Friedrich von Gärtner - Der Baumeister von Ludwig I.
14.08.2025 · 22 Min.
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Als Sohn des königlich-bayerischen Hofbauintendanten Andreas Gärtner sollte und wollte Friedrich in die Fußstapfen des Vaters treten. Wurde der Vater seinerzeit von Leo von Klenze aus seiner Stellung vertrieben, nahm Friedrich nun Rache und wollte seinerseits Leo von Klenze vom Hofe des Königs jagen. Autor: Martin Trauner (BR 2025)
Credits
Autor/in dieser Folge: Martin Trauner
Regie: Martin Trauner
Redaktion: Thomas Morawetz
Interviews mit:
- Prof. Winfried Nerdinger (Architekturhistoriker, ehem. Leiter des Architekturmuseum der TU München)
- Prof. Egon Johannes Greipl - ehemaliger (seit 30-11-2013) bayerischer Generalkonservator
Geschichte:
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Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
ERZÄHLERIN
Endlich, nach beinahe 16 Jahren Planungs- und Bauzeit ist es soweit. - Jetzt, 1843, ist sie fertiggestellt: Die königliche Hof- und Staatsbibliothek in München.
ZITATOR (Architekturführer)
Dieser in den großartigsten Verhältnissen angelegte Bau wurde im italienischen-mittelalterlichen Style ausgeführt. -
ERZÄHLERIN
- schreibt ein zeitgenössischer bautechnischer Führer -
ZITATOR (Architekturführer)
- In seinen ausgedehnten Räumlichkeiten umschließt das Gebäude die außerordentlich reiche, gegenwärtig 1.300.000 Bände zählende Staatsbibliothek.
MUSIK
1. ZUSPIELUNG (Greipl)
Da denkt man - riesengroß - da müssen alle Bücher der Welt hineinpassen -
ERZÄHLERIN
Sagt Egon Greipl, (ehemaliger) oberster Denkmalschützer in Bayern. -
2. ZUSPIELUNG (Greipl)
- und dann geht man hinein und sieht, da ist eine Menge Platz verschenkt worden für eine Treppe und solche repräsentative Sachen.
MUSIK
ERZÄHLERIN
Eine Prachttreppe, die seinerzeit nur der König benutzen durfte. An ihr hat man bis zuletzt gearbeitet. 54 Stufen muss die Majestät überwinden, um aus dem dunklen Eingangsbereich in das Licht, zu den Büchern, zur Wissenschaft zu gelangen. - Obwohl der König in den letzten Jahren meist ein schwieriger Auftraggeber gewesen ist, ständig an den Plänen etwas ändert oder ändern lässt, die Treppe findet selbst der Architekt so schlecht nicht:
ZITATOR GÄRTNER
Für die Haupttreppe stehe ich gut, das ist die pompöseste die wenigstens in Deutschland existiert. Diese gefällt mir selbst.
MUSIK
ERZÄHLERIN
Und das ist der Baumeister des 152 Meter langen und 24 Meter hohen Monumentalbaus: Friedrich von Gärtner. Die Bibliothek: sein erster Auftrag für König Ludwig I. - Vor 16 Jahren, 1827, ließ Ludwig den gar nicht mehr so jungen Architekten gewähren: Gärtner soll nun endlich sein erstes Gebäude überhaupt bauen. Und dann gleich ein so großes.
3. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Ein riesiger Bau. Und die besondere Pointe oder Gemeinheit könnte man auch sagen, liegt darin, dass er diesen Bau an der von Klenze geplanten Ludwigsstraße vorgesehen hat...
ERZÄHLERIN
- so Winfried Nerdinger, Architekturhistoriker aus München. - Die Ludwigsstraße, sie ist des Königs Lieblingskind, sie soll seine Prachtmeile werden...
4. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Klenze hat ja diese Straße komplett geplant, das war "seine Straße", er hat den ganzen südlichen Teil bereits mit Neubauten bestückt und jetzt mitten hinein in seine Straße, der größte Bau überhaupt bis dahin, die Staatsbibliothek, da bekommt ausgerechnet sein Konkurrent den Auftrag. Und das war sicherlich für Klenze ein Schlag.
MUSIKAKZENT
ERZÄHLERIN
Friedrich Gärtner und Leo Klenze, zwei Baumeister in königlichen Diensten - ein Berufsleben lang lauern sie wie Skylla und Charybdis, die beiden Ungeheuer, an der Meerenge von Messina. Und, um im mythologischen Bild zu bleiben, kein königlicher Auftrag soll an ihnen ungeschoren vorbei kommen.
5. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Die waren beide nicht von Pappe, um es mal salopp zu formulieren und haben mit allen Mitteln sich gegenseitig bekämpft und für ihre Karriere gekämpft.
