Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Mitteldeutscher Rundfunk
379
21.10.2026
Beschreibung
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

Noch keine Episoden ausgewertet.

Episoden
  1. In der Region um Belgorod in Russland hat es in den vergangenen Tagen Kämpfe gegeben. Russische Milizen verwickelten die russische Armee in Gefechte. Nach eigenen Angaben handelte es sich bei den Gruppen um die „Legion Freiheit für Russland“ und „Das russische Freiwilligencorps“. Zumindest eine von beiden kämpft eigentlich in der Ukraine gegen Russland. Die Kämpfer überschritten die Grenze zu Russland und „befreiten“ einige kleinere Dörfer, bis sie von der russischen Armee zurückgedrängt wurden. Im Podcast sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, was man über die Angreifer weiß und wie die Vorfälle einzuordnen sind. Für Bühler ist klar: Der russische Grenzschutz hat sich blamiert. Eine kleine Gruppe von Kämpfern habe mit dieser Aktion für weltweites Aufsehen gesorgt. Das sei ein positiver Punkt aus Sicht der Ukraine. Dem gegenüber stünden mehrere negative Aspekte aus ukrainischer Sicht. Bühler sagt, der Vorstoß der Milizen auf russisches Gebiet sei unsinnig und werde im Westen kritisch gesehen. Die aktuelle Lage: Die Gefechtstätigkeit im Raum Bachmut hat laut Bühler deutlich nachgelassen. Die Wagner-Truppe hat ihren Abzug angekündigt und will ihre Stellungen an die russische Armee übergeben. Ein schwieriges und laut Bühler für russische Soldaten gefährliches Unternehmen. Weitere Themen: Wie wahrscheinlich sind ukrainische Attacken auf die Brücke von Kertsch im Osten der Krim? +++ Angriff auf die russische Marine mit ferngelenkten Booten. +++ Sollte Deutschland Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern? +++ Bei der Bundeswehr werden Nachbestellungen auf den Weg gebracht: Es geht um Leopard 2-Panzer in der Variante A8 und Haubitzen. Bühler findet die Pläne aus mehreren Gründen bemerkenswert. Und eine Bitte an Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar noch bis zum 28. Mai hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  2. In dieser Ausgabe sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Lieferung von Kampfjets an die Ukraine. Die USA haben offenbar erlaubt, dass andere Länder Kampfjets des US-Typs F-16 liefern dürfen. Bühler sagt, dabei handle es sich weder um eine Wunderwaffe noch um einen Gamechanger. Die Ukraine erweitere damit aber ihre Fähigkeiten. Im Detail erklärt der General, welche Vorteile die F-16 gegenüber den Jets hat, die die Ukraine bisher einsetzen kann. Es gibt aber einige offene Fragen bei dem Thema: Wer wird liefern? Es gibt Absichtsbekundungen, aber noch keine konkreten Zusagen. Welche Rolle wird Deutschland spielen, das selbst keine F-16 hat? Und warum liefern die USA selbst nicht? Bühler gibt seine Einschätzungen dazu ab. Bachmut: Die Russen haben am Wochenende verkündet, die Eroberung der Stadt sei abgeschlossen. General Bühler erklärt, die russische Armee habe die westliche Stadtgrenze erreicht. Das heiße aber nicht, dass sie die ganze Stadt unter Kontrolle habe. Die ukrainische Armee habe sich in ausgebaute Stellungen auf Höhen am Rande der Stadt zurückgezogen. Von dort könnten sie die Stadt beschießen. Und: Im Norden und Süden der Stadt seien Gegenangriffe der Ukraine erfolgreich verlaufen. Bühlers Fazit: Die Ukraine hat in Bachmut trotz des Verlusts der Stadt mehrere Ziele erreicht. Russland Sieg sei ein Pyrrhussieg. Aktuelle Lage: Die Russen greifen weiter mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen Ziele in der Ukraine an, um die ukrainische Luftabwehr auszutesten, zu binden und bei der Munition an Grenzen zu bringen. Bis auf die Kämpfe bei Bachmut tut sich vergleichsweise wenig an der Front. Themen bei den Hörerfragen: Der Status als Kriegspartei für die westlichen Unterstützer der Ukraine. +++ Eine Wehrpflicht in Deutschland? +++ Und: Wie der Krieg die Menschen verändert, die ihn von außen ständig betrachten. Zwei Hinweise in eigener Sache: Es gibt eine erfreuliche Nachricht für Tim Deisinger und Erhard Bühler. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr verleiht dem Podcast „Was tun, Herr General?