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- 02.05.202226 min
Der Anteil an Wahlärztinnen wird in Österreich immer größer, Kassenmediziner können den Bedarf häufig nicht mehr abdecken. Muss unser Gesundheitssystem reformiert werden? Das Gesundheitssystem kommt in Österreich zunehmend an seine Grenzen: Lange Wartezeiten, kein Platz für neue Patientinnen und Patienten, Untersuchungen unter Zeitdruck – gerade in Kassenpraxen läuft nicht immer alles wie gewünscht. Wohl auch deswegen bieten immer mehr Ärztinnen und Ärzte ihre Dienste nur noch privat an. Und wer mehr zahlt, hat hier die Aussicht auf eine bessere Leistung. Aber sind die Unterschiede zwischen Kassen- und Wahlmedizin wirklich so groß? Gibt es überhaupt noch genug Kassenpraxen, um das Land zu versorgen? Und was müsste passieren, damit sich das österreichische Kassensystem grundlegend ändert? Darüber sprechen Pia Kruckenhauser aus dem Gesundheitsressort des STANDARD und Innenpolitikredakteurin Gudrun Springer.
Während die Regierung die Bevölkerung in Sachen Energiekosten entlastet, steigt die Sorge, dass Russland den Gashahn komplett zudrehen könnte Die Kosten für Gas und Öl sind seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs explodiert. Die Regierung will nun mit einem Ausgleich für Österreichs Haushalte entgegenwirken. Aber: Nicht alle profitieren davon gleichermaßen. Wem der Bonus wie viel bringt und was genau man dafür tun muss, erklärt Günther Strobl aus der Wirtschaftsredaktion des STANDARD. Gleichzeitig mehren sich die Sorgen, dass Russland nach Polen und Bulgarien auch Österreich den Gashahn zudrehen könnte. Wie hart uns ein Gaslieferstopp treffen würde und wie gut der Staat auf diesen Ernstfall vorbereitet ist – auch darüber sprechen wir in dieser Folge.
- 28.04.202224 min
Eine abtrünnige moldauische Provinz meldet Beschuss aus der Ukraine. Sie könnte zum Brückenkopf für Russland werden. Der Krieg kommt der EU damit immer näher Der Ukraine-Krieg scheint auf andere Länder überzugreifen, unmittelbar an der Grenze zur Europäischen Union. Denn die Region Transnistrien in Moldau meldet Angriffe aus der Ukraine, zumindest sagt das die russlandfreundliche Führung vor Ort. Was ist an diesen Angriffsmeldungen dran? Welche Rolle könnte Transnistrien noch im Ukraine-Krieg spielen? Und müssen wir uns Sorgen machen, dass uns der Krieg damit noch näher kommt? Darüber spricht STANDARD-Außenpolitikredakteur Fabian Sommavilla.
- 27.04.202218 min
Polen und Bulgarien bekommen kein Erdgas mehr aus Russland. Nach Österreich fließt das Gas noch – aber wie lange? Und sind wir auf einen Lieferstopp vorbereitet? Der Gashahn ist zu – zumindest nach Polen und Bulgarien fließt aus Russland kein Erdgas mehr. Wladimir Putin ist der EU damit im langen Hin und Her um Energielieferungen teilweise zuvorgekommen. Und das trotz hoher Einnahmen, die Russland damit verlorengehen. Polen und Bulgarien geben sich gelassen und verweisen auf ausreichende Alternativen. Anders sieht es in Österreich aus: Laut neuen Studien bräuchten wir noch Jahre, um uns von russischem Gas unabhängiger zu machen. Muss Österreich jetzt also auch Angst vor einem russischen Gaslieferstopp haben? Sollte die EU nachziehen und selbst russisches Gas boykottieren? Und warum wurde gerade Polen und Bulgarien als Erstes der Gashahn zugedreht? Darüber spricht Eric Frey vom STANDARD.
