Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Mitteldeutscher Rundfunk
379
21.10.2026
Beschreibung
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Episoden
  1. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und der frühere Nato-General Erhard Bühler zunächst über das aktuelle Kriegsgeschehen. Darunter sind mehrere Berichte, die es zuletzt zu eingeschlagenen, ukrainischen Drohnen in Russland gab. Thema ist aber auch eine Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach die Ukraine mittlerweile Ziele in mehr als 1.000 Kilometern Entfernung treffen könne. Bei den russischen Angriffen gibt es laut Bühler keine grundsätzlichen Veränderungen. Zu den Kämpfen am Boden sagt der Ex-General, es gebe keine wesentlichen Verschiebungen der Frontlinie, aber heftige Kämpfe. Ausführlich geht es außerdem um den früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Er ist derzeit stellvertretender Chef des Nationalen Sicherheitsrats in Russland. Deisinger und Bühler sprechen über seine Aussagen, die er regelmäßig im Messaging-Dienst Telegram veröffentlicht und seine möglichen Motive dahinter. Bühler geht außerdem auf Medwedews Werdegang ein. Er sagt, man müsse ihn ernst nehmen. Medwedew interpretiere sehr präzise und auf den Punkt gebracht, was der russische Präsident Wladimir Putin manchmal sehr unpräzise und andeutungsweise formuliere. Bühler bewertet außerdem Medwedews Reaktion auf eine von Selenskyj vorgestellte Friedensformel. Er sagt, dabei handele es sich um die Ausbuchstabierung der von Putin selbst benannten Ziele. Medwedew fungiere als Putin-Erklärer, wisse aber auch genau was er tue. Bühler hält es außerdem für ausgeschlossen, dass im Putin-Regime ein Amtsträger so weitreichende Aussagen treffen dürfe und Putin damit überrasche. Deisinger und Bühler schauen aber auch auf die Diskussion im Deutschen Bundestag in der vergangenen Woche. Es ging erneut um mögliche Taurus-Lieferungen. Zudem fragte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, ob es nicht an der Zeit sei, darüber nachzudenken, wie man den Krieg einfrieren und dann beenden könne. Bühler sieht nicht, dass sich dieser Krieg so beenden lasse. Und es geht um den Schlagabtausch zwischen Kanzler Olaf Scholz und Norbert Röttgen sowie den mutmaßlichen Geheimnisverrat aus einer Sitzung des Verteidigungsausschusses heraus. Zum Schluss beantwortet Bühler noch Hörerfragen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  2. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die anhaltende Debatte um das Taurus-System. Kanzler Scholz bleibt bei seinem Nein und will das System nicht an die Ukraine liefern. Er begründet das damit, dass Deutschland nicht zur Kriegspartei werden dürfe. Macht Scholz den Deutschen Angst? Oder sind es seine Kritiker wie CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, die Ängste schüren durch immer neue Forderungen? Bühler ordnet die unterschiedlichen Positionen ein. Dabei stellt er Schwächen in der Argumentation von Scholz fest. Der Kanzler müsse auch an die Sicherheit Deutschlands in ein paar Jahren denken. Die werde sich nicht verbessern, wenn die Ukraine den Krieg verliere. Deisinger und Bühler schauen außerdem auf die aktuelle Lage. Dabei geht es unter anderem um die "Legion Freiheit Russlands" und um das "Russische Freiwilligenkorps". Das sind laut Bühler Milizen, die sich aus russischen Staatsbürgern zusammensetzten. Sie hätten erneut Russland angegriffen, nämlich die Region Belgorod und die Region Kursk. Dabei sei auch das Grenzdorf Tjotkino unter Kontrolle gebracht worden. Für Russland hätten diese Angriffe Folgen. Das Land müsse seine Grenzen nun besser schützen. Dabei erklärt der Ex-Nato-General auch, warum der russische Grenzschutz aus seiner Sicht bisher kaum funktioniert. Eine Rolle spielen weiterhin die jüngsten Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte behauptet, die Lage an der Front sei so gut wie seit drei Monaten nicht mehr. Der Vormarsch der russischen Truppen sei gestoppt worden. Auch wenn Bühler verstehen kann, dass ein Präsident Zuversicht ausstrahlen müsse, hätten die Aussagen wenig mit der Realität zu tun. Es gibt aber auch Entwicklungen, die den Ex-Nato-General zuversichtlich stimmen. Zum Schluss bewertet Bühler noch das Arbeitspapier "Bundeswehr der Zukunft" einer Projektgruppe. Es sieht vor, dass die großen Organisationbereiche auf vier reduziert werden. Dazu gehören Heer, Luftwaffe, Marine und das Kommando Cyber- und Informationsraum. Bühler erklärt, wie sinnvoll die Pläne sind und was sich in der Praxis für die Soldatinnen und Soldaten ändert. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  3. Oft wird behauptet, Russland und die Ukraine hätten sich kurz nach Kriegsbeginn auf ein Friedensabkommen verständigt. Jetzt hat das "Wall Street Journal" in einem Artikel Details veröffentlicht. In dieser Folge geht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler die einzelnen Punkte durch und lässt sie von ihm bewerten. Dem Artikel zufolge sollten die Streitkräfte der Ukraine auf 85.000 Soldaten beschränkt werden. Beschränkungen sollte es auch bei den ukrainischen Panzern und Waffen geben. In dem Artikel war auch zu lesen, auf welche Gebiete die Ukraine hätte verzichten müssen und wie die Einhaltung des Friedens sichergestellt werden sollte. Auch darauf gehen Deisinger und Bühler ein. Der Ex-Nato-General kommt zu dem Schluss, dass die Ukraine den Vertrag nicht unterschreiben konnte. Sie hätte seiner Meinung nach einem "Diktatfrieden" zugestimmt. Natürlich spielt in dieser Folge auch die aktuelle Lage eine Rolle. So haben die Ukrainer davon gesprochen, sie hätten die Brückenköpfe bei Cherson auf der russisch besetzten Seite des Dnepr ausbauen können. Bühler führt aus, warum er daran Zweifel hat. Außerdem geht er auf die Folgen der ukrainischen Angriffe mit Langstreckendrohnen ein. Damit seien Industrieanlagen und Öl-Depots unter anderem in St. Petersburg und Kursk getroffen worden. Russland habe eine sechsmontige Sperre für den Export von Öl-Produkten verhängen müssen. Bühler erklärt in dieser Folge auch, warum er den von Großbritannien vorgeschlagenen Ringtausch für nicht durchdacht hält. Die Briten wollten von Deutschland Taurus-Systeme. Dafür hätte London an Kiew Storm-Shadow-Marschflugkörper geliefert. Bühler bewertet außerdem die Forderungen von Papst Franziskus nach Verhandlungen. Häufig stellen Hörerinnen und Hörer die Frage, warum in diesem Podcast auch gegensätzliche Meinungen von Politikern wie Michael von der Schulenburg und Sahra Wagenknecht oder den Generälen Harald Kujat und Erich Vad thematisiert werden. Dazu beziehen Deisinger und Bühler in dieser Folge etwas ausführlicher Stellung. Deisinger zufolge ist der Podcast ein Angebot zum Diskutieren. Er solle helfen zu verhindern, dass jeder nur in seiner Bubble lebe. Bühler bekräftigt, dass er zu diesem Konzept stehe. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  4. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über einen Artikel in der Berliner Zeitung, der für Aufmerksamkeit sorgt. Geschrieben hat ihn Michael von der Schulenburg, ein Ex-Diplomat und Politiker, der sich für das "Bündnis Sahra Wagenknecht" engagiert. In dem Artikel "Spektakuläres Szenario: Beenden Russen und Ukrainer ihren Krieg auf eigene Faust?“ schaut er in eine für ihn mögliche Zukunft. Nach dem Scheitern einer weiteren ukrainischen Großoffensive werde Präsident Wolodymyr Selenskyj abgelöst. Eine neue ukrainische Regierung werde sich an die Friedensgespräche kurz nach Beginn des Kriegs erinnern und versuchen, mit den Russen einen Vertrag auszuhandeln. Russlands Präsident werde darauf "großmütig" reagieren. Bühler hält das Szenario für unrealistisch, will es aber auch nicht gänzlich ausschließen. Dabei erinnert er daran, dass eine überwältigende Mehrheit der Ukrainer hinter den Zielen ihres Präsidenten stehe. Für eine Ablösung Selenskyj gebe es keine Anhaltspunkte. Bühler glaubt auch nicht an einen "Großmut" Putins. Es gehe ihm nicht nur darum, dass die Ukraine nicht in die Nato komme und er den freien Zugang zum Schwarzen Meer behalte. Putin wolle die ganze Ukraine. Bühler zählt auch Mechanismen auf, wie der russische Präsident an seine Ziele kommen könnte. Dabei müsse er zunächst nicht zwangsläufig mehr Soldaten einsetzen als jetzt. Michael von der Schulenburg skizziert in dem Artikel auch eine Vertrauenskrise in der ukrainischen Armee nach der Entlassung von Armeechef Walerij Saluschnyj. Diese Gefahr besteht laut Bühler tatsächlich, "wenn die neue militärische Führung jetzt nicht schnell Fuß fasst." Deisinger und Bühler schauen natürlich auch