
Laufend Entdecken Podcast - Der österreichische Laufpodcast
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- 27.11.202051 min
Dominik, 37 Jahre, aus dem Harz ist in österreichischen Läuferkreisen wohl nicht der bekannteste Läufer. Dafür ist er ein Local Hero aus dem Harz und auch in der Trailszene kennen ihn sicher einige Läufer. Hat er doch bereits ein-zwei längere Läufe auf dem Kerbholz. Und ganz nebenbei soll es bald den ersten Eintrag im Guinessbook of Records geben. Diese Abenteuer gehören aufgeschrieben, sonst glaubt es ja keiner 5 – 10 – 24 Vom Fußball kommend war er eher die Kurzstrecke die Heimat und ab und zu gab es dann einen 5 oder 10 Kilometerlauf. Was liegt da näher, als sich bei einem 24h-Lauf anzumelden. Obwohl die Vorbereitung und Ausrüstung eher exotisch war, konnte er mit seinem Team direkt den zweiten Platz holen. Die Laufliebe war geweckt. Highest hopes Trotz dieses ungewöhnlichen und auch flachen Einstiegs in die Langdistanzen, galt Dominiks Liebe immer den Bergen und der Natur. So ist es nicht verwunderlich, dass der Zugspitz-Supertrail im Jahr 2012 der erste Lauf in seiner DUV-Statistik ist. In dieser Manier ging es auch direkt weiter mit der Brockenchallenge und dem Zugspitz-Ultratrail. Lange Kanten waren und sind Dominiks Leidenschaft. Wenn es dann noch ordentlich bergauf/bergab geht – optimal. Ab in die Wüste Etappenrennen, wie der Transalpine-Run haben einen fixen Punkt in der Laufhistorie von Dominik. So verwundert es auch nicht, dass er bereits zweimal den Marathon des Sables (1x Marokko, 1x Peru) bewältigt hat. Diese Läufe zeichnen sich neben der Länge jenseits der 250 km und der mehrtägigen Extrembelastung durch die äußeren Umstände auch durch die Regeln aus. So muss jeder Teilnehmer alles selbst tragen. Das bedeutet, dass die Packlast im Vergleich zu anderen Wettkämpfen erheblich höher ist und man sich genau überlegen muss, was wirklich notwendig ist und was nicht (zB Wechselwäsche). Bier rettet leben Die erwähnten Wetterbedingungen machen auch erfinderisch, wenn am Abend bei orkanartiger Windstärke ein Feuer gemacht werden soll. Hier rettet Bier bzw. die dann leere Dose Leben. Mit dieser aufgeschnittenen Dose als Windschutz klappt es auch mit dem Feuer. Doch all diese Abenteuer bedürfen einer normalen Wettkampf und Rennsaison. Das war ja 2020 eher nicht so der Fall. Also muss etwas neues her. Dieses Monat? Laufen! Als besondere Herausforderung im Jahr 2020 hat Dominik sich vorgenommen, ein Abenteuer für einen guten Zweck zu wagen, von dem er nicht wusste, ob er es durchhalten wird. Auch waren die Möglichkeiten der Beratschlagung und Information begrenzt, da er der erste war. Die Strecke mit etwas mehr als 12 Kilometern Länge (6 km bergauf und natürlich wieder runter) und 500 Höhenmetern sollte innerhalb eines Monats so oft wie möglich bezwungen werden. Der tägliche Plan umfasste also um 3:30 aufstehen, laufen gehen und dabei auf den Berg und wieder retour. Danach duschen, essen, arbeiten. Und weil es am Nachmittag so schön ist, nochmal zum Berg und noch eine Runde. Täglich waren es dann durchschnittlich 3 Runden d.h. ungefähr ein Marathon und um die 1500hm. Kurz hochgerechnet ist das echt weit und dabei echt hoch! Ganz ohne Musik im Ohr und nur minimalistischer Verpflegung ging es also jeden Tag auf die immer gleiche Strecke. Begleitet von Berichten in der lokalen Presse, hatte Dominik jedoch eine große Schar an Begleitern während dieses Monats und so manch Erlebnis bleibt ihm wohl lange in Erinnerung. Das Wetter war, im Gegensatz zu den letzten Jahr, weniger golden sondern eher gießend. Mehr als 20 Regentage machen aus einem Trail halt ein Bachbett. Mutti, es is muddy Zwischenzeitlich sollte er eigentlich Urlaub haben, aber durch krankheitsbedingte Ausfälle hieß es durcharbeiten. So war es wirklich ein Fulltimejob, neben der Arbeit das Laufpensum unterzubringen. Es vewundert auch nicht, dass 4 Paar Schuhe und 24 Paar Socken in die ewigen Jagdgründe gingen bevor Dominik nach 1155,7 km und 40950 Höhenmetern zum letzten Mal die Ziellinie durchlief. Für diese Leistung gebührt ihm auf alle Fälle der goldene Duracell-Award und wenn alles gut geht auch ein Eintrag im Guinessbuch der Rekord. Wir ziehen alle vorhandenen Hüte und blicken schon freudig in die Zukunft, denn es wird nicht sein letztes Wahnsinnsabenteuer gewesen sein. Der Beitrag LEP#099 – Interview Dominik Singer erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 13.11.202090 min
Eine neue Interviewfolge, ein neuer Gast, der über seine spektakulären Erlebnisse berichtet. Dieses Mal zu Gast, Thorben Rahlves, Trailrunner – Skyracer – Canicrosser, aus dem Team Vegan.at Das ist Thorben – Thorben läuft gerne – sei wie Thorben Fängst du noch oder läufst du schon? Früher war es eher die Kurzdistanz Thorbens sportlicher Werdegang ist recht ungewöhnlich. Angefangen als Handballtormann, also schnelle Reaktion aber kurze Wege, über Rugby, schon längere Wege, landete er von knapp 2 1/2 Jahren beim Laufen. Schuld war sein Hund. Ein vierbeiner mit Bewegungsdrang ist eine gute Motivation, sich laufend fortzubewegen. Falsche Freunde Ein entspanntes Runderl mit dem Hunderl (Bei Thorben steht das V nicht nur für Vegan, sondern auch für Vollgas) Nach einigen Läufen mit Hund, drehte er dann auch Runde ohne vierbeinige Begleitung. Als ob die Mama nicht davor warnen würde, traf er die falschen Freunde und schwupps wurden die Strecken länger. Wass will man aber auch anderes erwarten, wenn Sabrina Lederle der erste Laufbuddy ist. Zufällige 100km Knapp 6 Monate nach seinem Laufstart, sollte es ein 75km Lauf werden (Ultraläufer, die von null auf viel kommen – das haben wir doch schonmal irgendwo gehört: Franz Preihs). Wie es sich für einen ordentlichen Trailrunner gehört, hat er sich dann auch gleich verlaufen, es waren plötzlich 100km und nachdem er nicht die ganze Strecke wieder retour laufen wollte, auch gleich das erste DNF. Und danach mal 4 Monate verletzungsbedingt ausfallen. Also das nennen wir mal einen würdigen Einstand. Schmerzen? Kann er! Ultraläufer und ihre guten Entscheidungen – verletzt beim Bergmarathon starten – gibt schöne Zielfotos Der erste längere Traillauf war ein 30km Lauf am Glockner, der viele negative Höhenmeter hat und Thorben hat seine Einlagen vergessen. Gepaart mit wenig Technik hat er sich direkt die Knie lädiert. Das Wettkampfgen in sich, konnte er natürlich keine Ruhe geben und so musste ein paar Monate danach die Phyrn-Priel-Trophy gelaufen werden. Auch wenn es schon am Start weh tut…. (auch das haben wir schonmal irgendwo gehört – #Geordi). Die Endzeit von knapp 8 Stunden bei einer Distanz von 40km ist wohl mitunter dem steifgestellten Knie geschuldet. Was hamma gelernt? Immer druff…. Aus dem ersten, recht intensiven, Jahr hat Thorben natürlich auch etwas gelernt. Auf den Körper hören? Nö. Technik fürs Bergablaufen? Nope. Zurückstecken? sicher nicht. Das Learning war: Bergab kann ich nicht ordentlich und da gewinn ich nix also „Bergläufe“! Natürlich kam mit der Zeit die Erkenntnis, dass das bergab ja auch klappen muss und nach einigen Tutorials und Technikübungen können wir alle bestätigen: Jetzt kann er bergab. Und er kann es gut. Asphalt läuft er sehr wenig und wenn dann nur 5-10km Läufe oder „Fun-Runs“. Aber auch hier ist nun der Vorfuß angesagt und sowohl die 5km in unter 18 min als auch Bergabzeiten (zB. beim Ötscherultramarathon die Bergabpassage bei den Kilometern 45-50)in einem 3:30min Schnitt sprechen hier eine eindeutige Sprache. War die zweite Saison besser? Wenn man mehr als 20 Bewerbe in einem Jahr unterbringen will, dann muss man leiden. Und so kam es, dass im September, beim Wörthersee Ultratrail, wieder ein leidender Thorben am Weg war. Vielleicht war ein Ultra in der Woche davor nicht die beste Idee. 2020 wird aber sicher besser! Also, vorausgesetzt man ist nicht motiviert wie Thorben und bekommt 10 Tage frei. Dann startet man natürlich eine intensive Trainingssession, die jeden 3000hm beinhaltet, bis einem nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich dem Hintern der Faden bzw. die Faser reisst. Und da war sie wieder, die Verletzungspause. Aber seit Jänner 2020 ist er verletzungsfrei! Das liegt vielleicht auch daran, dass bei einem derartigen Alles oder Mehr – Athleten, der ursprüngliche Trainingsansatz „Immer wenn ich Zeit hab und dann viel“ einem strukturierten Training gewichen ist. Trotzdem war das Jahresziel, mangels Wettbewerben, 100.000 HM im Jahr. Dieses Ziel hat er nicht nur jetzt schon erreicht, sondern eher geshreddert. Wir vermuten, er wird eher Richtung 200.000 HM gehen. Viel hilft viel – Höhenmeter müssen sein Wettkämpfe! Der geneigte Leser hat vielleicht schon den leicht kompetitiven Charakter mitbekommen und so ist es nicht verwunderlich, dass Thorben dieses Jahr bereits beim Ötscher Ultratrail als 4ter eine Wahnsinnsleistung gezeigt hat, sondern auch mit seinen 4-beinigen Kanonenkugeln beim Strongdog Ultra gewonnen hat. Die 75 Kilometern haben sich 2 Hunde zeitweise geteilt, während er durchgelaufen ist und weil er ja 4 Stunden Vorsprung hatte und danach gut regenerieren konnte, musste gleich danach auch noch die 25 Kilometer Distanz (mit dem dann 3ten Hund) gelaufen werden. Auch hier auf dem Stockerl, also Ziel erreicht. Entspannt und zufrieden im Ziel – und Erster bzw. Dritter hinter seinen beiden Pacern Keine Wettkämpfe – dann gibts halt FKT Einfach nur trainieren ist nett, aber ein bisschen Herausforderung muss schon sein. Und was bietet sich hier besser an, als ein Rundwanderweg. Am Ende des Jahres 2020 hält Thorben 2 Fastest Know Times (FKT). Eine dieser Zeiten wollen wir noch ein wenig genauer beleuchten. 655 – The Number of the Traisen Bereits seit längerer Zeit spukte Thorben der Traisentaler Rundwanderweg 655. Der Wanderweg 655 – Lädt zu einem langen Nachmittagsspaziergang ein. Wie heisst es so schön? Es wellt dahin. In dem Fall 160km und 9000hm lang. Im Frühjahr hat er sich bereits die Strecke immer wieder angesehen, sich einen Wanderführer besorgt und das Material studiert. Das GPX-File musste selber erstellt werden, aber so lernt man ja die Strecke gleich gut. Als er dann die Strecke in Teilabschnitten abgelaufen ist, konnte er die verschiedenen Möglichkeiten der Verpflegung und Einkehr ausgeloten. Da es sich bei diesem Abenteuer in erster Linie um ein „schaffe ich es überhaupt“ gehandelt hat, war die Zeit nebensächlich. Bei einigen Vorbereitungsläufen hat er seine Fitness mit z.b 120km in 2 Tagen getestet und festgestellt „das geht!“. Auf gehts – 100 Meilen Glückseligkeit Mitte Juni, zum wettertechnisch schlechtest möglichen Zeitpunkt, hat er sich ein paar Freunde geschnappt und los ging die lustige Reise. Dadurch, dass es ja rund um die Uhr geht, dass nicht alle Hütten zu jeder Zeit offen haben. Da hier ein wenig Unsicherheit mitspielt, war Thorbens Plan, dass er bei jeder Talquerung, die bei diesem Rundwanderweg alle ca. 40 km erreicht wird, steht ein Auto, dass als Verpflegungsstelle dient. Das bedeutet aber natürlich, dass ausreichend Flüssigkeit getragen werden muss. Bei gesamt 9000hm kein leichtes Unterfangen. Glücklicherweise ist er ein Läufer, der grundsätzlich relativ wenig Flüssigkeit benötigt. Ein Manko ist, dass Thorben auf das Essen gerne mal vergisst. So war es auch gut, dass unter anderem Vadym bei ihm war und alle naselang „Iss was“ gesagt hat. Over and Out Das Glück war aber kein Begleiter und so musste der Versuch nach 115 verregneten und stürmischen Kilometern abgebrochen werden. Im Tal waren nur noch die Sirenen der Einsatzkräfte zu hören, der Sturm versetzte Thorben mitunter um 1-2 Meter und die Unterkühlung tat den Rest. Letztendlich hat die Vernunft obsiegt. Schade war es insofern, da die Beine, die Muskeln und der Kopf gut dabei waren und es auch ins Ziel gebracht hätten. Es war aber zu gefährlich. Das war es also. Wie ein Boomboomboomerang Mit einem der besten Gründe, die man sich vorstellen kann, ging Thorben die Reise ende Oktober nochmal an. „ich hab schon ein T-Shirt bekommen…da steht FKT-Attempt 2020 drauf“. Wenn es das T-Shirt befiehlt, hast du zu folgen. Nundenn! Die Webcam der Strecke immer im Blick, wartete er nur auf den richtigen Tag um den zweiten Versuch zu wagen. Kurz vorm Nationalfeiertag war das Wetter gut und von Donnerstag auf Samstag wurde entschieden zu laufen. Samstag also los! Bin mal laufen…. Mit ein wenig Begleitung, aber dafür mit umso treueren Begleitern wurde er ab KM44 supportet. Bis Kilometer 90 ging es einfach super, aber mit Schnee und im Oktober ist man halt ein bisschen langsamer als geplant. Also den nächsten Berababschnitt mit einer 5er Pace runterknallen (klingt nach einer Topidee – was kann da schon schiefgehen). Dabei hat er auf das Essen vergessen und bei Kilometer 115 war er unterzuckert, ist 2x am Weg eingeschlafen und eigentlich fertig. Zweimal aufgeben? Ist nicht drin. Einen Freund angerufen und der hat ihn die nächsten 20 Kilometer begleitet (bis er sich selbst den Rücken lediert hat). Danach waren es aber ja nur noch 25-30 Kilometer, die alleine gelaufen werden müssen. Doch er hat es geschafft! Mit einer Topzeit und der Fastest known Time! Finally finished Da Thorben mit 26 noch mindestens 40 aktive Jahre vor sich hat, sind wir ja schon gespannt, wann wir ihn nach seiner ersten Alpen-Ost-West-Querung-Solo-Nonstop oder Ähnlichem interviewen dürfen. Vielleicht sehen wir ihn ja auch davor, bei zum Beispiel einem Everesting-Versuch. An dieser Stelle wünschen wir ihm nicht Hals- und Beinbruch (das kann er ja schon) sondern Gesundheit. Der Beitrag LEP#098 – Interview Thorben Rahlves erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Die Nichtsaison 2020 ist nun für manche knapp vor ihrem Ende und für andere bereits Geschichte. Wie sieht sie nun aus, die Wettkampffreie Zeit einer wettkampfarmen Saison? Wie steht es da um die Motivation und wie können persönliche Ziele aussehen? Aktuelle Stunde: Big’s Backyard Ultra World Championship Aus der Not hat Lazerus Lake direkt eine Tugend gemacht und das Format des Backyard Ultra um eine zusätzliche taktische Komponente erweitert. Das Grundkonzept ist gleich: Jede Stunde ein Rennen mit 6,706 km Länge, dass innerhalb von 60 Minuten beendet werden muss. Das Rennen geht, bis es nur noch eine Person an der Startlinie geht. Diese muss dann noch eine Runde laufen und gewinnt das Rennen. Alle anderen erhalten ein DNF. Neu in diesem Jahr ist das dezentralisierte Konzept. In 21 Nationen startete gleichzeitig der Lauf und bis zu 15 Teilnehmerinnen bildeten ein „Team“. Einerseits ging es natürlich darum, dass eigene Länderrennen zu gewinnen, andererseits mussten die Teilnehmerinnen auf die anderen aus ihrem Team aufpassen, da ja der lokale Wettkampf vorbei war, sobald nur noch eine Person beim nächsten Rennen an der Startlinie stand. Die ersten 60 Stunden (also 60 Rennen á 6,706km) konnten die USA, Mexiko und Belgien ihr Team am besten zusammenhalten. Dann wurde es langsam eng. USA zu zweit, Mexiko noch zu dritt und Belgien ebenfalls zu zweit. Leider brachen dann die Mexikaner nach und nach ein und nach 65 Runden waren Belgien und die USA über. Nachdem Harvey Lewis, seinerseits ehemaliger Streckenrekordhalter und Sieger des Badwater135, leider nach dem 67 Umlauf am Ende seiner Kräfte war, sicherte sich Courtney Dauwalter, mit einem neuen persönlichen und US-Rekord von 68 Runden, den US-Titel. Zu diesem Zeitpunkt war das belgische Rennen noch in vollem Gange. Hier drehten Karel Saabe und Geerts Merjin weiter ihre Runden. Bis Runde 74 ging es dort noch munter dahin. Dann musste Geerts Merjin seine Schuhe ins Eck stellen. Karel Saabe machte, mit einem Lächeln, wie wenn er gerade einen Spaziergang im Park machen würde, noch ein Ründchen und hat nach 75 Stunden und 75 Runden mehr als 500km abgespult. Damit ist er der Rekordhalter, Gesamtsieger und 2020 Backyard World Champion. Belgien hat sich auch die Teamwertung geholt und wir sind gespannt wohin dieser Wahnsinn noch führen soll. After a nice weekend in the Park Lazerus Lake hat es auf den Punkt gebracht: Es soll jeden soweit führen, wie er kann. Virtual Ultratrail Worldtour Die Ultratrail Worldtour hat 2020 nur 6 Rennen abhalten können und hat sich ein Konzept für eine virtuelle Rennserie überlegt. Die Teilnahme ist für jeden möglich und kostenlos. Es gibt verschiedene Herausforderungen der unterschiedlichen UTWT-Rennen inkl. Startnummer und Zeitnehmung. Bei einigen Wettkämpfen ist es auch möglich, dass Startplätze für das kommende Jahr gewonnen werden können. Ein Blick lohnt sich auf alle Fälle: https://virtual.ultratrail-worldtour.com/ Rundwanderweg 655 Einer der auszog, um 100 Meilen zu sehen (Foto: Thorben Rhalves) Unser Teamkollege Thorben, der in den letzten Monaten und Jahren bereits richtig starke Leistungen abgeliefert hat, hat sich den Nationalfeiertag zum Anlass genommen um einen zweiten Versuch zu unternehmen den Traisentaler Rundwanderweg 655 in einem Anlauf zu erledigen. Nach weniger 31 Stunden hat es dieses Mal geklappt und Thorben hat seinen ersten 100 Meiler , der nebst der mehr als 160km auch noch schicke 9000+ HM hatte, abgeschlossen. Das Ganze hat er auch noch self supported absolviert. Das war ein wahrer Kraftakt und verdient eine tiefe Verbeugung. Da hat sich der Umzug in das Ötscherland wahrlich gelohnt. Virtual Everesting Im Gegensatz zur Berggams Thorben haben sich die Flachländer Philipp und Sebastian aka. „Der Triathlet“ aka. „Die Wattmaschine“ einen Tag Spass vorgenommen und wollten gemeinsam eine kleine Zwiftsession machen. Nur knappe 9 Mal auf die Alpe de Zwift sollte es gehen. Everesten muss schon drinnen sein. Damit der Spass nicht zu kurz kommt und auch die Versorgung gesichert ist, wurde ein richtiges Everestingzimmer eingerichtet. Eine riesige Labestation mit zwei Fahrrädern mittendrin. Und dann ging es los. Nach nur 11:36 war Sebastian im Ziel und der Patch war seiner. Ein wenig danach, aber nicht minder erfolgreich, darf sich nun auch Philipp zum erlauchten Kreis der Everester zählen. Sind wir bald oben?…. gleich… Sebastian und Philipp – waren also Double Trouble auf der Alpe de Zwift. Ein langer und erfolgreicher Arbeitstag. Aktuelle Folge End of Season – Motivation gone Ruins of the Season Es ist Ende Oktober und der Wind hat die Motiviation wohl ein wenig verblasen. Peter war in Innsbruck noch voll motiviert, hat dann mit seinem 50er direkt nachgelegt, aber bereits beim Kremstal 100er gemerkt, dass die Luft ein wenig raus ist. Er hat das Trainingpensum, dass auch sonst nicht überragend viel ist, weiter zurückgeschraubt und vorallem intensive und schnelle Einheiten machen wenig Spass. Darum werden sie kurzerhand ausgelassen. Flo hat nach dem Saisonhighlight in Innsbruck ebenfalls nicht ganz soviel Lust, sich zu quälen. Die Intervallsessions sind mühsam, die schnellen Läufe auch….es fehlt ein wenig das Ziel. Einzig die Wochenendläufe in die Wälder sind schön und bringen Spass. Was tun? Peters Idee, sich aus dem Motivationsloch zu holen, ist, wie so oft, sich obskure Wanderwege (WWW 632) zu suchen und sich bei der eCycling-League und bei diversen Rennen 2021 (Linz Donautrail, Mozart 100) anzumelden. Da kommt wohl der Wettkampfjunkie ein wenig durch. Und sonst kann er halt auch nix. The End is near – Flo huldigt dem VCM Flo lässt es momentan ein wenig lockerer angehen und nimmt sich aktuell wenig Veranstaltungen vor. Den Mozart100 hat er fix auf der Liste und der Weihnachtsmarathon wird wohl auch ein Pflichttermin sein. Im Moment ist es ein wenig vor sich hintrainieren, um sich zu bewegen. Ein Trainingsmonster, das Flo ja ist, ist auch die Gewohnheit ein schöner Antrieb. Im Training fehlt es allerdings auch ihm wenig der letzte Kick, sich zu quälen. Es mangelt ein wenig an einem Ziel, dass Veranstaltungen, bei denen man etwas erreichen möchte, darstellen. Bei einer Veranstaltung ist Adrenalin, Pacer, andere Läufer, die Uhr, das bezahlte Geld da. Alleine die Anwesenheit dieser Dinge machen auch mit Flo etwas. Es fehlt also uns allen! Virtual Races sind als Ersatz ok, gemeinsame Läufe mit Freunden sind toll, dennoch braucht es auch Wettkämpfe. Der Weg ins Ungewisse – jetzt heisst es durchhalten Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#097 – It is The End erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 16.10.202056 min