- 26.04.202218 min
Das Unternehmen hat zugestimmt: Elon Musk kann Twitter um 44 Miliarden Dollar kaufen. Woher kommt das Geld, und was passiert jetzt mit dem Kurznachrichtendienst? Nach langen Verhandlungen hat sich der Vorstand von Twitter mit Elon Musk geeinigt: Der US-Unternehmer kauft den Kurznachrichtendienst für 44 Milliarden Dollar. Und das trotz anfänglichen Widerstands: Insbesondere bei Twitter selbst macht man sich Sorgen, was der reichste Mann der Welt denn eigentlich mit dem sozialen Netzwerk vorhat. Entscheidet Musk bald selbst, wer und was auf Twitter erlaubt ist? Woher nimmt er diese vielen Milliarden Dollar? Und warum jubelt vor allem die rechte Szene über diesen Deal? Darüber sprechen Bettina Pfluger aus dem Wirtschaftsressort des STANDARD und Web-Redakteur Mickey Manakas.
- 25.04.202225 min
Emmanuel Macron hat die französische Präsidentschaftswahl für sich entschieden, doch die extremen Parteien legen in Frankreich merklich zu. Das könnte auch der EU schaden 0 Zeichen Emmanuel Macron bleibt Präsident von Frankreich – das zeigt sich am Tag nach der Wahl eindeutig. Doch auch die rechtsextreme Wahlverliererin Marine Le Pen konnte ihr Ergebnis von 2017 merklich verbessern. Die Angst vor einem französischen Rechtsruck bleibt also bestehen – vor allem mit Blick auf die nun nahenden Parlamentswahlen im Land. Aber liegen die Bruchlinien im französischen Volk überhaupt noch zwischen links und rechts? Welche Wahlmotive haben Macron bis zuletzt zittern lassen? Und könnte die politische Entwicklung in Frankreich nun vor allem der EU langfristig schaden? Darüber spricht Stefan Brändle, Frankreich-Korrespondent des STANDARD.
In der Ukraine gibt es immer mehr Anzeichen für sexualisierte Gewalt. Das hat in Kriegen System, und auch auf der Flucht setzt sich das Leid der Betroffenen oft fort Berichte über Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt in der Ukraine häufen sich. Je länger der Krieg dauert, desto mehr Frauen und Mädchen erzählen von Gräueltaten russischer Soldaten. Doch im Chaos des Krieges ist es kaum möglich, Nachweise für solche Verbrechen zu erbringen. Während die Täter viel zu oft damit davonkommen, kämpfen die Überlebenden mit Traumata, Scham und ungewollten Schwangerschaften. Beate Hausbichler von diestandard.at spricht darüber, wieso im Krieg fast immer vergewaltigt wird. Wie systematisch sexualisierte Gewalt in der Ukraine eingesetzt wird. Und wie sich das Leid der Überlebenden mitunter auf der Flucht noch verschlimmert. Wir suchen Verstärkung! Hier gibt es mehr Informationen.
Neue Erkenntnisse über das Finanzverfahren gegen den Wirtschaftsbund Vorarlberg bringen die Verantwortlichen in Bedrängnis, eine Steuernachzahlung scheint wahrscheinlich Steuerunterschlagung in Millionenhöhe und Selbstbedienung bei Krediten und Firmenautos – im Skandal um den Vorarlberger Wirtschaftsbund stehen immer mehr Vorwürfe im Raum: Da geht es um auffällig viel Geld, das ein ÖVP-naher Verein mit Inseraten verdient hat, es geht um nicht bezahlte Steuern und um personelle und finanzielle Verbindungen zur ÖVP Vorarlberg. STANDARD-Journalistin Lara Hagen war maßgeblich daran beteiligt, diese Vorgänge österreichweit an die Öffentlichkeit zu bringen. Sie erklärt, warum die Causa Wirtschaftsbund so brisant ist, wie sie aufgedeckt wurde und welche Folgen sie noch für ganz Österreich haben könnte.
