Update: Nicht durchmarschiert, aber dazugewonnen
27.05.2024 · 10 Min.
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Bei den Thüringer Kommunalwahlen wurden am Sonntag Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte gewählt. 80 Prozent der Stimmen sind mittlerweile ausgezählt, in den Städten ist die CDU nach bisherigem Stand die stärkste Kraft. Die AfD, die in Thüringen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, kam bisher auf weniger Stimmen als erwartet. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Thüringen gelten als Stimmungstest für die Landtagswahlen im kommenden September. Tilman Steffen aus dem Politikressort von ZEIT ONLINE ordnet im Podcast die Wahlergebnisse ein.
Bei Luftangriffen auf die Stadt Rafah im Gazastreifen sollen israelische Raketen in der Nacht auf Montag Zelte in einem Flüchtlingslager getroffen haben. Die Organisation Roter Halbmond berichtet von zahlreichen Toten, nach palästinensischen Angaben sollen mindestens 35 Zivilisten bei dem Angriff gestorben sein. Politiker, unter anderem Außenministerin Annalena Baerbock, haben den Angriff Israels verurteilt und fordern von der Regierung, sich an das Urteil des Internationalen Gerichtshofs zu halten.
Zum ersten Mal seit 24 Jahren ist ein französischer Präsident zum offiziellen Staatsbesuch nach Deutschland gereist. Vom 26. bis zum 28. Mai ist Emmanuel Macron zu Besuch, um die deutsch-französische Beziehung zu stärken und sich mit anderen Politikerinnen und Politikern über die Zukunft Europas auszutauschen. Über den Staatsbesuch und die bevorstehende europapolitische Rede in Dresden berichtet Matthias Krupa, Korrespondent der ZEIT in Frankreich.
Was noch? Nach mehr als 28 Jahren wird der Messengerdienst ICQ abgeschaltet.
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Olga Ellinghaus
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Thüringen: Blaue Delle
Thüringen: Bekannter Neonazi schafft es in Stichwahl um Landratsposten
Krieg in Israel und Gaza: Ärzte melden viele Tote nach Angriff auf Flüchtlingslager in Rafah
Nahost: Internationale Kritik für israelische Angriffe auf Rafah
Liveblog: Krieg in Israel und Gaza
Staatsbesuch in Deutschland: Macron und Steinmeier bekräftigen Zusammenarbeit
Katastrophenschutz: Mindestens 2.000 Tote nach Erdrutsch in Papua-Neuguinea
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Weitere Folgen
- Deutsche Diplomatie in Zeiten des Gaza-Kriegs
28.05.2024 · 12 Min.
Immer wieder wird deutlich, vor welchem Dilemma die Bundesregierung steht, wenn es darum geht, zur aktuellen Situation im Gaza-Krieg Position zu beziehen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) äußerte am Samstag ungewöhnlich deutliche Kritik am Vorgehen der israelischen Armee: "Selbstverständlich muss Israel sich an das Völkerrecht halten. Und die Hungersnot, das Leid der palästinensischen Bevölkerung, die Angriffe im Gazastreifen sind – wie wir jetzt auch ja gerichtlich sehen – mit dem Völkerrecht nicht vereinbar." Gleich darauf hagelte es Kritik. CSU-Generalsekretär Martin Huber nannte Habecks Aussagen "unfassbar und beschämend". Auch Außenministerin Annalena Baerbock ringt regelmäßig um die richtigen Worte zum Krieg in Gaza – und sieht sich dabei ständig dem Vorwurf der Doppelmoral ausgesetzt. Alice Bota ist Redakteurin im Politikressort der ZEIT. Im Podcast analysiert sie die Kommunikation der Bundesregierung zum Krieg zwischen Israel und der Hamas. Das Land ist kaputt, sagen die einen. Wir packen selbst mit an, sagen die anderen. In Deutschland gibt es viele Probleme: Schulgebäude schimmeln, Fahrradwege reißen auf, es mangelt an Wohnungen, schnellem Internet, Pflegekräften. An welchen Stellen hakt es in Deutschland? Und wie geht es besser? Das wollte ein Projektteam bei ZEIT ONLINE herausfinden und hat deshalb Plan D gestartet, ein Verzeichnis für Probleme und ihre Lösungen. Jannis Carmesin ist Teil des Projektteams bei ZEIT ONLINE. Im Podcast erzählt er, worüber sich die Leute in Deutschland aufregen und welche Projekte Hoffnung machen. Und sonst so? Verlieben wir uns bald alle in künstliche Intelligenz? Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Anne Schwedt, Henrike Hartmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de Weitere Links zur Folge: Liveblog: Krieg in Israel und Gaza Annalena Baerbock: Eine Wand der Antipathie Gaza-Krieg: Robert Habeck wirft Israel Völkerrechtsbruch vor Gaza-Krieg: CSU nennt Robert Habecks Israel-Kritik "beschämend" Plan D: Ihr Problem hätten wir gern – und Ihre Lösung! Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Die zwei Seiten der Giorgia Meloni
