
War der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline ein Kriegsverbrechen?
Die Frage des Tages
16.10.2026
5 min
Beschreibung
In Hamburg hat der Strafprozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des Nord-Stream-Anschlags begonnen. Angeklagt ist Serhij K., ein ehemaliger Offizier der ukrainischen Armee. Er soll mit einem Team drei der vier Stränge der Gas-Pipeline gesprengt haben. Die Tat wird vom Gericht als Kriegsverbrechen eingestuft, nämlich als "Einsatz verbotener Methoden der Kriegsführung durch einen Angriff gegen zivile Objekte". Dabei sind bei der Sprengung keine Menschen zu schaden gekommen und es ist offensichtlich, dass Russland das Geld, dass es mit Gasverkäufen über die Nord-Stream-Pipeline verdiente, auch für seinen brutalen Angriff auf die Ukraine nutzte. Unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie lautet daher: War der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline ein Kriegsverbrechen?