WDR Zeitzeichen

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600
20.10.2026
Beschreibung
Der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis heute, über Europa und die Welt, über die Geschichte der Menschheit: 15 Minuten zu historischen Persönlichkeiten und Erfindungen. Von George Washington bis Rosa Luxemburg, vom Büstenhalter bis Breaking Bad.

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Episoden
  1. War es Langeweile an der Bushaltestelle? So erzählt es zumindest Ralph Baer: Er hat 1966 eine Idee, die aus passiven Fernsehzuschauern aktive Zocker macht. In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger: welche Faszination auch heute noch von den ersten Spielekonsolen ausgeht, wie unpünktlicher Personen-Nahverkehr und langweiliges Fernseh-Programm Pate an der Wiege der Videospiele stehen, warum Ralph Baer mit ausgewählten Kollegen in Firmenwerkstätten und auch im eigenen Keller an seiner Erfindung tüftelt, warum er bunte Plastikfolien auf Fernseher klebt. Anmachen. Reingucken. Fernsehgeräte sind in den 1960er-Jahren vor allem Empfänger. Das stört den Deutsch-Amerikaner Ralph Baer, gelernter Fachmann für Fernsehtechnik. Elektronische Schaltungen und Transistoren sind sein täglich Brot. Seine Idee ist, Fernseher für was anderes zu benutzen als nur zum Fernsehen. Nicht passiv, sondern interaktiv. Ab Mitte der 1960er-Jahre entwickelt Ralph Baer die erste Videospielkonsole der Welt für Millionen US-amerikanischer Fernsehgeräte. Der Prototyp hat einen ganz banalen Namen. Er heißt "Brown Box", weil es eine braune Box ist. Da drin ist noch kein richtiger Computer. Computer sind immer noch zu groß. Logikschaltkreise sind aber schon drin: eine digitale Schaltung, teilweise mit analogen Bauteilen, die bestimmte Dinge auf dem Fernseher anzeigen kann. Baers Arbeitgeber, ein Rüstungskonzern, ist bei der Vermarktung des Gerätes keine Hilfe. Andere Anbieter zögern, sich auf die neue Welt einzulassen. Am Ende einer kleinen Werbe-"Odyssee" produziert der Elektronikhersteller Magnavox das Spielsystem. Es erscheint im September 1972 in den USA - unter dem passenden Namen: "Odyssee". Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Matthias Oborski, Leiter des Computerspielemuseums Berlin Ralph Baer, Erfinder und Entwickler Weiterführende Links: Planet Wissen: Spielen Planet Wissen: Geschichte des Computers ARD-Mediathek-Tipp: Die Video-Dokumentation "Staatsgeheimnis RAF - Terroristen in der DDR" zeichnet nach, wie in den 1980er-Jahren zehn RAF-Aussteiger ein unauffälliges Leben in Ostdeutschland führten. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Frank Zirpins

