
HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk
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Sky-Kommentator Michael Born über den HSV-Trainer und dessen Vorgänger Wolf, Veh und Magath Mit Reden verdient Michael Born sein Geld. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass der Sky-Kommentator beim Besuch am Großen Burstah in der Abendblatt-Redaktion direkt Klartext spricht. Natürlich schlage sein Fan-Herz blau-weiß-schwarz, gibt Born in dieser Folge „HSV – wir müssen reden“ zu. Aber: „Viele Leute glauben, dass ich den HSV als Fan kommentiere. Aber das ist natürlich Blödsinn. Das Kommentieren ist meine Arbeit. Deswegen lasse ich den Fan auf dem Parkplatz – und kommentiere das Spiel dann ganz neutral.“ An diesem Montagabend wird Born den Fan Michael auf dem Parkplatz vor dem Volksparkstadion lassen. Der 51-Jährige wird ab 20.30 Uhr für Sky die Partie des HSV gegen Holstein Kiel kommentieren, was gleich doppelt passt: Ein Freundschaftsspiel zwischen Kiel und dem HSV in den 70er-Jahren war tatsächlich das erste Spiel, was Born als Kind gesehen hat. Seitdem sei er in seiner Freizeit HSV-Anhänger, wobei: „Als Fan bin ich ein wenig abgestorben. Die letzte Saison hat mich irgendwie gekillt.“ Trotzdem sprach der Journalist, der auch schon für das ZDF, den NDR und Sky-Vorgänger Premiere kommentiert hat, sehr ausführlich über seine abgekühlte Liebe, HSV-Trainer Dieter Hecking („Wir kennen uns sehr lange. Als sein Vater gestorben ist, habe ich ihn angerufen“) und über seine zahlreichen Vorgänger. Mit Felix Magath verbinde er eine Hassliebe, Hannes Wolf habe er zum Ende der vergangenen Saison die Dienste von Werder Bremens Sportpsychologen Jörg Löhr ans Herz gelegt. Eine echte Freundschaft habe er jahrelang zu Armin Veh gepflegt, ehe diese ins Wanken geriet. Der Hintergrund: Ausgerechnet HSV-Fan Born soll nach Vehs Meinung den HSV zu kritisch kommentiert haben. Außerdem spricht Born in dieser Folge über seinen Sky-Alltag, seinen krassesten Patzer, es gibt eine Nachfrage von Schiedsrichter Patrick Ittrich und Arndt Zeiglers Lieblingssatz.
- 02.06.202052 min
Vor drei Jahren holte der ehemalige HSV-Sportdirektor Jens Todt den Torhüter vom 1. FC Kaiserslautern nach Hamburg. Im Abendblatt-Podcast spricht der Europameister von 1996 über die Startprobleme des U21-Europameisters von 2017 beim HSV und das Comeback nach einem Jahr auf der Tribüne.
Der Ex-Hamburger und Ex-Stuttgarter spricht vor dem Spitzenspiel über unerfüllbare Erwartungen. Außerdem: Aogo über die wahren Gründe seiner HSV-Flucht, seine Suche nach dem Glück, sein Flirt mit einer HSV-Rückkehr und seine Zukunftspläne.
