
Frisch an die Arbeit
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- 22.01.201954 min
„Ich habe mich lange darüber hinweggemogelt, dass Frauen weniger verdienen als Männer“, sagt die Schauspielerin Caroline Peters, 47 Jahre, im ZEIT-ONLINE-Podcast „Frisch an die Arbeit“. Bis sie einmal im Nachhinein einer Produktion feststellen musste, dass sie weniger Geld verdient hatte als der Kollege. Warum sie es noch heute kompliziert findet, offen über Gehälter zu sprechen, erzählt sie im Podcast. Nach der Schauspielschule bekam Peters ihr erstes Engagement an der Berliner Schaubühne. Sie sagt: "Ich fand es cool, mit 22 Jahren einen Beruf anzufangen und ein Gehalt dafür zu bekommen." Heute gehört sie zum Ensemble des Wiener Burgtheaters, gerade wurde sie zum zweiten Mal zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Ihre Filmrollen sind dabei oft komisch – so auch in der österreichischen Komödie „Womit haben wir das verdient?“, die am 24. Januar in die deutschen Kinos kommt. Derzeit läuft es gut für Peters. Sie sagt: "Alles hängt von Glück und Zufall ab. Deshalb erfreue ich mich immer an dem, was gerade ist – und bei dem, was kommt, denke ich immerzu in permanenter Not dran." Und: "Mir wär sehr viel wohler, wenn ich eine reiche Erbin wäre oder es ein Grundeinkommen für alle gäbe und es rein auf meinem Geschmack beruhen würde, ob ich arbeite oder nicht.“ [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Als Gabriele Chanel Burg Pilotin werden wollte, gab es den Beruf für Frauen noch gar nicht. Heute fliegt sie große Passagiermaschinen für eine deutsche Billigfluggesellschaft. "Was immer noch faszinierend und schön ist: Wenn man dünne Nebellagen hat und das Flugzeug hochzieht – dann kommt plötzlich die Sonne", sagt Burg im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. "Aber ich denke heute nicht mehr jeden Tag: Wow, toll!" Burg ist eine der ersten und bis heute sehr wenigen Pilotinnen ihrer Generation. Weil die Lufthansa Anfang der Achtziger, als Burg Abitur machte, noch keine Pilotenausbildung für Frauen anbot, studierte sie zunächst Literatur, Linguistik und Theaterwissenschaften in München – um anschließend an einer privaten Flugschule doch noch eine Ausbildung zur Pilotin zu absolvieren. Burg sagt, der Beruf habe in den letzten Jahren deutlich an Tempo zugelegt: "Früher sind wir auf die Kanaren geflogen und standen da dann eine Stunde, und man konnte immerhin mal einen Kaffee in der Sonne trinken. Heute geht alles schnell, schnell, schnell und wir müssen sofort weiter.“ [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Heiner Koch, der Erzbischof von Berlin, erzählt im ZEIT-ONLINE-Podcast „Frisch an die Arbeit“, dass er in den Tagen und Wochen vor Weihnachten kaum zur Ruhe komme. Er sagt: "Am Mittag des ersten Weihnachtsfeiertages lege ich mich dann erst einmal hin und schlafe.“ Koch, 64 Jahre, wuchs in Düsseldorf in einer katholischen Familie auf. Er selbst hatte als Jugendlicher ganz andere Zukunftspläne als die Eltern. "Mein Traum war: Ich wollte entweder Kaufmann werden – oder eine gut laufende Gaststätte betreiben.“ Doch dann studierte er nach dem Abitur Theologie auf Lehramt, promovierte und wurde im Jahr 1980 zum Priester geweiht. Seit 2015 ist Koch Erzbischof von Berlin – und entgegen dem Klischee sei Berlin eine zunehmend christliche Stadt. Im Podcast sagt er über seine Arbeit: "Das Regelmäßige an meinen Arbeitsalltag ist, dass ich morgens aufstehe und abends zu Bett gehe. Das Meiste ist aber nicht planbar.