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- 21.03.20231 min
Infektionskrankheit: Hygienisch sauber wird Geschirr im Normalprogramm Die Spülmaschine zu benutzen ist das Beste, was Sie machen können, um zu Hauser des Geschirr sauber zu bekommen. Wenn Sie hygienisch auf Nummer sicher gehen wollen, nehmen Sie das Normalprogramm oder sogar das Programm mit dem Symbol "Topf und zwei Untertassen", also das 75-Grad-Programm. Dann sind Sie absolut auf der sicheren Seite. Energiesparprogramm nutzen, aber gelegentlich Normalprogramm fahren Die Ökoprogramme, die wir im Augenblick benutzen, um Energie zu sparen, kann man guten Gewissens benutzen, wenn man ab und zu, etwa einmal die Woche, auch das Normalprogramm fährt. Das ist gut für die Hygiene der Maschine und auch die des Geschirrs, das in der Maschine ist.
- 14.03.20232 min
Wenn man sich die CO2-Bilanz von Getränken anschaut, bewegt sich Wein im oberen Mittelfeld. Für eine normale Flasche Wein fällt ungefähr so viel CO2 an wie bei einer 5 Kilometer langen Autofahrt. Das ist aber nur die Flasche; wenn der Wein abgefüllt ist, kommt noch der Transport hinzu. Je nachdem, wohin die Reise der Flasche geht, fällt die CO2-Bilanz deutlich höher aus. Bei der Traubenproduktion im Weinberg kommen 20 Prozent der Treibhausgas-Emissionen zustande – für Dünger, Diesel und Pflanzenschutzmittel. Letztere machen in der Gesamtbilanz aber nur ein Prozent aus. Wer also Bio-Wein kauft, tut zwar etwas Gutes für die Umwelt, nicht aber zwingend fürs Klima. Weitere 25 Prozent der Emissionen fallen im Weinkeller an. Hier spielen vor allem der Stromverbrauch und die Wärmeenergie bei der Weinproduktion eine Rolle. Energieintensive Produktion: Klimakiller Einweg-Weinflasche Über die Hälfte der Emissionen von Wein entsteht durch die Verpackung – der versteckte Klimakiller ist hier die Glasflasche. Deren Herstellung ist nämlich echt energieintensiv. Die Bilanz ist vor allem deswegen mies, weil wir die Flasche nur einmal benutzen und dann ins Altglas werfen. Alternativen zur Glasflasche gibt es schon – zum Beispiel ein Pappkarton mit Schlauchbeutel, wie man ihn kennt, wenn man frischen Apfelsaft vom Hofladen kauft. Bag-in-Box nennt sich das. Bei der Herstellung so eines Kartons fällt nur ein Achtel der Emissionen von einer normalen Glasflasche an. In den skandinavischen Ländern ist so eine Papp-Verpackung für Wein schon so was wie Standard, in Deutschland setzt sie sich bisher aber nicht durch. Und zwar weil Weinliebhaber gelernt haben, dass Qualitätswein vor allem in schweren Glasflaschen daherkommt – und man aus dem Tetrapack im Supermarkt eben eher Fusel erwartet. So richtig effektiv fürs Klima wäre nach Meinung von Weinexpertin Helena Ponstein ein Mehrwegsystem für Weinflaschen, wie es in Deutschland auch für andere Flaschen üblich ist. Mehrwegsystem ist bei Weinflaschen schwer umzusetzen Das umzusetzen ist aber aus mehreren Gründen schwierig, denn zum einen kommt ein großer Teil unseres Weins aus dem Ausland, und zum anderen müssten sich die Winzer dann auf eine einheitliche Flasche einigen – bisher haben sie da recht freie Hand: Es gibt 0,75- und 1-Liter-Flaschen in den Farben rot, grün, braun und weiß – und häufig ist so eine Flasche mit viel Tradition und Marketingstrategie verbunden. Auch sind die Verschlüsse der meisten Weinflaschen nicht darauf ausgelegt, häufig recycelt zu werden. Allerdings bieten einige Winzerinnen und Winzer bereits regionale Mehrwegsysteme an. Nachhaltig: Wein regional kaufen und möglichst nicht in der Einweg-Flasche Laut Weinexpertin Helena Ponstein wäre es möglich, durch ein Mehrweg-System, Ökostrom und kurze Transportwege bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen von Wein einzusparen. Nachhaltiger Weintrinken heißt also: Wein beim regionalen Winzer kaufen und möglichst nicht aus der Einweg-Glasflasche.
1. Spülschwamm Die absolute Nummer 1 als größte Keimschleuder im Haushalt ist der Spülschwamm. 2. Kühlschrank Hygiene im Kühlschrank ist total wichtig, weil dort Lebensmittel gelagert werden. 3. Mensch und Tier Was viele nicht wissen: Zu den größten Keimschleudern zu Hause gehören auch die Menschen, mit denen man zusammenlebt. Und Tiere.