ERZÄHLERIN
26 Jahre ist er alt, da wird der junge begabte Nachwuchsarchitekt Friedrich Gärtner Ludwig vorgestellt. Und wer bringt ihn zum Kronprinzen? Der 7 Jahre ältere Klenze. Der, ein protestantischer Preuße, ist schon seit einem Jahr in Diensten des Königshofs.
ZITATOR GÄRTNER
Dass dieser zum Faktotum geworden ist, ersah ich schon längst, den Grad aber ersah ich da näher.
6. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Als drittes muss man immer noch den König mit einbeziehen, genauer gesagt, den Kronprinzen, der beide letztlich wie Schachfiguren in seinem Spiel benutzt hat.
ZITATOR GÄRTNER
Ich sah nur zu deutlich, dass einem schlechten Schachspieler leicht eine Figur genommen und die andere dafür hingesetzt werden kann.
MUSIKAKZENT
ERZÄHLERIN
Über Gärtners Karriereleiter sind wir Sprosse um Sprosse relativ gut informiert. Denn mehr als 30 Jahre lang schreibt er Briefe, an Martin von Wagner. -
7. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Nun: der Martin von Wagner war eigentlich der Kunsthändler des Kronprinzen in Rom.
ERZÄHLERIN
Martin von Wagner ist der Freund von Friedrichs Vater, dem Hofbauintendanten Andreas Gärtner. Und auch wenn die Mutter Bedenken gegenüber Wagner äußert, Friedrich beschwichtigt:
ZITATOR GÄRTNER
Deine Warnung, gute Muttern über Wagner ist recht gut, allein sei versichert, sie war nicht nötig. So kenne ich meine Leute noch. Wagner ist ein guter, ernsthaft rechtschaffener Mann, allein nie für einen Freund geschaffen.
ERZÄHLERIN
Friedrich Gärtner und Wagner werden trotzdem Freunde, gute Freunde. Netter Nebeneffekt für Gärtner: Wagner hat einen sehr guten Draht zum Kronprinzen. - Gärtner macht in seinen Briefen aus seinem Herzen keine Mördergrube. Winfried Nerdinger:
8. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Ich glaube auch, dass man natürlich mit gewissen Abstrichen diesen Briefwechsel als ziemlich wichtige authentische Aussage nehmen kann, weil er sich da einem Freund geöffnet hat - Wir können da doch relativ tiefe Einblick in das Gefühlsleben Gärtners tun und in das Intrigenspiel bei Hofe.
ERZÄHLERIN
Über 100 Mal wird die Post von Gärtner die Zeiten überdauern, die Post von Wagner retour dagegen nicht. - Kennen gelernt haben sich die beiden in Rom. -
ZITATOR GÄRTNER
Rom ist nebenbei gesagt der herrlichste Ort, um einem als Mensch die besten Lebensregeln zu erteilen!
MUSIK
ERZÄHLERIN
Im Oktober 1814 kommt Gärtner nach Rom. Nach seinem Architekturstudium in München bei Carl von Fischer, nach Lehrjahren in Paris, zieht der 22-Jährige in die deutsche Künstlerkolonie. "Quartiere degli Infedeli", "Viertel der Abtrünnigen", nennen es die Römer, wegen der vielen deutschen Protestanten. Der Katholik Gärtner kennt bald alle Trattorien und Weinstuben rund um seine Wohnung in der Via Sistina, nahe der spanischen Treppe. Jetzt will er wieder lernen, dieses Mal aber das Leben:
MUSIK
ZITATOR GÄRTNER
Der Durst war groß, der Wein war gut und so wurde allgemeiner Jubel unter der Gesellschaft. Eine Gitarre, die uns begleitete, spielte bald ihren Saltarello, bald ihren Walzer...
ERZÄHLERIN
Martin von Wagner nimmt Friedrich in seine Obhut, im Auftrag von Andreas Gärtner, dessen Vater. Er zeigt ihm die mediterrane Lebensart, er bringt ihn in die Kreise der Rom-liebenden deutschen Künstler. Die feiern sich und "ihren" bayerischen Kronprinzen, den Kunstmäzen, am liebsten im Caffè Greco - keine zwei Minuten von der Wohnung Gärtners entfernt. Hier treffen sich auch die Mitglieder eines von Martin von Wagner initiierten Geheimbundes: "Nemesis" heißt er :
MUSIK
9. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Diese Künstler haben sich die Nemesianer genannt. - Die Nemesis als ihre Göttin, die dem einzelnen das Geschick zuweist, dem einen das Gute, dem anderen das schlechte. So etwas, was für Künstler ja ganz wichtig ist: Der eine steigt auf, der andere steigt ab...