“ [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Henning May, 27, und seine Freunde Christopher Annen und Severin Kantereit gründeten während der Schulzeit in Köln die Band AnnenMayKantereit, später kam der Bassist Malte Huck dazu. Sie singen Lieder über Liebeskummer, Kiffen, Älterwerden. Sie wurden als Newcomerband gefeiert, spielen auf Festivals und füllen große Konzerthallen, wurden plötzlich überall erkannt. May kam mit der Aufmerksamkeit nicht gut klar, erzählt er im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit, er habe viel gekifft. "Ich habe mich isoliert und versucht, mich zu betäuben", sagt er. Er habe zwei Wochen durchgefeiert und immer noch eine Ausrede gefunden, sich am nächsten Abend doch wieder zu verabreden. Er habe aufgehört, Sport zu machen. Mittlerweile habe er sich an die Aufmerksamkeit gewöhnt. Er sagt: "Ich entziehe mich der Welt jetzt nicht mehr so oft." Darüber, wie die Band ihr Geld aufteilt, sagt Henning May lieber nichts. Nur so viel: "Wir verdienen genug Geld. Ich bin finanziell abgesichert." Wenn von dem neuen Album, das gerade erschienen ist, kein einziges Exemplar verkauft würde, könnte er von seinen Ersparnissen zehn Jahre lang leben, sagt er. Auf die Frage, ob er lieber mehr Freizeit, Geld, Sinn oder Anerkennung hätte, sagt er: "Freizeit und Geld brauche ich jetzt gerade nicht. Ich wäre einfach gerne wieder verliebt." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Wenn man seine Finanzen auf die Reihe kriegt, gibt das vielen Frauen das Gefühl, Superwoman zu sein", sagt Natascha Wegelin ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Die 32-Jährige ist die Gründerin und gleichzeitig der Kopf hinter dem Frauen-Finanzblog Madame Moneypenny, mit dem sie Frauen dabei unterstützt, finanziell unabhängig zu werden. Wegelin, geboren im Ruhrpott, verdiente ihr erstes Geld mit zwölf Jahren in einem Kinderchor, der regelmäßig in Musicals auftrat. Später studierte sie BWL – und erhoffte sich einen Job bei Google, wo sie ein Praktikum gemacht hatte. Aber es klappte nicht. Im Podcast sagt Wegelin: "Damals dachte ich: Wie doof muss man sein, das zu vermasseln?" Kurzerhand gründete Wegelin zusammen mit einem Kommilitonen ein eigenes Unternehmen, da war sie 26 Jahre alt: das Portal wg-suche.de. Im vergangenen Jahr verkauften sie es zum Teil an Immobilienscout24. Seit 2016 betreibt sie ihren Blog. In einer Facebook-Gruppe diskutiert sie mit Frauen über Finanzen, gibt Seminare und Webinare und hat gerade ein Buch veröffentlicht. Wichtiger als der Output aber, sagt sie, seien die Rückmeldungen ihrer Leserinnen: "Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich geholfen habe, ein Leben zu verändern." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 13.11.201843 min
An harten Tagen legt Max Höhn sich abends in die Badewanne, gibt ein paar Tropfen Pfefferminzöl dazu und bleibt im Wasser, bis es kalt ist. "Danach ist mein Kopf frei", sagt der 48-Jährige im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Höhn arbeitet als Friseur, seit 13 Jahren hat er einen eigenen Laden in Berlin mit drei Mitarbeitern und einem Azubi. Er liebt es, Haare zu schneiden. Jeden Tag höre er viele glückliche Geschichten. Harte Tage seien die, wenn ihm mehrere Kunden von Schicksalsschlägen erzählten, von Trennungen und Krankheiten. "Da denke ich: Das ist jetzt wirklich zu viel Drama für heute." Höhn kommt aus Rheinland-Pfalz. Als er 15 Jahre alt war, schmiss er die Schule. Seine Mutter ging mit ihm zum Arbeitsamt und suchte ihm eine Ausbildungsstelle zum Friseur. Doch Höhn wollte lieber Schauspieler werden und arbeitete nach der Ausbildung an verschiedenen Theatern. Das sollte zunächst niemand mitbekommen. Er sagt: "Wenn man als schwuler Schauspieler auch noch Haare schneiden kann, wird man in Deutschland nicht ernst genommen." Erst als es mit der Schauspielerei nicht mehr klappte, wurde der Friseurberuf sein Hauptjob. Im Podcast sagt er: "Ich will nur noch mit Menschen arbeiten, die ich wirklich mag und wertschätze." Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, ist für ihn eine Herausforderung: Auf die letzte Ausschreibung für eine Lehrlingsstelle meldeten sich nur drei Leute. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der Moderator und Schauspieler Jochen Schropp outete sich im vergangenen Sommer als schwul. Er hatte damit so lange gewartet aus Sorge, keine Filmrollen mehr zu bekommen. Im Podcast „Frisch an die Arbeit“ erzählt der 39-Jährige: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so viel freier fühlen würde." Außerdem habe er seitdem bereits eine Rolle angeboten bekommen – und zwar die eines heterosexuellen Mannes. Schropp wuchs in Gießen auf, seine Mutter war Arzthelferin, der Vater Lehrer. Für ihn selbst war früh klar, dass er einmal auf einer Bühne stehen wollte. Bekannt wurde er mit seiner Rolle als Herzensbrecher in der ARD-Vorabendserie „Sternenfänger" an der Seite von Nora Tschirner. Heute moderiert er vor allem TV-Shows, unter anderem das Reality-Format "Promi Big Brother." Er sagt: "Ich bin halt Mainstream." Im Podcast erzählt er, dass er ein großes Sicherheitsbedürfnis habe. Wenn Jobs wegbrechen, mit denen er fest gerechnet habe, mache er sich Sorgen. Dann nehme er auch Jobs an, die er sonst nicht annehmen würde. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 17.10.201837 min
Noch vor acht Jahren arbeitete die 49-jährige Mirian Lamberth in New York als Kreativdirektorin bei Tommy Hilfiger. Sie fuhr einen SUV, hatte ein Haus auf den Hamptons, eine persönliche Assistentin und viel Geld auf dem Konto. Doch sie fragte sich oft: "Was macht mir wirklich Spaß?" Und: "Wo will ich denn noch hin?" Sie entschied sich, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Jetzt arbeitet sie als Heilpraktikerin in Berlin. Sie sagt: "Am Anfang habe ich ein bisschen geweint, dass ich keine Corporate Credit Card mehr hatte." Heute hat Lamberth keine Rücklagen mehr aus dem früheren Arbeitsleben und keine finanzielle Absicherung – und ist trotzdem glücklicher. Ihre Klientinnen und Klienten besucht sie zu Hause. Ihr Honorar variiert dabei stark, je nach Patient und Fall. "Früher wollte ich meine Arbeit möglichst günstig anbieten, damit sie sich jeder leisten kann," erzählt sie. "Aber ich habe gemerkt, dass viele meine Zeit erst dann ernst nehmen, wenn der Preis höher ist." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der 28-jährige Schauspieler spielte in seiner Jugend im „Vorleser“ den Geliebten von Kate Winslet. Das machte ihn bekannt. Im Podcast „Frisch an die Arbeit“ sagt er: "Ich kannte sie auch nur aus Titanic – und saß plötzlich in New York und hatte eine Probe mit ihr. Das konnte ich selber gar nicht glauben.“ Bei den Dreharbeiten war Kross anfangs zu jung, um Sexszenen zu drehen. Er sagt: "Die haben damit extra noch gewartet, bis ich 18 wurde – damit uns keiner verklagen kann." Am Tag nach seinem Geburtstag lag er dann mit Winslet im Bett. Heute ist Kross sehr kritisch mit sich. "Ich schaue bei meinen Filmen immer, ob ich Fehler gemacht habe", sagt er. Erst wenn er einen Film dreimal gesehen habe, könne er sagen, ob er ihn gut finde. Dabei hat Kross viele Preise gewonnen, erst dieses Jahr gewann er den Bayerischen Filmpreis. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 18.09.201851 min
"… genauso wie ein Magengeschwür oder Krebs." Der 58-Jährige gründete vor knapp 30 Jahren das erste Schlaflabor. Heute leitet er an der Charité das Schlafmedizinische Zentrum und berät zum Beispiel die Tänzer des Staatsballetts Berlin beim Thema Schlaf. "Anfangs wurde ich mit meiner Arbeit nicht ernst genommen", sagt er im Podcast "Frisch an die Arbeit". Da war die Schlafmedizin noch ein Randgebiet in der Medizin. Das habe sich geändert: Jeder Zehnte in Deutschland leidet unter chronischen Schlafstörungen, jeder Dritte schläft nicht gut. Anders als früher seien heute viele seiner Patienten erst 20 Jahre alt. Der Auslöser dafür sei häufig Stress, sagt Fietze. Das kennt er selbst. Er sagt: "Wenn ich mein Arbeitspensum mit dem vergleiche, was ich vor 15 Jahren gemacht habe, dann habe ich damals gefaulenzt." Fietze sagt: "Eins meiner Vorhaben ist: mehr Entspannung." Dazu gehöre auch mehr Schlaf. Seine Einschlafrituale: Tiersendungen und eine Tasse Kräutertee. Wenn er tagsüber müde werde, mache er eben ein Nickerchen auf der Tastatur. Wenn man unbequem einschlafe, wache man nach ein paar Minuten ohnehin wieder auf und sei für die nächsten Stunden wieder fit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 04.09.201834 min
