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Wo die Brände aktuell am schlimmsten wüten und wieso auch Profitgier, neben dem Klimawandel, Schuld an der Brandkatastrophe trägt Es sind Bilder wie aus Katastrophenfilmen – Feuerwehrleute stehen vor unaufhaltbar wütenden Flammenwänden, Rauchschwaden verhängen einen rotgefärbten Horizont, zurück bleiben meist nur verkohlte Baumskelette und verbrannte Erde. Seit Wochen halten Waldbrände den Mittelmeerraum von der Türkei bis Italien in Atem, begünstigt von einer verheerenden Hitzewelle. Wo die Flammen gerade am schlimmsten wüten und worauf sich die Menschen in den Brandregionen noch vorbereiten müssen, erklärt Kim Son Hoang vom STANDARD. Und wir sprechen auch darüber, wieso Profitgier und die Mafia ebenso Schuld an den Waldbränden tragen wie der Klimawandel.
Wieso viele den schnellen Vormarsch nicht kommen sahen, neue Einschätzungen von US-Geheimdiensten und der deutsche Abschiebestopp Die Taliban befinden sich in Afghanistan auf dem Vormarsch – innerhalb weniger Tage fielen zuletzt mehrere Provinzhauptstädte in die Hände der radikalen Islamisten. US-Geheimdienste halten es für wahrscheinlich, dass sie auch die Hauptstadt Kabul schneller als gedacht einnehmen werden. Nun reagieren erste Länder in Europa, die Niederlande und Deutschland wollen nicht mehr nach Afghanistan abschieben. Wieso können die Regierung in Kabul und die afghanische Armee dem Vormarsch der Taliban so wenig entgegensetzen? Und was geschieht, wenn Kabul fällt? Das erklärt Gudrun Harrer.
Roland Weißmann ist der neue ORF-Chef. Wie einflussreich die Funktion ist, wie die Politik bei der Wahl mitmischte und wieso manche sich um die Unabhängigkeit des ORF sorgen Der ORF bekommt einen neuen Generaldirektor – am Dienstag wurde auf dem Küniglberg gewählt. Nicht ganz überraschend entschied sich der Stiftungsrat für Roland Weißmann, den Wunschkandidaten der ÖVP und der Grünen. Aber: Was haben die politischen Parteien eigentlich mit der Wahl des ORF-Chefs zu tun? Wieso sorgen sich manche jetzt um die Unabhängigkeit des Österreichischen Rundfunks? Und wie mächtig ist der ORF-Generaldirektor eigentlich? Darüber spreche ich heute mit Harald Fidler.
Der IPCC-Bericht zeigt auf, wie ernst die Klimakrise ist. Auch uns dürfte sie härter treffen, als viele annehmen – während die Zeit zum Gegensteuern immer knapper wird Verheerende Waldbrände an den beliebtesten Urlaubszielen rund um das Mittelmeer, tödliche Hochwasser in Deutschland, ein Tornado an der österreichischen Grenze – und das alles innerhalb nur weniger Wochen. Diese Extremwetterereignisse zeigen bereits, dass die Klimakrise sich immer weiter zuspitzt. Und nun verdeutlicht ein Bericht des Weltklimarats IPCC: Es dürfte noch deutlich schlimmer werden. Welche Prognose der IPCC-Bericht stellt, was in den kommenden Jahren auf Österreich zukommen dürfte und ob Expertinnen und Experten überhaupt noch Hoffnung haben, erklärt Julia Sica.
Ab 2030 sollen in der EU keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Wie realistisch ist das Ziel? Setzen wir dem Klimawandel damit tatsächlich etwas entgegen? Die Europäische Union will den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2030 verbieten – wer dann einen Neuwagen kauft, muss auf neue Technologien setzen. Den meisten dürften da vor allem E-Autos einfallen – also Fahrzeuge, die mit Batterien und Elektromotor angetrieben werden. Dabei stellen sich Konsumenten viele Fragen: Wie leistbar und ökologisch sind Elektroautos wirklich? Wie sieht es mit alternativen Technologien wie Wasserstoff aus? Und sind Innovationen bei Autos überhaupt der richtige Weg, um der Klimakrise etwas entgegenzusetzen? Darüber sprechen wir heute mit Guido Gluschitsch.
