Die Krise bei den Hilfslieferungen im Gazastreifen
29.05.2025 · 11 Min.
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Bei der Verteilung von Hilfsgütern ist es im Gazastreifen zu Chaos gekommen. Nach Angaben von israelischen Mediendiensten haben Tausende Palästinenser ein Zentrum zur Verteilung von Lebensmitteln in Rafah gestürmt. Die Mitarbeiter der neu gegründeten Gaza Humanitarian Foundation hätten sich wegen des großen Andrangs kurzzeitig zurückziehen müssen, US-Wachleute feuerten sogar Warnschüsse ab. Laut dem UN-Menschenrechtsbüro ist ein Mensch bei dem Vorfall getötet worden, 47 weitere wurden verletzt. Wegen der Unruhen hat die Hilfsorganisation die Lieferungen vorerst wieder pausiert. Wie die Situation im Gazastreifen aussieht und warum die Gaza Humanitarian Foundation kritisiert wird, erklärt Christian Vooren aus dem Politikressort.
Die USA setzen ab sofort Visaverfahren für ausländische Studierende aus. Der US-Außenminister Marco Rubio wies Botschaften und Konsulate an, vorerst keine Termine an Antragsteller für Studenten- oder Austauschvisa zu vergeben. Laut dem Außenministerium sollen zuerst Äußerungen von Kandidaten in sozialen Netzwerken stärker geprüft werden. Das betrifft besonders Studierende, die Palästinensern ihre Unterstützung ausdrücken oder Israel kritisieren. Diese können nach Angaben von Regierungsvertretern auch trotz gültiger Aufenthaltsberechtigung abgeschoben werden. Kritiker sehen durch die Regelung das Recht auf freie Meinungsäußerung bedroht. Welche Konsequenzen das Vorgehen auch für deutsche Studierende hat, die in die USA gehen wollten, weiß Julian Schmelmer aus dem Campus-Ressort.
Und sonst so? Eine historische Schatzsuche.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Krieg in Gaza: Hilfslieferungen nach Gaza werden vorläufig ausgesetzt
Hunger in Gaza: Das steckt hinter dem umstrittenen Hilfskonzept für den Gazastreifen
Gazakrieg: Palästinenser stürmen Lebensmittelverteilungszentrum in Rafah
Gaza-Krieg: Bericht: Sturm auf Lebensmittel-Verteilungszentrum in Gaza
US-Universitäten: USA stoppen Terminvergabe für Studentenvisa
USA: US-Richterin stoppt Einschreibungsverbot für Ausländer in Harvard
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Weitere Folgen
- Hin und Her in der US-Zollpolitik
30.05.2025 · 11 Min.
Im Streit um die US-Zollpolitik gab es zwei Gerichtsurteile: Erst hat das Bundesgericht für internationalen Handel in New York die verhängten Importzölle der Trump-Regierung blockiert. Ein großer Teil der neu erlassenen Zölle verstoße gegen die Verfassung, urteilte das Gericht, binnen 10 Tagen solle die Regierung sie aufheben. Die US-Regierung ging in Berufung und bekam prompt Recht: Das Berufungsgericht für den Bundesbezirk Washington urteilte, die Importzölle dürften vorerst weiter gelten. Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT in New York, ordnet ein, welche Zölle genau von dem Urteil betroffen sind und wie es nun für Trump und seine Zollpolitik weitergeht. Plastik ist im Alltag überall – in der Verpackung im Supermarkt, im Auto oder in der Spielzeugpuppe. In den Ozeanen schwimmen 263 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Recycling der Überreste ist bisher weitgehend gescheitert, nur neun Prozent der produzierten Kunststoffe werden wiederverwertet. Der Rest wird verbrannt, deponiert oder verschmutzt die Umwelt. Deutsche Chemikerinnen und Chemiker möchten die Situation ändern. Sie forschen an einer neuen Recyclingmethode. Wie dieser neue Prozess aussieht und ob das Müllproblem damit eingedämmt werden kann, beantwortet Andreas Sentker aus dem Wissensressort der ZEIT. Und sonst so: Wie der Klimawandel die Lebensmittelpreise steigen lässt Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Susanne Hehr, Miriam Mair Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: US-Zölle: Ein Urteil, das Trump die Grundlage für viele Zölle nimmt Handelskonflikt: US-Gericht blockiert nahezu alle Zölle der Trump-Regierung Handel: Gericht stoppt US-Zölle – Abwarten in Berlin und Brüssel Kunststoff: Wie werden wir das je wieder los? Kunststoffe: Die Mikroplastik-Panik Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Deutschland und Ukraine wollen gemeinsam Waffen produzieren
28.05.2025 · 11 Min.
