Die Deutschen denken wieder rechter
29.08.2025 · 12 Min.
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Deutschland ist nach rechts gerückt – um das zu erkennen, reicht ein kurzer Blick auf die Wahlergebnisse der AfD. Doch Datenauswertungen der ZEIT zeigen, dass Positionen aus dem politisch rechten Spektrum seit Jahren auf immer mehr Zustimmung in der Mitte der Bevölkerung stoßen. Besonders deutlich wird das bei den Themen Klimawandel, Migration und Geschlechteridentitäten. Auch wenn die Mehrheit bei zentralen politischen Fragen noch immer eine moderate Haltung vertritt, nehmen extreme Meinungen stetig zu. Woran liegt das? Michael Schlieben ist politischer Korrespondent der ZEIT und erklärt, ob die Parteien nach rechts gerückt sind, weil die Menschen es tun. Oder ob umgekehrt die Bevölkerung eine Bewegung der Parteien mitvollzogen hat.
Die Rebellengruppe der Huthis bietet neuerdings einen Onlineservice für die internationale Schifffahrtsbranche an. Auf der Website der Huthi-Behörde HOCC (Humanitarian Operations Coordination Center) können Reedereien und Schiffsbetreiber einsehen, welche Schiffe von den Rebellen im Roten Meer angegriffen werden sollen. Wenn man ganz sichergehen möchte, dass sein Schiff nicht attackiert wird, kann man es sogar vor der Durchfahrt bei den Huthis anmelden. Bislang rät der World Shipping Council allerdings nicht zur Nutzung des Services, manche Sicherheitsunternehmen haben sogar Warnungen ausgesprochen. Seit Ende 2023 blockieren die Huthi-Rebellen die Durchfahrt im Roten Meer und greifen Schiffe brutal mit Drohnen und Bomben an. Damit will die Gruppe nach eigener Aussage Israel für dessen Krieg im Gazastreifen bestrafen. Warum die Huthis den Onlineservice anbieten und wie ernsthaft das Angebot wirklich ist, weiß ZEIT-Wirtschaftsredakteur Thomas Fischermann.
Und sonst so? Roboterkaninchen locken Pythons aus den Everglades.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Rechtsruck: Die Mitte driftet nach rechts
Serie: Sind die Linken selber schuld?
Huthi-Miliz: Womit keiner rechnet
Nahost: Huthi-Miliz bekennt sich zu Angriff auf Handelsschiff im Roten Meer
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- Update: Der "Geist von Würzburg" soll Deutschland voranbringen
29.08.2025 · 10 Min.
Nach vielen Diskussionen und Pannen wollen sie ihre Streitigkeiten endlich beenden: Um sich besser kennenzulernen und künftig besser zusammenzuarbeiten, haben sich die Fraktionen von Union und SPD zu einer zweitägigen Klausur in Würzburg getroffen. Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, hat das Treffen beobachtet. Im Podcast beantwortet er die Frage, was hinter dem demonstrativ beschworenen "Geist von Würzburg" steckt. Und erklärt, ob es ab sofort harmonischer zwischen den beiden Fraktionen zugeht, ob sie neues Vertrauen aufbauen konnten und wie genau die beiden Fraktionen "Deutschland voranbringen" wollen. Ein weiteres wichtiges Treffen hat heute im französischen Toulon stattgefunden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollten Einigkeit demonstrieren und die deutsch-französische "Achse" stärken. Inhaltlich beschäftigten sich die beiden unter anderem mit ökonomischen Fragen zur Stärkung des Binnenmarkts und dem Bürokratieabbau, aber auch mit der Planung eines Digitalgipfels. Außerdem haben sie angekündigt, ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu vertiefen, unter anderem, indem sie einen strategischen Dialog über die atomare Abschreckung starten wollen. Außerdem im Update: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist erstmals seit zehn Jahren wieder auf mehr als drei Millionen gestiegen. Insgesamt sind nun 3,025 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit hervor. Was noch? Im Scream-Club gemeinsam den Stress und Frust rausschreien Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Schwarz-rote Koalition: Der Schaden bleibt Klausurtagung in Würzburg: Koalitionsfraktionen wollen bessere gemeinsame Basis schaffen Emmanuel Macron und Friedrich Merz: Ein Plan für Europa Wirtschafts- und Sicherheitspolitik: Merz trifft Macron zu Beratungen vor deutsch-französischem Ministerrat Arbeit im Jobcenter: "Wenn jemand nicht will, bekomme ich ihn kaum zu mir" Arbeitsmarkt: Keine Panik, es geht aufwärts! Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenzahl steigt erstmals seit 2015 auf mehr als drei Millionen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Willst du mit mir Panzer bauen?
28.08.2025 · 10 Min.
Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben sich zu wichtigen Gesprächen in Südfrankreich getroffen. Dabei geht es unter anderem um die Kooperation beider Länder im Rüstungsbereich, etwa beim Bau neuer Kampfflugzeuge und Panzer. Das Treffen wird allerdings von innenpolitischen Krisen in Frankreich überschattet. Ist Frankreich derzeit noch ein verlässlicher Partner für Deutschland? Und wo gibt es Konflikte zwischen beiden Staaten? Diese und weitere Fragen beantwortet Mark Schieritz, stellvertretender Ressortleiter des Politkressorts der ZEIT. Im Prozess um die mutmaßliche Entführung der Kinder von Unternehmerin Christina Block hat es ein Geständnis gegeben. Einer der Mitangeklagten hat zugegeben, an dem Vorfall in der Silvesternacht 2023/24 beteiligt gewesen zu sein. Laut Anklage sollen die beiden Kinder am Neujahrsabend von mehreren Männern ihrem Vater entrissen und von Dänemark nach Deutschland gebracht worden sein. Er hat angekündigt, über den Fall mehr erzählen zu wollen. Gleichzeitig hat sich ein Streit um das Fragerecht in dem Prozess entwickelt. Wo steht der Prozess? Und wie verhält sich die Hauptangeklagte Christina Block bisher? Diese und weitere Fragen beantwortet Anne Kunze, Kriminalreporterin der ZEIT. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat der israelischen Regierung mit Konsequenzen gedroht, sollte diese ihre Offensive im Gazastreifen weiter vorantreiben. Die Ministerin ist aktuell im Nahen Osten unterwegs, besucht verschiedene Länder und hat unter anderem Angehörige israelischer Geiseln sowie palästinensische Familien getroffen. Was die Ministerin mit der Reise bewegen kann, weiß Samiha Shafy, Politikredakteurin der ZEIT. Außerdem im Update: Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben den Mechanismus, um Sanktionen gegen den Iran einzuführen, aktiviert. Und sonst so? Gehirne von Freunden ticken oft ähnlich. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Christina Block: In ihren Händen: ein Familienfoto Europäische Ukrainepolitik: Sie müssen jetzt stark sein Sozialproteste in Frankreich: Ihr Ziel: ganz Frankreich lahmlegen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Fraktions-Teambuilding im Würzburger Weinkeller
28.08.2025 · 13 Min.
Die Spitzen der Regierungsfraktionen von Union und SPD kommen in Würzburg zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit nach den ersten vier Monaten im Amt zu festigen und gemeinsame Projekte für den angekündigten "Herbst der Reformen" vorzubereiten. Zwischen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und SPD-Chef Lars Klingbeil gilt das Verhältnis als stabil, auf Fraktionsebene gibt es jedoch Spannungen. Beide Parteien betonen, dass die Zusammenarbeit besser funktionieren solle als in der vorherigen Ampelkoalition. Ob das gelingen kann, ordnet Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der ZEIT, ein. Knapp drei Jahre nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines wurde in der vergangenen Woche der 49-jährige Ukrainer Serhij K. im August in Italien festgenommen. Er soll die Operation geleitet haben, die 2022 zur Sprengung der Gasleitungen in der Ostsee führte. Nach Recherchen von ZEIT, "SZ" und ARD sind insgesamt sieben mutmaßliche Beteiligte identifiziert. Mehrere von ihnen stammen aus dem ukrainischen Militärumfeld. Holger Stark ist stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter Investigative Recherche und Daten der ZEIT. Im Podcast analysiert er, welche Folgen der Fall für die deutsch-ukrainischen Beziehungen haben könnte. Und sonst so? Die besten Sommergetränke für einen mittellauen Sommerabend Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Constanze Kainz Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Dokupodcast: Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht Lars Klingbeil: All you need is Lars Frauke Brosius-Gersdorf: Eine Haltung, die Respekt abnötigt "Bandenmäßiger Leistungsmissbrauch": Gibt es eine Bürgergeld-Mafia? Bundeswehr: Neuer Wehrdienst setzt auf Freiwilligkeit mit Pflichtelementen Schwarz-rote Koalition: Richter, Steuern und Befindlichkeiten Nord Stream 1 und 2: Sprengkraft an Ostseepipelines laut Experten wie "Hunderte Kilo" TNT Italien: Mutmaßlicher Nord-Stream-Saboteur wird Haftrichterin vorgeführt Nord-Stream-Pipelines: Italienische Polizei nimmt mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur fest Anschlag auf Nord-Stream-Pipeline: Ukrainischer Kommandeur soll in Nord-Stream-Anschlag verwickelt sein Ukrainisch-deutsche Beziehungen: Ein Fenster nach Europa Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.