In dieser Folge besprechen Florian und Peter die herbstlichen Abenteuer in der Ultralaufszene. Noch immer gibt es relativ wenige Wettkämpfe (der MOAB240 ist da ja eher die Ausnahme), aber dennoch hält es die Jungs und Mädels nicht in den Wohnungen und so werden ganz andere Gefilde erkundet. Die aktuelle Stunde: Von Laufen nach Laufen laufen Von Laufen nach Laufen laufen (foto: @philphamphoto) Der deutsche, wohlbekannte Spitze Athlet, Florian Neuschwander, hat sich ein feines Projekt ausgedacht und neulich umgesetzt. Vom schweizerischen Laufen ins deutsche Laufen in 7 Tagen zu laufen klingt nach einer sehr guten Idee. Jeden Tag einen flockigen Doppelmarathon bei flowigfließendem Wetter macht auch richtig Laune. Die ganze Aktion war nicht als FKT-Attempt oder All-Out geplant, sondern einfach ein schönes Projekt. Bei diesem Lauf konnte und wurde Florian Neuschwander auch immer wieder von verschiedenen Läufern begleitet und hatte offenbar einfach eine gute Zeit. https://www.redbull.com/de-de/projects/von-laufen-nach-laufen-laufen/ Focusartikel MOAB240 Der Moab240 ist Teil der von Destination Trail ausgerufenen Triple Crown of 200s. Der Lauf geht 200 Meilen durch Utah und die Läuferinnen erleben herrliche Trails in der Prärie. Der MOAB240 – Ein Eldorado für Trailläufer Unter Auflagen aber doch, konnte dieser Lauf dieses Jahr durchgeführt werden und die Teilnehmerinnen haben erneut unglaubliches geleistet. Eindrücke und Informationen befinden sich auf der Webseite des Moab200: http://www.moab200.com/ Das Podium dieses etwas längeren Laufs: Michele Graglia– 60:43:15 David Goggins – 62:21:29 Isaac Wison – 71:23:09 Jessi Morton-Langehaug – 80:09:42 Jodi Semonell – 83:00:01 Christie Haswell – 83:44:14 Hut ab, die Damen, Chapeau die Herren – das habt ihr fein gemacht! Ötscher Ultramarathon Auch in Österreich wurde dieses Wochenende wieder ein Wettkampf abgehalten. Der 24.Ötscher Ultramarathon wurde vom üblichen Termin im Mai auf Oktober verschoben. Die Wettervorhersage war eher bescheiden. Peter hatte sich noch überlegt, ob er nicht starten sollte und hat dann total geschickt die Anmeldefrist versäumt. Am folgenden Tag wurde auch noch bekannt gegeben, dass es dieses Jahr keine Nachmeldung geben wird. Schade…. Wider Erwarten war das Wetter am ersten Tag perfekt und am zweiten Tag hielt es ebenfalls aus. Natürlich ein bisschen herbstlich, aber Trailläuferinnen sind hart im Nehmen. Der Ultramarathon besteht aus einem 50km Lauf am ersten Tag und 20km über den Rauen Kamm am zweiten Tag. Die Sieger war nach nur 06:15:24 im Ziel und war nur ein paar Minuten hinter dem Streckenrekord. Gratulation an Christian Doppler. Ebenso große Gratulation an Veronika Limberger, die nach 7:13:51 im Ziel war und sich erneut den Gesamtsieg sicherte. Thorben Rhalves, vom Team Vegan hat ebenfalls einen großartigen Bewerb geliefert und wurde in der AK 4ter. Die vollen Ergebnisse gibt es hier: Results Aktuelle Folge Nachdem der #IATF20 erfolgreich geschlagen war, haben sich Peter und Flo wieder in die normalen Trainingsroutinen begeben. Für Flo bedeutete das, dass er ein paar Tage ausgespannt hat und danach wieder schön langsam mit entspannten Läufen und Intervallen die Woche bestritten hat. Peter hat es ebenfalls mit seinem Plan ernst genommen und so ist er die Woche nach dem IATF gar nicht gelaufen und am Wochenende noch einen Ultra. Austria Charity Run – 52k 3 von 4 beim Start (Nr. 4 fotografiert ) Am 20.9.2020 sollte in Wien der Vienna Charity Run stattfinden um Gelder für den Sterntalerhof zu lukrieren. Diese Einrichtung kümmert sich um Familien mit schwer-, chronisch bzw. sterbenskranken Kindern. Neben der Startspende werden die gelaufenen Kilometer durch die Sponsoren des Laufs vergütet. Geplant war, dass Peter mit Mona eine Stunde oder etwas länger läuft und sie so auch einige Kilometer beitragen. Die aktuelle Situation hat dazu geführt, dass es keinen vor Ort Lauf geben konnte und so wurde der Lauf komplett als virtual Run abgehalten. An besagtem Tag konnten die Läuferinnen und Läufer zwischen 09:00 und 17:00 über Österreich verteilt laufen und durch einreichen der Uhr oder Appdaten wurden die Läufe gewertet. https://vienna-charityrun.at/austria-charity-run/ Ein sehr umtriebiger Läufer aus der Gegend, der auch Botschafter des Laufs ist, hat sich in direkter Umgebung der beiden eine Strecke zurechtgelegt und wollte hier 6 Stunden laufen. Da kann man sich doch anschliessen. Gesagt – getan Kurz vor 9 Uhr fand sie sich in direkter Nähe zum malerischen Umspannwerk ein und nach Aufbau der Labestelle und der Begrüssung konnte es losgehen. Gemeinsam mit Rene Kun, dem angesprochenen Ultraläufer, und eine Mitläuferin aus Hollabrunn ging es zu viert auf die erste Runde (zum Kennenlernen der Strecke). Nach der Einführungsrunde ließ Rene seinen Beinen freien Lauf und zog davon. Mona und Peter blieben auf dem angepeilten Tempo, aber spulten brav Runde um Runde ab. Nach 16km hatte Mona ihren bisher längsten Lauf in der Tasche und trabte glücklich zum Auto um sich zu erholen. Hurra – erstmals 16K – it’s done! Peter fühlte sich noch gut und angesichts der Tatsache, dass er ja nur 2 Runden, also ca. 2 Kilometer hinter Rene war, legte er einen Zahn zu. Bei der ersten Rückrundung ein wenig quatschen und weiter. Kilometer 35 war da und die beiden Verbliebenen waren wieder in der selben Runde und Peter hatte aufgeschlossen. Rene plagte eine Verletzung, die er schon eine Woche mitzog und sein Oberschenkel zwang ihn von Zeit zu Zeit zu Gehpausen. Da es kein Wettkampf war, blieb Peter bei ihm und so verbrachten die Beiden eine nette Zeit bis 15 Uhr. Am Ende standen mehr als 50 Kilometer auf dem Tacho. Ein feiner, entspannter Ultra zum Ausschütteln also. Nach 6 Stunden fertig – 52k müssen reichen Kremstal-Donau-Weitwanderweg – FKT Unmittelbar nach dem Charityrun stolperte Peter über einen Beitrag zu einem Weitwanderweg. In Krems wurde der Kremstal-Donau-Weitwanderweg neu ausgeschildert. Das klang direkt interessant. Schnell auf die Webseite und nachgesehen. Knappe 100 Kilometer durch die Weinberge im Kremstal – mmmmmhhh WEIN. Die Idee blieb ihm im Kopf. Nach Kontaktaufnahme mit dem Zuständigen, der dankenswerterweise den GPX-Track der 15 einzelnen Etappen auf einen Gesamttrack zusammenführte, waren ja alle Rahmenbedingungen vor Ort soweit klar. Noch fix den Weitwanderweg auf https://fastestknowntime.com/ eintragen und sich einen geeigneten Tag aussuchen, dann konnte es ja losgehen. Am 10.10.20 hat Peter den Versuch gestartet, den Kremstal Donau Weitwanderweg an einem Tag zu absolvieren. Bevor er das in Angriff nahm, hat er natürlich die üblichen Verdächtigen angerufen und nach Mitstreitern gesucht. Irgendwie wollte so flott nach einem 100er keiner einen weiteren langen Lauf machen…..sonderbar. Dann halt alleine. Take off Morgenstund in Krems Am 10.10 um 0615 ging es am Hohen Markt in Krems los. Die zuvor studierte Streckenkarte hat einen sehr asphaltlastigen Tag vermuten lassen und so wurden die On Cloudflyer einem Härtetest unterzogen. Würden sie auch nach einigen Stunden noch bequem sein? Sie sieht es mit dem Steinefangen zwischen den Cloudelementen aus? Würde er es im Knie spüren oder setzen sie den Fuß auch bei einer langen Strecke noch gut auf die Straße? Parallel dazu sollte auch die Raceday.me App einem weiteren Langzeittest erfahren. In Innsbruck hat sie bis Kilometer 70 schon gut funktioniert, ist dann aber abgestürzt. Hierbei war aber vermutlich eher ein Handyversagen ausschlaggebend und nicht eine Fehlfunktion der App an sich. Es hat ein wenig gedauert, bis Peter diese Markierungen entdeckte Mit dem GPX-Track auf der Uhr ging es durch Krems uns Richtung Mautern. Die ersten Kilometer dienten der Orientierung. Es gab also gelbe Schilder mit dem Wanderwegsnamen und kurz nach Mautern (und dem ersten kleinen GPS-Track-Fehler) wurde Peter klar, dass die weissen Kreise am Boden offenbar ebenfalls zur Markierung gehörten. Exif_JPEG_420 Der 60 kg Rammbock Mit diesem neu erworbenen Wissen im Gepäck und Stift Göttweig im Blick ging es weiter. Immer darauf bedacht, nicht zu flott anzugehen. Plötzlich ein Bauzaun und der Weg war versperrt. Vielleicht kann man das Hindernis ja umlaufen. Mit dieser glorreichen Idee ging es durch einige Weinreben und an einem Hang entlang, doch irgendwie stimmte die Richtung nicht mehr. Aber es fand sich eine Weg zu einem Hof, den Peter gleich einschlug. Ein paar Sekunden später spurtete ein 60kg-Berhardiner auf ihn zu und bot ihm lautstark an, ihn ungespitzt in den Boden zu rammen. Hoppala…. Peter quatschte mit dem Hund und langsam beruhigte sich dieser. Gleichzeitig hörte er von hinten die Stimme einer Frau, die ihm erklärte, dass es hier Privatgrund ist und der Hund fremde Menschen auf seinem Grund nicht mag. Ohne Maulkorb hätte sich Peter auch wirklich unwohler gefühlt, aber so ging es ganz gut. Nachdem er von der Dame den Weg erklärt bekommen hatte, ging es aber wieder weiter. Exif_JPEG_420 Über einen Trail nach Stift Göttweig und auf der Rückseite nach Kleinwien und nach Paudorf. An diesem Punkt dachte Peter das erste Mal daran, dass seine Beine ein wenig schwer sind und er ein bisschen schlapp. Aber es hilft ja nix, also Richtung Donau. Über Krustetten ab nach Hollenburg. Erster Halbmarathon erledigt. Na dann sind es ja nur noch knapp 2 Marathons. Bis auf die Sektion rund um Stift Göttweig war es bis hierhin auch sehr asphaltlastig und das sollte sich auch nicht so schnell ändern. Tempo soweit ganz gut, Peter pendelte sich im Schnitt bei ca. 6:30 pro Kilometer ein und war somit gut auf Kurs. Er wollte ja einen kleinen Puffer für hintenraus haben. Die Schuhe haben soweit gut gearbeitet und so ging es ab auf den Donauradweg und auf die nördliche Seite. Ein Hohelied auf Bäckereien Ganz heiß auf Theiß Nach 25 Kilometern wurde das erste Mal das Wasser recht knapp, da es auf der Strecke bisher keine Brunnen gab und auch keine Möglichkeit, sich mich neuer Verpflegung einzudecken. Kilometer 30 und Peter kam in Theiß an. Ein herrliches Dorf mit einer Bäckerei…und sie hatte offen. Mit einem Hechtsprung war Peter drinnen und 2 Laugenbrezen sowie ein Cola später sah die Welt schon viel besser aus. Die Damen füllten Peter auch noch das Wasser auf und es konnte weitergehen. Die Dorfstraße entlang und ab Richtung Langenlois. Am Weg dorthin ein Motivationsanruf von der Bergziege. Die erste Versuchung Nach nur einem Marathon war Langenlois erreicht. Ein Supermarkt brachte auch hier wieder neue Energie. Nur noch knapp 1 1/2 Marathons und wir sind im Ziel. Na wenn das nicht gut ist. Kurz vor Langenlois gab es noch den bisher schwierigsten Moment der Reise. Ein Informationsschild zeigte den Verlauf über Langenlois an und darunter eine Hinweis auf eine Abkürzung über Oberrohrendorf, die einen Zieleinlauf in Krems innerhalb von 8 Kilometern versprach. Da schwankte Peter gar arg. Ein schöner Blick in Richtung Krems – aber dahin ist es noch weit Hilft ja nix! Darum weiter und nächstes Ziel Gföhl anvisieren. Am Weg dahin ging es aber zuerst nach Lengenfeld und es gab erstmal für eine längere Zeit keinen Asphalt unter den Schuhen. Durch Weinberge und rund um einen Golfplatz waren nun Schotterwege angesagt. Auch wenn die Kilometer nicht verflogen, so vergaß Peter zum ersten Mal ein wenig die Zeit und die Motivation machte einen Sprung nach oben. Die Schuhe waren weiterhin gut, allerdings beschlossen sie, dass groberer Schotter so hübsch ist, dass man ja ein paar Steinchen mitnehmen könnte. Zum Glück ließen sich diese aber auch recht unkompliziert wieder zwischen den Elementen rausschnipsen. Lengenfeld durch – Stratzing incoming – das Wasser wurde wieder knapp. In diesem Ort wird es wohl eine Möglichkeit zum wiederbefüllen geben. Hurra – ein Nah und Frisch – doch oh weh, es ist zwischen 12 und 14 Uhr, da ist natürlich ein kleiner Lebensmittelladen am Land geschlossen. Dann muss es wohl so gehen. Wieder raus aus dem Dorf und am Weg nach Gföhl noch flott durch Droß. Hier putzte ein Weinbauer gerade seinen Anhänger und das war die Gelegenheit, nach ein wenig Wasser zu Fragen. Erfolg! Kurz nach Droß ging es auch mal in den Wald. Ein schöner Abschnitt, der sehr zu empfehlen ist. Ein wenig hügelig, aber immer gut laufbar (und vielleicht auch verlaufbar ). Die zweite Versuchung Die alternative Verpflegung Mitten im Wald nochmal eine Abzweigung, die die Runde um 20-30 Kilometer abkürzen würde, aber nach mehr als 60 Kilometern will man ja auch nicht mehr aufhören. Ein paar Kilometer durch den Wald und plötzlich erschien Gföhl. Hervorragend. Hier gab es einerseits Supermärkte und andererseits war damit der letzte „Umkehrpunkt“ erreicht. Stärken mit mit Banane, Feige und Cola und ein paar Minuten Pause. Danach auf die letzte lange Kurve in Richtung Krems. Doch davor ein wenig Sightseeing im Vorbeilaufen in Gföhl und zurück in den Wald zum letzten Eck in Meisling. Mittlerweile war der Laufstil nicht mehr ganz so sauber, aber bald ist Marathon 2 erledigt. Nachdem Meisling abgehakt war, zeigte der Streckenverlauf ur mehr 2 Anstiege an, der erste in direkter Nähe. Und was für einer. Nach zwei Marathons baut da einer plötzlich eine Wand hin. In 1 1/2 Kilometern geht es da plötzlich fast 300 Meter rauf. Und in diesem Wald ist offenbar auch gerade das internationale Zeckentreffen 2020. In einer halben Stunde hat sich Peter ca. 15-20 Zecken von Armen und Beinen gewischt. Nun aber ab nach Senftenberg und zurück nach Krems. Es sind ja nur noch ein paar Kilometer und es soll ja nur noch bergab gehen. In Senftenberg angekommen wurde Peter von einem Mann angesprochen, wo er herkommt. Ein Abriss aus dem Gespräch: „Wo kommst denn her?“ – „Aus Krems, über Göttweig, Langenlois und Gföhl“ – „oh, wie weit ist das?“ – „bis jetzt ca 90km“ – „Trainierst du für einen Marathon….oh…Moment…Wofür trainierst du eigentlich oder warum machst du das?“ – „ich möchte den Kremstal-Donau-Rundweg an einem Tag erledigen und in ein paar Kilometern bin ich fertig“ – „öha – na dann viel Erfolg – super Geschicht“ Natürlich musste es dann noch kommen…. Das letzte Schnapperl So, wie es sich für einen guten Lauf gehört, gibt es am Schluss noch ein kleines Schnapperl, damit man dann auch weiss, dass es anstrengend war (das hätte man nach knapp 100km sonst ja nicht gemerkt). Nach 11 Stunden un 36 Minuten haben die Bewohner rund um den Hohen Markt in Krems einen Freudenschrei vernommen. Es war geschafft! Exif_JPEG_420 Exif_JPEG_420 Exif_JPEG_420 Fazit Ein cooler 100er, der vorallem für Straßenläufer interessant ist. Die Strecke zeigt die Orte rund um Krems sehr schön und man kommt an einer richtig große Anzahl an Winzern vorbei. Der nächste Weineinkauf kann hier ausgekundschaftet werden. Bezüglich der Verpflegung sollte man sich ein paar Gedanken machen, da es nicht wahnsinnig viele Geschäfte zum Auffüllen am Weg gibt. Schuhtechnisch haben die Cloudflyer gut durchgehalten und können auch 100km gut wegstecken. Einziger Kritikpunkt ist wohl, dass die 15 Steine, die sich auf Schotterwegen gesammelt haben, auch wieder rausgekletzelt werden müssen. Die Raceday.me App wurde vom übereifrigen Telefon und den sonderbaren Energiespareinstellungen 4 mal beendet. Es konnte aber immer wieder der Track aufgenommen werden und so hatten die Beobachter die Möglichkeit, das Abenteuer bis zum Schluss zu verfolgen. Die App hat sehr gut durchgehalten, wenig Akku gezogen und gut funktioniert. Eine klare Empfehlung. Nach Peters nun neu definierten Ultramaßen 103-52-96 hat er sich nun ein kleines Päuschen verdient……aber wer weiss, vielleicht gibt es ja 2020 noch ein Abenteuer. https://fastestknowntime.com/route/weitwanderweg-kremstal-donau-austria Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! 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- 02.10.202086 min