- 12.03.20232 min
Hygienehypothese: frühkindliche Exposition mit Mikroorganismen schützt Das Stichwort ist hier die sogenannte Hygienehypothese: Der Mensch braucht, um gesund zu sein, Kontakt mit vielen verschiedenen Mikroorganismen. Das weiß man. Nehmen wir mal an, man würde ein Experiment machen, bei dem man Menschen steril aufzieht. Dann werden diese Menschen nicht gesund. Das darf man nicht. Die Kunst ist, im Leben Kontakt mit Mikroorganismen zuzulassen – also viel rauszugehen, auch mal im Dreck zu spielen. Bei Kindern wird der Schnuller, der runtergefallen ist, nicht mit Sagrotan desinfiziert, sondern nur mit dem Taschentuch ab gewischt. Und man ernährt sich vielfältig – das sind wichtige Punkte. Keine Masernpartys! Es wäre aber falsch zu sagen: Ich suche zum Beispiel bewusst den Kontakt mit Infektionskrankheiten und mache eine Masernparty. Wenn also ein Kind krank ist, stecke ich alle zusammen, damit die bewusst krank werden und sich so das Immunsystem abhärtet. Das wäre total falsch. Bei Kindern Kontakt mit Mikroben zulassen Man muss eine gewisse Balance hinkriegen. Den Kontakt mit Mikroben, den ich als Säugling und als Kind habe, ist entscheidend. In meinem Alter, um die 50, ist es total egal. In Bezug auf die Hygienehypothese ist es total egal, was ich in dem Alter mache; da ist schon alles gelaufen. Aber bei Kindern ist es wichtig, dass man Kontakt mit Mikroben zulässt.
- 22.02.20232 min
Saharastaub bringt Nährstoffe und düngt Pflanzen – sogar am Amazonas Fast eine Milliarde Tonnen Sand weht der Wind jedes Jahr aus der Sahara weg. Dabei kommt das wenigste bei uns an. Die Kanarischen Inseln vor Westafrika kriegen viel ab – Fuerteventura ist eigentlich ein Ableger der Sahara – und auch nach Südamerika an den Amazonas weht der Sand. Dort liefert er mehr als die Hälfte der Nährstoffe, die die Pflanzen brauchen. Zu uns kommt die rötliche Sandfracht mehrmals im Jahr – mal mehr, mal weniger sichtbar. Blutschnee und Blutregen Diese Winter-Staub-Stürme verfärben den Schnee, der noch in den Alpen liegt, rotbraun: "Blutschnee" sagen die Menschen dazu. "Blutregen" heißt es, wenn Niederschlag den Staub aus der Atmosphäre wäscht. Sahara: weltweit größte Feinstaub-Quelle Die Sahara ist die größte Quelle von Feinstaub weltweit. Aus ihr alleine stammt die Hälfte der Mineralstaubpartikel. Was bei uns ankommt, ist auch tatsächlich der Fein- und Feinststaub. Gröbere Sandkörner kommen nicht so weit. Krankheitskeime können über den Staub transportiert werden Im Vergleich zu Partikeln aus Verbrennungsprozessen – also Autoabgasen und Rauch aus Schornsteinen – sind die mineralischen Teilchen aber deutlich weniger gefährlich für die Gesundheit von Menschen. Asthmatikern machen sie aber trotzdem hin und wieder Probleme. Und die Staubteilchen können auch robuste und langlebige Krankheitskeime, die sich an sie dranheften, weit transportieren. Zumindest sind Zusammenhänge zwischen Saharastaub und Krankheitsausbrüchen in Afrika dokumentiert.
- 09.02.20232 min
Teetrinker leben gesundheitsbewusster Was sind die "Beweise"? Zum einen, dass Grünteetrinker länger leben und etwas seltener Krebs bekommen. Das kann aber auch ganz andere Gründe haben. Es ist zum Beispiel bekannt, dass Teetrinker generell gesundheitsbewusster leben. Das ergab vor Jahren eine französische Studie: Teetrinker rauchen weniger und bewegen sich mehr. Und schon das kann dazu führen, dass die durchschnittliche Teetrinkerin eine höhere Lebenserwartung hat als ihr bier- und limotrinkender Nachbar. Weder Laborstudien noch klinische Studien bringen Klarheit Das grüner Tee so gesund sein soll, stützt sich zum anderen auf Studien einer Substanz, die vor allem im grünen Tee, kaum aber im Schwarztee vorkommt: Es handelt sich um EGCG (Epigallocatechingallat), In Tier- und Laborstudien zeigt sich, dass EGCG – vor allem in