
Reue hört sich meist so an: Hätte ich damals bloß den Job angenommen. Hätte ich mich bloß früher getrennt. Hätte ich mich mehr um diese Freundschaft gekümmert. Oder: Hätte ich bloß diesen einen Satz einfach nie gesagt.
Warum lassen uns manche verpassten Chancen und falschen Entscheidungen noch Jahre später nicht los? In dieser Folge geht es darum, warum wir kurzfristig häufig eher unsere Fehler bereuen, langfristig aber besonders das, was wir nicht getan haben. In welchen Lebensbereichen bereuen Menschen etwas am meisten? Warum kann Reue tatsächlich nützlich sein? Und woran erkennt man den Punkt, an dem man nichts mehr aus der Vergangenheit lernt, sondern nur noch versucht, sie im Kopf umzuschreiben?
Außerdem gebe ich euch Fragen an die Hand, mit denen ihr prüfen könnt, ob eure Reue noch etwas verändern kann – oder ob es Zeit ist, die Lektion mitzunehmen und die Vergangenheit dort zu lassen, wo sie ist.
Studien:
Gilovich & Medvec (1994): The temporal pattern to the experience of regret.
Gilovich & Medvec (1995): The experience of regret: What, when, and why.
Roese & Summerville (2005): What We Regret Most … and Why.
Epstude & Roese (2008): The Functional Theory of Counterfactual Thinking.
Wrosch, Bauer & Scheier (2005): Regret and quality of life across the adult life span.
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