
Streitkräfte und Strategien
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Das Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine ist auf dem Tiefpunkt. US-Präsident Trump erweist sich als Unterstützer Russlands, wenn er zum Beispiel geplante Sanktionen auf Eis legt. Kyjiw wirft Washington zudem vor, die Geschwindigkeit des für die Drohnen-Abwehr und die eigene Kommunikation so wichtigen Satellitensystems Starlink bzw. Starshield zu drosseln, der Ukraine Geheimdienstinformationen vorzuenthalten und die Lieferung von Abfangraketen zu verzögern. Astrid Corall fasst die Streitpunkte und Hintergründe in dieser Folge von Streitkräfte und Strategien zusammen und berichtet über ein mögliches Treffen von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jingping und Russlands Machthaber Putin. Im Interview spricht Host Kai Küstner mit Professor Thomas Jäger von der Universität zu Köln über Trumps Motive. Aus Sicht des Politikwissenschaftlers hat der Trump-Schwenk wenig mit dem Midterm-Wahlkampf zu tun. Es gehe dem US-Präsidenten darum, dass Russland den Krieg gewinnt, um mit Putin wieder Geschäfte machen zu können: “Er will jetzt zwei Jahre - vogelfrei - sich und seinen Clan bereichern.” Dass Trump sich auf die Seite Putins schlage, habe aber auch katastrophale Konsequenzen für die europäisch-amerikanischen Beziehungen. “Politisch wird die NATO das nicht überleben”, warnt Thomas Jäger. Damit wachse auch täglich die Gefahr eines russischen Angriffs. Es sei nun dringend geboten, dass die Europäer sich in Windeseile technologisch unabhängig machen. Stark sei nur ein einiges Europa. Doch sowohl die USA als auch Russland hätten ein Interesse daran, die EU zu “zerschlagen”. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html 11km Folge zu Nordkoreas https://1.ard.de/11KM_Nordkorea_Russland Wer ist verantwortlich für die Drosselung der Satelliten-Kommunikation von Starlink und Starshield in der Ukraine? https://www.reuters.com/world/europe/order-limit-starshield-ukraine-came-inside-white-house-sources-say-2026-10-15/
- 16.10.202646 min
Das Thema „Pressefreiheit und Propaganda im Krieg” steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien. Anlässlich der Hamburger Woche der Pressefreiheit sprechen die Hosts Stefan Niemann und Astrid Corall mit der Journalistin Gesine Dornblüth - vor Publikum in der Zentralbibliothek der Hansestadt. Die ehemalige Russland-Korrespondentin erklärt, wie sich die Arbeit für Journalistinnen und Journalisten unter Machthaber Putin verändert hat, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und wie sich die Bevölkerung abseits aller Propaganda überhaupt noch unabhängig informieren kann. In dieser Folge geht es aber auch um die Lage der Medien in der Ukraine. Gesine beschreibt die Unterschiede zwischen den von Russland besetzten Gebieten und dem Rest der Ukraine sowie die Pressearbeit von Präsident Selenskyj. Außerdem erläutert sie, wie russische Desinformation auch die deutsche Politik beeinflusst und was man dagegen tun kann. Zum Schluss der Folge schauen Stefan und Astrid mit Gesine auf aktuelle Entwicklungen in der Ukraine, wo Präsident Selenskyj den westlichen Partnern vorgeworfen hat, sie nicht vor russischen Luftangriffen gewarnt zu haben. Zum Verhältnis zwischen Putin und Trump sagt die Russland-Kennerin Gesine Dornblüth: „Ich glaube, dass er Trump weitestgehend in der Tasche hat.“ Rangliste der Pressefreiheit 2026 - Reporter ohne Grenzen https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2026 Bücher von Gesine Dornblüth & Thomas Franke Putins Gift – Russlands Angriff auf Europas Freiheit https://www.herder.de/politik-wirtschaft/shop/p4/84639-putins-gift-klappenbroschur/ Jenseits von Putin – Russlands toxische Gesellschaft https://www.herder.de/politik-wirtschaft/shop/p4/78139-jenseits-von-putin-klappenbroschur/ Vergleich Rankings Unterstützerländer der Ukraine Ukraine-Krieg: Ranking größte Unterstützer bis 2026 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1367150/umfrage/ukraine-krieg-ranking-groesste-unterstuetzer/ Ukraine-Krieg - Bilaterale Unterstützung für die Ukraine nach Anteil am BIP 2026 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1303505/umfrage/bilaterale-unterstuetzung-fuer-die-ukraine-nach-anteil-am-bip/ Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Alle Podcast-Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Videopodcast Flugmodus - der ZAPP Medienpodcast über die LINKE und Antisemitismus https://open.spotify.com/episode/5uwWcYJNx5e8AT0gndcAcW?si=48Jq0VDDQfutA-_dwD3q5A
Ab Mittwoch steht in Hamburg einer von sieben Hauptverdächtigen im Nordstream-Prozess vor Gericht. Ein halbes Jahr nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine waren 2022 auf dem Grund der Ostsee Stränge der deutsch-russischen Gaspipelines Nordstream 1 und 2 zerstört worden. Dazu recherchiert seit Jahren ein Team der ARD, der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT. Holger Stark war einer der ersten, der darüber berichtete, dass die Spur in die Ukraine führe. Mit dem stellvertretenden Chefredakteur der ZEIT spricht Host Kai Küstner über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Dabei sei nicht eindeutig geklärt, so Stark, ob Selenskyj und die politische Führung der Ukraine in die Anschlagspläne eingeweiht waren. Aufgrund der gewaltigen geopolitischen Auswirkungen ist es aus seiner Sicht aber wichtig, dass dieser Fall restlos aufgeklärt wird. Der Bau der Pipeline mag ein Fehler gewesen sein. Und: Es gebe sehr gute Gründe, die Ukraine in ihrem Abwehrkampf zu unterstützen, so der Investigativjournalist: "Dazu gehört aber auch, wenn derjenige, den man da unterstützt, sich entschieden hat, etwas gegen deutsche Interessen und gegen diese Pipeline zu tun, dass man da die Wahrheit sagt." Die Bundesregierung scheue sich aber bis heute, dies zu thematisieren. Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine fasst Peter Hornung zusammen. Derzeit bestimmt vor allem US-Präsident Trump wieder die Schlagzeilen. Denn der hat einen umstrittenen Diesel-Deal mit Russlands Machthaber Putin vereinbart. Außerdem hat er eine angebliche Einigung auf eine "Energie-Waffenruhe" verkündet, zu der die Ukraine bereits ist, Russland jedoch offenbar nicht. Gleichzeitig droht Trump der Ukraine: Wenn sie weiter russische Ölraffinerien angreife, werde er sie von US-Geheimdienstinformationen ausschließen und Waffenlieferungen blockieren. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Trump’s Energie-Deal mit Putin und die wachsende Kritik daran. Auch unter US-Republikanern: https://www.bbc.com/news/articles/cjn5v21py07vo Die Spur eines mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteurs führt in der zweiten Staffel des Podcasts "Tatort Ostsee" von Polen bis nach Kiew. Wer sprengte die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee? Die Recherche von ZEIT, ARD und Süddeutscher Zeitung: https://1.ard.de/nordstream_podcast Veranstaltungs-Tipp: Live-Podcast zum Thema "Pressefreiheit und Propaganda im Krieg": am 15. Oktober sind die Hosts des NDR Info Podcasts "Streitkräfte und Strategien" in einer Veranstaltung der "Hamburger Woche der Pressefreiheit": https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastlive-146.html https://www.ndr.de/nachrichten/info/pressefreiheit-232.html Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
- 09.10.202652 min
Die Landtagsfraktionen von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt wollen die Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen, die Sanktionen aufheben und mit Russland wieder ins Geschäft kommen. Dass dies rein symbolische Wirkung und keinerlei praktische Auswirkungen haben wird, besprechen die Hosts Stefan Niemann und Kai Küstner. Denn die Länder bzw der Bundesrat haben sehr eingeschränkte Befugnisse bei den Ukraine-Hilfen. Was die Lage in der Ukraine angeht, so verdichten sich die Anzeichen, dass Machthaber Putin diesen Winter die Ukraine in die Kapitulation zu bomben versuchen wird. Innerhalb von zwei Tagen starben bei Luftangriffen, u.a. auf Busse in Kramatorsk, über 75 Menschen. Der ukrainische Präsident Selenskij rief in einer emotionalen und anklagenden Botschaft die USA dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. In diesem Zusammenhang forderte er auch erweiterten Zugriff der Ukraine auf Elon Musk’s Stralink-Netzwerk. Kai erläutert die Hintergründe dazu. Zudem sieht Kai in einer Personalentscheidung Putins einen Vorboten dessen, was der Kreml-Herrscher in der Ukraine vorhat: Wie der Daily Telegraph berichtet, soll Sergej Surowikin reaktiviert werden. Ein General, der den Beinamen "General Armageddon" trägt und offenbar unter anderem die Zerstörung sämtlicher Brücken in der Hauptstadt Kyjiw in die Tat umsetzen soll. Im Interview mit Host Stefan Niemann bewertet Oberst a.D. Wolfgang Richter die russischen Angriffe auf ukrainische Städte, die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und die Lage auf dem Gefechtsfeld, wo es einen gewissen operativen Stillstand gebe. Die Unterstützung für die Ukraine stößt in Deutschland zunehmend auf Kritik. Waffenlieferungen könne man, so der Verteidigungsexperte, nicht von heute auf morgen einstellen, dann breche die Ukraine zusammen. Andererseits müsse man auch sehen, dass etwa Sanktionen und Waffenlieferungen zusammen bisher nicht dazu geführt hätten, dass der Krieg beendet worden sei. Aus Sicht von Richter fehlt eine entscheidende Komponente. "Wir haben bisher nicht ernsthaft versucht, über eine diplomatische Lösung zu reden." Er plädiert dafür, mit Russland ins Gespräch zu kommen, betont aber auch, dass man nicht über die Köpfe der Ukraine hinweg über deren Territorium verhandeln könne. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Oberst a.D. Wolfgang Richter https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3526750.html Umfrage zur russischen Bedrohung und Unterstützung für Waffenlieferungen an Ukraine https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-september-100.html Podcast-Tipp: Machtfragen - das sicherheitspolitische Update https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5342.html Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Russland führt bereits einen “Schattenkrieg” mit Deutschland – so lautet die deutliche Warnung der Nachrichtendienste. Die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung wachse. Laut BND-Chef Jäger sieht Putin uns als Hauptgegner. Und: nach Erkenntnis des Geheimdienstes wird der russische Machthaber den Krieg gegen die Ukraine noch ausweiten, um das Land diesen Winter “in die Knie zu zwingen”. Von einer „wachsenden und sich intensivierenden Menschenrechtskatastrophe“ hat am vergangenen Freitag der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, gesprochen und die Auswirkungen des Krieges auf die ukrainische Zivilbevölkerung dargestellt. Stefan Niemann fasst die Aussagen Türks zusammen. Er blickt auch auf den Besuch von Bundeskanzler Merz in Kyjiw, der von ständigem Luftalarm und russischen Angriffen begleitet wurde. Merz bot der Ukraine ein umfangreiches Hilfspaket an, geplant ist eine Waffenkooperation mit der Ukraine. Die wehrt sich weiter – und nimmt u.a. russische Öllager in Visier. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe spricht Kai Küstner mit Anja Dahlmann über den Einsatz von KI im Krieg und die apokalyptischen Warnungen aus den USA, Künstliche Intelligenz könne die Menschheit auslöschen. Die Leiterin des Berliner Büros des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik spricht über die Probleme und Gefahren, die der Einsatz von künstlicher Intelligenz mit sich bringt und nennt die Eskalationsgefahr groß. Sie erklärt, welchen Einfluss KI bei Kriegen schon hat und welche Rolle der Mensch noch spielt. Die Wissenschaftlerin betont, dass sie sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich Regeln für den Umgang mit KI für extrem wichtig hält. Selbstverpflichtungen aus der Industrie sind aus Sicht von Dahlmann nicht ausreichend. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Anja Dahlmann: https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3519690.html Russlands “Schattenkrieg” gegen Deutschland – die Anhörung der Nachrichtendienste: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw41-pa-pkgr-1211186 Marine bekommt zweiten Hafen in der Nordsee: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/marinehafen-104.html Erklärstück zur neuesten Generation der russischen Geran-4 Drohnen https://youtube.com/watch?v=TYaj0QnZx9s&si=cgDCITqAChZupMuY Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