  2. Als 15-Jähriger wird Jean Jülich von der Gestapo gefoltert. Er überlebt die NS-Haft. Sein Widerstand wird erst Jahrzehnte später anerkannt. Er stirbt am 19.10.2011. In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer: wie Jean Jülich als Kind die Verhaftung seines Vaters durch die Gestapo erlebt, warum er sich 1942 der Jugendgruppe der Edelweißpiraten anschließt, warum die Aktivitäten der Edelweißpiraten und anderer Jugendbünde von den Nazis als offener Aufstand gesehen werden, dass Jean Jülich und die Edelweißpiraten erst 2003 als politische Widerstandskämpfer anerkannt werden. Äußeres Zeichen der "Edelweißpiraten" sind karierte Hemden, Halstuch, kurze Hosen und weiße Kniestrümpfe, dazu eine Edelweiß-Anstecknadel. Politische Motive spielen zunächst keine Rolle. Man will "anders sein als die Hitlerjugend". Im Herbst 1944 bekommen die Jugendlichen Kontakt zu Hans Steinbrück, den die Edelweißpiraten "Bombenhans" nennen. Als KZ-Häftling muss Steinbrück unter Todesgefahr Blindgänger entschärfen und kann fliehen. Steinbrück will die Jugendlichen für einen gefährlichen Anschlag gewinnen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Die Gruppe fliegt Anfang Oktober 1944 auf. Steinbrück wird verhaftet. Ebenso der 16-jährige Barthel Schink, Jülichs bester Freund. Schink wird solange gefoltert, bis er Jean Jülich verrät. Die Gruppe um den "Bombenhans" wird öffentlich an einem Bahndamm von der Gestapo gehängt. Ohne Gerichtsverfahren. Insgesamt 13 Menschen sterben, darunter auch Bartel Schink. Mehr als 400 Schaulustige stehen dabei. Jean Jülich bleibt ohne Urteil in Haft. Nach Unterbringung in mehreren Zuchthäusern kommt er zuletzt ins Jugendgefängnis Rockenberg in Hessen. Ende März 1945 wird Jülich freigelassen. Das sind unsere wichtigsten Quellen: Jean Jülich: Kohldampf, Knast un Kamelle. Ein Edelweißpirat erzählt aus seinem Leben. Köln 2003 Jan Krauthäuser, Doris Werheid, Jörg Seyffarth (Hrsg.): Gefährliche Lieder. Köln 2010 Detlev J. Peukert: Die Edelweißpiraten. Protestbewegung jugendlicher Arbeiter im "Dritten Reich". Eine Dokumentation. Köln 1988 Arno Klönne: Jugendliche Opposition im "Dritten Reich". 2. Auflage. Landeszentrale für politische Bildung. Erfurt 2013 Alexander Goeb: Er war sechzehn, als man ihn hängte. Das kurze Leben des Widerstandskämpfers Bartholomäus Schink. Reinbek 2001 Weiterführende Links: Planet Wissen: Widerstandskreis "Rote Kapelle" Planet Wissen: Die Weiße Rose Hörtipp: Wenn Sie gerne in die Geschichte eintauchen und sich fragen, was sie mit unserer Gegenwart zu tun hat, dann haben wir eine Podcast-Empfehlung für Sie: "WDR 5 Das philosophische Radio". Der Philosophie-Podcast für Menschen mit Freude am Selberdenken. Auf der Suche nach Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen wird über die großen Fragen des Lebens und unserer Zeit philosophiert. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang Meyer Redaktion: Sefa Inci Suvak

  3. Klaus Kinski (geb. am 18.10.1926) ist ein begnadeter Schauspieler: Intensiv, immer am Rande des Wahnsinns, und genialer Darsteller bei Werner Herzog. Und ein Vater, der seinen Kindern Leid zufügt. In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer: dass Klaus Kinski traumatisiert aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekommen ist, wie er seine ersten Bühnenrollen wegen seiner Wutausbrüche schnell wieder verliert, warum seine Tochter Pola Kinski nach seinem Tod mit dem Buch "Kindermund" den sexuellen Missbrauch durch den Vater öffentlich macht, wie Klaus Kinski an seinem Filmprojekt über den Teufelsgeiger Niccolò Paganini fast zerbricht. Klaus Kinski beginnt seine Karriere in den Edgar-Wallace-Filmen der 1960er Jahre als Psychopath oder Bösewicht. Über seine düsteren Rollen sagt er einmal: "Ich spiele nicht, ich bin das". Die Dämonen, die er auf die Leinwand bringt, prägen auch sein Privatleben. Seine Exzesse und unkontrollierten Wutausbrüche sind ebenso berüchtigt wie gefürchtet. Zu künstlerischen Höchstleistungen läuft Klaus Kinski unter der Regie des jungen Werner Herzog auf. Bereits ihr erster gemeinsamer Film, "Aguirre, der Zorn Gottes", wird von Kritikern gefeiert. Es folgen vier weitere Filme (Woyzeck, Nosferatu, Fitzcarraldo, Cobra Verde), die alle zu den bedeutendsten Werken des deutschen Kinos zählen. Kinski stirbt 1991 im Alter von 65 Jahren an einem Herzinfarkt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Christian David, Kinski-Biograf Daniel Wagner, Kölner Psychologe Christian David: Kinski: Die Biographie. Berlin 2006. Pola Kinski: Kindermund. Berlin 2013 Weiterführende Links: Zeitzeichen 05.09.1942: Regisseur Werner Herzog wird in München geboren Stichtag 24.11.1940: Moderator Reinhard Münchenhagen wird geboren Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Herwig Katzer Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins

  4. Am 17. Oktober 1966 stirbt Cléo de Mérode, einst gefeierter Weltstar. Ihre Bilder gingen millionenfach um die Welt. Doch ihr Körper gehörte längst der Fantasie der anderen. In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Mau: warum es der Mutter von Cléo de Mérode nicht gefällt, dass sie an der Pariser Oper tanzt, über den aus heutiger Sicht befremdlichen Zugang von "Abonnenten", die im Foyer der Oper minderjährigen Ballerinas den Hof machen, wie Fotografen die Porträts von Cléo de Mérode auf Postkarten drucken und weltweit vermarkten, warum die Tänzerin noch im Alter die Schriftstellerin Simone de Beauvoir verklagt. Anders als die anderen Tänzerinnen an der Pariser Oper trägt Cléo de Mérode keinen hochgesteckten Dutt, sondern bindet ihr Haar locker zu einem tief sitzenden Knoten im Nacken zusammen. Damit fällt sie auf und wird bald zum begehrten Modell für Fotografen, die sie häufig als unberührte Schönheit inszenieren und ebenso vermarkten. Im Frühjahr 1896 wählen Leser einer Zeitschrift sie zur schönsten Frau der Pariser Bühnen. Gerüchte um eine angebliche Affäre mit dem belgischen König Leopold II. sorgen für noch mehr Aufmerksamkeit. Cléo de Mérode tanzt bald in New York, London, Berlin und Stockholm. Nur eine Frage treibt die Presse in den Wahnsinn: Warum zeigt die umschwärmte Schönheit niemals ihre Ohren? Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Brygida Ochaim, Tänzerin, Choreographin Cléo de Mérode: Le ballet de ma vie. Paris 1985 Weiterführende Links: Zeitzeichen 09.09.1901: Todestag des Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec Zeitzeichen 07.08.1876: Tänzerin Mata Hari in Leeuwarden geboren Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Thomas Mau Redaktion: Sefa Inci Sufak

  5. Im Jahr 306 stirbt der Legende nach Barbara von Nikomedia für ihren christlichen Glauben. Aus der Märtyrerin wird eine der bekanntesten Schutzheiligen Europas. In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting: warum die Heilige Barbara selbst im Hightech-Bergbau noch geehrt wird, über die Sehnsucht der Menschen nach Beistand in gefährlichen Situationen, warum der Tod von Barbara im Mittelalter als Happy End gesehen wird, wie die Heilige zur Namensgeberin eines moderenen Schutzhelms wurde. Der Legende nach will Barbara, Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns in Nikomedia (heute Izmit, in der Türkei), den christlichen Glauben annehmen. Der Vater ist darüber so wütend, dass er seine Tochter erst foltern lässt und, als diese standhaft bleibt, mit dem eigenen Schwert tötet. Gottes Strafe folgt der Überlieferung nach sofort. Ein Blitz erschlägt den Vater. Im Laufe der Jahrhunderte wird die Geschichte der Heiligen Barbara immer weiter ausgeschmückt. Aus der Märtyrerin wird eine der vielseitigsten Heiligen der Christenheit. Weil sie der Legende nach von einem Felsen aufgenommen und so geschützt wird, gilt sie insbesondere als Schutzpatronin der Bergleute. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ex-Bergmann Helmut Schewe (Knappenchor Consolidation) Gisela Muschiol, Seniorprofessorin für mittlere und neuere Kirchengeschichte an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn. Maria Schäpers und Michael Farrenkopf vom Montanhistorischen Dokumentationszentrum des Deutschen Bergbaumuseums, Bochum. Weiterführende Links: Dagmar Kift: "Die Bergmannsheilige schlechthin". Die Heilige Barbara im Ruhrgebiet der 1950er Jahre Zeitzeichen 29.07.0286: Der heilige Nikolaus wird geboren Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Stephan Beuting Redaktion: Christoph Tiegel und David Rother

