Diese Siedlung könnte die Zweistaatenlösung begraben
21.08.2025 · 13 Min.
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Der israelische Planungsausschuss hat am Mittwoch den Bau eines umstrittenen Siedlungsprojektes im Westjordanland offiziell genehmigt. Es geht um das sogenannte Gebiet E1, östlich von Jerusalem. Sollten die Pläne in die Tat umgesetzt werden, wäre Ostjerusalem vom Westjordanland abgeschnitten – ein möglicher Staat Palästina hätte keine Hauptstadt und kein zusammenhängendes Territorium mehr. Wird durch den Bau also der palästinensische Staat tatsächlich unmöglich? Darüber spricht Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT.
Beim Bahnfahren sind neben den Verspätungen, Zugausfällen und geschlossenen Bordbistros oft auch die vermeintlich hohen Preise ein Aufreger. Aber ist die Deutsche Bahn tatsächlich immer teurer geworden? DIE ZEIT hat Zahlen des Statistischen Bundesamtes analysiert und kam zu einem überraschenden Ergebnis: In den vergangenen fünf Jahren waren die Bahntickets sogar günstiger als im gleichen Zeitraum zuvor. Weshalb die Preise trotzdem ein Aufreger sind und worauf es beim Buchen ankommt, das weiß Sören Götz, Redakteur für Mobilität bei der ZEIT.
Und sonst so? Waka Waka, this time for Shakira.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Westjordanland: "So begräbt man einen palästinensischen Staat"
Westjordanland: Israel beschließt umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland
Deutsche Bahn: Ist ICE-Fahren wirklich so unverschämt teuer geworden?
Richard Lutz: Die Bahn braucht viel – aber keinen neuen Chef
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- Update: Hilft eine Praxisgebühr 2.0 dem Gesundheitssystem?
21.08.2025 · 11 Min.
Das deutsche Gesundheitswesen steht unter Druck – die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen liegen dieses und nächstes Jahr vier Milliarden über den Einnahmen. Die Arbeitgeberverbände wollen nun deshalb unnötige Arztbesuche mithilfe einer "Kontaktgebühr" erschweren. BDA-Geschäftsführer Steffen Kampeter schlug eine Gebühr von zehn Euro pro Arztbesuch vor. Kaja Klapsa aus dem Politikressort der ZEIT hat sich mit der Frage beschäftigt, was eine solche Gebühr der Krise der gesetzlichen Krankenversicherung entgegensetzen kann. Die israelische Armee hat laut ihrem Sprecher Effie Defrin mit "vorbereitenden Maßnahmen" zur Einnahme der Stadt Gaza begonnen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich derzeit rund eine Million Menschen aufhalten. Eine von ihnen ist Ala'a. Im Podcast berichtet sie von ihren Sorgen mit Blick auf eine anstehende Flucht. Außerdem im Update: In Italien hat die Polizei den Ukrainer Serhij K. festgenommen. Er soll an den Sprengstoff-Anschlägen auf die Nord Stream 1 und 2 Pipelines vor drei Jahren beteiligt gewesen sein. Die Polizei hat im vergangenen Jahr rund 16.000 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern gezählt. Das geht aus dem Lagebild "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, das in Berlin vorgelegt wurde. Was noch? Gegen die Lesekrise – Dänemark schafft die Mehrwertsteuer für Bücher ab. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Fabian Scheler, Constanze Kainz Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Steigende Beiträge: So lässt sich im Gesundheitswesen sparen Gesundheit: Arbeitgeberverbände fordern neue Praxisgebühr beim Arztbesuch Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände Krieg in Nahost: Armeesprecher: Vorbereitungen zur Einnahme von Gaza begonnen Krieg in Gaza: Israels Militär bereitet Einnahme von Gaza-Stadt vor Nord-Stream-Pipelines: Italienische Polizei nimmt mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur fest Nord-Stream-Sprengung: Tatort Ostsee: Wer sprengte die Nord Stream Pipelines? Bundeslagebild zu Kindesmissbrauch: Mehr als 18.000 Kinder und Jugendliche wurden 2024 sexuell missbraucht Kinder- und Jugendbücher: Die 35 besten neuen Kinder- und Jugendbücher für die Sommerferien Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Ein Ex-Minister soll vor Gericht
20.08.2025 · 10 Min.