- 20.04.202222 min
In Russland gehen die Meinungen zum Ukraine-Krieg auseinander, auch wegen Propaganda und unfreier Berichterstattung. Eine russische Journalistin erzählt von ihren Erfahrungen Die russische Bevölkerung befürwortet den Krieg in der Ukraine – zumindest legen das steigende Beliebtheitswerte von Wladimir Putin in aktuellen Studien nahe. Solche Umfragen sind im autoritären Russland natürlich mit Vorsicht zu genießen, aber diese Zahlen zeigen auch, dass die Meinungslage in Russland lange nicht so eindeutig ist wie im Rest Europas. Das hat mit Propaganda und der Berichterstattung in Russland zu tun. Journalistinnen und Medienproduzenten müssen positiv über den Krieg sprechen – sonst werden sie zensiert, müssen Geldstrafen zahlen oder werden mit Gefängnis bedroht. Immer mehr von ihnen wandern deshalb in den Westen aus. Eine dieser Journalistinnen ist Angelina Dawydowa. Auch sie hat ihre Heimat verlassen, um Putins Propagandamaschinerie zu entkommen. Sie erzählt, wie der russische Staat gegen unabhängige Medien vorgeht, was Russinnen und Russen über den Krieg in der Ukraine glauben und ob Russlands Informationsfreiheit auch aus dem Ausland gerettet werden kann.
- 19.04.202229 min
Die russische Armee startet ihren Großangriff auf die Ostukraine. Auch die Hafenstadt Mariupol könnte bald fallen. Welche Strategie verfolgt Russland nun im Donbass? Die lange erwartete russische Großoffensive im Osten der Ukraine ist in vollem Gange. Seit der Nacht auf Dienstag wurden dort in der gesamten Donbass-Region unzählige Explosionen registriert. Und auch die Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine dürfte kurz vor der russischen Eroberung stehen. Welche Strategie verfolgt Russland nun also im Osten der Ukraine? Wie lange kann die ukrainische Verteidigung dort standhalten? Und wie könnten sich diese neue russische Offensive und die westlichen Waffenlieferungen in Reaktion darauf auf den Verlauf des Ukraine-Krieges auswirken? Darüber spricht Oberst Markus Reisner von der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.
- 15.04.202222 min
Der Tesla-Gründer möchte den Kurznachrichtendienst Twitter kaufen. Warum? Sind die Pläne ernst gemeint? Welche Folgen könnte der Kauf haben? Tesla-Gründer Elon Musk hat es wieder getan: Mit seiner spontanen Ankündigung, Twitter kaufen zu wollen, hat er nicht nur die Menschen auf der Kurznachrichtenplattform selbst in Aufregung versetzt. Wie ernst ist das Kaufangebot wirklich gemeint? Was hat Musk mit Twitter vor? Würde eine Übernahme durch Musk das Ende für Twitter als Kommunikations- und Informationsplattform, wie wir sie kennen, bedeuten? Web-Redakteur Martin Stepanek vom STANDARD liefert Antworten. Unter diesem Link können Sie beim Deutschen Podcast-Preis für "Inside Austria" abstimmen.
- 14.04.202222 min
Gender-Pay-Gap und Gewaltstatistik zeigen die Diskriminierung von Frauen in Österreich. Laut neuen Daten sind die Unterschiede zwischen Stand und Land beträchtlich Frauen sind in Österreich noch immer benachteiligt. Daran erinnert uns jeder Equal-Pay-Day, ein Blick in die Vorstände der Spitzenunternehmen oder auf die Gewaltstatistik. Wer noch näher hinsieht, dem fällt allerdings auf: Da ist nicht nur ein Unterschied zwischen Frauen und Männern. Da ist auch eine Differenz zwischen Frauen in der Stadt und jenen, die auf dem Land leben. Außerhalb der Metropolen verdienen Frauen weniger, sie sind seltener in Entscheidungsprozesse eingebunden, und auch der Gewaltschutz greift noch schlechter. Beate Hausbichler vom STANDARD spricht darüber, warum das so ist und was dagegen getan werden könnte. Die ausgeschriebene Stelle in unserem Podast-Team finden Sie hier.
