Essen wir bald Genfood, ohne es zu wissen?
17.06.2026 · 13 Min.
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Die EU steht kurz vor einer grundlegenden Reform des Gentechnikrechts, die den Umgang mit sogenannten neuen genomischen Techniken erleichtern soll. Dabei geht es vor allem um Verfahren wie die Genschere CRISPR-Cas, mit denen das Erbgut von Pflanzen gezielt verändert werden kann. EU-Kommission, Parlament und Rat stimmen nun darüber ab, ob genetisch veränderte Pflanzen künftig weniger streng reguliert werden sollen. Besonders Pflanzen mit wenigen Eingriffen ins Erbgut würden dabei weitgehend wie konventionelle Züchtungen behandelt, ohne umfassende Risikoprüfung oder Kennzeichnungspflichten. Befürworter der Reform erhoffen sich schnellere Züchtungsfortschritte und besser angepasste Pflanzen für den Klimawandel. Kritiker warnen vor möglichen Umweltfolgen, Risiken für die Biodiversität und fehlender Transparenz für Verbraucher. Was das für die Sicherheit von Lebensmitteln bedeutet, erklärt Andreas Sentker, geschäftsführender Redakteur der ZEIT.
Union und SPD diskutieren weiterhin über eine Reform der Einkommensteuer, mit der vor allem mittlere Einkommen entlastet werden sollen. Die SPD setzt dabei auf Entlastungen für mittlere Einkommen und höhere Beiträge von Spitzenverdienern, während die Union Steuererhöhungen ablehnt und zusätzlich Entlastungen für Unternehmen fordert. Der Ökonom Stefan Bach vom DIW hat einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der Elemente beider Positionen aufgreift. Was der Vorschlag konkret vorsieht, was er für wen bedeuten würde – und ob er Chancen auf Umsetzung hat, erläutert Tina Groll, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT.
Und sonst so? Cat content bei »Romeo und Julia«
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
EU-Gentechnik: Kommt jetzt die neue Gentechnik?
Crispr/Cas9: Evolution aus dem Labor
Grüne Gentechnik: Was sind schon 20 Eingriffe in die DNA?
Klimakrise: Klimaerwärmung verringert Ernte in den nächsten Jahren um acht Prozent
Gentechnik: Wem gehört der Brokkoli?
Reform der Einkommensteuer: Warum die Steuerreform so schwierig ist
Steuerreform: Klingbeil strebt Entlastung für mittlere Einkommen an
Einkommensteuer: Lars Klingbeil fordert Beitrag von Spitzenverdienern
Einkommenssteuerreform: Die Lösung für das Steuerproblem der Koalition?
Beiträge zur Krankenkasse: So teuer wird Ihre Krankenversicherung in diesem Jahr
Sozialabgaben: Besserverdienende sollen ab 2026 höhere Sozialbeiträge zahlen
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Weitere Folgen
- Schiebt Deutschland bald mehr straffällige Geflüchtete ab? (Update)
17.06.2026 · 10 Min.
In Hamburg beginnt am Mittwoch die Innenministerkonferenz. Dabei geht es auch um die deutsche Migrationspolitik: Der Vorsitzende Andy Grote fordert niedrigere Hürden für Abschiebungen straffälliger Flüchtlinge. Was rechtlich möglich ist und ob das mehr Sicherheit bringt, erklärt der Sozialwissenschaftler Marcus Engler, der am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung unter anderem zu europäischer und globaler Migrationspolitik forscht. Die Meldestellen des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) haben für 2025 insgesamt 8.725 antisemitische Vorfälle dokumentiert, 100 mehr als im Vorjahr. Besonders stark nahmen rechtsextrem motivierte Vorfälle zu, auch Antisemitismus im Netz stieg deutlich an. Rias-Geschäftsführer Benjamin Steinitz warnte, Antisemitismus drohe sich zu normalisieren. Außerdem im Update: Am Mittwoch ist der zweitägige G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains zu Ende gegangen. Bundeskanzler Friedrich Merz hob die Zusammenarbeit der G7-Staaten bei kritischen Rohstoffen und künstlicher Intelligenz hervor. Mit Partnerländern wollen die G7 Förderung, Verarbeitung und Wiederverwertung kritischer Rohstoffe verbessern. Und sonst so? »Pizza-Weltmeister« aus Ludwigshafen Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Abschiebungen: Grote will Hürden für Abschiebung straffälliger Flüchtlinge senken Abschiebungen: In Zellen zusammengepfercht, von Kameras beobachtet – jahrelang Gemeinsames Europäisches Asylsystem: Flucht in die Realität Antisemitismus in Deutschland: Meldestellen dokumentieren 2025 mehr als 8.700 antisemitische Vorfälle Antisemitismus: Haben Juden ein Recht auf Döner? Évian-les-Bains: Friedrich Merz hebt »starke« G7-Unterstützung für Ukraine hervor Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Folgt auf den Iran eine Lösung für den Ukrainekrieg? (Update)
16.06.2026 · 11 Min.