  6. Lotte Specht (geb. 15.10.1911) will nicht länger nur zusehen. Also gründet sie 1930 ihren eigenen Fußballverein nur für Frauen - 40 Jahre, bevor der DFB Frauenfußball erlaubt. In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Fischer: warum Frauenfußball 1930 für manche als "Gaudi" gilt. wie ein Nationaltorwart den Frauen mit seinem eigenen Trikot aushilft, warum Lotte Spechts Vater von ihrer Vereinsgründung nicht begeistert ist, von ihrer Karriere abseits des Fußballplatzes, von "Equal Play" und "Equal Pay". Fast eine Million Frauen und Mädchen in Deutschland spielen heute Fußball im Verein. Aber der Weg dahin war lang. Und er beginnt mit einer fußballbegeisterten Metzgerstochter aus Frankfurt. Lotte Specht, geboren am 15. Oktober 1911, gründet mit nur 18 Jahren den ersten deutschen Damenfußballclub. Die jungen Frauen trainieren auf einer Wiese, spielen mangels Gegnerinnen gegeneinander und müssen Spott und Anfeindungen ertragen. Nach nur anderthalb Jahren löst sich der Verein wieder auf. Auch danach bleibt Frauenfußball in Deutschland lange unerwünscht, 1955 verbietet ihn der DFB sogar offiziell. Erst 1970 fällt das Verbot. Seitdem hat sich viel verändert - gleiche Chancen für alle aber gibt es noch immer nicht. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Martina Knief, Sportjournalistin beim Hessischen Rundfunk und Autorin eines Buchs über Frauenfußball Sarah Sorge, Co-Vorsitzende des Lotte Specht e.V. Martina Knief: Kampf um Anerkennung. Wie der Frauenfußball in Hessen groß wurde. Frankfurt a. M. 2026 Axel Hofmann: Die Geschichte des Frauenfußballs bei Eintracht Frankfurt. Frankfurt a. M. 2025 Weiterführende Links: Interview mit Martina Knief im HR - "Fußballpionierin Lotte Specht hat gesagt: Was die Männer können, können wir auch" ARD-Doku: Mädchen können kein Fußball spielen COSMO Lost Sheroes: Heldinnen des Fußballs - Vom Underground zur Weltspitze Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Jana Fischer Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak

  7. Vor 100 Jahren erscheint Alan Alexander Milnes "Pu der Bär". Bis heute weckt er Kindheitserinnerungen. Warum ausgerechnet eine sowjetische Verfilmung Millionen begeistert. In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen: wie Winnie-the-Pooh zu seinem ungewöhnlichen Namen kommt, warum der Bär auf Russisch Winnie Puch heißt, was Winnie von anderen Kinderbuchfiguren seiner Zeit unterscheidet, warum eine der ungewöhnlichsten Winnie-Pooh-Verfilmungen aus Moskau kommt. Jeden Abend erzählt der Schriftsteller Alan Alexander Milne seinem Sohn Christopher Robin Geschichten über seine Plüschtiere. Allen voran: der Teddybär Winnie-the-Pooh, auf Deutsch Pu der Bär. Aus den Geschichten wird ein Buch, das am 14. Oktober 1926 erscheint und schnell zum Erfolg wird. Es erzählt von einer Welt, in der Spielzeuge lebendig und Kinder ernst genommen werden. Mit Wortspielen, Reimen, viel Fantasie und einer feinen Philosophie, die auch Erwachsene berührt. Winnie Pooh wird weltweit bekannt und bekommt später ganz unterschiedliche Gesichter, etwa bei Disney oder in den sowjetischen Trickfilmen von Fjodor Chitruk. Bis heute steckt in den Geschichten etwas, das viele aus ihrer Kindheit kennen: die Vorstellung, dass ein Teddybär viel mehr sein kann als nur ein Stofftier. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Otto Alder, Trickfilmregisseur und Filmhistoriker Galina Jusefowitsch, Literaturwissenschaftlerin Fjodor Chitruk, Trickfilmregisseur und langjähriger Leiter des sowjetischen Trickfilmstudios "Sojustmultfilm" Alan Alexander Milne: Pu der Bär. Gesamtausgabe. Übersetzt von Harry Rowohlt. Hamburg 2009 Gyles Brandreth: Somewhere, a boy and a bear. The Remarkable Life of A.A. Milne and the Legacy of Winnie the Pooh. London 2025 Weiterführende Links: Stichtag: 27. März 1945 - Harry Rowohlt wird geboren Zeitzeichen: 1912 - Der Roman "Die Biene Maja" erscheint Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uli Hufen Redaktion: Matti Hesse Technik: Axel Düllmann