hochkonzentrierter Form – bestimmte Gefäßablagerungen verhindert, die für Alzheimer und Parkinson verantwortlich sind. Doch aus solchen Laborversuchen kann man noch längst nicht ableiten, dass Tee gegen Alzheimer hilft. Das Problem ist, dass das EGCG beim normalen Teetrinken kaum vom Körper aufgenommen wird – also auch nicht wirken kann. So stellen sich manche der positiven Wirkungen (so auch die häufig zu lesende höhere Fettverbrennung und damit verbunden mögliche Gewichtsreduktion) nur ein, wenn EGCG in konzentrierter Form genommen wird - etwa in Form von EGCG-Kapseln. Doch genau diese bergen auch Gefahren für die Leber. Und so ist es häufig: In Laborstudien zeigen die im Tee enthaltenen Substanzen eine bestimmte Eigenschaft, die positiv sein könnte – aber in klinischen Studien, wenn man also echten Patienten Tee zu trinken gibt, bleibt die Wirkung dann doch aus. Eine Ausnahme gibt es: Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Tee kann unter bestimmten Umständen Blutgefäße weiten und damit das Infarktrisiko senken. Aber bei diesen Versuchen war es dann völlig egal, ob der Tee grün oder schwarz ist. Gesundheitsfördernde Wirkung bei Grün- und Schwarztee Und diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch: Fast überall dort, wo es eine gesundheitsfördernde Wirkung gibt, zeigt sie sich beim grünen und schwarzen Tee gleichermaßen. Das könnte darauf hinweisen, dass die Forschung bisher auf die falsche Substanz gesetzt hat. Möglicherweise sind gar nicht die Katechine für eventuelle positive Wirkungen verantwortlich, sondern zum Beispiel das Theanin, eine Aminosäure, die sowohl im Schwarzen als auch im Grünen Tee vorkommt. Oder es ist das Koffein – dessen positive Seiten die Forschung inzwischen zunehmend entdeckt. Nicht zu viel erwarten Doch das sind alles Mutmaßungen. Im Moment kann man nur sagen: Es gibt viele gute Gründe, Tee zu trinken: Er enthält viel Flüssigkeit, keine Kalorien und keinen Alkohol. Aber wenn Sie ihn nur trinken, um länger zu leben: Erwarten Sie nicht zu viel!
- 07.02.20231 min
Beim Mops kann zu enger Rachen Ursache sein Diese Frage werden viele Halter direkt beantworten können: ja, definitiv. Es gibt einige Rassen, die auch im wachen Zustand schnarchen, das darf man nicht verwechseln. Es ist aber nicht gut, wenn sie das tun, denn das spricht meistens dafür, dass sie einen zu engen Rachen haben, ein zu langes Gaumensegel. Das betrifft vor allen Dingen die kurznasigen Hunderassen wie zum Beispiel den Mops. Schnarchende Hunde sind normal, aber Vorsicht bei möglichen Fremdkörpern Aber auch die normalnasigen Hunde könnten durchaus in den Tiefschlafphasen schnarchen. Das ist wie beim Menschen durch ein flatterndes Gaumensegel oder eine schiefe Nasenscheidewand oder ähnliches bedingt. Für die langnasigen Hunde ist das überhaupt nicht problematisch. Man sollte aber aufmerksam werden, wenn man ein Tier hat, das noch nie geschnarcht hat und auf einmal damit anfängt. Das kann ein Hinweis sein, dass irgendwo in der Nasenhöhle ein Schleimpfropf sitzt. Bei Hunden kann das auch mal ein Grashalm oder ein anderer Fremdkörper sein. Aber ansonsten dürfen die Tiere durchaus auch mal schnarchen.
- 04.02.20232 min
Wie Menschen können auch Hunde träumen. Das sieht häufig aus, als wären es Hundebegegnungen, als wären sie auf der Jagd, häufig machen die Tiere im Traum Beinbewegungen, als würden sie rennen, machen Belllaute oder Japslaute. Das kann sehr unterschiedlich sein. Wenn Sie merken, dass es für den Hund ein Stresstraum ist, ein Albtraum oder ein aufregender Traum, sollten Sie beruhigend auf ihn einwirken, wenn er aufwacht und realisiert, wo er ist. Dann wird er merken, dass es nur ein Traum war und friedlich weiterschlafen. Die Hunde verarbeiten im Schlaf, soweit ich das einschätzen kann, erlebte Dinge – vielleicht ganz ähnlich wie wir Menschen.
