
Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
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- 17.10.202232 Min.
Handelsblatt Today vom 17.10.2022 Das Votum des Grünen-Parteitags verengt im Atomstreit mit der FDP den Verhandlungsrahmen. Außerdem birgt es ein politisches Risiko für die Grünen selbst. Wie geht es mit den drei noch aktiven Atomkraftwerken in Deutschland weiter? Eine Antwort auf diese Frage ist die Ampel-Regierung bislang schuldig geblieben. Die Positionen der Grünen und der FDP lagen zuletzt weit auseinander: Während sich die FDP dafür stark macht, alle drei Atomkraftwerke bis 2024 weiterzubetreiben, wollen die Grünen nur Isar 2 und Neckarwestheim 2 in Süddeutschland bis Mitte April 2023 als Einsatzreserve am Netz behalten. Ein Weiterbetrieb des AKW Emsland über 2022 hinaus würde die Anschaffung neuer Brennelemente erfordern – das wiederum lehnen die Grünen strikt ab. Am Wochenende haben die Grünen ihre Position per Parteitagsbeschluss zementiert – und so den Rahmen für die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundeskanzler Olaf Scholz abgesteckt. Doch das grüne Parteitagsvotum verengt nicht nur den Verhandlungsrahmen im Streit mit der FDP – aus der Sicht des Handelsblatt-Energiepolitik-Experten Klaus Stratmann birgt es auch für die Grünen selbst ein großes politisches Risiko. Denn Stratmann berichtet in der neuen Folge von Handelsblatt Today von vielen Gesprächen mit Experten, die mit Blick auf die Energieversorgung eher vor dem Winter 2023/2024 warnen – der kommende Winter sei nicht das größte Problem. Und sollte Deutschland tatsächlich wie von den Grünen gefordert am 15. April 2023 endgültig aus der Atomkraft aussteigen und sollte der Winter 2023/2024 noch schwieriger werden, dann „laufen die Grünen Gefahr, sich das vorhalten lassen zu müssen“, sagt Stratmann im Gespräch mit Host Anis Mičijević. „Da geht es nicht nur um die Gasverfügbarkeit, sondern auch um die Versorgungssicherheit im Strombereich“, erklärt Stratmann. Außer Betrieb genommene Atomkraftwerke könne man schließlich nicht beliebig aus- und wieder anschalten. Außerdem: Der „Zukunftsatlas 2022“ des Marktforschungsunternehmens Prognos bescheinigt dem Emsland „hohe Chancen“ auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Handelsblatt-Praktikantin Annika Keilen hat sich auf Spurensuche begeben und erklärt in der heutigen Folge, wie sich das Emsland vom Armenhaus Deutschlands zu einer wachstumsstarken Zukunftsregion entwickelt hat. Welche Fragen haben Sie zum Thema Geldanlage in Krisenzeiten? Schreiben Sie Ihre Fragen gerne hier rein. Wir versuchen, am Donnerstag und Freitag so viele wie möglich im Podcast zu beantworten. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 14.10.202225 Min.
Handelsblatt Today vom 14.10.2022 Opfer sexueller Belästigung werden noch immer nicht ausreichend geschützt. Täter hingegen kommen oftmals ohne oder mit einer milden Strafe davon. Sexuelle Belästigung und Übergriffe am Arbeitsplatz bleiben ein akutes Problem. Die MeToo-Debatte hat zwar ein Bewusstsein geschaffen, doch die Konsequenzen für Täter bleiben teilweise aus und Opfer fühlen sich im Stich gelassen. Laut Daten des Thinktanks Foundation for European Progressive Studies haben 2019 68 Prozent der befragten Frauen in Deutschland angegeben, im Laufe ihres Lebens schon einmal Sexismus oder sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz erlebt zu haben. Doch wie kommt es, dass viele dieser Taten nicht gemeldet werden und Täter unbekannt, sowie unbestraft bleiben? „Es gibt eine sehr große Dunkelziffer, weil sich viele Betroffene nicht trauen, sich zu melden aus Angst vor Repressalien oder anderen Konsequenzen.“ erklären die Handelsblatt Redakteurinnen Teresa Stiens und Mareike Müller im Interview. Betroffene geben sogar an, dass Compliance-Verfahren Täter besser schützen als Opfer. Warum diese Problematik trotz der großen Aufmerksamkeit, die die MeToo-Debatte geschaffen hat, nicht gelöst wurde und wie man Opfer besser schützen kann, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Die Handelsblatt-Leserfavoriten aus dieser Woche: Grundsteuer berechnen: So bemessen Sie Ihre Wohnfläche richtig "Netzbooster"-Projekt: Weltweit größter Batteriespeicher entsteht in Süddeutschland Käuferstreik: Stecken deutsche Autohändler bald in der Krise? Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 13.10.202232 Min.
