Arbeit und Krebs: Berufliche Ursachen erkennen
Klinisch Relevant Podcast
20.10.2026
38 min
Beschreibung
Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin meets Klinisch Relevant Arbeit und Krebs: Berufliche Ursachen erkennen

Welche Rolle spielt die Arbeit bei einer Krebserkrankung – und wann sollte eine mögliche Berufskrankheit in Betracht gezogen werden?

In dieser Folge erfährst Du, wie eine gezielte Berufsanamnese Hinweise auf frühere Expositionen liefert und warum bereits ein begründeter Verdacht relevant ist. Unsere Gesprächspartnerin aus der Arbeitsmedizin erläutert typische Konstellationen und die Bedeutung für den klinischen Alltag.

Themen dieser Folge

  • Arbeitsbedingte Erkrankung und Berufskrankheit: Unterschiede und Bedeutung für Betroffene.
  • Berufsanamnese: frühere Tätigkeiten, Gefahrstoffe und lange Latenzzeiten.
  • Lunge und Pleura: Asbest, Quarzstaub und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
  • Niere und Harnblase: frühere Entfettungsarbeiten sowie Exposition gegenüber aromatischen Aminen.
  • Haut und blutbildendes System: berufliche UV-Exposition und Benzol.
  • Nase und Nasennebenhöhlen: Eichen- und Buchenholzstäube.
  • Verdachtsanzeige und die präventive Rolle der Arbeitsmedizin.

Take-Home-Messages

  • Frage bei Tumorerkrankungen auch nach früheren beruflichen Tätigkeiten und konkreten Arbeitsabläufen. Die aktuelle Berufsbezeichnung allein reicht oft nicht aus.
  • Lange zurückliegende Expositionen können weiterhin relevant sein.
  • Die Expertin betont: Für eine Verdachtsanzeige ist kein abschließender Kausalitätsnachweis erforderlich. Erkrankung, mögliche berufliche Exposition und zeitliche Plausibilität stehen im Mittelpunkt.
  • Ein Berufskrankheitenverdacht ist von der späteren Anerkennung zu unterscheiden.
  • Weitere Risikofaktoren wie Rauchen schließen eine berufliche Mitverursachung nicht automatisch aus.

Gast

Frau Professorin Andrea Kaifie-Pechmann, Leiterin des Instituts für Arbeits-, Umwelt- und Sozialmedizin in Erlangen. Sie berichtet aus Vorsorge, Begutachtung und klinischer Praxis.

Für wen hörenswert?

Für Ärztinnen und Ärzte in Hausarztpraxis, Onkologie, Pneumologie, Urologie, Dermatologie, HNO, Radiologie und Arbeitsmedizin sowie für medizinisches Personal, das Menschen mit Tumorerkrankungen betreut.

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Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de