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Was jetzt?DIE ZEIT

Die Brandmauer in Frankreich steht vor dem Einsturz

13.06.2024 · 11 Min.

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Über diese Folge

Éric Ciotti, Parteichef der konservativen Républicains, hat angekündigt, mit der extrem rechten Partei Rassemblement National (RN) ein Bündnis eingehen zu wollen. In Frankreich wird am 30. Juni und 6. Juli eine neue Nationalversammlung gewählt. Präsident Emmanuel Macron hatte das Parlament nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Europawahlen am Sonntag aufgelöst. Der RN von Marine Le Pen ging mit über 31 Prozent der Stimmen als klarer Sieger aus dem Wahlabend hervor. Warum Ciotti mit Le Pen kooperieren möchte, wie seine Partei darauf reagiert und welche Allianzen sich gerade auf der gegenüberliegenden Seite des politischen Spektrums bilden, darüber spricht Roland Jodin mit Frankreichkorrespondentin Annika Joeres bei “Was jetzt?”. 

Hunter Biden, Sohn von US-Präsident Joe Biden, ist wegen Verstößen gegen das Waffenrecht schuldig gesprochen worden. Weil er bei einem Waffenkauf 2018 seine damalige Drogensucht verschwieg, drohen ihm nun eine Geldstrafe über 750.000 US-Dollar oder bis zu 25 Jahre Gefängnis. Wie wirkt sich das Urteil auf den Präsidentschaftswahlkampf von Joe Biden aus? Und welche Rolle spielt Familie allgemein im US-Wahlkampf? Antwort darauf gibt US-Korrespondentin Johanna Roth. 

Und sonst so? In LA haben es Diebe auf Hydranten abgesehen. 

Moderation und Produktion: Roland Jodin

Redaktion: Elise Landschek

Mitarbeit: Anne Schwedt und Clara Löffler

Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.

Weitere Links zur Folge:

Éric Ciotti: Der Verräter

USA: US-Präsidentensohn Hunter Biden im Waffenprozess schuldig gesprochen

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Weitere Folgen

  • Update: Mit russischem Vermögen die ukrainische Verteidigung finanzieren

    13.06.2024 · 10 Min.

    In einem Luxusresort im italienischen Apulien hat heute der G7-Gipfel begonnen. Im Fokus steht dabei die finanzielle Unterstützung der Ukraine. Die G7-Länder haben sich darauf geeinigt, mithilfe von Zinsen aus eingefrorenem russischen Staatsvermögen ein Kreditpaket im Umfang von rund 50 Milliarden US-Dollar zu finanzieren. Ein weiteres Thema des Treffens ist das Verhältnis zu China. ZEIT-Redakteur Peter Dausend hat den ersten Tag des G7-Gipfels beobachtet. Er ordnet im Podcast ein, wie riskant es ist, die russischen Zinsen der Ukraine zur Verfügung zu stellen. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires kam es am gestrigen Mittwoch vor dem Kongressgebäude zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Der Protest richtete sich gegen ein geplantes Reformpaket der ultraliberalen Regierung von Präsident Javier Milei, über das zeitgleich im Senat beraten wurde. Am Abend hat der Senat den Reformen mit knapper Mehrheit zugestimmt. Wer gegen die Sparreform protestiert hat, erklärt ZEIT-ONLINE-Autorin Lisa Pausch. Mehr zu der hohen Inflation in Argentinien – die aktuell bei 290 Prozent liegt – hören Sie in dieser Spezialfolge von Was jetzt?. Berechtigte Schüler und Studierende erhalten ab dem neuen Schuljahr und dem kommenden Wintersemester mehr Bafög. Der Bundestag hat mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP eine entsprechende Reform der Ampelkoalition angenommen. Die Opposition und das Deutsche Studierendenwerk kritisieren die Reform: Angesichts steigender Preise und Mieten reiche die Erhöhung der Förderungen nicht aus. Was noch? Frauen kommen im All anscheinend besser klar. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Paulina Kraft Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: G7-Gipfel: News und Infos Krieg in der Ukraine: G7 plant Milliardenhilfe für Ukraine aus russischem Vermögen Ukraine: Krieg in der Ukraine Argentinien: News und Infos Argentinien: Heftige Proteste gegen Mileis Privatisierungspläne Argentinien: Mehrere Verletzte bei Protesten gegen Sparpolitik in Argentinien Finanzielle Unterstützung: Bafög für Schüler und Studierende wird erhöht Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

  • Update: Wenig Vertrauen bei der Jugend

    12.06.2024 · 9 Min.

