WDR 3 Forum

Westdeutscher Rundfunk
28
16.10.2026
Beschreibung
Kultur kontrovers. Live dabei sein, wenn Meinungen aufeinander treffen: Mit unterschiedlichen Sichtweisen tragen ausgewählte Gäste dazu bei, dass Sie sich ein besseres Bild zu aktuellen kulturellen und kulturpolitischen Themen machen können - regelmäßig bei wechselnden Kulturpartnern von WDR 3.

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Episoden
  1. Die Expertenkommission der Bundesregierung hat ihre Empfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz im Netz vorgestellt. Empfehlungen zur Altersbegrenzung von Social Media bei Jugendlichen reichen aber allein nicht aus. Die Radikalisierungsangebote auf Schulhöfen kommen leise, per YouTube und Instagram. Wie kann Jugendkunstschularbeit dafür sensibilisieren, digitale Medienkompetenz stärken und Demokratiebildung fördern? Vor welchen Schwierigkeiten steht kommunale Jugendpolitik?

  2. Kunst, Kneipe, Kino oder Kita - wie können Kirchen genutzt werden, wenn Ihre gottesdienstliche Aufgabe erloschen ist? Was erzählen, was verschweigen sie? In NRW sind nach dem Krieg tausende, moderne "Pantoffelkirchen" entstanden. Was wird aus ihnen, wenn sie entwidmet sind oder verkauft werden. Wie umgehen mit dem Verlust von öffentlichen Gemeinschaftsplätzen, Versammlungsorten und spirituellen Angeboten?

  3. Die Kölner Bühnen sind gerade fertig geworden, für anderthalb Milliarden Euro. In Bonn hat sich der Stadtrat eine Denkpause verordnet: 400 Millionen für Schauspielhaus und Oper scheinen vielen viel zu teuer.

  4. 18.09.2026
    47 min

    Praktikum, Lehre, duales Studium, Referendariat - den späteren Berufsalltag praxisnah erleben - ist das Ziel. Welche Wege können junge Musikerinnen und Musiker aus NRW beschreiten, um den späteren Job möglichst intensiv zu erleben? Im WDR 3 Forum erzählen eine Akademistin des WDR Sinfonieorchesters, eine Sängerin des Opernstudios NRW und eine Musikerin des Landesjugendorchesters NRW von ihren Erfahrungen.

  5. Am 23. August 1946 wurde Nordrhein-Westfalen gegründet. Der 80. Geburtstag wird dieses Jahr, vom 28. - 30. August, in Münster gefeiert. Unter britischer Besatzung entstand in der "Operation Marriage" damals das "künstliche Bundesland". Volkstümlich wird vom Land aus Kohle und Kölsch, Fußball und Fastelovend, zwischen Schwarzbrot und Röggelchen gesprochen. Stimmen diese Ursprungs- und Neugründungserzählungen? Welche Funktion erfüllten sie in ihrer Zeit? Gilt nicht eher das Gegenteil?

  6. Schneller, mutiger, effizienter, digitaler, partnerschaftlicher soll das Bauen mit der geänderten Landesbauordnung NRW werden. Erleichterte Nutzungsänderungen, Umbauten, Aufstockungen sollen neuen Wohnraum schaffen. Technikanforderungen werden reduziert, Regelungsvielfalt eingedämmt, Digitalisierung befördert. Nur, Bauaufsichtspflichten werden Behörden entzogen. Vereinfachte Baugenehmigung klingt prima, aber wo berührt die Änderung der Landesbauordnung den Denkmalschutz und das kulturelle Erbe?

  7. Seit einigen Jahren wandert das Faktische ins Theater. Recherche, Dokument und Reportage werden auf der Bühne immer wichtiger - ausgerechnet in einem Medium, das eigentlich für Fiktion und Spiel steht. Treibende Figur dieser Bewegung ist Kay Voges: Am Schauspiel Köln hat er den "Theaterjournalismus" zu einer festen Reihe gemacht. Wir fragen: Rettet das Theater so seine gesellschaftliche Relevanz? Oder verrät es das, was nur die Kunst kann, das Poetische, Mehrdeutige, das Spiel?

  8. Am 10. Juni 1976 wurde die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) in Hamburg gegründet. Es ging um Demokratisierung, Öffnung und Teilhabe im und am Kulturleben, auch jenseits von Museen, Theatern oder Orchestern. Mit seinen zahlreichen Städten im industriellen Strukturwandel wurde NRW zum Zentrum der damals "Neuen Kulturpolitik". Das große Ziel hatte der legendäre Oberhausener Kulturdezernent Hilmar Hoffmann formuliert: "Kultur für Alle". Was wurde erreicht und was bleibt zu tun?

  9. Die Gemeinden sind die wichtigsten Kulturträger in NRW. Sie leisten etwa Dreiviertel der Grundmittel für die Kulturförderung im Land. Bei wachsender Aufgabenlast gerät ihre Kulturfinanzierung aber zunehmend unter Druck. Hinzu kommen steigende Personalkosten, Sparauflagen und Sanierungsstau kommunaler Kulturbauten. Kommt es infolgedessen zu Angebotsausdünnung? Können private Engagements das abfedern, ausgleichen? Geht es künftig nicht mehr ohne? Wo liegen Grenzen? Geht Kunst nach Brot?