Erneut durften wir eine aussergewöhnliche vor das Mikrofon zerren und konnten in der 95sten Folge des Podcasts viel über Road Angels, Schlafen auf Parkbänken und Naked Bavarians erfahren. Und wie immer werden ab da ganz tollen Shownotes stehen, wenn sie fertig werden Aktuelle Folge Julia begann, wie so viele Läufer und Läuferinnen mit dem Laufen, aus einer gewissen Faulheit. Warum jedes Mal ins Fitnessstudio fahren, wenn man mit Laufen eine einfache und bequemere Sportart testen kann. 5 Kilometer – Halbmarathon – Marathon, da geht ja was. Und dann kamen auch gleich die Trails ums Eckchen und winkten mit verheißungsvollen Abenteuern und Erlebnissen. Also musste ein 50k Trailwettbewerb her. Und da war die Liebe entflammt. Lange in die Natur – das ist es! Es folgten unzählige 50 Meiler, 50k, x Stundenläufe garniert mit großartigen Läufen wie dem 1/2 Sauer 1/2 Kraut oder dem Naked Bavarian. Ihre Ultra-Signup History spricht hier Bände. Eine richtig coole, lange Liste Da Julia vor 20 Jahren auf die andere Seite des großen Teichs gezogen ist, finden sich in dieser Liste viele Wettkämpfe in Amerika, aber auch der Eiger Ultra. Eiger Ultra Trail Im Unterschied zu ihren üblichen Wettkämpfen, war der Eiger riessig. Nicht nur der Berg, sondern auch die ganze Veranstaltung und die Anzahl der Läuferinnen sind bei diesem Lauf richtig groß. Alles toll organisiert und wunderbar geplant sind im Gegensatz zu amerikanischen die Streckenposten und Helfer etwas zurückhaltender. In den USA wird jede Athletin umsorgt und abgefeiert. Einen ähnlichen Eindruck hat Franz auch geschildert. Trainingsumgebung Ähnliche wie im Osten Österreichs ist es in der Umgebung von Julia auch nicht wirklich Alpin. Dafür gibt es schöne und auch technische Trails. Die perfekten Bedingungen um auch mal etwas längere Läufe anzugehen. 100 Meilen jugendlicher Leichtsinn 100 Miles of fun and pleasure Nachdem die „kurzen Distanzen“ bis einschließlich 50 Meilen gut gingen, sollte der nächste Schritt ein 100 Meiler sein. Sowas soll man ja angehen, solange man noch jung und frisch ist. Leider war es beim ersten Versuch unheimlich heiß und Julia musste ihren ersten Versuch über diese Distanz bei knap 120-130 Kilometer abbrechen. Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen und im selben Jahr wurde auch diese Distanz abgehakt. Man muss ja sein Training und seine Form ausnutzen. Danach folgten auch hier noch weitere 100 Meiler und natürlich stehen Läufe , wie der Western States 100 auf der Liste. 3 Jahre ist das nun her. Alles erledigt? Alles geschafft? Natürlich war sie noch nicht satt! Das Land der unbegrenzten Wege Werde Ultrarunner – finde neue Freunde Also Anmeldung raus für den Bigfoot 200 Meilen Lauf. Leider gab es hier bei 130Meilen einen Moment der Schwäche. Gut in der Zeit, ging es Julia auf dem längsten Teilstück ohne Verpflegungsposten nicht gut. Ihr Mann begleitete sie, lief nur kurz vor um zu checken, dass ihr Versorgungsmannschaft an der Labe ist und in diesem Moment beschloß Julia, dass sie nicht mehr kann. In der Retrospektive würde sie diese Entscheidung anders treffen, da sie noch ein-zwei Stunden ruhen hätte können um danach eine geordnete Entscheidung zu fällen. Gelernt für das nächste Mal. Und wie es sich für eine gute Ultraläuferin gehört, kommt nach so einem Erlebnis kein Schritt zurück, sondern ein mächtiger Satz nach vorne. I would walk 500k Der allseits bekannte und berüchtigte Lazerus Lake veranstaltet neben den Barkley Marathons und Bigs Backyard Ultra noch andere Wettkämpfe. Einer davon ist der Volstate500. Julia hat, wie auch von vielen anderen Läufen auf Facebook von diesem Lauf gehört und diesen verfolgt. (ATTENTION liebe Kinder: Social Media kann euer Leben nachhaltig beeinflussen) 2019, nachdem sie bereits ein paar Jahre damit gehadert hat, dass sie wohl noch nicht soweit ist, wurde gemeldet. Gemeinsam mit vielen anderen und dann hieß es warten. Julia war „nur“ auf der Warteliste, erhielt aber Mitte Jänner die Bestätigung, dass sie im Sommer das schöne Tennessee durchqueren darf. Die Vorbereitung war für Julia nicht optimal. Von einigen Verletzungen begleitet und von vielen Pandemiebedingten Absagen flankiert, brachte dieser Frühling zusätzliche Unsicherheit in das Training. Zusätzlich nagte es auch an der Motivation und die Umfänge litten ein wenig. Anstelle der üblichen Flo’schen 80 Kilometer waren es eher Peter’sche 40 Kilometer. Auch der Volstate war bis zur sprichwörtlich letzten Minute nicht in trockenen Tüchern und erst 10 Tage vor dem Start war es klar, dass es tatsächlich losgehen kann. Mit nur der üblichen Läuferzahl und einigen Auflagen konnten die dann 66 Läuferinnen loslegen. Volstate Laz dir nichts einreden Wie man es von Lazerus Lake kennt, sind die Läufe etwas spezielles. Es startet mit einer Fahrt mit einer Fähre. Am Ende dieser Fahrt raucht sich Lazerus eine Zigarette an und alle fahren mit der Fähre retour. Und dann startet das Rennen. Anstelle der üblichen Einteilungen bei Wettkämpfen gibt es bei diesem Abenteuer die Kategorien Crewed und Screwed. Im Gegensatz zu den betreuten Crewed Läuferinnen hat sich Julia in die Riege der Screwed Athletinnen eingereiht. Diese Kategorie zeichnet sich durch Selbstversorgung ohne Betreuungsmannschaft aus. Demnach muss alles Benötigte mitgenommen werden oder aber am Weg gekauft werden. Es gibt keine Verpflegungsstationen oder andere Annehmlichkeiten. Genau diese Herausforderung, alle Entscheidungen selbst zu treffen und dann auch auszubaden, hat Julia gereizt und so ging es ganz alleine auf die Straße. Tennessee olé mit Pfefferspray Mit nur leichtem Gepäck und einem Pfefferspray für alle Fälle ging es also durch das sommerliche Tennessee. Bei Aussentemperaturen um die 40 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit ist eine gute Taktik und Laufplanung essentiell. Ohne genau geplant zu haben, wo sie schlafen wollte, hat sich dennoch ein Buch eines Volstate-Veteranen studiert und sich die Schlafmöglichkeiten notiert. Bei diesen Aussentemperaturen haben Hotels neben einem Bett auch den besonderen Luxus einer Klimaanlage. Garantiert Frittiert Auch das Essen will auf einem derartigen Trip gut geplant sein. Coronabedingt hatten die normalerweise 24/7 geöffneten Fastfoodketten nachts geschlossen und so blieben manchmal nur Tankstellen als Alternative über. Gerade als Vegetarierin war es hier im Frittierstaat manchmal eher sehr schwierig etwas einigermaßen Nahrhaftes zu finden. Für eine handvoll Chips Zusätzlich zu den Unwegsamkeiten der Schlafplatzwahl (Hotel, Parkbank, Campingplatz) kam es auch manchmal zu essenstechnischen Engpässen. Kein Restaurant oder einen Imbiss in Reichweite mussten auch manchmal normale Standards über Bord geworfen werden. Mit einem anderen Läufer gemeinsam wurde da halt auch eine noch recht frisch aussehende Tüte mit Leckereien von einem Mistkübel resozialisiert und direkt verwertet. Sometimes i wish i was a Road Angel Einer der Hauptgründe bei diesem Lauf mitzumachen und ihn in Zukunft nochmal zu wiederholen waren aber auch die laufbegeisterten Anwohner auf der Strecke.Die sogenanneten Roadangel haben in ihren Vorgärten von Grußbotschaften, über kalte Getränke bishin zu Dusch- und Schlafzelten einen unglaublichen Aufwand betrieben um die Läuferinnen zu motivieren und ihnen die Strapazen erträglicher zu machen. Dem ist allerhöchster Respekt zu zollen und es freut jede einzelne Läuferin und gibt frischen Schwung. 2 Minutes to Midnight Um nur 1 Minute und ein paar Sekunden hat Julia dann die 6 Tagesmarke verpasst, ist in einer trotzdem unglaublichen Zeit von eben knapp über 6 Tagen ins Ziel gekommen und hat dadurch den perfekten Grund um das Rennen nochmal zu laufen. Das nennen wir mal Planung! done, done, done – Mission Accomplished Es war ein ganz tolles Interview mit einer wirklich beeindruckenden Frau und einer Leistung, die sich kaum in Worte fassen lässt. Wir hoffen, dass wir noch viel von ihr lesen und vielleicht auch wieder hören! Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! 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- 18.09.202071 min
Am zweiten Septemberwochenende hat sich eine Vierergruppe rund um Flo und Peter auf den Weg Richtung Tirol gemacht um sich dort zu „Masters of Innsbruck“ auf dem K110 krönen. Gemeinsam mit Steffen und Sebastian aka. Die Bergziege ging es auf ein epischen Abenteuer. Aktuelle Folge Prolog – Way to the Start Bereits am Tag vor dem Wettkampf waren Peter und Steffen bereits in Innsbruck. Peter hat sich auch direkt das K7 – Nightrail-Rennen angesehen. In den Beinen hat es gekribbelt und so fragte er direkt bei Flo und Sebastian nach, ob er nicht vielleicht noch flott nachmelden und mitlaufen kann. Ein sehr deutliches „sicher nicht“ später hat er sich dann doch auf Bier trinken und anfeuern beschränkt. Bereits hier zeichnete sich ab, dass das Hygienekonzept top aufgestellt war. Nach Ende der Veranstaltung ab ins Quartier und gut schlafen. The final Countdown Ein vorbildliches, wenn auch leeres, Startgelände Am Freitag ging es für Steffen und Peter um 12 Uhr direkt zum Startgelände und nach einem sehr ausführlichen Gearcheck inklusive. Schuhe, Stirnlampe und Telefonnummer ab zur Dropbagabgabe. Danach ab zum Mittagessen und wieder zurück um die Gruppe vollständig zu bekommen. Sebastian und Flo sind am Freitag direkt angereist und nach der zweiten Runde des Gearchecks hieß es „Carboloading“ bei Pizza mit Knoblauchöl und Vorbereitungen im Quartier treffen. Sack und Pack Nochmal die Ausrüstung checken, und überprüfen, was und wieviel notwendig ist. Regenjacke Erste Hilfe Set Riegel & Gels Softflasks inkl. Ersatzflask Mobiltelefon & Kopfhörer Armlinge bzw. Langarmshirt Buff Faltbecher Faltschüssel aka. Futternapf Stirnlampen Nochmal alles aufgelegt und durchgecheckt – Ausrüstung passt Alles bereit sollte nochmal 2-3 Stunden ausgespannt werden. Auf die Betten, fertig, los. Augen zu und dösen wäre der Plan gewesen. Doch da aktuell die Innsbrucker Innenstadt umgebaut wird, durften die vier dem herrlichen Sound eines Baggers lauschen, der bis kurz vor 2100 dem Schlaf entgegenstand. Nadann halt früher aufstehen und mit dem Taxi zum Start. Ignition Ab geht die wilde Fahrt Um 2300 Uhr, nachdem die Ausrüstung nochmal kurz durchgecheckt wurde, konnte die erste Gruppe aus dem Startkanal flitzen, während die vier Protagonisten weitere 10 Minuten gewartet haben. Stirnlampen an, freudig aufgejauchzt und um 2310 ging es los. Raus aus dem Stadion, dem Tivoli entlang und auf in den Süden Innsbrucks. Bereits bei der ersten Steigung wurde das Motto „Defensiv“ wieder hochgehalten und der Anstieg zum Einstieg in die Sillschlucht wurde konsequent gegangen. Dort angekommen ging es mal los mit einem richtig feinen Singletrail im Gänsemarsch. Die Startgruppe noch recht kompakt, aber sehr diszipliniert, arbeitete sich der Zug, unter der Führung eines Schweizer Pärchens als Zuglok (frisch von den SBB) in Richtung ÖAMTC, der dieses Jahr, aufgrund der geänderten Richtung, keine Labestation war. Ein paar Meter Asphalt und wieder ab in den Wald. Wellig rauf und runter zum Fuße des Mutterer Alm Anstiegs bemerkte Flo das erste Mal, dass die Gruppe einen Ticken langsamer machen sollte. Er war noch nicht so richtig im Flow. Gesagt – getan ging es trotzdem recht flott durch die erste Labe in Telfes und rauf auf die Mutterer Alm. Bark at the moon In der tiefsten Nacht, am ersten Berg angekommen, wurde ordentlich verpflegt und Flos Magen machte sich bemerkbar. Irgendwie war der Wurm drinnen. Er war nicht langsam, er war nicht laufunfähig, aber es war irgendwie mühsam und unentspannt. Der Rest der Gruppe richtig im agieren, war im eher so mittelprächtig zu Mute. Auch der Abstieg nach Birgitz, der nächsten Station, konnten Sebastian und Steffen richtig fein Tempo machen und es laufen lassen. Peter blieb bei Flo, der auch hier nicht so richtig reinfand. Aber wird sicher besser….. Es dämmert… der Nordkette entlang Man in the mirror Durch das Inntal durch und ab Kranebitten rauf zum nächsten Anstieg immer das Ziel „Dropbag“ beim Höttinger Bild (Kilometer 48) im Blick. Dieser Aufstieg war recht knackig und bis auf Peter fanden ihn wohl alle nur so halbgut. Aber hilft ja nix – Stöcke raus – Wandertempo – hoch den Steig. Bis zum Dropbag sollte es nach dem Arstanstieg relativ flach und am Schluss steil abwärts gehen, also wohl kein Problem. Naja…. Die Gruppe aus 10-12 Leuten lief brav den Hang entlang, der immer leicht abschüssig war und wohl das Knie von Sebastian für den weiteren Verlauf etwas in Mitleidenschaft gezogen hat. Flo blieb immer wieder zurück und wollte mit sich alleine sein. Er verhandelte auch mit sich selbst, ob und wie er beim Dropbag aussteigen könnte / sollte und das eigentlich alles ziemlich bescheiden ist. Mitten am Weg zum Höttinger Bild lag auch noch ein Baumstamm am Weg und die ersten dieser Gruppe haben den wohl sinnlosesten Weg über diesen gewählt. Peter, gut gelaunt aber nicht gewillt zu warten, hat ausgeschert, ist 20m den Hügel hoch und dort über den dann nur noch kniehohen Stamm gestiegen und hat mal ein wenig Gas gegeben, da die drei anderen ja ohnehin gemeinsam am Weg waren. Der folgende flowige Teil und der technisch anspruchsvolle und auch steile Abstieg waren genau sein Ding und es ging im das Herz auf und die Pferdchen ein wenig mit ihm durch. wooohooo – 4er Schnitt geht immer. Mit einem dicken Grinser zum Dropbag und mal Zähneputzen, TShirt tauschen und sich für den Tag rüsten. Nach einigen Minuten ritten auch Sebastian, Steffen und Flo ein. Sebastian gut gelaunt Richtung Essen, Flo gar nicht gut gelaunt rief mal daheim an und wollte Bestätigung für eine Aufgabe finden. Doch entgegen seiner Annahme gab es einen verbalen Arschtritt und einen Folgeanruf mit den aufmunternden Worten, dass es ja nur noch ein Anstieg ist. Derweilen lief Steffen wutschnaubend durch die Reihen mit Dropbags und fand seinen grünen Beutel nicht. Peter war bereits fertig und half, doch dieser Sack war nicht zu finden. Völlig entnervt flogen die Stöcke ins Eck und Steffen fand sich damit ab, dass er so bis ins Ziel kommen musste. Nachdem dann alle nochmal durchgeschnauft haben und ein wenig Kalorien in den Magen packten, ging es wieder ab ins Gebüsch. Back to life Ein paar Kilometer nach der längeren Pause tänzelte plötzlich Flo durch die Bäume und erlebte seinen zweiten Frühling. Endlich ging es gut und er hatte Spass. Der Weg zum Romendiwirt war eine Freude für alle und dort angekommen hat sich Dr. Steffen ein Minütchen auf dem Porzellanthron gegönnt, während der Pöbel Orangen, Cola und Laugengebäck zu sich nahm. Romendiwirt – Erfrischen und erleichtern Ab und auf zur zweiten Talquerung in Hall in Tirol, ging es endlich wieder allen gut und es konnte gut Tempo gemacht werden. Das Wetter strahlend schön und mitunter recht heiss, macht das Ziel, raus aus der Feldweg- und Altstadtsonne, hin zu den schattigen Trails gleich nochmal so erreichenswert erscheinen. Also durch die spitzenmäßig ausgeschilderten und von Helfern gesäumten Gassen und hinüber zur Schattenseite des Tals. Zwickt es da bei Sebastian etwa? Ein kleiner Asphaltanteil kann nie vermieden werden Run to the hills Direkt nach der Autobahnquerung ging es endlich wieder in den Wald und ein gemütlicher Anstieg folgte. Es machte sich aber das Knie von Sebastian bemerkbar. Offenbar haben die seitlich hängenden Trails der Nordkette entlang seine Sehne am Knie etwas beleidigt und sein Leiden begann. Bei jedem geraden oder abschüssigen Stück war er flink wie Winston Churchills Wiesel, bei jedem Anstieg gab es Stiche im Knie, die ihn zu einigen „uuuhhs“ und „auuus“ verleiteten. Doch willensstark wie die Ziege so ist, musste auch er weiter. Das nächste Ziel hieß Herzsee. Exif_JPEG_420 Exif_JPEG_420 Exif_JPEG_420 Flo wieder recht gut im Fluss, Steffen schon mit leichten Energieproblemen und Sebastian knietief im Schmerz wurde Kilometer um Kilometer bewältigt. Und Peter? Tja…dem ging es auf seinem ersten Hunderter noch immer gut. Ungläubig bot Flo ihm an, dass er ihm wohl im Ziel einen beherzten Schlag in den Magen geben wird, damit es ihm auch irgendwann mal schlecht ging. Aber bis dorthin waren ja noch ein paar Meter zurückzulegen. Zum gefühlt 5ten Mal wurden dieselben Menschen auf der Strecke überholt, die in den Labestationen schneller waren und die Gruppe dort wieder hinter sich ließen. Endlich beim Herzsee angekommen, oder wie es de Dr. fachlich korrekt beschrieb „Wer hat diesen Ficksee eigentlich Herzsee genannt“, wurden die Mägen und Trinkgefäße wieder gefüllt, denn es sollte ja auch noch der „eine letzte Anstieg“ erledigt werden. Stairway to heaven Alle wussten, dass es vom Herzsee zur Aldranser Alm 8,8 Kilometer waren und es knappe 600 HM nach oben gehen sollte. Also wurde ein recht anstrengender Anstieg erwartet. Doch zuerst ging es mal ein wenig nach unten. Danach ein wenig gerade aus. Danach wieder ein wenig hoch und ein wenig runter. Die Uhren wurden befragt und es waren bereits 4,5 km der 8,8 km erledigt. Kein Anstieg in Sicht – Sonderbar. Eine Forststrasse leicht wellig dahingelaufen war auch Kilometer 5 bald erledigt und in den Gedanken brauten sich immer dunklere Gewissheitswolken zusammen, dass der Anstieg doch recht knackig werden wird. Plötzlich zwei Damen am Weg, die der Gruppe einen Brunnen zur Abkühlung zeigten und ihnen eröffneten, dass an dieser Stelle wohl schon ein paar Läuferinnen und Läufer aufgegeben haben, da sie den Schluss nicht mehr durchziehen wollten. Gleichzeitig zeigten sie in den Wald. Dort soll es raufgehen. Und wie es raufging. In 3 Kilometern 600hm, quer durch den Wald, die kürzestmögliche Route. Das Stück war wirklich resch wie eine backfrische Semmel. In Bastis Knie krachte und stach es, dass es nicht mehr feierlich war, Steffen kämpfte schon sichtlich, Flo nicht mehr ganz frisch, aber konnte seine Anstiegstärke ausspielen, tja und Peter fand es auch steil, war aber guter Dinge. Rauf – Rauf – es soll ja irgendwann geschafft sein. Große Schritte, begleitet von Sebastians Schmerzlauten war irgendwann auch die Aldranser Alm auf 1500 HM erreicht und die letzte Labe wurde nochmal ausgiebig genutzt. Jetzt wird auch nicht mehr aufgegeben. Darum los zum „einen letzten Anstieg“, der nochmal 500 hm versprach, aber dann ja von 13 km Downhill gefolgt sein sollte. Darum Zähne zusammenbeissen und ab in den Wald. America First – Austria Förster Es wellte dahin und nach 1-2 Kilometern ging es leicht ansteigend in Richtung Patscherkofel, dem höchsten Punkt der Strecke. Nach ein paar Kilometern wieder der Blick auf die Uhr. Noch 400hm – die werden das doch nicht zweimal so machen, oder? Climb the Wall Doch! Werden sie und sie machten. Plötzlich wieder eine Wand vor den Läufern und nochmal alle Kräfte zusammennehmen. 3 Kilometer – 400 Hm – Arbeiten mit Stöcken und Beinen – das muss doch zu schaffen sein. Flo und Peter an der Spitze des Zugs im Arbeitstrott, Sebastian dahinter, leidend aber kämpfend und Steffen, recht kraftlos aber mit viel Willenskraft dahinter. Noch 200 HM – noch ein Hügel – noch 100 hm – hui ist das steil – noch eine letzte Felspassage und da sind sie! To the Top – der höchste Punkte erreicht – die Freude ist groß In the end Es geht also nur noch den Zirbenweg entlang und dann Richtung Ziel. Das schönste Panorama des Tages entschädigt für die vielen Strapazen und die Vorfreude auf das Ziel steigt. Peter und Sebastian bilden die Vorhut und es wurde vereinbart, dass die beiden am Downhill vorauslaufen und sich auf der Lanser Alm einen Radler gönnen. So können sie ihr Tempo laufen und der gemeinsame Zieleinlauf ist gesichert. Panorama – OLE! Nadann, runter vom Berg und es geht dahin. Bald war die Lanser Alm erreicht. Einkehrschwung und der holden Wirtin den Wunsch vorgetragen, zischten Sebastian und Peter bald einen kühlen und erfrischenden Radler. Fein – Fein! Jo, wir san mit dem Radler do Ein paar Minuten später kamen die leicht gezeichneten Flo und Steffen, kehrten ebenfalls ein und schnappten sich ein Cola. Gestärkt für die letzten Kilometer wieder in selber Konstellation ab zum Tivoli. Peter und Sebastian wieder im flotten Trab, den technischen Downhill runter und es zeigte sich erneut, dass die Streckenplaner Forststraßen vermieden wurden und auch hier der direkteste Weg gewählt wurde. Und wieder fanden Drei von Vier den Downhill so mittelprächtig. Einzig Peter freute sich über diese Passagen und hoppelte grinsend durch den Wald. Eine rundum gelungener Tag für die Grinsekatze Die Talstation der Patscherkofelbahn erreicht, durch das letzte Moor und plötzlich war das Ziel zu hören. Den finalen Kilometer erledigt, stoppten Peter und Sebastian kurz vor dem Ziel und konnten einen Streckenposten dafür gewinnen, dass er ihnen noch ein Zielbier organisiert. So kann der Tag ausklingen. Kurz darauf bogen auch Steffen und Flo um die letzte Kurve und das Tagesziel – 4 starten – 4 finishen – war erreicht. Zieleinlauf – die Freude ist groß! Nach 19 Stunden, glücklich und zufrieden, gab es das Siegerfoto. Flo brauchte ein paar Minuten um wieder sprechen zu können, aber danach ging es direkt zur Dropbagabholung. Transparent ist das neue Grün Was war eigentlich mit dem Dropbag von Steffen? Nachdem das ein Reizthema seit Kilometer 50 war, versuchten alle nochmal eine gute Stimmung zu machen und ermunterten Steffen, dass er bei der Dropbagrückgabe nochmal schauen soll, ob sie es hier vergessen haben und er es doch noch bekommt. Aus dem nichts hörte man „ich bin ja ein Depp“ und Steffen stand mit seinem transparenten Dropbag in der Hand zwischen den Anderen. Er hatte offensichtlich kurz vor der Abgabe anstelle des grünen Dropbags ein transparentes Sackerl gewählt, es aber im Kopf noch als grün abgespeichert. ENDE GUT – ALLES GUT Nach diesem Stimmungsaufheller ging es ins Quartier und eine Pizza und 1-2 Bier später schliefen alle 4 gut und fest. IATF20 – es war ein Fest, dass von den Organisatoren einen richtig guten Job gemacht haben. Das Vorsorgekonzept, die Labestationen, die Beschilderung – alles wirklich top! Das schreit nach Wiederholung und es kann eine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden. Wenn es euch gefällt, würden wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP #094 – IATF20 – Drop it while it’s hot erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 04.09.202058 min