    Junge Menschen sind weniger stark politisiert als noch vor vier Jahren. Das ist das Ergebnis der Sinus-Jugendstudie, bei der sich alle vier Jahre Forscherinnen und Forscher intensiv mit der Lebenswelt von 14- bis 17-Jährigen auseinandersetzen. Hauptgründe für das fehlende Interesse an Politik sind demnach fehlendes Wissen und das Gefühl keinen Einfluss zu haben. Kann mehr politische Bildung das Interesse der Jugendlichen an Politik wecken? Diese und weitere Fragen beantwortet Martin Spiewak, Bildungsexperte bei der ZEIT. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat seine Pläne für eine neue Wehrpflicht im Verteidigungsausschuss des Bundestages und in einer Pressekonferenz vorgestellt. Nach den neuen Plänen sollen künftig alle 18-jährigen Männer mit einem verpflichtenden Fragebogen ihre Bereitschaft zur Bundeswehr zu gehen ausdrücken. Von denjenigen, die Interesse für die Bundeswehr bekunden, sollen dann 40 bis 50.000 zu einer verpflichtenden Musterung eingeladen werden, von denen wiederum zunächst etwa 5.000 zum Dienst eingezogen werden sollen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei einer Pressekonferenz die gemäßigten Parteien des Landes zur Zusammenarbeit aufgerufen. Alle, die das „extreme Fieber“ ablehnten müssten sich zusammenschließen, sagte er am Mittwoch. Es handelt sich um Macrons erste Rede, nachdem er am Sonntagabend überraschend Neuwahlen ausgerufen hatte. Und sonst so? Rekordhalter im Hot-Dog-Wettessen darf nicht mehr antreten – weil er Werbung für vegane Würstchen macht Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Jungwähler: Der Politik trauen sie wenig zu Junge Wähler: Sie wissen sehr wohl, warum sie rechts wählen Wahlen in Frankreich: Macron ruft gemäßigte Parteien zur Zusammenarbeit auf Französische Konservative: Der Verräter Wehrpflicht: Wer muss zur Musterung? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

  • Spezial: Sommermärchen 2.0 – wird es wieder so, wie es nie war?

    12.06.2024 · 44 Min.

    Die WM 2006 in Deutschland ging als Sommermärchen in die Geschichte ein. Die Deutschen überraschten die Welt: Sie spielten ganz anderen Fußball als zuvor. Sie waren herzlich und gastfreundlich. Und: Sie waren plötzlich ganz offen stolz auf sich und ihr Land. Schwarz-Rot-Gold prägte die Fanmeilen, Balkone und Häuserfassaden. "Die Welt zu Gast bei Freunden" lautete das offizielle Motto des Turniers – und die Deutschen füllten es mit Leben. Der unverkrampfte Patriotismus, oft "Partypatriotismus" genannt, gilt als großes Erbe der Weltmeisterschaft 2006. "Ich habe mich wirklich sehr gefreut, nicht nur für die Ergebnisse der Mannschaft, sondern auch für das Land", sagt die französische Journalistin Cécile Calla in dieser Folge von Was Jetzt. Sie berichtete zu der Zeit aus Deutschland für französische Medien. Sogar der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte: "Die Welt hat keine Angst mehr vor übertriebenem Patriotismus in Deutschland." Doch spätestens mit der Niederlage im Halbfinale gegen Italien kippte mancherorts die Stimmung. So erinnert sich der Politologe Richard Gebhardt an das Turnier. "Das ist die klassische Kritik am Patriotismus, die stimmt", sagt er, "dass die Liebe zum Eigenen ganz schnell im Falle der Erfolglosigkeit auch umschlagen kann in den Hass auf andere." Und der Sozialwissenschaftler und Ex-Fußballer Özgür Özvatan erinnert sich trotz aller "entspannten Begegnungen" auf der Berliner Fanmeile auch an die Schattenseite jener Zeit: "Wir haben ja trotzdem den strukturellen Rassismus gesehen." Unmittelbar vor der WM hatten in Kassel nach dem Mord an Halit Yozgat Migrantinnen wegen der Mordserie an migrantischen Menschen demonstriert. Heute weiß man: Es war der Nationalsozialistische Untergrund (NSU). Gehör fanden die Angehörigen der Opfer so kurz vor dem Sommermärchen kaum. Die Deutschland-Party ging los. Ebenfalls vor der WM hatte es Warnungen vor sogenannten No-go-Areas für Schwarze Menschen gegeben, die sich auch in Übergriffen während der WM bestätigten. Nach der WM wurde der NSU enttarnt. Thilo Sarrazin veröffentlichte seinen Bestseller Deutschland schafft sich ab. Die AfD gründete sich, zog in den Bundestag ein und ist heute fester Teil der Parteienlandschaft. Nun, vor dem nächsten großen Turnier in Deutschland, der Europameisterschaft 2024, die an diesem Freitag beginnt, stellt sich also die Frage: Wird es ein zweites Sommermärchen geben? Dafür aber muss geklärt werden, wie man sich angesichts des Rechtsrucks in Deutschland, in dem eine in Teilen rechtsextreme Partei Wahlerfolge feiert, heute an diese Zeit zurückerinnert. In diesem Spezial von Was jetzt? geht Host Fabian Scheler zurück in den Sommer 2006 und spürt der Stimmung von damals nach. Er versucht zu verstehen, wie diese Wochen möglich waren, was von ihnen geblieben ist und wie die Nationalmannschaft von Kulturkämpfen über Identität und Zugehörigkeit erfasst wurde. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Jannis Carmesin und Christian Spiller Sounddesign: Joscha Grunewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: WM 2006: Jetzt ging's los Unser Ballgefühl – müssen wir siegen? Können wir gut gelaunt sein? Was die WM 2006 über uns Deutsche verrät. Deutschland, ein Sommermärchen (Der Spiegel) Patriotismus: Die Nation Studie zur Fußballweltmeisterschaft: Fußballtaumel und Fremdenfeindlichkeit (Süddeutsche Zeitung) „Kein 10. Opfer!“ – Kurzfilm über die Schweigemärsche in Kassel und Dortmund im Mai/Juni 2006 Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

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