Handelsblatt Today vom 13.10.2022 Die US-Inflationszahlen schicken den Dax auf eine Achterbahnfahrt. VWL-Professor Harm Bandholz plädiert für eine vorsichtigere Geldpolitik der Fed. Die US-Inflationszahlen sind zum dritten Mal in Folge leicht gesunken und lagen im September bei 8,2 Prozent. Ökonomen hatten allerdings einen etwas stärkeren Rückgang auf 8,1 Prozent erwartet. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag im September sogar auf dem höchsten Stand seit 1982. Der Dax drehte kurz nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich ins Minus und verlor fast 300 Punkte. Kurz darauf griffen die Anlegerinnen und Anleger aber wieder zu – und der deutsche Leitindex konnte seine Tagesverluste mehr als wettmachen. VWL-Professor Harm Bandholz von der FH Kiel plädiert in der neuen Folge von Handelsblatt Today für eine vorsichtigere Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Es sei sinnvoll, die Wirkung der bisher beschlossenen Maßnahmen auf die Konjunktur abzuwarten, sagt er im Gespräch mit Host Anis Micijevic. Außerdem erklärt Bandholz, was Anlegerinnen und Anleger in der aktuellen Situation tun können, um ihre Verluste zu verringern. Außerdem: Turbulente Zeiten für die britischen Anleihemärkte – eigentlich wollte Premierministerin Liz Truss gemeinsam mit Finanzminister Kwasi Kwarteng die Folgen der Brexit-Nachwehen, drohender Rezession, Inflation und steigender Energiepreise für die britische Wirtschaft mit einem umfangreichen Entlastungspaket abmildern. Zweifel an der Finanzierbarkeit des Vorhabens führten jedoch zu einem Ausverkauf britischer Staatsanleihen. Das wiederum brachte auch britische Pensionsfonds in eine finanzielle Schieflage und löste gefährliche Marktturbulenzen aus. „Britische Pensionsfonds leihen sich Geld und hinterlegen britische Staatsanleihen als Sicherheit“, erklärt Handelsblatt-Geldpolitik-Experte Jan Mallien im Podcast. Wegen des Wertverfalls bei den Anleihen mussten die Pensionsfonds mehr Sicherheiten hinterlegen, verkauften dazu Anleihen – und setzten so eine Abwärtsspirale in Gang. Die Bank of England (BoE) intervenierte mit einem Notkaufprogramm für Anleihen, was allerdings diesen Freitag auslaufen soll. Nun ist die britische Regierung am Zug, die laut Medienberichten das Entlastungspaket samt milliardenschwerer Steuersenkungen auf den Prüfstand stellt. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 12.10.202233 Min.
Handelsblatt Today vom 12.10.2022 Am heutigen Mittwochmittag hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grünen) nun offiziell die neuste Konjunkturprognose vorgestellt. Die Inflationsrate soll 2023 nur noch sieben Prozent betragen, erfuhr das Handelsblatt vorab aus Regierungskreisen. Damit weicht die Prognose von den Vorhersagen der Wirtschaftsinstitute ab, die für das Jahr 2023 8,8 Prozent erwarten hatten. Einig sind sich die Ampel und die Institute jedoch in einem anderen Punkt: 2022 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands noch um 1,4 Prozent wachsen. Im kommenden Jahr aber dann um 0,4 Prozent schrumpfen – düstere Aussichten für die deutsche Konjunktur. „Wenn man sich anschauen will, wie es Deutschland wirtschaftlich geht, dann ist das BIP eine entscheidende Größe, um eine Art Gesamtübersicht von der Krise zu bekommen“, erklärt Handelsblatt-Redakteur Julian Olk in dieser Folge Handelsblatt Today. Warum es zu der Abweichung kommt uns wie die Zahlen sich einordnen lassen: Darüber hat Host Sonja Schlacht mit Julian Olk gesprochen. Wenn Sie sich für das Thema Wirtschaftswachstum interessieren und weitere Fragen haben, dann lassen Sie uns die gern zukommen: Hier finden Sie unsere Umfrage. Außerdem: Tages- und Festgeldkonten rücken zurück ins Rampenlicht. Nach der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juli bieten Banken ihren Kunden nun erstmals seit vielen Jahren wieder Zinsen für das Geld auf ihrem Konto. So will beispielsweise die ING ihre Tagesgeld-Zinsen ab Dezember auf 0,3 Prozent anheben. Bei Festgeldkonten soll der Zinssatz um 0,3 und 0,5 Prozentpunkte steigen. Markus Hinterberger ist beim Handelsblatt Chefreporter für Geldanlage. Er erklärt, ob es sich also wieder lohnt, Geld auf einem Tages- oder Festgeldkonto anzulegen, welche Zinsen Sparer erwarten und wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln könnten. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
- 11.10.202234 Min.
