
Living Planet – Der WWF Podcast
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- 13.11.202020 min
Wissenswertes über Kriechtiere und wie ein Reptil zu ihrem Namen kam Vipern, Nattern, Kobras und Phytons: Wikipedia listet 3828 verschiedene Schlangenarten auf. Jetzt gibt es noch eine mehr und die heißt Dirk. Wie es dazu kam und um was für ein Exemplar es sich handelt, darüber reden wir heute in #ÜberLeben mit Dirk Embert, dem „Taufpaten“ des neu entdeckten Reptils. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Feedback: podcast@wwf.de
Im Interview mit Aktivistin Pia Kraftfutter In Deutschland landet wahnsinnig viel Essen in der Tonne. Oft werden noch genießbare Lebensmittel, die aber das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben von Supermärkten weggeworfen. Doch wer in Container und Abfalleimer von steigt und das abgelaufene und manchmal noch genießbare Essen bergt macht sich strafbar. Denn in Hausfriedensbruch und des Diebstahl lautet die Anklage. Heute sprechen wir mit Pia Kraftfutter, die Klimaaktivistin hat eine große Followerschaft auf Social Media, über 50.000 Fans folgen ihr auf Instagram. Dort zeigt sie auch häufig mal ihre Ausbeute vom wöchentlichen Sprung in die Tonne, denn Pia geht Containern. Was man dabei alles Überraschendes finden kann, wie gefährlich es ist in den Abfällen von Supermärkten nach Essbarem zu suchen und wie Pia mit ihrem Aktivismus auf Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam machen möchte, darüber reden wir heute. Redaktion & Moderation: Niklas Kolorz Feedback: podcast@wwf.de
- 30.10.202023 min
Im Gespräch mit Hans-Ulrich Rösner vom WWF Wattenmeerbüro und dem Musiker Dominik Eulberg Das Wattenmeer ist einer der letzten natürlichen Lebensräume, die wir in West-Europa noch haben. Doch, was ist eigentlich das Watt? Wie entsteht sowas? Wo findet das Leben im Wattenmeer statt und wie kann man es vor der anstürmenden Klimakatastrophe schützen? Dafür sind heute Dr. Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF Wattenmeerbüros und Dominik Eulberg, DJ, Musikproduzent und Umweltschützer zu Gast im WWF ÜberLeben Podcast. Wir entdecken, wie die Leidenschaft und Liebe zur Natur unserer Gäste zum Handeln bewegt, was Techno und Umweltschutz gemeinsam haben und wie man mit der Waddenseeexplorer-App selbst auf eigene Faust am Wattenmeer entlangwandern kann. Mehr zu Dominik Eulberg: https://dominik-eulberg.de/ Redaktion & Moderation: Niklas Kolorz Feedback & Anregungen: podcast@wwf.de
- 23.10.202033 min
Im Gespräch mit der CDU-Politikerin Diana Kinnert und Fridays For Future-Aktivist Nick Heubeck Keine Partys, keine Reisen, keine Perspektive? COVID19 hat das Leben für alle eingeschränkt. Aber sind junge Menschen davon besonders betroffen? Verlieren sie durch die Pandemie mehr als andere? Benachteiligt ein Leben auf Distanz junge Menschen stärker als die Eltern und Großeltern-Generation? Was sind die Folgen der COVID19-Pandemie für Lehrstelle und Studium? Und wie sieht es aus mit der Generationengerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft bei Fragen des Klimaschutzes oder der Altersvorsorge? Bieten Parteien, Unternehmen, Verbände und Organisationen zeitgemäße Antworten auf Interessen und Themen der jungen Generation wie nachhaltiger Konsum, Mobilität oder Schutz der Artenvielfalt? Rebecca Gerigk spricht heute im ÜberLeben Podcast mit CDU-Politikerin Diana Kinnert (29) und Fridays For Future-Aktivist Nick Heubeck (22). Redaktion und Moderation: Rebecca Gerigk Feedback und Anreungen: podcast@wwf.de
- 16.10.202025 min