In einer Woche ist es soweit und das Saisonhighlight, der IATF K110 geht los. Mit dem Faltnapf im Rucksack und Freude im Herzen geht es dann rund um Innsbruck. Die aktuelle Stunde: Pau Capell – FKT Attempt UTMB Aktuelle Folge IATF 11.9.2020 Die Reisegruppe steht und in einer Woche stehen Basti, Steffen, Flo und Peter an der Startlinie des IATF. Dann geht es auf zu 105km Spass, Freude und Leiden. 105 km mit 4500hm sollen bewältigt werden und das Training ist bisher gut gelaufen. Gemeinsam starten und gemeinsam inst Ziel ist das Credo und soll es keine Verluste geben und ein schönes Erlebnis werden. Gearcheck? Was soll, was muss? Die Strecke Wie kann man die Gruppe begleiten? Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP #093 – Letzter Check – IATF erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 21.08.202087 min
Mitten im Sommer ist wenig los? Mitnichten. Nachdem im Jahr 2020 viele Athleten die FKT-Jagd für sich entdeckt haben, geht es auf den Trails dieser Welt Schlag auf Schlag. Daneben fiel die Entscheidung rund um das Innsbruck Alpine Trailfestival. Und ganz nebenbei durfte Peter einen Schuh testen und beim Schöckl Plateaumarathon schwitzen. Feedback: Wie findet man da die richtige Route? Großer Dank und Anerkennung für Philipp, der uns für die letzte Folge ganz 20€ in die Trailbierkiste geworfen hat. Feedback zur Folge 88 von Mario mit Tipps zur Streckenplanung Bezüglich Untergrund der Strecken: In Komoot gibt es Angaben über den Untergrund (Asphalt, Schotter,..) auf verschiedenen Strecken. Sofern definiert, deckt sich das ganz gut mit dem tatsächlichen Untergründen. Welche Erfahrung habt ihr hier? Mario verwendet zur Planung von Strecken entweder eigene oder fertige Strecken auf Bergfex und plant diese um. Zu Umplanen empfiehlt er „RouteConverter„. Damit ist es einfach, Routenpunkte neu zu setzen und direkt den Unterschied in Distanz und Höhe zu sehen. Das Programm ist kostenlos, muss aber mitunter immer wieder runtergeladen werden, da es ständig in Weiterentwicklung ist. GPXSee wird zur Darstellung mehrerer Tracks empfohlen. Auch das werden wir testen. Am Smartphone soll auch „Locus Map“ gute Dienste erweisen. LocusMap gibt es als Garmin App im IQ Store und dann noch die Android App „Locus Map for Garmin“ und man hat einen Track am Handgelenk Nachteil der IQ App: kein Zoom auf der Uhr möglich ;-( ABER: da kann ich aus IQ die „WormNav“ raten. Zoomen ist da auf der Uhr möglich. Vielen Dank für die Tipps – wir hoffen, ihr könnt das für eure Planungen nutzen. Die aktuelle Stunde: FKT Tahoe Rim Trail – Supported – Killian Jornets REkord geschlagen von Adam Kimble (fast eine Stunde schneller) – https://tahoerimtrail.org/ FKT Pennine Way – Kaum neu aufgestellt, probiert es Damian Hall (https://fastestknowntime.com/route/pennine-way-uk) FKT Colorado Trail – Courtney Dauwalther (nach 300milen – auf rekordkurs – Lungenentzündung?) – https://fastestknowntime.com/route/colorado-trail-co Everesting – Franz Preihs – Veitsch 15.8 – DONE https://everesting.cc/ Somit hat er es mit dem Rad outdoor, auf Zwift virtuell und Per Pedes auf den Everest geschafft….Ein liebenswerter Teufelskerl, der uns noch viel Freude bereiten wird. Stundeneuroparekord Annuliert – Sondre Moen lief 21,131 km in 60 Minuten Nike NEXT% – nicht zugelassen. World Athletics hat das Schuhreglement modifiziert Keptegei – neuer 5000m Weltrekord – Bekeles Rekord um 1,99 Sekunden auf 12:35,36 verbessert. Everesting Time Record on Bike – Alberto Contador: 7:27:20 – 140km / 78 Runden auf den selben Berg (13% Steigung im Schnitt / Höchstgeschwindigkeit 96 km/h) Ivona Dadic – Stundenweltrekord 7 Kampf Aktuelle Folge IATF – Die Entscheidung IT IS ON – Die Wanderergruppe Flo, die Bergziege, Steffen und Peter werden Innsbruck unsicher machen. Ein paar Tage vor dem vom IATF angekündigten Termin wurde bekannt gegeben, dass alle Distanzen stattfinden. Durch die Verlegung des Starts wurden die Strecken leicht modifiziert, aber die Langdistanz hat weiterhin über 100 km und mehr als 4000 HM. Das Streckenprofil der K110 – Foto IATF https://innsbruckalpine.at/strecke/#k110 Wir sind schon alle ganz aufgeregt, wie das erste lange Rennen dieser Saison werden wird. In Vorbereitung auf diesen Ausflug hat sich Flo eine Urlaubslektüre ausgesucht, die auf den mentalen Part jedes Unterfangens eingeht: Achtsam Morden. Mit dieser Vorbereitung kann ja gar nichts mehr schiefgehen. Allerdings wird ihn wohl niemand als Schlusslicht laufen lassen. ON Cloudflyer – getestet Peter durfte im Rahmen der ON Out of the Box Challenge den neuen ON Cloudflyer testen. New Shoes – Out of the Box Gefühl beim Reinsteigen: schön viel Platz, gut weit geschnitten und keine Druckstellen. Die Schnürung ist top – das hat sich später noch bestätigt. Da drückt nix und alles sitzt gut. Auf den ersten Kilometern kommt einem der Schuh ein bisschen schwer vor, aber Peter ist kurz davor auch seine „Rennsemmeln“ mit knapp 70g weniger gelaufen. Normalerweise ohne Stütze unterwegs, hat er besonderes Augenmerk auf seine sensiblen Knie gelegt, da der Schuh eine Stütze integriert hat. Der Schuh hat den Fuß aber gut gesetzt, und auch nach 21km waren keine Schmerzen im Knie oder Knöchel zu spüren. „A Fünferschnitt geht damit immer und Out of the Box kann da ein Marathon schon gelaufen werden“. Peter kann sich das Teil auch sehr gut bei 6/12/24 Stunden Läufen vorstellen – bei kurzen Distanzen wohl ein wenig zu sehr gedämpft und ein bisschen zu schwer. Offroad muss man dann und wann stehenbleiben und die Steine aus der Sohle holen. Das Profil ist für die Straße top – Offroad kann es schonmal einen Kiesel aufsammeln. Sie Laufen sich gut und ich würde sie jedem empfehlen, der einen gut gedämpften Schuh will, dem aber Hoka zu viel Dämpfung sind oder ein wenig zu unspezifisch. Vermutlich sind die Schuhe auch für schwerere Läufer gut geeignet, aber das kann Peter mit seinen knapp 65 kg nicht wirklich beurteilen. Die Schuhe werden noch einige Läufe mit Peter bestreiten und er ist schon gespannt, wie sie sich im ersten Wettkampf schlagen. Fun in the sun – Der Gesichtsausdruck sagt – alles gut mit den neuen Tretern Kurzum: Die Schuhe sind genau so, wie sie von On beschrieben werden. Straßenlaufschuhe mit Stütze, die im Training richtig Spass machen. Klare Empfehlung. Positiv aufgefallen ist auch die Webseite, die neben einer ordentlichen Sptzifikationstabelle und einem Vergleichskonfigurator eine Größentabelle hat, die auch markenübergreifend ist: „Du trägst Nike Flyknit 9,5, also nimm ON in Größe 10.“ Schoeckl Plateaumarathon Peter ist auch sehr spontan bei einem der ersten Wettkämpfe dieses Jahr mitgelaufen. Der Schöckl-Plateaumarathon bot sich an und schwupps war er schon angemeldet. 42 km mit 1500hm klang verlockend und so ging es in die schöne Steiermark zum Bergläufchen. Die Teilnahme war kostenlos und die freiwilligen Startspenden wurden einem guten Zweck zugeführt. Das motiviert gleich doppelt. Klein, fein, familiär und top organisiert – der Schöckl Plateaumarathon Neue Regeln – ein Problem? Es war eine kleine, familiäre Veranstaltung, die mit knapp über 50 Athletinnen stattfand. Doch auch hier gab es neue Regeln. Abstand am Start und auf der Strecke, eigene Verpflegung oder eigene Gefäße werden an der Labestation befüllt. Das hat alles wunderbar geklappt, aber man hat hier schon gesehen, dass ein wenig mehr Platz benötigt wird und auch die Anzahl der Helfer bei einem größeren Teilnehmerinnenfeld rapide zunehmen würde. Also organisatorisch machbar, aber aufwendig. Ein weitläufiges Startgebiet hilft ungemein Folgen sie dem Streckenkenner auffällig Am Start wurden kurz die Regeln und die Strecke erklärt und bei strahlendem Sonnenschein und knappen 30 Grad sollte es ein schönes Rennen werden. Nach kurzer Absprache am Start unter den Marathonläufern (die getrennt vom Halbmarathon starteten) war schnell klar, dass es nur einen Läufer gab, der die Strecke schon kannte. Owi, dauni, Aufi, zuwi, Uma, Viera Nadann….. Startschuss und ihm nach mit Gebrüll. Sein Hinweis, dass er gemütlich läuft, erschien schon bei der ersten Kurve und einem 4er Schnitt ein bisserl absurd. Runter den ersten Downhill und nach der Kompression hoch den ersten Hügel. Schwupps war der Split vollzogen und Peter fand sich in der 5-Mann-Spitzengruppe wieder. Der Ostgipfel war flott erklommen und ab auf den längsten Downhill. Im gestreckten Galopp zum tiefsten Punkt der Strecke und das erste Mal in einem sub 6er Schnitt hoch die Asphaltstraße. Danach zum Westkreuz, vorbei an einigen Leuten, die alle toll angefeuert haben und retour Richtung Start/Ziel. Die erste Runde in einer 4:40 er Pace im 5er Pack und Peter schwahnte Böses. Dieses Märchen wird nicht gut ausgehen Das Tempo an der Spitze wurde nicht langsamer und so trat Peter bewusst ein wenig auf die Bremse. Ansonsten würde das wohl ein Tod in Runde 6-7 werden. Auf Platz 5 machte er es sich gemütlich und von nun an hieß es beißen. Jede Runde an der Lage stehenbleiben, Gel einwerfen, trinken, vom Gartenschlauch abgeduscht werden. Ganz alleine, nur unterbrochen von der einen oder anderen Überwindung zog er seine Kreise. Bis Runde 7 auch in einem Schnitt, der auf eine eine Zielzeit Richtung 4 Stunden hindeutete. Plötzlich kam von hinten ein Athlet angestürmt und Peter wurde vom späteren Sieger selbst überrundet. Das tat ein wenig weh. Kurz darauf starteten die Halbmarathonstarterinnen und einige zogen an Peter vorbei. E bemühte sich immer ein wenig Schritt zu halten um den Schnitt einigermaßen zu halten. Ab Runde 10 war es allerdings ein richtiger Kampf. Die Steigungen wurden immer länger und gefühlt auch steiler. Aufrecht erhielt ihn der Gedanke, dass es ja nur noch 4 Runden waren. Das Publikum feuerte spitzenmässig an und die eine oder andere kurze Unterhaltung mit anderen Teilnehmern half. Nur noch 2 Runden. Der Asphaltanstieg wurde schon gegangen und ansonsten war es wohl auch kein ganz runder Laufstil mehr. Noch einmal durch Start und Ziel, der Sieger war längst fertig, auf zur letzten Runde. Wo waren die anderen Starter, die vor ihm waren…. 5 Minuten oder 20 Minuten vor ihm? …. Noch einmal zum Ostgipfel kämpfen, den Downhill runterstolpern, am Anstieg den langsamsten Kilometer mit 9:26 hinlegen und nochmal alles mobilisieren um nicht noch am Schluss eingeholt zu werden. Finale! done, done, done… Endlich das Ziel. Rang 5…. und dann die Erkenntnis, dass die beiden Läufer vor ihm gleich gekämpft haben und nur ein paar Minuten davor einliefen….verdammt. Nach und nach kamen die restlichen Starter ins Ziel und die Stimmung war toll. Bei der Siegerehrung wurde nicht nur bekannt, dass der Sieger mehr als 30 Minuten Vorsprung hatte, sondern auch, dass der Almgasthof alle Kosten übernommen hat und so alle Spenden einem wohltätigen Zweck zukommen.. Oida!…. das war dezent anstrengend Ganz gross! Tolle Veranstaltung, die vollumfänglich empfohlen werden kann. Danke an den Veranstalter, der ein wirklich feines Rennen auf die Beine gestellt hat. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#092 – Mit einer FKT in Richtung IATF cloudflyern erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 07.08.202091 min
Gerade recht zu den heissesten Monaten des Jahres durften wir einen Athleten vor dem Mikrofon begrüßen, der eisigem Wind und sengender Hitze widersteht. Wer jetzt an einen Longjog im Jänner und einen Wettkampf bei 33°C denkt, kennt Christian Magadits schlecht. Der Longjog im Jänner ist eine Umrundung des Neusiedlersees (mehr als 100km) und Minusgraden und Sommerspass fängt erst bei 40-45°C an, wenn man im Death Valley steht. Aktuelle Folge Wer ist Christian Magadits? Christian ist in Niederösterreich aufgewachsen und hat, nach einem recht umtriebigen und ungesunden Lebensabschnitt, der mit Alkohol und Zigaretten gespickt war, nach einem Gespräch mit seiner Betriebsärzte im Alter von 30 Jahren, sein Leben radikal geändert. Ein paar Laufschuhe gekauft hat er schnell gemerkt, dass da mehr als 1 km durchgehend laufen geht. Nach bereits eineinhalb Jahren stand er am Start des Wienmarathons. Da er bereits als Kind gemerkt hat, dass er sehr flott ist, konnte er diesen auch in 3:25 finishen. Die Zielzeit von 2:59 fiel einem wohl etwas zu schnellen Beginn zum Opfer (Overpacen – wo haben wir das schonmal gehört), aber Sub 3:30 ist für den ersten Marathon ein fulminanter Einstand. Angefixt von der Langdistanz, folgten einige Marathons (bis 3:05) und Halbmarathons (bis zu einer Endzeit von 1:21). Der Wechsel zu den Freunden des Laufsports brachte ihm einen „schlechten“ Umgang. Von Ultraläufern umgeben, ging es auf zu den 6h – Läufen und im Jahr 2015 erfolgte der erste Start beim Race across Burgenland Race Across Burgenland Race across Burgenland – erledigt aber glücklich Das Race Across Burgenland(ARAB) zählt mit 218km zu den wirklichen Ultralangdistanzrennen im deutschsprachigen Raum. Wie beim RAAM oder dem Badwater 135 ist beim ARAB ein Betreuerfahrzeug verpflichtend und die Regeln sind sehr stark an die des Badwater 135 angelehnt. Mit Rennzeitpunkt August ist auch in Österreich die heißeste Zeit gut getroffen. Die Strecke, über Bundes- und Landesstraßen, bringt zusätzlich eine mentale Herausforderung mit sich, da man als Läufer permanent von Autos und LKWs mit 80-100 km/h überholt wird. Das übt sich auch recht schwer. Ab Kilometer 60 spürte Christian die Strapazen direkt und ab da ging es in einem Geh/Laufwechsel voran. Bis Kilometer 180 sollte er ohne gröbere Vorkommnisse vorwärts kommen, wenngleich sein Begleiter seine Fortbewegung als „siffeln“ umschrieben hat. Bei besagtem Kilometer trafen er uns seine Crew allerdings einen Entscheidung, die zu einem 2-3 Kilomter langen Umweg führte und seine Unmutsäusserung, nachdem der Fehler bemerkt wurde, ließ in dem Dorf die nächtlichen Fenster erstrahlen. Ein kurzer Rückruf bei der Rennleitung brachte Klarheit und er durfte an den Ort der Abzweigung zurückgebracht werden. Seine komplette Crew war hier allerdings gefordert, um den Athleten zu einem Weitermachen zu bewegen. Die Motivation war an dieser Stelle enden wollend. Klingt nach einer einmaligen Belastung, die man dann abschließt? Weit gefehlt. Insgesamt 3 Mal hat er sich das bisher angetan und da er mitunter 2 Mal gewonnen hat, auch sehr erfolgreich (Zweiter Sieg beim Race Across Burgenland) . Zusätzlich hat ihn in dieser Zeit ein ganz anderes Projekt schon gelockt. Glückliche Sieger beim Race across Burgenland Nachdem er die Dokumentation: Running on the sun – Dokumentation BW135 – 1999 gesehen hatte, wusste er: Da muss ich hin! Badwater 135 Vor dem Start des Badwater135 2019 war es soweit. Christian wurde im Losverfahren für den Badwater 135 gezogen. Ab da musste er sich auf den heißesten Ultralauf der Welt vorbereiten. Mehr als 200 Kilometer von Badwater, durch das Death Valley, bis zum Mount Witney. Mit der Vorbereitung „Race across Burgenland“ klingt das ja nicht so viel schlimmer, wenn da nicht die 50 Grad Aussentemperatur wären. Wie bereitet man sich darauf vor? Wenn man nicht Kalifornien wohnt bleibt nur Nutzung der heißesten Tage und der Mittagssonne für seine Longruns um einen Eindruck von der Belastung zu bekommen. Von einem Laufband in der Sauna hat Christian abgesehen. Somit war er sportlich auf Kurs. Damit ist es aber nicht getan. Es fehlt ja noch die Crew, die sich das antut und die Zeit aufbringt. Und natürlich kostet der Spass auch ein wenig. Aber mit einem fünfstelligen Betrag ist man ja schon dabei. Christians Unternehmen hat hier dankenswerterweise unterstützt und so konnte das Abenteuer angegangen werden. Bereits ein paar Tage vor dem Lauf reiste Christian an und versuchte sich zu aklimatisieren. Muckelig warm bei 50° …. da wird wohl ein bisserl Schweiss laufen Am ersten Tag mit einem kurzen Lauf, der einen schweißgebadeten Athleten ausgespuckt hat, ging es am zweiten Tag bereits besser. Die Crew ist leider mit Verzögerung angekommen und es blieb nur eine Nacht zur Vorbereitung und Koordination. Am Start hat Christian sich wie üblich stark zurückgehalten und mit einem Schnitt von 6 Minuten 30 ging es los. Nach 37km war er guter Dinge in Furnace Creek. Im Gegensatz zu einigen Anderen, die bereits dort am Limit waren, konnte er schön weitermachen. Funfact am Rande: über 30 Liter werden bei diesem Rennen aufgenommen. Bei Kilometer 70 wurde Christian vom späteren Sieger überholt, der einen Schnitt von 4 Minuten 30 am Kilometer gehalten hat. Bei 50 Grad. Über 200KM. Tja und dann ging es auf den ersten Pass. Die Sonne ging auch auf und es wurde also noch heißer. Pete Kostelnik hat ihn hier überholt, aber verlor bereits an dieser Stelle sehr viel Salz und im späteren Verlauf hatte er schwer zu kämpfen. Er musste 6 Stunden Pause machen inkl. Bad in einer Eiswanne. Christian gemeinsam mit Pete am Weg zum ersten Pass Nach dem ersten Pass, am Weg in das zweite Tal, flogen im Rahmen der „Show“ rund um das Rennen Jets über die Läufer hinweg und Christian flog auch. Mit einem Schnitt von 5:30-5:40 ging es im gestreckten Galopp hinunter. Im nachhinein betrachtet war das vielleicht nicht das Optimum für die Beine. Die Karawane zieht durchs Land Der nächster Pass wurde erklommen und bei Kilometer 160 war er Platz 7. Völlig überrascht und topmotiviert ging es dahin. Doch bereits ein paar Kilometer später schlug das Blatt um. Nur noch 50 Kilometer bis zum Ziel und plötzlich war nur noch gehen möglich. Bei Lone Pine wurde es wieder dunkel und die Halluzinationen gingen los. Igor, einer seiner Betreuer, musste ihn mit aller Kraft davon überzeugen, dass es da keine Parallelstrasse gibt, dass er da nicht hin muss und das er einfach weitermachen soll. Direkt nach dem Checkpoint in Lone Pine ging er ab zur Mount Witney. Im Delirium, von den motivierenden Worten der Betreuer weitergetragen, schleppte er sich weiter. Zu guter Letzt kam der Anstieg zum Mount Witney. Bis auf 2500 Meter über dem Meer müssen die Läufer klettern. Auf den letzten 5 Kilometern kommt der zweite Frühling! Das Tempo wurde wieder ein wenig schneller und ab auf die Zielgerade. Das Ziel ist da! Finisher des Badwater 135! Der Traum wurde erfüllt. Links zu verschiedenen Zeitungsartikeln und der Veranstaltung: Vorbericht NÖN – BW2019 Vorbericht 2 NÖN – BW2019 BW- Wikipedia BW- Results 2019 BW 2019 – Results Christian Running on the Sun – Film BW – Youtube Badwaterbericht – NÖN Artikel zu BW2020 – Vorbericht — Christian Schiester Ergebnis Bad Blumau Wie gehts weiter? Er hat natürlich noch nicht genug. Als nächstes soll der Balaton Supermarathon bezwungen werden. Immer mit Blick auf eine zweite Bewerbung beim Badwater. Und vielleicht sehen wir Christian ja auch mal auf den Trails dieser Welt. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#091 – Christian Magadits – Austrias Hottest Runner erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 24.07.202088 min