Handelsblatt Today vom 11.10.2022 Nach den Sabotage-Aktionen in der Ostsee und bei der Deutschen Bahn wächst die Sorge um die kritische Infrastruktur in Deutschland. Experte Manuel Atug ordnet die Lage ein. Nur rund zwei Wochen nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat es einen Angriff auf das Kabelnetzwerk der Deutschen Bahn gegeben. Am Wochenende kam deswegen der Zugverkehr in Deutschland zeitweise zum Erliegen. In beiden Fällen gehen die ermittelnden Behörden von gezielter Sabotage aus. IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug glaubt, dass für solche Attacken verschiedene Tätergruppen in Frage kommen: „Das können Geheimdienste oder Militärs sein, also staatliche Akteure.“ Die Sabotage kritischer Infrastrukturen mit dem Ziel, die Bevölkerung von innen zu destabilisieren, gehöre zu ihren Operationszielen. Mit Blick auf die Bahn-Sabotage hält es Atug aber auch für möglich, dass „verwirrte Einzeltäter oder Querdenker“ dahinterstecken. Eins sei klar: „Ohne Betriebsablaufinterna und gezielte Recherche bekommt man nicht raus, wie zum Beispiel das GSM-R-Netz der Deutschen Bahn konfiguriert ist und welche Kabel man trennen müsste“, erklärt Atug in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Gleichzeitig geht er davon aus, dass jemand mit solchen Informationen auch eine längere Störung hätte verursachen können. „Das spricht entweder gegen eine extreme Professionalisierung – oder die Motivation, nur eine kleinere Störung zu bewirken“, sagt Atug im Gespräch mit Host Anis Mičijević. Atug ist Gründer und Sprecher der AG Kritis, einer unabhängigen Gruppe von Fachleuten, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die IT-Sicherheit und Resilienz von kritischen Infrastrukturen in Deutschland zu verbessern. Und genau da sieht der IT-Sicherheitsexperte noch viel Luft nach oben: „Wir sehen keine wirklichen Maßnahmen, die einen Schutz oder eine Stabilisierung der kritischen Infrastrukturen bewirken“, so sein Urteil. Am meisten enttäuscht sei er von der alten Regierung, weil diese jahrzehntelang eine desolate Sicherheitsstrategie im Cyberraum verfolgt habe. Die neue Regierung mache das besser, aber man könne nicht innerhalb von wenigen Monaten solche Fehler „wegoptimieren“. Um die kritische Infrastruktur in Deutschland widerstandsfähiger gegen Angriffe zu machen, müsse die Politik generell in längeren Zyklen denken: „Ich würde mir mehr Weitblick wünschen und und keine kurzfristigen Pseudolösungen, die nicht langfristig wirken können“, so sein Appell. Und: Experten aus der Zivilgesellschaft würden kaum nach Lösungsansätzen gefragt werden. „Das Know-how ist da, aber man nutzt es nicht.“ Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 10.10.202228 Min.
Handelsblatt Today vom 10.10.2022 Verbraucher bekommen im Dezember vom Staat ihre Gasrechnung erstattet. Das ist allerdings nur die erste von zwei Stufen zur Entlastung. Auf der Pressekonferenz der Expertenkommission zur Gaspreisbremse wurde heute ein Zweistufenplan zur Entlastung der Verbraucher vorgestellt. In der ersten Stufe wird den Haushalten und Unternehmen die Dezemberabrechnung vom Staat erstattet. Ab März 2023 bis April 2023 soll mit der zweiten Stufe eine Gaspreisbremse für Verbraucher ab zwölf Cent pro Kilowattstunde in Kraft treten. Während dieser Vorschlag der Kommission zunächst auf viel Zustimmung stieß, stecken die Herausforderungen im Detail. Nicht nur muss die Bundesregierung zustimmen, auch muss er mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar sein. Zudem gibt es Kritik hinsichtlich der Fairness der vorgeschlagenen Maßnahmen. Handelsblatt-Redakteur Julian Olk ordnet in der heutigen Folge von Handelsblatt Today Optionen und Folgen der Gaspreisbremse ein. Unter anderem erklärt er, wie trotz der Hilfen der Anreiz zum Gassparen erhalten bleibt. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 09.10.202223 Min.
Handelsblatt Today Extended vom 09.10.2022 US-Aktien sind mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlich teurer als europäische Titel. Was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet. Mit umgerechnet 1,6 Billionen Euro dürften in diesem Jahr die 500 größten US-Konzerne gut 60 Prozent mehr verdienen als die 500 größten europäischen Unternehmen. Das ergab eine Untersuchung des Handelsblatts in Kooperation mit dem Handelsblatt Research Institute. Allein die Techriesen Apple, Microsoft und Alphabet dürften in diesem Jahr doppelt so viel verdienen wie alle 40 Dax-Konzerne zusammen. Und auch mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis sind US-Aktien deutlich teurer bewertet als europäische Titel. Und Dax-Titel sind im Schnitt sogar günstiger bewertet als europäische Aktien. In dieser Folge von Handelsblatt Today Extended spricht Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer mit Host Anis Mičijević darüber, ob es sich nun lohnen könnte, in europäische Titel einzusteigen – oder ob die USA auf absehbare Zeit das Maß aller Dinge bleiben. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 07.10.202224 Min.