- 02.10.202644 min
Am Donnerstag hat die NATO den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens erhalten. Während Bundeskanzler Merz die Allianz als würdigen Preisträger sieht, gab es bei der Verleihung in Münster auch Proteste. Im Gespräch mit Host Anna Engelke bewertet der Sicherheitsexperte Christian Mölling die Preisvergabe an das Militärbündnis. Der Direktor der Denkfabrik EDINA analysiert auch die von Bundeskanzler Friedrich Merz gehaltene Laudatio, in der er die Rolle Deutschlands für die Unterstützung der Ukraine mehrfach hervorgehoben hat. Mölling bewertet im Interview auch den Zustand der NATO. "Mit dem allseits hörbaren Abgesang der Amerikaner auf die NATO ist es im Grunde genommen so, dass die NATO quasi in einem größeren Selbstzweifel ist als sie das, glaube ich, jemals zuvor gewesen ist." Mölling beschreibt, was die Allianz, aber auch Deutschland aus seiner Sicht nun tun sollten. Wegen eines Manövers im Sommer im baltischen Ostseeraum hat Russland der NATO eine "beispiellose Eskalation der militärisch-politischen Lage rund um die russische Region Kaliningrad" vorgeworfen. Das Schreiben aus Moskau wurde in der NATO als Drohung oder zumindest als Warnung verstanden. Stefan Niemann erklärt die Hintergründe und berichtet über gemischte Signale, die Russland nach einem bekannten Muster aussendet. Ukraines Präsident Selenskyj hat am Mittwoch überraschend Verteidigungsstellen der Streitkräfte im Donbass besucht. Damit will er vermutlich die Moral der Truppe als auch der Zivilbevölkerung heben, hat sie doch etliche schlechte Nachrichten zu verkraften. So sinkt etwa die Zahl einsatzfähiger Kampfflugzeuge in der Ukraine, zum anderen nehmen die russischen Angriffe weiter zu. Im Fokus steht derzeit u.a. das ukrainische Stromnetz. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Christian Mölling https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3512860.html Nato bekommt Westfälischen Friedenspreis https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/merz-grundsatzrede-friedenspreis-muenster-100.html Ist die NATO preiswürdig? https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-preis-des-westfaelischen-friedens-ist-die-nato-preiswuerdig-100.html Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: 0630 der Newspodcast https://www.ardsounds.de/sendung/0630-der-newspodcast/urn:ard:show:3073031000d2c031/
- 29.09.202642 min
Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands getroffen. Auch wenn Argumente dagegen sprächen, sei das Treffen des deutschen Außenministers Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in New York richtig gewesen, findet Sarah Pagung. Im Interview mit Host Kai Küstner erklärt die Leiterin des Berliner Büros der Körber Stiftung, warum. Die Häme, die Lawrow hinterher über Wadephul ausgeschüttet hat, war aus ihrer Sicht zu erwarten. Das Treffen habe nochmals bewiesen, dass Russland nicht verhandeln wolle. Pagung analysiert im Interview die russische Strategie im Krieg gegen die Ukraine, erklärt, wie Machthaber Putin versucht, innenpolitische Zweifel an einem russischen Sieg in der Ukraine zu zerstreuen, und sie schätzt ein, unter welchen Umständen Putin eines Tages doch zu Verhandlungen bereit sein könnte. Außerdem geht es um die Frage, wie die europäischen Länder mit Russland und dessen hybriden Angriffen umgehen sollten. Peter Hornung berichtet darüber, dass Russland das Militär-Budget deutlich erhöhen will und mehr Soldaten rekrutiert. Zumindest hat Ukraines Präsident Selenskyj erklärt, die Russen hätten mit einer weiteren Mobilmachung begonnen. Die Lage in der Ukraine selbst bleibt schwierig. Russland greift u.a. weiterhin die Hauptstadt Kiew und zivile Ziele an – wie etwa die Akademie der Wissenschaften nahe der deutschen Botschaft. Dabei setzt die russische Armee jetgetriebene Drohnen, vor allem Geran 5-Drohnen, ein, die die ukrainische Flugabwehr – bislang - kaum abfangen kann. An der Front bewegt sich wenig – bis auf Geländegewinne der ukrainischen Armee im Zuge der “Operation Vivaldi”. Peter erklärt, was dahintersteckt. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Sarah Pagung: https://www.ndr.de/audio-3506100.html Wadephul rechtfertigt in der ARD sein Treffen mit Lawrow: https://www.tagesschau.de/video/video-1656186.html Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Es ist der einzige Ort auf diesem Planeten, wo Kriegsgegner und Todfeinde ohne Vorbedingungen und lange Verhandlungen zusammenkommen können und dies auch regelmäßig tun: das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zu Zeiten der Generaldebatte in der Generalversammlung der UN. Peter Hornung spricht über die Auftritte von US-Präsident Trump und Irans Präsident Pezeshkian sowie des ukrainischen Präsidenten Selenskyj vor der versammelten Weltgemeinschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Ukraine wechselt Stefan Niemann wieder auf die Analyse-Ebene und beleuchtet den Wirbel um Trumps Einladung von Russlands Herrscher zum G20-Gipfel im Dezember in Miami. Dass Putin dort wieder mit am Tisch sitzen könnte, sorgte für Befremden in Brüssel und Berlin. Es gebe für die Bundesregierung "angesichts des Krieges in der Ukraine keine Normalität im Umgang mit Russland", sagte Regierungssprecher Kornelius. Diplomatischen Bemühungen um eine Teilwaffenruhe in der Ukraine erteilte Russlands Außenminister Lawrow derweil eine