Im Interview mit Artenschützer Arnulf Köhncke Die Globalisierung macht vor Tieren und Pflanzen nicht halt: Papageien fühlen sich in deutschen Großstädten inzwischen pudelwohl. In nordamerikanischen Sümpfen machen asiatische Würgeschlangen Jagd auf Alligatoren, und die europäischen Eichhörnchen bekommen Konkurrenz aus Übersee. Wenn etwa Nandus -straussenartige Laufvögel - durch die norddeutsche Agrarsteppe flattern oder Flusspferde aus dem Privatzoo eines Drogenbosses den kolumbianischen Urwald unsicher machen, scheint das eher kurios. Immer öfter verursachen solche tierischen Einwanderer aber auch Probleme. Man spricht dann von so genannten Invasiven Arten. Der Weltbiodiversitätsrat sieht nicht nur Lebensraumzerstörung, Übernutzung, Umweltverschmutzung und Klimawandel als Gefahren für die Biodiversität, sondern die Experten zählen auch eingeschleppte Tiere und Pflanzen dazu. Über die „Invasion aus dem Erdall“ sprechen wir heute im #ÜberLeben Podcast mit Arnulf Köhncke. Der Zoologe leitet den Fachbereich Artenschutz beim WWF Deutschland und hat bereits seine Diplomarbeit zum Thema verfasst. Er berichtet, warum im New Yorker Central Park Vögel aus Werken von Shakespeare zwitschern. Wir diskutieren, ob man die Einwanderer nicht einfach verspeisen könnte und er erzählt, dass sich sogar schon Zeichentrickserien mit dem Thema beschäftigt haben. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Feedback & Anregungen: podcast@wwf.de
Im Mittelpunkt der neuen Episode von #ÜberLeben stehen Filme, genauer gesagt Umweltfilme, die in den kommenden Wochen in die Kinos kommen. Aktuell laufen gleich drei neue Filme an, in denen reale Umweltaktivisten eine Hauptrolle spielen. Greta Thunberg, Robert Billot und Bruno Manser sind die Protagonisten von „I am Greta“, „Vergiftete Wahrheit“ und „Die Stimme des Regenwaldes“. Es geht um Chemieskandale, Klimaschutz und Waldzerstörung. Über die Filme und die Hintergründe reden wir mit der Chemikalienexpertin Ninja Reinicke, mit Johanna Fenzl von der WWF Jugend und mit Claude Martin, langjähriger CEO des WWF International, der für den Club of Rome eine Bestandsaufnahme über den Zustand der Wälder vorgelegt hat. Trailer "I am Greta": https://www.youtube.com/watch?v=cxi_fi-G8xk Trailer "Vergiftete Wahrheit": https://www.youtube.com/watch?v=gYkEKJgD_Gc Trailer "Die Stimme des Regenwaldes": https://www.youtube.com/watch?v=9K63HdIlX8Q Moderation und Redaktion: Jörn Ehlers Feedback und Anregungen: podcast@wwf.de
- 02.10.202018 min
Wie wie Lebensmittelabfälle verhindern können. Es ist etwas faul mit unserem Umgang mit der Nahrung. Rund ein Drittel unserer Lebensmittel werfen wir einfach weg. Jeder dritte Liter Milch landet im Klo und jedes dritte Brötchen auf der Deponie. Vor dem Hintergrund, dass weltweit mehr als 800 Millionen Menschen hungern ist das ein untragbarer Zustand. Die Produktion von Nahrung kostet Geld, Energie und Ressourcen. Wälder werden gerodet, um Platz für Äcker und Weiden zu gewinnen. Wasser wird verschwendet, um Gemüse zu erzeugen, das niemand isst, und nicht zuletzt gehört die Belastung von Grundwasser, Luft und Böden zu den Nebenwirkungen einer industrialisierten Landwirtschaft. Über die Verschwendung von Lebensmitteln reden wir in dieser Episode von ÜberLeben mit Kerstin Weber, die sich im Landwirtschaftsbereich des WWF Deutschland mit der Problematik auseinandersetzt. Wir erfahren, was besonders häufig in der Tonne landet, wer dafür die Verantwortung trägt und wo sich Ansatzpunkte bieten, die Vergeudung zu verringern. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion Jörn Ehlers
- 25.09.202021 min