“ seinen Medienpreis für herausragende Leistungen, den „Goldenen Igel“ in der Kategorie Internet. Die Jury lobt dabei die sachliche und verständliche Einordnung der Geschehnisse des Ukraine-Kriegs. Und eine Bitte an alle Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  3. Kiew und andere Städte erleben in den letzten Tagen massive russische Luftangriffe. Dabei setzt die russische Armee ihre "Wunderwaffe" Kinschal, eine Hyperschall-Rakete, ein. Nun meldete die ukrainische Seite, dass sie sechs Kinschal abgeschossen hat. Ex-NATO-General Erhard Bühler kommentiert das mit den Worten: Der Mythos der Kinschal ist weg. Für ihn ist die Meldung ein Beleg, dass die erste abgefangene Kinschal von Anfang Mai kein Glückstreffer war. Er führt den Erfolg auf das Patriot-System zurück, das die Ukraine seit Kurzem nutzt. Bühler sagt, dass man die Kinschal-Sache aber einordnen müsse. Der Angriff auf Kiew und andere Städte erfolge auch mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern von Schiffen und mit Drohnen. Vor allem ist die Folge aber ein #Spezial rund um die Fragen der Hörerinnen und Hörer. Folgende Fragen beantwortet Erhard Bühler: Wie sinnvoll sind Farbmarkierungen an den Tarnuniformen? Was bedeutet ein „besetztes Gebiet“? Warum verstärkt Russland die Truppen in Bachmut nicht? Wie zieht man große Truppenteile unentdeckt zusammen? Welche Quellen sollte man nutzen, um sich über den Krieg zu informieren? Was sollte Moldawien gegen die russischen Soldaten in Transnistrien tun? Dürfen nicht-tödliche chemische Waffen (Pfefferspray) im Krieg eingesetzt werden? Wieso hört man nichts mehr von türkischen Drohnen auf Seiten der ukrainischen Armee? Warum geht die russische Armee so brutal vor? Welchen völkerrechtlichen Status haben die Wagner-Söldner? Wozu braucht Putin eigentlich die Wagner-Söldner? Warum beteiligen sich die EU-Länder so unterschiedlich an den Waffenlieferungen? Wie kommt es, dass viele Rüstungsgüter trotz Sondervermögen nicht bestellt wurden? Sind Ch-55-Raketen vergleichbar mit den deutschen Taurus-Raketen? Warum diskutieren wir nicht die Rückkehr zur Wehrpflicht? Wie sieht es mit der Verweigerung des Kriegsdienstes in der Ukraine aus? Warum werden die Umweltschäden des Krieges kaum thematisiert? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Sie können auch gern für diesen Podcast abstimmen beim Publikumsvoting zum Deutschen Podcastpreis.

  4. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über Marschflugkörper, die der Ukraine gerade jetzt sehr helfen könnten. "Storm Shadow" heißen sie, geliefert hat sie Großbritannien. Bühler erklärt zunächst, wie sie funktionieren und welche Reichweite sie haben. Er sagt, dass die Marschflugkörper der Ukraine helfen werden, ihre Offensive vorzubereiten, weil sie weit hinter der Front Brücken, russische Depots und Führungseinrichtungen treffen können. Unklar ist noch, ob die "Storm Shadow" schon eingesetzt wurde oder nicht. Zur aktuellen Lage: Bühler sagt, dass die Ukraine mitten in der Vorbereitung ihrer Offensive stecke. Das belegt er mit einer Reihe von gezielten Attacken gegen russische Ziele hinter der Front. Außerdem gebe es weitere Gegenangriffe der Ukraine bei Bachmut. Bühler sagt dazu, die Russen hätten offenbar hohe Verluste erlitten und Teile ihrer Stellungen aufgegeben. Können die Ukrainer die Stadt also doch dauerhaft halten? Die russische Armee verhält sich laut Bühler derzeit überwiegend defensiv. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland besucht und mit Kanzler Olaf Scholz gesprochen. Von der Bundesregierung gab es ein Gastgeschenk in Form weiterer militärischer Unterstützung, das sich laut Bühler sehen lassen kann. Außerdem ging es um die Kampfjet-Debatte und Voraussetzungen für Friedensverhandlungen. Im Podcast sprechen wir darüber, wie der Besuch Selenskyjs zu bewerten ist. Weitere Themen: Es gibt weiter Diskussionen um den Abschuss einer russischen Kinschal-Rakete. +++ Russland will aus dem KSE-Vertrag aussteigen. Droht ein neues Wettrüsten? +++ Stichwort Diplomatie: Tut die Bundesregierung zu wenig? Eine Bitte an alle Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  5. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Lage in und bei Bachmut. Über Wochen waren russische Soldaten dort – wenn auch langsam – auf dem Vormarsch. Nun aber hat es einen erfolgreichen ukrainischen Gegenangriff gegeben. Bühler spricht von einem taktischen Erfolg, der bemerkenswert sei. Die Ukrainer hätten nun mehr Luft bei der Versorgung ihrer Einheiten in Bachmut. Überbewerten dürfe man den Erfolg aber nicht, vorerst handle es sich um ein örtliches Ereignis. Der ukrainische Erfolg bei Bachmut hat offenbar den Streit zwischen Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin und der russischen Führung weiter eskalieren lassen. Erstmals hat Prigoschin Russlands Präsident Wladimir Putin direkt angegriffen, zumindest lässt sich ein viel beachtetes Video so