ERZÄHLERIN
Nemesis gibt sich zunächst wankelmütige, was das Schicksal des jungen Friedrich betrifft. Der "Orlando furioso", wie ihn seine Freunde jetzt rufen, genießt zwar in Rom das süße Leben in vollen Zügen, ganz untätig ist er freilich nicht. Er zeichnet etliche antike Ruinen, fährt nach Pompeji und Sizilien, besteigt die Vulkane Italiens. Und er beteiligt sich - auf sanftes Drängen seines Vaters - am Wettbewerb zum Bau der Münchner Glyptothek. Mit Hilfe seines Vaters, der die Pläne ein wenig korrigiert und nachbessert, wird sein Entwurf vom Preisgericht als der für den Bau geeignetste befunden. Den Auftrag bekommt, allem zu Trotz, wie kann es anders sein, Leo Klenze.
MUSIK
ZITATOR GÄRTNER
Thermometer 5 Grad Beaumont -
Pluvianopolis am 12ten des 8. Regenmonats 1817 nach Christi Geburt -
Parameter (wie gewöhnlich): Regen, Hagel, Wind.
ERZÄHLERIN
Gärtner ist nach fast drei Jahren Sommer, Sonne, Kaktus wieder in München. In Pluvianopolis, der Regenstadt. Er schreibt an Wagner nach Rom:
ZITATOR GÄRTNER
Der ewigen Nemesis zum Gruße! Ohne Nachrichten aus Rom bin ich ein geschlagener Mensch. Oh große Nemesis! Was habe ich verschuldet, dass du gerade jetzt mich ins Exil geschickt, wo ich dickes Bier um 12 Uhr saufen muss.
MUSIK
ERZÄHLERIN
Nemesis meint es tatsächlich nicht gut mit ihm. Nicht nur dickes Bier und saurer Wein schlagen ihm auf den Magen: In München, im Exil, findet er keine adäquate Anstellung, obwohl sein Vater immer noch königlich bayerischer Hofbauintendant ist, also de facto der oberste Baumeister. Und er würde so gerne in dessen Fußstapfen treten.
ZITATOR GÄRTNER
Es ist traurig, wenn man mehrere Jahre sich bemüht, um etwas zu lernen und am Ende wieder dort hingestellt ist, von wo man ausgegangen. Seit meiner Zurückkunft sitze ich da und lege die Hände in den Schoß.
ERZÄHLERIN
26 Jahre ist Gärtner mittlerweile. Er sehnt sich nach Rom. Hier im kalten Norden, in München: - "Ein Windloch". Die Mutter stirbt. Er fühlt sich dazu verpflichtet, die Familie finanziell zu unterstützen, lebt aber im Gegenteil vom Geld des Vaters. Und dann auch noch das:
ZITATOR GÄRTNER
Mit unverändertem Gemüte durchlas ich heute die Entlassung meines alten und würdigen Vaters von seinem treuen Dienste und dessen Erstattung durch Klenze mit einer vermehrten Besoldung von 3000 fl.
10. ZUSPIELUNG (Nerdinger)
Aus den Briefen, die er an seinen Freund Martin von Wagner schrieb, kommt ganz klar heraus, dass diese Verdrängung seines Vaters als Hofbauintendanten für die Familie sehr belastend war und in der Familie dann ein Hass auf Klenze aufgebaut worden ist.
ERZÄHLERIN:
Wobei man hinzufügen muss, dass sein Vater bei seiner Entlassung bereits 74 Jahre alt ist. Und obwohl Klenze ihm noch am selben Tag einen Job verschafft -
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O-TON 2: OPPEL Hier wird jetzt der Goldstandard der Allergiediagnostik durchgeführt, der sogenannte Pricktest. Es werden in einer Standardreihe die häufigsten Allergene, die in der Luft getragen werden, aufgetragen in einer Lösung. Das ist immer eine definierte Menge an Allergen. Und dann mit einer kleinen Lanzette in die oberste Hautschicht eingebracht. (25") SPRECHER: Dr. Eva Oppel leitet die Allergieambulanz. Gerade hat eine Assistenzärztin ein Tröpfchen Flüssigkeit auf den Unterarm des Patienten gegeben. Jetzt ritzt sie dort die Haut ein kleines bisschen ein. Ganz wenig, nur so als würde man sich aus Versehen mit dem Fingernagel kratzen. Das macht sie rund 20 Mal mit verschiedenen Testlösungen. Die enthalten Extrakte von sogenannten Allergenen: von Pollen, Hausstaub oder anderen Substanzen, die in der Luft herumschwirren. Manche Menschen reagieren allergisch darauf, und zwar so rasch: O-TON 3: OPPEL Dass Sie nach ca. 20 Minuten den Test ablesen können. Das ist also ein sehr schnelles Ergebnis, das wir haben. 