Rainald Goetz - Literatur ist Pop
09.11.2021 · 21 Min.
Folgen-WebseiteÜber diese Folge
Manchmal muss Literatur wehtun: Am 25. Juni 1983 schneidet sich der Schriftsteller Rainald Götz vor laufenden Fernsehkameras mit einer Rasierklinge in die Stirn. Dann liest er seinen Wettbewerbstext für den Ingeborg-Bachmann-Preis, während das Blut aufs Manuskript tropft. Den Bachmannpreis nimmt der junge Provokateur aus München damit nicht nach Hause - aber die mediale Aufmerksamkeit ist ihm sicher. Nicht nur wegen der Rasierklinge. Sein Text "Subito" ist tatsächlich gute Literatur, provokant und aufregend. Über die nächsten Jahrzehnte bleibt Götz einer der spannendsten Schriftsteller in deutscher Sprache.
Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
Diesen Podcast durchsuchen
Weitere Folgen
- Die "Wollust" - Wie ein Gefühl zur Sünde wurde
10.11.2021 · 23 Min.
Sie beschäftigte seit jeher Kirche und Philosophie gleichermaßen: die Wollust. Sie galt als Feind der Moral, der Vernunft, als Teufelswerk... aber auch als dynamischer Lebensquell. Was wären wir ohne sie? (BR 2015) Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
- Trümmerliteratur - Schreiben in der Nachkriegszeit
08.11.2021 · 24 Min.
Nach dem Zweiten Weltkrieg liegt Deutschland in Trümmern. Junge Kriegsheimkehrer erzählen vom Grauen der Schlachtfelder und von der Suche nach einem Neuanfang. Sie schreiben, um zu warnen.
- Urin - das verkannte Abwasser
04.11.2021 · 23 Min.
Unsere Nieren produzieren täglich eine Badewanne voll Urin! Der Großteil wird direkt recycelt. Was "unten" rauskommt ist ein Konzentrat voller Abfallstoffe, das viel über unser Innenleben verrät - und ein wertvoller Rohstoff ist. Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.