- 18.05.202062 min
Der Trainer über Dieter Hecking, Motivation, Geisterspiele und warum seine kleinste Tochter Rosa heißt Der Fußball ist seit dem vergangenen Wochenende zurück – und der wöchentliche Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“ zieht an diesem Montag nach. Erster Gast nach dem Re-Start ist kein Geringerer als Patrick „Coach“ Esume, der bis zum Ende der Saison den Trainerstab des HSV verstärken soll. „Die besondere Situation ist einer der Gründe, warum ich beim HSV jetzt dabei bin“, sagt Esume. „Normalerweise hat man es beim Fußball ja nicht, dass man nach so einer Zäsur noch mal einsteigt und auf den Punkt performen muss.“ Der Start in Fürth glückte nur teilweise. Die Leistung stimmte, allerdings gab der HSV den sicher geglaubten Sieg noch in der 94. Minute mit dem Gegentreffer zum 2:2 aus der Hand. „Das hat uns alle natürlich extrem geärgert“, sagt Esume, der trotzdem ein extrem positives Zwischenfazit seiner Arbeit beim HSV zieht. „Es ist nicht einfach, mitten in der Saison jemanden Fremdes in sein Innerstes zu lassen. Ein großes Kompliment an Dieter Hecking, der das einfach mal gemacht hat. Und ich muss wirklich sagen: Ich bin sehr beeindruckt von der Mannschaft. Das Team hat in den vergangenen zehn Tagen, seit sie als Mannschaft trainieren darf, alles getan.“ Im ausführlichen Abendblatt-Podcast spricht Coach Esume über seine Arbeit beim HSV, die besondere Situation, Geisterspiele, ein erstaunliches Motivationsvideo für die U21-Nationalmannschaft, seine Freundschaft zu Jonas Boldt und dem früheren Hockeystar Moritz Fürste, den Umgang des HSV mit Bakery Jatta, seine Kindheit auf St. Pauli, erlebten Rassismus damals und heute, die AfD, Kindererziehung, eine Challenge mit Torhüter Julian Pollersbeck und über die Frage, was man in den Sozialen Medien darf und was nicht. Insgesamt eine Stunde gibt Esume interessante Einblicke und verrät auch ganz zum Schluss, dass er erwägt, längerfristig im Fußball zu bleiben. „Ich kann mir durchaus vorstellen, längerfristig etwas im Fußball zu machen“, sagt Esume – und schränkt ein: „Wenn es denn menschlich passt.“ Solange Hecking und Boldt beim HSV an Bord seien, könne er sich eine gemeinsame Zusammenarbeit auch über die Saison hinaus vorstellen.
- 15.05.202012 min
Michael Bläser über seine ungewöhnliche Woche – und ein Angebot für HSV-Fans Michael Bläser sieht die HSV-Profis derzeit jeden Tag, kann sie nur leider nie erkennen. „Im Hotel tragen die Spieler den Vorschriften entsprechend immer einen Mundschutz. Und nur anhand der Frisuren kann ich die Jungs leider noch nicht zuordnen“, sagt der Hotelchef des HerzogsPark in Herzogenaurach, wo der HSV seit dem vergangenen Monat residiert. Im Abendblatt-Podcast „HSV – wir reden weiter“ schwärmt der Geschäftsführer: „Für uns in der aktuellen Situation war der HSV ein wirklicher Glücksgriff. Und obwohl ich Stuttgarter bin, drücke ich den Hamburgern definitiv für den Aufstieg die Daumen.“ Im Podcast verrät Bläser auch, was die HSV-Profis am Tag vor dem Spiel in Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr) machen und wo und wie die Spieler, die aufgrund der strengen DFL-Richtlinien nicht mit ins Stadion dürfen, die Partie verfolgen. Den HSV-Fans macht der Hotelchef dann zudem noch ein verlockendes Angebot. Was genau? Einfach mal reinhören! Und hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Die 42. Ausgabe unseres HSV-Corona-Podcasts („HSV – wir reden weiter“) ist gleichzeitig die letzte Ausgabe. Da am Wochenende der Ball wieder rollt, werden wir am kommenden Montag wieder zu unserem ursprünglichen Format (wöchentlich und in längerer Fassung) zurückkehren. Am kommenden Montag heißt es dann also wieder – mit einem Überraschungsgast: „HSV – wir müssen reden“!
- 14.05.202014 min
Ex-Mannschaftsarzt Catala-Lehnen über sportmedizinische Bedenken Den ersten Profi hat es bereits vor dem Neu-Start der Bundesligen erwischt: Hamburgs Top-Schiedsrichter Patrick Ittrich fällt wegen einer Muskelverletzung in der Wade drei Wochen aus. Doch die Hauptfrage, die vor dem Re-Start der Bundesligen gerade diskutiert wird, lautet: Wie gefährlich wird dieser Neustart für die Fußballer? Und: Ist die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach nur zehn Tagen im Mannschaftstraining medizinisch zu verantworten? „Ja“, sagt Philip Catala-Lehnen. Der frühere Mannschaftsarzt des HSV (2012 – 2014) und heutige medizinische Leiter des renommierten Lanserhofes sieht zwar ein erhöhtes Verletzungsrisiko auf die Sportler zukommen, hält das Risiko aber für vertretbar. Den ganzen Podcast mit allen sportmedizinischen Fragen zum Neustart hören Sie hier.
