versagen.Vielmehr ist Marginalisierung eine unterschätzte Ursache von Langeweile. Gleichzeitig sind auch privilegierte Menschen von Langeweile betroffen. Nicht zuletzt weil alle Menschen innerhalb einer Gesellschaft unter engen Normen und Strukturen leiden. Diese „komplexe Liaison” wie Silke Ohlmeier sagt, von Langeweile, sozialen Ungleichheiten, dem kapitialistischen System, Machstrukturen, Normen und Zwang schauen wir uns in dieser Folge des Lila Podcast genauer an. Shownotes: „Langeweile ist politisch” von Silke Ohlmeier, erschienen bei Leykam: https://www.leykamverlag.at/produkt/langeweile-ist-politisch/ Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Abonniert den Lila Newsletter Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Der Lila-Podcast-Shop Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  12. Werbung: "Die Sache ist die...", ein Podcast vom Zündfunk auf Bayern 2, erzählt die gesellschaftlich relevanten und popkulturellen Geschichten hinter den Gegenständen. Neuen Folgen jeden Freitag in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt In eigener Sache: Meldet euch an zum Feministischen Salon mit Franka Frei! Gebt uns eure Stimme im Publikumsvoting zum Deutschen Podcastpreis! Die Kurden meinen es ernst mit dem Feminismus.” Dieser Satz der politischen Soziologin Rosa Burç fasst gut zusammen, welche Rolle die Befreiung von Geschlechterrollen in der kurdischen Freiheitsbewegung spielt. Hier wird die Frau als „älteste Kolonie” angesehen und ihre Befreiung als Grundvoraussetzung für jede andere Form der Freiheit. Ein antikolonialer Befreiungskampf kann nur gelingen, wenn Menschen vom Patriarchat befreit werden. Katrin spricht in dieser Folge mit Rosa Burç und der Aktivistin und Dolmetscherin Schilan Kurdpoor über die Rolle des Feminismus in der kurdischen Freiheitsbewegung. Außerdem geht es um die Einflüsse der Kurd*innen auf aktuelle politische Kämpfe – zum Beispiel bei den Protesten im Iran. Jin, Jiyan, Azadî Die Proteste, die letztes Jahr im September im Iran begannen, hätten ohne die Kurd*innen vor Ort wahrscheinlich nicht ihre jetzige Sprengkraft entwickelt. Im öffentlichen Diskurs über die Situation vor Ort wird aber oft vergessen, dass Zhina Amini – so ihr kurdischer Name – nicht nur ermordet wurde, weil sie ihr Kopftuch nicht richtig trug. Als Kurd*in gehörte sie auch zu einer Bevölkerungsgruppe, die im Iran Diskriminierung, Gewalt und Schikane erlebt. Schilan Kurdpoor ordnet die Ereignisse im Iran ein und spricht darüber, welche Aspekte ihr in der Berichterstattung fehlen – und warum die Revolution im Iran bei weitem nicht die erste feministische Revolution in der Region ist. Links und Hintergründe Schilan Kurdpoor auf Twitter Rosa Burç bei Research Gate Video mit Dilar Dirik: The Kurdish Women's Movement: History, Theory, Practice alle weiteren Quellen gibts hier Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Abonniert den Lila Newsletter Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Der Lila-Podcast-Shop Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  13. Wütend sind wir alle mal – oder besser: Wir sollten es alle hin und wieder mal werden. Wut ist nämlich ein sehr wichtiges Gefühl, um zu erkennen, wo die eigenen Grenzen liegen, wann sie überschritten werden und wie wir sie einhalten können. Wie Wut aber von außen betrachtet und bewertet wird, ist strukturell unterschiedlich. Während die Wut von Männern häufig als durchsetzungsstark wahrgenommen wird, gelten wütende Frauen eher als hysterisch. Während die Wut von weißen Menschen häufig politisch und gesellschaftlich ernst genommen wird (Bsp. Pandemieleugner*innen), gelten wütende People of Color als gefährlich (Bsp. Phänomen der Angry Black Women). Wie hängen Wut und Rassismuserfahrungen zusammen? Philosophin und Autorin Amani Abuzahra hat zu diesem Thema das Buch „Ein Ort namens Wut – Die emotionale Landkarte der Marginalisierten und was Rassismus mit Gefühlen macht” geschrieben. Sie ist in dieser Episode zu Gast und beschreibt, welchen Einfluss rassistische Zuschreibungen auf die Auslebung von Gefühlen hat