Absage. Europa wolle so eine Pause doch nur, um die Ukraine in der Zwischenzeit "mit Waffen vollzupumpen". Wenn der ukrainische Präsident mit Putin sprechen wolle, dann solle er nach Moskau kommen. Selenskyj lehnt das ab, will jeden Anschein einer Kapitulation vermeiden. Bei erneut heftigen russischen Luftangriffen auf ukrainische Städte und Schiffe gab es Tote und Verletzte und erhebliche Schäden an kritischer Infrastruktur. Entlastung an der Front durch die erfolgreiche Gegenoffensive bei Lyman meldet die Ukraine im Donbass. Im Schwerpunkt spricht Peter mit Dr. Timo Graf vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr über das Sicherheits- und Verteidigungspolitische Meinungsbild 2026. Die Deutschen sind abwehrbereiter als viele glauben, ist eine der Erkenntnisse dieser jährlich durchgeführten Studie im Auftrag des Verteidigungsministeriums. Russland wird immer mehr als Bedrohung wahrgenommen und wenn es zu einem Angriff käme, wären viele bereit, zur Waffe greifen. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Timo Graf, Militärexperte: https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3498940.html Tagesschau-Artikel von Kai Küstner und Stefan Niemann über die ukrainische Flugabwehr an den Küsten des Scharzen Meeres und zu den Versuchen der Ukraine, Abwehrdrohnen gegen Russlands schnelle, jetgetriebene Drohnen zu entwickeln: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-schnelle-drohnen-100.html Podcast-Tipp: Was tun, Herr General? Der Podcast zum Ukraine-Krieg: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9e2802da7a728a79/ Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
- 22.09.202657 min
So nahe dran waren sie wohl noch nie: Auf ihrer Ukrainereise konnten Kai Küstner und Stefan Niemann Abwehrstellungen der ukrainischen Armee besuchen und haben dort miterlebt, wie russische Angriffe abgewehrt wurden. Doch die Gefahr wird immer größer - durch superschnelle Drohnen vom Typ Geran 4 und Geran 5, durch jetgetriebene Gleitbomben und durch kleine, kostengünstige Marschflugkörper. "Warum kann sich die Ukraine derzeit noch nicht hinreichend gegen den Terror aus der Luft verteidigen?" fragen sie denn auch den Sprecher ukrainischen Marine. Man arbeite daran, auch neue Gefahren abzuwehren, sagt er. Dennoch ist klar: Der Ukraine fehlt es vor allem an Abwehrraketen. Kai und Stefan haben in Kiew auch mit dem neuen deutschen Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, gesprochen. Der Diplomat ist seit August im Land. "Unsere Interessen hier sind, dass die Ukraine als demokratischer und unabhängiger Staat überlebt." Ruge schildert die Arbeit der deutschen Botschaft im Krieg und blickt auf den kommenden Winter. Alle erwarteten, dass dieser schwierig werde. Aus seiner Sicht ist das Kalkül von Russlands Machthaber Putin, die Infrastruktur noch weiter zu beschädigen, die Versorgung der Menschen damit schwieriger und so politisch einen Unterschied zu machen. Dies sei, so der deutsche Botschafter, aber ein "komplette Fehlkalkulation". Ruge spricht im Interview auch über die Erwartungen der Ukrainer an Deutschland und die NATO. Das Verständnis in der Ukraine sei auch, dass sie nicht nur "Empfänger von Hilfsleistungen" ist, sondern mit ihrem Kampf gegen Russland zur europäischen Sicherheit beiträgt. Der Diplomat erklärt, welche rote Linien es für die Bundesregierung bei der Unterstützung der Ukraine gibt und er spricht über die Rolle der Europäer und der USA in diesem Krieg. Alles, was die Bundesregierung, die NATO und die EU täten, ziele darauf ab, den Einstieg in Verhandlungen zu ermöglichen, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden. "Aber eben nicht um den Preis der Aufgabe der Ukraine als unabhängiger und souveräner Staat." Ruge glaubt, dass Russland den Krieg, so wie es ihn bislang geführt hat, nicht endlos weiterführen kann. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Weitere Informationen: Interview mit Botschafter Boris Ruge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3492022.html Schifffahrt unter Attacke: Das ukrainische Getreide steckt fest https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-export-getreide-100.html Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: Welt.Macht.China https://1.ard.de/weltmachtchina?cp Kontakt zum Lyzeum 90 in Odessa: sc-90@ukr.net
Die Hosts von Streitkräfte und Strategien, Stefan Niemann und Kai Küstner, melden sich in dieser Folge direkt aus der Ukraine, genauer gesagt aus Odessa. Sie berichten über ihren Aufenthalt und das Leben im Krieg, das geprägt ist von dauerndem Drohnen- und Raketenalarm. Den gab es auch, als Stefan und Kai den Podcast aufgenommen haben. Vorher hatten die beiden eine stark beschädigte Schule besucht, mit Schülerinnen und Schülern gesprochen. Ein Hauptziel der russischen Armee ist der Hafen von Odessa, der fast vollständig blockiert ist. Das hat Folgen für die Landwirtschaft und den Export von Weizen. Stefan und Kai haben mit einer Sondergenehmigung eine Patrouille der ukrainischen Marine begleitet, die ebenfalls russischen Drohnen ausgesetzt ist. Gegen Shahed-Drohnen der neuen Generation fehlen der Crew Mittel, um sie abzufangen. Zum Schluss dieser Ausgabe schildern Stefan und Kai, wie die Menschen versuchen, sich vom Krieg abzulenken – mit einem Besuch der Oper. Allerdings muss auch der wegen Luftalarms immer wieder unterbrochen werden. Trotzdem ist die Vorstellung am Donnerstag fast ausverkauft. Ein Cellist sagt: „Es ist wie Protest, Widerstand gegen den Krieg. Ich denke, das sind Protestgefühle bei den Menschen und deshalb kommen sie, um trotz allem sich als Menschen zu fühlen. Selbst der Krieg kann sie nicht aufhalten und ihnen die normale Lebensweise nicht nehmen!” Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: Weltspiegel: https://1.ard.de/weltspiegelpodcast?cp=sus