Deutschland hat der Ukraine Unterstützung bei der Raketenbeschaffung zugesichert. Beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine neue Form der militärischen Zusammenarbeit an. Konkret wollen die beiden Länder gemeinsam Waffen ohne Reichweitenbeschränkung produzieren. Mithilfe dieser weitreichenden Waffen könne sich die Ukraine "vollumfänglich verteidigen, auch gegen militärische Ziele außerhalb des eigenen Staatsgebiets", sagte Merz. Zur umstrittenen Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper wollte Merz sich dagegen nicht erneut äußern. Was es mit der neuen Form der Unterstützung auf sich hat und welche weiteren Vereinbarungen Merz und Selenskyj getroffen haben, erklärt Fabian Reinbold, politischer Korrespondent von ZEIT ONLINE. Das Bundeskabinett hat erste innenpolitische Veränderungen auf den Weg gebracht: So kündigte Innenminister Alexander Dobrindt am Vormittag an, den Familiennachzug für Bürgerkriegsflüchtlinge wie geplant auszusetzen. Außerdem soll die sogenannte Turbo-Einbürgerung vollständig abgeschafft werden, die die Ampelregierung erst im vergangenen Jahr eingeführt hat. Durch die verschärften Regelungen will Dobrindt die Zuwanderung nach Deutschland begrenzen. Neben der Migrationspolitik gibt es auch in der Wohnungspolitik Veränderungen: Wie Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) mitteilte, soll die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert werden; andernfalls wäre sie dieses Jahr ausgelaufen. Alle genannten Beschlüsse müssen noch vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden. Welche Themen am heutigen Mittwoch in der ersten Sitzung des Koalitionsausschusses besprochen werden, erklärt ZEIT-ONLINE-Politikredakteur Ferdinand Otto. Außerdem im Update: Das Oberlandesgericht Hamm hat die Klimaklage eines peruanischen Landwirts zurückgewiesen. Der Mann hatte dem Energiekonzern RWE vorgeworfen, durch seine CO₂-Emissionen zur Gletscherschmelze beizutragen und sein Haus zu gefährden. Die AfD muss sich möglicherweise eine neue Bundesgeschäftsstelle suchen, weil die Eigentümerin des bisherigen Gebäudes in Berlin-Reinickendorf eine Räumungsklage eingereicht hat. Was noch? Typische Charaktereigenschaften in Berufsgruppen Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Ukraine-Krieg: Deutschland unterstützt Ukraine bei Beschaffung weitreichender Waffen Migrationspolitik: Kabinett setzt Familiennachzug aus und streicht schnelle Einbürgerung Bezahlbares Wohnen: Verlängerung der Mietpreisbremse auf dem Weg Klimaschutz: Gericht weist Klage eines peruanischen Landwirts gegen RWE zurück Klimaklage: RWE, ein Bauer, ein Bergsee in Peru: Wer zahlt für die Klimakrise? AfD: Eigentümerin reicht Räumungsklage gegen AfD-Zentrale in Berlin ein Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Die Regierung will den Familiennachzug beschränken
28.05.2025 · 12 Min.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Familiennachzug für Geflüchtete mit eingeschränktem Schutzstatus für zwei Jahre aussetzen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Begrenzung der Migration bringt er am Mittwoch ins Kabinett ein. Neben dem Nachzugsstopp soll auch die beschleunigte Einbürgerung nach drei Jahren wieder abgeschafft werden. Härtefälle beim Familiennachzug sollen weiterhin möglich bleiben. Kritik kommt von den Grünen und mehreren Menschenrechtsorganisationen, die sowohl rechtliche als auch ethische Bedenken äußern. Was der Gesetzentwurf konkret bewirken würde und welche Folgen er für subsidiär Schutzberechtigte hätte, ordnet Lisa Caspari, Redakteurin im Politikressort von ZEIT ONLINE, ein. Die Golfstaaten investieren verstärkt in künstliche Intelligenz mit Unterstützung großer US-Techkonzerne wie OpenAI, Nvidia und Amazon. US-Präsident Donald Trump besuchte die Region im Mai gemeinsam mit über 60 Wirtschaftsvertretern und schloss milliardenschwere Abkommen. Ziel der Golfstaaten ist es, sich als globale KI-Macht neben den USA, Europa und China zu etablieren. Während US-Firmen von neuen Märkten profitieren, warnen Kritiker vor dem Verlust technologischer Kontrolle. Vor allem die enge Verbindung einiger Partner zum chinesischen Markt sorgt für Bedenken. ZEIT-Autor Eike Kühl analysiert, was die USA von diesen Deals haben und ob in den Golfstaaten tatsächlich eine neue KI-Macht entstehen könnte. Und sonst so? Warum wir öfter fluchen sollten. Moderation und Produktion: Helena Schmidt Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Bundesinnenministerium: Dobrindt will "Turboeinbürgerung" der Ampel abschaffen Migration: Bundesregierung will Stopp von Familiennachzug am Mittwoch beschließen Flüchtlinge: Dobrindt bringt Migrationsgesetze ins Kabinett Migration: Beschleunigte Einbürgerung für gut Integrierte soll fallen Koalitionsverhandlungen: So verliefen die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD Familiennachzug: "Papa, wann können wir zu Dir kommen?" KI-Investitionen: Die neue Macht vom Golf Donald Trumps Nahost-Reise: Nur die Deals zählen Ressourcen für KI: KI frisst Erde Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.