Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Mitteldeutscher Rundfunk
379
21.10.2026
Beschreibung
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

Noch keine Episoden ausgewertet.

Episoden
  1. "Die NATO kann keine Bedrohung für Russland sein", sagt Ex-General Bühler. Er erklärt, wie lange der Beitritt Finnlands und Schwedens noch dauert und warum hier nur wenige Ukrainer an der Panzerhaubitze geschult werden.

  2. Ex-General Bühler erzählt, wie er Putins Parade erlebt hat. Außerdem: Hat Russland ein neues Kriegsziel? Was bringen „Weltuntergangsflugzeuge“? Und: Wieso war der russische Generalstabschef nicht mit auf dem Roten Platz?

  3. Was genau bedeutet eine Generalmobilmachung? Beträfe das die gesamte russische Bevölkerung oder nur die Reservisten? Kann eine Generalmobilmachung den Kriegsverlauf verändern? Erhöht die Generalmobilmachung auch die Gefahr für einen Atomschlag? Welche Folgen hätte es, wenn eine russische Atombombe im Zentrum der Ukraine explodieren würde? Würde Putin die Nato mit Atomwaffen angreifen? Braucht Deutschland eine eigene atomare Abschreckung? Könnten Menschen, die den Kriegsdienst verweigert und dafür Zivildienst geleistet haben, trotzdem noch zum Dienst an der Waffe eingezogen werden? Wie wahrscheinlich ist derzeit die Reaktivierung der allgemeinen Wehrpflicht? Wie steht es um die aktuelle Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr und die Moral der Soldaten? All diese Hörerfragen benantwortet Ex-General-Bühler in der aktuellen Podcast-Folge.

  4. Wie groß ist die Gefahr, dass der Ukraine-Krieg auf den Balkan überschwappt? Welche Szenarien sind für den weiteren Kriegsverlauf realistisch? Kann es überhaupt einen Sieger geben? Militärische Lage hat sich seit Tagen kaum verändert. Wie ist der Frontbesuch des russischen Generalstabschefs Gerassimow zu bewerten? Was würde eine russische Generalmobilmachung bewirken? Überspannt der ukrainische Botschafter Melnyk mit seinen scharfen Äußerungen den Bogen? Was kann die deutsche Panzerhaubitze 2000? Kann die Bundeswehr solche Haubitzen überhaupt entbehren?

  5. Was steckt hinter den Zwischenfällen in russischen Versorgungslagern und können ukrainische Truppen eigentlich im Hinterland Russlands operieren? Mit den Antworten darauf beginnt die Podcast-Folge, in der Ex-General Erhard Bühler ausschließlich Fragen von Hörerinnen und Hörern beantwortet. Sie wollen wissen, welche Rolle das Kräfteverhältnis der Armeen spielt, wer mittlerweile mehr Panzer hat und warum bei russischen Panzer so oft der Turm abgesprengt ist. Erhard Bühler erklärt zudem, welchen militärischen Wert der deutsche „Gepard“ hat und warum er leichtes Ziel russischer Flieger sein kann. Es geht zudem um die Gerüchte, dass Russlands Präsident Putin am 9. Mai zum „Tag des Sieges“ eine Generalmobilmachung verkündet und ob es nicht besser wäre, wenn für ein Kriegsende eine Lösung gefunden wird, mit der vor allem Putin sein Gesicht wahren kann. Wo kann man sich schließlich informieren, wenn man verlässliche Quellen sucht. Tipp des Ex-Generals: Ein internationaler Think-Tank und ein deutsches Blog.

  6. Die russische Offensive im Osten und Süden der Ukraine läuft, kommt aber nach Einschätzung von Ex-Nato-General Erhard Bühler kaum voran. Es bleibe beim nach Westen offenen Hufeisen. Neu sind vermehrte Angriffe der russischen Truppen auf Versorgungslinien im Zentrum und Westen der Ukraine und Zwischenfälle in Transnistrien. Was bedeuten diese Meldungen aus Moldawien? Vor allem aber, wie kann dieser Krieg zu Ende gehen? Bühler sieht vier Szenarien: Das große und mittlere Szenario aus russischer Sicht, einen Status Quo und den Sieg der Ukraine. Unabhängig vom Szenario müssten wir uns auf Monate des Krieges und Jahre des Konflikts einstellen. Ein Thema auch in diesem Podcast wieder: die schweren Waffen für die Ukraine - dieses Mal der Luftabwehr-Panzer "Gepard". Warum ist er aus dem Bestand der Bundeswehr verschwunden, was kann er, was ist mit der Munition und wie lange dauert es, bis die ukrainischen Truppen ihn einsetzen können. Erhard Bühler sagt beim Stichwort "Gepard": "Die Bundeswehr hat im Jahr 2010 die Fähigkeit abgegeben, dass Heer gegen Angriffe aus der Luft zu schützen." Im Nachhinein könne man nur den Kopf schütteln darüber.

