Tagesgespräch

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
100
20.10.2026
Beschreibung
Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.
Häufig erwähnt
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Episoden
  1. Die künstliche Intelligenz versteht nicht, was wir fragen. Sie hat bloss gelernt, Antworten zu geben. Darum spreche sie auch von «künstlicher Kommunikation» statt «künstlicher Intelligenz», sagt die Soziologin Elena Esposito bei Simone Hulliger. Elena Esposito wird im November der Balzan-Preis verliehen, ein sehr bedeutender Wissenschaftspreis. In der Würdigung steht, sie sei die Wissenschaftlerin, die am meisten dazu beigetragen habe, dass wir verstehen, was digitale Technologie in der Gesellschaft bewirkt. Was passiert, wenn wir mit Maschinen kommunizieren, die uns nicht verstehen? Wo sieht sie die echten Gefahren der rasanten technologischen Entwicklung? Die Soziologin Elena Esposito ist Professorin an den Universitäten Bielefeld und Bologna.

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  2. Verkauf und Verwendung von lautem Feuerwerk will die Feuerwerksinitiative verbieten. Erlaubt bleiben Vulkane oder bengalische Streichhölzer und grosse Feuerwerke an Silvester oder am 1. August. Am 29. November wird über die Initiative abgestimmt. Entstanden ist die Feuerwerksinitiative aus Bürgerkreisen. Getragen wird sie hauptsächlich von Tierschutzorganisationen wie dem Schweizer Tierschutz, aber auch Jäger oder die Lärmliga Schweiz sprechen sich dafür aus. Das Verbot von Raketen und Böllern soll in die Verfassung geschrieben werden und für die ganze Schweiz gelten. Feuerwerk verursache Lärm, belaste die Umwelt, setze Tiere in Panik und verursache Abfall. Dagegen wehren sich die Gegnerinnen und Gegner. Sie warnen vor einer Überregulierung und Bevormundung der Menschen. Denn schon jetzt können Gemeinden und Kantone Einschränkungen und Feuerwerksverbote erlassen. Kilian Baumann, Nationalrat der Grünen und Bettina Balmer, Nationalrätin der FDP diskutieren in der Abstimmungskontroverse bei Matthias Baumer

    • Köln-Bonn
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  3. Ende November stimmen wir über eine höhere Mehrwertsteuer ab zu Gunsten der 13. AHV-Rente. Wie fair ist die Lösung? Kritische Fragen an Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider. Sie äussert sich auch zu Social Media. Für sie ist es eine Option, Tiktok und Co. in den Nachtstunden für Junge zu sperren. Diesen Dezember erhalten Seniorinnen und Senioren erstmals die 13. AHV-Rente. Wie sie aber finanziert werden soll, ist noch nicht definitiv entschieden: Ende November stimmen wir ab, ob die Mehrwertsteuer steigen soll zu Gunsten der 13. Rente. Eine erste Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung skeptisch ist. In der Samstagsrundschau verteidigt Bundesrätin Baume-Schneider die Steuererhöhung. Und sie reagiert auf die Kritik der FDP. Diese will das Geld für die 13. Rente unter anderem mit Sparmassnahmen beim Bund aufbringen und wirft dem Bundesrat fehlenden Sparwillen vor. Thema in der Sendung sind auch die Regeln für Social Media. Diese Woche hat der Bundesrat beschlossen: Für Tiktok, Instagram, Facebook und Co. braucht es Jugendschutz-Vorgaben. Wie weit diese gehen sollen, müssen Elisabeth Baume-Schneider und Medienminister Albert Rösti bis nächsten Sommer noch festlegen. Baume-Schneider ist für spürbare Massnahmen - so kann sie sich zum Beispiel vorstellen, dass Social-Media-Plattformen Jugendlichen die Nutzung in den Nachtstunden verbieten müssten. Auch zu den Krankenkassenprämien äussert sich die Innenministerin. Was unternimmt sie gegen Missstände im Gesundheitswesen, die die Kosten in die Höhe treiben - zum Beispiel, indem Rabatte nicht an die Krankenkassen und somit an die Prämienzahlenden weitergegeben werden? Oder gegen unnötige Arztkonsultationen? Und: Hält der Bundesrat dem Druck der Pharmaindustrie stand? Die Pharma nämlich will, dass der Bundesrat die vom Parlament eigentlich beschlossenen Rabatte auf umsatzstarke Medikamente auf die lange Bank schiebt.