Nach der Veröffentlichung ihres Debütromans „Axolotl Roadkill" hatte die Schriftstellerin und Regisseurin Helene Hegemann erst mal genug. Im ZEIT-ONLINE-Podcast „Frisch an die Arbeit“ sagt sie: "Mir fiel absolut nichts ein und ich wollte den Beruf eigentlich aufgeben.“ Erst als das Geld aufgebraucht war, habe sie wieder ernsthaft angefangen, zu schreiben. Jetzt ist ihr dritter Roman erschienen: „Bungalow". Darin geht es um ein zur jungen Frau reifendes Mädchen, das bei seiner alkoholsüchtigen Mutter in aussichtslosen Verhältnissen aufwächst. Über ihre Arbeit sagt die 26-jährige Hegemann im Podcast: "Schreiben erfordert ein gewisses Maß an Planung.“ Sie sei sich selbst eine "erstaunlich gute Chefin“ und arbeite sehr diszipliniert: "Ich bin sehr streng mit mir.“ Hegemann zog mit 13 Jahren zu ihrem Vater Carl Hegemann, der damals Dramaturg an der Berliner Volksbühne war, und begann, zu schreiben. Im Podcast sagt sie: "Ich habe mich nicht nach dem Lifestyle des Schriftstellers gesehnt." Viel Aufmerksamkeit bekam Hegemann für ihren Debütroman "Axolotl Roadkill", zu dessen Erscheinen sie gerade mal 17 Jahre alt war. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 21.08.201834 min
Als in den sozialen Netzwerken vor vier Jahren ihr Beitrag bei einem Poetry-Slam viral ging, wurde die heute 26-jährige Julia Engelmann über Nacht bekannt. Angelehnt an das Lied "One Day/Reckoning Song" hatte sie ein Gedicht geschrieben. Der Refrain, ins Deutsche übersetzt: "Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können." Engelmann, die aus Bremen kommt, studierte zu dem Zeitpunkt Psychologie und war mit dem Auftritt, dessen Video bis heute knapp zwölf Millionen Menschen gesehen haben, eigentlich auf dem vorletzten Platz gelandet. Im Podcast erzählt sie, dass sie die Aufmerksamkeit damals überwältigt habe. Sie sei erst einmal eine Woche ans Meer gefahren, habe ihr Telefon bewusst nicht angeschaltet und sich sortiert. Heute kann sie davon leben, Gedichte zu schreiben und Musik zu machen. Sie geht an ihren Beruf heran wie an einen Bürojob, sagt sie im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". "Im Schnitt sitze ich um 9.30 Uhr am Schreibtisch und arbeite." Sie habe eine Art Familienbetrieb: Ihre Mutter ist ihre Managerin, ihr Vater kümmere sich um die Locations und das Merchandise. "Wir sind ein lyrischer Wanderzirkus", sagt Engelmann. Ob ihr aktueller Erfolg weiter anhalte, sei ihr nicht sonderlich wichtig. Sie sagt: "Ich könnte auch noch Grundschullehrerin werden.“ [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 07.08.201836 min
Wenn die Schweizer Musikerin auf Tour ist, ist ihre größte Herausforderung: Chefin sein. Sie müsse dafür sorgen, dass die richtigen Leute im Team seien und alles funktioniere, erzählt sie im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". "Früher war ich sehr unsicher und habe versucht, zu viel zu kontrollieren", sagt die 35-Jährige. Sophie Hunger wuchs in London, Bonn und in der Schweiz auf. Schon während der Schulzeit sei sie bei Chorauftritten in anglikanischen Kirchen aufgefallen, weil sie unbedingt ins Rampenlicht wollte. Trotzdem, sagt Hunger, verspüre sie manchmal "einen kleinen Neid auf normale Jobs". Für ihr neues Album "Molecules", das am 31. August erscheint, sei sie für einige Wochen nach Los Angeles gezogen. Dort wollte sie in einem Studio zu lernen, wie man die Musik optimal aufnimmt und produziert. "Ich war immer so abhängig von den Typen im Studio", sagt Hunger. "Das hat mich gestört." Auch wenn Hunger ihre Musik als Beruf sehr ernst nimmt, sei diese aber vor allem Ausdruck ihrer eigenen Rastlosigkeit. Es gehe ihr darum, mit dem Leben als Künstlerin intensiver zu leben als andere. Die Aussicht auf Ruhe wäre daher nichts für sie, erzählt Hunger: "Rente wäre für mich die Hölle." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 24.07.201831 min