  7. Wie lange dauert dieser Krieg in der Ukraine noch? Was passiert im Donbass? Was meint Ex-General Bühler mit dem nach Westen offenen Hufeisen? Und glaubt er, dass die Ukraine die in Mariupol Eingeschlossenen befreien kann? Eher nicht. Erhard Bühler sieht aber auch kaum Erfolge der russischen Offensive und führt noch einmal ins Feld, dass der lange Krieg an der Moral der russischen Truppen zehrt. Im militärischen Sinne sieht er kein Ende dieses Krieges und meint, eine Lösung zur schnellen Beendigung der Kämpfe müsse auf einem anderen Wege her: "Es ist die Zeit der stillen Diplomatie." Außerdem beantwortet er Fragen zur Causa schwere Waffen und wie man sie zu den ukrainischen Truppen bekommt. Und er hält ein Plädoyer für die Idee mit den slowenischen T-72-Panzer.

  8. Ex-General Bühler hat Zweifel am "durchschlagenden Erfolg" der russischen Offensive und befürchtet einen schlimmen Abnutzungskrieg. In der Debatte um Waffenlieferungen hat er einiges Verständnis für den Bundeskanzler.

  9. Alexander Dwornikow heißt Putins neuer Oberbefehlshaber im Ukraine-Krieg. Wer ist der Mann? Und: Sollte die Bundeswehr schwere Waffen an die Ukraine liefern? Ja, sagt Ex-General Bühler, hat aber beim „Marder“ Bedenken.

  10. Ex-General Bühler sieht die Russen derzeit nicht in der Lage, eine große Offensive zu führen, wohl aber taktische Vorstöße. Er erklärt, warum die Nato auch Panzer liefern sollte und dennoch keine Kriegspartei wird.

  11. Nach dem Abzug der russischen Truppen sind in der ukrainischen Stadt Butscha viele tote Zivilisten gefunden worden. Ex-NATO-General Erhard Bühler erwartet, dass es demnächst aus Mariupol ähnliche Bilder geben könnte.

  12. Warum es fast zum Standard gehört, russische Kampfflieger abzufangen. Welche Taktik verfolgen die russischen Truppen? Und: Würde Europa sicherer, wenn Schweden und Finnland der NATO beitreten?

  13. 100 Milliarden Euro sollen zusätzlich in die Bundeswehr fließen. Wir machen die Bestandsaufnahme und definieren die Anforderungen der Zukunft. Und: Das heikle Thema Luftabwehr - braucht Deutschland einen "Iron Dome"?

  14. Die Nato rüstet sich gegen einen möglichen Einsatz von ABC-Waffen durch Russland. Wie real ist die Gefahr eines solchen Angriffs? Und: Tut Deutschland im internationalen Vergleich zu wenig, um der Ukraine zu helfen?

  15. Die Russen stehen vor Kiew, haben Mariupol eingekreist und rücken auf Odessa vor. Die Städte werden eine entscheidende Rolle spielen. Und: Russland schießt mit Hyperschallraketen. Was verspricht sich der Kreml davon?

  16. Wem kann man im Ukraine-Krieg glauben? Die Suche nach der Wahrheit ist schwierig, auch nach dem Angriff auf das Theater in Mariupol. Wir versuchen wir uns dennoch daran. Und: Welche Regeln gelten im Krieg?

  17. Wie wahrscheinlich ist es, dass die NATO mit in den Ukraine-Krieg hineingezogen wird? Entsprechende Ängste werden genährt durch russischen Beschuss von Orten in der Ukraine, die nur etwa 20 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt liegen. Ex-General Bühler spricht von einem "Warnschuss" in Richtung NATO. In dieser Folge erklären wir, was der NATO-Bündnisfall ist und wie er ausgelöst wird. Es geht auch um ausländische Söldner, die inzwischen in dem Krieg eine Rolle spielen. Sie kommen unter anderem aus Syrien und Russland. Sie machen den Krieg komplizierter, sagt Ex-General Bühler. Außerdem - die Folgen des Kriegs. Ex-General Bühler befürchtet, dass der Ukraine-Krieg auch andere Länder ermuntern könnte, ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen - oder sich nuklear zu bewaffnen zum Selbstschutz. Und ein Podcast-Tipp: Unser zweiter Ukraine-Podcast "Putins Krieg".

  18. Welche Waffen soll der Westen liefern? Auf jeden Fall keine MiG-29, sagt Ex-General Bühler, weil sie keinen militärischen Mehrwert für die Ukraine hätten. Bei der Analyse des bisherigen Vormarsches des Aggressors nennt es Bühler unbegreiflich, wie sich einige russische Truppen taktisch verhalten. Außerdem geht es in dieser Podcastfolge um schwere Kriegsverbrechen, um den "Informationskrieg im Krieg" und darum, was Kiew und andere Großstädte nach dem Beschuss von Mariupol erwartet. Das Militär versuche zwar immer Städte zu meiden, so Bühler. Aber Putin werde versuchen, sie zu besetzen.

  19. Was ist Putins Ziel? Wird er den Krieg gegen die Ukraine gewinnen? Ex-General Erhard Bühler meint: Die russische Armee ist zwar technisch überlegen, was aber längst nicht kriegsentscheidend sein muss. Er nennt Forderungen nach einer Flugverbotszone Beispiele, die aus der Verzweiflung geboren und überhaupt keine Option sind. Letztlich würden sie in einen dritten Weltkrieg führen. Stattdessen sei Deeskalation angesagt. Denn Putins Vorwurf, die NATO bedrohe Russland, sei absurd. "Die NATO bedroht niemanden". Bühler kritisiert auch, wenn Putin im Westen als irre bezeichnet wird. Das sei schädliche Rhetorik. Denn Putin denke sehr rational und leite auch seine Entscheidungen rational ab.