Handelsblatt Today vom 07.10.2022 Die Verflechtungen der deutschen Wirtschaft mit Katar werden enger – das zeigt unter anderem der milliardenschwere RWE-Deal. Was das aus geostrategischer Sicht bedeutet. Ab dem 20. November richten sich die Augen der Welt auf Katar – dann startet in dem Emirat die Fußball-Weltmeisterschaft. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kritisieren seit Jahren die Lage der Gastarbeiter in dem Land – immer wieder ist von Ausbeutung und Zwangsarbeit die Rede. Seit der WM-Vergabe im Jahr 2010 sollen Tausende Gastarbeiter gestorben sein. Doch Katar ist nicht nur Gastgeberland der diesjährigen Weltmeisterschaft, sondern auch ein wichtiger Investor für deutsche Unternehmen – unter anderem VW, die Deutsche Bank, Siemens oder die Porsche AG. Erst diese Woche wurde bekannt, dass Katar Pflichtwandelanleihen im Wert von 2,4 Milliarden Euro zeichnet und damit zum größten Einzelaktionär von RWE aufsteigt. „Katar ist ein sehr kleines Land und steht zwischen zwei Ländern, Saudi-Arabien und Iran, die miteinander verfeindet sind. Die Investitionen des Landes sind vor allem eine politische Absicherung“, erklärt Handelsblatt-Korrespondent Mathias Brüggmann im Podcast. Mit Host Anis Mičijević spricht er darüber, wie das kleine Emirat seinen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft immer weiter ausbaut und was das aus geostrategischer Sicht bedeutet. Außerdem gibt Brüggmann Einblicke in sein am 17. Oktober erscheinendes Buch „1001 Macht“, in dem er Katar ausführlich beschreibt. Die beliebtesten Handelsblatt-Artikel der Woche bei Abonnentinnen und Abonnenten: Platz 1: Wie Sie für die Grundsteuererklärung die Wohnfläche richtig berechnen Platz 2: In Süddeutschland entsteht der größte Batteriespeicher der Welt Platz 3: Wie hoch ist die Gefahr eines russischen Atomangriffs auf die Ukraine? Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 06.10.202242 Min.
Handelsblatt Today vom 06.10.2022 Das Öl-Kartell drosselt ab November die Förderung. Damit verhärten sich die Fronten zwischen dem Westen und den Ölexporteuren. Leidtragende sind Verbraucher und Unternehmen. Die Öl-Allianz Opec Plus will ab November bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag weniger fördern. Die Entscheidung fiel am Mittwoch bei einem Treffen in Wien – bei dem auch der russische Energieminister Alexander Nowak anwesend war. Er gilt als treibende Kraft hinter der Produktionskürzung. Die Ölexporteure gehen angesichts der Abkühlung der Weltwirtschaft von einer geringeren Nachfrage in Rezessionszeiten aus und wollen mit den Förderkürzungen proaktiv den Ölpreis stabilisieren. Allerdings könnte der Schritt die Energiepreiskrise vor allem in Europa verschärfen, die Inflation anheizen und womöglich die Notenbanken dazu veranlassen, länger an einer straffen Geldpolitik festzuhalten, was wiederum eine drohende Rezession verstärken und verlängern würde. Handelsblatt-Rohstoffexperte Jakob Blume glaubt, dass der Deal dem Opec-Plus-Mitglied Russland höchstwahrscheinlich dabei hilft, die Auswirkungen der Preisobergrenze für russisches Öl abzumildern. Diese hatten die G7-Industrieländer ebenfalls am Mittwoch auf den Weg gebracht. „Die Opec Plus ist den geplanten Sanktionen des Westens zuvorgekommen und Russland ist derzeit einer der größten Profiteure des Deals“, sagt Blume in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Die Entscheidung des Öl-Kartells steht den westlichen Interessen entgegen: Die Gespräche von US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron oder Bundeskanzler Olaf Scholz, die mit Saudi-Arabien über eine Ausweitung der Ölproduktion verhandelt hatten, blieben ohne Ergebnis. Für Biden kommt der Opec-Entscheid zu einem schwierigen Zeitpunkt. Vor den wichtigen Zwischenwahlen im November hatte Biden eigentlich auf sinkende Spritpreise gehofft. Dass sich Saudi-Arabien nun auf die Seite Russlands stellt, dürfte das Verhältnis zusätzlich belasten. Zuletzt hatten die USA mehrfach die strategischen Ölreserven des Landes angezapft, um den Preisanstieg auf dem Weltmarkt zu bremsen. „Die Effekte waren jedoch nur von kurzer Dauer“, sagt Blume im Gespräch mit Host Anis Mičijević. „Investoren lassen sich nicht veräppeln, irgendwann muss die strategische Ölreserve auch wieder aufgefüllt werden“, erklärt Blume. Mehr dazu lesen Sie hier. Außerdem spricht Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer in dieser Folge darüber, warum die großen US-Konzerne ihren Abstand auf die europäischen Unternehmen immer weiter vergrößern. Mehr dazu lesen Sie hier. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 05.10.202225 Min.
