
„Es ist zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben."
Mit diesem Satz beschreibe ich in der Folge einen Mann, bei dem der Beruf läuft und die Beziehung harmonisch ist. Trotzdem merkt er: Da geht doch mehr. Ich spreche über die drei Arten von Männern, die zu uns in die MännerAkademie kommen. Bisher habe ich gedacht, es seien zwei. In den letzten Tagen ist ein dritter aufgetaucht, und ihn möchte ich heute besonders ansprechen.
Der erste Typ spürt den Leistungsdruck am stärksten. Bei ihm lässt die Nähe in der Beziehung so weit nach, dass eine Trennung im Raum steht. Dann geht ihm ein Licht auf, und ich gebe seine Gedanken so wieder: „Das Problem ist, dass ich mich so weit von mir entfernt habe, dass ich mich gar nicht mehr so einbringe, wie ich eigentlich bin." Und: „Ich mache meinen Teil, aber dennoch fehlt die Lebendigkeit."
Der zweite Typ merkt es subtiler und ist deshalb schwerer zu finden. Er hat sich mit sich beschäftigt und ist klar, aber in einer geschlossenen Klarheit: Wer A macht, weiß, dass B kommt. Ins Staunen versetzt ihn erst die offene Klarheit. Dabei steht fest, dass er seinen Weg gehen will, und offen bleibt, wohin er führt. Ich sage dazu: „Das muss ich erst herausfinden, aber diese Gefährlichkeit oder dieses Abenteuer macht es lebendig."
Der dritte Typ ist der Mann, der mir am Tag vor der Aufnahme begegnet ist. Er hat an sich gearbeitet, weil es irgendwo brannte, und die größten Brandherde sind inzwischen eingedämmt. Nun stellt er sich die Frage: „Warum stört es mich, dass ich aktuell kein Problem finde?" Ihm gratuliere ich zuerst: „Ich möchte ihn beglückwünschen dafür, dass er es geschafft hat, sämtliche Brandherde erst mal so einzudämmen, dass aus den lodernden Häuserbränden ein gemütliches Kaminfeuer geworden ist." Wer anerkennt, was er sich erarbeitet hat, bei dem kommt der nächste Schritt von allein, aus eigener Motivation. Wer es nicht anerkennen kann, bleibt in der Schleife und sucht das nächste Problem, obwohl gar nichts los ist.
Das Dilemma dahinter fasse ich so zusammen: „Insgeheim suchen wir Menschen nach Intensität und haben gleichzeitig Schiss davor." Mit Intensität umzugehen lernen die Männer bei uns durch ein körperliches Training und den Austausch mit anderen Männern.
Nächstes Mal geht es um die Potenzanalyse, ein 1:1 Gespräch mit uns.
Am Montag um 19 Uhr zeige ich dir im kostenlosen Live-Workshop, wie du die Fähigkeit entwickelst, unter Druck ruhig, klar und kraftvoll zu bleiben. Live-Workshop