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  4. Wir leben in einer Welt des Umbruchs, sagt der Historiker Brendan Simms. Die Grossmachtpolitik sei zurück, doch wir haben verlernt, damit umzugehen. Die Welt sei daher gefährlicher geworden. Brendan Simms ist zu Gast bei Simone Hulliger. In seinem aktuellen Buch «The Return of the Great Powers» spricht Simms von 4 Grossmächten: USA, China, Russland und Grossbritannien. Diese konkurrierten allerdings nicht um die Vorherrschaft, viel mehr sieht er zwei Ordnungen, die einander gegenüberstehen: eine eurasische und eine westliche. Aktuell werde die grosse Politik von den Spannungen zwischen diesen beiden Ordnungen bestimmt. Er erzählt, welche Rolle die EU in diesem Wettbewerb der Grossmächte spielt, wie sich die Schweiz positionieren soll und warum er trotz allem zuversichtlich bleibt. Der Ire Brendan Simms leitet das Zentrum für Geopolitik an der Cambridge Universität in England.

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  5. Der Weinkonsum geht seit Jahren zurück, die Preise für Trauben sind im Keller. Mit dem Winzer Philibert Frick sprechen wir auf seinem Weingut in Bougy-Villars über die Folgen der Krise und wir diskutieren die umstrittenen Gegenmassnahmen. Philibert Frick, Spross einer Zürcher Bankiersfamilie, machte Karriere in der Finanzbranche und als Unternehmer bevor er mit über fünfzig Jahren eine Lehre als Weinbauer begann. Heute produziert er auf seinem Weingut edle Bioweine und engagiert sich für die Anliegen der Schweizer Winzer. Wieso soll der Staat den Winzern noch mehr Geld zahlen? Helfen strengere Importregeln den einheimischen Weinbauern wirklich? Oder wollen die Winzer die Zeichen der Zeit nicht sehen? Roman Fillinger hat Philibert Frick auf seinem Weingut getroffen.

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  6. Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur nehmen auch in der Schweiz zu. Wer steckt dahinter und wie soll die Schweiz damit umgehen? Ivo Capaul forscht am Center for Security Studies an der ETH Zürich und ist zu Gast bei Simone Hulliger. Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine haben Drohnensichtungen in Europa zugenommen, auch in der Schweiz. Wie stark, ist allerdings nicht klar. Auf nationaler Ebene fehlt in der Schweiz ein Lagebild. Es wäre daher wichtig, dass solche Sichtungen über kritischer Infrastruktur gemeldet werden müssen, sagt Capaul. Analog zum Cyberbereich, wo es seit gut einem Jahr eine Meldepflicht bei Cyberangriffen gibt. Dazu brauche es aber auch Detektionssysteme an kritischer Infrastruktur, damit die Drohnen entdeckt und aufgeklärt werden können. Auch bei der Drohnenabwehr sieht er Handlungsbedarf: Es sei in der Schweiz nicht ideal geregelt, wer wann für was zuständig sei. Die Polizei? Das Militär? Oder Private? Ivo Capaul ist Researcher am Center for Security Studies an der ETH Zürich im Bereich Sicherheitspolitik und befasst sich mit Fragen zur hybriden Kriegsführung.

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  7. Die Pariser Sorbonne ist aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Studierenden hätten viel grössere psychische Probleme und Ängste als früher, sagt die Professorin für Zeitgeschichte, Hélène Miard-Delacroix. Der Protest der Schülerinnen und Studenten sei auch ein Konflikt zwischen Generationen. Verzweifelt sei ein grosser Teil der Bevölkerung. Deswegen sei es möglich, dass sich die Proteste auch auf weitere Bevölkerungsgruppen in Frankreich ausdehnen könnten. Die materiellen Forderungen der Schülerinnen und Schüler seien legitim, es fehle tatsächlich an Lehrkräften oder Schulinfrastruktur. Doch die Gründe der Proteste lägen tiefer, auch bei der psychischen Verfassung von jungen Menschen. Sie bangten um ihre Zukunft. KI, Umweltprobleme oder die immense Staatsverschuldung machten ihnen zu schaffen. Es handle sich auch um ein Generationenproblem. Die Jungen hätten das Gefühl, sie würden für die Ausgaben der «Boomer» zur Kasse gebeten. Die Gewalt bei den Protesten – auf beiden Seiten - lägen auch in der Geschichte Frankreichs begründet, sagt die Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Sorbonne. Hélène Miard-Delacroix ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn

    • Sorbonne
    • Marine Le Pen
    • Jean-Luc Mélenchon
  8. Die Affäre um den Tessiner Regierungsrat Claudio Zali hat sich zu einer der grössten politischen Krisen der jüngeren Tessiner Geschichte entwickelt. Was ist genau passiert? Wer ist Claudio Zali und was hat der Fall für Folgen. Der Tessiner Journalist Gerhard Lob ordnet ein. Die sogenannte Causa Zali hat die Tessiner Institutionen in diesem Jahr erschüttert. Im Zentrum stehen zwei Strafverfahren gegen den ehemaligen Lega-Regierungsrat, ein heimlich aufgenommenes und veröffentlichtes Telefongespräch, der rätselhafte Tod einer Frau im Luganersee sowie grundsätzliche Kritik am Funktionieren der Institutionen. Im Tagesgespräch ordnet der langjährige Tessin-Kenner und Journalist Gerhard Lob die Ereignisse ein. Er erklärt, was letztlich zum Rücktritt von Regierungsrat Claudio Zali führte und welche Lehren der Kanton Tessin aus der Affäre ziehen sollte. Gerhard Lob ist zu Gast bei Iwan Santoro.

    • Zali
    • Claudio Zali
    • Sali
  9. Nach der Rücktrittsankündigung von Bundespräsident Guy Parmelin sucht die SVP eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Fraktionspräsident Thomas Aeschi nimmt Stellung zu den Ansprüchen, die jetzt an die Adresse seiner Partei formuliert werden. «Ich denke, es ist Zeit für einen Generationenwechsel», sagt der abtretende Bundespräsident Guy Parmelin über seine Nachfolge. Auch sieht sich die SVP mit der Forderung nach Frauenkandidaturen konfrontiert, die zudem aus der Romandie stammen sollten. Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi ist als Fraktionspräsident verantwortlich für das parteiinterne Nominationsverfahren. In der «Samstagsrundschau» von Radio SRF sagt er, wie die Partei mit all diesen Erwartungen umgehen will. Auch die Serie mit gleich drei gescheiterten Volksinitiativen an der Urne in diesem Jahr ist Thema in der Sendung. Politisiert die Volkspartei zunehmend am Volk vorbei? Und droht mit der «Grenzschutzinitiative» nicht gleich die nächste Abstimmungsniederlage? Schliesslich äussert sich Thomas Aeschi zum Vorwurf, die SVP riskiere mit ihrem massiven Widerstand gegen das Vertragspaket mit der EU, den wichtigsten Handelspartner der Schweiz zu vergraulen. SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    • Romandie
    • Vereinigten Bundesversammlung
    • Thomas Heise
  10. Die Olma ist wohl die letzte grosse Traditionsmesse der Schweiz. Autosalon Genf, Züspa und Muba sind verschwunden. Was ist das Erfolgsrezept der Olma? Und wie gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne? Olma-Chefin Christine Bolt gibt Auskunft über Herausforderungen und Zukunftspläne. Die Olma ist weit mehr als eine Messe: Sie ist ein Fixpunkt im Jahreskalender der Ostschweiz und der bedeutendste wiederkehrende Anlass einer ganzen Region. Doch auch die traditionsreiche Landwirtschafts- und Ernährungsmesse steht unter Veränderungsdruck. Sie muss sich laufend weiterentwickeln, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Seit mehr als sechs Jahren ist Christine Bolt Geschäftsführerin der Olma Messen St.Gallen AG. Im «Tagesgespräch» spricht sie darüber, weshalb Messen wirtschaftlich attraktiver sein können als Konzerte, warum die vollständige Auslastung der neuen Olma-Halle nicht oberstes Ziel ist und wie der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelingt. Sie ist zu Gast bei Iwan Santoro.