Der Wettkampfmotor läuft zwar wieder, aber nur sehr wenige Events finden tatsächlich statt. Andere wurden wiederum in den letzten Tagen abgesagt, wie der KAT 100. Weil diese Zeiten so unsicher sind, hat sich in den letzten Monaten die Jagd nach FKTs auf diversen Trails ein neues „Format“ in den Vordergrund gespielt. Vom Hobbyläufer bis zum Profi wird weltweit nach den schnellsten Zeiten auf den verschiedensten Strecken gewetteifert. Die aktuelle Stunde KAT 100 – Abgesagt Bild – (c) Kat100 Entgegen unserer Auskunft in der letzten Folge hat sich direkt danach ergeben, dass der KAT 100 und alle Unterdistanzen dieses Jahr leider nicht stattfinden kann. Wie bei den meisten Veranstaltungen gibt es verschiedene Möglichkeiten mit der Absage und den gekauften Leistungen umzugehen. Genaues findet ihr hier. Die Absage ist verständlich, wenngleich es natürlich für die angemeldeten Athletinnen, die einerseits vorbereitet sind und andererseits vielleicht auf die UTMB-Punkte gespitzt haben traurig. FKT – Tahoe Rim Trail Nur 1x um den See….Dann ist es geschafft – Lake Tahoe Der Tahoe See ist Läufern wahrscheinlich ein Begriff, da hier der Tahoe 200 stattfindet. Dieses 200 Meilen Rennen wird von Destination Trail, dem Unternehmen von Candice Burt, veranstaltet und ist eines der 3 – 200 Meilen Rennen (mit dem Bigfoot200 und dem Moab240) die gemeinsam die TripleCrownof200 bilden. Anderen ist der See wohl in Erinnerung, da Bonanza in der Umgebung des Sees spielt. Rund um diesen See gibt es einen beliebten 165 Meilen Trail, den Tahoe Rim Trail. Es begann also die Jagd nach den FKTs. In den letzten Wochen wurde mehrere FKTs auf diesem Trail aufgestellt. Zuerst wurde der Damenrekord unsupported 2 Mal unterboten und die oben angesprochene Candice Burt hält den aktuellen REkord mit einer Zeit von 2d12h47m34s. Kurz darauf hat Kyle Curtin ebenfalls den Unsupported Rekord der Herren verbessert und die aktuelle Bestmarke auf 1d17h9m gesetzt. Bemerkenswert sind neben der nur relativ knappen Abstände zu den Supported-Bestzeiten, die verschiedene Berichterstattung. So wurde zb. in der Runnersworld dem Herrenrekord ein ausführlicher Artikel gewidmet, in dem der Damenrekord eine kleine Absatzrandnotiz erhält. Das ist wohl kein guter Ansatz. Altra hat hier die Damen besser gewürdigt und allen Athleten und Athletinnen gleichermaßen gratuliert. FKT – Pennine Way (268mi) Quer durchs Land der Briten – Pennine Way Auf der Europa am nächsten liegenden Insel, dem brexitierten Britannien, gibt es auch schöne und vorallem anspruchsvolle Trails. Neben dem Spinerace, findet man hier zb. auch den Pennine Way. Ein 268 Meilen langer Trail im Norden Englands, bishin nach Schottland. Auch hier startete die Jagd nach den FKTsDer letzte Finisher der Barkley Marathons, John Kelly, hat wohl dieses Jahr ein brittisches Jahr eingelegt. Nachdem er bereits beim Spine Race 2020 teilgenommen hat, hat er nun eine neue FKT auf besagtem Trail aufgestellt. Fast am Ziel – John Kelly (foto: Nicki Lygo) Bemerkenswert ist hierbei auch, dass die bisherige Bestzeit aus dem Jahr 1989 stammt. Wer hier ganz nach oben auf der Hall of Fame will, muss die Strecke in unter 2d16h46m absolvieren. https://fastestknowntime.com/route/pennine-way-uk La Grande Traverse 998km – 41445hm – 7 Days (5-11.7) Ein ganz anderes Format hat Salomon mit LA Grande Traverse aus der Taufe gehoben. Mit Ikonen wie Francois Dhaene ging es eine Woche durch die schönsten Berge. Hier erwartet uns sicherlich noch ein schöner Film. Vorab der Artikel von Salomon Peter Herzog- 5 km Strassenlauf – Österreichischer Rekord 13:54 So pulverisiert man Rekorde (Bild: Screenshot – 5k Video Tom Hiver) Schick einen Österreicher nach Deutschland und er wird großes vollbringen. Peter Herzog hat sich diesen Satz zu Herzen genommen und in Berlin, der wohl schnellsten Beton und Asphaltwüste der Marathonszene einen neuen österreichischen Strassenlaufrekord über die 5000m in den Boden gefräst. Mit 13 Minuten 54 Sekunden hat er nicht nur den bisherigen Rekord um eine halbe Minute geschreddert, sondern ist auch den Bahnathleten sehr nahe gekommen. 1954 wäre er mit dieser Zeit Emil Zatobek, dem damaligen Weltrekordhalter um ein paar Sekunden davongelaufen. Großer Hut sei an dieser Stelle gezogen. New PB – 5000M Andreas Vojta Am Weg zu einer neuen PB (Foto: Alfred Nevsimal) Bei der Midsummer Tracknight hat österreichs schnellster Läufer auf diesen Distanzen eine neue Personal Best aufgestellt. Nur 2 Sekunden hinter dem deutschen- Maximilian Thorwirth kam er in 13:36:95 ins Ziel. Das bedeutet einen unglaublichen Schnitt von 2:43 pro Kilometer. Ergebnisse der Midsummer Tracknight IATF Entscheidung bis 14.8 Waiting for IATF Noch untentschieden ist die Durchführung des IATF. Im Moment tun die Organisatoren alles dafür, dass ein Wettkampf stattfinden kann, sind aber natürlich von der aktuellen Situation und den lokalen Behörden abhängig. Eine finale Entscheidung wird es spätestens am 14.8 geben. Aktuelle Folge The streets of Vienna Flo treibt sich nach seinen knackenden Erlebnissen wie angekündigt eher auf befestigtem Terrain herum. Dabei vergisst er allerdings nicht, dass Höhenmeter als Vorbereitung sehr hilfreich sind und so werden es halt Bergsprints und die Wiener Stadtwanderwege. Daneben muss die Arbeitsstrecke und die Donau herhalten. Auf der Habenseite sehen wir, dass er frisch, fit und fröhlich durch die Lande läuft ohne sich zu verletzen. Wir sind sehr stolz auf den Flo. Dobratsch Rundwanderweg nonstop – FKT Vor einigen Monaten hat Peter entdeckt, dass es neben dem Wanderweg auf den Dobratsch (Kärnten) auch einen Rundwanderweg um besagten Berg (und Mitteleuropas größtem Bergsturzgebiet) gibt. Eine kurze Recherche später waren die Eckdaten klar: Offizielle 68km mit 1365 hm sind zu bewältigen. Die entsprechende Webseite spricht von einer 4-Tageswanderung, doch wer nimmt sich dafür schon soviel Zeit. Dabei müssen 4 Stempelstellen besucht werden um am Ende die heißbegehrte Wandernadel zu ergattern. Eine schöne Runde mit tollen Aussichten Wandernadel! Das wird wohl Peters neue Sammelleidenschaft. Am 9.7.2020 war es soweit, dass Peter die FKT auf diesem Trail setzen wollte. In der Früh los und zum späten Mittagessen soll es vollbracht sein. Die Goiserer sollen es schon sein Ordentliches Schuhwerk wird empfohlen (Foto: Goiserermuseum) Vorab, bei der Routendurchsicht fiel Peter auf, dass wohl ein guter Teil des Weges über Forstwege oder Radwege/Strassen abgedeckt ist und so stellte sich die Frage Trailschuhe oder Strassenschuhe. Wer könnte das besser wissen, als die auf der Dobratsch Rundwanderweg Seite angegebene Stelle. Also rief er an und brachte sein Anliegen vor. Die freundliche Dame am Telefon verwies ihn auf die örtliche Stelle, da sie den Weg nicht genau kannte. Bei besagter Stelle angerufen und nochmal vorgebracht, dass der Weg an einem Tag gelaufen werden sollte und die Frage nach „wie hoch ist der Asphaltanteil, da es um die Schuhwahl ginge“ wurde mit einem höchst hilfreichen „Ich bin den Weg noch nicht gegangen, aber es sollten schon feste Bergschuhe sein, weil es gibt schon Waldwege und Wurzeln“ beantwortet. Auch ein zweiter Erklärungsversuch hat nicht viel gebracht und so war Peter auf sich gestellt, hat aber der Dame zugesagt, ihr die Antwort danach zukommen zu lassen. Die Strassenlaufschuhe sollten sein. Am Tag davor noch 15 Gels eingepackt, einen Riegel und zwei Softflasks vorbereitet, da es wohl am Weg genügend Trinkbrunnen geben sollte um ohne Zusatzgepäck einen Unsupported Lauf zu machen. Der frühe Wurm Im Frühtau zu Berge, wir ziehen Fallera… Nach einer unruhigen Nacht machte sich Peter bereits um kurz nach 5 auf den Weg zur Strecke. Da der Weg zum „normalen“ Startpunkt doch ein paar Kilometer weiter war, hat er sich entschieden, am nächstgelegenen Punkt einzusteigen und natürlich auch bis zu diesem die Runde zu ziehen. Darum ging zum Einlaufen 4 km mit 300 hm rauf zum beinahe höchsten Punkt der Strecke. Abfahrt Folgen sie diesem Schild…. unauffällig Fast pünktlich um 0530 ging es los. Die ersten Kilometer über Forststraßen relativ eben Richtung Bad Bleiberg. Gemütlich in der Pace, mit Navigation auf der Uhr trappelte er dahin. Die Beschilderung war gut und nach Hundsmarhof, Heiligengeist und Hüttendorf war Bad Bleiberg bald erreicht. Und schon ging es um bzw. durch den ersten Friedhof. (Die Streckendesigner haben wohl eine morbide Ader). Gut beschildert war die erste Stempelstelle schnell gefunden. An der Hotelrezeption stand zwar ob der frühen Stunde ein Schild „Nachtportier“ mit einer Telefonnummer, doch nach 1-2 Minuten verwirrtem Suchen, bog eine Dame ums Eck, die zügig den Wanderpass und den Stempel zur Hand hatte und Peter wieder auf den Weg schickte (sichtlich ungläubig, dass er den Rest auch noch am selben Tag machen wollte). Feine Aussichten zum Frühstück Raus aus dem Hotel und ab in den Wald. Entlang der in dieser Gegend allgegenwärtigen Bergwerksstollen und auf Teilen des Stollenwanderwegs ging es über tolle Singletrails in Richtung Nötsch. Am Weg traf Peter noch einige Waldbewohner, wobei ein Rehbock offenbar 1-2 Sekunden für die Einschätzung dieses komischen Lauftiers mit Weste brauchte um die Entscheidung zu treffen, doch in den Wald zu gehen und ihn nicht zu grüßen oder irgendwie anders zu reagieren. Der Stollenchair steht bereit… Ab KM25 war es dann auch irgendwann aus mit dem kühlen Waldschatten und dem nordseitigen Laufen. Es ging in Richtung zweiter Stempelstelle. In diesem Waldbereich wären Trailschuhe durchaus angebracht, aber da es trocken war, konnte es auch gut mit den Strassentretern gemeistert werden. Raus aus dem Schatten und rein ins heiße Vergnügen Kurz vor Nötsch über einen Bach und dann war da kein Schild. Links oder Rechts war die Frage. Natürlich entschied sich Peter für Links und bog auf einen Waldweg ab, der nach ca. 1km immer unwegsamer wurde und irgendwie kamen Zweifel auf ob der sonst recht gut gepflegte Weg plötzlich so barkleyresk werden sollte. Sollte er natürlich nicht und so lautete die Devise „kehrt Marsch“ und zurück zum letzten Punkt, der als gesichert richtig angesehen werden konnte. Dann also rechts und siehe da, nach 500m stand Peter bereits in der Ortschaft. Der Stempelritter im Museum Glücklicherweis wusste Peter, dass er hier nach dem Museum suchen sollte, da der Weg kurz vor dem Museum 90 Grad links abbog und bei striktem Folgen wäre er wohl um einige Meter vorbeigelaufen und der ersehnte Stempel hätte gefehlt. Museum gefunden – Stempel erhalten – Beine in Ordnung – hervorragend – weiter geht es. Über Strassen und Radwege geht es über die Gail, an der der erste Abkühlungsstopp eingelegt wird (Buff nass machen, Arme kühlen). Danach auf nach Feistritz an der Gail. Dieser Ort glänzt durch mindestens 7 Brunnen, die genug Möglichkeit zum Befüllen der Flasks und zur Abkühlung bieten. Hoch den nächsten Hügel, vorbei an der nächsten Kirche und natürlich durch den nächsten Friedhof. Danach einem Pilgerweg folgend zur nächsten kleinen Ortschaft, immer im Sinn die 3 Stempelstelle in Arnoldstein. Die Temperaturen waren bereits an der 30 Grad Grenze und die 3te Etappe zeichnete sich durch viel Asphalt, wenig Schatten und wenig Abwechslung aus. Glücklich über das endlich Ortschild von Arnoldstein, bemerkte Peter, dass es hier wohl nochmal eine Stadtrunde gibt, damit man alle Sehenswürdigkeiten, wie eine Kirche bzw.eine Klosterruine und einen Friedhof, sieht und der Track sagt, dass hier die Stempelstelle sein sollte. Verirrt vorm Wallnerwirt Wo ist dieser Wallnerwirt…. War sie aber nicht…..200 m vor – Ortsende – 200m retour – Verwirrt blicken – 2x im Kreis drehen – nochmal 100m in jede Richtung laufen und noch immer verwirrt sein. Komisch… Nagut, da es das Ortszentrum war, lief Peter in das Gemeindeamt ein und fragte dort nach dem sagenumwogenen Wallnerwirt. Freudig erklärte ihm die Dame, dass das nur 400m die Strasse runter ist und so groß, dass es nicht zu verfehlen sei. Nur gut, dass das dann auch exakt diese Distanz vom Track abweicht. Nagut, dann eben nochmal 400m weg vom Weg, rein ins Hotel, Stempel holen und retour auf den Rundwanderweg. Die nächsten Kilometer ging es wieder Radwege entlang, allerdings feinerweise wieder zu einem guten Teil zwischen/unter Bäumen. An der Almwirtschaft vorbei und ab Richtung Villach Warmbad, dem eigentlichen Start und Endpunkt der Runde. Jo, wir san mitn Radl do Auf besagtem Radweg wurde Peter von einigen hitzeresistenten Radfahrern überholt, konnte aber sein Tempo gut halten. Ein paar Kilometer später wurde es etwas steiniger und 2 Damen, die ihn etwas zuvor mit ihren Rädern überholt hatten, waren plötzlich wieder in Sichtweite. Kurz darauf hatte Peter aufgeschlossen und ein kurzes Pläuschen später („Seit wann läufst du heute?“ „Halb 6“ „wie? von wo?“ „Villach“ „Die ganze Runde?“ „Jup“ – „wow – wir machen nur die 4 Etappe – mit dem Rad, damit es einfacher ist“.) zog er beim ersten wurzeligen Anstieg vorbei. Bärige Aussichten letzten Abschnitt Bei diesem Anstieg mussten sie ihr Rad schieben bzw. Tragen. Die folgenden 2-3 Kilometer ließen in Peters Kopf starke Zweifel aufkommen, ob sie die beiden Mädels mit dieser Entscheidung wirklich einen Gefallen getan haben. Entgegen der ersten Annahme, dass sie ihn wohl beim nächsten Radwegstück wieder einholen werden, sah er sie bis Villach nicht mehr. Follow the Path.. entlang der Gail Dem Ufer der Gail folgend (ab ca. KM 60) ging es nun, zur letzten Stempelstelle. Durch die Schütt und über noch einen Hügel in Federaun musste Peter noch über eine Wegmarkierung schmunzeln, die ihn vor die Wahl stellte ob er die längere oder kürzere Strecke zum finalen Checkpoint wählen möchte. Einen Römerweg später ging es hinunter zum Warmbaderhof, an dessen Rezeption die letzte Tinte auf den Wanderpass gedrückt werden sollte. Am Ziel der Träume? Da wäre ja eigentlich das Ziel…eigentlich. Da Peter ja nicht hier begonnen hatte, waren es ja erst 67 km auf dem Track und er musste ja noch zum Ausgangspunkt. Nur gut, dass er gerade am tiefsten Punkt der Strecke stand und wieder zum höchsten Punkt hinauf musste. Da hat er sich aber gefreut. Und da es 500hm in 5-6 km waren, ging es auch knackig nach oben. Das Tempo bis dahin war brutto mit einem Schnitt von 6:44 nicht so schlecht, aber nun ging es damit steil bergab. Fast ausschliesslich wandernd und mitunter laut fluchend und Vögel beschimpfend, warum sie den so fröhlich herumtirrilieren, wenn es ihm nicht so gut geht, kämpfte er sich über die nicht enden wollenden Anstieg. Aber Aufgeben ist ein paar Kilometer vor dem Ziel halt auch nicht drinnen. Und so war es dann nach Brutto 8 Stunden und 30 Minuten (Bewegungszeit 7:55) erledigt und die Uhr konnte endlich abgedrückt werden. Der Rundweg ist erledigt. wenn da nicht noch die 4 hin und 4 retour wären Crawling to the Cave Tja, da war aber noch der Heimweg. Nur 4 Kilometer und 3 davon über ein Stravasegment, dessen Krönchen bei Peter liegt musste er noch bewältigen. Nur diesmal brauchte er für diese 4 Kilometer beinahe 30 Minuten. Laufen war das nicht mehr. 14:30 – Done Um 14:30 der finale Sit down auf der Terasse und 80 km in den Beinen war Peter stolz aber auch froh, dass es vorbei war. Die neue FKT auf diesem Weg war erreicht und ein herrlicher Lauftag fand sein Ende. Lessons Learned: Schuhwahl war richtig und wohl deutlich angenehmer als mit Trailschuhen Der Wanderweg ist perfekt für unsupported Attempts, da genug Wasserstellen vorhanden sind Bei einem zweiten Versuch ohne Stempelstellensuche und Wegkenntnis ist da für Peter eine Sub 7:30 drinnen. (das muss wohl nochmal gemacht werden). Wer am höchsten Punkt startet, hat den Anstieg am Schluss – das ist nicht schlau. Zum nachsehen gibt es hier noch das Relivevideo dieses Laufs. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#090 – Rock around the Dob erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 10.07.202056 min
