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- 06.12.201729 min
Doppelspitze statt Spitzenduell: Der wochenlange Machtkampf zwischen Horst Seehofer und Markus Söder endet diese Woche mit einem klaren Sieg für Söder. Horst Seehofer wird zwar vorerst Parteichef bleiben, aber sein Amt als Ministerpräsident zugunsten von Finanzminister Markus Söder abgeben. Seehofer nennt es eine „Konsenslösung“, dabei hatte er monatelang versucht, Söder zu verhindern. Damit endet ein denkwürdiger Kampf um den Platz auf dem bayerischen Thron. Die beiden SZ-Redakteure Roman Deininger und Wolfgang Wittl berichten seit Jahren über CSU, Seehofer und Söder. Im SZ-Podcast „Das Thema“ sprechen sie über die neue Harmonie in der CSU und ziehen eine Bilanz der Wochen nach der Bundestagswahl. Doch jetzt geht es erst richtig los: Können die beiden bayerischen Alphatiere Seehofer und Söder überhaupt zusammenarbeiten? Wie erfolgreich wird die CSU mit Söder bei der Landtagswahl sein? Und wieso geht es bei der CSU in letzter Zeit eigentlich nur um persönliche Animositäten und gar nicht mehr um Inhalte? Deininger und Wittl skizzieren eine Partei, die in den nächsten Monaten nicht nur innerparteiliche Gräben schließen muss, um zukünftig bestehen zu können. Die O-Töne von Seehofer und Söder finden Sie im Original hier und hier Alle aktuellen Infos zur CSU auf SZ.de finden Sie hier. Sie haben Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann schreiben Sie uns! Per E-Mail an podcast@sz.de
- 29.11.201727 min
"Es wird einer der längsten, aber auch einer der wichtigsten Prozesse der deutschen Geschichte sein". Zehn Morde, drei Sprengstoffanschläge, Dutzende Raubüberfälle: Seit Mai 2013 werden die Taten des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) am Oberlandesgericht in München verhandelt. Ein juristischer Marathon mit fast 400 Verhandlungstagen und Hunderten Zeugen. Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat vom ersten Tag an für die SZ über das Verfahren berichtet. In dieser Folge spricht sie über Versäumnisse der Ermittlungsbehörden, welchen Eindruck sie von Beate Zschäpe gewonnen hat und wieso der Prozess jetzt endlich zu Ende gehen muss. Die SZ war nicht nur an jedem einzelnen Verhandlungstag des NSU-Prozesses im Gerichtssaal – sie hat auch mitgeschrieben. Die „NSU-Protokolle“ werden zum Ende jedes Jahres für das SZ-Magazin von Schauspielern vorgetragen und verfilmt. Die Filme und alle Informationen zu dem Projekt finden Sie unter: https://www.sueddeutsche.de/thema/NSU-Protokolle Frau Ramelsberger wollte sich in dieser Folge nicht festlegen, wann der Prozess vorbei sein wird. Egal wie lange er noch dauert: Sie finden alle aktuellen Informationen unter: http://www.sueddeutsche.de/thema/NSU-Prozess
- 22.11.201730 min
Alles Wichtige zu den abgebrochenen Sondierungsgesprächen, was man der FDP wirklich vorwerfen kann und wie sich das Jamaika-Aus auf den Machtkampf innerhalb der CSU auswirkt – in einer neuen Folge von „Das Thema“. Nach vier Wochen Verhandlungen hat die FDP die Gespräche abgebrochen, obwohl man sich angeblich in vielen Punkten schon einig war. FDP-Chef Christian Lindner wurde zum Sündenbock der Nation. Doch wie unerwartet war der Schachzug von Lindner wirklich? Und was bezweckt die FDP damit? „Je präziser, je detailreicher die Verhandlungen wurden, desto problematischer wurden sie für die FDP“, sagt Redakteur Stefan Braun im SZ-Podcast „Das Thema“. Er ist Mitglied der Parlamentsredaktion und erzählt, warum auch mangelndes Vertrauen die Sondierungsgespräche erschwerte und was jetzt seiner Meinung nach jetzt die beste Option wäre. Ein weiterer Machtkampf brodelt gerade bei der CSU: Während der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in Berlin mit Kanzlerin Merkel Geschlossenheit demonstriert, herrscht daheim in München Chaos: Denn Seehofer steht seit der Bundestagswahl in der Kritik und sein Kontrahent Markus Söder bringt sich als neuer Parteichef in Stellung. „Alles was Seehofer in Berlin erreicht, wird von Söder in München zertrümmert“, sagt SZ-Autor Roman Deininger in „Das Thema“. Inwiefern Seehofer von den gescheiterten Verhandlungen profitiert, erklärt Deininger im Podcast.
- 15.11.201729 min
Die Veröffentlichungen der Paradise Papers haben bereits zu den ersten politischen Konsequenzen geführt: Das niederländische Finanzministerium will etwa 4000 Steuerdeals prüfen lassen, die nach dem selben Modell funktionieren wie die Deals des Sport-Konzerns Nike. Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte heftig, dass Flugzeuge mehrwertsteuerfrei über die Isle of Man nach Europa eingeführt werden können. Auch viele SZ-Leser empörten sich über die Schlupflöcher der Konzerne und Reichen. Andere wiederrum schrieben, sie würden es genauso machen, wenn sie könnten. Bastian Obermayer und Frederik Obermaier erzählen in der letzten Spezialfolge zu den Paradise Papers, wie sie den mittlerweile fünften gemeinsamen Leak erlebt haben. Die Erwartungen an die künftige Bundesregierung sind dabei ebenso Thema wie feindselige Kommentare von Gegenspielern und das vermeintliche Ohnmachtsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Auch in den USA sind die Paradise Papers ein großes Thema. Das liegt unter anderem daran, dass sich die New York Times an der internationalen Recherche beteiligte. Frederik Obermaier lebt derzeit in den Staaten und war an der Recherche zu US-Handelsminister Wilbur Ross und dessen Verbindungen zu Russland beteiligt. Er erzählt von den wichtigsten Debatten und ersten Rücktrittsforderungen in den USA.