Die Staats- und Regierungschefs der G7 sind im französischen Évian zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Diskutiert wird auch die mögliche Rolle Europas und Deutschlands bei einem Friedensprozess. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob sich Deutschland künftig an einer Mission zur Absicherung der Straße von Hormus beteiligen könnte. Begleitet wird der Gipfel von Protesten. Im benachbarten Genf demonstrierten nach Polizeiangaben rund 20.000 Menschen gegen die G7. Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der ZEIT, ordnet die wichtigsten Themen des Gipfels ein. Beim G7-Gipfel im französischen Évian beraten die Staats- und Regierungschefs auch über das angekündigte Abkommen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat die Vereinbarung laut seinem Vizepräsidenten bereits elektronisch unterzeichnet. Die formelle Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz erfolgen. Trotz dieser Einigung gibt es Akteure, die dem Abkommen kritisch gegenüberstehen: Teile des iranischen Machtapparats, Gegner des iranischen Regimes sowie die israelische Regierung. Welche Gründe sie dafür haben, erläutert ZEIT-Volontär Omid Rezaee. Außerdem im Update: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat in Berlin ein neues Zentrum zur Abwehr hybrider Gefahren eröffnet. Das Zentrum soll Polizei, Verfassungsschutz, Bundesbehörden, Länder sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik enger vernetzen. Ziel ist ein schnellerer Informationsaustausch und eine bessere Früherkennung solcher Angriffe. In Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes an einem russischen Künstler und Putin-Kritiker. Der 44-jährige Semjon Skrepezki wurde nach Angaben der Ermittler auf offener Straße getötet. Inzwischen wurden zwei belarussische Staatsangehörige festgenommen. Skrepezki war für satirische und politische Karikaturen bekannt, unter anderem von Wladimir Putin. Und sonst so: Warum viele Supermärkte gegen den Uhrzeigersinn aufgebaut sind Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Liveblog: Krieg gegen die Ukraine: Selenskyj schlägt Putin Treffen in den USA vor Krieg im Iran: US-Angriffe auf iranische Infrastruktur, Iran beschießt US-Stützpunkte Regierungserklärung von Friedrich Merz: Merz fordert mehr außenpolitisches Engagement Deutschlands Straße von Hormus: Pistorius lehnt Beteiligung an Sicherung der Straße von Hormus ab G7-Gipfel in Évian: Vereinzelte Ausschreitungen in Genf bei Protest gegen G7-Gipfel Liveblog: Évian-les-Bains: G7 planen offenbar neue Energiesanktionen gegen Russland Was jetzt? / Irankrieg: USA und Iran verkünden überraschend Einigung USA und Iran: So leicht wird er den Krieg nicht los G7-Gipfel: Trump spricht mit G7-Staatschefs über Iran-Abkommen Öffnung der Straße von Hormus: »Schiffe in aller Welt, startet eure Motoren« Berlin: Alexander Dobrindt eröffnet Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen Putin-Kritiker: Russischer Künstler Semyon Skrepetsky in Polen erschossen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Wenn die KI die Bundestagsrede schreibt
16.06.2026 · 12 Min.
Mehrere deutsche Spitzenpolitiker, unter anderem Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), sind zuletzt durch von künstlicher Intelligenz (KI) generierte Reden und Beiträge aufgefallen. Eine Recherche der ZEIT legt nahe, dass mehrere von Wildberger gehaltene Reden größtenteils von einer KI verfasst wurden. Auch zwei Gastbeiträge des CDU-Ministers in großen Zeitungen hat demnach weder er selbst geschrieben noch sein Team – sondern ChatGPT oder ein ähnliches KI-Modell. Dürfen Politiker sich Reden von KI schreiben lassen? Und was bedeutet es für die Demokratie, wenn sie das tun? Dazu spricht die ZEIT-Politikredakteurin Eva Ricarda Lautsch im Podcast. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran in der Nacht zum Montag auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs verständigt. Das bestätigte neben der US-Regierung und dem Iran auch der Vermittler Pakistan. Blockierte Handelsrouten und steigende Preise sind weltweit als wirtschaftliche Folgen des Kriegs zu spüren. Sollte es tatsächlich zu einem Friedensvertrag kommen: Wie sähen die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft aus? Dazu recherchiert hat die Leiterin des Ressorts Wirtschaft der ZEIT, Ileana Grabitz. Und sonst so? Beschwerdechor Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Christina Felschen, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: KI in der Politik: Demokratische Automaten Karsten Wildberger: »Das komfortable Gefühl einer in sich stimmigen Erzählung« Künstliche Intelligenz in der Politik: Vor einer Rede in Buchenwald geht man in sich – und nicht ins Netz Öffnung der Straße von Hormus: Iran Rahmenabkommen im Irankrieg: Was über die Einigung zwischen den USA und dem Iran bekannt ist Iran und USA: Iran veröffentlicht Details zu geplantem »Deal« Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.