Die Ostseepipeline und die Umwelt Nord Stream 2, kaum ein Projekt wirbelt derzeit so viel Staub auf wie die geplante Gaspipeline durch die Ostsee. Zwei zusätzliche 1200 Kilometer lange Röhren von Russland nach Mecklenburg-Vorpommern sollen dafür sorgen, dass noch mehr russisches Erdgas in der EU verfeuert werden kann. Doch das Projekt steht auf der Kippe. Ohnehin hochumstritten erhält die Debatte über Sinn und Unsinn der Leitung durch den Giftanschlag auf den Putin-Kritiker Alexander Nawalny eine neue Dynamik. Ein Stopp des Projekts als Reaktion auf den Mordversuch und als Sanktion gegen die vermuteten Strippenzieher in Moskau ist zumindest nicht ausgeschlossen. Ein komplexes energiepolitisches Spiel um Macht, Geld und Einfluss, und man darf gespannt sein, wie der Poker ums russische Gas letztlich ausgeht. Umweltargumente spielen dabei allenfalls am Rande eine Rolle. Wir wollen das ändern und reden über den Pipelinebau und die Natur. Zu Gast ist in dieser Folge von #ÜberLeben Jochen Lamp. Er leitet das Ostseebüro des WWF und hat bereits vor rund zehn Jahren Gazprom und die anderen Betreiber wegen des Baus von Nord Stream 1 verklagt. Er berichtet über seine Erfahrungen von damals und erläutert, warum das Milliardenprojekt nicht nur schädlich für die Umwelt sondern auch klimapolitisch mehr als umstritten ist. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Feedback und Anregungen: podcast@wwf.de
Biologin Sybille Klenzendorf über die Eigenarten der weißen Riesen. Sie sollen den Verkauf von Hustenbonbons ankurbeln, müssen als Maskottchen für Sportvereine herhalten, sind Zuschauermagneten in Zoologischen Gärten und gelten nicht zuletzt als DAS Symboltier für die Klimakriese. In der neuen Episode von ÜberLeben dreht sich alles um Eisbären. Zu Gast ist diesmal die Biologin Sybille Klenzendorf vom Arktis-Programm des WWF. Sie kümmert sich u.a. darum, dass Menschen und Bären rund um den Polarkreis einigermaßen miteinander klar kommen. Im Gespräch mit ihr gehen wir der Frage nach, wie schwarz die Zukunft des weißen Bären wirklich aussieht, wenn wir die Erderhitzung nicht in den Griff bekommen. Sie erzählt, was es mit „Capuccino-Bären“ auf sich hat und warum die neugierige Exemplare in Kanada gelegentlich ins Gefängnis müssen. Wir schauen auch auf die dunkle Seite der des größten Raubtiers des Nordens, und versuchen zu klären, ob der eine oder andere von ihnen vielleicht doch schon mal einen Pinguin gefressen haben könnte, obwohl die tendenziell am anderen Ende der Welt zuhause sind. Redaktion und Moderation Jörn Ehlers Feedback: podcast@wwf.de
Ein Einblick in den Living Planet Report 2020 Es leert sich auf der Arche Noah. Das zumindest legt die neueste Ausgabe des Living Planet Reports nahe. Demnach ging der Bestand an Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien im Vergleich zu 1970 weltweit um fast 70 Prozent zurück. Der Report dokumentiert eine dramatische Entwicklung, über die wir in der heutigen Folge von #ÜberLeben sprechen. Zu Gast ist diesmal Günter Mitlacher, der die regelmäßige Bestandsaufnahme des Zustandes unseres Planeten für den WWF seit Jahren betreut. Er erläutert wie die Daten zustande kommen, wie sie zu bewerten sind und vor allem was zu tun ist, um das Artensterbens auszubremsen und die bedrohliche Entwicklung umzukehren. Wir erfahren, welche Kontinente es besonders hart trifft und welche Ursachen des großen Sterbens als erstes angegangen werden sollten. Es wird zugleich deutlich, dass nicht alle Tierarten auf der Verliererstraße sind. Wachsende Bestände beim Biber und regional bei einigen Populationen des Waldelefanten zeigen, dass der Negativtrend auch gestoppt werden kann. Mit mehr Schutzgebieten, einer Umstellung der Landbewirtschaftung und nachhaltigerem Konsum ließe sich der Verlust terrestrischer Biodiversität noch aufhalten. Redaktion und Moderation: Niklas Kolorz Feedback bitte an podcast@wwf.de
Im Gespräch mit WWF Südamerika-Referent mit Roberto Maldonado Brasilien ist von der Corona-Krise hart getroffen. Doppelt hart trifft es sie Ureinwohner des Landes. Goldgräber und Holzfäller nutzen die Gunst der Stunde und dringen vermehrt in Schutzgebiete ein, und viele von ihnen haben das Virus quasi im Gepäck. Die Bewohner des Waldes, vor allem die isoliert lebenden Völker, sind dadurch besonders in Gefahr. Durch eine fehlende Gesundheitsversorgung und virologische Anfälligkeit sind sie dem Corona Virus häufig schutzlos ausgeliefert. Drohen die indigenen Völker Brasiliens nun ganz zu verschwinden? Darüber sprechen wir heute, mit Roberto Maldonado, Südamerika Experte beim WWF. Redaktionelle Anmerkungen: zu dem Aspekt „Chloroquin“ finden Sie weitere Informationen hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Antivirale_Therapien.pdf?__blob=publicationFile Moderation: Anne Thoma Redaktion: Anne Thoma Feedback & Themenvorschläge an podcast@wwf.de