auf die aktuelle Lage. Der Ex-Nato-General hat keinen Zweifel daran, dass die Ukraine das russische Schiff "Sergej Kotow" mit Drohnen versenkt hat. Es war erst nach Kriegsbeginn in den Dienst gestellt worden und damit sehr modern. Welche Auswirkungen hat die Versenkung auf den Kriegsverlauf? Darauf hat Bühler klare Antworten. Er thematisiert auch Angriffe in Russland. So sei eine Eisenbahnbrücke in der Region Samara gesprengt worden, die zu einer Munitionsfabrik führe. Möglicherweise stecke die Widerstandsgruppe "Stop the Wagons" dahinter. Was weiß man über die Gruppe? Außerdem kommt Bühler auf die wahrscheinliche Zerstörung eines US-amerikanischen HIMARS-Systems zu sprechen und erläutert die Folgen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  5. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler ausführlich über die Abhöraffäre bei der Bundeswehr. Am vergangenen Freitag hatte Russland eine mitgeschnittene Schaltkonferenz von vier hohen Offizieren, darunter Luftwaffen-Chef Ingo Gerhartz, veröffentlicht. Darin erörterten diese Einsatzszenarien für den deutschen Marschflugkörper Taurus, falls dieser doch noch an die Ukraine geliefert werden sollte. Bühler sagt, der Vorfall sei peinlich, am meisten für die Betroffenen. Es sei großer Schaden entstanden. Wichtig sei jetzt eine schnelle Aufklärung. Erst dann sollten Konsequenzen gezogen werden. Bühler erklärt, mit welchen Mitteln und Verschlüsselungen die Bundeswehr kommuniziert. Außerdem geht er davon aus, dass an dem mitgeschnittenen Gespräch nichts verändert oder manipuliert wurde. Dafür spreche bisher nichts. Deisinger und Bühler besprechen auch, wer die Schaltkonferenz abgehört haben könnte. Bühler mahnt, es gebe Hinweise aber noch keine Beweise, wer dahinterstecke. Außerdem erhebt er den Vorwurf, dass ein Einsatz der Taurus-Marschflugkörper von der Bundeswehr nicht geprüft worden sei. Bei dem abgehörten Gespräch hätten sich die Luftwaffen-Offiziere nicht so detailliert darüber unterhalten müssen, wenn es wie angekündigt eine Prüfung gegeben hätte, so der frühere Nato-General. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  6. In dieser Folge spricht Host Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über Forderungen nach EU-eigenen Atombomben. Bühler hält die Vorstöße für naiv. Die EU sei politisch so organisiert, dass die Voraussetzungen für gemeinsame Atomwaffen fehlten. Die Frage sei, wer auf den berühmten Knopf drücke, wenn es erforderlich sei. Darauf gebe es keine Antwort und deshalb sei die Diskussion fehlgeleitet. Bühler geht auch auf andere Vorschläge ein: Sollten sich Berlin und Paris die französischen Atomwaffen teilen? Oder sollte sich Deutschland selbst atomar bewaffnen? Auch dazu bezieht Bühler klar Stellung. Deisinger und Bühler schauen auch detailliert auf die aktuelle Lage. Die Russen kommen nach Einschätzung Bühlers weiter gut voran. Inzwischen habe sich mit dem Raum Donezk ein Schwerpunkt herausgebildet. Der Ex-Nato-General geht aber auch auf die Lage an anderen Frontabschnitten ein. Außerdem erwähnt er die jüngsten ukrainischen Erfolge. Wie ist es den Ukrainern gelungen, die Russen aus der Kleinstadt Krasnogorowka zurückzudrängen und dabei viele feindliche Soldaten zu töten? Wie konnten die Ukrainer russische Kampfflugzeuge vom Typ Su-34 und Su-35 in die Falle locken und abschießen? Natürlich beantwortet Bühler auch Hörerfragen: Was bedeutet das Schutzersuchen Transnistriens an Russland? Wie viele Soldaten hat Moskau dort stationiert und wie werden sie versorgt? Und: Wie kann es sein, dass die Bundesregierung die Fregatte "Hessen" in einen Einsatz schickt, obwohl sie weiß, dass sich ein Munitionsmangel abzeichnet? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Podcast-Tipp: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/wahlkreis-ost/audio-taurus-ukraine-russland-marcus-faber100.html