    • Olma
    • Ostschweiz
    • Christian Bollot
  11. An der Frankfurter Buchmesse gibt’s am meisten Arbeit für die Literaturagentin. Wie findet sie neue Talente? Welchen Stellenwert haben Preise – der Nobelpreis? Katharina Altas spricht über ihre Arbeit, SRF-Kulturredaktor Simon Leuthold über den frischverliehenen Nobelpreis. Literaturagentinnen und -agenten werden im Buchgeschäft immer wichtiger. Sie verhandeln nicht nur mit Verlagen, sondern wählen Autorinnen und Autoren aus, betreuen sie, lektorieren Manuskripte, übernehmen damit viel Arbeit. Katharina Altas führt seit 16 Jahren eine eigene Agentur. Wie findet sie neue Talente? Warum reist sie an die Frankfurter Buchmesse – und wie gespannt wartet man dort auf die Verleihung des Nobelpreises? Simon Leuthold von der SRF-Kulturredaktion wird in der Sendung den neuen Nobelpreisträger oder die neue Nobelpreisträgerin vorstellen. Literaturagentin Katharina Altas und Kulturredaktor Simon Leuthold über ihre Arbeit und den aktuell verliehenen Nobelpreis sind Gäste im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    • Katharina Altas
    • Simon Leuthold
    • Anne Carson
  12. Terror, Kriege, fragile Waffenruhen – der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 hat weitreichende Folgen für die Region und weltweit. Welche Rolle kann die Diplomatie der Schweiz spielen? Monika Schmutz Kirgöz ist Leiterin der Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika beim Aussendepartement EDA. Die Spitzendiplomatin war Botschafterin in verschiedenen Ländern wie Libanon, Türkei oder Israel. Vor drei Jahren war sie Botschafterin in Rom, heute leitet sie die Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA. Welche Bedeutung hat der 7. Oktober 2023? Wie hat sich die Region auch durch die folgenden Kriege verändert? Wie schätzt Schmutz Krigöz die aktuelle Situation ein? Und wie sieht die diplomatische Arbeit unter diesen Bedingungen aus? Was kann die Schweiz einbringen? Monika Schmutz Kirgöz ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    • Israel
    • Libanon
    • Monika Schmutz-Kirgos
  13. Die Waadt ist ein volkswirtschaftliches Laboratorium, mit tiefen Unternehmenssteuern und einem starken Sozialstaat. Trotz Defiziten hat sich das Volk für tiefere Einkommens- und Vermögenssteuern ausgesprochen. «Jetzt braucht es politische Kompromisse», sagt Volkswirtschaftsprofessor Marius Brülhart. In der Waadtländer Politik braut sich etwas zusammen. Die Bevölkerung hat sich für eine lineare Steuerkürzung von 12 Prozent bei den Einkommens- und Vermögenssteuern ausgesprochen, obwohl die Regierung fürs kommende Jahr bereits ein Defizit von über 360 Millionen Franken budgetierte und von den Auswirkungen der Initiative warnte. Nach der Annahme der Initiative kommen nun weitere 272 Millionen Franken Steuerausfälle dazu. Marius Brülhart, Volkswirtschaftsprofessor und Steuerexperte an der Universität Lausanne, beobachtet die Situation mit einigem Interesse. Kurzfristig könne sich die Regierung wohl durchschlängeln und Reserven anzapfen, längerfristig müsse sie aber wohl eisern sparen. Die Folgen hat Marius Brülhart bereits bei «seiner» wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Lausanne beobachten können. Trotzdem geht er nicht davon aus, dass es zu einem grossen Staatsabbau und Massenentlassungen kommen wird, aber Brülhart sagt: «Die Waadt wird wohl auch bei den Sozialausgaben kürzen müssen.» Marius Brülhart ist im Tagesgespräch bei Philippe Reichen