Gerade als alle in den Urlaub abdüsen möchten, startet die Laufsaison wieder. Gerade auf der Ultradistanz mit einem richtigen Knaller. Die 24-Stunden-Meisterschaft in Bad Blumau hat gleich den ganzen Staub aus den Gewändern gebeutelt. Flo hat sich derweilen auch wieder zusammengeflickt und wird nun ein wenig Asphaltspass geniessen. Peter hingegen hat sich erneut dem Veitscher Grenzstaffellauf gestellt. Die aktuelle Stunde: 12h / 24h – Meisterschaft in Bad Blumau 24h Blumau Als eines der ersten richtigen Ultraevents, fand am ersten Juliwochenende der 12- und 24 Stundenlauf in Bad Blumau statt. Hochkarätig besetzt, waren die Ergebnisse bemerkenswert und so sollte man mindestens 200 km in 24h laufen, wenn man auch nur in die nähe eines Podestplatzes kommen will. (Ergebnis) Mit Christian Magadits haben wir auch einen bereits mehrfach erwähnten Athleten ganz oben am Meisterschaftstreppchen gefunden, den wir versuchen, vor das Mikrofon zu zerren. KAT100 100 Meilen in den Kitzbühler Alpen – ein besonderes Erlebnis (Foto: Peter Vonier) Anfang August findet in den Kitzbühler Alpen der KAT100 statt. Neben der 100 Meilen Distanz finden sich diverse kürzere Abenteuer auf der Speisekarte. So kann man bereits mit 7 Kilometern dabei sein oder sich mit 91,5 km, 61,8k, oder 24,2 km die Traildröhnung geben. Designed und durchgeführt wird die Veranstaltung von B’jaks Trail-&Runningshop von Thomas Bosnjak. Er ist auch die zentrale Figur hinter der ASTA (Austrian Skyrunning and Trail Assosiation) und hat hier auch an dem neulich angesprochenen Sicherheitskonzept mitgearbeitet/dieses entworfen. Selbst ein begeisterter Ultraläufer, weiss er um die Bedürfnisse der Athletinnen und wird hier sicher ein feines Rennen aufsetzen. — UPDATE — Auch der KAT100 musste leider abgesagt werden. Informationen findet man unter: https://kat100.at/ Phyrn Priel Trophy Ebenfalls im August findet die Phyrn Priel Trophy statt. Hier wird dieses Jahr die österreichische Meisterschaft im Speedtrail ausgetragen. Aus Erfahrungsberichten haben wir erfahren, dass es ein sehr schönes und empfehlenswertes Rennen ist. Zu Gast in der Wechselzone Flo und Peter durften in der Folge Kannst du Ultra – Teil 2 Rede und Antwort stehen. Vom sympathischen Ludwig interviewt ergab sich ein superschönes Gespräch über 50 Minuten. Reinhören – klicken – liken. Aktuelle Folge Veitscher Grenzstaffellauf – Allein zu zweit Am 27.6.2020 war der Veitscher Grenzstaffellauf angesetzt. Bereits sehr früh und vorausschauend wurde die diesjährige Veranstaltung abgesagt. Dabei war die Rückerstattung etc. richtig vorbildlich und unkompliziert. Es sei erwähnt, dass es wohl im Herbst, am 5.9.2020, eine Grenzstaffellauf-Wanderung gibt. Diese Wanderung ist kostenfrei, allerdings ohne Zeitnehmung, Labestellen etc. Die offizielle Veranstaltung findet dann wieder im kommenden Jahr statt. Antreten zum privaten GSL 33 1/2 findet aber am 27.6.2020 statt Doch soll man so einen schönen Tag einfach vergehen lassen? Bereits in der Interviewfolge mit Franz Preihs ist die Idee aufgetaucht, den Lauf in Eigenregie durchzuführen. Gesagt, getan, standen am 27.6 um 0730 Peter und Franz (Tja, der Flo wollte eigentlich auch – hat aber den Termin verbummelt….) an der gedachten Startlinie in der Veitsch. Und schon geht es los zum GSL Da die Strecke ganzjährig markiert ist (großteils) und Franz sie ja bereits 9x gelaufen ist, verzichteten die Beiden darauf, den Track auf die Uhren zu spielen. Es ging ganz gemütlich los, vorbei am Friedhof und auf zum langen Anstieg Richtung hohe Veitsch. Die ersten 16 Kilometer sind laufbar, gehen allerdings kontinuierlich bergauf und können sich, wenn man zu motiviert und schnell ins Rennen geht, bitter rächen (siehe Folge 64). Fun in the Sun Hoch in Richtung Pretalsattel, war die Zeit zwar langsamer als letztes Jahr, aber man will ja auch aus Fehlern gelernt haben. Sehr praktisch ist die Tatsache, dass es auf der Strecke des Grenzstaffellaufs mehrere Brunntröge bzw. Quellen gibt. So konnten Franz und Peter mit nur 1 Liter Flüssigkeit starten und die Flasks immer wieder nachfüllen. Hilfreich wäre wohl auch Sonnencreme gewesen, wenn es schon mehr als 26 Grad hat und man 6 Stunden in der Sonne läuft. Vorallem, wenn es der erste Lauf in einem Singlet ist. Kilometer 18 – Meter der Entscheidung Der Teufelssteig ist bei jeder Begegnung wieder eindrucksvoll Da das Anfangstempo etwas langsamer gewählt wurde, hätte der geneigte Zuhörer auch nach Kilometer 18 die liebliche Stimme Peters vernommen und wohl überrascht die Augenbrauen gelupft. Aber die Stimmung war gut und es ging auch gut voran. Bei der gedachten 4.Labe zeigte Franz, ab welchem Punkt er geht und so wurde es auch gemacht. Bis zum Ausstieg des Teufelssteigs wurde flott gewandert. Quasselnde Influencer statt stumme Diener Als ob der Teufelssteig nur ein Tempohügel gewesen wäre, starteten die Beiden am Weg zum Graf Meran Haus ein Instagram TV – Livevideo und influencerten ein paar Minuten durch die Gegend. Anstrengend dieses Social Media Business Hütte offen – Labe gesichert Endlich kann Peter auch die Schönheit des Veitschplateaus schätzen Das Graf Meran Haus war geöffnet (und sehr gut besucht), also rein an die Bar, 2 Cola in 3 Schlucken in den Magen buxtiert ein wenig mit anderen Läufern geplaudert und los geht es auf das Hochplateau. Im Gegensatz zu 2019 wurde hier gelaufen und sieh an, es ist schneller, als Gehen. Nebenbei konnte Peter auch die Landschaft geniessen und Flos Worte aus dem vergangenem Frühling konnten nun auch gewürdigt werden. Die Kilometer flogen nur so dahin und bald war die zweite Staffelübergabe auf der Klein-Veitsch-Alm erreicht. Auch hier fanden sich offene Türen, ein Cola, einen Brunnen zum Nachfüllen der Flasks und aufmunternde Worte der Wanderer. Aufi – umi – dauni – zuvi – vieri Nur mehr irgendwo dort umi und owi…. Also nur noch aufs Hocheck, das Veitscheck zum Mirl und retour in den Ort. Das kann ja nicht so schwer sein. Schwer nicht, aber verwirrend, wenn zwei ausgefuchste Navigationsprofis auf dem einzigen Teilstück, auf dem es keine Markierungen gibt, falsch abbiegen, den falschen Berg runter, auf der anderen Seite rauf, um ein eingezäuntes Gebiet linksrum rauf, eine Schleife im Barkleystyle durch den Wald drehend um 30 Minuten später den Zaun von der anderen Seite zu sehen, zwei mal beinahe wieder auf die strecke kommend, sich ein wenig verlaufen. Wenn zwei Navigationsprofis zielgerichtet durch die Pampa hirschen, wird der dritte Teil des GSL etwas modifiziert. Am Ende stimmte der letzte Teil des GSL zwar nicht ganz, aber die Distanz und die Höhenmeter haben Franz und Peter getroffen. Die Route war nur etwas spezieller. Dennoch konnte nach etwas mehr als 6 Stunden der Grenzstaffellauf als gefinished abgehakt werden und ein schöner Tag mit wunderbarer Unterhaltung und tollen Eindrücken neigte sich dem Ende zu. 33 1/2 GSL done -glücklich und fertig Die Oberkörperfärbung von Peter hat ihn auch zu einem glühenden Patrioten gemacht. Rotweissrot machte er sich auf den Heimweg. Auf Ebay würde geschrieben stehen: „Super Event – gerne wieder“. Asphalt soll es sein – schön flach Nachdem es dieses Jahr richtig wöchelt, ist es für Flo nur gut, dass er viel Asphalt machen kann. Am besten flach und ohne Stolperfallen. Er erhält aber seine Form ganz gut und hat sich dazu entschlossen, sich wieder die bewährten Altras auf die Hufe zu pappen. Das kann ja nur gut werden. Wir drücken beide Daumen und die zugehörigen Knöchel, dass die Verletzungsserie vorbei ist und Flo wieder in seinen Bergflow kommt. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#089 – Im Brennpunkt – Double Trouble Rotweissrot erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 26.06.202087 min
In den letzten Monaten war der Kontakt beim Laufen eher die versehentliche und zufällige Ausnahme, die jeder versucht hat zu vermeiden. Nunmehr zeigt in Österreich der Weg wieder ein wenig in Richtung Safer Gruppenkuscheln und so ist Laufen mit Anfassen wieder toleriert. Das haben Flo und Peter direkt genutzt und ließen im Wald die Beine fliegen und die Knöchel knacken. Kuscheliges Schmusewetter begleitet Flo und Peter beim ersten gemeinsamen Lauf zu Flos Knackpunkt Die Stravagruppe – News Wie bereits in den letzten Folgen immer wieder aufgegriffen, hat Strava sein Bezahlsystem angepasst und es gibt nunmehr ein einheitliches Abomodell, dass für ein paar Euro im Monat den ROutenplaner, Trainingstagebücher, Formabschätzungen, Trainingspläne usw. präsentiert. Flo testet gerade für 60 Tage die Vorzüge und ist aktuell vom Routenplaner überzeugt, sodass er wohl dabei bleiben wird. Für dieses Feature bietet sich auch mapy.cz an. Falls ihr hier noch gute Tipps habt, freuen wir uns über Feedback. Die aktuelle Stunde: Running Portal des OELV Der österreichische Leichtathletikverband hat im Juni 2020 eine Plattform aus der Taufe gehoben, die verschiedene virtual Running Formate im Angebot hat und dabei ein wenig Vereins/Verbandsflair verbreitet. Es werden hier neben Warmup/Trainingsveranstaltungen in den nächsten Monaten auch Wettkämpfe angeboten werden, in denen ihr euch messen könnt. Für die korrekte Rangliste und Abwicklung kann hier dem Verband sicher gut vertraut werden. Ice Age Trail – FKT ICE age trail fkt – 1200 Meilen in unter 22 Tagen Während andere Menschen ihren dreiwöchigen Urlaub am Strand verbringen und sich den Sonnenbrand ihres Lebens aufreissen, dachte sich Coree Woltering, er kann die Zeit doch auch anders nutzen und ist mal den Ice Age Trail abgelaufen. Auf seiner Reise über 1200 Meilen hat er den 2018 aufgestellten Rekord von Annie Weiss gleich um knapp 5 Stunden unterboten und so den kommenden Läuferinnen ein ordentliches Brett vorgelegt. Falls ihr also noch nichts im Sommer vorhabt – da gäbe es eine 3 Wochen Beschäftigung. Läuferin stirbt bei Ultra in Odessa Bei einem 67km Ultra in der Ukraine hat sich leider ein tragischer Zwischenfall ereignet und eine Athletin ist 10 km vor dem Ziel dehydriert zusammengebrochen. Da die Suche und Ortung über 8 Stunden gedauert hat, wurde sie bereits völlig ausgekühlt vorgefunden und sie ist danach an einem Schlaganfall im Kankenhaus verstorben. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass der Grat zwischen sportlicher Eigenverantwortung und Fürsorgepflicht des Veranstalters sehr dünn ist. Jeder, der sich einem derartigen Event stellt, sollte sich aller Gefahren bewusst sein und der Veranstaleter sollte natürlich möglichst viele der offensichtlichen Gefahren aus dem Weg räumen bzw. die Rettungskette möglichst optimal gestalten. (HDSports) Virtual UTMB Races virtual utmb races Virtual Berglauf – Glockner Berglauf Mein Berglauf (APP -> Glocknerberglauf) Aktuelle Folge Training für den IATF Projekte für den Sommer Knackfrisch – Flos Knöchel, die Dauerbaustelle Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#088 – Laufen mit Anfassen erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 12.06.202070 min
Es ist angerichtet – die 2 Sterne Nebelsuppe Von Coronablues keine Spur, stellten sich die Läufer und Läuferinnen in der Dachregion abseits von Wettkämpfen den verschiedensten Herausforderungen und haben eine Spur des Springspirits in die Landschaften gebrannt. Die Trails und Wanderwege der verschiedensten Regionen wurden mit laufverliebten Spuren überzogen und so kann auch dieses Mal von den schönsten Momenten berichtet werden. Wer sich aber den falschen Tag ausgesucht hat, durfte Nebelsuppe zu Mittag geniessen. Die Stravagruppe – News Springspirit in der DACH-Region LEP – Daniel – Pfälzer Höhenwanderweg (116km) Erdnussbutter on the Road (Foto dreist geklaut von LLE) Der liebe Daniel und sein Laufpartner David haben sich den Pfälzer Höhenwanderweg (aka. Pfalzbrecher) vorgenommen und machten sich abseits von Zeit- und Platzierungdruck auf zu einem 116 Kilometer Abenteuer. Unterstützt von einer grandiosen Mannschaft erlebt sie die Schönheit der Pfalz und neben nasalen Kamillenhonigtöpfen und Paparazziattacken, konnten sie einen Tag in der üppigen Natur geniessen. Das ganze könnt ihr auch ausführlich in der Folge 79 des Laufen Liebe Erdnussbutter Podcasts nachhören. Großes Kino von großartigen Läufern. Frisch, fröhlich, frei von Sorgen (Foto geraubmordkopiert von LLE) Westweg – 48 Stunden Ein steiniger Weg über 280km (Bild: wiki commons) Eine ebenso grandiose Leistung hat auch Jörg Scheiderbauer erbracht, indem er den 280 Kilometer langen Westweg in unter 48 Stunden bezwungen hat. Mit eisernem Willen und einer Kondition, die alle Hüte zum Ziehen animiert, konnte er durch diese Aktion neben einer persönlichen Grenzerfahrung auch mehr als 17000 € an Spenden sammeln und so diesem Lauf noch eine zusätzliche Dimension geben. Nachzuhören könnt ihr das in der Folge 91 des Trailrunningpodcast des lieben Sascha. Auch hier gebürt eine tiefe Verbeugung. Ein prächtiger Spielplatz Die aktuelle Stunde: Tiroler Berglaufmeisterschaft Aktuell zeigen die Wettkampffähnchen wieder sachte nach oben und den Anfang der Saison hat dieses Mal die Tiroler Berglaufmeisterschaft gemacht. Unter Einhaltung der aktuell gültigen Vorgaben und als Jagdrennen ausgetragen, konnten sich die Athleten/Athletinnen messen. Topzeiten wurden in den Hang gezimmert und die Szene hat ein großes Lebenszeichen von sich gegeben. (FOTOS) Aktuelle Folge Wöchel Recovery Abgeschwollen und Ready to rock Nach dem zweiten Ausflug mit der Bergziege und dem zweiten Wöchelincident ist Flo wieder auf dem Weg der Besserung. Die Recoveryläufe finden zwar zunächst auf flachem Terrain statt und die Schuhe wurden wieder auf Altbewährtes gewechselt, die Motiviation und Lust brennt aber im Herzen und wir freuen uns schon auf künftige Läufe. Ist das Fussi nicht kaputt, es dem Spirit keinen Abbruch tut. Und darum Hoch die Hände, Wöchelende! Schneealm-Rax mit der Bergziege Aufi auf die Wiener Hausberg Nachdem Flo die letzten Ausflüge mit der Bergziege nicht verletzungsfrei absolvieren konnte, versuchte sich Peter an einer Tour mit dem Gebirgsgetier. Am angekündigt einzig schönen Tag des Wochenendes sollte es von Tirol (einem winzigen Ort in Neuberg) über die Schneealpe und die Rax nach Prein an der Rax gehen. Frühmorgens bei knackigen 5 Grad im Tal machten sich die beiden auf. Über eine Forststrasse zum eisernen Törl ging es gleich ordentlich nach oben und so sollte der Puls auch gleich an der 170er Marke anklopfen. Manchmal sah man sogar ins Tal… Floweresk… Butterzoom Über herrliche Trails ging es durch sagenhaft schöne Landschaft in Richtung Windberg. Von Murmeltieren angefeuert (die haben die Beiden sicher nicht ausgepfiffen) hinauf über den nächsten knackigen Anstieg, eröffnete sich ein Schneefeld, dass ob der Steilheit zu kurzem Innehalten animierte. Umi oda owi …. los geht es – hueftjonix Die Alternative, großräumiges Ausweichen, war nicht besonders sexy und so hieß es „Hüft jo nix“ und geschwind hoppelten sie über das eisige Weiß. Weiter nach Plan und mit Regenjacke ausgerüstet wollte der Windberg bezwungen werden. Das „schöne“ Wetter brachte es mit sich, dass das Gipfelkreuz wie eine Fata Morgana plötzlich 15 Meter vor den Läufern im dichten Neben erschien und ihnen ein überraschtes „Öha“ entlockte. An diesem Tag gab es wirklich lecker Nebelsuppe zu Mittag. zauberhaftes Lächeln bei feinstem Wetter Nur kurz am windigen Höchstpunkt ein Foto gemacht ging es runter zur Lurgbauerhütte. Diese hatte bereits geöffnet und so war ein heißer Tee als Nachfüllung in die Softflasks Pflicht. Erstaunt fragten die Wirtsleute noch, woher und wohin des Weges und ein ungläubiges „auf einmal?“ folgte der Routenbeschreibung. Kurz aufgewärmt wurde der Nasskamm in Angriff genommen. Zügig durch die Landschaft gepflügt und einem herrlichen Downhill richtung Rax folgend fiel die Entscheidung die Route über den Gamssteig und die Heukuppe zu nehmen. Mehr Höhenmeter auf kürzerem Weg geht nicht – Gamssteig Durch den Wald und über ein Geröllfeld ging es zum Gamssteig. Dort angekommen, zogen die Zwei ungläubige Blicke zweier Wandererpärchen auf sich, die sich wohl einen wettertechnisch anderen Tag erwartet haben aber freundlich den Weg mit den Worten „ihr seid wohl ein bissl schneller als wir“ freigaben. Wie war das? steil ist geil? Der Gamssteig im Nebel hat einerseits einen Vorteil – man sieht nicht wie weit und wie steil es nach unten geht – und einen Nachteil – man sieht nicht wie weit und wie steil es nacht unten geht. Ohne viel Zeit zu verlieren – es war schon etwas frisch und windig – am Seil entlang, die Leitern rauf und hin zur Heukuppe. Schneefall, Wind und Temperaturen um den 0-Punkt, Läuferherz – was willst du mehr. Auch der höchste Punkt der Raxalpe wurde nur kurz (für ein Foto oder zwei) beehrt und los auf den Downhill richtung Karl-Ludwig-Haus. Wo is da Wirt, zefix 0 Grad – die Frisur sitzt – 3-Wetter-Schnee Die wohl bekannteste Hütte der Rax war geschlossen und so wurde nur flott ein Foto gemacht. Der Schlangenweg war trotz der Witterung von einigen Wanderern bevölkert, konnte aber in einem durchaus feinen Tempo runtergerollt werden und über die Waxenegghütte ging es zum Ziel in Prein an der Rax. Der Ziege Eltern haben dort direkt mit Suppe, !selbstgebackenem! Brot, Bier und Obst gewartet und die Tour fand nach 35 km und 2200 Höhenmeter ein jauzend Ende. Fröhliche Gesichter kurz vorm Ziel Coconi Test Um nicht gänzlich im Blindflug in die Saison zu gehen, stellte sich Peter einem Belastungstest. Da Laktattests aktuell noch nicht möglich sind, wurde der Coconitest gewählt. Hierbei wird als 20m eine Markierung gesetzt, die als Tempokontrolle dient. Beginnend mit einem Tempo von 8,5 km/h wird gestartet und alle 200m erhöht sich das Tempo um 0,5 km/h. Das ergibt eine Testzeit von ca. 15-20 Minuten und eine Distanz von 3-4 Kilometern. Gelaufen werden soll bis zur absoluten Schmerzgrenze. Danach kann anhand der Pulskurve ein Rückschluss auf die verschiedenen Leistungszonen gezogen werden. so soll ungefähr die Ergebniskurve aussehen…. Soweit die Theorie…. Bereits im Vorfeld war Peter sich nicht sicher, ob er das so hinbekommt. Als Erster in der Reihe aufgestellt, ging es los und die ersten Runden und Temposteigerungen funktionierten ganz gut. Ab Steigerung 10 wurde es zunehmend fordernd und der Lauf nahm Fahrt auf. Nach 15 Runden war das Tempo bei einer knackigen 4er Pace und kurz danach kam, was kommen musste. Peters Beine brauchten Energie und das Blut wanderte vom Kopf in die Oberschenkel. Steigerung 16 sollte von 3:40 auf ca. 3:22 gehen, doch war Peter schon etwas zu flott, war bei der Steigerung zwischen zwei Markierungen, war verwirrt und entschied sich im Zweifel für das schnellere Tempo um die nächste Markierung einzuholen. So war es plötzlich eine 3:09 am Kilometer und die Temposignale passten nicht mehr mit den Markierungen zusammen. Nächste Steigerung, nächste Verwirrung, aber 3er Pace musste gelaufen werden. Immer zwischen Vollgas und Verwirrung wabernd, war die Konzentration flöten und eine Stufe später war es vorbei mit dem Test. Neben der Laufbahn und neben der Spur ging Peter mit Fragezeichen über dem Kopf Richtung Start und es wurde ihm bestätigt, dass er einmal zu flott angezogen hatte und deshalb alles aus den Fugen geriet. Im Nachgang hat sich dieser Fehler insofern gerächt, als dass die Auswertung eher zu einem Kaffeesudlesen wurde und ein Laktattest in näherer Zukunft her muss. Sprinten und Denken werden in diesem Körper wohl keine glückliche Partnerschaft mehr eingehen. Zufrieden und ausgepowert stehen Sie da, die zartesten Pflänzchen Wiens…(teamvegan.at) Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#087 – Nebelsuppe zu Mittag erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 29.05.202092 min
