
#18 - Evidenzcheck - Irrtümer der Intensivmedizin Teil 2
Intensivtalk – von Medizinern für Mediziner
16.10.2026
33 min
Beschreibung
Intensivtalk: Irrtümer der Intensivmedizin – Teil 2Nach dem großen Interesse am ersten Teil unserer Irrtümer-Reihe geht es weiter mit medizinischen Dogmen, die viele von uns irgendwann gelernt haben – und die bei genauerem Blick auf Physiologie, Studien und Leitlinien manchmal ganz anders aussehen.
Diesmal stehen drei große Themen im Mittelpunkt: Sauerstofftherapie, Bauchlage beim ARDS und das akute Nierenversagen.
Warum ist zu viel Sauerstoff bei COPD tatsächlich problematisch – und welche Rolle spielen dabei der Euler-Liljestrand-Mechanismus und der Haldane-Effekt? Braucht ein Patient mit Herzinfarkt routinemäßig Sauerstoff?
Und warum bedeutet eine Verbesserung des Horovitz unter Bauchlagerung nicht automatisch, dass wir damit auch den gesamten Therapieeffekt beurteilen können?
Außerdem geht es um die Frage, ob Furosemid eine geschädigte Niere wirklich wieder in Gang bringt, warum Oligurie nicht automatisch Hypovolämie bedeutet und ob wir bei einem schweren AKI tatsächlich möglichst früh mit der Dialyse beginnen sollten.
Zum Einstieg greifen wir außerdem zwei Rückmeldungen aus der Hörerschaft auf: das Risiko einer Noradrenalin-Paravasation und die Frage, ob die ersten fünf Milliliter bei einer Blutkulturentnahme verworfen werden sollten.Und dann gibt es auch noch unseren angekündigten Anti-Irrtum: eine alte intensivmedizinische Regel, die tatsächlich stimmt.
In dieser Folge unter anderem:
Über den PodcastIntensivtalk wird moderiert von Dr. Oliver Hofer, Chefarzt der interdisziplinären Intensivstation am Evangelischen Krankenhaus Mettmann.Intensivtalk richtet sich primär an medizinisches Fachpersonal. Die Inhalte dienen der fachlichen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beurteilung im konkreten Patientenfall.
Diesmal stehen drei große Themen im Mittelpunkt: Sauerstofftherapie, Bauchlage beim ARDS und das akute Nierenversagen.
Warum ist zu viel Sauerstoff bei COPD tatsächlich problematisch – und welche Rolle spielen dabei der Euler-Liljestrand-Mechanismus und der Haldane-Effekt? Braucht ein Patient mit Herzinfarkt routinemäßig Sauerstoff?
Und warum bedeutet eine Verbesserung des Horovitz unter Bauchlagerung nicht automatisch, dass wir damit auch den gesamten Therapieeffekt beurteilen können?
Außerdem geht es um die Frage, ob Furosemid eine geschädigte Niere wirklich wieder in Gang bringt, warum Oligurie nicht automatisch Hypovolämie bedeutet und ob wir bei einem schweren AKI tatsächlich möglichst früh mit der Dialyse beginnen sollten.
Zum Einstieg greifen wir außerdem zwei Rückmeldungen aus der Hörerschaft auf: das Risiko einer Noradrenalin-Paravasation und die Frage, ob die ersten fünf Milliliter bei einer Blutkulturentnahme verworfen werden sollten.Und dann gibt es auch noch unseren angekündigten Anti-Irrtum: eine alte intensivmedizinische Regel, die tatsächlich stimmt.
In dieser Folge unter anderem:
- Noradrenalin-Paravasation: Vasokonstriktion, Ischämie und Gewebeschädigung
- Initial Specimen Diversion bei Blutkulturen und die Frage nach den ersten fünf Millilitern
- COPD und der Mythos vom hypoxischen Atemantrieb
- Euler-Liljestrand-Mechanismus und Haldane-Effekt
- kontrollierte Sauerstofftherapie und der Austin-Trial
- Sauerstoff beim Myokardinfarkt: DETO2X-AMI
- konservative versus liberalere Oxygenierungsziele: HOT-ICU
- Bauchlagerung beim schweren ARDS und die PROSEVA-Studie
- warum die unmittelbare Oxygenierungsantwort nicht alles über den Nutzen der Bauchlage aussagt
- Furosemid beim AKI: Diurese versus Nierenerholung
- Furosemide Stress Test und die Prognose des akuten Nierenversagens
- warum Oligurie nicht automatisch eine Volumengabe rechtfertigt
- früher versus verzögerter Beginn der Nierenersatztherapie: STARRT-AKI
- kontinuierliche versus intermittierende Dialyseverfahren
Über den PodcastIntensivtalk wird moderiert von Dr. Oliver Hofer, Chefarzt der interdisziplinären Intensivstation am Evangelischen Krankenhaus Mettmann.Intensivtalk richtet sich primär an medizinisches Fachpersonal. Die Inhalte dienen der fachlichen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beurteilung im konkreten Patientenfall.