Update: Greift die EU jetzt zur "Handels-Bazooka"?
19.01.2026 · 11 Min.
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Die Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump verschärfen den Konflikt zwischen US-Regierung und Europäischer Union. Als Reaktion auf den europäischen Widerstand gegen Trumps Pläne zur Übernahme Grönlands kündigte der US-Präsident zusätzliche Strafzölle auf europäische Waren an. Ab dem 1. Februar sollen Einfuhren aus Deutschland und weiteren EU-Ländern mit zehn Prozent belegt werden, ab Juni stellte Trump sogar Zölle von 25 Prozent in Aussicht. Die Spitzen der EU beraten nun über mögliche Gegenmaßnahmen. Dabei rückt auch das sogenannte Instrument zur Bekämpfung von Zwangsmaßnahmen, die "Bazooka des Handels", erneut in den Fokus. Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT, erklärt im Podcast, wie sinnvoll dessen Einsatz ist und was zehn Prozent Zusatzzoll für Deutschland bedeuten würden.
Außerdem im Update:
Die Bundesregierung will den Kauf von Elektroautos erneut ankurbeln und stellt dafür insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Rund 800.000 Fahrzeuge sollen damit gefördert werden.
Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge im Süden Spaniens sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba, nachdem einer der Züge entgleist war. Die Ursache des Unfalls ist bisher unklar. Was bisher dazu bekannt ist, ordnet Antonia Schaefer ein. Sie berichtet für die ZEIT aus Spanien.
Und sonst so? Hans Zimmer zaubert die Musik zur neuen "Harry Potter"-Serie
Skript und Redaktion: Constanze Kainz
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Streit um Grönland: Trump kündigt Zusatzzölle gegen Deutschland und weitere EU-Länder an
Zollstreit mit den USA: EU plant offenbar Gegenzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro
Spanien: Zahl der Toten nach Zugunglück steigt auf mindestens 39
Elektromobilität: Bund fördert E-Autos mit bis zu 6.000 Euro
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Weitere Folgen
- Warum sich Russland und China über den Streit um Grönland freuen
20.01.2026 · 12 Min.
US-Präsident Donald Trump hat in einem Brief an den norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre den Anspruch Dänemarks auf Grönland infrage gestellt. Das Schreiben liegt der Nachrichtenagentur Reuters und weiteren Medien vor, Trump behauptet darin, es gebe keinerlei schriftliche Belege für Dänemarks Besitzanspruch. Er hatte am Samstag angekündigt, ab Februar neue Zölle zu erheben, unter anderem gegen Deutschland. Gelten sollen die Strafzölle so lange, bis die betroffenen Staaten einem Verkauf Grönlands an die USA zustimmen. Im Juni solle der Zollsatz auf 25 Prozent steigen. Deutschland und weitere europäische Staaten hatten mit Protest auf die Drohung reagiert und Widerstand angekündigt. Doch wie blicken China und Russland auf den Streit um Grönland? Das ordnen der Redakteur für internationale Politik, Steffen Richter, und der Russlandexperte der ZEIT, Maxim Kireev, ein. Im Sudan leiden mehr als 21 Millionen Menschen unter akutem Hunger. Die Welthungerhilfe der Vereinten Nationen warnt, dass ihre Lebensmittelvorräte bis Ende März aufgebraucht sind. Begonnen hat der Bürgerkrieg im Sudan vor knapp drei Jahren. In dem ostafrikanischen Land kämpft die reguläre Armee gegen die RSF-Miliz, das steht für Rapid Support Forces. Über die Lage in Darfur und im Nachbarland Tschad, wo viele sudanesische Geflüchtete in Lagern leben, berichtet Jan Friedrich-Rust. Er ist Geschäftsführer der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger und war im November und Dezember des vergangenen Jahres in der Region Zentral-Darfur und im Tschad unterwegs. Und sonst so? Seit 97 Jahren auf der Piste: Österreichs ältester Skifahrer Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Simone Gaul, Rita Lauter Mitarbeit: Susanne Hehr, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Drohungen der USA: Donald Trump zweifelt Dänemarks Anspruch auf Grönland an Konflikt um Grönland: Es reicht! Thomas Röwekamp: "America first bedeutet nicht, dass die Nato am Ende ist" Bürgerkrieg: UN melden weitreichendes Leid der Zivilisten im Sudan Krieg im Sudan: Drei von mehr als 21 Millionen Sudan: Bürgerkrieg im Sudan Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Gipfel in Davos: Dialog das Motto, Zolldrohung die Realität
19.01.2026 · 13 Min.
