Der Langschädel von Chega Sofla - Gewalt und Ritual vor 6.000 Jahren
Nebula Mysticum
27.06.2025
9 min
Beschreibung

Im iranischen Chega Sofla haben Archäologen den über 6.000 Jahre alten Schädel einer jungen Frau entdeckt. Der Schädel zeigt zwei Dinge: Zum einen eine bewusst herbeigeführte Schädelverformung – eine kulturelle Praxis, bei der der Kopf eines Kindes über längere Zeit geformt wurde –, zum anderen eine tödliche Kopfverletzung durch stumpfe Gewalt. Die Entdeckung liefert nicht nur Hinweise auf soziale Praktiken wie das sogenannte „Head Shaping“, sondern auch auf mögliche Gewalthandlungen in frühen Gemeinschaften. Es ist der erste Nachweis dieser Art aus der Region und gibt tiefe Einblicke in das Leben – und Sterben – der Kupferzeit.