Update: Noch trägt die politische Mitte
15.09.2025 · 11 Min.
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Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen hat die AfD ihr Ergebnis im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren verdreifacht, bleibt jedoch hinter ihren bundesweiten Umfragewerten zurück. Die Grünen erzielten trotz Verlusten das zweitbeste Kommunalwahlergebnis ihrer Geschichte in NRW. Auffällig war die hohe Wahlbeteiligung: Mit 56,8 Prozent war sie so hoch wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Er sagt "noch lebt die Mitte". Im Podcast erklärt er, warum die Wahl in NRW der Bundesregierung einen Motivationsschub geben sollte.
Der Prozess gegen Özgür Özel, Vorsitzender der größten Oppositionspartei CHP, wurde in der Türkei auf Oktober verschoben. Ihm und weiteren Parteimitgliedern wird Bestechung im Zusammenhang mit dem Parteitag 2023 vorgeworfen. Die CHP weist die Vorwürfe zurück und kritisiert das Vorgehen der Justiz. Marion Sendker ist Autorin für die ZEIT in Istanbul. Sie ordnet die Lage ein.
Außerdem im Update: Am Wochenende glänzten deutsche Sportler mit Erfolgen. Die deutschen Männer haben nach der Basketball-Weltmeisterschaft nun auch den Europameistertitel gewonnen. Parallel dazu sicherte sich Marathonläufer Amanal Petros bei der Weltmeisterschaft in Tokio die Silbermedaille, nur drei Hundertstelsekunden hinter dem Sieger aus Tansania. Petros, 30 Jahre alt und 2012 als Flüchtling nach Deutschland gekommen, ist damit Vizeweltmeister im Marathon.
Und sonst so? Ist die Nordsee wirklich das gefährlichste Meer?
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald
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Weitere Links zur Folge:
- NRW-Wahlen 2025: Noch lebt die Mitte
- Kommunalwahl in NRW: Was ist der Plan?
- Opposition in der Türkei: Türkisches Gericht vertagt Prozess gegen Oppositionsführer Özel
- Opposition in der Türkei: "Das sind politische Prozesse"
- Amanal Petros: Ein Wimpernschlag dauert zehnmal länger
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- Sondergipfel in Katar: eine neue sicherheitspolitische Ära?
16.09.2025 · 12 Min.
Vergangene Woche hat die israelische Luftwaffe in Doha versucht, die Hamas-Führung zu anzugreifen. Nach katarischen Angaben kamen sechs Menschen ums Leben, Hamas-Funktionäre blieben offenbar unverletzt. Am gestrigen Montag haben fast 60 arabische und islamische Staaten bei einem Sondergipfel in Katar über Konsequenzen gesprochen. Der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, fragte: "Wie sollen wir in unserem Land israelische Delegationen zu Verhandlungen empfangen?" In der gemeinsamen Abschlusserklärung fordern die Staaten ein Waffenembargo gegen Israel, konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Lea Frehse ist außenpolitische Redakteurin der ZEIT, sie erklärt, worauf man sich außerdem einigen konnte und welche Bedeutung der Gipfel hat. Am 16. September 2025 wählen die Bürgerinnen und Bürger Malawis einen neuen Präsidenten sowie Parlament und Kommunalvertreter. 7,2 Millionen Menschen haben sich registriert. Das Land gilt trotz extremer Armut als eine der wenigen stabilen Demokratien in Subsahara-Afrika. Doch die wirtschaftliche Not ist groß: Inflation, Energieknappheit und Nahrungsmittelunsicherheit prägen den Alltag. Politisch stehen sich vor allem Amtsinhaber Lazarus Chakwera (MCP) und Ex-Präsident Peter Mutharika (DPP) gegenüber. Viele Wähler wünschen einen Wechsel, doch erstmals ist eine absolute Mehrheit nötig – eine Stichwahl gilt als wahrscheinlich. ZEIT-Autor Julian Hilgers ordnet die Wahl ein und erklärt, wie Malawi trotz Armut politisch stabil bleibt. Und sonst so? Je älter wir werden, desto weniger neue Musik entdecken wir. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Hannah Grünewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Lage im Überblick: Arabisch-islamischer Gipfel in Katar berät Israels Angriff Angriff in Katar: Dieser Schlag galt der Diplomatie Israelischer Angriff in Katar: Katar will weiter zwischen Israel und Hamas vermitteln Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Die AfD punktet in NRW
15.09.2025 · 13 Min.