und beleuchtet damit das Thema aus intersektionaler Perspektive. Außerdem spricht Lena mit der Therapeutin Rose Mukundi Kapuya, die in ihren Praxen insbesondere von Rassismus betroffene Menschen betreut. Sie erklärt, wie wir einen besseren Zugang zu unserer Wut entwickeln können und wieso das für die eigene Gesundheit so wichtig ist. Links und Hintergründe Rose Mukundi Kapuya Amani Abuzahra (Instagram) Buch „Ein Ort namens Wut – Die emotionale Landkarte der Marginalisierten und was Rassismus mit Gefühlen macht” Buch „Speak Out: Die Kraft weiblicher Wut” Lila Podcast: Wütende Frauen verändern die Welt Lila Podcast: „Unser Schwert ist Liebe“ – die feministische Revolte im Iran. Mit Gilda Sahebi und Susan Zare Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Abonniert den Lila Newsletter Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  14. In heterosexuellen Beziehungen ist Verhütung immer noch viel zu oft Frauensache. Dabei gibt es auch viele cis Männer, die Lust auf mehr Auswahl bei der Verhütung hätten. Neben Kondomen und einer Vasektomie stehen für Menschen mit Penis nämlich wenig Optionen zur Verfügung. Warum ist das so – und welche Versuche gibt es, das zu verändern? Darüber spricht Katrin in dieser Folge mit der Filmemacherin und Fotografin Kathrin Ahäuser, die unter anderem das Projekts „Krieg den Spermien” gegründet hat. Auf dem gleichnamigen Instagramaccount klärt sie über alternative Methoden auf, stellt Initiativen für gleichberechtigtere Verhütung vor und teilt Informationen über die Antibabypille. Wo bleibt die Pille für den Mann? Kathrin Ahäuser hat mit Männern in Frankreich und Leipzig gesprochen, die die Verhütung selbst in die Hand nehmen und sich für mehr Alternativen einsetzen. Sie erzählt von beheizten Unterhosen und Silikonringen, um die Hoden im Körperinneren zu fixieren. Außerdem wird die Frage geklärt, warum die Forschung an der eigentlich vielversprechenden Pille für den Mann bzw. einer vergleichbaren Hormonspritze trotz vielversprechender Studienergebnisse abgebrochen wurde. Wir dürfen schon mal verraten: an den Männern lag es nicht. Links und Hintergründe Kathrin Ahäusers Artikel „Die Ringträger“ Sterilisation verbreitetste Methode weltweit BZgA: Verhütungsverhalten Erwachsener Risiko Pille Kollektiv Unverhütbar aus Leipzig Thermische Verhütung Weitere Quellen findest du auf unserer Website Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Mehr von hauseins Der Lila Podcast ist eine Produktion von hauseins - wenn ihr mehr über hauseins-Podcasts wissen wollt, dann abonniert unseren neuen Newsletter, wir halten euch auf dem Laufenden! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  15. Anzeige: Period Power: sicher und trocken durch die Periode mit ooia. Erhaltet mit dem Code „LILA5" 5€ Rabatt auf Bestellungen ab 25€ und spart doppelt mit den ooia Staffelrabatten: https://www.ooia.de/discount/lila5?redirect=/collections/all Seit dem 1. Februar 2018 gilt die Istanbul Konvention in Deutschland im Range eines Bundesgesetzes. Doch erst seit Februar 2023 gilt sie vorbehaltlos - mit allen Artikeln. Die Regierung hat ihre Vorbehalte gegenüber Artikel 44 und 59 nicht verlängert. Offiziell heißt das Gesetz “Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt”. Gedacht ist es wie ein Schutzschild für Frauen (und ihre Kinder) vor Gewalt. Aber: Wie gut wirkt dieser Schutzschild? Während auf dem Papier alles soweit gut aussieht, gibt es bei der Umsetzung erhebliche Mängel. Darauf weist u.a. der Deutsche Juristinnenbund seit Jahren hin. Morddrohungen und Gewalt Gemeinsam mit der Kinderschutzexpertin Sonja Howard schauen wir auf ein erschreckendes Fallbeispiel am Oberlandesgericht Braunschweig: In diesem Beispiel überlebte eine Mutter häusliche Gewalt durch ihren Partner, den Vater ihres Sohnes. Es gab Morddrohungen und ein Hausverbot im Kindergarten. Die Frau erwirkte ein Kontakt- und Näherungsverbot des Vaters. Und trotzdem entschied das OLG Braunschweig auf Antrag des Vaters: Das Kind wird gegen seinen Willen aus der Schule heraus 80 Kilometer zum Vater umplatziert - und damit von einen