- 04.02.20233 min
7 Tricks zum schönen Gendern 1. Verben statt Substantive 2. Geschlechtsneutrale Begriffe 3. Mit exemplarischen Personen arbeiten und abwechseln Die Regelung trifft die Bankangestellte ebenso wie den Krankenpfleger. Wie lange ein Patient die Antibiotika nehmen muss, entscheidet im Zweifel die Ärztin. 4. Das exemplarische "Ich", "Du", "Wir", "Ihr", "Sie" Für mich als Patientin bedeutet das neue Gesetz, … Versuche haben gezeigt: Wenn wir Farben wahrnehmen, sehen Sie sie anders als ich. Alle Mitarbeiter bleiben bitte zu Hause! → Bitte bleibt zu Hause! 5. Sätze umstellen 6. Manchmal reichen Zahlen ohne Substantive Zur Demonstration kamen Zehntausende. In der Klasse haben heute fünf gefehlt. 7. Wortzusammensetzungen ändern
Abstrich aus dem Katzenohr unter dem Mikroskop analysieren Manche Katzen haben immer wieder Probleme mit den Ohren; es gibt dazu eine Veranlagung. Wichtig ist herauszufinden, ob es sich um eine reine Milbeninfektion handelt. Der Tierarzt nimmt hierfür einen Tupfer und schaut sich den unter dem Mikroskop an. Wenn Milben festgestellt werden, braucht es ein bestimmtes Medikament, um die Milben zu bekämpfen. Oft verursachen Pilze und Bakterien Probleme mit den Ohren Wenn man aus dem Ohr der Katze schwarzen Schmutz herausholt, sind aber häufig gar keine Milben beteiligt, sondern es handelt sich um eine Ohrinfektion, die aus einer Mischung aus Pilzinfektion und Bakterien besteht. Auch das erkennt man unter dem Mikroskop: Sind es Bakterien? Sind es Pilze? Oder ist es eine Kombination aus beidem. Danach wählt man das passende Medikament aus. Katzen können mal Ohrmilben haben. Meistens werden sie als Kitten einmal dagegen behandelt und damit ist das normalerweise erledigt. Die Tiere stecken sich dann nicht ununterbrochen wieder an. Sollten sie aber dennoch regelmäßig Probleme mit den Ohren haben, muss man sich den Abstrich unter dem Mikroskop anschauen, was genau die Ursache ist.
- 24.01.20231 min
Achtung Avocado: Kern und Schale sind für Hunde giftig Papaya ist, soweit ich weiß, nicht giftig für den Hund. Bei der Avocado sind allerdings Kern und Schale für den Hund giftig. Das Fruchtfleisch ist, glaube ich, nicht optimal, aber nicht ganz so dramatisch. Kern und Schale sollte man also nicht verfüttern. Wenn der Hund trotzdem einmal von der Avocado gefressen hat, sollte man den Tierarzt kontaktieren und fragen, ob in Bezug auf die gefressene Menge und die Größe des Hundes Gefahr besteht. Wenn der Hund den Kern geschluckt hat, sollte man den Kern herausholen. Die verschiedenen Giftstoffe können unterschiedliche Dinge bewirken. Leber und Nieren sind häufig betroffen, wenn das Tier Giftstoffe zu sich nimmt. Auch das Blutbild kann betroffen sein. Birkenzucker bzw. Xylit kann die Leber schädigen und zu einer massiven Unterzuckerung führen. Die kann Krampfanfälle auslösen. Im schlimmsten Fall können Tiere an solchen Vergiftungen sterben. Im Zweifel sollte man den Tierarzt kontaktieren um herauszufinden, ob der Stoff, den das Tier aufgenommen hat, giftig ist.
- 24.01.20231 min
Katzen akzeptieren das Putzen kaum Es ist nicht verkehrt. Allerdings wird man bei Katzen selten ein Exemplar finden, das das geduldig über sich ergehen lässt. Hunde möglichst früh ans Zähneputzen gewöhnen Bei Hunden ist es definitiv zu empfehlen. Schon die Welpen sollte man trainieren, damit sie das Putzen akzeptieren, wenn es später relevant wird. Der Hund wird nicht mit drei Jahren Zahnstein bekommen, in der Regel aber mit neun oder zehn Jahren. Dann erst mit dem Zähneputzen anzufangen, ist zu spät. Man sollte das Tier also früh daran gewöhnt.
- 11.01.20231 min
Ja, für Frauen gilt die Empfehlung, in der Schwangerschaft oder sogar schon davor, Folsäure zu sich zu nehmen. Schwangere sollten 400 µg zusätzlich in Tablettenform einnehmen. Warum ist die Folsäure in der Schwangerschaft wichtig? Häufig besteht ein Mangel an Folsäure, die aber wichtig ist, um Neuralrohrdefekte zu vermeiden, also zum Beispiel einen offenen Rücken.
- 05.01.20232 min
0,04 Prozent – das hört sich nach lächerlich wenig an. Allerdings könnte man bei Arsen, Zyankali oder Plutonium auch sagen: Die paar Gramm – was sollen die bei einem ausgewachsenen Menschen schon ausmachen? Aber wie wir wissen, sind sie tödlich. Es hilft also nicht, nur auf die absolute Menge zu schauen. Denn bestimmte Stoffe können schon in kleinen Mengen große Wirkung entfalten. CO2 ist nicht "giftig" und hat auf Pflanzen sogar einen gewissen Düngeeffekt Jetzt könnte man sagen: CO2 kann man nicht mit dem Gift Zyankali vergleichen, denn CO2 ist schon immer in der Luft; es gibt "nur" etwas mehr davon ... Ja, die Konzentration der Atmosphäre hat sich in den letzten 200 Jahren um etwa ein Drittel erhöht. Vergleicht man das mit einem Gift im Körper, so ist ein Drittel mehr oder weniger in der Regel nicht existenzbedrohend. Wenn jemand 0,3 Promille Alkohol im Blut gut verträgt, wird er auch bei 0,4 Promille nicht sofort tot umfallen – das entspricht ungefähr der CO2-Erhöhung, um die es geht. Trotzdem ist der Vergleich schief. Denn es geht ja nicht darum, dass CO2 giftig wäre; wir atmen es täglich ein. Und wenn sich das CO2 erhöht, ist das für die einzelnen Lebewesen überhaupt nicht bedrohlich. Es hat auf Pflanzen sogar einen gewissen Düngeeffekt – manche wachsen schneller. CO2 verhindert, dass Wärmestrahlen die Erde Richtung Weltraum verlassen Nicht die "Giftigkeit" ist also das Problem, sondern die physikalische Wirkung des CO2: Es absorbiert bestimmte Arten von Wärmestrahlung – behält also Wärmestrahlen, die sonst die Erde Richtung Weltraum verlassen würden, auf der Erde. Und das macht die Atmosphäre eben wärmer. Zunächst ist das ja auch gut – ohne CO2 in der Atmosphäre wäre es auf der Erde viel kälter, das wäre sehr lebensfeindlich. Das Dumme ist aber: Wenn wir immer mehr CO2 in die Atmosphäre blasen, dann wird es zu warm – zumindest für die Art von Zivilisation, die die Menschheit in den letzten Jahrtausenden aufgebaut hat.