  7. Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler schauen zunächst auf das aktuelle Kriegsgeschehen. Entlang der Frontlinien gebe es schwere Kämpfe an den bekannten Brennpunkten, aber auch darüber hinaus. Bühler spricht von mehr als einem Dutzend Stellen, an denen die Russen versuchten, offensiv zu werden und es seien. Als Beispiele nennt er Kupjansk, Bachmut oder Awdijiwka. Auch aus der Luft setzten die Russen ihre Angriffe fort. Außerdem geht es um den jüngsten Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs A-50. Zwei Jahre nach Beginn des Kriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals eine Zahl zu Kriegstoten genannt. 31.000 ukrainische Soldaten seien ums Leben gekommen. Bühler erklärt, er habe keinen Anlass zu vermuten, dass die Zahl nicht stimme. Mit Blick auf die kommende Zeit ergänzt er, die Ukraine müsse ihre Durchhaltefähigkeit erneut beweisen. Sie sei jetzt in einer Krise, das heiße aber nicht, dass die Russen in jeder Hinsicht überlegen seien. Die russische Stärke sei ein Produkt ukrainischer Schwäche und westlicher Zögerlichkeit. Und es geht um die Diskussion über westliche Bodentruppen in der Ukraine. Am Montag hatten sich mehr als 20 Staats- und Regierungschefs in Paris getroffen. Bei einer anschließenden Pressekonferenz hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen, auch wenn es bei dem Treffen keinen Konsens dafür gegeben hat. Bühler mahnt, das Thema nicht zu hoch zu hängen. Es könne auch als Abschreckungssignal an Russland gesehen werden. Man werde sich an heftigere Diskussionen gewöhnen müssen, wenn es sich abzeichne, dass die Ukraine diesen Krieg nicht bestehen könne. Weitere Themen: Ungarns Ja zum Nato-Beitritt Schwedens + Baerbocks Besuch in der Ukraine und dessen vorzeitiger Abbruch + Kanzler Scholz‘ Begründung für das Nein zu Taurus-Lieferungen Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  8. Der Angriff Russlands auf die Ukraine jährt sich zum zweiten Mal. Aus diesem Anlass ziehen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler Bilanz. Bühler zeichnet zunächst wichtige Wegmarken nach, von der ersten Niederlage der Russen vor Kiew über erfolgreiche ukrainische Gegenoffensiven bis hin zu den gescheiterten ukrainischen Angriffen im vergangenen Sommer und der aktuell schwierigen Lage für die Armee des angegriffenen Landes. Die russische Armee habe derzeit am Boden die Initiative. Bühler sagt weiter, man stehe vor einem Kipppunkt. Wenn es nicht gelinge, die Ukraine wirksamer zu unterstützen, dann brauche man sich über die territoriale Integrität und die Souveränität der Ukraine bald keine Gedanken mehr machen. Außerdem geht es noch einmal um den Abzug der ukrainischen Truppen aus Awdijiwka. Wurde er zu spät angeordnet und verlief er deswegen chaotisch? Ist eine größere Zahl ukrainischer Soldaten in Gefangenschaft geraten? Neuere Berichte, darunter von der „New York Times“, gehen in diese Richtung. Bühler ist skeptisch ob der dünnen Quellenlage. Klar sei, dass ein Rückzug aus einer weitgehend eingeschlossenen Stadt bei Nacht für die ukrainische Armee eine sehr schwierige Operation gewesen sei. Weitere Themen: Die Lage an den verschiedenen Frontabschnitten + Ukrainische Angriffe auf russische Truppenansammlungen hinter der Front + Die Taurus-Abstimmung im Bundestag Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  9. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler zunächst über den Fall von Awdijiwka. Die ukrainische Armee hat die Stadt aufgegeben. Bühler weist auf die hohen russischen Verluste bei den zurückliegenden Kämpfen hin und nennt auch Zahlen. Für Russland sei die Eroberung ein politisches Ziel gewesen, für das man auf Menschenleben keine Rücksicht genommen habe. Die ukrainischen Verluste seien demgegenüber wohl deutlich geringer gewesen. Die russische Armee habe ihre Angriffe in der Region nun eingestellt und formiere sich neu – mutmaßlich für neue Angriffe an anderen Teilen der Front. Es geht auch darum, was die Kämpfe um Awdijiwka über den Zustand der ukrainischen Armee aussagen – welche Schwächen und welche Stärken sie derzeit hat. Und es geht um die Lehren, die der Westen aus den Kämpfen ziehen kann. Bühler zählt eine ganze Reihe an Erkenntnissen auf. Und er sagt: Wir haben der Ukraine immer wieder zu spät geholfen. Deswegen sei das Land nun in einer kritischen Situation und werde auf absehbare Zeit in der Defensive sein in diesem Krieg. Es müsse sich nun einiges ändern. In der Ukraine selbst – aber auch bei ihren Unterstützern. Weitere Themen: Nachbetrachtung der Münchner Sicherheitskonferenz + Sicherheitsabkommen für die Ukraine + „Der Krieg muss nach Russland getragen werden“ – Äußerungen von CDU-Politiker Roderich Kiesewetter + Neue Führung bei der russischen