    • Watt
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    • Zug
  14. Antisemitismusvorwürfe überschatten den Wahlsieg der Linken in Berlin. Zugleich jährt sich der 7. Oktober, Israel steht vor Wahlen und der Gaza-Film «NAZA» sorgt für Kontroversen. Wie lässt sich in dieser polarisierten Lage Haltung zeigen, ohne in Hass zu verfallen? Ahmad Mansour ist als Palästinenser in Israel aufgewachsen und lebt seit mehr als 20 Jahren in Deutschland. Der Psychologe und Autor arbeitet seit Jahren gegen Radikalisierung, Islamismus und Antisemitismus. Im «Tagesgespräch» spricht Mansour über die Folgen des 7. Oktober, das Leid in Gaza und seine Kritik an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Thema ist auch der umstrittene Dokumentarfilm «NAZA», der die israelische Kriegsführung in Gaza untersucht und in Israel heftige Reaktionen ausgelöst hat. Auch Deutschland beschäftigt der Nahostkonflikt: Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin wird über Antisemitismus in der Partei und über ihren Umgang mit Israel und Palästina gestritten. In seinem neuen Buch «Haltung ohne Hass» fordert Ahmad Mansour eine demokratische Streitkultur, die klare Positionen zulässt, ohne Andersdenkende zum Feind zu machen. Wie kann das in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft gelingen? Mansour ist zu Gast bei David Karasek.

    • Israel
    • Netanyahu
    • Gaza
  15. Seit Jahren gehen die Krankenkassenprämien nur in eine Richtung: nach oben. Seit 2012 ist das Gesundheitsdepartement in SP-Hand. Co-Präsident Cédric Wermuth erklärt, warum jetzt Reiche und die Wirtschaft die Zeche bezahlen sollen. Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr durchschnittlich um 5 Prozent. Das hat SP-Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider diese Woche bekanntgeben müssen. Ihre Partei will mit einer Volksinitiative reagieren, die verlangt, dass Menschen mit hohen Einkommen und Konzerne allen Erwachsenen in der Schweiz zwei Monatsprämien und Kinder sogar sechs Monatsprämien bezahlen müssen. SP-Co-Präsident Cédric Wermuth stellt sich in der «Samstagsrundschau» der Frage, weshalb Reiche und die Wirtschaft ausbaden sollen, dass die Versicherten immer mehr Gesundheitsleistungen beanspruchen. Auch der Rücktritt von Bundespräsident Guy Parmelin ist Thema in der Sendung. Muss die SVP jetzt wieder eine Kandidatur aus der Romandie bringen? Und wäre Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher für die SP wählbar? Schliesslich wird Wermuth mit dem Vertragspaket mit der EU konfrontiert, über das der Ständerat diese Woche fast 30 Wochen debattiert hat. SP-Co-Präsident Cédric Wermuth stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    • Cedric Wehrmuth
    • EWR
    • Beat Jans
  16. Seit Monaten wird darüber spekuliert, nun ist es klar: Wirtschaftsminister Guy Parmelin tritt zurück. Nach mehr als zehn Jahren im Bundesrat endet eine Ära. Was hat der Waadtländer geprägt und was bleibt von ihm? Und: Wer könnte seine Nachfolge antreten? Politikwissenschaftler Georg Lutz ordnet ein. Guy Parmelin ist seit 2016 Bundesrat und führt seit 2019 das Wirtschaftsdepartement. In seine Amtszeit fallen wichtige wirtschafts- und aussenpolitische Dossiers. Politikwissenschaftler Georg Lutz von der Universität Lausanne ordnet Parmelins Rücktritt und dessen politische Bedeutung ein. Gleichzeitig beginnt das Rennen um seine Nachfolge. Georg Lutz ist zu Gast bei Karoline Arn.

    • VBS
    • Georg Lutz
    • Schon
  17. Höhere Hürden für die neuen EU-Verträge: Der Ständerat verlangt neben dem Volks- auch das Ständemehr. Ein Rückschlag für die Befürworter. Was bedeutet das für das Vertragspaket? Darüber sprechen wir mit Monika Rühl, Direktorin des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse, der die Verträge unterstützt. Es war eine Session mit zahlreichen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen und vielen Geschäften, die für Economiesuisse von zentraler Bedeutung sind. Neben den neuen EU-Verträgen beschäftigten das Parlament unter anderem das Mercosur-Abkommen und die Bankenregulierung. Wo ist das Parlament aus Sicht der Wirtschaft auf Kurs, wo nicht? Und welche Entscheide werden die Schweizer Wirtschaft besonders beschäftigen? Monika Rühl zieht Bilanz. Die Direktorin des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse ist zu Gast bei David Karasek.