interpretieren. Aktuelle Lage: Die Russen setzen ihre Attacken aus der Luft auf Ziele in der Ukraine fort. Bühler sagt, die Russen testeten offenbar die ukrainische Luftverteidigung gezielt aus. Außerdem geht es um "neue" russische Waffen. Es handelt sich um sogenannte Gleitbomben. Sie werden viele Kilometer vom Ziel entfernt von Flugzeugen abgeworfen. Die Jets selbst sind deswegen weniger von der Flugabwehr bedroht. Können die russischen Gleitbomben den Krieg verändern? Und wir werten die Militärparade in Moskau zum Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland aus, die einige interessante Details bot. Eine Bitte an alle Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  6. In dieser Folge spricht Moderator Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über den wahrscheinlichen Abschuss einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal. Es wäre das erste Mal, das so etwas gelungen ist. Bühler erklärt genau, wie die Kinschal funktioniert und welche Schwächen die Ukrainer ausgenutzt haben könnten. Noch sei nicht erwiesen, ob man wirklich von einem historischen Moment sprechen könne. Ein weiteres Thema sind die intensiver gewordenen Angriffe der Russen. Bühler weist darauf hin, dass Attacken mit Raketen, Marschflugkörpern und Kamikaze-Drohnen in den Nächten wieder zum Alltag der Ukrainer gehörten. Ziel der Russen sei offenbar, die ukrainische Luftverteidigung zu testen. Außerdem wollten sie möglicherweise die Abwehrraketen der Ukrainer dezimieren. Bühler geht auch auf Berichte ein, nach denen die Wirkung der Himars-Systeme nachlasse. Grund seien russische Störsender. Bühler bestätigt, dass diese Sender sehr effektiv seien. Dennoch beeunruhigten ihn diese Meldungen nicht. Warum, erklärt er ausführlich. Deisinger und Bühler kommen auch auf die Lage in Bachmut zu sprechen. Das von den Ukrainern kontrollierte Gebiet werde zunehmend kleiner. Auch der russische Einsatz von Phosphor-Bomben bereitet dem Ex-General Sorgen. Im Zusammenhang mit der Lage in Bachmut bewertet der Ex-General ein Video des Chefs der Söldner-Truppe Wagner, Jewgeni Prigoschin. Darin beschimpft er unter anderem den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu und klagt über Munitionsmangel. Bühler zufolge will der Wagner-Chef aber in Wahrheit von seinem eigenen Versagen ablenken. Er hoffe, dass sich Prigoschin irgendwann vor einem Internationalen Strafgerichtshof für seine Kriegsverbrechen verantworten müsse. Eine Bitte an alle Fans des Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcastpreis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  7. Drohnen über dem Kreml – über diese Meldungen wird gerade viel diskutiert. Bilder zeigen ein Flugobjekt, welches kurz vor seinem Aufschlag explodiert. Russland spricht von einem Attentatsversuch auf Präsident Wladimir Putin. Es wird wild spekuliert, wer dahintersteckt. Die Ukrainer? Die Russen selbst? Widerstandsgruppen? Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen die verschiedenen Theorien durch. Bühler verweist darauf, dass der Kreml nach dem Vorfall sehr schnell reagiert hat. Eine False-Flag-Aktion der russischen Seite hält er deswegen für hochwahrscheinlich. Ein mögliches Motiv gebe es auch. Bei den Ukrainern sehe er kein Motiv, sagt Bühler und führt näher aus, warum. Aktuelle Lage: Die Intensität der russischen Angriffe entlang der Front nimmt weiter ab. Bühler sagt, man könne ziemlich sicher sein, dass die Russen aus operativer Sicht in die Verteidigung gegangen seien. Bei Cherson hält die ukrainische Armee weiter einen kleinen Brückenkopf am Ostufer des Dnipro mit Aufklärungseinheiten. In dieser Region haben die Russen außerdem ein ukrainisches Treibstofflager zerstört. Die Ukraine wiederum attackiert Versorgungsadern der Russen im Hinterland, auch auf der Krim. Weitere Themen: Der geplante Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Deutschland. +++ Die geplante Aufstockung der Bundeswehr auf 203.000 Soldaten. Sollte die Armee für ausländische Bewerber geöffnet werden? Ex-General Bühler ist skeptisch. +++ Fragen von Hörerinnen und Hörern. Hier der Podcasttipp von Tim Deisinger: Kinder der Flucht Und eine Bitte an alle Fans des Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcastpreis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  8. Ex-Nato-General Erhard Bühler rechnet damit, dass die Ukraine ihre Offensive bald starten wird. Die russische Armee scheine selbst keine größeren Offensivaktionen zu planen. Dazu fehle es offensichtlich auch an Reserven. Stattdessen stärke Russland seine Verteidigungsstellungen an der Front. Das mache es für die Ukraine schwerer, mit ihrer Offensive zum Erfolg zu kommen, so Bühler. Andererseits müsse die Ukraine genug Material und Munition zusammenziehen, um Erfolg zu haben. Die aktuelle Lage: Die russische Armee hat die Raketenangriffe auf Ziele in der Ukraine wieder intensiviert. Das sorgt für weitere Zerstörung in den Städten. Außerdem gibt es Zahlen zu den hohen russischen Verlusten bei Bachmut. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  9. Chinas Präsident Xi Jinping hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Das ist etwas Besonderes, denn dies ist das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Beide Seiten haben sich im Anschluss positiv zu dem Gespräch geäußert. China will demnach einen Sondergesandten schicken, der mit Russland und der Ukraine reden solle. Im Podcast sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, inwieweit China helfen kann bei der Beendigung dieses Krieges. Mit Blick auf die Pläne mit einem Sondergesandten oder einer Sondergesandten sagt Bühler: Das ist ein positiver erster Schritt. Die Frage sei aber, ob Russland und die Ukraine überhaupt ein Interesse an einer Vermittlung hätten. Er skizziert, wie ein Weg zu Friedensverhandlungen aussehen könnte. Aktuelle Lage: Die Kämpfe konzentrieren sich weiter bei Bachmut und Awdijiwka. Die Russen kommen langsam voran. Bei Bachmut versuchen sie von Süden, die Einkreisung der Stadt zu vollenden. Ex-General Bühler geht aber davon aus, dass sich die Ukraine zurückzieht, bevor es dazu kommt. Daneben zeichnen sich Entwicklungen für die kommenden Wochen ab. Erneut geht es auch um die Truppen der Ukraine, die den Dnipro bei Cherson überquert haben. Die Bundeswehr und ihr oberster Dienstherr Boris Pistorius: Er will die Ausstattung der Bundeswehr verbessern. Und das soll schnell gehen. Er sagt, da gebe es zu viele Fesseln, die man sich in den vergangenen Jahren selbst angelegt habe bei der Beschaffung. Das will er ändern. Bühler findet das gut. Es gebe viel zu viele Vorschriften, die bei der Beschaffung eingehalten werden müssten. Hörerfragen: Warum wird bei der Unterstützung der Ukraine immer nur über Kampfflugzeuge gesprochen, nicht aber über Kampfhubschrauber? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  10. Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen im Podcast über eine Meldung, die viele hat aufhorchen lassen: Ukrainische Truppen sollen bei Cherson den Dnepr überquert haben und nun am Ostufer stehen. Das haben einige russische Blogger und das amerikanische Institute for the Study of War gemeldet. Bühler sagt, das seien nicht die ersten Meldungen dieser Art. Meistens handle es sich dabei um Aufklärungskräfte. Im aktuellen Fall seien einige Soldaten mit Booten übergesetzt. Die russischen Kräfte seien dort sehr schwach besetzt. So sei es möglich, dass ukrainische Aufklärungstrupps teilweise über Tage am Ostufer des Dnepr blieben. Dass es sich um Vorboten einer ukrainischen Offensive handle, sei möglich. Für wahrscheinlich hält es Bühler aber nicht. Zur aktuellen Lage: Es gibt derzeit zwei Schwerpunkte im militärischen Geschehen, sagt Bühler. Einmal der Raum Awdijiwka, westlich von Donezk. Dort gebe es heftige Kämpfe, der ukrainischen Armee drohe die Einkreisung. Noch halte sie aber ihre Stellungen. Und natürlich Bachmut, wo sich der Ring um die Stadt weiter schließe. Die zähen russischen Erfolge werden laut Bühler vor allem von den Wagner-Söldnern erreicht. Die Ukraine halte ihre Versorgungswege jedoch weiter offen. An anderen Frontabschnitten sei es vergleichsweise ruhig. Bühler vermutet deswegen, dass die Russen ihre Ressourcen derzeit schonen, um einer ukrainischen Offensive zu begegnen. In der russischen Führung scheine es auch widerstreitende Meinungen zu geben: Die einen wollten wie Präsident Putin mehr Land erobern, die anderen vor allem die aktuellen Gebiete halten. Militärhilfe für die Ukraine: Es gab wieder ein Ramstein-Treffen. Dabei gab es keine Entscheidungen zu Kampfflugzeugen – aber weitere entsprechende Forderungen der Ukraine. Bühler bleibt bei seinem Standpunkt: Deutsche Tornados und auch die Eurofighter kommen für die Ukraine eher nicht in Frage. Warum, das führt Bühler näher aus. Anders sehe es mit den amerikanischen F-16-Kampfflugzeugen aus. Sie könnten eine gute Lösung für die Ukraine sein. Äußerungen des Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius sorgen für Diskussionen. Er hat in einer Talkshow gesagt, dass Angriffe der Ukraine gegen militärische Ziele in Russland normal seien. Bühler