- 07.11.201729 min
Auf der Liste der Schattenfinanzplätze stehen auch europäische Länder weit oben, darunter: Deutschland. Obwohl hiesige Politiker regelmäßig gegen Steueroasen wettern und von diesen mehr Transparenz einfordern, bietet Deutschland unzählige Schlupflöcher, um Geld zu waschen oder zu verstecken. Der ehemalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat mittlerweile zwar ein Transparenzregister für Firmen eingeführt, das ist aber ironischerweise nicht öffentlich einsehbar. Sich über Steuerflüchtlinge aufregen und ihnen selbst Möglichkeiten bieten - das ist nur eine Facette der zutiefst gespaltenen Position, die Deutschland in Finanzfragen einnimmt. Oder ist es etwa nicht scheinheilig, wenn staatliche Unternehmen selbst Steueroasen nutzen und ihre Gewinne abziehen? Vanessa Wormer und Hannes Munzinger analysieren, warum die Bundesrepublik viele Finanzgeschäfte kaum kontrolliert, kaum kontrollieren kann - und auch kaum kontrollieren will.
- 07.11.201729 min
Der Wohnungsmarkt in Berlin ist ein Paradies für Investoren. Die Nachfrage und damit die Preise wachsen schneller als überall sonst in Deutschland. Das zieht auch global agierende Finanzinvestoren wie Phoenix Spree an. Der Firma gehören etwa 2700 Wohnungen in Deutschland, die meisten davon in Berlin. Sie verfolgt ein simples Modell: kaufen, renovieren, optimieren - und mit Gewinn wieder verkaufen. Doch damit nicht genug: Mit geschickten Konstrukten versucht Phoenix Spree, Steuern zu vermeiden. All das ist legal, aber ist es auch moralisch in Ordnung? Vanessa Wormer und Ralf Wiegand erklären in dieser Folge von "Das Thema", wie Geld, das irgendwo auf der Welt angelegt wird, direkte Auswirkungen auf Mieter in Berlin hat. Sie erläutern, mit welchen Mitteln Städte gegen Investoren wie Phoenix Spree vorgehen können, warum die Mietpreisbremse in solchen Fällen nicht greift und warum es nicht so einfach ist, zwischen guten und schlechten Investoren zu unterscheiden.
- 06.11.201729 min
Wie viele andere US-Konzerne nutzt Nike eine Steueroase mitten in Europa: die Niederlande. Wenn Kunden in Ländern wie Deutschland, Schweden oder der Schweiz einen Schuh bei Nike kaufen, fließen die Gewinne erst mal in dorthin. In den Niederlanden schiebt der Konzern das Geld dann so zwischen verschiedenen Tochterfirmen herum, dass er am Ende kaum Steuern zahlen muss. In dieser Folge von "Das Thema" erklären die SZ-Autoren Bastian Obermayer und Elisabeth Gamperl, wie das System Nike funktioniert, warum solche Konstruktionen in Europa überhaupt möglich sind und wie sie dieser Geschichte in monatelanger Recherche auf die Spur kamen.
- 06.11.201729 min
Der britische Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat etliche Briefkastenfirmen. Eine davon, auf der Isle of Man, nutzte er laut den Paradise Papers, um sich bei der Einfuhr seines neuen Privatjets mehr als vier Millionen Euro an Mehrwertsteuer zu sparen. Dafür genügte es, einmal morgens kurz auf der Insel zu landen und die Formalitäten zu erledigen. Mauritius Much und Ralf Wiegand sprechen in dieser Folge von „Das Thema“ über die Kanzlei Appleby und ihre Niederlassung auf der Isle of Man, die im Zentrum der Paradise Papers steht. Sie erklären, wie Hamiltons millionenschwerer Steuervermeidungsdeal funktioniert und warum die Geschäfte ausgerechnet über die kleine Isle Of Man abgewickelt werden.
- 05.11.201731 min
In der ersten Folge des neuen Podcasts „Das Thema“ erzählen SZ-Autor Tobias Zick und SZ-Investigativ-Reporterin Katrin Langhans von ihren Recherchen zu den Paradise Papers. Tobias Zick berichtet, wie er unter den wachsamen Augen eines Glencore-Mitarbeiters in einer kongolesischen Mine recherchierte und Katrin Langhans erzählt, wie der Rohstoffkonzern mit unbequemen Fragen umgeht.
- 17.10.20172 min
Mit dem Podcast "Das Thema" können Sie die Süddeutsche Zeitung ganz neu erleben. Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge. Mit Analysen und Hintergründen zu dem Spitzenjournalismus der SZ - direkt von unseren Autoren im Gespräch mit Vinzent-Vitus Leitgeb und Laura Terberl. "Das Thema" erscheint jeden zweiten Mittwoch um 17 Uhr. In der halbstündigen Audiosendung sprechen Redakteure der Süddeutschen Zeitung über ihre Themen und Recherchen. Alle Folgen von "Das Thema" finden Sie unter sz.de/das-thema, sobald sie erscheinen. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot, etwa bei iTunes, Spotify, Deezer, Audio Now oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App. Alle Folgen finden Sie auch auf Soundcloud, hier können Sie die Episoden auch herunterladen. Wie Sie unsere Podcasts hören können, erklären wir in diesem Text. Alle unsere Podcasts finden Sie unter: www.sz.de/podcast