  10. Sammeln und bewahren, ausstellen und vermitteln, konservieren und restaurieren, erforschen und erklären, zählen zu den Aufgaben des Museums. Nur, was ist, was kann es, was soll das Museum heute? Von der "verstaubten Bilderbude" für wenige zum lebendigen Lernort für viele? In Zeiten von Fälschungen und Unwahrheiten, veränderten Öffentlichkeiten und neuen Freizeitgewohnheiten, kommen den Museen vermehrt auch politische Aufgaben zu. Was ist echt, wahr, original?

  11. 1700 Schlösser und Burgen, Hunderte von Denkmälern der Industriekultur, eine weltweit einmalige Landschaft an Theatern, Museen und Festivals: Nordrhein-Westfalen ist ein kulturtouristischer Hotspot. Was macht die Ziele attraktiv für Besuchende, wie verändern sich deren Ansprüche und vor welchen Herausforderungen stehen die Einrichtungen? Über diese Fragen spricht Peter Grabowski im WDR 3 Forum mit seinen Gästen.

  12. Im Mai 2026 findet der 63. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" statt. Ca. 1.800 junge Musikerinnen und Musiker sind dann auf den Beinen - mit Familien, Lehrkräften und Jurymitgliedern. Seit 1964 stellen sich Kinder- und Jugendliche dem musikalischen Wettbewerb. Die Punkteregelung wurde in den letzen Jahren verschärft und verändert. Das sorgte für Kritik. Was kann so ein Wettbewerb leisten, wie schafft man Breiten- und Spitzenförderung und wie soll sich "Jugend musiziert" zukünftig entwickeln?

  13. In der Kulturpolitik besetzt der Jazz eine Nische. International hochgeachtet, im Inland aber strukturell kaum abgesichert, bedeutet eine Karriere im Jazz viel Glanz, aber auch ein hohes Maß an Selbstausbeutung. Das Publikum schätzt seine Echtheit und Live-Erlebnisse. Was braucht die professionelle Jazz-Szene? Welche Förderung ist nötig? Wie wird der Nachwuchs ausgebildet? Welchen Anteil haben Frauen? Und wer hört überhaupt Jazz?

  14. Zeche Zollverein stellte 1986 die Kohleförderung ein. Die größte Bergbaustadt Europas büßte eine Identität ein und erschuf eine neue: Von der der Industriegeschichte zur Industriekultur. Dazu zählt die Gründung des Ruhrlandmuseums, Vorläufer des heutigen Ruhr Museums. Nach vierzehn Jahren als dessen prägender Direktor verlässt Theo Grütter das Haus. Grund zu fragen, was war, was ist der Mythos KultRuhr? Ist die Industriekultur "am Ende"?

  15. Seit dem 1. Januar gelten in Nordrhein-Westfalen Mindesthonorare für Künstlerinnen und Künstler in landesgeförderten Kultureinrichtungen und Veranstaltungen. Wer bekommt wie viel wofür, ist das tatsächlich eine Verbesserung oder sorgt die gutgemeinte Idee sogar für neue Probleme?

  16. Verglichen mit Oper und Theater ist die Tanzszene kleiner, dafür überaus erfolgreich und beim Publikum sehr beliebt. Zwei Millionen Menschen besuchen jährlich Tanzaufführungen.

  17. Die Lesekompetenz ist weiter im Sinkflug. Laut letzter IGLU-Studie hat sie noch einmal abgenommen. Schulanfänger wiederholen teilweise schon die Erste Klasse. Ein Viertel der Viertklässler können Texte nicht verstehend lesen. Welche Auswirkungen hat das auf Bildung und Beschäftigung, Selbstwert und Anerkennung, letztlich politische Teilhabe und Demokratie? Wie lassen sich Lesegewohnheit und Leseflüssigkeit normalisieren und steigern? Welche Schlüsselrolle hat die frühkindliche Bildung?

  18. Vom Mond wissen wir mehr als vom Meer, obgleich dreiviertel der Erdoberfläche "blau" sind, wir auf einem "blauen Planeten" leben. Die Vermessung der Ozeane beginnt spät, Mitte des 19. Jahrhunderts. Entdeckungsreisen übers Meer reichen weiter zurück.

  19. Gestern war da noch das Kinderschuhgeschäft, der Juwelier oder Bäcker, heute herrscht Leerstand. Einst betriebsame Einkaufszonen bieten immer öfter ein tristes Bild. Vereinzelt werden die Leerflächen kulturell genutzt. Aus dem ehemaligen Kaufhaus wird ein Kunst-Hub, ins Einkaufszentrum zieht eine Pop-Up Ausstellung, oder Künstler gehen befristet in ein Ladenlokal. Ist das eine Chance für Change, Kunst statt Konsum? Wie sollen unsere Innenstädte künftig aussehen?

  20. Der Kunstmarkt gilt vielen als glamouröses Geschäft - doch hinter schlagzeilenträchtigen Rekordverkäufen verbergen sich wachsende wirtschaftliche Probleme.