Schon als Jugendlicher wollte Waldemar Zeiler, der Gründer der Kondomfirma Einhorn, Unternehmer werden. Sein Ziel: „Mit 30 Millionär sein.“ Nach einem BWL-Studium und Stationen bei Unternehmensberatungen und diversen Start-ups, die er „gegen die Wand gefahren hatte“, war erstmal Schluss: Burnout. Er nahm sich eine längere Auszeit, reiste durch Südamerika, und entschloss sich dann, zusammen mit Philip Siefer das Start-up Einhorn zu gründen. Die Idee: Bio-Kondome. So fair, wie die Kondome hergestellt werden, sollen auch die 18 Mitarbeiter behandelt werden. Sie arbeiten weitestgehend selbstständig, diskutieren gemeinsam ihre Gehälter und können so viel Urlaub nehmen, wie sie wollen. Zeiler selbst versuche sich aus dem operativen Tagesgeschäft so gut es geht herauszunehmen. "Besonders glücklich macht mich ein leerer Kalender", sagt Zeiler. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 10.07.201834 min
Eigentlich wollte er nach seinem Abitur Pilot werden. Doch da Joko Winterscheidt die Grunduntersuchung der Lufthansa nicht bestand, träumt er bis heute vom Fliegen. Im Podcast "Frisch an die Arbeit" ruft er dazu auf, einmal in einem Cockpit mitfliegen zu dürfen. Beim Fernsehen landete Winterscheidt, 39, durch ein Praktikum. Bei MTV lernte er Klaas Heufer-Umlauf kennen, mit dem er später unter anderem "neo paradise" und "Circus Halli Galli" moderierte. Vor jeder Sendung frage er sich: "Kann ich das wirklich, was ich da mache?" 180 Sekunden vor einer Aufzeichnung bekomme er ein Blackout, spüre seine Arme nicht mehr und sei sehr nervös. Winterscheidt arbeitet nicht nur als Moderator, sondern investiert auch in Start-ups. Sein Antrieb sei sein großes Sicherheitsbedürfnis. "Ich habe immer das Gefühl, es könnte bald vorbei sein", sagt er. Winterscheidt ist unter anderem beteiligt an einer Produktionsfirma und an einer Werbeagentur, insgesamt arbeiten rund 60 Menschen für ihn. Doch als Chef möchte er sich nicht bezeichnen: "In meiner Welt sind die Zeiten von starren Hierarchien vorbei", sagt Winterscheidt. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 26.06.201823 min
...wenn er am Klavier sitzt und neue Stücke schreibt. Bekannt wurde der 52-Jährige unter anderem mit seinem achtstündigen Konzeptalbum "Sleep", das als Einschlafhilfe gedacht ist. Gestresste schwören auf Richter, dank ihm kämen sie nachts endlich wieder zur Ruhe. Richter wuchs nördlich von London auf. Über seine Kindheit sagt er: "Ich wusste lange nicht, dass nicht alle Menschen ständig Musik im Kopf haben." Eine für seine Karriere entscheidende Figur, sagt Richter, war der Milchmann, der seiner Familie die Milch lieferte. Er sei ein Kenner avantgardistischer Musik gewesen. Richter sagt: „Der Milchmann nahm mich als Projekt an und lieferte morgens mit der Milch sehr experimentelle Schallplatten." Das änderte sein Leben. Er studierte klassische Komposition und Klavier in Edinburgh und an der Royal Academy of Music in London. Noch immer komponiert Richter am liebsten mit Bleistift und Papier und digitalisiert die Noten erst später, um sie am Computer hören zu können. Komponieren sei für ihn „wie Yoga“, sagt Richter: „Man muss seine Energie klug einteilen.“ Gerade das aber falle ihm schwer. „Ich kann nicht nein sagen“ sagt er, „ich mache immer zu viel.“ [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 12.06.201846 min