Schwarzmeerflotte Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  10. In dieser Spezial-Folge widmen wir uns ausschließlich Hörerfragen, die uns erreicht haben. Zunächst geht es um Fragen zum allgemeinen Kriegsgeschehen. Zum Beispiel darum, welche Rolle die Stadt Charkiw und die verschiedenen Oblaste im Osten und Süden der Ukraine in den Planungen der russischen Armee spielen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, welche Ziele die Russen seiner Meinung nach aktuell im Krieg verfolgen. Außerdem geht es um die Szenarien für den Fortgang des Krieges und die Wichtigkeit der westlichen Unterstützung für die Ukraine. Weitere Themen/Fragen: Welche neuen Strategien muss die Ukraine entwickeln? + Wäre eine Erweiterung der Nato gen Asien, Australien und Ozeanien sinnvoll? + Die geplante Bundeswehr-Brigade in Litauen + Munitionsmangel der Ukraine + Wann ist der Zeitpunkt für Verhandlungen im Ukraine-Krieg? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  11. Am Beginn dieses Podcasts gibt es ein Gespräch mit Melanie Gras. Sie organisiert Hilfstransporte für die Ukraine und ist derzeit im Land unterwegs. Sie schildert ihre Eindrücke. Gras sagt, die Lage im Land sei noch angespannter als bei ihrem letzten Besuch. Aufgeben sei für die Ukrainer aber keine Option. Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen dann über die aktuelle militärische Lage. Bühler hebt dabei insbesondere die Situation bei Awdijiwka hervor. Die Stadt sei der Brennpunkt schlechthin für die Ukraine. Die russische Armee sei nicht mehr weit entfernt von den Zufahrtswegen in die weitgehend umschlossene Stadt. Und sie beschieße die Zufahrtsstraßen. Die russische Armee erleide bei den Kämpfen um die Stadt weiter schwere Verluste und habe nach ukrainischen Angaben ihre Taktik geändert. Bühler fasst zusammen: Die Lage für die Ukraine sei bei Awdijiwka sehr schwierig. Möglich sei, dass die Stadt von den Ukrainern bald aufgegeben werde. Weitere Themen: Die Gründe für die Ablösung des ukrainischen Armeechefs Saluschnyj + Der Umbau in der ukrainischen Armeeführung + Das Putin-Interview mit Tucker Carlson + Aussagen von Donald Trump zur Nato Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  12. In dieser Folge sprechen Angela Tesch und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die tiefgreifende Veränderung an der Spitze der ukrainischen Armee. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Armeechef, Walerij Saluschnyj, abgesetzt. Eine genaue Begründung gab es bisher nicht. Medienberichte legen nahe, dass eine Mischung aus militärischen Meinungsverschiedenheiten und politischer Rivalität der Grund gewesen sein könnte. Bühler hält das für wahrscheinlich. Er bewertet den Schritt kritisch. Die Absetzung Saluschnyjs berge ein hohes Risiko für die Ukraine. Die Ablösung bringe eine ganze Reihe an weiteren personellen Veränderungen in der Führung der ukrainischen Armee mit sich. Ob es dafür der richtige Zeitpunkt sei, sei fraglich. Bühler sagt, er halte das alles für einen großen Fehler. Und er erklärt, was man über den neuen Armeechef Oleksandr Syrskyj weiß und was all die Vorgänge über das Umfeld des ukrainischen Präsidenten Selenskyj aussagen. Außerdem geht es um die US-Hilfen für die Ukraine. Die drohen im aufziehenden Wahlkampf und angesichts der Spaltung im Kongress unter die Räder zu kommen. Bühler sagt, im Notfall müsse Europa einspringen. Er sei aber zuversichtlich, dass es noch eine positive Entscheidung im US-Kongress zur Ukraine geben werde. Weitere Themen: Vorschläge für eine europäische Armee + Die Rolle von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Ukraine-Hilfe Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  13. In dieser Folge spricht Angela Tesch mit dem früheren Nato-General Erhard Bühler. Zunächst geht es um die aktuelle militärische Lage. In den vergangenen Tagen gab es immer mal wieder kleinere Drohnenangriffe auf die Ukraine. In der Nacht zu Mittwoch haben die Russen dann einen massiven Angriff mit Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen und S-300 gestartet. Bühler sagt, es bilde sich immer mehr ein Muster heraus. Diese schweren Angriffe könnten nicht kontinuierlich laufen, aber alle zehn bis vierzehn Tage komme so ein schwerer Angriff. Auch die Angriffe der Ukraine auf Russland