21:37 Im Falle einer positiven Reaktion sehen Sie eine kleine Quaddel an der Stelle. Die entsteht, weil über Botenstoffe in der Haut - natürliche Botenstoffe wie das Histamin beispielsweise - dann solche klassischen Reaktionen auf der Haut auftreten. SPRECHER: Der Körper schüttet diese Botenstoffe aus, weil das Immunsystem Alarm schlägt. Eigentlich soll uns die Körperabwehr ja vor Krankheitserregern schützen. Sie registriert aber auch, wenn wir mit Stoffen aus der Umwelt in Kontakt kommen, etwa mit Staub oder Pollen. Bei einigen Menschen reagiert das Immunsystem dann besonders sensibel. Gegen die Umwelteinflüsse bildet es Abwehrmoleküle, die auch Antikörper heißen. Dafür sind bestimmte Gene verantwortlich, und die hat nicht jeder. Die Quaddeln beim Hauttest zeigen an, dass der Organismus Antikörper gegen das Allergen produziert, also gegen den getesteten Stoff aus der Umwelt. 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Metalle, Latex oder Chemikalien sind typische Auslöser. Dafür gibt es einen anderen Hauttest, bei dem Allergene als Salbenzubereitungen auf den Rücken aufgetragen werden. Dort werden sie mit einem Pflaster fixiert und bleiben mehrere Tage auf der Haut. Das war auch bei einer Patientin so, die Eva Oppel jetzt untersucht. O-TON 5: OPPEL (Pflaster abreißen) Was man bei der Dame hier auch sieht, ist die Tätowierung. Wir haben immer mehr Patienten, die tätowiert sind, weil das heute sehr gewünscht wird und gemacht wird. Und da ist es tatsächlich so, dass man gerade auf die schwarze Tätowierungsfarbe ganz starke Kontaktallergien entwickeln kann und eigentlich jeder Patient, bevor er eine Tätowierung durchführen lässt, aufgeklärt werden müsste. SPRECHER: Doch bei der Patientin stellt sich etwas ganz anderes heraus. Tatsächlich ist die Haut in einem der Testfelder deutlich gerötet, auch kleine Bläschen sind zu sehen. Und zwar dort, wo Eva Oppel zwei Tage zuvor ein häufig verwendetes Desinfektionsmittel aufgetragen hatte. O-TON 6: OPPEL Die Dame bekommt dann einen Ausweis und sollte dann eben nachschauen in jedem Waschmittel, in jeder Körperlotion, ob der Stoff enthalten ist und sollte ihn dann auch meiden in Zukunft. 19:44 In der Mitte wird der Stoff eingetragen mit seiner Bezeichnung, und auf der rechten Seite sehen Sie dann, da steht: Diese Stoffe sind beispielsweise enthalten in ... , und dann kommt eine Auflistung, in welchen Materialien dieser Stoff vorkommen kann. MUSIKAKZENT SPRECHER: Manchmal werden diese Ergebnisse im Labor abgesichert, um ganz sicher zu gehen. Das ist nötig, wenn das Testresultat gravierende Folgen hat. Zum Beispiel, wenn jemand ein Zahnimplantat nicht verträgt oder das Metall in einem künstlichen Hüftgelenk. Solche Patienten müssen meist ein zweites Mal operiert werden und bekommen dann ein Implantat aus einem anderen Material. Zuvor muss aber ganz sicher feststehen, dass es sich um eine allergische Reaktion handelt. An der Allergieambulanz der Uni München testet Dr. Burkhard Summer direkt die Immunzellen von Patienten daraufhin, ob sie auf bestimmte Metalle reagieren. Aus dem Blut hat er die Zellen gewonnen und auf Testplatten verteilt. Die bewahrt er in einem Brutschrank bei 37 Grad Celsius auf. O-TON 7: SUMMER Das hier ist mal so ein Test. Man sieht hier kleine Punkte, die Zellen. Und hier sind verschiedene Metalle. Kobalt, Nickel und Chrom in verschiedenen Konzentrationen mit den Zellen in Kontakt. Die sind als Lösungen zugegeben. SPRECHER: Fünf Tage lang wartet der Arzt, ob sich die Immunzellen vermehren. Das tun sie nur, wenn der Patient allergisch auf das Metall reagiert. Und das ist nicht selten, beob¬achtet Burkhard Summer. O-TON 8: SUMMER Nickel-Kontaktallergie in der Allgemeinbevölkerung ist bei 15 Prozent ungefähr, Kobalt und Chrom eher bei 2, 3 Prozent. Wir sehen aber bei den Patienten, die zu uns kommen mit einem Verdacht auf so eine Metallallergie in Bezug auf ein Implantat, Nickelallergiker etwa 20 Prozent, und deutlich mehr Kobalt- und Chromallergiker. SPRECHER: Trotzdem werden Patienten nicht routinemäßig vor einer Operation getestet, ob sie die Metalle vertragen oder nicht. Klingt erstaunlich, hat aber einen einfachen Grund: Eine Kontaktallergie kann erst dann entstehen, wenn der Körper in Berührung mit dem Fremdstoff kommt. Vorher hätte der Zelltest im Labor ein negatives Ergebnis. O-TON 9: SUMMER Wir testen die Metalle vorher, wenn ein Patient schon mal den Verdacht hat. Also wenn ein Patient auf Modeschmuck reagiert und er weiß, er hat Probleme mit Metallen, dann werden die Metalle vorher getestet. Aber im Normalfall, wenn kein Verdacht besteht, wird nicht getestet.