Wird Materie, die in ein schwarzes Loch gerät, in eine andere Galaxie transportiert? Nein! Was genau passiert, weiß man nicht. Aber eines kann man sagen: Was immer in diesem schwarzen Loch passiert – die Materie bleibt da. Man kann sich die tollsten Gedanken machen; dumm ist halt, dass man es nicht überprüfen kann, weil aus dem schwarzen Loch keine Informationen mehr herauskommen. Ich glaube, deshalb werden auch so viele Bücher über schwarze Löcher geschrieben, weil man alles hineinschreiben kann, was man möchte. Eines ist klar: Die schwarzen Löcher werden durch die Aufnahme von Materie immer schwerer. Das sind die einzigen Objekte im Universum, die keine Diät machen können – die werden immer nur schwerer. Woher ich das weiß? In vielen Galaxien, also Milchstraßen, so wie unsere eigene, gibt es im Zentrum sehr große schwarze Löcher. Sehr groß heißt immer: sehr schwer. In unserer Milchstraße, die die Sonne enthält, haben wir ein schwarzes Loch von vielleicht 2 oder 3 Millionen Sonnenmassen in der Mitte. Und es gibt Galaxien, die in ihrer Mitte bis zu 10 Milliarden Sonnenmassen schwere schwarze Löcher haben. Materie verschwindet nicht, sondern die Massen der schwarzen Löcher wachsen Da fragt man sich natürlich: Woher wissen die das? Das kann man beobachten. Man kann die Bewegungen von Sternen, die noch nicht verschluckt worden sind, um die schwarzen Löcher herum beobachten. Dann stellt man fest, dass in einem relativ kleinen Raumbereich eine ungeheure Masse drin sitzen muss, um diese Sterne so zu beschleunigen, wie man es beobachtet. Wenn man diese Masse dann ausrechnet, sieht man: Aha, das ist ganz schwer. Und dann kann man in einem Modell, das nennt man einen aktiven galaktischen Kern, ausrechnen, wie viel Masse ein schwarzes Loch pro Jahr verschlucken muss, um eine solche Kernregion einer Galaxie nicht nur durch ihre Masse zu dominieren, sondern dabei auch noch eine wahnsinnige Leuchtkraft zu erzeugen. Denn wenn das Gas in ein schwarzes Loch hineinfällt, wird das Gas beschleunigt, wird heiß und strahlt. Da gibt es den sogenannten "Todesschrei der Materie". Bevor es in ein schwarzes Loch hineinfällt, gibt es noch mal einen Röntgenblitz. Und dann ist es weg. Auf diese Art und Weise wissen wir: Die schwarzen Löcher in Galaxien haben in ihrer frühen Phase, als die Galaxien geboren wurden, 1 bis 10 Sonnenmassen pro Jahr an Gas in sich hineingefressen. Das Ganze dauert 100 Millionen Jahre. Und dann kommt man schon mal in die Gegend von einer Milliarde Sonnenmassen, wenn man das zusammenzieht. Aber da sieht man eben: Die Massen der schwarzen Löcher wachsen und wachsen. Früher dachte man, die schwarzen Löcher seien der Eingang und die weißen Löcher, die sogenannten White Holes, seien der Ausgang – also die Materie fällt in die schwarzen Löcher hinein und kommt aus den White Holes wieder raus. So kam man auf die Idee, ob nicht die schwarzen Löcher der Eingang sind in solche sogenannten Wurmlöcher oder die Materie in einer Galaxie reinfließt und in einer anderen wieder rauskommen. Das ist eine nette Theorie, die sich aber nicht bewahrheitet hat. SWR 2008
- 03.01.20233 min
LNG: Erdgas abkühlen und dadurch verflüssigen Um ein Gas – egal welches – zu verflüssigen, gibt es grundsätzlich zwei Stellschrauben. Das eine ist Druck, das andere Temperatur. Bei der Erdgasverflüssigung setzt man auf Temperatur, also auf Abkühlung. Aber bevor das Erdgas abgekühlt wird, muss es erst gereinigt werden. Das Erdgas, das aus dem Boden kommt, ist ja kein reines Methan, sondern enthält noch andere Substanzen: Stickstoff, CO2, Schwefel, längere Kohlenstoffketten und Wasser. Diese Stoffe müssen aus dem Erdgas entfernt werden. Denn wenn sie im Gas blieben, würden sie beim Herunterkühlen frieren. Flüssiggas verbraucht viel weniger Platz Das natürliche Erdgas wird deshalb zunächst verschiedenen Trennverfahren unterzogen. Zum Beispiel lässt man es durch eine wässrige Lösung strömen, die die schweren unerwünschten Partikel aufnimmt. Am Ende dieser Reinigung besteht