Laura Malina Seiler konnte früher nichts mit Meditation und Achtsamkeit anfangen. Heute gehört die 31-Jährige zu den angesagtesten Lifecoaches in Deutschland. Bekannt geworden ist sie mit ihrem Entspannungspodcast Happy, holy & confident. Seiler bietet im Internet aber auch Selbsthilfekurse an. Einzelcoaching macht sie nicht mehr – denn sie habe die Vision, möglichst vielen Menschen zu helfen. Seiler studierte Politikwissenschaften, Spanisch und Italienisch in Düsseldorf und Istanbul. Später machte sie einen Master in Berkeley. Über die vielen Stationen in ihrem Lebenslauf sagt Seiler heute: "Ich dachte, wenn ich woanders hingehe, ist es da bestimmt voll schön mit mir, was natürlich totaler Quatsch ist, weil man sich selbst mitnimmt." Und mit sich selbst war sie früher ständig unzufrieden: "Ich fand mich ziemlich doof", sagt sie. Nachdem ihre Tante sie zu einem Meditationsseminar geschickt hatte, merkte sie, dass es ihr besser ging. Sie entschied sich, eine vierjährige Ausbildung zum Coach zu machen. Heute hat sie sieben Mitarbeiter. Während sie in ihren Podcasts den Zuhörerinnen dabei hilft, runterzukommen, kann sie selbst nicht gut abschalten. "Ich habe seit drei Jahren keinen Urlaub mehr gemacht", sagt sie. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
… "und ich gebe genauso viel aus", sagt der Koch im Podcast Frisch an die Arbeit. Dabei hatte er sich als Kind ausgerechnet, dass 40.000 Mark im Jahr reichen würden, um sich etwas leisten zu können: Coca Cola zum Beispiel statt der Cola vom Discountmarkt. Heute betreibt der 47-Jährige vier Restaurants, schreibt Kochbücher und tritt als Fernsehkoch auf. Er hat rund 200 Beschäftige. Während einige von ihnen lieber nur vier Tage in der Woche arbeiten würden, werde er selbst unruhig, wenn mal weniger los sei. Doch es gab eine Zeit, in der ihm der Stress zu viel wurde. Im Jahr 2006 brach Mälzer zusammen, Burn-out. Heute arbeite er stets bis zur Belastungsgrenze, wisse aber, wann er eine Pause brauche. "Wenn mir der Sitznachbar im Flugzeug zu viel ist und ich den Leuten nicht mehr ins Gesicht schauen kann, weiß ich, ich muss schnell reagieren." Um zu entspannen, reichen manchmal schon vier Kugeln Zimteis. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 15.05.201834 min
Sie solle einfach nur gut in der Deko aussehen, sagte ein Redakteur mal zu der Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes. Die Texte solle sie vom Teleprompter ablesen. Die heute 36-Jährige sagte den Job ab. Im Podcast "Frisch an die Arbeit" sagt sie, dass sie selbst bestimmen wolle, was sie vor Kamera sagt. Ulmen-Fernandes ging schon mit 13 Jahren zu ersten Castings, mit 15 zog sie von zu Hause aus. Bekannt wurde sie, als sie wenig später Moderatorin von Bravo TV und später von Viva wurde. Derzeit ist Ulmen-Fernandes an der Seite ihres Mannes Christian Ulmen in der Comedyserie "Jerks" auf ProSieben zu sehen. Über die Arbeit mit dem Partner sagt sie: "Ich fand es sehr anstrengend mit ihm." Als die erste Staffel gedreht wurde, habe er sie manchmal nachts um drei Uhr geweckt, weil er eine neue Idee hatte. Daher müsse er sich nun an ihre Bürozeiten halten – zwischen Freitagabend und Montagmorgen ist die Arbeit Tabu. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- 01.05.201833 min
Auf Demos hält Oliver von Dobrowolski den Kopf für Grundgesetz und Rechtsstaat hin – und hat sogar Verständnis für die Anfeindungen der Demonstrantinnen und Demonstranten: „Auch wenn das uncool ist – die dürfen das, das ist deren Recht“, sagt der 42-jährige Berliner Polizist und Vorsitzender der Grünen-nahen Beamtenvereinigung Polizei Grün im Podcast „Frisch an die Arbeit“. Er sagt: „Ich bin aus Idealismus Polizist geworden.“ Im Podcast erzählt er, was ihn an seinem Beruf besonders begeistert, dass er sich von der Polizei mehr Service wünscht und warum er unter anderem den Polizeieinsatz bei G20 so deutlich kritisierte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.