gehen weiter. Bühler berichtet, in den vergangenen Tage sei die mittlerweile fünfte Ölraffinerie mit Drohnen angegriffen worden. Auch am Boden gingen die Kämpfe in der Ukraine weiter. Am kritischsten ist die Lage laut Bühler in Awdijiwka. Außerdem geht es um mehrere Frontbesuche von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Weiteres Thema ist der „Operationsplan Deutschland“. Ein Entwurf soll bis zum Frühjahr von der Bundeswehr aufgestellt werden. Ziel ist die bessere Vernetzung zu Sicherheitsbehörden, Katastrophenschützern und Industrieunternehmen. Bühler erklärt, was bisher zum Plan bekannt ist. Zudem kritisiert er, dass es in Deutschland an einer sicherheitspolitischen Diskussion fehlt. Es sei nicht nur Aufgabe der Sicherheitsbehörden und Bundeswehr, Dinge wie Demokratie, Freiheit oder Wohlstand zu verteidigen. Das müsse gesamtstaatlich erfolgen. Bühler beantwortet außerdem Hörerfragen. Wenn auch Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  14. Es wird immer deutlicher – der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Armeechef Walerij Saluschnyj liegen im Streit. Selenskyj soll versucht haben, Saluschnyj zu entlassen. Unklar ist, was der Grund für den Streit ist. Hat Saluschnyj politische Ambitionen, die Selenskyj gefährlich werden könnten? Dafür gibt es laut Ex-Nato-General Erhard Bühler keine Belege. Vielmehr könnten ein nicht ganz geglücktes Interview des Armeechefs und grundsätzliche militärische Meinungsverschiedenheiten der Grund sein. Deisinger und Bühler sprechen darüber, welchen Schaden der Streit für die Ukraine verursacht. Der Ex-General sagt, es müsse jetzt um Schadensbegrenzung gehen. Und es geht darum, wie die USA als wichtigster Unterstützer der Ukraine auf den Streit schauen. Außerdem geht es um angebliche Pläne der USA für die Ukraine. Die "Washington Post" berichtet, dass es für die USA langfristig nicht mehr notwendigerweise darum geht, dass die Ukraine von Russland besetzte Gebiete zurückerobert. Was ist von dem Bericht zu halten? Zur aktuellen militärischen Lage: Die Ukrainer haben einen erfolgreichen Angriff gegen ein russisches Militärschiff durchgeführt. Am Boden gibt es heftige Kämpfe mit geringen Landgewinnen für die russische Armee. Die Luftoperationen gehen weiter, von beiden Seiten. Außerdem haben die Ukrainer zugegeben, eine Cyberattacke auf Russland durchgeführt zu haben. Weitere Themen: Neue Bomben für die Ukraine, die Russland vor Probleme stellen werden + Neue Entwicklungen bei der Taurus-Debatte Podcast-Tipp: Neue Folge im Podcast "Die Fascho-Jägerin?!" Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  15. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler zunächst über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg. Wieder hat es russische Luftangriffe gegeben. Dieses Mal haben die Ukrainer erstaunlich wenige der Geschosse abfangen können. Die ukrainische Armee hat im Gegenzug eine Öl-Raffinerie im russischen Kernland attackiert. Ein ukrainischer Vize-Admiral äußerte in einem Interview den Wunsch, dass sein Land russisches Kernland auch mit westlichen Marschflugkörpern angreifen könnte. Das würde den Krieg verkürzen. Derzeit lehnt der Westen das aber ab, aus Angst vor einer weiteren Eskalation im Krieg. Deisinger und Bühler sprechen darüber, welche Bedeutung die westlichen Marschflugkörper wie Storm Shadow und Co. haben. An der Front bewege sich derweil nicht viel, so Bühler, trotz schwerer Kämpfe an vielen Orten. Außerdem werden in dieser Folge wieder zahlreiche Hörerfragen beantwortet. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  16. In dieser Folge sprechen Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Absturz einer russischen IL-76 im Raum Belgorod. Nach russischen Angaben kamen rund 70 Menschen ums Leben. Die meisten sollen ukrainische Kriegsgefangene gewesen sein. Waren sie auf dem Weg zu einem Gefangenenaustausch? Wer hat das Flugzeug abgeschossen? Bühler erklärt, was passiert sein könnte. Außerdem geht er auf Gerüchte ein, an Bord seien Raketen vom Typ S-300 gewesen oder die Ukraine habe mit westlichen Waffen wie Patriot-Raketen oder Iris-T auf das Flugzeug gezielt. Der Ex-Nato-General forderte Russland auf, internationale Untersuchungen zuzulassen. Deisinger und Bühler beschäftigen sich natürlich auch wieder mit der