das Gas zu 98 Prozent aus Methan – das ist das einfachste organische Gas, das es in der Chemie gibt. Dieses gereinigte Gas wird im nächsten Schritt abgekühlt, und zwar auf -162 °C. Dann nämlich wird das Erdgas flüssig. Es braucht dann viel weniger Platz. In flüssiger Form ist das Volumen 600 Mal kleiner als im gasförmigen Zustand. Wie kühlt man ein Gas auf -162°C herunter Leider gibt es keinen Kühlschrank, in den man einen Behälter mit Erdgas stellen kann, wartet und dann wie ein kaltes Bier nach zwei Stunden auf -162° C gekühlt wieder herausholt. Wie also kühlt man das Erdgas ab? Man macht sich eine grundlegende Eigenschaft zunutze: Wenn man ein Gas zusammenpresst, erwärmt es sich – das kennt man von der Fahrradluftpumpe. Umgekehrt gilt aber auch: Ein Gas kühlt sich ab, wenn es sich ausdehnt – jedenfalls dann, wenn es nicht gleichzeitig Wärme von außen wieder aufnimmt. Um Erdgas abzukühlen, passiert folgendes: Man presst es zuerst zusammen, kühlt es dann ab und lässt das abgekühlte Gas sich ausdehnen – dann wird es noch kälter. Das geschieht in großen, schlanken zylinderförmigen Behältern. Das wiederholt man mehrere Male und kann auf diese Weise Erdgas bis zur Verflüssigung herunterkühlen. In flüssiger Form kann es dann in Lagertanks oder Tankschiffe gepumpt werden. Diese Tanks müssen thermisch weitgehend isoliert sein, damit das Flüssiggas auch kalt bleibt. Um es zu nutzen, wird das Gas wieder erwärmt; es kann dann als Brennstoff eingesetzt werden. Welche für Vor- und Nachteile hat Flüssiggas? Der große Vorteil: Man braucht für den Ferntransport keine Pipelines, sondern kann das Gas auf Schiffen oder auch per Güterverkehr relativ flexibel um den Globus transportieren. Der große Nachteil: Das Verflüssigen ist selbst ziemlich energieaufwändig. Es verbraucht bis zu einem Viertel der Energie, die im Gas eigentlich drinsteckt. Deshalb lohnt sich die Verflüssigung nur dort, wo Pipelines und Gasleitungen nicht infrage kommen oder wo das Gas über mehrere tausend Kilometer transportiert werden muss.
Ich kann alle beruhigen. Nehmen wir an, bei diesem Experiment mit dem Large Hadron Collider (LHC), wo Protonen mit sehr hoher Energie aufeinander geschossen werden, würden tatsächlich Elementarteilchen entstehen, ein schwarzes Loch. Dann kann man, wie im ersten Semester Physik, auf einem Blatt Papier ausrechnen, wie groß die Kraft zwischen zwei Teilchen ist – und zwar die Gravitationskraft zwischen zwei Teilchen im Vergleich zu ihrer elektrischen Kraft. Gravitation spielt nur bei schweren Körpern eine Rolle Wenn man zum Beispiel zwei Ladungen hat, die sich abstoßen, oder zwei ungleichnamige Ladungen, die sich anziehen, stellt man fest: Die Schwerkraft ist 10 hoch 36 Mal schwächer als die elektromagnetische Kraft. Das bedeutet: Beim Aufbau der Materie, aus der wir ja auch bestehen, spielt die Schwerkraft gar keine Rolle. Die Schwerkraft, die Gravitation, spielt nur eine Rolle für große, schwere Körper; das mal vorweg. Das heißt, wenn da unten, also in dem Bereich der unglaublich kleinen Teilchen, ein schwarzes Loch entstünde, dann wäre dieses schwarze Loch nicht mehr in der Lage, einem benachbarten Atom das Elektron wegzuschnappen. Das schwarze Loch hätte also überhaupt keine Wirkung. Also selbst wenn schwarze Löcher entstünden, und man achte hier bitte auf den Konjunktiv, wäre das völlig unerheblich. Zumal es auch eine Theorie gibt, aber eben nur eine Theorie, dass diese kleinen schwarzen Löcher relativ schnell zerstrahlen. Das ist die eine Sache. Die andere Sache: Wenn es stimmen sollte, dass der Large Hadron Collider, also das Experiment in der Schweiz, tatsächlich den Zustand relativ nah am Urknall darstellt oder simuliert und bei diesem Zustand des frühen Universums während pausenlos schwarze Löcher entstanden, dann würde es weder die Kritiker dieses Large-Hadron-Collider-Experiments geben noch diejenigen, die das Experiment machen würden. Denn wenn diese schwarzen Löcher wirklich in riesengroßer Zahl entstanden wären und das frühe Universum