Österreich sucht nach Wegen, die Bevölkerung zur Corona-Impfung zu bewegen. Wie weit ist der Staat bereit zu gehen? Testen, testen, testen – so hieß einst die Devise im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Und Österreich hat im Laufe der letzten Monate tatsächlich ein System an kostenlosen Testmöglichkeiten aufgebaut, um das uns viele andere Länder in Europa beneiden. Mittlerweile gibt es allerdings flächendeckende Impfangebote und nun mehren sich die Stimmen, die die Einstellung der Gratistests fordern. So nach dem Motto: Wer sich nicht impfen lassen will, soll künftig selbst die Kosten fürs Testen tragen. Was für und was gegen Gratistests spricht, wie viel uns Steuerzahlende das alles kostet und warum im Fahrwasser dieser Debatte nun auch über Lockdowns für Nicht-Geimpfte diskutiert wird , darüber sprechen wir heute mit Gudrun Springer.
Eine neue Studie liefert Erkenntnisse zu Impfdurchbrüchen. Und Österreich plant Schutzmaßnahmen für Kinder zum Schulstart im September Je näher der Herbst rückt, umso größer wird die Angst vor der nächsten Corona-Welle. Auch wer schon doppelt geimpft ist, fragt sich: Bin ich wirklich ausreichend geschützt? Eine neue Studie liefert dazu nun Antworten, deshalb sprechen wir heute mit Pia Kruckenhauser darüber. Wenig bringen die Erkenntnisse hingegen den unter Zwölfjährigen – für sie ist noch immer keine Impfung zugelassen. Wie der nahende Schulstart trotzdem möglichst sicher über die Bühne gehen kann, dazu hat das Bildungsministerium heute, Mittwoch, seinen Plan präsentiert. Welche Vorsichtsmaßnahmen geplant sind, ob sich Lehrpersonen wirklich impfen lassen müssen und ob auch die Kindergärten diesmal endlich mitgedacht werden, erklärt Theo Anders.
- 03.08.202121 min
Burgenland warnt vor Situation wie 2015, ÖVP will neues System zur Bewältigung von Migrationsbewegungen. Was Sie wissen müssen Die Situation an den Grenzen ist alarmierend, sagt Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Immer mehr Migranten und Migrantinnen werden in Österreich aufgegriffen – darauf sei das Land und speziell das Innenministerium nicht vorbereitet. Wie prekär die Lage an den Grenzen wirklich ist, woher die vielen Menschen kommen, die bei uns Zuflucht suchen und wie laut Regierungsvertretern eine Situation wie 2015 verhindert werden könnte, darüber spreche ich heute mit Michael Völker und Manuel Escher.
Wieso eine belarussische Sportlerin politische Verfolgung fürchtet und ob Diktaturen überhaupt bei Olympia mitmachen dürfen sollten Stellen Sie sich vor, Sie schaffen es, sich für die Olympischen Spiel zu qualifizieren – und es endet damit, dass sie sich noch vor Ihrem großen Auftritt auf der Flucht befinden. Genau das ist der belarussischen Athletin Kristina Timanowskaja bei den Olympischen Spielen in Tokio passiert. Ihr Hilferuf sorgt nun weltweit für Aufregung. Wie die Läuferin in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zurück nach Belarus gebracht werden sollte, wieso sie Angst um ihre Freiheit hat und wie es jetzt für sie weitergeht, erklärt Martin Schauhuber vom STANDARD. Und wir sprechen auch darüber, ob Diktaturen überhaupt bei den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen sollten und wieso Österreich so zögerlich in diesem Fall agiert.
Der Abschlussbericht des unabhängigen Verfahrensrichters zum Ibiza-Untersuchungsausschuss liegt vor – wen er belastet und wer aufatmen dürfte Eineinhalb Jahre lang hat uns der Ibiza-Untersuchungsausschuss beschäftigt. Es ging um Vorwürfe der versteckten Parteispenden, Bestechlichkeit und Postenschacher in der türkis-blauen Regierung. Nun hat der unabhängige Verfahrensrichter seinen Abschlussbericht präsentiert. Zu welchen Schlüssen er kommt, wer darin be- und wer entlastet wird und wie es mit dem U-Ausschuss nun weitergeht, erklären Fabian Schmid und Renate Graber vom STANDARD.