- 13.05.202022 min
Olaf Kortmann analysiert die psychologischen Herausforderungen der Geisterspiele Olaf Kortmann macht gerade eine Pause seines Online-Seminars „Selbstmanagement mit Führungskräften“, als ihn das Abendblatt auf dem Handy erreicht. Der Mentalcoach und frühere Meistertrainer der HSV-Volleyballer nimmt sich trotzdem Zeit, über den anstehenden Neustart der 1. und 2. Fußball-Bundesliga und die psychologischen Herausforderungen der Geisterspiele zu sprechen. „Ich würde diese Spiele anders nennen. Sie haben eine sehr negative Konnotation“, sagt Kortmann im Telefonpodcast „HSV – wir reden weiter“. Für HSV-Trainer Dieter Hecking und sein Team sei es vor dem ersten Geisterspiel am Sonntag (13.30 Uhr) bei Greuther Fürth die wichtigste Aufgabe, eine positive Stimmung für die Spiele ohne Zuschauer zu erzeugen. „Es geht darum, aus diesen Geisterspielen etwas Positives zu machen, womit man sich identifizieren kann“, sagt Kortmann. Der Mentalcoach glaubt indes nicht, dass der HSV durch die Geisterspiele einen Vorteil haben könnte. Kapitän Aaron Hunt hatte am Dienstag gesagt, dass der HSV den „besten Kader der Liga“ habe. Daher müsse die Mannschaft vor allem auf ihre fußballerische Qualität vertrauen. Kortmann widerspricht: „Glaubwürdigkeit zeigt sich nicht im Sagen, sondern im Handeln. Es geht nicht um die fußballerische Qualität allein. Die war in den vergangenen Jahren immer vorhanden, selbst beim Abstieg. Es geht um den Spirit in der Mannschaft, um Wille und Durchsetzungsfähigkeit.“ Erfolgreich seien die Mannschaften, die eine größtmögliche intrinsische Motivation erzeugen können. „Die Spieler müssen sich davon unabhängig machen, ob Zuschauer dabei sind oder nicht. Die Kunst ist es, von alleine für die Spiele zu brennen.“ Was Kortmann über einen möglichen psychologischen Vorteil für den HSV sagt, warum Arminia Bielefeld Probleme bekommen könnte und welche Rolle Motivationstrainer Patrick Esume beim HSV ausfüllen kann, hören Sie hier in dieser neuen Podcastfolge.
- 12.05.202020 min
Vor dem Spiel gegen den HSV: Manager Azzouzi im Podcast "HSV - wir reden weiter" Das „Moin, Moin“ kennt Rachid Azzouzi noch bestens. Zwischen 2012 und 2014 war er als Manager beim FC St. Pauli unter Vertrag, seit drei Jahren ist er nun zurück beim kommenden HSV-Gegner Greuther Fürth. Fünf Tage vor dem Spitzenspiel des Neustarts der zweiten Liga sprach Azzouzi im Abendblatt-Podcast „HSV – wir reden weiter“ über das Geisterspiel und den langen Weg dorthin. Seine Mannschaft hat mittlerweile bereits sieben Testungen hinter sich, wird aber nach der Partie gegen den HSV trotzdem ein Spiel pausieren müssen. Der Grund: In der nächsten Woche hätte Fürth ausgerechnet gegen Dynamo Dresden gespielt, dessen komplette Mannschaft nach zwei positiven Coronafällen für 14 Tage in häuslicher Quarantäne ist. Azzouzi ärgert sich allerdings weniger darüber, dass sein Team durch die Verlegung betroffen ist, als viel mehr darüber, dass es keine einheitliche Regelung bei positiven Fällen gibt. Die Politik nimmt er auch beim Thema Finanzen in die Pflicht. Der 49-Jährige wehrt sich gegen das Image der Abzocker-Fußballers und fragt, ob eigentlich auch Politiker freiwillige Gehaltseinbußen akzeptiert hätten. Das alles und viel mehr hören Sie in dieser neuen Podcastfolge.