    • Monika Röhl
    • Economiswisse
    • UBS
  18. 30.09.2026
    27 min

    Russische Angriffe zu jeder Tages- und Nachtzeit gegen die Ukraine haben eine neue Intensitätsstufe erreicht und prägen den Alltag der Menschen mit Tod und Zerstörung. Was bedeutet diese Ausweitung des Krieges für die Bevölkerung? SRF-Osteuropa-Korrespondentin Judith Huber ist zu Gast. Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine in den vergangenen Wochen deutlich verstärkt. Tag und Nacht würden Menschen und zivile Infrastruktur angegriffen, sagt SRF-Osteuropa-Korrespondentin Judith Huber. Zu den Zielen gehörten unter anderem Rechen- und Geschäftszentren, Wohnhäuser und Züge. Für die Bevölkerung hat das dramatische Folgen. Judith Huber ist zu Gast bei David Karasek.

    • Kiew
    • Judith Huber
    • Oleski
  19. Die Solothurner SP-Nationalrätin Farah Rumy weibelt im Parlament für ein neues Informations- und Besucherzentrum beim Bundeshaus. Vom 44 Millionen Franken teuren Projekt verspricht sie sich, dass es die helvetische Demokratie stärkt. Am Mittwoch trifft der Nationalrat einen ersten Entscheid. Wäre das Bundeshaus ein Museum, wäre es ein Erfolgsprojekt. Pro Jahr nehmen auf den Zuschauertribünen rund 100'000 Besucherinnen und Besucher Platz. Die Auslastung ist vor allem während der Sessionen derart gross, dass Besucher abgewiesen werden müssen. Das sei bedauernswert und nicht im Sinn der Demokratie, sagt die Solothurner SP-Nationalrätin Farah Rumy. Als Delegierte der sogenannten Verwaltungskommission von National- und Ständerat setzt sich Rumy dafür ein, dass der Bund in einem ehemaligen Bankgebäude direkt beim Bundeshaus ein Besuchs- und Informationszentrum einrichten kann. Dieses soll Besuche im Bundeshaus nicht ersetzen, aber ergänzen. Farah Rumy spricht von einem Ort, den Besucherinnen und Besuchern aus der Schweiz und aus dem Ausland die Schweizer Demokratie näherbringt und die Demokratie insgesamt stärkt. Im Zentrum können unter anderem Debatten live mitverfolgt und Veranstaltungen abgehalten werden. Ganz unumstritten ist das 44 Millionen Franken teure Projekt nicht. Farah Rumy war Gast im Tagesgespräch bei Philippe Reichen.

    • Rumi
    • Bundeshaus
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  20. Symbolik und wenig Durchbrüche beim Treffen von Xi und Trump. Die Lage ist fragil: China bereitet sich auf eine Übernahme Taiwans vor, 2028 wird entscheidend für Taiwan, mit Wahlen in den USA und Taiwan, sagt Simona Grano, Leiterin des Forschungsbereichs China-Taiwan-Beziehungen an der Uni Zürich. Die Konkurrenz zwischen USA und China ist gross: Wirtschaftlich, aber auch bei der geopolitischen Wirkungsmacht. Der Austausch zwischen den beiden Staatsoberhäuptern Xi Jinping und Donald Trump nimmt zu. Nach dem Besuch von Xi im Weissen Haus sind bereits neue Treffen geplant. Was heisst dies für die Beziehungen zwischen China und den USA? Was heisst es für die Unabhängigkeit von Taiwan? Und welche Auswirkungen könnten diese Veränderungen weltweit haben? Die Sinologin Simona Grano ist Direktorin vom Taiwan Studies Project und Leiterin des Forschungsbereichs China-Taiwan-Beziehungen an der Universität Zürich. Simona Grano ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

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