Söders Bangen vor der AfD
24.09.2025 · 12 Min.
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Bei der Klausurtagung der CSU-Fraktion im oberfränkischen Kloster Banz am Dienstag nannte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder das Anwachsen der AfD die „größte Herausforderung unseres politischen Lebens“. Aktuell liegt die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Partei AfD in Umfragen teilweise vor der Union. Auch im von ihm regierten Bundesland Bayern gewinnt die AfD zunehmend an Zustimmung. Einst sagte Franz Josef Strauß, neben der CSU dürfe keine rechte Partei existieren. Warum schafft es die Partei unter Söder nicht mehr, das durchzusetzen? Das ordnet die Politik-Redakteurin der ZEIT, Lisa Caspari, ein.
Um Argentiniens Finanzlage zu stabilisieren, haben am Dienstag US-Präsident Donald Trump und sein Finanzminister Scott Bessent den argentinischen Präsidenten Javier Milei in New York getroffen. Der Wert des argentinischen Pesos sinkt seit Wochen und zwingt die Zentralbank des südamerikanischen Landes zu immer drastischeren Schritten. In den letzten Tagen hat die argentinische Zentralbank große Mengen ihrer US-Dollarreserven veräußert. Über Mileis Politik und wie die USA Argentinien helfen können, spricht im Podcast der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Ingo Malcher.
Und sonst so? Cardi B-CDs per Drohnenlieferungen.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Kai Schnier, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Markus Söder: Söders Angst vor der AfD
ZEIT-Wahltrend: Warum die AfD an der Union vorbeizieht
CDU in NRW: Wüst, nicht wüst
Javier Milei: Der Erfolg der Kettensäge
Argentinien: Javier Mileis Wirtschaftsreformen
Javier Milei: Rückschlag für Argentiniens Präsidenten Milei bei Provinzwahl
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- Update: Merz im Ankündigungsmodus
24.09.2025 · 12 Min.
Im Bundestag in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) heute in seiner Rede bei der Generaldebatte zum Haushalt erneut die Notwendigkeit von Reformen bei der Wirtschaft und im Sozialsystem betont. Diese seien notwendig, damit alle anderen Vorhaben der Bundesregierung möglich seien. Die Bundesrepublik Deutschland stehe “in einer der herausforderndsten Phasen unserer neueren Geschichte”. Oppositionspolitikerinnen der Linken und Grünen warfen Merz dagegen mangelnde Empathie für Bürgerinnen und Bürger vor. Merz verteidigte seine Politik, die geplanten Reformen würden den Sozialstaat erhalten. Um Investitionen in die soziale Infrastruktur wie Schulen und Kitas zu ermöglichen, seien 100 Milliarden Euro für die Länder eingeplant. Der politische Korrespondent der ZEIT, Fabian Reinbold, hat die Debatte im Bundestag verfolgt. Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, hat heute eine Rede vor der UN-Vollversammlung in New York gehalten. Am Vorabend hatte er sich mit US-Präsident Donald Trump getroffen. Dieser hatte daraufhin in der Nacht auf Mittwoch auf seiner Online-Plattform True Social verkündet, dass die Ukraine alle von Russland besetzten Gebiete zurückerobern könnte. Mithilfe der Nato und finanzieller Hilfe Europas sei dies eine “Option”. Mit seinen aktuellen Äußerungen rückt Trump von früheren Überlegungen ab, Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland in Kauf nehmen zu wollen. Selenskyj zeigte sich überrascht von Trumps Aussagen und dankte ihm. Der ZEIT-Reporter Christian Vooren ordnet ein. Außerdem im Update: Nach dem Cyberangriff auf europäische Flughäfen hat die britische Polizei in West Sussex einen Verdächtigen festgenommen. Nach dem Angriff auf ein IT-System am Freitagabend kommt es unter anderem am Flughafen Berlin-Brandenburg nach wie vor zu Problemen. Und sonst so? Erste Bundestagsrede mit Baby. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Generaldebatte im Bundestag: Kanzler Merz sieht "herausforderndste Phase der jüngsten Geschichte" Generaldebatte im Bundestag: Opposition wirft Regierung fehlende Empathie für Bürger vor Friedrich Merz: Der Bundeskanzler Treffen mit Wolodymyr Selenskyj: Donald Trump stellt Rückeroberung ukrainischer Gebiete in Aussicht Liveblog: Krieg gegen die Ukraine: US-Präsident Trump deutet Kurswechsel an, Ukraine reagiert erleichtert Luftraumverletzung durch Russland: Trump befürwortet Abschuss russischer Flugzeuge bei Luftraumverletzung Großbritannien: Polizei nimmt Verdächtigen nach Cyberangriff auf Flughäfen fest Berlin: Flughafen BER rechnet mit tagelangen Ausfällen und Verspätungen Flugverkehr: Flughafen BER noch immer mit Folgen des Cyberangriffs beschäftigt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Die Nato droht mit Gegenwehr - aber vorsichtig
23.09.2025 · 10 Min.