  8. Kritiker werfen Simon (geb. 13.10.1941) vor, zu glatt zu klingen. Sein Erfolg erzählt anderes - als "Simon & Garfunkel" und solo, immer melancholisch und mit feinem Humor. In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Pfaff: wie ein Teenager aus Queens gemeinsam mit Art Garfunkel erste Schritte ins Musikgeschäft macht, warum "The Sound of Silence" zum Welthit wird, weshalb "Simon & Garfunkel" trotz ihres Erfolgs von Spannungen geprägt sind, wie das Album "Graceland" Paul Simons Karriere neu belebt, warum seine Lieder bis heute Generationen von Musikfans begeistern. Paul Simon gehört zu den bedeutendsten Songschreibern der Popgeschichte. Schon früh sucht er nach dem perfekten Zusammenspiel von Melodie, Harmonie und Text. Mit Art Garfunkel bildet er eines der erfolgreichsten Duos der 1960er Jahre und liefert Songs, die weit über ihre Entstehungszeit hinauswirken. Doch hinter den Erfolgen stehen auch Selbstzweifel, künstlerische Konflikte und die ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen. Von den Folk-Anfängen über Welthits bis zur Zusammenarbeit mit südafrikanischen Musikern zeigt sich ein Künstler, der sich immer wieder neu erfindet. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Christoph Dallach (Musikjournalist) Marc Eliot: Paul Simon - die Biographie. Hamburg 2011 Susan Steinberg und Susan Lacy: Rockgeschichten: Paul Simon / Born At The Right Time. Dokumentarfilm, 1993 Weiterführende Links: Stichtag 19.09.1981: Simon and Garfunkel spielen "The Concert in Central Park" Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Thomas Pfaff Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse Technik: Petra Laubach

  9. Aus dem Mittagessen türkischer Arbeitsmigranten wird in Almanya nach dem ersten Verkauf am 12. Oktober 1971 schnell eine Erfolgsgeschichte - aber auch eine von Rassismus und Verklärung. In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer: warum sich nicht eindeutig klären lässt, wer den ersten Döner-Imbiss in Deutschland eröffnet hat, wie türkische Arbeitsmigranten den deutschen Alltag und die Esskultur nachhaltig verändern, weshalb der Döner zu einem Symbol deutsch-türkischer Geschichte wird, welche Rolle der Anwerbestopp von 1973 für die Verbreitung von Dönerläden spielt, wie der Begriff "Döner" in den 2000er-Jahren durch rassistische Zuschreibungen belastet wird. Ob mit Schrippe oder Fladenbrot, mit oder ohne Soße: Der Döner, wie ihn Millionen Menschen heute kennen, entsteht nicht über Nacht. Seine Geschichte beginnt lange vor den ersten Berliner Imbissbuden und ist eng mit der Migration aus der Türkei verbunden. Als Deutschland "Gastarbeiter" anwirbt, entstehen neue Begegnungen, neue Geschäfte und neue Formen des Zusammenlebens. Der Döner wird dabei mehr als ein schneller Imbiss. Er steht für kulturellen Austausch, wirtschaftlichen Aufstieg und die Frage, wie die Gesellschaft mit Einwanderung umgeht. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Eberhard Seidel (Soziologe und Autor) Ayşe Kalmaz (Regisseurin und Autorin) Eberhard Seidel: Döner. Eine türkisch-deutsche Kulturgeschichte. Berlin 2022 Weiterführende Links: Zeitzeichen 15.05.1940: Eröffnung des ersten McDonald’s-Restaurants WDR: Ausgerechnet Döner NDR: Die Tricks der Restaurants und Fast-Food-Ketten Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Emily Jeuckens und Frank Zirpins