sagt dazu: Pistorius hat Recht. Völkerrechtlich habe die Ukraine das Recht dazu. Zum Ende des Podcasts sprechen Bühler und Deisinger noch einmal über eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  11. In dieser Folge spricht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über die bevorstehende Offensive der Ukraine. Die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maliar hat verkündet, dass "komplexe Maßnahmen" im Osten der Ukraine "bereits im Gange" seien. Bühler ordnet diese Äußerung ein und beantwortet mehrere Fragen, die mit der geplanten Offensive im Zusammenhang stehen. Was bedeutet das Journalistenverbot für die Frontabschnitte? Ist es wahrscheinlich, dass ein ukrainischer Aufmarsch von russischer Seite unbemerkt vonstattengehen kann? Der Ex-Nato-General erkennt außerdem Hinweise, dass Russland seine Strategie geändert hat. Die russische Armee konzentriere sich jetzt auf die Angriffe gegen frontnahe Städte. Was könnte der Grund dafür sein? Weiterhin geht er auf Meldungen ein, nach denen die Ukrainer angeblich die besetzte Stadt Nowa Kachowka angegriffen haben. Beschießen die Ukrainer wirklich Städte? In dieser Folge werden Deisinger und Bühler auch noch einmal grundsätzlich und blicken auf die Nato. Der Ex-General begründet ausführlich, warum die Nato "gut" ist und kein Angriffsbündnis. Russland habe keinen Grund, sich bedroht zu fühlen. Außerdem erklärt er, warum er ganz sicher ist, dass die Nato der Ukraine keine Zielkoordinaten liefert. Deisinger und Bühler blicken in dieser Folge auch ein bisschen über den Tellerrand. Im Sudan musste die Bundeswehr einen Evakuierungsversuch abbrechen. Berichten zufolge sollten 150 Deutsche ausgeflogen werden. Ex-General Bühler widerspricht klar der Kritik, dass die Aktion dilettantisch durchgeführt worden sei. Dabei führt er auch aus, wie aufwändig solche Rettungseinsätze geplant werden. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  12. Russisch-chinesische Allianz: Chinas Außenminister Li Keqiang war in Russland. Präsident Putin sagte danach, es gebe einen engen Austausch und bei Länder kooperierten militärisch. Li sprach von einer starken und stabilen Allianz. Die Einschätzung von Ex-Nato-General Erhard Bühler: Bei dem Bündnis steckt nicht so viel dahinter, wie es suggeriert wird. China habe kein Interesse an einer Eskalation des Kriegs in der Ukraine. Putin wolle chinesische Waffen, habe die aber bisher offenbar nicht bekommen. Bei alldem spielt aber auch der Taiwan-Konflikt eine Rolle. China beansprucht die Insel für sich und hat immer wieder deutlich gemacht, dieses Ziel auch militärisch durchsetzen zu können. Das muss einem Sorgen machen, so Bühler. Er warnt davor, schon jetzt eine militärische Konfrontation des Westens mit China herbeizureden. Zur aktuellen Lage: Die Russen vermelden weitere Erfolge in und bei Bachmut. Steht die vollständige Eroberung der Stadt bevor? Das ist möglich, lässt sich aber von außen nicht seriös prognostizieren, sagt Bühler. Eingekesselt sei die Stadt nicht, ein Rückzug der ukrainischen Armee sei weiter möglich. Was würde passieren, falls die Russen Bachmut eroberten? Bühler sagt, es wäre ein Sieg von symbolischer Bedeutung, aber wegen der hohen Verluste auch ein Pyrrhussieg. Angela Tesch und Bühler sprechen außerdem über das westliche Engagement im Ukraine-Krieg. Hintergrund sind Äußerungen des Chefs der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen. Der fordert mehr Anstrengungen für die Ukraine. Der Westen müsse bei seiner Hilfe „aufs Ganze“ gehen. Bühler sagt dazu, der Westen müsse vor allem langfristig planen, um die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten. Bei den Hörerfragen geht es dieses Mal unter anderem um die Erfolgsaussichten bei einer ukrainischen Gegenoffensive, die Rolle von Moldau im Ukraine-Krieg und die geleakten US-Geheimpapiere. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  13. In dieser Folge stellt Angela Tesch Ex-Nato-General Erhard Bühler die Frage: Wie lange können die Ukrainer Bachmut noch halten? Bühler zufolge ist die Lage am Boden unverändert. "Die ukrainische Verteidigung hält", meint der Ex-General. Die Russen hätten drei Viertel der Stadt eingenommen. Die Behauptung des russischen Generalstabs, dass Bachmut eingekesselt sei, hält Bühler für verfrüht. Er führt aus, welche Ausweichmöglichkeiten die Ukrainer noch haben. Der Ex-General lobt in dieser Folge außerdem die Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland bei der geplanten Lieferung von "MiG 29"-Kampfjets. Die fünf Jets, um die es