- Grüner Salat: Wie kam es zu dem Hype?
13.08.2025 · 24 Min.
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TAKE 1 (O-Ton Hirschfelder) Eigentlich sind wir schon immer Salatesser gewesen, wenn wir mit dem Wort mal beginnen, dann kommt das Wort Salat ja aus den romanischen Sprachen und bedeutet, etwas ist in irgendeiner Form eingesalzen, also wir haben schon eine markante Kulturtechnik, die können wir in den frühen Hochkulturen und v.a. in der klassischen Antike beobachten. Aber das Grundmuster ist ja, dass wir irgendein Grünfutter aus der Umgebung sammeln und niedrigschwellig zubereiten und essen. SPRECHERIN Erklärt Gunter Hirschfelder. Er ist Professor für kulturwissenschaftliche Ernährungsforschung und Agrarwissenschaft an der Universität Regensburg. „Irgendein Grünfutter aus der Umgebung sammeln”, diese saloppe Bemerkung des Kulturhistorikers passt auf den ersten Blick nicht so ganz zu der Bedeutung, die dem Salat heute von Ernährungswissenschaftlern und auch von selbsternannten Influencerinnen und Ernährungscoaches zugesprochen wird. MUSIK: Change your mind SPRECHERIN Ein Blick auf die verschiedenen SocialMedia-Plattformen und in die Regale mit Ratgeberliteratur zeigt: Heute soll Salat gesund und schlank machen, das Wohlbefinden und das Hautbild verbessern, unverzichtbar für die Fitness sein. Salat soll den Körper entgiften und die Vitalität steigern - und schön und schlank macht er angeblich auch noch! SPRECHERIN Und einiges davon trifft, auch wissenschaftlich betrachtet, tatsächlich auf die Blattmahlzeiten zu, erklärt Matthias Fasshauer, Professor für Ernährungswissenschaften an der Universität Gießen. TAKE 2 (O-Ton Fasshauer) Generell kann man sagen, dass Salate gesund sind, gehören zum Gemüse und wir haben exzellente Daten, dass Gemüsekonsum gut ist für den Menschen. Also wenn ich sehr viel Gemüse esse und dazu gehört eben auch der Salat, dass ich dann weniger Krankheitshäufigkeit habe gerade auch für metabolische Erkrankungen wie Typ II Diabetes mellitus, wie Fettstoffwechselstörung, wie auch Gewicht, ist eher günstig, wenn ich viel Salat esse. SPRECHERIN Ganz pauschal lässt sich also festhalten, dass es tatsächlich gesundheitsfördernd ist, diese Gemüsepflanzen zu essen, die wir unter dem Oberbegriff Salat zusammenfassen. Denn die Blattsalate enthalten viel von dem, was unser Körper braucht, um leistungsfähig und gesund zu bleiben. TAKE 3 (O-Ton Kaufmann) Weil, sie haben … viele gesunde Inhaltsstoffe, aber haben kaum Kalorien, weil sie so wasserhaltig sind, irgendwo muss das ja alles untergebracht sein das Gesunde. Und so können wir uns am Salat ganz getrost satt essen. Und da sind wir gleich bei einem wichtigen Inhaltsstoff, bei Ballaststoffen und die machen ja bekanntlich satt. SPRECHERIN Gabriele Kaufmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundeszentrum für Ernährung, einer Einrichtung, die zum Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin gehört. Die Sattmacher Ballaststoffe sind Pflanzenbestandteile, die im Darm nicht vollständig abgebaut werden können. Sie gehören zu den sogenannten Makronährstoffen. Makro, der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet groß, weit oder lang. Und diese Nährstoffe heißen so, weil unser Bedarf an ihnen groß ist. TAKE 4 (O-Ton Kaufmann) Wir haben Makronährstoffe, zu denen zählen die Proteine und Eiweiße, Fette, die Kohlenhydrate und Ballaststoffe haben wir auch. Und Ballaststoffe unterscheiden sich nochmal in verdauliche und unverdauliche und das ist neben den Proteinen, der Stoff, der satt macht. Musik: Micro science SPRECHERIN Auch wenn es schwer vorstellbar ist. Salatblätter enthalten Proteine, Eiweiße und Fette. Wenn auch in minimalen Mengen. Und in deutlich geringerer Konzentration als z.B Fleisch, Käse oder Fisch. Diese Makronährstoffe sind essentiell wichtig für uns: Ohne sie wären wir nicht nur schwach, müde und antriebsarm, sondern