Es hat sich wieder viel getan und neben vieler positiver Signale, haben manche Läufe auch ein bitteres Ende. Kreative Läufe, Neuigkeiten rund um Events und das Läuferfacebook und eine Review von Flos Abenteuer am Schneeberg füllen diese Episode. Die Stravagruppe – News Als starke positive Signale, kann man auf alle Fälle, die kreative Nutzung der Zeit ohne Wettkämpfe sehen. In unserer Review des Stravaclubs ist uns der großartige Lauf eines Members aufgefallen, der eine schöne und logische Route gewählt hat, um von zuhause nach Hause zu laufen und dabei mal schnell mehr als 90 Kilometer absolviert hat. Ein schönes Ding mit einem herrlichen Ziel – ESSEN! Heimwehultra Ebenfalls in der Stravagruppe hat sich Daniel Zatobick mit einem Beitrag gemeldet. Er wird als Unterstützung der arg gebeutelten Labestationen aka. Wirten einen Spendenlauf machen, bei dem es eine Livetracking gibt und alle, die ihn hier zu Höchstleistungen antreiben wollen, pro Kilometer oder Runde einen Betrag beisteuern können. So wird vielleicht der eine oder andere Schankwart ein Tröpchen abbekommen. Mitmachen, mitfiebern, mitspenden. Spendenlauf von Daniel Zatobick Die aktuelle Stunde: Wann es wohl wieder solche Fotos gibt…. (Foto Newetschny) Die Hoffnung lebt – Ab nun Veranstaltungen wieder grundsätzlich möglich. Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Wettkämpfe am Plan stehen und dabei wird sich wohl zeigen, wie es möglich ist, diese durchzuführen. Laufwettkämpfe in Ö wieder erlaubt Artikel Standard Kleine Zeitung Schutzkonzept durch ATRA erstellt. Marathons in allen Ländern der Welt – Nick Butter In 2 Jahren hat es der Läufer Nick Butter geschafft mehr als 200 Marathons in der ganzen Welt zu laufen. Neben der Laufleistung ist hier natürlich die Logistik und die Planung, sowie die Sicherheit eine ganz spezielle Herausforderungen. Er war auch zu Gast beim Rich Roll Podcast. Hört rein, wenn ihr nun angefixt seid. Running the World (Photo Nick Butter) Zach Bitter – Weltrekord am Laufband über 100 Meilen Home Sweet home – 100 Miles alone (Foto Zach Bitter) Die Fakten zum Weltrekord: 100 Meilen in 12:09:15 Stunden 4:32 Minuten pro Kilometer 126.000 Schritte Durchschnittliche Herzfrequenz 144 Schläge pro Minute 6.742 verbrannte Kalorien Aktuelle Folge Strava – Quo Vadis Strava hat das Subscribermodell erneut überarbeitet und dabei einige Features, die bisher kostenlos waren in die Bezahlschiene gelegt. Die am meisten diskutierten sind: Vollständige KOM-Liste Routenplaner Erklärung aller Änderungen hier: Youtube Video Was ist eure Meinung dazu? Wie wird sich Strava entwickeln? Wie werdet ihr es künftig nutzen? The Wöchel strikes back Radbegleitung hilft immer… Am 15.5 wurde der mittlerweile legendäre Wien-Schneeberg-Lauf von Flo und Sebastian in Angriff genommen. Anfänglich von Geordi am Rad begleitetet, ging es am Freitagabend los. Die große Stadt hinter sich lassend ging es in guten Tempo los in den Wienerwald. Rauf auf den Föhrenberg – rüber zum Sattelberg und runter nach Heiligenkreuz. Ab Mitternacht fing es dann an zu regnen und es regnete. Die vorab eingeholten Wettererkundigungen sagten einen Schauer von 1-2 Stunden voraus, doch sollte es länger werden. Es hörte einfach nicht auf. Auch in Weissenbach an der Triesting regnete es noch und ein Nachtlauf bei Dauerregen ist wahrlich eine Freude. Doch ließen sich die beiden nicht unterkriegen und hofften auf einen schönen morgen mit einem herrlichen Anstieg auf den Schneeberg. Das große Ziel vor Augen…. (Photo Wikipedia) In den Morgenstunden sollte Micele als mobile Labestation (jaja, nicht Verpflegungspunkt) in Reichenthal auf die Beiden warten und die letzte Strecke war als Dreigespann geplant. Da es trotz der Wetterkapriolen richtig gut lief, musste ab Kilometer 40 gebremst werden, da 30 Minuten warten, bei diesen Bedingungen nicht das Optimum darstellen. Also ein wenig zurücknehmen und gemütlich Richtung Treffpunkt. Da kann ja nichts paaaaaaaua…. und schon war Flo umgeknickt. Der Knöchel hatte die Faxen dicke und machte seinem Unmut Luft. Anfänglich noch zart, wurde der Schmerz wohl nach einiger Zeit doch recht gut spürbar und wenn der Knöchel nicht mitmacht, wird es mit der Zielankunft nichts. Bis zum Treffpunkt haben sich die Beiden gekämpft und es wurde beratschlagt, wie es weitergeht. Sebastian mit Micele weiter, Flo retour oder alle abbrechen oder ganz anders? Das Wetter hat dann wohl die letztgültige Entscheidung mittels Plätscherabstimmung getroffen und so war der Lauf nach knapp 50 Kilometern vorbei und die Helden fuhren heimwärts. Nach dem Lauf war Flo wohl ein bisschen angfressen Fazit aus der Geschicht – scherze mit dem Knöchel nicht. Flo ist aber schon wieder am Weg der Besserung und diesmal wird die Pause wohl nur ein paar Tage dauern. Nächstes Mal klappt es aber bestimmt! Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#086 – The Woechel strikes back erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 15.05.2020104 min
Es gibt Menschen, die suchen sich ein Hobby bzw. einen Sport und üben diesen aus. Manche sind dabei auch motiviert und erfolgreich. Und dann gibt es noch Menschen, die ihre Passion bis an die Grenze des Möglichen treiben. Und wenn sie an dieser Grenze sind, dann wollen sie unbedingt wissen, was denn dahinter noch ist. Wir sind stolz, dass wir einen dieser Menschen in dieser Folge im Interview haben. Franz Preihs, ein Ultrasportler der Sonderklasse, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und der im Tanz der Extreme das Goldstar Abzeichen mit einem lockeren Hüftschwung mitgenommen hat um danach ganz entspannt davon zu erzählen. Cradle to the Grave Vor etwa 40 Jahren (1978) geboren, wuchs Franz Preihs im muckeligen Mürztal auf und hat, wie es sich für einen Steirer gehört, direkt nach dem Kinderwagen die Ski für sich entdeckt. Für den WSV Veitsch in die Rennen gehend, brachte er es in seinen Jugendjahren bishin zum österreichischen Meister in der Kombination und im Slalom. Schon da zeigte sich, dass er wohl nicht ganz unsportlich ist und auch eine spezielle Art hat, mit Wettkampf umzugehen. Von den Strukturen etwas eingeengt suchte er danach seinen Weg währen der Ausbildung und des Studiums abseits der Piste. An einem schönen Frühlingssonntag spazierte er aus dem damaligen Büro im zweiten Wiener Gemeindebezirk und fand sich unverhofft mitten in einem Läufermeer, dass sich gerade durch die Stadt kämpfte. Er hatte genau das Wienmarathonwochenende erwischt. Von dem Treiben fasziniert, fuhr er zum Rathausplatz und beobachtete die Emotionen der einlaufenden Sportler. Das hatte was. Ein Laufstart wie er in keinem Lehrbuch steht Maximum Violence Dieses Bild vor Augen fuhr er nach Hause und kontaktierte einen Bekannten, Jürgen Plechinger, der als österreichischer Spitzenläufer mit einer Marathonbestzeit von 2:25:14 wohl ein geeigneter Trainer war für die etwas verrückte Idee in nur ein paar Wochen von „ich schau mir einen Marathon an“ zu „ich starte beim Veitscher Grenzstaffellauf“ zu kommen. Prämisse beim Training war, dass Franz beim Training mitmachen durfte, aber Jürgen nicht auf ihn wartete. Also dabeibleiben oder schauen wie man heimkommt. „kann man machen :)“ Es hat sich ausgezahlt und der erste Grenzstaffellauf wurde erfolgreich gefinisht. Ab da war es um ihn geschehen. Marathons, Ultramarathons, 24h-Stundenläufe, 48-Stundenläufe, x00-Kilometerläufe – alles wollte bezwungen werden. Dem immensen Trainingsvolumen und der Intenstität geschuldet, meldeten sich irgendwann die Beine – hier ein Band, da eine Plantarfaszitis und letztendlich ein Ermüdungsbruch im Schienbein. Into the Abyss The Truth Hurts Plötzlich hat da jemand den Notaus betätigt. Somit war zumindest vorerst Schluss mit der Lauferei. Zeit zum Aufgeben? Keine Spur. Glücklicherweise war das gerade die Zeit von Wolfgang Fasching, der Langdistanzradfahrikone der letzten Jahrzehnte. Bei einem Vortrag über das Race Across America, dass Fasching drei mal gewinnen konnte, lernte Franz ihn kennen. Mit dem Eindruck, dass dieser Wolfgang Fasching ein Topathlet ist, aber kein Ausserirdischer, reifte in Franz die Überlegung ob es den für einen Normalsterblichen wie Ihn (Anmerkung der Redaktion: NORMAL…bruhaha) auch möglich ist, dieses Rennen zu finishen, sattelte er auf das Fahrrad um. Down with the Sickness Und es ging wieder los… Race Across The Alps, Glocknerman, Le Raid Provence Extrem, XX Alps, Le Tour Ultime, Race Around Slovenia, Crocodile Trophy, Alpentour MTB Trophy, Salzkammergut Trophy Extreme, Race Around Austria, Furnace Creek 508, Race Across the West, No Country for Old Men und viele mehr. Hell Awaits Through the never … 2008 war es dann soweit – Der erste Start beim RAAM (Race across america). 5000 km und mehr als 50.000 Höhenmeter – kann man ja mal machen. Und wie er konnte. Erster Versuch und direkt vierter Platz. In die Geschichtsbücher ging er zusätzlich noch ein, da er mehr als 3000 km mit einem gebrochenen Schlüsselbein absolviert hatte. Da gab es wohl nicht nur einen shout at the devil. Diesem unglaublichen Abenteuer sollten 2009,2013,2015 und 2018 noch 4 weitere folgen und man munkelt, dass da noch etwas kommt. No End in Sight Für diese Saison, hat sich Franz noch ein wenig Laufen verschrieben und möchte im Herbst zumindest noch einen kleinen 200er in New Mexico machen. Und wenn alles gut geht, dann sehen wir ihn auch bald wieder am Start des RAAM und wer weiss, vielleicht erfindet er sich noch ein weiteres Mal komplett neu. Wer Franz unterstützen will (so ein RAAM kostet ja auch 20.000€ aufwärts pro Antreten) oder zumindest auch so schnittig aussehen will, kann das direkt hier tun: https://dowe-sportswear.com/shop/ Egal wie lange die Nacht ist, dieses mentale Monster erlebt den nächsten Morgen Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#085 – Franz Preihs – Interview with a Madman erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 01.05.202061 min
Die aktuelle Stunde: Freaks doing Freakstuff Es gibt keine Zeit, die so abgedreht ist, als dass es nicht Menschen gibt, die freakige Ideen haben und diese auch umsetzen. So werden Remote- und Virtualruns durchgeführt und in der Liga der crazy Boys & Girls wird fleissig gearbeitet. Gary Robbins – 100 Miles of Laufband Gary Robbins, einer der besten Ultrarunner aus Kanada, bekannt auch Film und Fernsehen (Barkley Marathons, FKT Mount Rainier), hat sich vorgenommen, 100 Meilen in den eigenen 4 Wänden zu absolvieren. Auf der Todesfalle, auch Laufband genannt, hat er in 25 Stunden 53 Minuten die Distanz abgerissen. Wer sich nun denkt – geht schon…. ist ja nicht so tragisch… stellt das Laufband so ein, dass es 5300 HM sind. Er hat es also ganz nebenbei fast auf den Elbrus geschafft. Gary Robbins läuft 100 Meilen auf dem Laufband Ryan Sandes – 100 Miles Homerun Ganz ohne Technik kam Ryan Sandes aus. Er hat sich auch ein wenig frische Luft gegönnt und ein paar Runden um das Haus gedreht. Nach nur 1455 Runden hatte er auch die 100 Meilen absolviert und konnte nach 26 Stunden und 27 Minuten in die wohlverdiente Dusche huschen. Auch er hat dabei 4500 HM, den Großteil davon über Stiegen erledigt. Ob er diesen Sommer viel im Garten ist, darf bezweifelt werden. Ryan Sandes läuft 100 Meilen in seinem Garten Father of Backyard Ultra Der „Grandmaster of Pain“ und Erfinder der Barkley Marathons, Lazarus Lake hat vor einigen Jahren in seinem Backyard einen Last Man Standing Wettkampf veranstaltet. Nunmehr wird jedes Jahr im Kreis gelaufen, bis nur noch ein Athlet/eine Athletin über ist. Die Regeln sind einfach aber sehr effektiv: Jede Stunde startet eine Runde von 6,7 km Absolviere diese innerhalb einer Stunde Finde dich kurz vor Ablauf der Stunde wieder am Start ein Laufe wieder eine Runde von 6,7 km Wiederhole dieses Prozedere solange, bis du komplett erschöpft bist. Hoffe, dass du der letzte Überlebende warst Es gibt nun ein schönes Video über das Projekt und den Erfinder. Youtube Video Big Backyard Ultra Virtual Everesting on Zwift Österreich, genauer die Steiermark, ist ein Nest der Wahnsinnigen auf Fahrrädern. Beginnend bei Wolfgang Fasching über Christoph Strasser bishin zu Franz Preihs finden sich eine Reihe an Extremsportlern, die offenbar ein ganz besonderes Wasser trinken. Letzterer hat sich nun, nachdem er bereits Outdoor ein Everesting absolviert hat (8848 HM innerhalb einer Radfahrt), hat er es sich nun vorgenommen, dass er sich die Belohnung für dieses Projekt auch virtuell holt. Rauf auf den Hometrainer und Zwift anwerfen. Nach nur 8 1/2 Mal die Alpe de Zwift hochfahren hat er sich in den erlauchten Kreis der Zwifterester geradelt. Wir gratulieren herzlich. Preihs Franz macht 9000 HM auf der Alpe de Zwift Aktuelle Folge Review – Corona Ketterechts Challenge Ihr könnt Peter’s Abenteuer in diesem Artikel hier nachlesen. Peters Doppelmarathon – Challenge in der Coronakrise LCC Wien Frühlingslauf Die Medaille Die Medaille wird voller Stolz getragen… Der LCC hat seinen Adi Gruber Gedenklauf über 7,21 oder 42 km in Ermangelung einer gemeinsam zu laufenden Möglichkeit geschwind in einen Virtual Run umgebaut und so war es am 26.4.2020 Zeit sich an die Startlinie zu stellen. Peter hat seine bessere (und man munkelt auch hübschere) Hälfte begleitet und durfte so bei ihrem ersten Wettkampf live dabei sein. Dieser war gleichzeitig dann auch gleich ein ganz besonderer Lauf, da es eine Ergebnisliste und Platzierungen gibt, aber sie nur zu zweit über den Asphalt geschwebt sind. Nach dem ersten Kilometer hat Peter die Mitteilung erhalten, dass sie zu schnell dran sind und hat bei sich gedacht „hihihi….von mir hat sie das nicht. Ich bin ja Mr. Defensivstarter“. Immer wieder auf die Uhr blickend und dabei für Unterhaltung sorgend war die Pace immer ähnlich und nie langsam. Ab Kilometer 5 zeichnete sich ab, dass es hier für Mona nach einer wirklich beachtliche Ergebniszeit aussieht und wenn nun nichts passiert, einige Personal Bests fallen würden. Auch die letzten beiden Kilometer wurden professionell abgehandelt und schwupps waren die beiden im Ziel. Mit einer Endzeit von 45:xx und einem 6:23 Schnitt war dann auch gleich eine Platzierung in der ersten Hälfte des Starterfeld zu vermelden. Da werden wohl noch viele Wettkämpfe folgen…. What’s up with our training? Wir wollen euch natürlich auch ganz kurz über uns und unser Training erzählen. Was tun wir in diesen besonderen Zeiten und wie gehen wir mit fehlenden Veranstaltungen um. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#084 – Freaks im Trainingslager – Home of 100 Miles erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 17.04.202070 min
Es gibt Wettkämpfe! Sie sind anders, aber es gibt Wettkämpfe. Die einen laufen daheim, die anderen querfeldein. Auf alle Fälle laufen sie allein. Um sich dennoch zu messen, schiessen viele virtuelle Läufe aus dem Boden – von Hobbyläuferzart bis Ultraläuferhart. So kann nicht nur die Form getestet werden, sondern handfeste Ergebnisse an die Finisherwand gebracht werden. Andere nutzen die Zeit und flüchten sich in virtuelle Welten. Ob zu Fuss oder am Rad nach Watopia oder wer es in der realen Welt übertrieben hat mit einem Buch in der Hand wahlweise nach Couchistan oder Balkonien. Die aktuelle Stunde: Quarantine Backyard Ultra Während sich viele Menschen bei 5-10-40km Challenges messen und hier tolle Leistungen zeigen, fragt man sich der eine oder andere vielleicht: „Was machen die Ultrarunner in so einer Situation?“. Sie laufen einen Backyardultra Remote: Artikel.Einige der Topstars der Szene haben sich ein Stelldicheindaheim geliefert und quer über den Globus verteilt, gab es einen Ultralauf über mehr als 2 Tage und Nächte. Am Ende gewann einer der Topfavoriten auf den Titel „Craziest Runner“: Mike Wardian. Wer noch nichts von ihm gehört hat, nutzt die jetzige Zeit und lest ein wenig über ihn. Ein verrückter Kerl. Mike Wardian mit Fan (Bild: Wikipedia) Gewinner: Mike Wardian – 62 Stunden und 422 KM Schärfster Konkurrent: Radek Brunner Andere bekannte Teilnehmerinnen: Maggie Guterl, Jamil Coury, Courtney Dauwalter Wie man schön sieht, machen also die oberen 10.000 auch virtual Runs und sind dabei genauso irre, wie sie es auch bei allen anderen Läufen sind. Virtual Runs Für alle anderen gibt es diese Gelegenheiten aktuell auch in Hülle und Fülle. Es gibt Läufe mit Zeitnehmung und Läufe ohne Zeitnehmung. Es gibt Läufe, die zu einem bestimmten Zeitpunkt starten, auf einen bestimmten Tag beschränkt sind, die eine Laufserie abbilden oder ein spezielles Rennen darstellen. Es gibt auf alle Fälle keine Ausreden und darum seht euch ein wenig im Netz um und findet den für euch perfekten Lauf. Wir haben hier ein paar Links für euch: https://crowdlauf.de/virtual-runs/ https://lauf-weiter.de/ https://www.runnys.com/ Wings for Life Apprun Aktuelle Folge Philipp Jordan #Fatboysrun Flo hat die Zeit, die er nun aufgrund seines Wöchelabenteuers hatte, genutzt und sich dem Lesen hingegeben. Dabei ist ihm das Buch von Philipp Jordan, bekannt aus einer Vielzahl an Podcasts (FatboysRun, Happyday Podcast, Philipp Jordan Ungeschnitten, Celluleute, usw.), aus der Sprayerszene oder als Skater untergekommen. Dieses sehr kurzweilige Buch sei allen ans Herz gelegt. Zwift – Österreichische E-Cycling Liga Der österreichische Radverband hat es innerhalb von einigen Wochen geschafft, eine eigene E-Cycling-Liga aus dem Boden zu stampfen. In 5 Wochen werden 5 Rennen veranstaltet, an denen jeder teilnehmen kann. Alle Lizenz- oder Bikecardbesitzer kommen auch in das Resultat. Diese Möglichkeit, sich mit den Profis der österreichischen Radszene zu messen, ist einmalig und nach den ersten beiden Rennen können wir hier eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Die Rennen sind gut besetzt und das Niveau ist tatsächlich sehr hoch. Wer vorne mitfahren will, sollte schon die 5 Watt / KG über die Renndistanz durchhalten können. Peter hat die ersten beiden Rennen ebenfalls beschritten und hatte dabei viel Spass. Wer ihn im Ergebnis sucht, sollte allerdings eher von hinten beginnen. Er freut sich schon, wenn er bei der U17 mitfahren kann. Florian’s Knöchel: The Way to Wöchel and back Florian hat in seinem Coronatrainingslager eine schöne Strecke „Grand Tour Wild West“ absolviert, dabei aber ein wenig jugendlichen Leichtsinn walten lassen. So gab es leider zum Abschluss, anstelle locker leichtem Lächeln, ein angespanntes Gesicht mit einem geschwollenem Knöchel. Dieser hat ihm eine Ruhewoche beschert, die neben der Regeneration auch dem Lesen sehr zuträglich war. Mittlerweile hat er ausgelesen und ist wieder fleissig unterwegs. Wenn er seine Pferdchen ein wenig zügeln kann, dann wird er wohl mit einer Bombenform aus dem Trainingslager kommen. Peter’s Corona Ketterechts Challenge Peter hat sich diesen Frühling viele Events auf der Strasse vorgenommenm und wie vielen anderen, wurde ihm hier der Wettkampfasphalt unter den Füssen weggezogen. Was nun? Linzmarathon stand an. Wienmarathon stand an. Gar nicht laufen geht halt nicht. Also wurde in Anlehnung der altehrwürdigen Ketterechts-Challenge (Linzmarathon und Wienmarathon) direkt hintereinander zu absolvieren eine Corona Ketterechts Challenge ausgerufen, der er sich gestellt hat. Also wurde am Tag des Linzmarathons ein Marathon gelaufen und am Tag des Wienmarathons soll die zweite Hälfte absolviert werden. Linz mit 3:32 war ganz ordentlich, nur das Entspannen vor dem Lauf muss der Bub noch üben. Direkt davor an der E-Cycling-League teilzunehmen, ist vielleicht nicht das beste Tapering. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#083 – Virtual Wöchel dreht am Quaratänerad erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 03.04.202069 min