Am Sonntag hat eine russische Drohne einen ukrainischen Passagierzug nahe der polnischen Grenze angegriffen. Kai Küstner und Peter Hornung sprechen in dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien darüber, dass Bahnlinien in der Ukraine immer häufiger zum Ziel der Attacken aus Russland werden. Ohnehin erlebt die Ukraine gerade Drohnenangriffe von beispielloser Intensität. Besonders schwer abzuwehren sind die vom neuesten Typ Geran 5, wie der Drohnenexperte Julian Röpcke berichtet. Außerdem blickt Peter auf die Lage im Nahen Osten. Nach der Straße von Hormus ist nun eine andere Meeresstraße in den Fokus gerückt - Bab al-Mandab im Süden der arabischen Halbinsel. Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um die nukleare Bedrohung. Seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 ist aus Sicht des Wissenschaftlers Florian Gering die Gefahr des Einsatzes von Kernwaffen und die Bedrohung von AKW durch militärische Angriffe gewachsen. Im Interview mit Kai Küstner spricht der Experte vom Bundesamt für Strahlenschutz über den Kernwaffen-Teststopp-Vertrag, der in diesen Tagen 30 Jahre alt wird, Atomtests verbietet und helfen soll, den Einsatz und die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Auch wenn es wegen fehlender Unterschriften aller Staaten bis heute nicht in Kraft ist, entfaltet das Abkommen aus Sicht von Gering eine sehr deutliche Wirkung. "Seit 1996 gab es nur noch eine Handvoll Kernwaffentests. In den Jahrzehnten zuvor hatten wir einige tausend Kernwaffentests." Das liege auch an einem mittlerweile sehr umfassenden Überwachungsnetzwerk. Der Wissenschaftler erklärt, welche Rolle dabei das Bundesamt für Strahlenschutz spielt und welche Verfahren es gibt, um Kernwaffentests weltweit nachzuweisen. Außerdem geht es im Interview um die Frage, ob die Bevölkerung in Deutschland auf einen derzeit noch sehr theoretisch scheinenden, nuklearen Angriff ausreichend vorbereitet wäre. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de weitere Informationen: Interview mit Dr. Florian Gering https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3478408.html Der Atomwaffen-Teststopp-Vertrag https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2026/010.html Russlands Drohnenangriff nahe NATO-Gebiet https://edition.cnn.com/2026/09/14/europe/russia-drone-strike-ukraine-poland-rail-nato-diplomacy-intl Programmtipp: NDR Info Live Podcast zur "Hamburger Woche der Pressefreiheit" https://1.ard.de/livepodcast Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
- 11.09.202645 min
Der bundesweite Warntag diese Woche ist Anlass, in Streitkräfte und Strategien eine zentrale Frage zu stellen: Wie gut sind wir in Deutschland auf einen Krisen- oder gar Kriegsfall vorbereitet? Anna Engelke spricht darüber mit Oberst Armin Schaus, dem Abteilungsleiter "Zivil-militärische Zusammenarbeit" im Operativen Führungskommando der Bundeswehr. Er erklärt den "Operationsplan Deutschland", der das Land auf hybride Bedrohungen, Krisen und Krieg vorbereiten soll. Dieser Plan soll "alarmieren, aber nicht alarmistisch sein". Wichtig sei, dass sich jeder Einzelne im Land gedanklich und auch ganz praktisch vorbereite nach dem Motto: "Vollkasko ist da, aber du hast Selbstbeteiligung". Peter Hornung berichtet über die Lage in der Ukraine und die im Nahen Osten. Die Ukraine leidet weiterhin unter heftigen Angriffen aus Russland – vor allem mit strahlengetriebenen, schnellen Drohnen, die immer schwerer abzufangen sind. Weil dem Land die Patriot-Abwehrraketen ausgegangen sind und es auch an Luft-Luft-Raketen mangelt, versuchen ukrainische Kampfpiloten in waghalsigen Manövern solche Angriffe abzuwehren - mit ihren Bordkanonen. Eine russische Drohne war es auch, die angeblich dem Flugzeug von Präsident Selenskyj beim Abflug von Moldaus Hauptstadt bedrohlich nahegekommen sei. Unklar allerdings bleibt, wie groß die Gefahr tatsächlich war. Die Ukraine demonstriert erneut, dass sie in der Lage ist, Ziele auch in den entferntesten Ecken des europäischen Teils von Russland zu treffen - wie diese Woche zwei Gasanlagen in der Nähe des Polarkreises, fast 3.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Oberst Armin Schaus https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3471832.html Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe / Ratgeber https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/Medienpaket-Ratgeber-BBK/medienpaket-ratgeber-bbk_node.html) Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: NDR Talk-Format "OHA!" Reservist trifft Friedensaktivistin https://www.ndr.de/fernsehen/oha-120.html
- 08.09.202648 min
Im heutigen Schwerpunkt geht es um 9/11, die Terroranschläge vom 11. September 2001, die sich in diesen Tagen zum 25. Mal jähren. Und um bislang unbekannte Erkenntnisse gleich zu Beginn der Anti-Terror-Mission in Afghanistan. Der NDR-Autor Christoph Heinzle hat mit einem ehemaligen Soldaten des Kommandos Spezialkräfte, KSK, gesprochen, der in einer Nacht- und Nebelaktion im November 2001 mit einem Kameraden in der Taliban- und Al Kaida-Hochburg Südafghanistan abgesetzt wurde. Um dort auszuloten, wie man den Amerikanern beim Anti-Terrorkampf helfen könnte. Heikel daran war: Niemand wusste von diesem Vorauskommando, auch nicht der Bundestag. Der erst 2 Tage, nachdem die beiden KSK-Männer sich auf den Weg machten, über den Anti-Terror-Einsatz abstimmte. Das beleuchtet Christoph im Gespräch mit Host Kai Küstner ebenso wie die Frage: Ob sich aus 20 Jahren Afghanistan überhaupt Lehren ziehen lassen für die Abschreckung Russlands und den neuen Fokus auf Landes- und Bündnisverteidigung. Mit Stefan Niemann analysiert Kai den Besuch der US-Sondergesandten Wittkoff und Kushner in Moskau und Kiew. Es gab keine konkreten Ergebnisse, die Amerikaner machten aber deutlich, dass sie – wie Putin – bei künftigen Verhandlungen die Europäer nicht mit am Tisch haben wollen. Stefan schildert den russischen Drohnenangriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes am vergangenen Freitag mitten in Kiew, der offenbar dem SBU-Chef gegolten hat. Eine Machtdemonstration Moskaus kurz vor den Friedensverhandlungen. Im Nahen Osten widersprechen sich die Angaben der Kriegsparteien zur Lage in der Straße von Hormus. Von einer Normalisierung des internationalen Schiffsverkehrs kann keine Rede sein, nur sehr wenige Frachter und Tanker wagen die immer noch gefährliche Durchfahrt. Die anhaltenden Luftschläge der US-Streitkräfte haben die militärischen Möglichkeiten der iranischen Revolutionsgarden allerdings merklich vermindert. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Heikle Geheim-Mission - neue Erkenntnisse zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/bundeswehr-afghanistan-186.html Podcast-Tipp: Pearl Harburg - Deutschland nach 9/11 https://1.ard.de/Pearl_Harburg?cp=sus Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