- 11.05.202013 min
Michael Hedtstück vom Finance Magazin im Podcast „HSV - wir reden weiter“ Die Reaktionen unter den Fans waren durchweg positiv, als der HSV am Sonntagabend den Gehaltsverzicht seiner Spieler verkündete. Bis zum Saisonende wollen die HSV-Profis auf rund zehn Prozent ihres Gehalts und laut "Bild" auch auf mögliche Prämien im Falle des Nichtaufstiegs verzichten. Für Michael Hedtstück ist das aber kein Grund, die Spieler und Verantwortliche zu feiern. "Zehn Prozent sind wirklich nur symbolisch", sagt der Chefredakteur vom Wirtschaftsmagazin "Finance" im täglichen Abendblatt-Podcast "HSV - wir reden weiter". Hedtstück berichtet seit Jahren über die finanzielle Entwicklung im Fußballgeschäft. Auch die wirtschaftliche Lage beim HSV hat er schon mehrfach unter die Lupe genommen. Dass die Hamburger derzeit nicht zu den Clubs zählen, die durch die Corona-Krise existenzielle Probleme bekommen könnten, wundert ihn. "Die finanzielle Situation des HSV war schon immer sehr düster. Nichtsdestotrotz sieht man an den Zahlen, dass auch der HSV zu den Clubs gehört, die finanziell ziemlich ausgezehrt sind. Es würde mich wundern, wenn der HSV zur Zeit besser da steht als die meisten anderen Clubs." Hedtstück hält zumindest Finanzvorstand Frank Wettstein für einen kompetenten Krisenmanager. "Der Club kann sich ein einer gewissen Form glücklich schätzen, dass er so einen kreativen Finanzchef hat wie Frank Wettstein. Letztlich waren es seine Finanzierungsideen, die den HSV immer wieder über Wasser gehalten haben", sagt Hedtstück. "Wenn es beim HSV so weitergeht, fürchte ich aber, dass auch in Wettsteins Werkzeugkasten irgendwann nichts mehr drin sein wird." Wie Hedstück die finanzielle Situation des HSV einschätzt und welche Idee er für die Zukunft des Fußballgeschäfts hat, hören Sie hier in der neuen Podcastfolge.
- 08.05.202014 min
Frank Rost ist sicher: 50+1-Regel wird fallen. Der ehemalige HSV-Torwart spricht über die Folgen von Corona für den Fußball und sein neues Leben als Pferdeausbilder.
- 07.05.202010 min
NDR-Reporter Thorsten Vorbau über das erste Mannschaftstraining nach der DFL-Entscheidung Dieter Hecking strahlte wie ein kleines Kind, als er am Donnerstag um 13:30 Uhr wieder mit seiner gesamten Mannschaft den Trainingsplatz im Volkspark betrat. Erstmals seit acht Wochen durfte der HSV wieder mit allen Spielern trainieren und vor allem auch Zweikämpfe bestreiten. Anschließend sprach Hecking in einer virtuellen Pressekonferenz über den Neustart. NDR-Reporter Thorsten Vorbau war dabei und berichtet im täglichen Abendblatt-Podcast "HSV - wir reden weiter" über einen "außergewöhnlichen Tag" im Volkspark. Was er beim Training beobachtet hat, wie er Heckings Auftritt beurteilt und warum er für den Club ein gutes Gefühl hat, hören Sie in der neuen Podcast-Folge.
- 06.05.202017 min
DFL-Experte Jörn Meyn über den Neustart der Bundesliga und des HSV Als ganz Fußball-Deutschland über den Video-Skandal von Hertha-BSC-Stürmer Salomon Kalou sprach, sprach Jörn Meyn am Dienstag mit Salomon Kalou. Als langjähriger Hertha-Reporter der Berliner Morgenpost hat der 37-Jährige noch einen guten Draht in den Profifußball. Vor allem das Geschehen bei der Deutschen Fußball Liga beleuchtet Meyn als stellvertretender Sportchef bei „Spiegel Online“ heute genau. Am Tag der Entscheidung über die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga sprach Meyn nun im Abendblatt-Podcast „HSV – wir reden weiter“ über die aktuelle Lage der DFL und der Proficlubs. „Der Fußball hat einen großen Imageschaden erzeugt“, sagt Meyn über die Geschehnisse der vergangenen Tage, Wochen und Jahre. Welche Reformen sich Meyn nun erhofft, wie er DFL-Chef Christian Seifert beobachtet hat und wie er die Aufstiegschancen des HSV einschätzt, hören Sie in der neuen Podcast-Folge.