also voller schwarzer Löcher gewesen wäre, dann wäre nichts entstanden. Gar nichts. Mit anderen Worten: Die Tatsache, dass es Kritiker dieses Experimentes gibt, die befürchten, dass schwarze Löcher bei solchen Experimenten entstehen, ist geradezu ein Beweis dafür, dass keine schwarzen Löcher in einem frühen Universum entstanden sind. Denn sonst gäbe es die Kritiker nicht. Naturgesetze sind immer gültig – vom Urknall bis heute Was ich damit sagen will: Wir gehen davon aus, dass die Naturgesetze, die wir auf der Erde kennen und die wir in solchen Experimenten überprüfen, immer und überall gültig gewesen sind. Wenn das der Fall war und ist, dann können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass im frühen Kosmos keine schwarzen Löcher entstanden sind in dieser Menge. Sonst wären wir nicht da. Mit anderen Worten: Wenn der Large Hadron Collider die Bedingungen des frühen Kosmos abbildet, dann können auch da keine großen schwarzen Löcher entstanden sein und auch keine kleinen schwarzen Löcher, die irgendwelche Auswirkungen auf ihre Umgebung gehabt haben können. Ganz abgesehen davon sind diese Elementarteilchen, schwarzen Löcher, nicht das, was wir in der Astrophysik kennen. Das sind ja große Objekte, also zumindest schwere Objekte. Die müssen nicht groß sein, aber schwer, wo zum Beispiel eine Sonnenmasse, also 300.000 Erdmassen, in eine Kugel von drei Kilometern eingesperrt wäre. Das wäre ein schwarzes Loch, das in seiner Umgebung, aber nur in seiner unmittelbaren Umgebung, die Materie in sich hinein reißen würde. Katastrophenszenario erzeugt mediale Aufmerksamkeit Ich bin ja kein großer Freund von Verschwörungstheorien und bitte das jetzt nicht allzu ernst nehmen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die Organisation, die mit dem Experiment am LHC zu tun hat, vielleicht vor einigen Jahren ein paar Leute ausgesucht hat, die gesagt haben: Damit dieses Experiment in die Medien kommt, müssen wir uns ein Katastrophenszenario überlegen, sodass sich dann möglichst viele anschauen, was für tolle Experimente wir da machen. Denn ob man 7 TeV-Protonen aufeinandergeknallt oder nicht, das interessiert auf unserem Planeten nur ganz wenige Leute. Aber wenn davon die Rede ist, dass so ein Experiment vielleicht den Weltuntergang mit einem schwarzen Loch einläuten kann, dann sind sofort alle Medien dabei. Alle berichten darüber und das LHC ist in aller Munde und in jeder Kamera. SWR 2008
- 02.01.20231 min
Die Ernährung sollte in der Schwangerschaft ausgewogen sein. Zu einer guten Ernährung gehören viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milche und fettarme Milchprodukte. Milch und fettarmes Fleisch sind wichtig in der Schwangerschaft. Außerdem empfiehlt sich der Verzehr von Meeresfisch. Auf zu viel Süßes sollte man verzichten. Substituieren sollte man darüber hinaus Folsäure und Jod.
- 23.12.20222 min
Kaiserschnitt sollte medizinisch begründet sein Die Zahl der Kaiserschnitte ist weltweit sehr stark gestiegen; auch in Deutschland gab es in den letzten Jahrzehnten einen sehr starken Anstieg. Vor 30 Jahren hat man Kaiserschnitte noch sehr viel seltener gemacht. Ein Teil der Kaiserschnitte ist berechtigt, weil in Deutschland die Mütter immer älter werden; es gibt verschiedene Schwangerschaftsrisiken, der Mutterkuchen liegt falsch o.ä. Da kann man gar nicht normal in binden. Oder wenn die Frau eine Erkrankung hat, die es nicht zulässt, dass sie Wehen hat oder pressen darf. Normale Geburt ist besser für Mutter und Kind In der Mehrzahl der Fälle ist ein Kaiserschnitt aber nicht zwingend notwendig. Inzwischen ist es wieder seltener der Fall, dass eine Frau ohne irgendwelche medizinischen Gründe einen Kaiserschnitt möchte. Und das Beste ist die normale Geburt – sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Wenn keine Risiken vorliegen und es keinen medizinischen Grund gibt, sollte die Frau normal entbinden und keinen Kaiserschnitt erhalten. Kaiserschnitt also nur, wenn es zwingende medizinische Gründe gibt.