Am vergangenen Sonntag fanden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Rund 13,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger durften in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland darüber entscheiden, wer dort regiert. Die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst konnte ein stabiles Ergebnis von 33,3 Prozent erzielen. Die SPD, die über Jahrzehnte die dominierende Kraft in Nordrhein-Westfalen war, kam auf 22,1 Prozent und muss damit deutliche Verluste hinnehmen. Besonders im Ruhrgebiet erzielten die Sozialdemokraten einst stabil ihre besten Ergebnisse. Die AfD hingegen konnte ihr Ergebnis deutlich steigern und landete bei 14,5 Prozent. Die Wahl gilt als erster Stimmungstest für die schwarz-rote Bundesregierung. Wie steht es jetzt um die SPD nach der Wahl? Und wird die AfD in einzelnen Städten oder Gemeinden künftig mitregieren? Michael Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT, ordnet die Ergebnisse im Podcast ein und analysiert, welche Auswirkungen die NRW-Wahl auf die politische Stimmung im Bund haben könnte. Mehr als 100.000 Menschen sind am Wochenende in London auf die Straße gegangen, angeführt von dem rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson. Transparente mit Parolen wie "Stoppt die Boote“ oder "Schickt sie nach Hause“ prägten das Bild. Laut Beobachtern war es die vermutlich größte rechtsextreme Demonstration in der Geschichte Großbritanniens. Auch internationale Prominenz war dabei: Der frühere Trump-Berater Steve Bannon reiste an, der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour ebenso. Als Redner wurde Tech-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk per Video zur Kundgebung zugeschaltet. Während der Großdemo kam es im Regierungsviertel auch zu gewalttätigen Zwischenfällen. Insgesamt seien dabei 26 Polizeibeamte verletzt worden, teilte die Met Police mit. Jochen Bittner, ZEIT-Korrespondent in London, hat mit den Demonstrierenden gesprochen. Im Podcast ordnet er ein, ob es eine rein rechtsextreme Großveranstaltung war oder mehr dahintersteckt. Außerdem erklärt er, ob sich in Großbritannien gerade eine neue, radikale Bewegung formiert. Und sonst so? Optimismus lernen Moderation und Produktion: Elise Landschek Mitarbeit: Mathias Peer, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Nordrhein-Westfalen: Kommunalwahlen in NRW Kommunalwahl in NRW: NRW-Kommunalwahl wird zum Stimmungstest für Schwarz-Rot Kommunalwahlen in NRW: Kampf um den Pott NRW-Kommunalwahl: Warum die AfD in NRW so punktet Großbritannien: Mehr als 100.000 Teilnehmer bei rechtsextremer Demo in London Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Er soll Charlie Kirk erschossen haben
14.09.2025 · 12 Min.
22 Jahre alt, fühlte sich keiner politischen Partei zugehörig und wurde schließlich von der eigenen Familie an die Behörden gemeldet. Diese begrenzten Informationen gibt es bisher über Tyler R., den mutmaßlichen Mörder von Charlie Kirk. Der rechtsextreme MAGA-Aktivist wurde am vergangenen Mittwoch auf einem Unicampus in Utah aus etwa 180 Metern Entfernung erschossen. Noch bevor die Polizei bei der Tatwaffe eine Patronenhülse mit der Aufschrift “Hey Faschist! Fang das!” sichergestellt hatte, kursierten in den USA Schuldzuweisungen. Welchen Einfluss die neuen Informationen zum mutmaßlichen Täter auf die Diskussion in den USA haben und ob in Folge des Mords auch über Waffen debattiert wird, berichtet Klaus Brinkbäumer, US-Experte der ZEIT. Die deutsche Basketballnationalmannschaft steht im Finale der Europameisterschaft. Heute treten sie im Endspiel gegen die Türkei an. Den bislang einzigen EM-Titel für die deutschen Basketballer gab es vor 32 Jahren. Lange war Deutschland bei internationalen Turnieren ohne Chance. Doch dann gewann die Mannschaft vor zwei Jahren die Weltmeisterschaft und jetzt stehen auch die Chancen auf den EM-Titel nicht schlecht. Denn heute spielt die deutsche Mannschaft im Finale gegen die Türkei. Was ist also passiert, dass die deutschen Basketballer so erfolgreich geworden sind? Die Antwort auf diese Frage und wie die Chancen auf einen EM-Sieg für das deutsche Team stehen, hat Nico Horn aus dem Sportressort der ZEIT. Und sonst so: die Bärtierchen und ihr Namensvetter Winfried Kretschmann Moderation und Produktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Tötung von rechtem Influencer: Gouverneur bestätigt Festnahme von mutmaßlichem Kirk-Attentäter Attentat auf Charlie Kirk: Amerikas Rechte will Rache Charlie Kirk: "Hey Faschist! Fang das!" Charlie Kirk: Die rechte Verschwörung von der Campus-Radikalisierung Basketball-EM: Deutschland erreicht das Finale der Basketball-EM Dirk Nowitzki: Das deutsche Wunderkind Basketball-WM: Die Definition einer Mannschaft Basketball-EM: Sie sind noch nicht fertig Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.