- 05.05.202024 min
Der frühere DFL-Chef über den Sündenfall Kalou und die Utopie eines anderen Fußballs Andreas Rettig hatte am Dienstagvormittag alle Hände voll zu tun. „Ich bin gerade dabei, die Dinge abzuarbeiten, die mir meine Frau auf den Zettel geschrieben hat“, witzelte der frühere Fußballfunktionär, als ihn das Abendblatt für den täglichen Telefon-Podcast „HSV – wir reden weiter“ erwischte. Rettig, der 2013 bis 2015 Geschäftsführer der DFL und anschließend bis 2019 Geschäftsführer vom FC St. Pauli war: „Ich mache mich hier in unserer Kölner Wohnung produktiv.“ Ziemlich produktiv war der einstige Sportchefkandidat des HSV, der dem Aufsichtsrat gleich zweimal einen Korb gab, dann auch im Podcast. Der frühere DFL-Chef war sich sicher, dass die Politik morgen den 15. Mai als Termin für den Neustart für die Bundesligen bestätigt. Gleichzeitig kritisierte Rettig die Parallelwelt der Fußballer, die besonders durch den Fall Kalou in Berlin offensichtlich wurde. Der Kölner sprach auch über die positiven Tests beim FC und die Fundamentalkritik Birger Verstraetes, sowie über seine Utopie von einem veränderten Fußball. Zum Ende des Podcasts verriet er noch, wann und warum er dem HSV gleich zweimal als Sportchef absagt. Hören Sie einfach mal rein.
- 04.05.202020 min
HSV - wir reden weiter Der ehemalige Stadionsprecher spricht im Abendblatt-Podcast über seine persönliche Situation als Musiker, sein Aus beim HSV vor zehn Monaten und die Zukunft des Fußballs in der Corona-Krise.
- 30.04.202028 min
HSV - wir reden weiter Wann rollt der Ball wieder beim HSV? Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, spricht in dieser Folge über die coronabedingten Risiken von Geisterspielen im Fußball, nimmt dabei aber auch die oftmals kritisierten Ultras in Schutz. Das DFL-Konzept zur Fortsetzung des Spielbetriebs beinhaltet einige Streitpunkte. Eine Einordnung.
- 29.04.202014 min
Der ehemalige HSV-Trainer über die aktuelle Situation bei Rot-Weiss Essen Fast auf den Tag zwei Jahre ist es her, dass Christian Titz seinen Höhepunkt beim HSV erlebte. Mit 3:1 gewannen die Hamburger am 32. Spieltag nach einer spielerisch starken Vorstellung beim VfL Wolfsburg. Der ganze Club träumte plötzlich wieder vom Klassenerhalt. „Das war ein schöner Tag. Wie wir gespielt haben und aufgetreten sind, hatten wir wieder eine große Hoffnung", sagte Titz am Mittwoch im täglichen Abendblatt-Podcast "HSV - wir reden weiter". Die Aufholjagd sollte aber nicht mehr reichen. Zwei Wochen später stieg der HSV erstmals aus der Bundesliga ab. Seinen Ex-Club aber verfolgt der 49-Jährige noch genau. „Ich hatte vier schöne Jahre beim HSV. Ich würde mich für den Verein, für die Menschen und die Stadt freuen, wenn sie wieder in die Bundesliga zurückkehren. Der HSV ist ein Verein, der in die Bundesliga gehört", sagt Titz. Seit dem vergangenen Sommer trainiert der Fußballlehrer nun wieder in der Regionalliga. Mit Rot-Weiß Essen hat er noch Chancen, in die Dritte Liga aufzusteigen. Doch aktuell stehen Titz und sein Team vor einer ungewissen Zukunft. Die Saison in der vierten Liga droht aufgrund der Coronakrise der vorzeitige Abbruch. Was der RWE-Coach zu dieser Situation sagt, welche Ziele er noch hat und welche Chancen er in der Krise sieht, hören Sie hier in dieser Podcastfolge.
- 28.04.202015 min
Ole Schmieder vom HSV-Fanprojekt über den Protest gegen geplante Geisterspiele Am Donnerstag könnte sich entscheiden, ob und wann es im deutschen Profifußball mit den geplanten Geisterspielen weitergeht. Verschiedene Fan- und Ultragruppen haben sich bereits deutlich gegen die Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) ausgesprochen. Auch die Ultras des HSV lehnen Geisterspiele ab. Doch was macht die aktive Fanszene, wenn die Spiele stattfinden? Die deutsche Polizeigewerkschaft fürchtet, dass sich Fangruppen vor dem Stadion treffen könnten und sprechen von einer Gefahr. Ole Schmieder sieht das anders. Der Sozialpädagoge vom HSV-Fanprojekt steht im engen Austausch mit den Ultragruppen. Er glaubt nicht, dass der Protest gegen die Spiele am Stadion stattfindet. "Die Ultras können ja nicht auf der einen Seite gesellschaftliche Verantwortung fordern und auf der anderen Seite mit 50 Leuten vor dem Stadion stehen und die Ansteckungsgefahr vergrößern", sagt Schmieder im Abendblatt-Podcast "HSV - wir reden weiter". Schmieder hält dieses Szenario für nahezu ausgeschlossen. "Was sollen die denn vor dem Stadion machen? Der Polizei in die Arme laufen? Das hat doch alles keinen Sinn." Was Schmieder über mögliche Protestaktionen der Fans sagt, wie sein Austausch zu den Ultras aussieht und wo er die eigentliche Gefahr der Geisterspiele sieht, erzählt er in der aktuellen Podcast-Folge.