- 04.09.202642 min
Es bestehen "kaum Zweifel", dass der Anschlagsversuch von Leipzig "für Russland geplant und ausgeführt wurde". Das sagt der Investigativjournalist Jörg Diehl im Gespräch mit Host Kai Küstner. Nachdem die Bundesregierung am Dienstag eindeutig Russland als Verantwortlichen für den Angriff am Flughafen Leipzig Anfang August benannt hatte, gab es zunächst Kritik, sie habe nicht genug Beweise vorgelegt. Doch Recherchen fördern zutage, dass die Ermittler zwei Tatverdächtige mit Verbindungen nach Russland im Visier haben. Auch die Art des Sprengstoffs deute in Richtung Moskau, weil der sich nicht selbst herstellen lasse, erläutert Jörg Diehl, der die Recherche-Kooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung leitet. Er kommt zu dem Schluss: Russland führt einen hybriden Krieg gegen Deutschland. "Und zwar seit vielen Jahren". Der Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag liege schon mehr als 10 Jahre zurück. Doch Konsequenzen wurden daraus nicht gezogen. Dass man die Sicherheitsmaßnahmen nicht verbessert habe, räche sich jetzt. Stefan Niemann beleuchtet und bewertet Deutschlands "Vergeltungsmaßnahmen", Russlands Reaktionen darauf sowie die Äußerungen von EU und NATO. Das Bündnis rechnet mit weiteren Sabotage-Aktionen Russlands, ungewöhnlich konkret warnt Dänemarks Geheimdienst die Bürger des Landes. Die Einwohner Kiews und Odessas erleben eine Woche pausenloser russischer Luftangriffe, die inzwischen auch am helllichten Tag erfolgen und die Zivilbevölkerung zermürben sollen. Vor allem die Abwehr der schnellen jetgetriebenen Shahed-Drohnen stellen die Luftabwehr der Ukraine vor Herausforderungen. Aber auch Russlands Luftraum werde künftig nicht mehr sicher sein, warnte Woldymyr Selenskyj und kündigte an, künftig bis zu 1.000 Drohnen ins Hinterland des Aggressors zu schicken. Erste Airlines streichen ihre Flüge nach Russland und ändern ihre Flugrouten. Im Nahen Osten flammt der Krieg zwischen dem Iran und den USA wieder auf. Bei Angriffen auf Stellungen im Südiran ist auch eine Hochzeitsfeier getroffen worden – es gab Tote und Verletzte. Teheran spricht von einer Gräueltat, Washington will den Vorfall untersuchen. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Weitere Informationen: Drohnenangriff Leipzig – zwei Tatverdächtige. Was bisher bekannt ist https://www.sueddeutsche.de/politik/leipzig-drohnen-anschlag-sprengstoff-russland-ermittlungen-low-level-agenten-hybrider-krieg-li.3540108 Brandanschlag bei Rüstungsfirma - auch hier wird Verwicklung Russlands vermutet https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/brandanschlag-muenchen-verdacht-geheimdienst-russland-100.html Podcast-Tipp: 11KM -der tagesschau-Podcast https://www.ardsounds.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/ Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
- 01.09.202644 min
Vier Wochen liegt der Anschlagsversuch mit Sprengstoffdrohnen am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Nun reicht die Beweislage offenbar aus, um einen russischen Geheimdienst als verantwortlich zu benennen. Stunden vor der noch für Dienstag erwarteten Erklärung der Bundesregierung besprechen die Hosts Stefan Niemann und Kai Küstner, mit welchen Maßnahmen Deutschland auf die andauernden Bedrohungen durch Russland reagieren könnte. Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um Russlands systematische Angriffe auf ukrainische Zivilisten in der Stadt Cherson. Dort harren noch etwa 60.000 Menschen aus obwohl russische Drohnenpiloten von jenseits des Flusses Dnipro aus regelrecht Jagd auf die Bewohner der Stadt machen. In Chatrooms der Angreifer ist zynisch von "Safaris" die Rede - dabei geht es um Kriegsverbrechen. Rebecca Barth hat mit einem Fernsehteam des ARD-Studios Kiew die gefährliche Reise nach Cherson gewagt und schildert Stefan ihre Eindrücke. Kai Küstner spricht in der aktuellen Lage darüber, wie Russland versucht, die Ukraine zu einem nicht mehr lebenswerten Land zu machen - durch den Entzug der wirtschaftlichen Grundlagen und die Zerstörung der Infrastruktur. Massive russische Luftangriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen können von der ukrainischen Armee kaum mehr abgefangen werden, weil ihr die Abfangraketen fehlen. Unterdessen darf Russlands Vertreter erstmals seit langem wieder beim Treffen beim Treffen der G20- Finanzminister mit am Tisch sitzen, weil die Amerikaner ihn eingeladen haben. Angeblich steht diese unerwartete Einladung im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen von US-Präsident Trump. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Ärger über russische Teilnahme an G20-Finanzministertreffen https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/g20-finanzminister-treffen-100.html Cherson: Menschenjagd mit Drohnen (ARD Morgenmagazin) https://1.ard.de/MoMa_Cherson_Menschenjagd_mit_Drohnen Drohnen und Sabotage: Wie sicher sind unsere Häfen? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6b876cba9bf9c30a/ Podcast-Tipp: "Stabile Zeitenlage" https://www.youtube.com/playlist?list=PLkKDSXRppVa6ANMoQbWdwcwm0CMpFdoFF https://www.tiktok.com/@tagesschau Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Diese Woche hat der Chef des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes, Ratcliffe, Moskau besucht. Warum, darüber wird spekuliert. Zeitungen berichten, der CIA-Direktor habe Russland vor einem möglichen Angriff auf die NATO gewarnt. Für den Militärhistoriker Sönke Neitzel ist es zumindest ein Hinweis darauf, dass die westliche Allianz eine Eskalation mit Russland für möglich hält. "Und dass das so öffentlich gemacht wird, (…) ist meines Erachtens schon Teil einer amerikanischen Strategie, die eigentlich für uns ganz positiv ist, weil (…) Trump ja vielfach den Artikel 5, die Beistandsklausel der NATO, infrage gestellt" hat, sagt Neitzel im Interview mit Host Anna Engelke. Im Bündnis werde darüber diskutiert, ob Russlands Machthaber Putin den Krieg gegen die Ukraine weiter eskaliert. Neitzel bewertet im Interview die Aussagen von Bundeskanzler Merz, der Urhebern hybrider Angriffe drohte. Der Militärhistoriker analysiert die geplanten Änderungen am BND-Gesetz und erklärt, dass die Bundeswehr aus seiner Sicht grundlegend reformiert werden muss. Und: Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn im Nahen Osten ordnet Neitzel im Podcast auch die aktuelle Situation ein. Die USA, größte Militärmacht der Welt, stehe "wie ein begossener Pudel da". Im Ukraine-Krieg gibt es keine dramatischen Veränderungen an der Front. Stefan Niemann analysiert die Lage im Donezk am Beispiel der Stadt Kramatorsk. Wolodymyr Selenskyj plane, die Truppen in dieser Region neu aufzustellen und zu verstärken. Am Rande der Feierlichkeiten zum ukrainischen Unabhängigkeitstag hat die Koalition der Willigen der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Künftig dürfen die Marschflugkörper britisch-französischer Bauart (Storm Shadow und Scalp) in der Ukraine produziert werden. Das trägt zur Verschärfung des Streits zwischen Moskau und London bei - unverhohlen droht Russland inzwischen mit Angriffen auf britische Rüstungsunternehmen. Eine Eskalation an der diplomatischen Front. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Militärhistoriker Sönke Neitzel https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3444524.html Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: Hateland - "Die Schill Show" https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/
- 21.08.202661 min
Die Nächte für die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt sind derzeit besonders zermürbend. Immer wieder greift Russland Kiew mit ballistischen Raketen an, die die Ukraine wegen des Mangels an entsprechenden Waffen nicht abwehren kann. Im Gespräch mit Host Anna Engelke schildert Denis Trubetskoy, wie die Menschen in der Hauptstadt mit der ständigen Bedrohung leben. Auf den schwersten Kriegswinter, sagt der ukrainische Journalist, folgte der schwerste Kriegssommer. Dem kommenden Winter schauen die Menschen mit großer Sorge entgegen, besonders wegen der angeschlagenen Strom- und Wasserversorgung. Doch der Präsident der Ukraine steht nicht nur wegen des russischen Angriffskrieges unter Druck, sondern auch innenpolitisch. Selenskyj befinde sich wegen der Entlassung des Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov und der daraus resultierenden Proteste in der größten innenpolitischen Krise, meint Trubetskoy. Mit seiner Forderung nach Neuwahlen habe sich Fedorov aber ins Abseits gestellt. Die Ukrainer blickten mit einer großen Ambivalenz auf die Durchführung von Wahlen mitten im Krieg. Die Lage in verschiedenen Frontabschnitten, wo Russlands Truppen trotz teilweise heftiger Gefechte kaum nennenswerte Geländegewinne machen können, schildert Stefan Niemann. Nahezu wehrlos wirkt die ukrainische Luftverteidigung dagegen bei den massiven Angriffen mit Iskander-Raketen und Marschflugkörpern wie zuletzt auf Kiew. Der chronische Mangel an Patriot PAC-3 Abwehrraketen kostet Tag für Tag Menschenleben. Die von einem rumänischen F-16 Kampfjet abgeschossene schwimmende Sprengstoffdrohne unweit einer Gasförderplattform am Schwarzen Meer zeigt der NATO, wie leicht ihre Verteidigungsfähigkeit zu testen ist. Bukarest macht Moskau für den gefährlichen Zwischenfall verantwortlich. Russlands Außenminister hatte westliche Länder unlängst gewarnt: wer die Ukraine unterstütze, müsse mit schärferen Maßnahmen rechnen. Zuletzt stellte der Kreml Großbritannien an den Pranger, weil dort hergestellte Drohnen bei ukrainischen Angriffen auf Russland zum Einsatz gekommen sein sollen. Auch im Ostseeraum wachsen die Spannungen. Russland entsandte erneut ein Kriegsschiff vor die Küste Fehmarns, mutmaßlich um seine Schattenflotte zu schützen. Ein Blick in den Nahen Osten zeigt, dass auch nach Ablauf der 60-Tage Frist die Beendigung des Iran-Krieges in weiter Ferne liegt. Das Regime in Teheran trotzt allen Drohungen Trumps – der US-Präsident wirkt rat- und planloser denn je. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Denis Trubetskoy https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3431500.html Debatte über Neuwahlen in der Ukraine https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-debatte-wahlen-100.html Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: Springerstiefel - Alpha oder Täter? https://1.ard.de/springerstiefel_s3?streitkraefte
- 14.08.202656 min