Handelsblatt Today vom 05.10.2022 Einige „Crowd-Investoren“ sehen sich vom Flugtaxi-Start-up Volocopter nicht ausreichend entlohnt. Der Fall zeigt die Tücken des „Crowd-Investings“ auf. Dem deutschen Flugtaxi-Start-up Volocopter droht eine juristische Auseinandersetzung mit 177 Investoren. Hintergrund ist ein Streit um gekündigte Verträge mit Hunderten „Crowd-Investoren“. Nachdem es am Anfang in Deutschland noch wenig Wagniskapital für Ideen wie den „ersten grünen Hubschrauber“ gab, fanden sich mit der Zeit 750 Menschen, die den Gründern ein Darlehen von insgesamt 1,2 Millionen Euro ermöglichten. Bei dem riskanten Investment verlockte im Erfolgsfall eine hohe Rendite, sobald die Firma Gewinne machen würde. Nun ist dieser Schritt geschafft und Volocopter mit mehr als 1,5 Milliarden Euro bewertet. Doch das Flugtaxi-Start-up hat die Darlehensverträge mit seinen „Crowd-Investoren“ im vergangenen Jahr gekündigt. Sie sollen ihr Kapital mit lediglich einem Prozent Verzinsung pro Jahr zurückbekommen. Diese Möglichkeit war zwar in den Verträgen festgelegt, doch trotzdem wollen sich die „Crowd-Investoren“ damit nicht zufriedengeben – denn auch wenn noch keine Gewinne erzielt werden, hat die Firma eine rasante Wertsteigerung gesehen. Dieser Fall zeigt, dass sich das hohe Risiko im „Crowd-Investing“ nicht unbedingt auszahlt, selbst wenn das Unternehmen großen Erfolg hat. Somit stellt sich die Frage: Sollte man sich von „Crowd-Investing“ grundsätzlich fernhalten? Handelsblatt Today-Host Larissa Holzki hat im heutigen Interview den Geldanlage-Experten Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale gefragt, ob Investoren im Rechtstreit um „Crowd-Investing“-Projekte regelmäßig schlechte Chancen haben. „Das hängt vom Einzelfall ab und davon, was schriftlich festgehalten ist.“ erklärt er. Warum der Volocopter-Fall für ihn noch kein Grund ist, „Crowd-Investing“ komplett abzuschreiben und worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie in der heutigen Folge. Außerdem: Elon Musk möchte Twitter nun doch zum ursprünglichen Preis kaufen. Seit Monaten geht es hin und her, ob er das soziale Netzwerk nun kaufen will oder nicht. Das beeinflusst auch den Aktienkurs. Dieser ist durch die neueste Ankündigung des Tesla-Chefs deutlich gestiegen. Wie es nun weitergeht, erklärt Handelsblatt-Redakteurin Laura de la Motte. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 04.10.202234 Min.
Handelsblatt Today vom 04.10.2022 Die Aktie der Credit Suisse stand am Montag auf Rekordtief, nachdem in Sozialen Medien Sorgen um die Zukunft der Bank laut wurden. Wir schauen auf die Fakten. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat am Montag heftige Kurseinbrüche erfahren: Um bis zu zwölf Prozent fiel die Aktie zwischenzeitlich und erreichte damit einen Niedrigwert von 3,50 Franken. Hintergrund für die Sorgen an der Finanzkraft der Bank war unter anderem der anstehende Umbau des Geschäftsmodells, welches zusätzliche Mittel verschlingen wird. Dabei hat die Bank schon seit längerem Probleme: Seit Jahresbeginn ist die Aktie um fast 60 Prozent eingebrochen. Auch steht die Credit Suisse derzeit vor einem wichtigen Strategiewechsel, den Konzernchef Ulrich Körner und Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann im Juli in Aussicht gestellt hatten, doch die Details dazu sollten erst Ende Oktober angekündigt werden. Hinzu kam in den vergangenen Tagen die Verteuerung der sogenannten Credit Default Swaps (CDS) mit denen sich Investoren gegen einen Ausfall von Anleihen absichern und eine heftige Diskussion, angestoßen unter anderem durch das r/wallstreetbets-Kollektivs von Reddit, die die Spekulationen über den Verfall der Großbank weiter schürten. Handelsblatt-Redakteur Jakob Blume ordnet mit Host Ina Karabasz die Fakten und die Situation der Bank ein. Außerdem: Die Niedrigzinsphase machte das Bausparen lange Jahre unattraktiv. Doch seitdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinswende eingeleitet hat, sind Bauzinsen wieder attraktiv. Handelsblatt-Redakteur Harald Thomeczek erklärt, für wen sich nun der Bausparvertrag lohnen könnte und welche Chancen und Risiken der Vertrag bietet. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 30.09.202232 Min.
