Bericht aus Davos: Europa stemmt sich gegen Trumps Grönland-Pläne / Studie: Amerikaner bezahlen 96 Prozent der US-Zölle
Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
20.01.2026
32 min
Beschreibung

Die USA haben 2025 rund 200 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Zolleinnahmen erzielt. Doch wer trägt die Kosten dieser neuen Handelspolitik wirklich? Eine aktuelle Analyse des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), basierend auf mehr als 25 Millionen Importdatensätzen, kommt zu einem klaren Ergebnis: 96 Prozent der Zolllast bleiben in den USA – bei Importeuren und letztlich bei den Konsumenten.

Im Podcast Handelsblatt Today erklärt Studienautor Julian Hinz, warum die Preise der Exporteure kaum gesunken sind und weshalb Zölle ökonomisch wie eine Konsumsteuer wirken. Jedoch schränkt Hinz ein: „Nur weil die Amerikaner die Zolllast zahlen, heißt das nicht, dass auf der Exportseite alles gut ist – ganz im Gegenteil.“ Denn das Handelsvolumen sei deutlich eingebrochen. Gewinner in dieser Situation gebe es also keine – weder bei Exporteuren noch in den USA.

Warum sich die Zölle bislang nur begrenzt in der US-Inflation zeigen – und weshalb das noch kommen könnte –, ordnet Hinz im Gespräch ein.

Zum Artikel: USA tragen Trump-Zölle laut Studie fast vollständig selbst

Außerdem: US-Präsident Donald Trump spricht zwar erst am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos, aber die Ereignisse um seine Grönland-Pläne und neue Zoll-Drohungen überschlagen sich schon jetzt. Handelsblatt-Politik-Korrespondentin Annett Meiritz berichtet aus Davos.

Zum Newsblog: WEF in Davos

Moderiert von Nele Dohmen

Produziert von Lukas Teppler

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