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Was jetzt?DIE ZEIT

Warum Vergewaltigungen häufig nach fünf Jahren verjährt sind (Update)

22.05.2026 · 11 Min.

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Über diese Folge

Die Schriftstellerin und Literaturagentin Claudia Wuttke soll nach einem Bericht des »Spiegel« über Jahre hinweg von ihrem Ehemann ohne ihr Wissen betäubt und vergewaltigt worden sein, auch Videoaufnahmen sollen die Taten dokumentieren. Die Polizei in Lüneburg habe ihr 67 dieser Aufnahmen aus einem Zeitraum von 16 Jahren gezeigt, 65 davon gelten inzwischen als verjährt. Grund dafür ist eine Regel im deutschen Strafrecht. Vergewaltigung fällt unter Paragraf 177 und verjährt in der Regel nach fünf Jahren, weil die Höchststrafe dort bei fünf Jahren Freiheitsentzug liegt. Im aktuellen Fall prüft die Staatsanwaltschaft nun erneut die Ermittlungen, nachdem Wuttke Beschwerde gegen deren Einstellungen eingelegt hat. Warum das geltende Recht hier so greift und welche politischen Folgen der Fall haben könnte, erklärt im Podcast Livia Sarai Lergenmüller, Redakteurin im Familienressort der ZEIT. 

Beim Nato-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg hat US-Außenminister Marco Rubio Spekulationen zurückgewiesen, wonach die US-Regierung die Stationierung von US-Truppen als Druckmittel gegenüber Nato-Verbündeten in Europa einsetze. Die Verlagerung von Truppen sei »keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess«, sagte Rubio. Anfang Mai kündigte das US-Verteidigungsministerium den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an, zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mehrere Nato-Verbündete kritisiert. Am Donnerstag kündigte er an, 5.000 zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Peter Dausend, Redakteur in der Hauptstadtredaktion der ZEIT, ordnet im Podcast ein, welche Signale von dem Treffen in Helsingborg ausgehen und wie Rubios Aussagen bei den europäischen Partnern aufgenommen werden. 

Außerdem im Update: 

Ein Video des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir sorgt international für Kritik. Darin sind gefesselte und kniende Aktivistinnen und Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte in der Hafenstadt Aschdod zu sehen, während Ben-Gvir sie verspottet und »Willkommen in Israel, wir sind hier die Hausherren« ruft. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete das Verhalten als »vollkommen inakzeptabel«, auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte scharfe Kritik. 

In Deutschland sind 2025 nur noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt worden – so wenig wie zuletzt 2012. Damit sinkt die Zahl im zweiten Jahr in Folge deutlich und erreicht einen neuen Tiefstand. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sprach von »schlechten Zahlen«, Hoffnung mache jedoch der deutliche Anstieg der Baugenehmigungen.

 

Und sonst so? Der Maulwurf als heimlicher Gartenheld

 

Moderation und Produktion: Elise Landschek

Redaktion: Helena Schmidt

Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Imre Balzer

Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 

Weitere Links zur Folge: 

Sexueller Missbrauch: Sie betäubten Frauen und nannten sie »tote Schweine«

Nato: Trump ist laut Rubio »sehr enttäuscht« von Bündnispartnern

Nato-Treffen in Schweden: US-Truppenverlegungen laut Marco Rubio »keine Bestrafung«

Israel: Wadephul nennt Umgang von Ben-Gvir mit Aktivisten »unsäglich«

Wohnungsbau in Deutschland: Zahl fertiggestellter Wohnungen fällt auf niedrigsten Wert seit 2012

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Weitere Folgen

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    23.05.2026 · 13 Min.

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