Wie grün kann Deutschlands Industrie werden?
Handelsblatt Green & Energy - Der Podcast rund um Nachhaltigkeit, Klima und Energiewende
30.06.2026
30 min
Beschreibung

Die Industrie ist für ein Viertel der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Doch klimafreundlicher zu werden, ist schwierig und teuer – vor allem bei Hochtemperaturprozessen.

In dieser Folge senden wir direkt aus Remscheid: bei der Stahlschmiede Dirostahl, wo Stahl auf 1200 Grad erhitzt und mit Hämmern bearbeitet wird. Bisher heizt Erdgas die Öfen – noch. Künftig will Dirostahl mit dem Start-up Hyperheat kooperieren, das Öfen so nachrüstet, dass sie flexibel zwischen Gas und Strom wechseln können – je nachdem, was günstiger ist.

Hyperheat-Chef Frederick Lessmann nutzt die starken Preisschwankungen beim Strom: „Heute Morgen war der Strom bei 150 Euro pro Megawattstunde […] vor anderthalb Stunden war er bei elf Euro.“ Dirostahl-Geschäftsführer Roman Diederichs sagt, er stoße bislang „gegen einen gläsernen Deckel“.

Zusammengebracht wurden beide von Peter Schniering, Gründer der Denkfabrik Future Cleantech Architects und des Future Cleantech Festivals. Er blickt optimistisch auf die Dekarbonisierung: „Wir sehen jedes Jahr neue Rekorde brechen.“

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