- 29.07.202123 min
Hunderte Menschen infizierten sich bei "Austria goes Zrce". Was schief lief und was das für Großveranstaltungen bedeutet Eine Woche lang auf einer Insel feiern, sich von den größten DJs beschallen lassen und tagsüber Strand und Meer genießen: All das hat das "Austria goes Zrće"-Festival auf der kroatischen Insel Pag versprochen, nur nicht, dass viele österreichische Besucher und Besucherinnen mit einer Corona-Infektion zurückkehren. Es ist tatsächlich nicht der erste Event in diesem Sommer, der zur Virenschleuder wurde, doch der aktuelle Fall stellt bisher am deutlichsten die etablierten Corona-Sicherheitskonzepte infrage. Was in Zrće schiefgelaufen ist und was das für künftige Großveranstaltungen bedeutet, darüber spreche ich mit Lara Hagen und Jan Michael Marchart. Und Pia Kruckenhauser erklärt uns, wieso in den jüngsten Clustern auch einige Geimpfte zu finden sind und wieso PCR-Testergebnisse trügerisch sein können.
- 28.07.202120 min
Was zu diesen schrecklichen Taten führt und wie man sie verhindern kann Ende Dezember tötet ein junger Familienvater aus Tirol seine beiden Töchter. Das jüngere Mädchen war erst neun Monate alt, ihre Schwester gerade einmal 2,5 Jahre. Es sei ein Mord aus Verzweiflung gewesen, wie der geständige Täter später erklärte. Am Dienstag wurde er nun zu 20 Jahren Haft verurteilt. Und jedes Mal, wenn ein so genannter "Filizid" begangen wird, herrscht Entrüstung und Unverständnis: Was bringt Eltern dazu, das eigene Kind zu töten? Wie konnte das passieren? Wieso hat das niemand verhindert? Weil wir das das genauso schwer nachvollziehen können, wie die allermeisten von uns, sprechen wir heute mit Sebastian Fellner über all diese schwierigen Fragen.
Im Vatikan beginnt ein Jahrhundertprozess: Einem Kardinal wird Geldwäsche, Erpressung, Veruntreuung, Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung vorgeworfen Es ist das erste Mal in der Geschichte des Vatikans, dass dort einem Kardinal der Prozess gemacht wird. Und dabei geht es noch dazu um richtig viel: Geldwäsche, Erpressung, Amtsmissbrauch und Betrug in Millionenhöhe. Die Italienische Presse spricht von einem Jahrhundertprozess. Geleitet wird das Verfahren von einem der berühmtesten Mafia-Jäger des Landes. In welche krummen Geschäfte der Kardinal verstrickt gewesen sein soll, ob er dafür ins Gefängnis wandern könnte und warum der Fall wahrscheinlich bis zum europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vordringen dürfte, erklärt STANDARD-Korrespondent Dominik Straub aus Rom.
Der Kanzler bremst beim Klimaschutz – für die Grünen ein Problem. Wieso die ÖVP sich gegen den Koalitionspartner stellt und was das für die Zukunft der Regierung bedeutet In der türkis-grünen Regierung kriselt es – aber diesmal so richtig. Grund dafür sind die Differenzen in Sachen Klimaschutz. Bundeskanzler Kurz stellt sich auf die Seite der Autofahrerlobby und Industrie, Vizekanzler Kogler sieht darin eine Klimapolitik von gestern, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft widerspricht. Und nicht nur hier gibt es Differenzen, auch in Fragen der Justiz gehen die Parteien auseinander. So gab Kurz erst jüngst bekannt, dass er bei einer drohenden Anklage gegen ihn wegen Falschaussagen im Ibiza-Untersuchungsausschuss nicht zurücktreten würde. Was es mit all diesen Streitigkeiten auf sich hat und ob die türkis-grüne Regierung am Scheidepunkt steht, erklärt uns heute Katharina Mittelstaedt.
- 23.07.202119 min
Kann uns Technologie vor der Katastrophe bewahren? Heißt Klimaschutz wirklich Verzicht? Oder ist der Kanzler auf einem Irrweg, der auch die Regierung sprengen könnte? Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich zum ersten Mal seit langer Zeit zum Klimaschutz geäußert. Ihm zufolge muss der technologische Fortschritt uns den Sieg gegen die Erderwärmung bringen, dass wir unser eigenes Verhalten ändern und so unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern sei für Kurz ausgeschlossen. Das wäre laut dem Kanzler ein Schritt zurück in die Steinzeit. Was zunächst sehr bequem für uns alle klingt, wäre laut Experten und Expertinnen aber ein fataler Irrweg und auch Umweltministerin Leonore Gewessler zeigt sich irritiert. Wie daneben oder richtig die Einstellung des Kanzlers zur Klimapolitik ist und ob wir für Klimaschutz wirklich zu einem primitiven Leben zurückkehren müssen, erklärt uns Nora Laufer. Und wir sprechen auch darüber, welche politischen Konsequenzen das für die türkis-grüne Regierung haben könnte.