In einer angespannten weltpolitischen Lage beginnt morgen im Schweizer Davos das fünftägige Weltwirtschaftsforum. Rund 3.000 Teilnehmer aus mehr als 130 Ländern werden erwartet, darunter etwa 65 Staats- und Regierungschefs sowie Hunderte Spitzenmanager. Erst gestern kündigte US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle gegen die europäischen Nato-Mitglieder an, die einer US-Übernahme Grönlands entgegenstehen. Diese sollen so lange bestehen, bis ein Abkommen über den Kauf von Grönland abgeschlossen ist. Im Podcast ordnet Marlies Uken, die stellvertretende Leiterin des Wirtschaftsressorts, ein, ob das Weltwirtschaftsforum mehr ist als ein Debattentreffen und wie Europa mit Trumps Zollandrohungen umgehen könnte. Seit gut einem Jahr führt Machthaber Ahmed al-Scharaa Syrien, nachdem Langzeitdiktator Baschar al-Assad von Al-Scharaas Miliz gestürzt wurde. Und auch der neue Machthaber ist hochumstritten. Zuletzt gab es erneut Kämpfe mit kurdischen Kräften in der nordsyrischen Stadt Aleppo. Kommt es hier zu einer erneuten Eskalation und wie glaubwürdig ist Al-Scharaas Wandel vom Gotteskrieger zum sich gemäßigt gebenden Präsidenten? Das ordnet Anna-Theresa Bachmann, die für die ZEIT in Syrien unterwegs ist, im Podcast ein. Und sonst so? Krapfen mit Weißwurst und Senf Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Kai Schnier und Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Global Risks Report: Sorge vor wirtschaftlichen Auseinandersetzungen ist gestiegen Reaktionen auf Trumps Zollankündigung: "Wir lassen uns nicht einschüchtern" Konflikt um Grönland: Es reicht! Aleppo: Tausende flüchten vor möglicher Offensive gegen Kurden in Syrien Geplante Gespräche in Deutschland: Merz will mit Al-Scharaa über mögliche Rückkehr von Syrern sprechen Syrien: Nicht jeder kleine Spitzel wird belangt werden Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Was hat Trumps neues Gazakomitee vor?
18.01.2026 · 12 Min.
Die US-Regierung hat die zweite Phase des von Präsident Donald Trump vorgelegten Plans für den Gazastreifen ausgerufen. Vorgesehen ist, dass künftig eine palästinensische Regierung aus Fachleuten ohne Hamas-Bezug die Verwaltung des Gazastreifens übernimmt. Diese Übergangsregierung soll von einem internationalen Gremium beaufsichtigt werden, dessen Zusammensetzung Donald Trump nun offiziell bekannt gegeben hat. Es soll den politischen Prozess begleiten und den Wiederaufbau und die künftige Verwaltung des Gazastreifens koordinieren. Was von dem Gremium zu erwarten ist, ordnet Rieke Havertz ein. Sie ist internationale Korrespondentin der ZEIT. Immer mehr deutsche Städte planen, Seilbahnen in den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren. Verkehrsplaner betrachten urbane Seilbahnen als mögliche Ergänzung zu Straßenbahnen, Bussen und U-Bahnen. Auch in Bonn, Herne und anderen Städten laufen Planungen. Fachleute weisen darauf hin, dass Seilbahnen schnell gebaut, pro Kilometer kostengünstig und geeignet sind, bestehende Verkehrsnetze zu entlasten. International sind urbane Seilbahnen bereits etabliert, etwa in La Paz oder Paris. Max Rauner analysiert, wie realistisch Seilbahnen als Alternative zu Bus und Bahn tatsächlich sind. Und sonst so? High January statt dry January Moderation und Produktion: Rita Lauter Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge OK, America? / US-Außenpolitik: Amerikas neue Welt(un)ordnung Gazastreifen: USA starten zweite Phase des Friedensplans für Gaza OK, America? / Donald Trump und Nahost: Trumps internationaler Triumph Trumps 20-Punkte-Plan: Das sind die nächsten Schritte im Nahost-Friedensprozess Wiederaufbau in Gaza: Wo anfangen? Waffenruhe in Gaza: Donald Trumps große Stunde Nahost: US-Regierung benennt Mitglieder des Friedensrats für Gaza Tony Blair: "Entweder du stürzt die Verhältnisse um – oder sie stürzen dich" Klimaschutz: "Es braut sich ein Sturm zusammen" Gazakrieg: US-Außenminister sagt Israel "unerschütterliche Unterstützung" zu Jared Kushner: Der geschickte Mr. Kushner Seilbahn: Drahtseilakt ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das? / Urbane Seilbahnen: Mit der Seilbahn zur Arbeit oder ins Café – bald auch in Deutschland? Frankreich: Paris eröffnet erste Stadtseilbahn für Vororte Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.