- 13.04.202225 min
Im chinesischen Schanghai herrscht ein drakonischer Lockdown, positiv Getestete werden unter schwierigsten Bedingungen abgesondert. Langsam wird Kritik an dieser Strategie laut In Schanghai schreien die Menschen aus Verzweiflung über den Lockdown aus ihren Fenstern, wie viral gehende Videos zeigen. Seit zwei Wochen gelten in der chinesischen Millionenmetropole strenge Corona-Maßnahmen – nicht zu vergleichen mit dem, was in Österreich als streng galt. In Schanghai geht manchen Menschen schon das Essen aus, die Angst wächst – denn ein Ende der Maßnahmen ist nicht in Sicht. Was geschieht gerade in der 26-Millionen-Einwohner-Stadt? Warum zieht die chinesische Regierung ihre Zero-Covid-Strategie so eisern durch? Und wie könnte sich eine heftige Corona-Welle in China auch bei uns bemerkbar machen? Darüber spricht Philipp Mattheis, der für den STANDARD über China berichtet. Unter diesem Link können Sie beim Deutschen Podcast-Preis für "Inside Austria" abstimmen.
Die russische Armee verlegt Truppen in den Osten der Ukraine, dort könnte die Stadt Mariupol bald fallen. Unterdessen gibt es Gerüchte über chemische Waffen in der Region Nach dem Rückzug aus Kiew konzentriert sich der russische Angriffskrieg nun auf den Osten der Ukraine. Dabei ist die Ostukraine schon seit Wochen schwer zerstört, die Lage der Zivilbevölkerung ist katastrophal. Dazu kommen nun noch Gerüchte über russisches Giftgas, das von Drohnen auf die umkämpfte Stadt Mariupol versprüht werden soll. Was ist an diesen Gerüchten dran? Warum ist gerade Mariupol für Putin so wichtig? Und wie lange kann die ukrainische Armee dort noch durchhalten? Darüber spricht Florian Niederndorfer aus der Außenpolitik-Redaktion des STANDARD. Die ausgeschriebene Stelle in unserem Podcast-Team finden Sie hier.
STANDARD-Journalist Fabian Sommavilla ist mit Bundeskanzler Nehammer in die Ukraine gereist. Er erzählt von seinen Eindrücken Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer ist am Wochenende in die Ukraine gereist. Mit dabei war STANDARD-Journalist Fabian Sommavilla. Er erzählt heute, wie es ist, durch ein vom Krieg gebeuteltes Land zu fahren, wie gefährlich diese Reise war – und wie es sich anfühlt, vor den Massengräbern von Butscha zu stehen.
- 08.04.202222 min
Wie Impfschutz, Varianten, Geschlecht und Alter das Risiko für Long-Covid-Symptome beeinflussen und was neue Daten über mehrmalige Corona-Infektionen aussagen Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass im Durchschnitt jeder Zehnte nach einer Corona-Infektion unter Long Covid leidet. Dazu zählen Symptome wie extreme Erschöpfung, Atemprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten. Eine neue Studie zeigt nun, wer besonders gefährdet ist, Long-Covid-Symptome zu entwickeln. Gesundheitsredakteurin Magdalena Pötsch vom STANDARD hat sie unter die Lupe genommen. Sie erklärt auch, welche neuen Erkenntnisse über mehrmalige Corona-Infektionen vorliegen und wie eine Covid-Impfung oder auch der Faktor, mit welcher Variante man infiziert war, sich auf das Long-Covid-Risiko auswirken.
