Große Erwartungen: Warum Menschen mit Migrationsgeschichte damit kämpfen
Never Mind – Psychologie in 15 Minuten
22.02.2024
14 min
Beschreibung

Es ist wahrscheinlich der Wunsch aller Eltern, dass sie möchten, dass es ihrem Kind später einmal gut geht. Bei Eltern mit Migrationsgeschichte ist dies oft Wunsch und Auftrag zugleich. Der Wunsch „Ihr sollt es einmal besser haben als wir“ beeinflusst auch, welche Erwartungen an die Kinder gestellt werden. Aber bringt mehr Druck auch wirklich mehr Erfolg? Wie Menschen mit Migrationsgeschichte mit den großen Erwartungen umgehen, die an sie gerichtet werden, darum geht es in dieser Folge.

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  • Studien wie diese und diese zeigen, dass die Bildungserwartungen von Eltern und Kindern mit den später tatsächlich erreichten Bildungsergebnissen korrelieren
  • In Familien mit Migrationsgeschichte werden höhere Erwartungen an das Bildungsniveau der Kinder gestellt
  • Und: Kinder mit Migrationshintergrund nehmen diese Erwartung an und haben selbst auch höhere Bildungsaspirationen, wie eine Untersuchung aus Deutschland mit über 8000 Teilnehmenden zeigt
  • Das Aspiration-Achievement-Paradoxon thematisiert, dass die Kinder diese sehr hohen Erwartungen aber oft nicht in dem Maße umsetzen können, wie Kinder ohne Migrationshintergrund
  • Als Grund dafür wird unter anderem angenommen, dass die Familien institutionelle Hürden und Anforderungen des Bildungssystems unterschätzen

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