Handelsblatt Today vom 30.9.2022 Der MSCI World weist ein Klumpenrisiko auf. Wir nennen Ihnen vier Möglichkeiten, wie Sie Ihr Portfolio diversifizieren können. Der Welt-Aktienindex MSCI World soll die Weltmärkte abbilden. In der Praxis machen allerdings US-Aktien zwei Drittel des Wertes aus. Vor allem die großen Tech-Konzerne Apple, Tesla, Microsoft und Alphabet sind übermäßig stark gewichtet. Das Klumpenrisiko im globalen Aktienindex ist schon länger bekannt und ein oft genannter Kritikpunkt. Minimieren können Anleger dieses Risiko, indem sie ihr Portfolio ergänzen. Wie das gelingen kann, erklärt unser Spezialist zum Thema Geldanlage, Andreas Neuhaus, im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Lena Jesberg. Er stellt vier Möglichkeiten vor, um Investments in den MSCI World stärker zu diversifizieren. Diese haben jeweils besondere Eigenschaften: „Gleichgewichtete ETFs haben eine abfedernde Wirkung“, und „Small Caps sind viel flexibler als die ganz großen Tanker“, erklärt Neuhaus. Was es mit diesen beiden Ergänzungen auf sich hat und wie die zwei weiteren Möglichkeiten aussehen, erfahren Sie in der heutigen Folge. Außerdem: Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Rahmen einer großen Zeremonie die offizielle Annexion von etwa 15 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets eingeläutet. Es geht um die Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja. „Völkerrechtlich ist das kein zulässiger Akt gewesen. Diese Gebiete gehören weiterhin zur Ukraine“, erklärt Handelsblatt-Redakteur Martin Murphy im Interview. Doch wie kann der Westen nun reagieren? „Man ist ziemlich am Ende angekommen, was die Sanktionsschrauben angeht. Da ist eigentlich kaum mehr Spielraum, um den Druck noch zu erhöhen“, sagt der Russland-Experte. Im Gespräch erläutert er, wie wahrscheinlich ein Einsatz von Atomwaffen nun ist. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 29.09.202235 Min.
Handelsblatt Today vom 29.09.2022 Die Bundesregierung hat am Donnerstag einen „Abwehrschirm“ gegen hohe Energiepreise vorgestellt, der unter anderem eine Gaspreisbremse beinhaltet. Das Paket hat ein Gesamtvolumen von bis zu 200 Milliarden Euro und soll über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) finanziert werden. Martin Greive, stellvertretender Leiter des Handelsblatt-Hauptstadtbüros, war bei der Vorstellung des Hilfsprogramms im Kanzleramt dabei und bezeichnet die Pressekonferenz in der neuen Folge von Handelsblatt Today als „historisch“. Er erklärt, welche vier Konzepte für die Gaspreisbremse aktuell diskutiert werden und warum die Gasumlage seit dem heutigen Tag Geschichte ist. Mehr dazu finden Sie hier. Die Inflationsrate in Deutschland ist im September deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Verbraucherpreise legten im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Basis einer vorläufigen Schätzung bekannt. Dies ist der höchste Stand seit Dezember 1951, als die Jahresteuerung – bei weitgehend vergleichbaren Daten – bei 10,5 Prozent lag. Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Andrea Cünnen spricht im Podcast über die Marktreaktionen. Außerdem im Fokus: Das Börsendebüt der Porsche AG. Mehr dazu finden Sie hier. Die Digitalisierung schreitet auch in der Finanzwelt voran. Überall auf der Welt arbeiten Notenbanken an digitalen Versionen ihrer Währungen – so auch die Europäische Zentralbank. EZB-Direktor Fabio Panetta wies am Donnerstag bei einer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments darauf hin, dass die EZB im Oktober 2023 entscheiden will, ob sie in konkrete Planungen für einen digitalen Euro einsteigt. Ulrike Kastens, Europa-Volkswirtin bei der Fondsgesellschaft DWS, spricht in dieser Folge mit Host Anis Micijevic über das Megaprojekt der EZB. Sie geht zudem auf die Frage ein, ob die Einführung eines digitalen Euros das Aus für das Bargeld bedeuten würde. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
- 28.09.202236 Min.
Handelsblatt Today vom 28.09.2022 In der Regel investieren die meisten ihr Geld in den USA, Europa und Asien – der afrikanische Kontinent wird häufig noch kritisch gesehen. „Wenn es um Afrika geht, hat man immer den Fokus auf den Problemen, und man sieht die Opportunität nicht“, sagt Fondsmanager Malek Bou-Diab in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Zu den bekannten Problemen zählen vor allem die Korruption, eine unzureichende und überlastete Infrastruktur, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, Fachkräftemangel und eingeschränkte Möglichkeiten der Finanzierung und Devisenverfügbarkeit. Auf der anderen Seite bietet der Kontinent aus der Sicht von Bou-Diab auch viele Chancen: Als positives Beispiel nennt er unter anderem Marokko, das bereits im Jahr 2025 rund 40 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen will. Aus europäischer Sicht könnten sich hier Chancen für Energiepartnerschaften ergeben, die seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine auch ein geopolitischer Faktor geworden sind. Darüber hinaus besitzt Afrika eine Menge Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium, die für die Batteriezellproduktion essenziell sind. Bou-Diab betont im Gespräch mit Host Lena Jesberg die wirtschaftliche Robustheit des Kontinents: „Afrika hat schon bewiesen, dass es Krisen ohne große Brüche in der Wirtschaft wegstecken kann.“ Ob es sich für Sie lohnt, afrikanische Werte in Ihr Portfolio aufzunehmen und welche Chancen Afrika für Deutschland als Partner bieten könnte, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: Handelsblatt-Redakteur Martin Murphy spricht über die Lecks an den beiden Nord-Stream-Pipelines und nennt drei mögliche Angriffsszenarien. Er erklärt, wer zum gegenwärtigen Zeitpunkt als Saboteur infrage kommt und welche Folgen die Zerstörung hat. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 27.09.202228 Min.