- 27.04.202017 min
Das ehemalige HSV-Talent spricht über den Saisonabbruch in Holland und sein starkes Jahr bei Willem II Tilburg Am Freitag wurde in Tilburg frenetisch gefeiert. Ein Autokorso fuhr durch die niederländische Stadt, Pyros wurden gezündet, Flaggen am Straßenrand geschwenkt. Kurz zuvor hatte der niederländische Fußballverband bekannt gegeben, dass die Saison in der Eredivisie, der ersten holländischen Liga, vorzeitig abgebrochen wurde. Der Jubel hatte einen Grund: Durch den Abbruch qualifizierte sich der bis dahin auf Platz fünf liegende Erstligist Willem II Tilburg erstmals nach 15 Jahren wieder für die Playoffs der Europa League. Ein Mann, der daran großen Anteil hatte, saß währenddessen zu Hause in Norderstedt und schaute sich die Jubelbilder auf YouTube an: Mats Köhlert. Im vergangenen Sommer war der 21-Jährige vom HSV nach Holland gewechselt und startete gleich in seiner ersten richtigen Profisaison durch. Alle 26 Spiele stand Köhlert in der Startelf, sechs Tore und vier Vorlagen gelangen ihm. „Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich nun eventuell in den Playoffs für die Europa League spiele, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte Köhlert am Montag im Abendblatt-Podcast „HSV – wir reden weiter“. Trotz der Freude über den sportlichen Erfolg ist Köhlert auch betrübt. Mindestens bis September wird in Holland kein Profispiel mehr stattfinden. Anders als in Deutschland haben sich die TV-Rechteinhaber in der Eredivisie mit der Liga geeinigt, die Zahlungen auch ohne Spiele fortzusetzen. Was Köhlert zum Abbruch der Saison sagt, wie er über den HSV denkt und warum er sich vor Geisterspielen fürchtet, hören Sie hier in der neuen Podcast-Folge.
- 24.04.202019 min
HSV-Schiedsrichter Jamaine Arhin berichtet von seinen Erfahrungen Knapp drei Jahre ist der Vorfall bereits her, aber vergessen kann Jamaine Arhin ihn nicht. „Irgendwann ist das alles ausgeartet“, sagt der 35 Jahre alte Hamburger. „Das alles“ – damit sind die Geschehnisse vom 25. August 2017 gemeint. An jenem Freitagabend spielte der FC Quickborn gegen den FC Roland Wedel. Amateurfußball vom Feinsten, Bezirksliga West. „Das Spiel lief zunächst sehr ruhig und vernünftig“, sagt Arhin, der seinerzeit als Schiedsrichterassistent an der Linie stand. „Als Quickborn dann aber ein paar Gegentore kassierte, eskalierte die Lage.“ 32 Monate nach Quickborns folgenreicher 2:5-Niederlage sitzt Jamaine Arhin in seinem Zuhause in Poppenbüttel und spricht im Abendblatt-Podcast „HSV – wir reden weiter“ über die damaligen Vorfälle. Der dunkelhäutige Hamburger, der im Alter von zwei Jahren aus Ghana nach Deutschland kam und seit fünf Jahren für den HSV Amateurspiele als Leistungsschiedsrichter pfeift, erinnert sich noch ganz genau an die Beschimpfungen, die ihm von den Zuschauern an den Kopf geworfen wurden. „Was macht der Schwarze da? Der soll in die Küche gehen und putzen!“, soll ein Zuschauer gerufen haben. Doch nachdem Arhin zunächst nicht reagierte („Ich habe versucht, mich zu beruhigen“) sollen die Zuschauer sogar seinen damals vier Jahre alten Sohn, der ebenfalls beim Spiel dabei war, beleidigt haben. „Was macht der Bimbo-Junge da?“, soll einer gerufen haben. „Nach dem Abpfiff habe ich mir den jungen Mann vorgeknöpft und ihn gefragt: Was soll so was? Da wurde er noch ausfallender“, sagt Arhin, der es gewohnt war, aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt zu werden. „Aber selten so heftig.