könnten letztendlich auch nicht überleben. Denn ohne diese Nährstoffe würde unser gesamter Organismus regelrecht verkümmern: Unser Gehirn wäre außerstande zu denken, die Muskeln könnten nicht arbeiten, Zellen würden sich nicht mehr erneuern und der ganze Stoffwechsel würde schließlich kollabieren. Genauso essentiell für den Körper sind allerdings auch die Mikronährstoffe. Auch wenn wir von denen weitaus geringere Mengen benötigen als von den Makronährstoffen. Deshalb der Name Mikro. Zu den Mikronährstoffen gehören beispielsweise Vitamine und Spurenelemente, sagt die Ökotrophologin Gabriele Kaufmann: TAKE 5 (O-Ton Kaufmann) In Salaten sind viele Vitamine und Mineralstoffe drin, die wir auch brauchen., weil der Körper sie zu einem Großteil gar nicht selber bilden kann, aber wir funktionieren ohne nicht! Dazu gehören vor allem auch in Salaten Co-Vitamin A, das Betacarotin, Vitamin C ist drin, B-Vitamine B1, B2, Folsäure, Folate sind drin. Musik: Microelements SPRECHERIN Vitamin C braucht unser Immunsystem, um schlagkräftig arbeiten zu können, also beispielsweise, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Die B-Vitamine dagegen sind gut für die Nervenfunktionen und Folat ist entscheidend für den zellulären Stoffwechsel. Ein Mangel an Folat hemmt sogar die Zellteilung und das Zellwachstum. Und das bedeutet beispielsweise, dass die Blutbildung gestört ist. Folat kann wie die meisten anderen Vitamine und Spurenelemente heutzutage auch im Labor synthetisch hergestellt werden. Dann trägt es den Namen Folsäure. TAKE 6 (O-Ton Kaufmann) Und dann sind die Mineralstoffe noch da und dazu gehören dann auch Eisen, Kalzium, Magnesium und Salate haben auch sehr viel Kalium, was für unseren Wasserhaushalt und die Zellgesundheit ebenfalls sehr gesund ist. SPRECHERIN Mit all diesen Stoffen versorgen uns die grünen, gelben oder roten Salatblätter, wenn wir sie verspeisen, allerdings in unterschiedlicher Konzentration: Spinatsalat beispielsweise ist eine gute Eisenquelle, während Rucola besonders viel Calcium enthält. Andere Pflanzen, wie z.B. der Kopfsalat sind sehr wasserhaltig und eignen sich deswegen besonders gut zum Kaloriensparen. Allerdings gibt es Grenzen für das Lob auf den Salat als gesundes Lebensmittel: Wollten wir damit nämlich unseren täglichen Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen decken, dann würde das nicht klappen. So viel Salat, wie wir benötigten, um nicht nur satt, sondern auch optimal mit den lebenswichtigen Nährstoffen versorgt zu sein, könnten wir schon rein volumenmäßig gar nicht zu uns nehmen. Denn im Vergleich zu anderem Gemüse enthalten Salatblätter viel zu wenig Nahrhaftes, sagt Christian Zoerb, Professor für Agrarwissenschaft an der Universität Hohenheim. TAKE 7 (O-Ton Zoerb) Also da sind Kartoffeln besser oder anderes Gemüse, das ist da deutlich besser, das hat deutlich mehr wertgebende Inhaltsstoffe, das sind Blätter. Das ist immer so bei Blättern, Pflanzen speichern halt in Blättern nicht so viel wie in Samen oder in Wurzeln. Musik:Green aspects SPRECHERIN Biologisch betrachtet, sind Blätter längst nicht so nährstoffreich wie andere Pflanzenteile, gibt der Agrarwissenschaftler zu bedenken. Deshalb sei es zwar gesund, Salat zu essen, aber Salat als Vitaminbombe oder Superfood zu hypen, dazu taugten die bunten Blätter nicht. Doch sie haben einen anderen deutlichen Pluspunkt für die Gesundheit, sagt Ernährungswissenschaftler Matthias Fasshauer, sie sind nämlich sehr ballaststoffreich. TAKE 8 (O-Ton Fasshauer) Erstmal muss man sagen, Ballaststoffe sind für den Körper unverdauliche Stoffe, die man früher als Ballast angesehen hat, deshalb dieser Begriff, und heute weiß man, dass sie eine ganz wichtige Funktion haben im Organismus, die sind z.B. begünstigend dafür, dass die guten Darmbakterien gut wachsen können und schädliche Darmbakterien eher zurückgehalten werden im Wachstum, dass also