Handelsblatt Today vom 27.09.2022 Die Gasbranche sieht den Staat in der Verantwortung, sie in der aktuellen Situation zu unterstützen. Andersfalls könne eine Versorgungssicherheit nicht gewährleistet werden. Die hohen Gaspreise bleiben weiterhin im Zentrum der politischen Diskussion. Immer wenn man denkt, jetzt kann es nicht noch unübersichtlicher werden, nimmt die Diskussion eine neue Wendung. Eine vieldiskutierte Maßnahme der letzten Wochen war die Verstaatlichung des Energieunternehmens Uniper. „Ich denke das war ein ganz wichtiger Schritt, den der Staat gegangen ist, um den Markt zu beruhigen und Industrie und Verbrauchern ein gutes Signal zu geben.“ sagt Timm Kehler, Geschäftsführer des Verbands „Zukunft Gas“ im Interview mit Handelsblatt Today Host Ina Karabasz. Doch wie geht es jetzt weiter? Kommt nach der Verstaatlichung von Uniper vielleicht bald die nächste? „Wir gehen davon aus, dass auch die anderen Unternehmen Unterstützung brauchen.“ schätzt Kehler ein. Die Stimme der Gasbranche in Richtung Politik formuliert in der heutigen Folge klar, dass er den Staat diesbezüglich in der Pflicht sieht. Er spricht außerdem über die Diskussion um den Gaspreisdeckel und die Versorgungssicherheit in Deutschland im Falle einer Insolvenz kleinerer Anbieter. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 26.09.202224 Min.
Handelsblatt Today vom 26.09.2022 Italien hat ein rechtes Bündnis an die Macht gewählt. Was heißt das für die Volkswirtschaft und die EU? Bei der Parlamentswahl in Italien hat sich die Fratelli d’Italia um Parteichefin Giorgia Meloni durchgesetzt. Gemeinsam mit der Lega um Matteo Salvini und der Forza Italia um Silvio Berlusconi holte sie rund 44 Prozent der Stimmen und bilden die mit Abstand stärkste Kraft. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse sieht die 45-jährige Meloni Regierungsauftrag klar beim rechten Lager unter ihrer Führung als Ministerpräsidentin. Italien steht damit vor einem Kurswechsel. Denn im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, dem noch geschäftsführenden Mario Draghi, steht Nationalistin Meloni für eine EU-kritischere Politik. Italien leide unter der „französisch-deutschen Achse“, gegenüber Deutschland hege sie eine „gewisse Abneigung“. In Brüssel und an den Märkten sorgte die Wahl schon vorher für Aufruhr. Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der EU und nimmt eine tragende Rolle in der Union ein. Was Meloni und ihr Bündnis politisch anstreben und was die Wahl für Italien und die europäischen Märkte bedeutet, weiß Italien-Korrespondent Christian Wermke in dieser Folge Handelsblatt-Today. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
- 23.09.202228 Min.
Handelsblatt Today vom 23.09.2022 Deutschland steht an der Schwelle zur Rezession: Die neue Konjunkturprognose des Handelsblatt Research Institute (HRI) geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung drei Quartale in Folge sinken wird. Die HRI-Ökonomen rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr nur noch um 1,4 Prozent wachsen wird. Für 2023 wird ein Rückgang um 0,4 Prozent erwartet. Der Höhepunkt der Inflation dürfte mit rund zwölf Prozent gegen Ende dieses Jahres erreicht sein, sagt HRI-Ökonom Dennis Huchzermeier in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Von da an seien keine weiteren Preissprünge zu erwarten, so dass auch die Inflation allmählich zurückgehen und im Gesamtjahr 2023 laut HRI-Prognose bei durchschnittlich 5,5 Prozent liegen dürfte. Das Hauptproblem für die meisten Unternehmen sind die derzeit sehr hohen Energiekosten, die gerade in energieintensiven Branchen zu Produktionskürzungen führen – zum Beispiel in der Stahl-, Chemie- und Düngemittelbranche. Darüber hinaus kämpfen viele Bäckereien bundesweit um ihre Existenz. „Wir gehen davon aus, dass es tatsächlich die ein oder andere Pleite mehr geben wird. Eine Insolvenzwelle sehen wir momentan aber noch nicht.“ sagt HRI-Ökonom Huchzermeier im Gespräch mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Hier geht es zur HRI-Konjunkturprognose Und hier finden Sie die Handelsblatt-Leserfavoriten aus dieser Woche: 1. Diese zehn Grundsteuer-Fehler sollten Sie vermeiden 2. Zahl der Dollarmillionäre nach Corona gestiegen 3. Strompreis könnte auf 500 Euro pro Megawattstunde steigen Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
- 22.09.202229 Min.