aktuellen Lage. Außerdem schauen sie auf aktuelle Diskussionen. Nach einem Bericht des Handelsblatts hat Großbritannien den Deutschen ein Angebot gemacht. So könnte Deutschland an die Briten Taurus-Marschflugkörper liefern. Die Briten seien dann in der Lage, an die Ukraine weitere Storm-Shadow-Systeme abzugeben. Bühler sieht das skeptisch und erklärt das auch mit den Kampfflugzeugen, die den Briten zur Verfügung stehen. Außerdem bewertet er die geplante Lieferung von sechs Bundeswehr-Hubschraubern vom Typ "Sea-King" an die Ukraine. "Eine Zäsur ist das nicht", so Bühler. Aber sie verbesserten die Fähigkeiten der Ukraine in mehrfacher Hinsicht. Ein weiteres Thema ist die Debatte um ausländische Soldaten in der Bundeswehr. General Bühler nennt mehrere Gründe, warum er diese Idee nicht gut findet. Dieses Vorgehen könnte seiner Meinung nach die Beziehungen zu anderen Ländern belasten, die Maßnahme allein würde die Personalnot nicht lösen und die Soldaten hätten auch eine andere Kultur. Bühler nennt andere Möglichkeiten, wie die Bundeswehr mehr Personal rekrutieren und effizienter arbeiten könnte. Zum Schluss beantwortet er Hörerfragen: Wie wird man General? Wie geht die Bundeswehr mit Streiks im In- und Ausland um, zum Beispiel mit den Bahnstreiks? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  17. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler zunächst über die aktuelle Lage. Am Boden seien die Frontlinie und die Lage im Wesentlichen unverändert, so Bühler. Angriffe der Russen gebe es an allen bekannten Brennpunkten. Die russischen Luftoperationen hätten seit dem Abschuss der fliegenden Kommandozentrale A50 über dem Asowschen Meer nachgelassen. Die Russen seien vorsichtiger geworden. Die Ukraine hat immer wieder Erfolge bei Angriffen auf die russische Infrastruktur – so in Tula und in der Oblast Leningrad. Außerdem geht es um einen Angriff auf einen Markt in der Stadt Donezk mit mehreren Toten. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Bühler schätzt die Aussagen dazu ein. Ausführlich sprechen Deisinger und Bühler zudem über das Nato-Manöver "Steadfast Defender". Mit rund 90.000 Kräften ist es das größte seit Jahrzehnten. Hauptzweck der Übung ist laut Bühler die strategische Verlegung von Kräften zur Verstärkung Nordnorwegens, des Baltikums, Polens, Ungarns und Rumäniens. Er erklärt außerdem, dass ein Übungsszenario bei der Nato auf Seiten des Bündnisses die wahren Verhältnisse widerspiegele - sprich Landesgrenzen, politische Verhältnisse, Wirtschaftslage oder militärische Fähigkeiten. Beim Übungsgegner werde ein fiktives Szenario angenommen. Es orientiere sich beim aktuellen Manöver an den Fähigkeiten Russlands, bleibe aber fiktiv hinsichtlich der tatsächlichen Ereignisse während des Übungszeitraums. Bühler macht außerdem deutlich, dass die Übungsinhalte nicht mit der aktuellen politischen und militärischen Wirklichkeit verwechselt werden dürften. Und er beschreibt, welche Übungen die Bundeswehr während „Steadfast Defender“ durchführt. Am Ende beantwortet der frühere Nato-General noch einige Hörerfragen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  18. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über eine Abstimmung im Bundestag zum Ukraine-Krieg, initiiert von der Union. Die Bundesregierung wurde in dem Antrag aufgefordert, der Ukraine Taurus-Marschflugkörper zu liefern. Der Antrag wurde abgelehnt, auch von Abgeordneten der Ampel, die eigentlich für die Lieferung sind. Sie stimmten aus Gründen der Fraktionsdisziplin dagegen, unter anderem Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Anton Hofreiter (Grüne). Bühler kann dieses Verhalten nicht verstehen. Politiker und Politikerinnen machten sich unglaubwürdig, wenn sie gegen Rüstungslieferungen stimmten, die sie zuvor über Monate gefordert hätten. Die Begründungen für dieses Verhalten wirkten wie Ausreden. Leidtragende seien die Menschen in der Ukraine. Außerdem geht es um Positionen von Experten, die nüchtern und rational die Meinung vertreten, dass Russland diesen Krieg nicht verlieren wird. Die Ukraine kann ihn folglich nicht gewinnen. Bühler sagt dazu, dass die Lage für die Ukraine derzeit nicht gut sei, der Westen müsse sie mehr unterstützen. Dennoch stünden die Ukrainer nicht am Abgrund. Im Detail besprechen Deisinger und Bühler Aussagen des Historikers Jörg Baberowski bei t-online. Er sieht die Lage der Ukraine deutlich pessimistischer als Bühler. Unter anderem sagt er: Die Zeit arbeite für Russland. Die Unterstützung des Westens lasse nach. Bühler sagt dagegen, dieser Weg sei nicht vorherbestimmt. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die Russen haben ihre Luftschläge fortgesetzt. Ein Ziel dabei: Charkiw. Die Ukrainer haben Ziele im russisch besetzten Gebiet angegriffen und auch tief in Russland selbst. Am Boden gibt es jeden Tag zahllose Angriffe auf beiden Seiten an verschiedenen Stellen der Front. Das führt aber nicht zu größeren Gebietsgewinnen für die jeweils angreifenden Truppen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  19. Die Ukraine meldet, zwei wichtige russische Flugzeuge abgeschossen zu haben – ein A50-Aufklärungsflugzeug mit aufgesetztem Radar und eine Il-22M-Maschine. Das sind laut Ex-Nato-General Erhard Bühler fliegende Aufklärungs- und Kommandozentralen, deren Besatzungen unmittelbaren Einfluss auf das Kriegsgeschehen am Boden nehmen können. Die A-50 sei vergleichbar mit AWACS-Flugzeugen der Nato. Sie soll über dem Asowschen Meer abgeschossen worden sein, weit entfernt von der Frontlinie. Bühler und Deisinger sprechen darüber, was so ein Flugzeug kann und welche Geschosse für den Abschuss in Frage kommen. Der Verlust sei ein herber Schlag für Russland, so der Ex-General. Die Il-22M ist nach dem Treffer nicht abgestürzt, sondern notgelandet. Laut Bühler liegt dennoch ein Totalschaden nahe. Zur aktuellen Lage: Die russische Armee setzt ihre Luftschläge fort. Die Abschussquote seitens der Ukraine ist zuletzt gesunken. Warum ist das so? Am Boden an der Front sei die Lage dynamisch, so Bühler, aber es gebe keine großen Veränderungen. Außerdem gibt es Spekulationen darüber, ob die Russen eine Winteroffensive planen. Der Ex-General sagt, dafür sehe er derzeit keine stichhaltigen Beweise. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

  20. Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen in dieser Folge über die zugesagten F-16-Lieferungen an die Ukraine. Versprochen wurden die Kampfjets unter anderem von Norwegen, Dänemark und Griechenland. Dänemark wollte der Ukraine gestaffelt 19 Flugzeuge liefern. Allerdings verzögern sich die Pläne um ein halbes Jahr. Das zeigt laut Bühler, wie komplex das Vorhaben sei. Piloten müssten ausgebildet, ein Konzept für die Instandsetzung erarbeitet und geeignete Flugplätze ausgesucht werden. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Herausforderungen, auf die der Ex-Nato-General eingeht. Laut Bühler werden die F-16-Kampfjets den Krieg nicht entscheiden. Die Ukraine bekomme aber mehrere zusätzliche Fähigkeiten. Die Kampfjets könnten für Luftangriffe auf die besetzte Krim genutzt werden, für die Luftverteidigung gegen russische Kampfflugzeuge und gegen anfliegende Marschflugkörper. Russland wird sich nach Angaben von Bühler mit den Lieferungen der Kampfjets aber nicht abfinden und der Ukraine das Leben schwer machen. Mit welcher Reaktion er rechnet, erläutert er ausführlich. Außerdem rechnet er vor, wieviele Flugzeuge der Ukraine im Moment zur Verfügung stehen. Und er erklärt, warum auch der schwedische Kampfjet Gripen eine Alternative zur F-16 sein könnte. Ein Thema in dieser Folge ist außerdem, dass der Bundessicherheitsrat der Lieferung von IRIS-T-Luft-Luft-Raketen an Saudi-Arabien zugestimmt hat. Außerdem will die Bundesregierung der Lieferung von Eurofightern nicht im Weg stehen. Warum liefert Deutschland einem undemokratischen Staat Militärgüter? Wäre es nicht besser, die Ukraine mit Eurofightern zu unterstützen? Deisinger will in diesem Zusammenhang wissen, was aus der sogenannten "wertebasierten Außenpolitik" der Bundesregierung geworden ist. Laut Bühler wurde sie von der Realität eingeholt. Dabei kommt er auf die Situation im Roten Meer und die Huthi-Rebellen zu sprechen. Auch die aktuelle Lage in der Ukraine hat wieder viel Platz in dieser Folge. Bühler ordnet die Angriffe der Russen mit S-300-Raketen im Raum Charkiw ein, bei denen auch ein Hotel zerstört wurde. Außerdem nennt er Beispiele von mutmaßlich ukrainischen Operationen im russischen Kernland, bei denen Rüstungsfabriken beschädigt wurden. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.