Abgehörte Funksprüche liefern neue Erkenntnisse über die russische Sicht auf das Massaker von Butscha. Transportable Krematorien in Mariupol geben Anlass zur Sorge Das Grauen des Massakers, das russische Soldaten in Butscha angerichtet haben, wird immer deutlicher nachvollziehbar. Nachrichtendiensten ist es nun gelungen, Funksprüche des russischen Militärs abzuhören, in denen die Gräueltaten beschrieben werden. Aus ihnen geht auch hervor, dass das Massaker offenbar Teil der russischen Kriegstaktik war. Passiert in anderen Gebieten der Ukraine also womöglich gerade ähnlich Schreckliches wie in Butscha? Wer ordnet diese Kriegsverbrechen an? Und arbeiten die russischen Truppen schon daran, Gräueltaten wie diese in Mariupol zu vertuschen? Gerüchte über transportable Krematorien liefern jedenfalls Hinweise darauf. Antworten auf diese Fragen liefert Fabian Sommavilla aus dem Außenpolitikressort des STANDARD.
Der ukrainische Präsident fordert eine Reform des UN-Sicherheitsrates. Unterdessen muss diplomatisches Personal aus Russland viele EU-Länder verlassen – nicht so in Österreich Das Massaker im ukrainischen Butscha hat der Welt den Schrecken des russischen Angriffskriegs in der Ukraine noch bewusster gemacht. Der Westen reagiert weiterhin nicht militärisch, und auch die wirtschaftliche Sanktionsschraube kommt nur langsam ins Drehen, aber in der Diplomatie gibt es ein Erdbeben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den UN-Sicherheitsrat scharf kritisiert und will Russland dort am liebsten ausschließen – kein leichtes Unterfangen. Einfacher ist die Ausweisung von russischen Diplomatinnen und Diplomaten, viele EU-Länder haben das bereits getan. Österreich will da dezidiert nicht mitziehen. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn ein Land diplomatisches Personal ausweist? Warum will Österreich das nicht tun? Und trifft Selenskyj mit seiner Kritik an der Diplomatie der Vereinten Nationen einen wunden Punkt? Darüber sprechen Manuel Escher und Gianluca Wallisch aus dem Außenpolitikressort des STANDARD.
Personenschützer der Familie Nehammer verursachen alkoholisiert einen Unfall. Wie durch den Vorfall nun schwere Vorwürfe gegen den Bundeskanzler ans Licht kommen Bundeskanzler Karl Nehammer von der ÖVP hat in einer Pressekonferenz am Montag scharfe Worte gefunden: Er kritisiert die oppositionelle SPÖ für eine parlamentarische Anfrage, in der auch ein Schreiben eines anonymen Polizeibeamten veröffentlicht wird. Darin geht es um einen Autounfall, den zwei betrunkene Personenschützer von Nehammer und seiner Familie verursacht haben sollen. Der Kanzler besteht aber darauf: Die Personenschützer hätten nach Dienstschluss in ihrer Freizeit getrunken, erst dann sei der Unfall passiert. Dem widerspricht aber der anonyme Briefverfasser. Was wissen wir also wirklich über die betrunkenen Beamten und ihren Unfall? Welche weiteren Vorwürfe erhebt der anonyme Briefverfasser gegen die Nehammers? Und hat die SPÖ mit dieser Veröffentlichung eine Grenze überschritten? Antworten liefert Michael Völker, Leiter des innenpolitischen Ressorts des STANDARD.
Seit dem Wochenende häufen sich Berichte über Kriegsverbrechen in der Ukraine. Was ist geschehen? Wie kann man den Gräueltaten Einhalt gebieten? Aus Butscha, einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew, erreichen uns seit dem Wochenende schreckliche Bilder: Russische Soldaten sollen dort Zivilisten ermordet haben. Tote liegen in den Straßen, mehrere hundert Menschen wurden in Massengräbern verscharrt. Auch aus anderen nun von der ukrainischen Armee befreiten Orten rund um Kiew wird von Gräueltaten der russischen Truppen berichtet. Was ist in Butscha genau passiert? Sind diese Bilder erst der Anfang? Und kann der Westen angesichts solch offensichtlicher Kriegsverbrechen weiter zuschauen? Darüber spricht Außenpolitikredakteur Florian Niederndorfer.