Im Gespräch mit Aurel Heidelberg Vor fast 100 Jahren wurde der letzte freilebende Wisent im Kaukasus erlegt. Hätten nicht einige der Tiere durch das Engagement von Wisent-Schützern in Zoologischen Gärten überbelebt und wären nicht frühzeitig aufwendige Nachzuchtprogramme und später Wiederansiedlungsprogramme gestartet worden, wäre das größte Landsäugetier Europas fast ausgestorben. Heute streifen wieder Wisent-Herden durch einige Schutzgebiete Polens, Weißrusslands, Russlands, Rumäniens und andern meist Osteuropäischen Ländern durch die Wälder (z.B. im Bialowieza NP/Polen). Seit 2019 kehrt der Wisent nun auch wieder nach Aserbaidschan zurück. In einem nationalen Wiederansiedlungsprogramm mit internationaler Beteiligung wurden im Frühjahr 2020 12 Wisente aus dem Europäischen Erhaltungszucht Programm in den Shahdag Nationalpark im östlichen großen Kaukasus transportiert. In kurzer Zeit haben sich die Wildrinder an ihren neuen Lebensraum gewöhnt und es wurden bereits 3 Kälber geboren. Im November 2020 sollen 5 weitere Tiere von Berlin die 4000 km weite Reise antreten. Aurel Heidelberg, WWF-Experte für die Ökoregion Kaukasus, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieses beeindruckenden Großpflanzenfressers mit vielen Details und großen Herausforderungen bei der Rückkehr des Wisents in den Kaukasus. - Moderation: Jürgen Matijevic - Redaktion: Jürgen Matijevic, Jörn Ehlers - Anregungen, Wünsche und Feedback: Podcas@wwf.de
- 20.08.202023 min
Im Gespräch mit Philipp Wagnitz Deutschland auf dem Trockenen Sommer-Sonne-Hitzefrei. Es könnte so schön sein, doch etwas fehlt: Regen. Der Sommer 2020 ist erneut eher eine trockene Angelegenheit. Die Bauern fürchten magere Ernten, und auf die Borkenkäfer wartet angesichts der knochentrockenen Wälder ein regelrechtes Festmahl. Nun sind längere sommerliche Trockenperioden nicht ungewöhnlich, aber Deutschland erlebt nun schon den dritten Sommer in Folge mit sehr wenig Niederschlägen. Das Grundwasser, sinkt und mancherorts wird selbst Trinkwasser knapp. Was das mittelfristig für den Umgang mit dem kostbaren Nass bedeutet, darüber reden wir in unserer heutigen Folge von ÜberLeben mit Philipp Wagnitz, der für den WWF eine ganze Reihe von Wasserprojekten in aller Welt koordiniert. Er liefert nicht nur eine Einschätzung zur aktuellen Lage hierzulande, sondern kann uns auch etwas erzählen über durstige Avocados, virtuelles Wasser und warum in einer Tasse Kaffee mehr als hundert Liter Wasser stecken. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Anregungen, Wünsche und Feedback: Podcas@wwf.de
Im Gespräch mit Markus Radday Sie sieht aus wie… Es fällt einem auf Anhieb kein vergleichbares Huftier ein, das so eigentümlich wirkt. Die Saiga Antilope (Saiga tatarica), erinnert mit ihrer skurrilen Rüsselnase an den Fernseh-Alien Alf. Und doch hat alles an ihr einen evolutionären und praktischen Sinn für das Überleben in extremen Lebensräumen. Sie hat die letzten Eiszeiten überlebt und die erbarmungslose Jagd durch den Menschen. Vor einhundert Jahren war sie fast ausgestorben, dann erholten sich ihre Bestände und es schien das schlimmste überstanden. Doch die Freude der Artenschützer war verfrüht. Wegen ihrer begehrten Hörner nahm die Wilderei wieder zu und Epidemien, die wie aus dem Nichts auftauchten, schlugen schwere Schneisen in die Bestände. Heute wird die Saiga Antilope von der Weltnaturschutz Union IUCN als „vom Aussterben bedroht geführt“. Markus Radday, WWF Experte für die Mongolei, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieser grazilen Antilopenart, die kaum jemand kennt, mit vielen Details und echter Bewunderung für ihre Überlebensfähigkeit. Redaktion und Moderation: Jürgen Matijevic Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