In dieser Folge widmen sich Florian und Peter der Frage, wie man auch in einem kranken Körper einen gesunden Geist bewahren kann. Dazu haben sie als Anschauungsgast den Pingu aka. Geordi vors Mikrofon gebeten, der seit nunmehr einem halben Jahr die Laufschuhe in der Ecke geparkt hat und sich anderwertig Motivation verschaffen muss. Wie kommt ein Pingu mit einer Zwangspause zurecht? Feedback Richtigstellung! – Adrian vom Wechselzone hat sein „Run Every Street“ schon vor unserem Podcast in seinem angekündigt. Das wollten wir natürlich nicht mit einer Ninjaaktion abluchsen. Die Stravagruppe – News Aus Gründen aktuellen Situation wollen wir hier keinen aktuellen Lauf posten, sondern auf die vielen Möglichkeiten verweisen, sich zuhause (zb rund um den Küchentisch wie Rainer Predl) fit zu halten. Kein gefeatureter Lauf …. #staysafe Aktuelle Folge Die Story of Geordi Früh begonnen hat die sportliche Karriere mit Schifahren und Fussball. Bereits damals auf hohem Niveau wurde der Grundstein für spätere Ausdauersporteskapaden gelegt. Allerdings wartete bereits damals das Übel direkt um die Ecke. Wie die Bibelfesten unter euch wissen, hat das Böse, auch Triathlor der Verführer, viele Gesichter und lockte Geordi mit seinen Heilsversprechen ins Team der Verdammten. Pingu sei Dank, ist dieses Exemplar eher schwimmuntauglich und hat sich somit nur an Jedermanntriathlons mit kurzen Schwimmstrecken versucht. Dabei hat er die Listigkeit entdeckt und konnte sich geradeso ans rettende Ufer retten. Wie kam es zum Laufen? Zum Laufen kam er allerdings erst über die Arbeit in Österreich. Da sein Arbeitgeber damals wie heute, den Mitarbeitern das Startgeld für den VCM sponsort, gab es in der Kolleginnenschaft einige Exemplare, die sich die 42,195 km zumuteten und er wollte auch einer dieser Auserwählten sein und so wurde 2009 das erste zielgerichtete Marathontraining gestartet. Gesagt – getan und 2010 war der erste Marathon in unter 4 Stunden erledigt. Geordi in Marathonaction Auch in diesem Jahr wurde gleich nachgelegt und der fränkische Schweiz Marathon wurde absolviert. Weil das alles so gut ging, folgten im Jahr darauf wieder der VCM und der Wachaumarathon. Auch sollte es im zweiten Jahr weg von der Strasse und das erste Mal am Berg gehen. Was bietet sich hier besser an, als der Großglockner Berglauf. Diesen Lauf suchen sich ja einige Läufer aus und offenbar wird er wirklich von vielen unterschätzt (siehe auch Folge 39) . Auch Geordi hat hier versucht mit einem „eh lieben“ Training in Wien und einer Umrechnung der Straßenpace auf Höhenmeter eine sinnvolle Geschwindigkeit zu finden. Und auch er hat festgestellt, dass diese 13 km recht fordernd sind und es schon recht steil ist. So war das die bis dahin anstrengenste Veranstaltung, die er absolvierte. Dennoch tat das der Trailliebe keinen Abbruch. geringfügig steiler als Schönbrunn (Foto: Sportograf) Dazu kam mit dem ersten Marathon auch direkt die Dokumentation der Laufkarriere auf seinem Blog: vienna-running.eu . So begründet sich auch seine Laufblase in und um diesen Blog und Twitter. Was konnte ihn bremsen? Und alles gesund geschafft? Ja, er hat 10 Jahre bis auf ein Läuferknie hier und kleine Blessuren da am laufenden Band abgeliefert. Und dann kam 2019. Neue Schuhe, neues Glück und zack hat sich der Körper an die Dämpfungsumstellung nicht so ganz gewöhnt. Da hat es dann angefangen zu zwicken und zu drücken und die Ferse hat bereits beim VCM ein wenig gezickt und trotz der Topzeit von 3:04 war das Gefühl nicht optimal. Statt eine Pause einzulegen, setze Geordi auf die Ultrataktik: „ignorieren und der Kopf trägt mich durch“. Deshalb hat er einfach genauso weitergemacht und eine Woche nach dem VCM folgte der 5/4 Linzmarathon, danach auch der UTMB ohne UTMB und eine Woche danach folgte der schönste Lauf des Burgenlands, dessen Mitorganisator er auch ist, der Blaufränkisch Ultra. Danach war aber Schluss, oder? Mitnichten! Trotz bereits aufziehender Fersenwolken hat er im Sommer 2019 nochmal alles rausgehauen Im September musste er ja noch den Wörthersee Ultra mit Peter absolvieren und hat dabei bemerkt, dass es doch eher suboptimal läuft. (Siehe Folge 069). Trotzdem musste eine Woche danach der Schneeberg mit Flo bezwungen werden und wiederum eine Woche später ging es ins Alte AKH zum Krebsforschungslauf, bei dem er mit Basti einen Marathon meisterte. Da konnte er noch lachen…..der Nebel der Zwangspause aber bereits im Aufziehen Dann war aber Schluss! Irgendwann sagt auch die stärkste Ferse „Schluss mit lustig – wenn die Ferse redet, hat der Pingu Pause!“ Wie ging er damit um? Nachdem er dann ohnehin nicht Laufen (manchmal nichtmal gehen) konnte, stieg er dann direkt ins Nachwuchstrainergeschäft im Fussball ein. Das und der Umstand, dass er auch beruflich recht viel auf den Beinen ist, haben den Heilungsprozess nun nicht so wirklich begünstigt. Aber was nun? Nix tun? Geht nicht. Anstelle des alldezembrigen Marcothons ist dann der Zwiftoton getreten und Pinguine radeln dann halt. Wenn es sein muss auch 1000 km in einem Monat. Aber leicht war es nicht….. Gutes Rad war teuer, aber die Kondition erhält virtuelles Radeln auf alle Fälle Wie sieht es jetzt aus? Momentan ist die Ferse ruhig und die Fitness wird durch intensives Zwiften aufrecht erhalten. Tour de zwift in einem Tag und die Tour of Watopia in einem Tag sprechen hier für sich. Wohin geht die Reise? Nach Ostern soll es wieder per pedes auf die Trails gehen und wir freuen uns schon wie ein Mops auf eine Nase. Die Motivation ist zu hören und zu spüren und alle Daumen sind gedrückt, dass der Herbst 2020 den Pingu stärker als je zuvor zurückbringt. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#082 – Pingus Pürzel auf Grundeis erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 20.03.202089 min
Die Frühlingswettkampfsaison sieht für alle Läufer ähnlich aus – leer. Also heisst es gesund bleiben, Form erhalten und Jahresplanung anpassen. Und ehe man es sich nach diversen Maßnahmen und Begrenzungen versah, kamen die Stabienthusiasten aus ihren Paincaves gekrochen um mit „Plank dir einen“, „Livecast für Läuferstabi“, „Coreworkout für jeden Tag“, etc. für Alternativen zu sorgen. Und das ist gut. Viel zu oft schauen Läufer nur auf ihre Kilometerumfänge, die Höhenmeter oder ihre Pace und laufen über kurz oder lang in die eine oder andere Verletzung. Dabei würde Coretraining natürlich eine gute Prophylaxe bieten. Neben dieser Variante gibt es auch noch ander Aspekte, die für ein ausgewogenes Lauferlebnis wichtig sind. Flo und Peter haben hier für euch ein 360° Angebot ausprobiert, dass sich Körper und Geist widmet. Die Stravagruppe – News 18. Frankfurter Halbmarathon Bevor alle Sportveranstaltungen abgesagt wurden, hat hier ein befreundeter Podcastkollege eine wahnsinnig tolle Zeit (1:24:xx) wurde hier auf den Asphalt gebrannt: https://www.strava.com/activities/3165254477 Dabei war er natürlich nicht alleine und wir möchten auch allen anderen Finishern (zum Beispiel einer jungen Dame, die ihre PB unter 1:45 gedrückt hat) herzlich gratulieren. Die aktuelle Stunde: Alles abgesagt Um die Gesundheit aller Athletinnen zu schützen, wurden aktuell beinahe alle Laufveranstaltungen abgesagt oder verschoben. Das funktioniert bei einigen Läufen (Stadtmarathons, Wings for Life Run, …) eher schwierig, da ganze Metropolen gesperrt werden müssen, bei anderen Läufen leichter. Und verschiedene Veranstalter gehen auch ganz unterschiedlich mit der Situation um. So hat das IATF eine sehr schöne Variante gewählt und neben dem Ursprungstermin (der im Moment natürlich immer unwahrscheinlicher wird) gleich einen Ersatztermin mit dem 24.-26.9 am Plan. Wir hoffen, dass viele Veranstalter ebenfalls Alternativen anbieten und freuen uns darauf, wenn es wieder losgeht. Aktuelle Folge Training rund ums Training mit Focus You Florian und Peter haben von einem Teamkollegen ein Angebot erhalten, dass sie nicht ausschlagen konnten. Luci, selbst ein Triathlet aus dem Team Vegan.at und Sportphysiotherapeut , hat gemeinsam mit einem Partner 2019 Focus You als Praxisgemeinschaft aus der Taufe gehoben und bietet alles rund um die Athletenbetreuung an. Als neues Paket und Angebot wird es nun die 3 Faltigkeit der Laufbegleitung geben: Physiotherapie – Mentalcoaching – Ernährungsberatung 3 Experten/Expertinnen geben einen Einblick in ihre jeweiligen Fachgebiete in einem jeweils einstündigen Coaching. Physiotherapie Diese Hände treiben euch die Schmerzen wieder aus… Physiotherapie ist für die meisten Sportler ein bekanntes und sehr hilfreiches Tool um nach einer Verletzung wieder fit zu werden. Es kann aber auch vorbeugend, mit speziellen Übungen sehr hilfreich sein. In dieser Stunde erfährt neben einigen, für alle Ausdauersportler, sinnvollen Übungen auch, wie es um den eigenen Körper steht. Mittels verschiedener Tests wird die Mobilität, die Kraft und Stabilität ausgelotet um daraufhin Tipps und Tricks zu erfahren, wie man gesund und fit bleibt. Mentalcoaching Lass ihn in deinen Kopf und er hilft deinem Körper…. Das wohl am schwersten zu fassende, aber auch am meisten unterschätzte Thema ist das Mentalcoaching. Gerade bei Ausdauersportarten ist die Motivation zum Training und auch die Bewältigung von Krisen ein essentieller Bestandteil des Sportlerlebens. In der ersten Stunde gibt es neben dem allgemeinen Kennenlernen bereits einige Tipps um positiv in den Tag zu starten, Übungen für Zwischendurch, Hinweise auf die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten und einen Ausblick auf die Zusammenarbeit. Florian geht hier wunderbar auf die Themen des einzelnen ein und erklärt verständlich, wie der Kopf den Körper unterstützen kann. Ernährungsberatung Pimp your meals with Holly Ernährungsberatung mit Holly Wilkinson BSc. Holly bietet einerseits Leistungssportlern zielgerichtete Ernährungsberatung über einen fixen Zeitraum in Bezug auf Sporternährung und Leistungsoptimierung dank individueller Ernährungsanpassung. Train hard….. Andererseits spezialisiert sie sich auf Gewichtsmanagement und kann gerade bei vegetarischer/veganer Ernährung (jedoch nicht ausschließlich) dank angewandtem Wissen und Erfahrung unterstützen. Sie vertritt einen „Anti-Diät“ Ansatz und sorgt dafür, dass Ernährungsumstellungen mit alles anderem als mit Verzicht und Mühsamkeit assoziiert werden! … eat smart Sowohl Flo als auch Peter haben vorab Fragen und individuelle Themen geschickt und Holly ist wunderbar auf die Themen eingegangen, hat sich Zeit genommen und im Nachgang noch Rezepte geschickt. Natürlich kann eine Ernährungsberatung nicht in einem Termin abgehandelt werden, aber es ist ein toller Teaser um zu sehen, ob die Chemie stimmt, ob der Weg der richtige ist und ob man sich hier vertiefen möchte. Wenn euch das Thema interessiert, hier die Kontaktdaten von Holly: https://hollywilkinson.at/kontakt-holly-wilkinson-ernaehrungsberatung-wien/ Per Instagram: @hollywilkinsonofficial Oder per E-Mail: Office@hollywilkinson.at Wenn euch das Paket interessiert, schreibt an office@focusyou.at oder schickt uns eine Nachricht und wir leiten es weiter bzw. bringen euch mit Lucas zusammen. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP #081 – Shutdown oder Time for Stabi erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
- 06.03.202071 min
Haarige tätowierte Brüste bringen nebst dem Betrachter auch Herzfrequenzgurte zum Schwitzen. Nicht weniger Schweiss fordern die Rekorde, die in den letzten Wochen aufgestellt wurden. Und wieviel Schweiss haben Florian und Peter in ihr Training und in die ersten Wettkämpfe investiert? Die Stravagruppe – News Auch dieses Mal haben wir uns einen speziellen Lauf aus dem Stravaclub gepickt. Einer unserer Clubmember arbeitet sich laufend durch Frankfurt und will hier jede Strasse entdecken. Versucht das doch mal in eurer Stadt. Run every Street: Frankfurt https://www.strava.com/activities/3133131540 Die aktuelle Stunde: In den letzten Wochen hagelte es wieder einen Rekord nach dem anderen. So wurden unglaubliche Leistungen auf verschiedenen Strecken vollbracht. Halbmarathonweltrekord – Damen: Ababel Yehaneh Brihane – die nunmehr schnellste Frau auf 21,1km Die Äthiopierin Ababel Yehaneh Brihane stellte an diesem Wochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen neuen Halbmarathon-Weltrekord auf. Die 28-Jährige verbesserte beim RAK Half Marathon den Weltrekord um 20 Sekunden auf 1:04:31 Stunden. 5 KM Strassenlaufweltrekord – Männer: 5k in unter 13 Minuten – dieser Mann kann es Joshua Cheptegai hat in Monaco einen neuen Straßenlaufweltrekord über 5 km aufgestellt. In unglaublichen 12:51 hat er die 5 km erstmals unter 13 Minuten absolviert. Florian Neuschwander – 50k Laufband Weltrekord Der Deutsche Läufer – Florian Neuschwander – hat den 50 Kilometer-Weltrekord gebrochen und ist somit mit einem Guinessbucheintrag verewigt. In 2:57:25 hat er eine Durchschnittspace von 3 Minuten 34 Sekunden auf das Band geknallt. https://tri-mag.de/szene/florian-neuschwander-bricht-50-kilometer-weltrekord-auf-dem-laufband/ Tokiomarathon abgesagt Mit rund 40.000 Marathonläuferinnen und mehreren hunderttausend Bewerbungen zählt der Tokiomarathon zu einem der größten Marathonveranstaltungen der Welt. Der Veranstalter hat nun den diesjährigen Marathon aufgrund aktueller COVID-19 in Japan abgesagt. Auch viele anderen Veranstaltungen wackelt im Moment. Bisher gab es aber nur eine aktuelle Absage mit dem Paris Halbmarathon. Bei diesem sind am Wettkampftag viele Läufer trotzdem mit Startnummer den Halbmarathon gelaufen. Aktuelle Folge 22.2.2020 – Schottergrubenlauf – Neustift im Felde Peter hat sich als Vertreter des Laufend Entdecken Podcasts mit Begleitung auf nach Neustift im Felde gemacht um dort die 6,8 km Strecke zu absolvieren. Bei herrlichem Frühlingswetter und einem Wind, der den ganzen Lauf lang lebhaft geblasen hat, ging es zur Startnummernausgabe und der Abholung des wieder prallvollen Startersackerls. Neben Getränken und diversen Kühl/Wärmegels gab es auch die Einladungen zu anderen Veranstaltungen. Pünktlich um 14:30 hieß es „Konfettikanonen los“ und die Läufer starteten auf die Strecke. Ganz vorne altbekannte und pfeilschnelle Läufer vom ULC Langenlois, LC Kapelln und Grafenegg. Mitten unter ihnen, der für seinen zurückhaltenden Start bekannte, Peter. Direkt in der ca. 8 Mann starken Führungsgruppe wurde der erste Kilometer gleich in 3:30 in den SChotter/Asphalt gebrannt. Mit ein wenig Windunterstützung hat auch Kilometer 2 nebst einem Hügel eine 3:40 in der Zwischenzeit stehen. Dann ging es ab über diverse Feldwege und die Führungsgruppe fing an sich zu verteilen. Ganz vorne die Speedies von Langenlois und auf Rang 6 Peter mit einem Begleiter, den er dem Anfangstempo und dem Wind geschuldet bei ca. Halbzeit ziehen lassen musste. Die Spitze zwar immer Sichtweite, war auf den Gegenwindgeraden – ja WIND!, viel Wind – kein Anschluss mehr zu finden und es war zwischenzeitlich ein Sololauf. Hinter Peter war eine 5-6 Mann Gruppe, die langsam näher kam. Bei Kilometer 5-6 hatten 3 Läufer dieser Gruppe aufgeschlossen und Peter konnte sich kurzfristig hinter einem Läufer aus Grafenegg, der mit 190+ ein wenig Windschatten bot, positionieren und ein wenig durchschnaufen. Ein paar hundert Meter vor dem Ziel hat dieser aber noch genug Kraft gehabt um ein paar Meter zwischen die beiden zu legen und 100 Meter vor dem Ziel kam auch noch eine Attacke von hinten. Mit letztem Einsatz konnte Peter nochmal kontern und im Zielsprint den 8ten Gesamtrang holen. Winterlaufserie – Lauf 3 – VCM Am Tag nach dem Schottergrubenlauf hat sich Peter direkt einen entspannten Halbmarathon gegönnt. Beim dritten Lauf der Winterlaufserie am Start, wollte er ganz entspannt 21km absolvieren. Ein wenig durch die ebenfalls antretenden Sebastian, Patrick und Philip wurde die Zielpace auf 4:40 – 4:45 gesetzt. Das sollte zwar etwas langsamer sein, wie Patricks und Philips Pace, die auf 10 bzw. 21 km auf Rekordjagd gingen, aber dennoch kein Bummellauf. Sebastian, noch immer mit seiner Hüfte kämpfend, schloss sich Peter an und los ging es. Die ersten Kilometer wurden fröhlich plaudernd absolviert und es ließ sich gut an. Bei Kilometer 3 zeigte sich aber wiederum die Herausforderung dieses Tages. Da war er wieder – der Wind – der Furunkel des Wetters. Im Nachgang sollte sich zeigen, dass die vier Mal zu bewältigende Gerade in Gegenwindrichtung mehr als 10 Sekunden pro Kilometer langsamer war, als der Rest des Kurses. Zumindest war es für alle gleich und somit nicht unausgeglichen. Bei Kilometer 7 liefen Sebastian und Peter auf die schon einige Zeit vor ihnen laufende Nadine auf. Diese wollte ihre 10 km Bestzeit unterbieten, hatte aber auch sichtlich freude mit dem Umgebungshaartrockner. Da die Pace ähnlich war, beschlossen die beiden Herren, Nadine ein wenig Windschatten und viele aufmunternde Worte zu geben und sie vielleicht so zu ihrer Bestzeit zu tragen. Letztendlich war es, obwohl der letzte Kilometer in 4:14 erledigt war um ein paar Sekunden zu langsam. Lustig war es allemal. Sebastian bog mit Nadine gemeinsam in das 10km Ziel ab und Peter hat sicher ein neues Grüppchen gesucht, dem er ohne viel Gehirnaktivität folgen konnte. Das klappte auch ganz gut, bis bei Kilometer 18 ein kleines Loch aufging und der Vortag ein wenig Tribut verlangte. Im Ziel waren 1:34:15 zu lesen und im Anbetracht des Trainingslochs war Peter hochzufrieden. Die Motivation war wieder da. Laufband – Pace am Laufband vs. Stryd Alle die sich bereits auf dem Laufband versucht haben und dabei ihren Strydsensor am Fuss hatten, haben den Unterschied zwischen den beiden Messungen vermutlich schon bemerkt. Diesem Umstand ist Flo auf den Grund gegangen und hat hier als Erklärung die Mechanik der Laufbänder ausgemacht. Wenn der Fuss auf das Laufband trifft, verlangsamt sich dieses um eine Nuance. Daraufhin beschleunigt das Band etwas und beim Abdruck nach hinten wird es zusätzlich angetrieben. Dieser ständige minimal Geschwindigkeitswechsel erklärt letztendlich die kleine Abweichung zu der Strydmessung. Ob dieser Unterschied im Amateur und Semiprofibereich einen Ausschlag gibt, möge jeder selbst beurteilen. HRM Brustgurt vs.Handmessung (Brüste, Tattoos, Haare, etc.) Immer wieder gibt es Probleme mit der Herzfrequenzmessung über die verschiedenen Methoden. Einerseits bringen Brustgurte den Vorteil, dass sie sehr genau messen, haben aber offensichtlich eine Vorliebe für glattrasierte Hühnerbrüste. Sowohl Frauen als auch stark brustbehaarte Männer kämpfen mit Aussetzern und können so keine durchgängige Messung durchführen. Alternativ gibt es natürlich die die Messung am Handgelenk, die wiederum etwas ungenauer ist und auch hier sind Haare oder Tätowierungen nicht hilfreich. Wie ist das bei euch? Habt ihr die ultimative Lösung gefunden? Flo: Marathonvorbereitung – die Entscheidung Das bereits in den letzten Folgen besprochene Training von Flo und die damit einhergehenden Fortschritte oder in manchen Fällen auch Treppenabsätze, haben sich fortgesetzt. Trotz eisernen Willens und genauem Trainingplan, hat sich der Progress nicht wie gewünscht eingestellt. Unter diesem Umstand hat dann auch die Motivation gelitten und entgegen dem Spass auf den Trailrunden, wollte sich keine wahre Freude am Asphalt einstellen. Und so kam es, dass Flo sein Marathon-PB-Ziel in Linz ins Regal stellte und sich nun voll und ganz auf die Trailultras dieses Jahres konzentriert. Mit dem IATF im Mai und dem Mozart100 sind da ja auch zwei aussergewöhnliche und wunderschöne Ziele am Horizont. Und die wird er richtig fein rocken. IATF – Innsbruck Alpine Trail Festival Das bereits erwähnte Innsbruck Alpine Trail Festival wird das erste Highlight 2020 und die Reisegruppe ist nun auf 4 Personen angewachsen. 4? Ja. Peter hat sich nun ebenfalls auf der 108km Strecke gemeldet und will hier sein erstes 100+ Finish absolvieren. Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei. Viel Spass beim Hören! Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay Florian: Twitter, Strava Peter: Twitter, Instagram, Strava Newsletter, Facebook, Instagram, Strava Club Der Beitrag LEP#080 – Haarige tätowierte Brüste mit Frequenzstörung erschien zuerst auf Laufend Entdecken.