Der ehemalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist wegen Falschaussage zur gescheiterten Pkw-Maut von der Staatsanwaltschaft Berlin angeklagt worden. Demnach soll Scheuer vor dem Maut-Untersuchungsausschuss behauptet haben, er könne sich an keinen Vorschlag erinnern, die Verträge für die geplante Pkw-Maut erst dann zu unterschreiben, wenn Rechtssicherheit bestehe. Laut den Mautbetreiberfirmen wurde ihm dieses Angebot jedoch unterbreitet, er soll dies abgelehnt haben. Scheuer selbst bezeichnete die Anklage als “politisch motiviert”. Die Mautpläne wurden 2019 vom Europäischen Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt, der Staat musste 243 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Was hinter der Pkw-Maut steckt, welche Konsequenzen Scheuer drohen und warum die Anklage am eigentlichen Problem vorbeigeht, erklärt Petra Pinzler, Korrespondentin der Hauptstadtredaktion. Israel hat den Bau eines umstrittenen Siedlungsprojekts im Westjordanland genehmigt. Wie die israelische Organisation Peace Now mitteilte, soll das Gebiet zwischen Ostjerusalem und der Siedlung Maale Adumim entstehen, dem sogenannten E1-Gebiet. Geplant seien demnach 3400 Wohneinheiten, die das Westjordanland in einen nördlichen und südlichen Teil unterteilen würden. Ein zusammenhängendes Gebiet für einen potenziellen palästinensischen Staat zu finden wäre dadurch praktisch unmöglich. Das Projekt wurde bereits nach dessen Ankündigung international stark kritisiert. Ebenso umstritten ist Israels Entscheidung, auch Gaza Stadt zu besetzen. Noch vor der Einnahme sollen 50.000 Reservisten einberufen werden. Am Einsatz sollen aber hauptsächlich aktive Soldaten beteiligt sein, sagte ein militärischer Repräsentant. Außerdem im Update: In Köln startet die weltweit größte Computerspielmesse Gamescom. 1500 Aussteller aus 72 Ländern stellen unter dem diesjährigen Motto “Games – Perfekte Unterhaltung” ihre neuen Spiele und Konsolen vor – ein neuer Messerekord. Auch die Zahlen aus der Gamingindustrie lassen sich sehen: Sechs von zehn Deutschen spielen, die Branche macht mehr Umsatz als die Film- und Musikindustrie zusammen. Trotzdem ist die Games-Branche in der Krise. Warum, weiß Henrik Oerding aus dem Digitalressort. Und sonst so? Wie viel Geld macht wirklich glücklich? Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Gescheiterte Pkw-Maut: Staatsanwaltschaft klagt Andreas Scheuer wegen Falschaussage an Westjordanland: Israel beschließt umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland Westjordanland: "So begräbt man einen palästinensischen Staat" Gaza-Krieg: Israels Armee will rund 50.000 Reservisten einberufen Gamescom: Spiele? Sind nicht mehr so wichtig Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Mission Impossible für die Bundeswehr?
20.08.2025 · 13 Min.
Sollte es in den kommenden Monaten zu einem Friedensschluss in der Ukraine kommen, könnte dieser von europäischen Soldaten abgesichert werden. Und Deutschland als größtes Land in Europa und wichtiger Nato-Staat müsste dabei wahrscheinlich einen wichtigen Beitrag leisten. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine Beteiligung deutscher Soldaten an einer solchen Friedensmission zwar vor wenigen Tagen noch ausgeschlossen. Allerdings hat er am Dienstag im Rahmen seiner Japanreise einen Kurswechsel angedeutet. Möglicherweise könnten also auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in der Ukraine stationiert werden. Wie könnte ein solcher Einsatz aussehen? Und hat die Bundeswehr dafür überhaupt die Ressourcen? Diese und weitere Fragen beantwortet Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur im Politikressort der ZEIT. Immer weniger junge Menschen beziehen Bafög – obwohl viele eigentlich Anspruch auf eine staatliche Förderung ihrer Ausbildung hätten. Das geht aus einer Studie des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach ist die Zahl der Bafög-Empfänger so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr. Nur noch rund 612.000 junge Leute bekommen die Förderung für ihr Studium, die Ausbildung oder die Schule. Der Grund: Viele haben Angst vor hohen Schulden oder glauben, das Einkommen ihrer Eltern sei für die Fördergrenzen des Programms zu hoch. Weshalb diese Sorge oft unbegründet ist und warum mehr Menschen nachrechnen sollten, ob ihnen die Förderung nicht doch zusteht, erklärt Celine Schäfer, Redakteurin im Geldressort der ZEIT. Und sonst so? Bzzzzzz – der Welttag der Mücke ist da. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Bundeswehr in der Ukraine: Wir müssen über deutsche Soldaten in der Ukraine reden Sicherheit in der Ukraine: Deutsche Soldaten in den Donbass? Bafög: Warum junge Menschen Tausende Euro an Förderung verschenken Armut im Studium: "Es ist kein Leben, wenn man nur vom Bafög lebt" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.