Tag auf den anderen von der Hauptbezugsperson getrennt. Seitdem ist das Kind verhaltensauffällig und gilt als unbeschulbar. Dabei könnten Fälle wie dieser relativ leicht verhindert und Frauen sowie ihre Kinder vor Gewalt geschützt werden. Wenn der politische Wille da wäre und die Istanbul Konvention vollumfänglich umgesetzt würde. Shownotes Alle Shownotes findet ihr au f unserer Webseite! Folgt und unterstützt uns Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Mehr von hauseins Der Lila Podcast ist eine Produktion von hauseins - wenn ihr mehr über hauseins-Podcasts wissen wollt, dann abonniert unseren neuen Newsletter, wir halten euch auf dem Laufenden! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  16. „Unser Schwert ist Liebe“ entstammt einer Liedzeile des iranischen Rappers Toomaj Salehi und wurde zum Sound der aktuellen Protestbewegungen im Iran. Das gleichnamige Buch von Gilda Sahebi, die im engen Austausch mit vielen Menschen im Iran steht, beleuchtet unterschiedliche Aspekte dieser Revolte. Neben Gilda Sahebi hat Lena Sindermann für diese Episode außerdem die deutsch-iranische Journalistin Susan Zare als Co-Moderatorin an ihrer Seite. Durch ihren persönlichen Bezug zum Iran ordnet Susan Zare die Geschehnisse noch mal durch ihre ganz persönliche Brille ein und teilt im Laufe des Gesprächs mit Lena und Gilda Sahebi auch viele persönliche Geschichten. Links und Hintergründe Susan Zare Gilda Sahebi Buch: Unser Schwert ist Liebe – die feministische Revolte im Iran Das Iran Update Politisch Gefangene im Iran Bericht von Amnesty International Anzeige: Diese Folge des Lila Podcasts wird präsentiert von Amorelie – dem Online-Shop für hochwertige Lovetoys zu fairen preisen. Mit dem Code “Lila20” bekommt ihr 20 % Rabatt auf alle (nicht-reduzierten) Artikel. Gleich einlösen auf Amorelie.de! Folgt und unterstützt uns! Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  17. Es ist der 08. März 2023 - fast zehn Jahre, nachdem Susanne und Katrin den Lila Podcast ins Leben gerufen haben. Eine gute Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme: Wo kamen wir her, wo geht die Reise hin? Und das Live, im Manifesto Market Berlin! Lena und Katharina haben sich dazu zusammengesetzt und darüber gesprochen, wie die letzten zehn Jahre ihren Feminismus geprägt und verändert haben. Folgt und unterstützt uns! Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Und nicht vergessen: Abonniert unseren Newsletter! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  18. Der Mann gilt in der medizinischen Forschung nach wie als Maßstab für die Entwicklung von Medikamenten und die Erforschung von Krankheits- und Genesungsverläufen. Dies kann für Frauen gefährliche Folgen haben und hat auch Auswirkungen darauf, welche Krankheiten überhaupt in welcher Intensität beforscht werden. Die Unterleibserkrankung Endometriose ist dafür ein klassisches Beispiel: Zwischen 8 und 15 Prozent aller Frauen leiden unter dieser Krankheit – sie ist die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung überhaupt – und trotzdem wissen Forscher*innen und Ärzt*innen erschreckend wenig über Symptome und Verläufe, sodass der Weg zur Diagnose oft jahrelang und kräftezehrend ist. Aber auch zahlreiche Autoimmunkrankheiten werden immer noch viel zu selten erforscht und bekommen zu wenige Forschungsgelder, wenn mehr Frauen als Männer von ihnen betroffen sind. Aktuellstes Beispiel: Long Covid, das doppelt so viele Frauen wie Männer bekommen. Susanne und Lena widmen sich also in dieser Episode dem gender gap in Sachen Medizin und besprechen, wo Medizin unbedingt geschlechtssensibler werden muss. Zu hören ist außerdem Nora, Betroffene der Krankheit “Hypothalamische Amenorrhö“, einer Hormonstörung, bei der die Periode dauerhaft ausbleibt. Ausgelöst werden diese Zyklusstörungen hier häufig von radikalen Gewichtsverlusten – hey, Diet Culture! Ein differenzierter Blick auf Krankheiten und Medikationen etabliert sich im Zuge einer geschlechtssensiblen Medizin (GSM) mittlerweile langsam, was leider überhaupt nicht selbstverständlich ist. Susanne und Lena wagen hier einen Blick in die Historie und schauen auf die Zeit zurück, als Periodenschmerzen als Hysterie abgetan wurden, wie eigentlich alle Symptome, die geschlechtsspezifisch Frauen betrafen. Hintergründe und Links Prof. Vera Regitz-Zagrosek, erste dt. Gendermedizinerin „Gesundheitlichen Lage von Frauen in Deutschland” von Dezember 2020 Nancy Klimas (HIV / CFS) Alle weiteren Links findet ihr hier Und nicht vergessen: Abonniert unseren Newsletter! Vor allem, wenn ihr "Die kranke Frau" von Elinor Cleghorn gewinnen wollt! Folgt und unterstützt uns! Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  19. In dieser Mini-Folge wollen wir euch anlässlich des Black History Months drei Bücher vorstellen, die einen Einstieg und Schwarze Literatur und Schwarze Geschichte bieten. Die drei Bücher Die erste Frau von Jennifer Nansubuga Makumbi, erschienen bei Interkontinental Three Mothers von Anna Malaika Tubbs, erschienen bei Harper Collins New Daughters of Africa, herausgegeben von Margaret Busby, erschienen bei Penguin Books Die Expertin Venice Trommer ist Mitinhaberin der Buchhandlung Interkontinental und des gleichnamigen Verlags. Interkontinental spezialisiert sich auf afrikanische und afro-diasporische Literatur und hat 2022 angefangen, Bücher auch selbst ins Deutsche zu übersetzen und zu verlegen. Interkontinental hat auch einen Online-Shop - für alle, die nicht in Berlin leben. Ansonsten lohnt sich ein Besuch in der Sonntagstraße in Berlin Friedrichshain - alle Infos findet ihr auf Interkontinental.org Und nicht vergessen: Abonniert unseren Newsletter! Folgt und unterstützt uns! Wir sind auf Instagram Wir sind auf twitter Wir sind auf Mastodon Den Lila Podcast unterstützen – jeder Cent macht uns unabhängiger! Im Lila-Podcast-Shop stöbern Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  20. Im Black History Month Februar spricht Laura mit Natasha A. Kelly. Natasha ist Autorin, Kommunikationswissenschaftlerin, politisch aktiv und Expertin für Schwarze Deutsche Geschichte. In dieser Episode erfahrt ihr, warum Intersektionaler Feminismus ohne die Schwarze Frauenbewegung überhaupt nicht denkbar ist. Wir sprechen außerdem über den Stand des Intersektionalen Feminismus heute. Und natürlich blicken wir auf die Geschichte: Wie weit reicht Schwarze deutsche Geschichte zurück? Warum ist es wichtig, von Schwarzer deutscher Geschichte zu sprechen - und nicht einfach von deutscher? Wie prägt die Kolonialzeit bis heute, wie wir auf die Welt, auf Kunst, auf Körper - kurz: alles um uns herum - blicken? Das Stichwort hier lautet: white gaze, analog zum male gaze. Schwarze Körper in weißer Kunst In diesem Zusammenhang wird es auch um Natashas Ausstellungsintervention „Wer war Milli?” gehen. Milli ist eine Schwarze Frau und häufiges Motiv auf Werken der sogenannten Brücke-Künstler. “Milli” war aber offenbar gar nicht eine schwarze Frau, sondern mehrere verschiedene. Die Intervention ist bis Sommer 2023 in der Kunsthalle Bremen zu sehen. Und nicht zuletzt thematisieren wir in dem Gespräch auch die NS-Zeit und die damit einhergehenden Gräueltaten an Schwarzen Menschen. Es gibt hierfür, bzw. für die lange Geschichte von Ausbeutung, Vertreibung und Versklavung, einen eigenen Begriff: Maafa. Doch das Bewusstsein dafür fehlt oft noch. Deswegen fordern Natasha und weitere Vertreter*innen der Schwarzen Community in Deutschland unter anderem ein Holocaust-Denkmal für Schwarze Opfer des Nationalsozialismus. Links und Hintergründe Natasha A. Kelly auf Instagram Natasha A. Kelly bei Twitter „Wer war Milli?” Eine Intervention von Natasha A. Kelly in der Kunsthalle Bremen, verlängert bis Sommer 2023 Deutschlandfunk Kultur über „Wer war Milli?“ „Schwarz. Deutsch. Weiblich.” - Natashas neues Buch erscheint voraussichtlich im April bei Piper Bundeszentrale für politische Bildung: Schwarze Menschen im Nationalsozialismus HSPV NRW: Die Maafa und die Entstehung von Rassentheorien Deutschlandfunk zum Black History Month Wikipedia-Artikel über Sojourner Truth Wikipedia-Artikel über Machbuba Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.