- 15.12.20224 min
Die Hauptaufgabe der EZB ist es, dafür zu sorgen, dass die Preise in den Euroländern ungefähr gleich bleiben – dass sie also weder total steigen noch fallen. Das heißt: Unser Geld soll morgen ungefähr genauso viel wert sein wie heute. Ein bisschen Inflation ist in Ordnung Das heißt allerdings nicht, dass die Preise gar nicht steigen dürfen. Ein bisschen Inflation darf schon sein, konkret peilt die EZB mittelfristig ein Plus von maximal zwei Prozent pro Jahr an. Das ist eine Art Sicherheitspuffer. Denn angenommen, die EZB würde das Ziel null Prozent Inflation vorgeben, dann werden die Inflationsraten in den verschiedenen Euroländern um diesen Wert schwanken: Die einen wären ein bisschen über Null, die anderen würden aber – und das wäre gefährlich – ins Minus fallen, in die Deflation. Zentrales Ziel der EZB: Preisstabilität Das will die EZB unbedingt verhindern. Sinkende Preise klingen im ersten Moment zwar toll, sie hätten aber Folgen, die keiner will: Denn in so einer Situation warten die meisten Menschen ab, bevor sie sich ein neues Sofa oder Handy kaufen – in der Hoffnung, dass die Sachen günstiger werden. Und dann werden Firmen ihre Produkte nicht los, investieren nicht mehr und müssen vielleicht sogar Leute entlassen. Stabile Preise sind also wichtig, damit die Menschen und auch Unternehmen gut planen können. Und das ist das zentrale Ziel der EZB: Preisstabilität! EZB legt Leitzinsen fest Es gibt mehrere Mittel, um die Zinsen stabil zu halten. Ein ganz wichtiges sind die Leitzinsen, die die EZB festlegt – Zinsen im Plural, denn das sind verschiedene Zinswerte. Wenn pauschal von DEM Leitzins gesprochen wird, dann geht es um die Gebühr, die Banken zahlen müssen, wenn sie sich Geld bei der EZB leihen. Wie hängen Zinsen und Inflation zusammen? Was genau passiert, wenn die EZB den Leitzins erhöht oder senkt? Beispiel: Liegt der Leitzins bei 0, dann können sich die Banken kostenlos Geld von der EZB leihen und dieses Geld auch sehr günstig weiterverleihen. Das heißt: Kredite sind in solchen Zeiten günstig – Firmen und Menschen kommen sehr leicht an Geld, sie geben es aus, erzeugen damit auf den Märkten eine große Nachfrage – und dadurch steigen die Preise. Ein niedriger Leitzins treibt also die Inflation an. Umgekehrt: Wenn die Preise zu krass steigen, also die Inflation deutlich über 2 Prozent liegt, dann will die EZB will sie wieder runterkriegen. Dazu wiederum muss sie den Leitzins hochsetzen. Dann werden Kredite teurer, es wird weniger Geld ausgegeben – das drosselt die Inflation. Welche weiteren Möglichkeiten hat die EZB? Neben dem Festlegen der Leitzinsen kann die EZB dafür sorgen, dass die Geldmenge, die im Umlauf ist, kleiner wird. Das geht zum Beispiel indem sie von den Banken höhere Mindestreserven verlangt. Dieses Geld wird sozusagen eingefroren und kann nicht mehr verliehen werden. Dadurch wird jeder Euro, der im Umlauf ist, wertvoller und auch das drückt die Inflation. Hat die EZB noch andere Aufgaben als für stabile Preise zu sorgen? Ja. Die EZB verwaltet zum Beispiel Währungsreserven der Euroländer und sie hat den Euro als Ganzes im Blick, d.h. sie handelt, wenn sich der Euro ungewollt schlecht entwickelt gegenüber anderen Währungen. Und die EZB beaufsichtigt viele Banken – und zwar große, wichtige Banken für einzelne Euroländer oder die gesamte Union. Wieso werden neben der EZB noch nationale Zentralbanken gebraucht – in Deutschland z.B. die Bundesbank? Die Bundesbank druckt zum Beispiel Euro-Banknoten und gibt Euro-Münzen an die Banken aus. Damit sorgt sie dafür, dass wir Geld am Bankautomaten ziehen können oder dass der Einzelhandel Wechselgeld hat. Das macht die EZB nicht. Die Bundesbank tauscht auch unseren 20-Euro-Schein aus, den wir aus Versehen zerrissen haben oder sie nimmt die frühere Währung D-Mark an und gibt uns Euro dafür. Und sie sichert auch unsere Kartenzahlungen ab. Außerdem überwacht die Bundesbank gemeinsam mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin deutsche Banken und auch Unternehmen, die Geldgeschäfte abwickeln. Das alles könnte die EZB gar nicht leisten. Deshalb gibt sie Aufgaben an nationale Zentralbanken weiter. Aber deren Präsidenten sitzen im EZB-Rat – das bedeutet, sie entscheiden mit über die Geldpolitik im Euroraum und setzen sie dann auch um.



