Der Start am Freitag in Tokio steht unter keinem guten Stern. Was uns Neues erwartet, wieso Geld gewinnt und manche Rekorde unschlagbar sind Am Freitag starten mit einem Jahr Verspätung die olympischen Sommerspiele in Tokio. Bereits im Vorfeld wurde die Austragung aufgrund der Pandemie heftig kritisiert. Deshalb spreche ich heute mit meinem Kollegen Philip Bauer darüber, wie hart Corona diese Spiele wirklich trifft, ob sie zu einem riesigen Verlustgeschäft werden, aber vor allem auf welche sportlichen Neuerungen und Höchstleistungen wir uns auch aus österreichischer Sicht freuen dürfen. Und ich frage ihn auch, welche Rolle Doping und Geld bei der Medaillenjagd spielen und wieso manche Weltrekorde unschlagbar scheinen.
- 21.07.202126 min
Steigende Infektionszahlen trotz Corona-Impfung erhöhen den Druck, Skeptiker und Unwillige zu überzeugen Es ist einer der vielen Widersprüche dieser Coronapandemie: Die Infektionszahlen steigen wieder - dank Deltavariante - und gleichzeitig lassen sich immer weniger Österreicher und Österreicherinnen gegen das Virus impfen. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist Umfragen zufolge nicht gewillt, sich immunisieren zu lassen. Und dadurch wird die Pandemie mit all ihren Unannehmlichkeiten und Gefahren weiter in die Länge gezogen. Deshalb hat sich nun die Debatte über eine Impfpflicht verschärft. Was für und was gegen einen verpflichtenden Coronastich spricht und ob und wie diese Impfpflicht in Österreich zur Realität werden könnte, das erklären uns Gabriele Scherndl und Pia Kruckenhauser vom STANDARD.
- 20.07.202124 min
Klimawandel, schlafende Politik, mangelhafter Schutz: Die Katastrophe in Deutschland und Österreich hat eine Debatte über Versagen und Fehler ausgelöst Die Berichte, die uns seit vergangener Woche erreichen, sind wirklich dramatisch. Überschwemmungen in Deutschland und Regionen in Westeuropa haben hunderte Todesopfer gefordert. Und auch in Österreich stehen Menschen nach der Flut vor Trümmern und Millionenschäden. Während die Aufräumarbeiten seit dem Wochenende auf Hochtouren laufen, wird jetzt die Debatte über die Fehler und Schuldigen in dieser Katastrophe immer lauter. Deshalb sprechen wir heute mit Stefanie Ruep über die Situation in Salzburg und Hallein und welche Umstände dort zu den massiven Überschwemmungen geführt haben. Danach erzählt uns Colette Schmidt aus Berlin über das angebliche Versagen des Katastrophenschutzes in Deutschland und wie die Politik die Situation ausschlachtet. Und im Anschluss erklärt uns noch Julia Sica, wieso der menschgemachte Klimawandel und die zunehmende Bodenversiegelung uns noch viele Katastrophen dieser Art bescheren dürften und ob und was wir dagegen tun können.
- 19.07.202126 min
Polizei und Geheimdienste weltweit nutzen nicht nur zur Verbrechensbekämpfung eine israelische Abhörsoftware. Was wir wissen und was der Fall für Österreich bedeutet Hunderte Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Politiker, darunter auch Staatsoberhäupter, sind offenbar ins Visier von Geheimdiensten und Polizeibehörden geraten. Dafür genutzt wurde eine israelische Spionagesoftware namens Pegasus. Was wir über diese Lauschangriffe wissen, wer dabei wen ins Visier nimmt und welche Implikationen der Fall für Österreichs lange geplanten Bundestrojaner hat, darüber sprechen wir mit Georg Pichler und Fabian Schmid vom STANDARD.
Die Lage in den betroffenen Gebieten, wie es weitergeht und ob ähnliche Extremwetterereignisse durch den Klimawandel bald Alltag werden Über hundert Menschen sind durch Starkregenfälle und Überflutungen in Deutschland und Belgien ums Leben gekommen – mehr als tausend Personen werden noch vermisst. Wie es nach der verheerenden Flutkatastrophe weitergeht, ob es womöglich auch Österreich noch erwischen könnte und ob solche Hochwasser durch den Klimawandel bald zum Alltag gehören, erklären Manuel Escher und Julia Sica vom STANDARD.