Handelsblatt Today vom 22.09.2022 Fed-Chef Jerome Powell nimmt im Kampf gegen die hohe Inflation eine Abkühlung der US-Konjunktur in Kauf. Die Hintergründe im Podcast. Zum dritten Mal in Folge erhöht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte. Insgesamt ist es schon die fünfte Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr. Der Leitzins wird künftig in einer Spanne zwischen 3,0 und 3,25 Prozent liegen. Damit reagiert Fed-Chef Jerome Powell auf die hohe Inflationsrate, die in den USA zuletzt bei 8,3 Prozent lag. Die Währungshüter nehmen dabei eine Rezession in Kauf, um die Preisstabilität wiederherzustellen. Doch die ist nach Definition der Fed erst dann erreicht, wenn die Inflationsrate zwei Prozent beträgt. „Das dürfte trotz der Straffung der Geldpolitik nicht so schnell passieren“, sagt Geldpolitik-Experte Jan Mallien in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Im Gespräch mit Host Anis Micijevic erklärt er außerdem, wie die Märkte auf die Zinserhöhung reagieren und warum nun auch der Druck auf die Europäische Zentralbank wächst. Außerdem: Die gesamten Dax-Gewinne aus den vergangenen 30 Jahren wurden in der Nacht erzielt – also während in den USA und Asien noch gehandelt wurde und in Deutschland der Markt ruhte. Andreas Neuhaus, Co-Teamleiter Geldanlage & Märkte beim Handelsblatt, erklärt, wie es zu diesem „Nachteffekt“ beim Dax kommt und wie Anlegerinnen und Anleger davon profitieren können. Mehr dazu lesen Sie hier Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
- 21.09.202231 Min.
Handelsblatt Today vom 21.09.2022 Lebensversicherer stecken in finanziellen Schwierigkeiten und wollen ihre Kunden loswerden. Wie attraktiv die Altersvorsorge noch ist. Die beliebteste private Altersversorge der Deutschen kommt zunehmend in Bedrängnis: die Lebensversicherung. Seit 2008 hat die EZB, bis zuletzt, den Leitzins stets niedrig gehalten. Zuvor hatten die Lebensversicherungen noch lang laufende Verträge abgeschlossen, die ihren Kundinnen und Kunden drei Prozent und mehr Verzinsung auf das eingezahlte Kapital versprachen. Drei Prozent garantierte Zinsen in einem Niedrigzinsumfeld zeigte sich auf Dauer als schlechtes Geschäft. Seit einigen Jahren verkaufen Anbieter für Lebensversicherungen deshalb alte Verträge an Abwicklungsgesellschaften weiter. Eine Praxis, die in Zukunft zunehmen dürfte – zum Leidwesen der Kunden. Von knapp 83 Millionen Versicherungsscheinen, den sogenannten Policen, im Land haben die Versicherer bisher gut sechs Millionen an Abwicklungsgesellschaften übergeben. Doch oftmals wissen die Kunden nicht Bescheid, dass sie plötzlich bei einem anderen Unternehmen versichert sind. Das alarmiert Verbraucherschützer. Sie befürchten durch die Umstellungen zum einen eine Schlechterstellung der Kundschaft und zum anderen das Eintreten von Auszahlungsproblemen. Host Lena Jesberg spricht in dieser Folge Handelsblatt Today mit Redakteurin Susanne Schier über das kriselnde Geschäft der Lebensversicherer und ob sich Lebensversicherung vielleicht doch lohnen könnten. Außerdem: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält trotz der Verstaatlichung des Gaskonzerns Uniper an der umstrittenen Gasumlage fest. Aus Sicht vieler Wirtschaftsvertreter ein Fehler. Sie vermuten für Unternehmen nun immense Kosten. Habeck selbst rechtfertigt die Umlage als notwendige Brücke um die Finanzsolidität von Uniper sicherzustellen. Jürgen Flauger, Ressortleiter für Unternehmen und Märkte beim Handelsblatt, ordnet die Lage ein. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
- 20.09.202222 Min.
Handelsblatt Today vom 20.09.2022 Deutschlands größter Gashändler Uniper soll verstaatlicht werden. Die Bundesregierung, Uniper und der finnische Uniper-Hauptaktionär Fortum befänden sich in „abschließenden Gesprächen“, wie aus einer Uniper-Pflichtmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Gleichzeitig wackelt die Gasumlage, die eigentlich ab dem 1. Oktober eingeführt werden sollte. Das Instrument war geschaffen worden, um Unternehmen zu stützen, die durch den russischen Gaslieferstopp in Schieflage geraten und die für die Energieversorgung in Deutschland unverzichtbar sind. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) habe allerdings inzwischen „finanzverfassungsrechtliche Zweifel“, hieß es in Regierungskreisen. Wenn am Ende alle Gasversorger – neben Uniper auch Sefe und VNG – verstaatlicht seien, stelle sich die Frage, welchen Sinn eine Gasumlage noch mache, hieß es. Martin Greive, der stellvertretende Leiter des Handelsblatt-Hauptstadtbüros, erklärt in der neuen Folge von Handelsblatt Today im Gespräch mit Host Anis Mičijević, wie es nun weitergeht und wie wahrscheinlich es ist, dass die Gasumlage gekippt wird. Mehr dazu gibt es hier Außerdem: Heute startet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski soll per Video zugeschaltet werden. Der russische Präsident Wladimir Putin schickt seinen Außenminister Sergej Lawrow nach New York. Was von der UN-Generaldebatte zu erwarten ist und welche Rolle Bundeskanzler Olaf Scholz dabei spielen könnte, das erklärt Handelsblatt-Brüssel-Korrespondent Christoph Herwartz. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427