Nach der Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets haben sich die Verbündeten der Nato zu einem Gipfel getroffen, um über eine gemeinsame Reaktion zu beraten. In einer Erklärung verurteilten die 32 Bündnisstaaten das Vorgehen Moskaus als "verantwortungslos" und kündigten an, künftig nicht nur Drohnen, sondern auch russische Flugzeuge abzuschießen, um das Bündnisgebiet zu schützen. Es ist das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen, dass der Nato-Rat wegen russischer Luftraumverletzungen zusammenkommt. Zuvor hatte Polen das Eindringen russischer Drohnen gemeldet. Nato-Generalsekretär Mark Rutte äußerte sich nach der Sitzung bei einer Pressekonferenz und erklärte, die Verbündeten hielten fest zusammen, um einander zu verteidigen. Im Nachrichtenpodcast sagt Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, für wie sinnvoll er die Antwort der Nato hält. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat seine Haushaltspläne für 2026 vorgestellt. Der Kernhaushalt umfasst Ausgaben von 520,5 Milliarden Euro, davon sollen 174,3 Milliarden Euro durch neue Schulden finanziert werden. Besonders umstritten sind dabei die Ausgaben für Verkehrsinfrastruktur. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) fordert zusätzliche Mittel für den Aus- und Neubau von Straßen und Eisenbahnstrecken, da seiner Einschätzung nach vor allem in diesem Bereich rund 15 Milliarden Euro fehlen. Klingbeil wies die Kritik zurück und betonte, dass das Verkehrsministerium bereits stark von den vorgesehenen Sondermitteln profitiere. Ob und wie sich die beiden Minister einigen könnten, erklärt Mark Schieritz, stellvertretender Leiter im Politikressort der ZEIT. Und sonst so? Kamala Harris: Ein Blick hinter die Kulissen der großen US-Politik Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Ukrainekrieg: Estland meldet Eindringen russischer Kampfflugzeuge in Luftraum Drohnenangriff in Polen: Droht nun eine Eskalation zwischen der Nato und Russland? Verteidigungsbündnis: Nato warnt Russland vor weiteren Luftraumverletzungen Nato: Einfach abschießen? Ukrainekrieg: Polen beruft wegen russischer Drohnen UN-Sicherheitsrat ein Haushalt 2026: Klingbeil will "Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit" stärken Bundeshaushalt: Bundestag beschließt Haushalt für 2025 Livestream: Deutsche Bahn: Live: Bundesverkehrsminister verkündet Ablösung von Bahnchef Lutz Verkehrswende: Stehen geblieben Finanzpolitik: In der Schuldenfalle Verkehrsinfrastruktur: Geld für Autobahnen: Klingbeil kontert Schnieders Forderung Annalena Baerbock: Ein bisschen befreit in New York Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- 80 Jahre UN: Viele Gäste, aber keine Party
23.09.2025 · 13 Min.
Die Vereinten Nationen feiern in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. In New York beginnt am heutigen Dienstag die 80. Generalversammlung. Doch die Weltlage erscheint so düster wie schon lange nicht mehr: Die Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen, im Sudan oder im Jemen zeigen, wie groß die Herausforderungen sind. Auf der Agenda der Generalversammlung stehen unter anderem Reden von US-Präsident Donald Trump, der keinen Hehl aus seiner Verachtung für internationale Organisationen und den Multilateralismus insgesamt macht. Für Deutschland spricht Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), während Bundeskanzler Friedrich Merz nicht nach New York reist. Samiha Shafy, Redakteurin im Politikressort der ZEIT, erklärt im Podcast, was inhaltlich von der Generalversammlung zu erwarten ist und ob die Vereinten Nationen inmitten globaler Krisen wieder an Einfluss gewinnen können. Für etwa zwölf Minuten sind am vergangenen Freitag drei russische Kampfflugzeuge in den estnischen Luftraum eingedrungen. Fast zeitgleich überflogen zwei weitere Jets im Tiefflug eine polnische Bohrinsel in der Ostsee. Es war die nächste Provokation, nachdem die Nato erst vor zwei Wochen mehrere russische Drohnen über Polen abgeschossen hatte. In Brüssel beraten nun die Nato‑Verbündeten gemäß Artikel 4 des Bündnisvertrags über eine Reaktion und das weitere Vorgehen. Dieser sieht Konsultationen vor, wenn sich ein Staat bedroht fühlt. Einige Europäer wie der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordern künftig eine robuste Reaktion, bis hin zum Abschuss russischer Maschinen. Wie realistisch ist das? Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast ein, wie bedrohlich die Vorfälle der vergangenen Woche waren und welche Möglichkeiten der Nato jetzt offenstehen. Und sonst so? Gehen Sie doch mal wieder in die Oper oder ins Konzert. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Kai Schnier, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Konzerthäuser: Ouvertüre Richard Gowan: "Der Generalsekretär sollte wieder stärker als Mediator verhandeln" Nato: Einfach abschießen? Kampfjets in Estland: Putin dreht die Eskalationsspirale weiter Estland: "Es gibt die reale Angst, Russlands Krieg könnte Estland erreichen" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.