Der Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen Anfang August hat in Deutschland für Aufregung und Besorgnis gesorgt und eine Diskussion über die Abwehr solcher und hybrider Angriffe ausgelöst. Im Interview mit Host Stefan Niemann spricht der Sicherheitsexperte Nico Lange über die aus seiner Sicht immer noch mangelhafte Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen. Man sei “an einer Katastrophe knapp vorbeigeschlittert, aber nicht, weil wir sie verhindert hätten oder abgewehrt hätten, sondern nur durch zufällige Umstände, möglicherweise einen technischen Defekt.” Der Gründer des Instituts für Risikoanalyse und Internationale Sicherheit (IRIS) bemängelt, die notwendige Sensorentechnik sei längst vorhanden, aber die Politik hinke hinterher. Daran ändere auch der neugeschaffene Nationale Sicherheitsrat wenig. Laut Lange passt die Sprengstoffdrohne zu Russlands gezielter hybrider Kriegführung gegen Staaten, die die Ukraine unterstützen. Deutschland müsse da deutlich wehrhafter werden. Man müsse damit rechnen, dass Russlands Machthaber möglicherweise noch in diesem Jahr testen will, ob die NATO wirklich zusammenhält, und zwar “nicht mit dem Angriff einer riesigen russischen Streitmacht, sondern mit einer Kombination aus hybriden und versteckten Angriffen und vielleicht kleinen, kurzen Vorstößen auf NATO-Gebiet.” Derweil geht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert weiter. Die ukrainische Armee wehrt sich mit Attacken im russischen Hinterland auf Ölraffinieren und Lager des Versandhändlers Wildberries. Zugenommen haben in den vergangenen Wochen auch gegenseitige Angriffe auf Schiffe und Häfen, berichtet Astrid Corall. Dadurch leide der wichtige Export von Getreide. Ukraines Präsident Selenskyj hat nach eigenen Angaben den US-Amerikanern Vorschläge zur Beendigung des Krieges vorgelegt, Details sind bislang nicht bekannt. Er fordert aber erneut mehr Unterstützung bei der Flugabwehr – und bittet die USA, der Ukraine mindestens fünf Prozent ihrer Raketenbestände zu verkaufen. Astrid berichtet auch über Berichte, wonach Russland nach der Parlamentswahl im September eine Mobilmachung plant, über die gestiegene Zahl der im Krieg getöteten Zivilisten und sie wirft einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und in der Straße von Hormus. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Nico Lange https://www.ndr.de/audio-3417806.html Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp : REICH - Das Geschäft mit dem Zweifel: https://1.ard.de/REICH
Was ist vom Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch geblieben? Dieser Frage geht Peter Hornung im Schwerpunkt mit dem Krisenreporter Can Merey nach. Vor fünf Jahren, am 15. August 2021, haben die Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen, die letzten Bundeswehrsoldaten hatten ihren Stützpunkt im Norden des Landes einige Wochen zuvor verlassen. Merey ist gerade von einer Reise nach Kunduz zurückgekommen, wo es über Jahre ein deutsches Feldlager gab. Er schildert seine Eindrücke aus einer Gegend, in der man sich durchaus noch an die Deutschen erinnert - wenn auch mit sehr gemischten Gefühlen. Als Symbol für den deutschen Einsatz könne die von der Bundeswehr gebaute Mischa-Meier-Brücke dienen, sagt Merey. Die liegt längst zerbrochen in dem Fluss, über den sie einmal führte. Zwischen dem Iran und Oman soll es Einigung über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geben. Bislang sind nur Eckpunkte bekannt, die das Regime in Teheran stärken würden. Wegen des Krieges im Iran sind die Raketen-Bestande der USA laut Medienberichten deutlich geschrumpft. Vor allem der begrenze Bestand an Patriot-Raketen hat auch Folgen für die Ukraine, berichtet Astrid Corall. Das Land kann sich nur noch sehr schwer gegen russische Raketen-Angriffe wehren. Eine deutliche Zunahme sieht die Ukraine auch ei Attacken auf Schiffe im Schwarzen Meer und in Häfen, die Sorge vor Auswirkungen für die globale Ernährungssicherheit wächst. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: Machtfragen - Das sicherheitspolitische Update https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5342.html
- 31.07.202645 min
Im Krieg mit Russland trifft die ukrainische Armee vermehrt Ziele im russischen Hinterland. Besonders im Visier: Versandzentren und Lager der Firma "Wildberries", des russischen Pendants zu Amazon. Mehr als ein Dutzend von ihnen wurden von ukrainischen Drohnen in Brand geschossen: ein gewaltiger Schaden, den auch russische Verbraucherinnen und Verbraucher spüren. Denn mit "Wildberries" kommen bislang Konsumgüter aller Arten in alle Regionen des größten Landes der Erde. Im Nahen Osten ist es gerade der Iran, der den Krieg mit den USA befeuert - unter anderem durch einen Angriff auf eine US-Luftwaffenbasis in Jordanien. Gleichzeitig rückt das Rote Meer in den Mittelpunkt des Interesses. Dort greifen die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen Öltanker mit Raketen und Drohnen an, nachdem sie zuvor eine Blockade dieses wichtigen Seeweges verkündet hatten. Sollte das Rote Meer tatsächlich nicht mehr passierbar sein, hätte das weitere schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe beschäftigt sich Achim Gutzeit mit weitreichenden Waffensystemen, mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Achim erklärt unter anderem, ob mit dem von der Bundesregierung geplanten Kauf von US-Mittelstreckenwaffen des Typs Tomahawk die vielzitierte Abschreckungslücke der Europäer geschlossen wird und wie es um das am Rande eines NATO-Gipfels 2024 beschlossene europäische Rüstungsprojekt Elsa bestellt ist. Er geht der Frage nach, wie europäische Staaten die Ukraine unterstützen, wie sich das von Russland angegriffene Land mit Drohnen verteidigt und wie weit die Bundeswehr beim Thema Drohnenentwicklung ist. Weitere Informationen: Zum Schwerpunkt weitreichende Waffensysteme: https://www.bmvg.de/de/aktuelles/deutsch-norwegischer-seeziellenkflugkoerper-geplant-5807888 https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/07/08/ukraine-ambassador-do-not-assume-russia-has-lost-war/ https://defence-network.com/deutschland-deep-strike-drohnen-ukraine/ https://www.hartpunkt.de/franzoesische-tiefenwirkung-ein-ueberblick-ueber-franzoesische-entwicklungsprojekte-fuer-waffensysteme-grosser-reichweite/ https://www.youtube.com/watch?v=6GNvAr20tUg Interview mit Luft und Raumfahrt-Ingenieur Dr.-Ing. Markus Schiller https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3390464.html Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Unser Seh-Tipp: STABILE ZEITENLAGE auf dem YouTube- und TikTok-Kanal der tagesschau YouTube: Was, wenn Russland in der Ostsee die NATO angreift? https://1.ard.de/STABILE_ZEITENLAGE_YT?p=sus TikTok: Wetten auf Krieg? https://1.ard.de/Wetten_auf_Krieg?p=sus



