- 07.08.202023 min
Im Gespräch mit Susanne Winter Es raucht an allen Ecken und Enden: Fast 7000 Feuer loderten im Juli im Amazonasgebiet, und die Brandsaison ist noch lange nicht zu Ende. In Zeiten von Corona stehen die Feuer bislang weit weniger im Fokus der Weltöffentlichkeit als 2019. Doch es könnte sogar noch schlimmer kommen. Der Regenwald am Amazonas ist nicht der einzige Brandherd. Sibirien steht nach wie vor in Flammen. Es brennt in Neuguinea und weiten Teilen Afrikas. Und auch im Mittelmeerraum und in Portugal müssen wieder die Löschflugzeuge zum Kampf gegen die sommerlichen Brände ausrücken. Es scheint fast so, als stünde der halbe Planet in Flammen. Die Brände, ihre Ursachen und Folgen sind auch das Thema dieser Folge unseres ÜberLeben Podcasts. Susanne Winter koordiniert bei WWF die Waldprojekte und hat lange Jahre an verschiedenen Unis über den Wald und seine Rolle für Biodiversität und Klimaschutz geforscht. Im Gespräch mit Jörn Ehlers wirft sie einen Blick auf ein brennendes Problem unseres Planeten. Redaktion und Moderation Jörn Ehlers Schreibt uns unter podcast@wwf.de
- 30.07.202032 min
Im Gespräch mit Christoph Becker, Tanja Dräger de Teran und Michael Berger Ratten in Kühllagern, Billigfleisch, Corona-Hotspots und Arbeitsbedingungen, die an eine moderne Form von Sklaverei erinnern: Die Schlachthöfe und die gesamte Fleischindustrie sind stark in Verruf gekommen. Und damit auch unser Lieblingskost: Das Fleisch! Wie konnte es dazu kommen? Wer sind die Übeltäter? Sind wir Verbraucher Schuld an dem Schlamassel oder ist es einzig die böse Fleischindustrie? Sind vielleicht künstlich hergestellte Burger aus 3-D Druckern die Zukunft oder ist eine „gute“ Massentierhaltung doch gar nicht so verkehrt? Darüber sprechen wir in der neuen Folge unseres Podcasts „Überleben“. Zu Gast ist heute ein Mann, der es wissen muss: Christoph Becker, Schweinehalter aus Reddingen in Niedersachsen. Als Landwirt kann er aus erster Hand berichten, was die Herausforderungen in der Schweinefleischproduktion sind, womit er als Bauer zu kämpfen hat und wie es den Tieren eigentlich geht. Er diskutiert mit den WWF-Kolleg:innen Tanja Dräger de Teran und Michael Berger aus dem WWF Landwirtschaftsteam über die Zukunft in unseren Ställen und auf unseren Tellern. Moderation: Anne Thoma Redaktion: Jörn Ehlers Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
- 24.07.202050 min
Im Gespräch mit Roland Gramling, Daniel Goliasch und Nehle Hoffer vom WWF Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist! Ein Gedanke, der ganz besonders für erfolgreiche Kampagnen gilt. Manchmal können Aktivisten helfen, dass der richtige Zeitpunkt für überfällige Umweltschutzmaßnahmen ein wenig schneller kommt. In der neuen Folge von Überleben erfahren wir anhand von Tigerschutz, Fischereigesetzen und dem Verbot von Bleimunition, wie Naturschützer versuchen, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Im Gespräch mit Roland Gramling, Daniel Goliasch und Nehle Hoffer aus der Kommunikationsabteilung des WWF erfahren wir, dass eine gute Kampagne mehr ist als Plakate kleben und Unterschriften sammeln. Die Kollegen berichten über den notwendigen langen Atem bei der mehrjährigen Begleitung politischer Prozesse und dass es manchmal aber auch gilt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Naturschutzerfolge stehen oft am Ende einer Kette von Rückschlägen und Niederlagen. Die Berichte der Kollegen verdeutlichen, dass es oft alles andere als leicht ist die Öffentlichkeit für ein Thema zu begeistern oder auch nur zu interessieren. Zugleich wird aber deutlich, dass es sich lohnt, dran zu bleiben, um dem Ziel dem Erhalt eines lebendigen Planeten mit keinen Schritten näher zu kommen. Redaktion und Moderation: Niklas Kolorz Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