das sogenannte Mikrobiom günstig sich verhält. Wir wissen auch, dass sie verdauungsfördernde Aspekte haben, das heißt also regelmäßige Stuhltätigkeit ermöglichen. SPRECHERIN Und Ballaststoffe tragen dadurch mit dazu bei, dass die Darmoberfläche gesund bleibt, Entzündungen und selbst tumorartige Veränderungen lassen sich dadurch verhindern. Aber Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff. Die Forschenden unterscheiden lösliche von unlöslichen Ballaststoffen. Löslich bedeutet, sie lösen sich in Wasser auf, wie beispielsweise Zucker oder Salz. TAKE 9 (O-Ton Fasshauer) Die haben als gesundheitliche Vorteile dass sie die Verdauung verlangsamen auch die Fettspiegel senken, … und dann haben wir die unlöslichen Ballaststoffe das sind die, die sich nicht in Wasser lösen und weitgehend unverändert dann wieder ausgeschieden werden, die sind dann v.a. die, die Verstopfung vorbeugen, und auch zu einem erhöhten Stuhlvolumen führen und damit insgesamt dazu dienen, die Darmtätigkeit anzuregen. MUSIK: New ideas SPRECHERIN Salat enthält vor allem viele der unlöslichen Ballaststoffe, sie sitzen in den Zellwänden der Salatblätter. Wie wichtig diese löslichen und unlöslichen Ballaststoffe für unsere Gesundheit sind, war lange nicht bekannt. Auch wenn die ersten Wissenschaftler sich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Darmflora beschäftigt haben, so richtig an Fahrt aufgenommen hat die Mikrobiomforschung erst vor ungefähr 15 bis 20 Jahren. Seither arbeiten Forschende daran, das Mikrobiom, also die Gemeinschaft der Milliarden von Bakterien, Pilzen und Viren in unserem Darm, zu verstehen. Mittlerweile ist zum Beispiel klar, dass das Mikrobiom sogar unser Immunsystem beeinflusst, vermutlich auch unsere Stimmung und unsere kognitiven Fähigkeiten. In Tierversuchen ließ sich z.B. zeigen, dass komplett keimfreie Mäuse nur ein stark unterentwickeltes Immunsystem haben. Noch haben die Forschenden vieles nicht verstanden, aber es ist mittlerweile in der Wissenschaft unbestritten, dass ein gesundes, ausbalanciertes Mikrobiom enorm wichtig ist für die Gesundheit. Aber Fakt ist auch, dass das Mikrobiom bei vielen Menschen in den westlichen Industrienationen gestört ist. Beispielsweise durch die Einnahme von Medikamenten, aber eben auch, weil sie zu wenig Ballaststoffe zu sich nehmen. Stattdessen essen viele Menschen tagein tagaus leicht Verdauliches wie Pizza, Nudeln oder einen Burger. MUSIK: Aphrodite’s temple SPRECHERIN Dabei ist das Wissen um die gesundheitsfördernde Wirkung von Salatblättern bereits seit der Antike bekannt. TAKE 10 (O-Ton Hirschfelder) Es gibt durchaus Quellenhinweise, dass man schon im alten Ägypten also vor 4-2000 Jahren bestimmte Formen von Salat kannte. Die Ägypter pflanzten eine wildwachsende Pflanze namens Lactuca an, das sind Dinge, die wir heute als Lattich bezeichnen. Der Lattich ist ursprünglich für seine beruhigenden Eigenschaften. Tatsächlich wird Salat schon in ägyptischen Hieroglyphen erwähnte und es gibt Hinweise, darauf, dass vor allem Heilpflanzen gegessen worden sind. SPRECHERIN Erzählt Gunter Hirschfelder. Aber nicht nur in der Hochkultur der Ägypter wurde Salat gegessen, auch bei den Römern und Griechen standen die damals noch ausschließlich grünen Blätter hoch im Kurs: TAKE 11 (O-Hirschfelder) In der griechischen und römischen Antike haben wir dann eine Weiterentwicklung des Salats, aber eher als krautige Beilage. Und der römische Historiker Plinius der Ältere berichtet dann von verschiedenen Sorten, die schon im 1. Jahrhundert nach Christus angebaut worden sind. Aber hier stehen eben auch die gesundheitsförderndne Dinge im Fokus. Die römische Geschichte, die römische Kultur, sind ja sehr erfolgsorientiert, und da essen und trinken wir vor allem Dinge, die eine Mehrheitsbevölkerung gesund und stark machen sollen und da spielen eben Salate eine besondere Rolle. Musik: Old civilizations