“ Arhin machte das, was man als Schiedsrichter in so einer Situation machen kann: Er verfasste einen Sonderbericht und stellte diesem dem Hamburger Fußball-Verband zu. Das Sportgericht des HFV gab ihm recht und verdonnerte den FC Quickborn in erster Instanz zu einer Strafzahlung von 700 Euro. „Das ist viel für ein Amateurverein“, sagt Arhin. „Aber ich dachte mir: endlich mal eine angemessene Strafe.“ Ende gut, alles gut? Von wegen. In zweiter Instanz wurde der FC Quickborn freigesprochen, „weil ich schon während des Spiels einem Ordner hätte Bescheid sagen müssen“, sagt Arhin. Doch viel schlimmer: Entschuldigt hat sich keiner der Verantwortlichen jemals bei ihm. Trainer Jan Ketelsen, der gerade erst vom Verband für die Fair-Play-Geste des Monats Oktober 2019 ausgezeichnet wurde, sprach seinerzeit von einem „Freispruch erster Klasse“. Dass derartige Geschichten keine Einzelfälle sind, kann man an diesem Sonntag (23.15 Uhr) im NDR verfolgen. In der sehr sehenswerten Sportclub-Story „Offensiv gegen Rassismus“ hat der Journalist Patrick Halatsch neben Arhin auch den Ludwigsburger Basketballer Konstantin Konga und Peter Fischer getroffen und porträtiert. Der Präsident von Eintracht Frankfurt kämpft seit Jahren gegen rechte Tendenzen im Fußball und die neue Stärke der AfD. Arhin, ein guter Freund vom früheren HSV-Profi Otto Addo, musste nicht lange überlegen, ob er bei der NDR-Reportage mitmacht. „Mich ärgert extrem, dass die Leute auch im Deutschland von 2020 mit so etwas immer noch so einfach davon kommen“, sagt der Referee. Mit Addo, der derzeit als „Talente-Trainer“ bei Borussia Dortmund arbeitet, spricht Arhin viel und oft über das Thema Rassismus im Fußball. „Wir schicken uns häufiger gegenseitig Artikel“, sagt der Vertriebsdirektor einer Versicherung, der sich zumindest beim HSV bestens aufgehoben fühlt. „Man merkt, dass der Club in den vergangenen Jahren viel gemacht hat“, sagt er. „Ich fand es auch klasse, wie der HSV hinter Bakery Jatta stand.“ Auch Arhin soll als Schiedsrichter beim HSV weiter gefördert werden, ist derzeit das Gesicht einer Kampagne. Ein dunkelhäutiges Gesicht, das sich trotz Anfeindungen aber nicht entmutigen lassen will. „Ich bleibe sehr, sehr gerne Schiedsrichter“, sagt Arhin.
- 23.04.202016 min
Der Journalist über die Mitgliederversammlung der DFL und die Folgen - auch für den HSV Rund eine Stunde lang dauerte die Pressekonferenz der Deutschen Fußball Liga am Donnerstagnachmittag in Frankfurt. Auch der freie Journalist Frank Hellmann verfolgte, wie DFL-Geschäftsführer Christian Seifert das Konzept für die geplante Fortsetzung der Bundesliga und der Zweiten Liga in Form von Geisterspielen präsentierte. Hellmann begleitet Seifert seit Jahren sehr eng. In unserem täglichen HSV-Podcast sagt Hellmann: "So demütig habe ich Christian Seifert noch nie erlebt." Was aber bedeutet das Konzept nun für die Clubs und den HSV? Hellmann beschreibt, wie das System Profifußball erkrankte und die Vereine getrieben durch das System am Rande des Existenzlimits leben. Damit meint er insbesondere auch den HSV. "Der HSV hat jahrelang über den Verhältnissen gewirtschaftet", sagt Hellmann. Der Journalist ist aber überzeugt: "Mit der Kraft der Stadt Hamburg kann der HSV durch die Krise kommen". Hören Sie hier in der neuen Podcast-Folge, warum Hellmann diese Meinung vertritt.