Venezuela nach dem Angriff: Südamerika zwischen Sorge und Zustimmung
05.01.2026 · 12 Min.
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Der militärische Einsatz der USA in Venezuela hat in Süd- und Mittelamerika weitreichende Reaktionen ausgelöst. Viele Regierungen der Region sehen darin ein Signal für eine veränderte US-Politik gegenüber Lateinamerika. Kuba verurteilte den Einsatz und warnte vor Problemen bei der eigenen Energieversorgung, da ein großer Teil des Öls aus Venezuela kommt. Kolumbien äußerte Sorgen um die Sicherheitslage an der gemeinsamen Grenze. Brasilien und Mexiko verwiesen auf die Bedeutung von Völkerrecht und Diplomatie. Andere Länder begrüßten das Vorgehen, darunter Argentinien und Ecuador. Welche Länder den Einsatz der USA befürworten, ordnet ZEIT-Autor Philipp Lichterbeck ein.
Im Iran sind erneut landesweite Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte wirtschaftliche Lage ausgebrochen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurden allein in der ersten Woche mindestens 17 Menschen getötet. Die Proteste werden über Chatgruppen organisiert, und seit Sonntag hat die iranische Führung den Internetzugang im Land eingeschränkt, offenbar um Mobilisierung und Berichterstattung zu erschweren. Die wirtschaftliche Krise besteht seit Jahren, die Inflation lag zuletzt bei rund 50 Prozent. Ob die Proteste das Potenzial haben, das politische System diesmal grundlegend zu verändern, analysiert Islamwissenschaftlerin Amina Aziz.
Und sonst so: Der Konzentrationstest der ZEIT
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge
Liveblog: USA und Venezuela: Papst Leo XIV. mahnt Souveränität Venezuelas an
Kai Ambos: "Es reicht nicht, das Völkerrecht nur zu beschwören"
Was jetzt? / Angriff auf Venezuela: USA erklären Machtanspruch auf Venezuela
US-Einsatz in Venezuela: Zeitenwende für Lateinamerika
OK, America? / Regimewechsel in Venezuela: Trumps Regime-Change ohne Zukunftsplan
Venezuela: Venezuela hält Öllieferungen trotz Blockadeaufruf von Trump aufrecht
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US-Militär vor Venezuela: Milei begrüßt Druck auf Venezuela, Lula warnt vor Krieg
Sanktionen gegen den Iran: "Sanktionen treffen selten alle gleich"
Proteste im Iran: Iran schränkt Internet wegen regierungskritischer Proteste ein
Wirtschaftskrise im Iran: Ein Protest, den die Führung ernst nimmt
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Inflation: Iranischer Zentralbankchef tritt nach Währungsabsturz zurück
Iran: Regierungskritische Demonstrationen im Iran gehen weiter
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- Update: Maduro vor US-Gericht: Was genau wird ihm vorgeworfen?
05.01.2026 · 11 Min.
Der frühere venezolanische Machthaber Nicolás Maduro wird in New York erstmals einem US-Richter vorgeführt. Nach Angaben von US-Justizministerin Pam Bondi wird Maduro unter anderem wegen Verschwörung zum internationalen Drogenhandel, Terrorismusfinanzierung sowie illegalen Waffenbesitzes angeklagt. In New York kommt parallel der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Venezuela hatte die Sitzung beantragt und wirft den USA vor, die UN-Charta zu brechen und den Frieden in der Region zu gefährden. Was Maduro und seiner Frau vor Gericht droht und welche Folgen die Sitzung des UN-Sicherheitsrats haben könnte, weiß US-Korrespondentin Juliane Schäuble. Die Ausnahmesituation nach dem Stromausfall im Berliner Südwesten hält weiter an. In den Stadtteilen Lichterfelde, Steglitz und Zehlendorf waren seit Samstagmorgen 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Unternehmen ohne Strom – betroffen waren auch zahlreiche Krankenhäuser, Schulen, Pflegeheime, Kitas und Supermärkte. Inzwischen ist die Lage teilweise stabilisiert: Alle Krankenhäuser sind wieder am Netz, Supermärkte öffnen heute und morgen schrittweise wieder. Mehrere Schulen bleiben jedoch bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Auch 30.000 Haushalte müssen wohl bis voraussichtlich Donnerstag auf Strom warten. Wie die Stadt ihre kritische Infrastruktur künftig besser schützen will und was der Stromausfall für Berlins Sicherheit bedeutet, erklärt ZEIT-Reporter Henrik Rampe. Und sonst so? Der wohl teuerste Fisch der Welt. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: US-Militäreinsatz in Venezuela: Das also versteht Donald Trump unter Großmachtpolitik Entmachtung von Nicolás Maduro: EU mahnt zu Respekt vor Volkswillen in Venezuela Liveblog: US-Angriff auf Venezuela: Nicolás Maduro in New Yorker Gerichtsgebäude angekommen Stromausfall in Berlin: Der Schleier zwischen Normalität und Krise ist dünn Stromausfall in Berlin: 50.000 Berliner Haushalte ohne Strom Berlin: Stromausfall im Berliner Südwesten könnte bis Donnerstag dauern Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- USA erklären Machtanspruch auf Venezuela
04.01.2026 · 13 Min.