geht, stammen ursprünglich aus Beständen der Nationalen Volksarmee der DDR. Außerdem kommen Tesch und Bühler noch einmal auf die geleakten US-Geheimdienstdokumente zu sprechen. Neu ist, dass in den US-Medien ein möglicher Urheber der Leaks präsentiert wird. Ein Angestellter soll die Geheimdienstinformationen aus einer US-Militärbasis heraus geschmuggelt haben. Bühler spricht von einem "systemischen Fehler". Warum bereitet der Vorfall US-Präsident Joe Biden keine Sorgen? Sollten die Russen mit der Veröffentlichung der Daten verwirrt werden? Auf diese Fragen geht der Ex-General ausführlich ein. Ein weiteres Thema sind Berichte der BBC und britischer Zeitungen über knapp 100 Nato-Spezialkräfte in der Ukraine. Sie seien im Februar und im März im Einsatz gewesen. Bühler erklärt, warum er einen Nato-Spezialkräfte-Einsatz in der Ukraine für ausgeschlossen hält. Dennoch könne es sein, dass im Auftrag der Nato in der Ukraine Aufgaben durchgeführt werden. Welche sind das? Warum gibt es in der internationalen Welt wegen der Berichte keinen Aufschrei? Darauf hat Bühler klare Antworten. Tesch und Bühler sprechen auch über ein Video, auf dem ein ukrainischer Soldat offenbar von einem russischen Soldaten ermordet wird. Dem Opfer wird der Kopf abgeschnitten. Ob das Video echt ist, steht laut Bühler noch nicht fest. Klar sei, dass Russland im Gegensatz zur Ukraine systematisch Kriegsverbrechen begehe. Deutet das auf eine Schwäche der Russen hin? In welcher Verfassung sind die russischen Soldaten? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  14. Zur aktuellen Lage: Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht in den vergangenen Tagen wenig Bewegung bei der militärischen Lage, aber einige bemerkenswerte andere Entwicklungen. Zuerst nennt er einen Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine. Das zeige, dass es bei diesem Thema Gesprächskanäle zwischen den Kriegsparteien gebe. Daneben habe es wieder neue Luftschläge gegeben. In Bachmut werde die Lage für die Ukraine immer schwieriger. Parallel plane sie weiter an ihrer Gegenoffensive. Und: Eine bemerkenswerte Äußerung aus Russland. Im Netz kursieren US-Geheimpapiere. Sie betreffen auch die Unterstützung der Ukraine durch die USA und die Nato. Ein Teil der Dokumente ist wohl echt, ein Teil scheint aber auch gefälscht zu sein. US-Geheimdienstler sprechen von einem „Albtraum“. Bühler findet diese Wortwahl angemessen. Die Dokumente sähen echt aus. Und sie säten Misstrauen in den US-Diensten und bei den westlichen Verbündeten. Außerdem könnten sie Auswirkungen auf die ukrainische Frühjahrsoffensive haben. Und: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius scheint in seinem Ministerium und bei der Beschaffungsbehörde für die Bundeswehr durchgreifen zu wollen. Es gibt personelle Veränderungen und einige Kritik daran. Auch das ordnen wir im Podcast ein. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  15. Bis zum 18. April wird Moderator Tim Deisinger von Angela Tesch vertreten. In dieser Folge spricht sie mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über die ausgebliebene russische Großoffensive im Winter. Bühler registrierte in den letzten Monaten lediglich "Offensivhandlungen taktischer Art". Was er damit meint, erklärt er ausführlich. Dabei geht er auch auf die "dezentrale Führung" der Russen ein. Dennoch dürfe man die Russen nicht unterschätzen. Ausführlich besprechen Tesch und Bühler auch die aktuelle Lage. "Früher oder später wird es zur Aufgabe von Bachmut kommen", meint der Ex-Nato-General. Es handle sich aber um einen Pyrrhussieg für die Russen. Bühler begrüßt, dass Russland einer Schutzzone um das Atomkraftwerk Saporischschja zugestimmt hat. Dabei lobt er die Bemühungen des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi. Könnte sein Vorgehen auch ein Vorbild für Verhandlungen um eine Waffenruhe sein? Ein weiteres Thema in dieser Folge ist der Nato-Beitritt Finnlands. Laut Bühler ist das geostrategisch ein Riesen-Vorteil. Außerdem seien Finnlands Streitkräfte modern. Auch auf das große Luftwaffen-Manöver der Nato in Deutschland im Juni, "Air Defender 2023", kommen Tesch und Bühler zu sprechen. Was genau soll trainiert werden? Wird das Ziel der Abschreckung erreicht? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  16. Zunächst geht es um den Nato-Beitritt von Finnland. Nun hat auch die Türkei zugestimmt. „Ein großer Tag für Finnland“, freut sich Ex-Nato-General Bühler. Er denkt, dass auch Schweden bald nachziehen könnte und hofft auf die Zeit nach der Wahl in der Türkei. Zur aktuellen Lage in der Ukraine: Bühler sagt, die Ukraine verteidige sich weiter erfolgreich gegen die russischen Angriffe im Osten des Landes. Bei Bachmut bleibe die Lage angespannt, die Russen seien weiter auf dem Vormarsch. Es gehe aber nur langsam voran, die Intensität der Angriffe auf die ukrainischen Linien habe nachgelassen. Aktuell sei Bachmut weit davon entfernt, erobert zu werden. Ähnlich sehe es bei Awdijiwka aus. Wie kann der Krieg enden oder zumindest ein Waffenstillstand erreicht werden? Darüber haben wir auch im Podcast immer wieder diskutiert. Ein neuer Vorschlag kommt vom Linke-Politiker Gregor Gysi. Die Nato solle anbieten, keine Waffen mehr zu liefern, wenn Russland im Gegenzug die Kämpfe einstelle. Dann müsse man in Verhandlungen gehen. Klar sei: Die Ukraine dürfe kein Territorium verlieren. Bühler sagt, der Vorschlag sei etwas zu einfach in einer komplexen Lage. Die Ukraine stehe mutmaßlich kurz vor einer Offensive, ein Waffenstillstand könne vielmehr den Russen helfen. „Putin würde sich wahrscheinlich die Hände reiben“, so Bühler. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius geht besondere Wege bei der Beschaffung des gepanzerten Truppentransporters „Boxer“. Die Modelle sollen in Australien bestellt werden. Auch die Art und Weise des geplanten Deals wirft Fragen auf. Wie kommt es dazu und wie ist das zu bewerten? Viele Hörerinnen und Hörer haben gefragt, ob Tim Deisinger und Erhard Bühler nicht mal ein Making-of zum Podcast machen könnten. Um ehrlich zu sein, dafür fehlt ein bisschen die Zeit. Aber am Ende dieser Folge geben wir zumindest einen Einblick, wie dieser Podcast entstanden ist und aktuell jede Woche zweimal produziert wird. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  17. In dieser Folge spricht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Ankündigung Russlands, in Belarus taktische Atomwaffen zu stationieren. Bühler erklärt, was unter taktischen Atomwaffen zu verstehen ist und warum der Begriff in die Irre führt. Diese Waffen hätten eine mehr als zehnfache Sprengkraft wie die Nagasaki- und Hiroshima-Atombomben. Dennoch mahnt Bühler im Zusammenhang mit der russischen Ankündigung zu Gelassenheit. Außerdem geht der Ex-Nato-General auf die Begründung der Russen ein. Er glaubt nämlich nicht, dass es sich bei der Stationierung der Atomwaffen um eine Reaktion auf das Verhalten der Briten handelt. London hatte der Ukraine panzerbrechende Munition mit abgereichertem Uran zugesagt. Ein weiteres Thema in dieser Folge ist die Situation in Moskau. Die Flugabwehr der russischen Hauptstadt wird verstärkt. Der Militärökonom Marcus Keupp von der Militärakademie der ETH Zürich glaubt, dass der Grund interne Auseinandersetzungen sind. Russlands Präsident Wladimir Putin befürchte, dass Oligarchen oder Militärs auf die Idee kommen könnten, ihn mit ballistischen Raketen auszuschalten. Bühler hält von dieser Theorie wenig und liefert dafür auch Gründe. Vorsichtig ist er zudem bei der Einschätzung Keupps, Russland werde den Krieg im Oktober auch militärisch verloren haben. Der Ex-Nato-General schaut zusammen mit Deisinger natürlich auch wieder auf die aktuelle Lage. Warum verlegen die Russen ihren Schwerpunkt von Bachmut nach Awdijiwka? Was bedeutet der Abzug von Zivilisten aus Awdijiwka? Gibt die Ukraine die Stadt auf? Bühler liefert klare Antworten. Außerdem begründet er, warum die operative Situation der Russen im Moment nicht gut ist. Auch auf die Fragen von Hörern geht der Ex-Nato-General wieder ein: Zieht die Bundeswehr Lehren aus dem Krieg in der Ukraine? Ist Deutschland in der Lage, mit Satelliten selbst Lagebilder zu erstellen, oder wäre man in einer Bedrohungslage auf die Hilfe der Amerikaner angewiesen? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  18. In dieser Folge spricht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über Uran-Munition. Großbritannien hat der Ukraine zugesagt, ihr diese panzerbrechende Munition zu liefern. Russland warnt vor der Gefahr einer Eskalation. Präsident Wladimir Putin kündigte entsprechende Reaktionen an. Bühler entkräftet die russische Argumentation. Dabei weist er darauf hin, dass die Russen diese Munition selbst verwenden. Außerdem erklärt er, wie genau diese panzerbrechende Munition funktioniert und warum sie umstritten ist. Das habe nämlich, anders als die Russen suggerierten, nichts mit einer radioaktiven Strahlung zu tun. Beim Einsatz von Uran-Munition werde nur ein Drittel der natürlichen radioaktiven Strahlung freigesetzt. Außerdem beschäftigen sich Deisinger und Bühler mit der Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der Truppe der Niederlande. Bühler bestätigt, dass die Integration der Streitkräfte so weit vorangeschritten sei wie nirgendwo sonst. Nun soll die Zusammenarbeit der Landstreitkräfte noch verstärkt werden. Handelt es sich um eine Vorstufe zu einer europäischen Armee? Wieso ist diese Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern so eng und was sind die Vor- und Nachteile einer solchen Kooperation? Eine große Rolle spielt in der Folge natürlich auch die aktuelle Lage. So gibt es Berichte, dass Russland sich inzwischen weniger auf zivile und dafür mehr auf militärische Ziele konzentriert. Außerdem entwickelt sich in der Stadt Awdijiwka eine ähnliche Situation wie in Bachmut. Laut Bühler ist die Stadt von der Einkreisung bedroht. Welche Rolle spielt die Stadt im Krieg? Außerdem beantwortet der Ex-Nato-General wieder Fragen von Hörerinnen und Hörern. So hat ein Hörer den Eindruck, dass es in den Bundeswehr-Kasernen zuweilen entspannt zugeht und sich Soldatinnen und Soldaten ein Feierabend-Bier gönnen. Was ist davon zu halten? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  19. Der Weg zu einer vollständig einsatzbereiten Bundeswehr ist weit. Die Wehrbeauftragte Eva Högl beklagt in ihrem aktuellen Bericht das langsame Tempo bei der Reform der Truppe. Aus dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro sei noch kein Cent bei den Soldaten angekommen. Das liege vor allem an der schleppenden Beschaffung. In dieser Folge sprechen Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Zustand der Truppe. Bühler erinnert daran, dass der besorgniserregende Zustand mindestens seit 2015 bekannt sei. Er verwehrt sich aber dagegen, dass dafür die Bundeswehr allein verantwortlich wäre. Außerdem geht es um die aktuelle Lage im Krieg in der Ukraine. Bühler bewertet die laufenden Luftangriffe gegen die zivile Infrastruktur. Über Kiew etwa seien Drohnen abgefangen worden, es habe aber auch einige Treffer gegeben. An Land sehe es dagegen so aus, als würde die Intensität der Angriffe abnehmen. Von einem Scheitern der Russen könne man aber noch nicht sprechen. Inmitten der heftigen Kämpfe sterben auf beiden Seiten Zehntausende Soldaten. Ein Hörer fragt, wie die Toten abtransportiert werden. Werden dafür Feuerpausen vereinbart? Offiziell bekannt ist nichts. Doch Ex-General Bühler sagt, der bisherige Umgang der Russen mit ihren Soldaten lasse Schlimmes befürchten. Außerdem geht es um den Besuch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin im besetzten Mariupol und den Haftbefehl gegen ihn. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  20. In dieser Folge spricht Moderator Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Drohnen-Vorfall über dem Schwarzen Meer. Nachdem sich russische Kampfjets einer US-Aufklärungs-Drohne angenähert hatten, stürzte sie ins Schwarze Meer. Bühler erklärt, um was für eine Drohne es sich gehandelt hat und was zu dem Vorfall bisher bekannt ist. Durfte die Drohne dort fliegen und hat sie für die Ukraine militärische Aufklärung betrieben? Auf diese Fragen liefert Bühler Antworten. Außerdem erklärt er, warum die Reaktionen der Amerikaner verhaltener ausfallen, als man es vielleicht vermuten könnte. Ein weiteres Thema in dieser Folge sind die angekündigten Kampfjet-Lieferungen von Polen und der Slowakei. Beide Länder wollen der Ukraine Flugzeuge vom sowjetischen Typ MiG-29 überlassen. "Ich finde diesen Schritt richtig", meint Bühler und liefert dazu eine ausführliche Begründung. Außerdem erläutert er, wie die Ukrainer die Kampfjets nutzen können. Handelt es sich bei den polnischen Flugzeugen teilweise um alte DDR-Bestände, und muss die Bundesregierung für die Weitergabe eine Genehmigung erteilen? Auch darauf gehen Deisinger und Bühler ein. Beide sprechen in dieser Folge außerdem über einen Vorstoß vom Ex-Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, zu Friedensverhandlungen. Seiner Meinung nach sollten die Rahmenbedingungen für solche Verhandlungen schon jetzt vorbereitet werden. Dieser Meinung ist auch Ex-General Bühler. Damit widerspricht er der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Ischingers Vorschlag für kontraproduktiv hält. Weiterhin beantwortet Bühler auch in dieser Folge wieder Hörerfragen: Kann ein Mangel an Soldaten ab einem bestimmten Zeitpunkt die Kampffähigkeit der Ukraine beschränken? Warum sollten russische Truppen das Atomkraftwerk in Saporischschja beschießen, wie es immer wieder in Meldungen heißt? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.