Spionageverdacht: Was will China von der deutschen Wissenschaft? (Update)
20.05.2026 · 11 Min.
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Wegen des Verdachts auf Spionage im Auftrag Chinas hat die Bundesanwaltschaft in München am Mittwoch ein Ehepaar festnehmen lassen. Die beiden beschuldigten deutschen Staatsbürger sollen versucht haben, Wissenschaftler an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auszuspionieren. Einige Wissenschaftler seien unter dem Vorwand nach China gelockt worden, gegen Honorar Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten. »Tatsächlich erfolgten solche Vorträge dann aber vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen«, so die Bundesanwaltschaft.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Ebola-Epidemie in Zentralafrika deutlich früher ausgebrochen ist als zunächst angenommen wurde. Die WHO-Expertin in der Abteilung für Epidemie- und Pandemiebekämpfung, Anaïs Legand, sagte, dass der Ausbruch »wahrscheinlich einige Monate« zurückliege. Die WHO hatte am Wochenende wegen des Ausbruchs den »internationalen Gesundheitsnotstand« ausgerufen, die Afrikanische Union dann am Dienstag den Notstand für den ganzen Kontinent. Inzwischen gibt es über 600 Ebola-Verdachtsfälle und 139 Tote. Ursache für die Epidemie ist Bundibugyo, eine seltene Variante des Ebola-Virus. Über das Virus spricht der stellvertretende Leiter des ZEIT-Gesundheitsressorts, Florian Schumann.
Außerdem im Update:
- Die EU will das Zollabkommen mit den USA umsetzen. Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder einigten sich in der Nacht auf Mittwoch darauf, europäische Zölle auf US-Industriewaren, wie mit Präsident Donald Trump vereinbart, abzuschaffen. Eine Notfallklausel besagt, dass die EU-Kommission die Zollabschaffung mit Zustimmung der Mitgliedstaaten wieder aussetzen kann, falls Trump die Zölle erhöht. Den ausgehandelten Kompromiss ordnet die Auslandskorrespondentin der ZEIT, Johanna Roth, ein.
- Bei dem zweitägigen Besuch Wladimir Putins bei Chinas Staatschef Xi Jinping haben die beiden sich für eine dauerhafte Lösung in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgesprochen, wobei die entscheidende Rolle Russlands nicht thematisiert wurde. Bezüglich des Irankriegs forderten Putin und Jinping zu einer Konfliktbeilegung auf. China und Russland wollen künftig in Form von gemeinsamen Militärmanövern und Luft- und Meerespatrouillen ihre militärische Zusammenarbeit vertiefen.
- Das Kabinett hat am Mittwoch die Führerscheinreform verabschiedet. Fahrstunden sollen nun auch von einer »nahestehenden Person« wie einem Eltern- oder Großelternteil abgehalten werden dürfen. Außerdem soll die Pflicht zum Präsenzunterricht abgeschafft werden. Dadurch soll die Fahrprüfung für junge Erwachsene bezahlbarer werden.
Und sonst so? Spazierclubs liegen im Trend.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel, Elise Landschek
Mitarbeit: Mira Schrems
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Weitere Links zur Folge:
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Ebola-Ausbruch: Das Virus hat schon zu viel Vorsprung
Ebolavirus: Ebolapatient in Berliner Charité aufgenommen
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Zollstreit mit Donald Trump: EU will Zollabkommen mit den USA umsetzen
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Finanzmärkte und Donald Trump: Ein Satz von Trump, und die Kurse steigen wieder
Staatsbesuch in Peking: Putin lobt »positive Dynamik« zwischen China und Russland
Ukraine-Angriffe auf Russland: Putin reist nach Peking – und in Moskau liegen die Nerven blank
Putin in China: Wie eng ist das Bündnis gegen den Westen?
Führerscheinreform: Fahren mit Eltern und Online-Theorie sollen Führerscheinkosten senken
Theorieprüfung: 1.200 Fragen übers Autofahren. Wie soll ich das schaffen?
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- Gegen diese Art von Ebola gibt es noch keinen Impfstoff
21.05.2026 · 12 Min.
Wegen des aktuellen Ebolaausbruchs in Zentralafrika hat die WHO den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verursacht wird der Ausbruch vom seltenen Bundibugyo-Stamm, der erstmals 2007 in Uganda nachgewiesen wurde. Anders als gegen das Zaire-Ebolavirus gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff gegen diese Variante. Internationale Gesundheitsbehörden und Forschungseinrichtungen arbeiten seit Jahren an entsprechenden Vakzinen, bislang fehlt jedoch eine breite Datengrundlage, weil frühere Ausbrüche vergleichsweise selten waren. Warum es bis heute keinen zugelassenen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm gibt und weshalb vergleichsweise wenig in die Forschung investiert wurde, ordnet Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT ein. Seit Beginn des Konflikts in der Golfregion sitzen nach Schätzungen rund 20.000 Seeleute in der Straße von Hormus und im Persischen Golf fest. Viele Schiffe können die Meerenge nicht passieren oder müssen vor Anker bleiben. Betroffen sind sowohl Containerschiffe als auch Tanker mit Besatzungen aus verschiedenen Ländern. Einzelne Seeleute berichten über schwierige Bedingungen an Bord. Dazu zählen unter anderem eine eingeschränkte Versorgung mit Lebensmitteln sowie Fälle, in denen Besatzungen ihre Schiffe seit Wochen nicht verlassen können. Wie den betroffenen Seeleuten geholfen werden könnte, erläutert Jonas Schulze Pals, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Warum der T-Rex so kurze Arme hat. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Ebola: Wie gefährlich ist der Ebolaausbruch? Ebolaausbruch in Afrika: Afrikanische Union ruft wegen Ebola Notstand für den Kontinent aus WHO: Ebolaepidemie im Kongo hat wohl schon vor Monaten begonnen Ebolaausbruch: Das Virus hat schon zu viel Vorsprung Was jetzt? / Ebola: Droht eine neue Ebolaepidemie? Irankrieg: USA und Iran greifen sich gegenseitig in der Straße von Hormus an Straße von Hormus: Was ist, wenn es doch länger dauert? Was jetzt? / Straße von Hormus: Was, wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt? Parag Khanna zur Straße von Hormus: »Das ist ein großer Wahnsinn« Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Welche Jobs die KI wirklich bedroht
20.05.2026 · 12 Min.
Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt und unterscheidet sich dabei grundlegend von früheren technologischen Entwicklungen. Ein Team der ZEIT hat deshalb Daten zu mehr als 400 Berufen ausgewertet. Dana Hajek ist Datenjournalistin und Teil des Rechercheteams. Sie erklärt in dieser Folge von »Was jetzt?«, warum eine Automatisierung von Aufgaben durch KI nicht zwangsläufig bedeutet, dass Jobs wegfallen. Vor vier Jahren eroberten russische Truppen die ukrainische Hafenstadt Mariupol nach wochenlanger Belagerung. Maxim Kireev aus dem Auslandsressort der ZEIT hat sich damit beschäftigt, was seitdem aus Mariupol geworden ist. Er hat Satellitenbilder ausgewertet, russische Dokumente analysiert und mit Menschen gesprochen, die bis heute in der Stadt leben. Im Podcast erzählt er, wie die Bewohner unter russischer Besatzung ihren Alltag bestreiten und wie sich Mariupol seit 2022 verändert hat. Und sonst so? Ein Jahr im Hotel wohnen, ohne zu bezahlen Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Matthias Peer und Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Automatisierungsrisiko: Wie ersetzbar ist Ihr Job durch KI? Berufseinstieg mit KI: »Die KI ist auf dem Arbeitsmarkt noch gar nicht wirklich angekommen« KI im Beruf: »Es ist unglaublich, wie KI unsere Arbeit erleichtert« Krieg in der Ukraine: »Ich wusste nie, dass ich Mariupol so liebe« Ukrainekrieg: Deutsche Unternehmen an russischen Bauprojekten in Mariupol beteiligt Mariupol: Was geschieht in Mariupol? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Koalition im Krisenmodus – hilft der Besuch vom Kanzler? (Update)
19.05.2026 · 11 Min.
Zum ersten Mal seit seiner Wahl zum Bundeskanzler hat Friedrich Merz (CDU) die SPD-Fraktion besucht. Sein Besuch fällt in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Union und SPD. Merz hat der SPD zuletzt mehrfach öffentlich mangelnde Kompromissbereitschaft und Blockaden bei zentralen Reformprojekten vorgeworfen. Diskussionen über den zukünftigen Kurs gibt es aber auch innerhalb der SPD, vor allem mit Blick auf die beiden Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas. Warum besucht Friedrich Merz die SPD-Fraktion gerade jetzt? Reicht ein solcher Besuch aus, um das angespannte Verhältnis zwischen den Koalitionspartnern zu beruhigen? Und wie ist die Stimmung in der SPD angesichts der Streitigkeiten mit dem Koalitionspartner? Das erklärt Michael Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT. Die neue Förderung der Bundesregierung für E-Autos kann ab sofort beantragt werden. Das entsprechende Portal für das rein digitale Antragsverfahren ist freigeschaltet – möglich ist eine staatliche Zuwendung von bis zu 6.000 Euro. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro zur Verfügung, die nach Angaben des Bundesumweltministeriums für rund 800.000 neue Fahrzeuge bis zum Jahr 2029 reichen. Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT, ordnet im Podcast ein, ob die neue Prämie den Umstieg auf Elektroautos tatsächlich beschleunigen kann oder ob der Markt das auch ohne staatliche Förderung geregelt hätte. Außerdem im Update: Die Ermittlungen gegen die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler sind vorerst gestoppt worden, nachdem das Europäische Parlament die Aufhebung ihrer Immunität abgelehnt hat. Die Europäische Staatsanwaltschaft wirft Niebler den Missbrauch von EU-Geldern bei Reisen und dem Einsatz von Assistenten vor. Die CSU-Politikerin weist die Vorwürfe zurück. Manuel Neuer soll bei der Fußball-WM der Männer im Sommer als Nummer eins im deutschen Tor stehen. Medienberichten zufolge hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits auf den inzwischen 40-jährigen Weltmeister von 2014 festgelegt, Oliver Baumann wäre demnach Ersatzkeeper. Der offizielle WM-Kader wird erst am Donnerstag bekannt gegeben. Fabian Scheler, Sportredakteur der ZEIT, erklärt im Podcast, ob das die richtige Entscheidung für das DFB-Team ist. Und sonst so? Köttbullar jetzt auch als Lolli Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Imre Balzer Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Affordability: Das neue Lieblingswort der SPD Elektromobilität: Portal für neue E-Auto-Förderung ist freigeschaltet CSU-Politikerin: EU-Parlament blockiert Betrugsermittlungen gegen Angelika Niebler Liveblog: Fußballweltmeisterschaft 2026 Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.