Die USA haben Venezuela angegriffen und den Staatschef und Machthaber des Landes, Nicolás Maduro, und seine Ehefrau entführt. US-Präsident Donald Trump hatte die Gefangennahme auf seiner Online-Plattform verkündet. Gleichzeitig griffen US-Streitkräfte Militärbasen und Häfen an. Gegen 12 Uhr deutscher Zeit sei die Militäraktion beendet worden, so der republikanische Senator Mike Lee. Wie begründet die Trump-Regierung den Angriff? Juliane Schäuble, hat die Pressekonferenz von Präsident Trump verfolgt und berichtet darüber im Podcast. Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela hat eine Vorgeschichte: Laut der Trump-Regierung soll Maduro in angebliche Drogengeschäfte verwickelt sein, die die US-Sicherheit bedrohen würden. In den vergangenen Monaten hatten US-Streitkräfte vor Venezuelas Küste daher immer wieder Boote versenkt, die angeblich Drogen transportiert haben sollen. Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur der ZEIT, erklärt wie es in Venezuela weitergehen könnte. Und sonst so? Tsundoku – wieso der Stapel ungelesenen Bücher mehr als nur Unordnung ist. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Angriffe in Caracas: Das eigentliche Ziel war der Präsident USA und Venezuela: "Trump ist sicher kein Präsident des Friedens" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Spezial: Machtwechsel oder Übergangsphase? Venezuelas ungewisse Zukunft
03.01.2026 · 9 Min.
Raketen und Flugobjekte über der venezolanischen Hauptstadt Caracas, Explosionen und ein vermisster Staatschef – so haben viele Venezolaner den Samstagmorgen erlebt. In den frühen Morgenstunden hat das Militär der USA mehrere Angriffe gegen das südamerikanische Land gestartet, Militärkasernen und Häfen wurden attackiert. Kurz vor 11 Uhr deutscher Zeit verkündete US-Präsident Donald Trump dann die "Gefangennahme" von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sollen Elitesoldaten der USA die Operation durchgeführt haben. Spannungen zwischen den USA und Venezuela gibt es bereits länger. Seit Monaten versenkt das US-Militär Boote vor der Küste Venezuelas, die angeblich Drogen transportieren sollen. Diese Drogen würden laut Trump die Sicherheit der USA gefährden. Der Vorwurf: Auch Machthaber Maduro sei in die Geschäfte mit Rauschgiften verwickelt. Hierfür soll er sich nun in den USA verantworten, eine Anklage vor einem New Yorker Gericht ist vonseiten des US-Justizministeriums bereits geplant. Nach der Militäraktion hat die Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, die Staatsgeschäfte übernommen. Das Land könnte aber in Instabilität abrutschen, denn die Elite des Landes ist eng mit dem Regime Maduro verknüpft. Ein erzwungener Regimewechsel könnte zu einem Bürgerkrieg führen oder kriminelle Gruppen befördern. Im Gespräch mit Azadê Peşmen berichtet Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur der ZEIT, über die aktuellen Entwicklungen in Venezuela. Außerdem erklärt er die Hintergründe des Angriffs und blickt in die mögliche Zukunft Venezuelas. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.