27.05.2024 · 11 Min.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gilt als Postfaschistin. Im Wahlkampf hetzte sie gegen die EU, die Medien und Migrantinnen. Sie versprach, die illegale Einwanderung zu stoppen – mit Seeblockaden und Schützengräben, wenn es nötig sei. Doch kurz vor den Europawahlen im Juni zeigt sie sich gemäßigt und anschlussfähig. Bundeskanzler Olaf Scholz, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden, Staats- und Regierungschefs, die mit Melonis politischer Linie eigentlich nicht übereinstimmen, arbeiten offenbar gerne mit ihr zusammen. Hat sich Giorgia Meloni wirklich von einer Postfaschistin zur gemäßigten Rechten gewandelt? Oder tut sie nur so? Und welchen Einfluss könnte sie zukünftig auf Europa nehmen? Darüber sprechen wir mit Moritz Aisslinger, Redakteur im Dossier der ZEIT. Seit Anfang dieses Jahres verbreitet sich in Europa der Keuchhusten. Zwischen Januar und März zählte die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC mehr als 32.000 Fälle der Krankheit, das sind mehr, als normalerweise in einem ganzen Jahr gemeldet werden. Besonders stark betroffen ist Großbritannien, aber auch in Deutschland steigen die Infektionszahlen. Das Robert Koch-Institut meldet für dieses Jahr bereits über 5.300 Fälle, im Vorjahreszeitraum waren es nur etwa 1.600. Besonders gefährlich ist Keuchhusten für Säuglinge, in Großbritannien sind fünf Babys daran gestorben. Wieso sich der Keuchhusten auf einmal so stark verbreitet und wie Kinder vor der Erkrankung geschützt werden können, berichtet Florian Schuhmann aus dem Gesundheitsressort von ZEIT ONLINE. Und sonst so? Auf der Seite "Conservation Gardening" können Sie herausfinden, welche Balkon- und Gartenpflanzen in Ihrem Bundesland besonders viel zum Artenschutz beitragen können. Moderation und Produktion: Simone Gaul Mitarbeit: Olga Ellinghaus, Anne Schwedt Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Giorgia Meloni: Die charmante Postfaschistin Europäische Union: Meloni lehnt Vereinigung ultrarechter Fraktionen im EU-Parlament ab ECDC: Increase of pertussis cases in the EU/EEA Keuchhusten: Manche Kinder husten bis zum Herzstillstand Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Wo die AfD bald mitentscheiden könnte
26.05.2024 · 12 Min.
In Thüringen finden am heutigen Sonntag die Kommunalwahlen statt. Wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger können dabei je nach Wohnort die Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte, Landräte, Bürgermeisterinnen und Oberbürgermeister wählen. In vielen Landkreisen könnte die AfD stärkste Kraft werden und künftig ihre Vorstellungen durchsetzen. Lenz Jacobsen, Politikredakteur bei ZEIT ONLINE, hat gemeinsam mit dem Datenteam an einer Modellrechnung gearbeitet, um herauszufinden, in welchen Landkreisen die AfD gewinnen könnte. Im Podcast ordnet er ein, was ein Erfolg der AfD auf der Kommunalebene bedeuten würde. Lachgas wird als Partydroge bei Jugendlichen immer beliebter. Deshalb will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schnell für strengere Regeln sorgen. Das Gas, das in der Medizin und der Industrie verwendet wird, führt nach dem Einatmen zu einem kurzen Rausch. Es fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Deshalb ist es zurzeit am Kiosk und sogar an manchen Automaten ohne Altersbeschränkung frei verkäuflich. Der Konsum von Lachgas kann zu Ohnmacht und Atemnot führen. Manuel Bogner, Politikredakteur bei ZEIT ONLINE, hat zu dem Thema recherchiert und erklärt, ob der Verkauf von Lachgas bald stärker reguliert werden könnte. Und sonst so? Keine Angst vor Ablehnung! Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Paulina Kraft Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Kommunalwahlen in Ostdeutschland: Wo die AfD stärkste Kraft werden könnte Kommunalpolitik: Vollzeitjob nach Feierabend Thüringen: Das müssen Sie zur Kommunalwahl in Thüringen wissen Lachgas: Schmeckt nach Kokos und macht auf Dauer dumm Bundesgesundheitsminister: Lauterbach will gegen Lachgas als Partydroge vorgehen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.