Johannes Zahnen gibt uns einen Einblick in die Welt des illegalen Holzhandels. Der illegale Holzhandel gehört zu den größten Bereichen der Umweltkriminalität weltweit. Die Ausmaße sind vergleichbar mit der weltweiten Drogenkriminaltität und trotzdem weitestgehend unbekannt - und unbestraft. Johannes Zahnen vom WWF gibt ungewöhnliche Einblicke in diese Schattenwelt. Als Deutschlands Holzdetektiv schlechthin ist es sein Job, illegales Holz ausfindig zu machen und die Spuren bis zum Tatort zurückzuverfolgen. Ein ungewöhnlicher Job, ein brisantes Thema und ein dringliches zugleich denn nicht zuletzt hat dies grosse Auswirkungen auf unsere Umwelt und die Klimakrise. Mehr dazu in diesem Blog-Post: https://blog.wwf.de/holz-detektive-schweigen/ Redaktion & Moderation: Astrid Deilmann Feedback an podcast@wwf.de
- 09.07.202037 min
Tipps für einen umweltfreundlichen Urlaub Sie riecht nach Erdbeereis und ist für viele die schönste Zeit des Jahres: Die Urlaubszeit. Mitten in den Ferien packen momentan viele Urlauber:innen vorfreudig ihre Koffer. Aber wie mache ich eigentlich umweltfreundlichen Urlaub? Und was muss dazu in den Koffer? Um diese Fragen zu klären, spricht Moderatorin Rebecca Gerigk mit fünf verschiedenen WWF-Mitarbeitern, die nicht nur Umwelt-, sondern auch Urlaubsexpert:inen sind. Tourismus-Expertin Martina von Münchhausen und WWF-Chemikalienexpertin Dr. Erika Bellmann helfen bei der Urlaubsplanung: Auf was muss ich achten, damit auf der Reise möglichst wenig Plastik anfällt? Welche Sonnencreme soll mit auf Reisen? Naturschutzreferent und Botaniker Albert Wotke gibt Tipps für den Ausflug in der Natur: Was mache ich, wenn ich ein Wildschwein treffe? Auf welchen Wanderwegen kann man die schönsten Selfies machen? Waldexperte Johannes Zahnen erklärt, was es beim Grillkohlekauf zu beachten gibt und woran man Grillkohle aus illegaler Rodung erkennt. Damit man auf der Heimreise nicht ausversehen als Schmuggler:in verhaftet wird, erklärt Artenschutzexpertin Katharina Trump, was es beim Kauf von Souvenirs zu beachten gibt.
Im Gespräch mit Andrea Stolte und Florian Hoffmann vom WWF Plastik in die Meere belastet marine Lebewesen von den kleinsten Krebstieren bis zu den größten Haien und Walen. Geisternetze, herrenlose Fischernetze, machen nach neuesten Studien zwischen 30 und 50 Prozent des Meeresplastiks aus. Geisternetze stellen für viele Arten eine Bedrohung da. Tiere können sich in den Netzen verfangen oder sie als Nahrung aufnehmen und daran verenden können. Der WWF hat eine Methode zur umweltverträglichen Bergung von Geisternetzen entwickelt und sucht nach Wegen, altes Netzmaterial dem Recycling und damit dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen. Dazu arbeitet der WWF mit Fischern und Tauchteams zusammen, die verhakte Netze vom Boden lösen und mithilfe eines Bergungsankers und der Schiffswinde bergen. Mit Hilfe einer eigens entwickelten der App „WWF Geistertaucher“ können Taucher, Fischer, Angler und andere Wassersportler nun melden, wo sie Netze oder andere gefährliche Gegenstände entdeckt haben und schon gemeldete Sonarpunkte bestätigen und kommentieren. Auf diese Weise können wir Wissen bündeln und alle gemeinsam das Meer vom Netzmüll befreien. Weitere Informationen: https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/geisternetze/ Geistertaucher APP https://ghostdiver.com/ https://blog.wwf.de/geisternetze-app-geistertaucher/ Moderation & Redaktion: Jürgen Matijevic Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de