SPRECHERIN Allerdings haben sich die Salatmahlzeiten deutlich davon unterschieden, wie wir heute in Mitteleuropa häufig Salat essen: Die Blätter wurden von den Römern mit Salz haltbar gemacht, eingemacht und fermentiert. Ein bisschen so, wie es auch heute noch in der osteuropäischen oder in der ostasiatischen Küche üblich ist. Mit dem Zusammenbruch des römischen Reichs geht damals auch viel Wissen aus der Antike verloren. Und zwar nicht nur die Fähigkeit, astronomische Berechnungen oder medizinische Operationen durchzuführen, sondern z.B. auch die Kenntnis der gesundheitsfördernden Wirkung von Salat. Zwar essen die armen Menschen in der Zeit des Mittelalters vermutlich auch Salatblätter, aber eher aus Not, gegen den Hunger, und nicht, weil sie damals gesundheitsbewusst sind. MUSIK: Romanesca u. Passamezzo SPRECHERIN Erst mit der frühen Neuzeit, also ungefähr ab dem 15. Jahrhundert, ändert sich das, sagt der Kulturwissenschaftler Gunter Hirschfelder: TAKE 12 (O-Ton Hirschfelder) Der Salat beginnt dann seine zweite Karriere sozusagen im Übergang zur Neuzeit. In der Renaissance des 15. und des 16. Jahrhunderts, als wir die großen Gartenanlagen der europäischen Fürstenhöfe haben, bei denen das Gärtnern zu einer Art Hobby, zu einer Art Schaufenster geworden sind. Wo man zeigen konnte, ich hab viel, ich kann viel und ich weiß viel! Ich habe eine bestimmte Nähe zur Natur. Und jetzt begannen europäische Gärten mehr Sorten von Salatpflanzen zu kultivieren und weiterzuentwickeln und die berühmtesten europäischen Gärten dieser Zeit förderten die Zucht von Salatarten. SPRECHERIN In dieser Zeit wird Salat modern. Er schafft es jetzt in unterschiedlichen Sorten auf die Eßtische der vornehmen Bevölkerung. Er wird sogar zu einem Nachweis der Kultiviertheit und etabliert sich damit als kalte Beilage zu den Hauptmahlzeiten. Und es gibt erste Berichte darüber, dass er mit Essig und Öl angemacht wurde, um ihn zu würzen. MUSIK: La Fürstenberg (17. Jahrhundert) SPRECHERIN Im 17 und 18. Jahrhundert boomt die Züchtung verschiedenster Salatsorten. Der Lattich, der als Urform aller Blattsalate gilt, und wohl ungefähr so aussah wie der heutige Romano-Salat ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Seit der Antike wurde er angebaut und gegessen. Im 17. und 18. Jahrhundert wird er gezüchtet und in Aussehen und Geschmack variiert. So entsteht zum Beispiel der Kopfsalat, aber auch Frisee, Eichblatt und auch der Romano-. Und Salat wird damals für die Ernährung der Bevölkerung immer wichtiger. Nicht nur, weil mehr Sorten verfügbar sind, oder weil Salatessen modern ist, sondern weil sich die Ernährungssituation großer Teile der Bevölkerung in dieser Zeit deutlich verschlechtert. TAKE 13 (O-Ton Hirschfelder) Weil wir in einer Zeit der klimatischen Ungunst sind, der Getreideanbau wurde schwieriger, der Fleischverbrauch ging seit dem späten 16. Jahrhundert stark zurück, Historiker sprechen von der Kleinen Eiszeit seit den 1560er Jahren, die über 200 Jahre andauern sollte. Der Lebensstandard sinkt und v.a. haben wir jetzt mehr Möglichkeiten robuste Salatsorten in den Gärten anzubauen …der Salat, was heute als gesunder Luxus gilt, hat also für die Alltagsbevölkerung eine Karriere sicherlich auch als Notspeisung begonnen. Musik: SPRECHERIN Heute ist es zwar angesagt, Salat zu essen, zumindest in der urbanen gesundheitsbewussten Bevölkerung, aber das ist doch tatsächlich eher ein gesunder Luxus als eine Notspeisung für diejenigen, die mit ihrem wenigen Geld haushalten müssen. Denn Salat ist im Verhältnis zu anderen Nahrungsmitteln nicht günstig und er sättigt auch schlechter als Pommes, Reis, Fleisch, Pizza oder Nudeln. Dass Salat trotzdem von unseren Speisekarten nicht wegzudenken ist, liegt an seinem Ruf als kalorienarme und gesunde Mahlzeit. Aber ob Salat tatsächlich kalorienarm und gesund ist, das hängt ganz entscheidend davon ab, wie wir ihn zubereiten.