  10. Mitte des 19. Jahrhunderts ist Troja noch ein Mythos. Doch dann fängt Heinrich Schliemann an, sich für die Stadt zu interessieren. Am 11.10.1871 beginnt er, nach ihr zu graben. In diesem Zeitzeichen erzählt Philip Ritter: warum Heinrich Schliemann vor seiner Reise nach Troja wissen will, ob er Pistolen, Dolche und ein eisernes Bett mitnehmen soll, wie aus einem erfolglosen Reiseschriftsteller plötzlich ein Archäologe wird, und weshalb Schliemann seine Ausgrabungen Monat für Monat wie einen Fortsetzungsroman inszeniert Am 11. Oktober 1871 beginnen auf dem Hügel Hisarlik, im Westen der heutigen Türkei, offiziell die Ausgrabungen Heinrich Schliemanns. Der vermögende Kaufmann ist überzeugt: Hier muss das Troja aus Homers "Ilias" liegen. Doch auf die entscheidende Spur hat ihn ein anderer gebracht: Frank Calvert, der selbst bereits auf dem Hügel gegraben hat. Ihm fehlt allerdings das Geld, seine Suche fortzusetzen. Schliemann hat davon reichlich – und dazu einen unbedingten Willen, Homers Erzählungen in der Wirklichkeit wiederzufinden. Schliemanns Grabungen machen den Amateurarchäologen weltberühmt. Doch er gräbt Troja nicht nur aus: Mit seinen Methoden richtet er auch Schäden an, die bis heute nicht rückgängig zu machen sind. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Frank Vorpahl, Historiker, Journalist und Autor Prof. Dr. Ernst Pernicka, Archäometrie und Archäometallurgie, Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA), Mannheim. Frank Vorpahl: Schliemann und das Gold von Troja. Mythos und Wirklichkeit, Berlin, 2021. Das Gold von Troja - Schliemann und der Schatz des Priamos. Dokumentation. ZDFinfo Weiterführende Links: Legendäres Troja: Heinrich Schliemann schließt Ausgrabungen ab Wiederentdecker Babylons: Archäologe Robert Koldewey Carl Schuchhardt - der größte unbekannte deutsche Archäologe Göbekli Tepe: ein Social Hub der Jungsteinzeit Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Philip Ritter Redaktion: Jakob Schiffer Technik: Moritz Raestrup

  11. Fridtjof Nansen (geboren 10.10.1861) wagt sich ins Packeis, überlebt monatelang in einer Eishöhle und wird später zum Anwalt für Staatenlose. Er prägt Flüchtlingshilfe. In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach: warum die Osloer Presse von Fridtjof Nansen berichtet, er sei "nicht bei Sinnen", warum ein zufälliges Treffen im Eis nach drei Jahren über Leben und Tod entscheidet, wie Nansen ganz nebenbei das Skilaufen auf dem europäischen Kontinent populär macht. Fridtjof Nansen sucht das Abenteuer im Eis. Mit 27 Jahren durchquert der Norweger als erster Mensch Grönland. Wenige Jahre später wagt er eine noch kühnere Expedition: Er lässt sein eigens konstruiertes Schiff "Fram" im Packeis einfrieren und hofft, mit der Strömung über den Nordpol zu treiben. Der Plan geht nicht auf – doch alle 13 Männer kehren lebend zurück. Später wendet sich Nansen der Politik und humanitären Arbeit zu. Nach dem Ersten Weltkrieg setzt er sich für Kriegsgefangene, Flüchtlinge und Staatenlose ein. Als Hochkommissar des Völkerbunds entwickelt er den "Nansen-Pass", ein Identitäts- und Reisedokument für Menschen ohne Staatsangehörigkeit. 1922 erhält er für seine internationale Hilfsarbeit den Friedensnobelpreis. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Markus Rex, Atmosphärenphysiker, Leiter der MOSAiC-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven Dr. Kathrin Kollmeier, Historikerin, Stiftung Humboldt-Forum, Berlin Fridtjof Nansen: In Nacht und Eis, Wiesbaden 2026 Bernhard Nordahl und Frederick Hjalmar Johansen: In Nacht und Eis - Wir Framleute - die Besatzung der Polar-Expedition erzählt, Hamburg 2019 Detlef Brennecke: Fridtjof Nansen, Hamburg 1990 Weiterführende Links: Zeitzeichen: Nansenpass für staatenlose Flüchtlinge eingeführt (05.07.1922) Zeitzeichen: Kalte Einöde - Erstmals überwintern neun Frauen in der Antarktis Zeitzeichen: Verschollen im arktischen Eis: Polarforscher John Franklin Zeitzeichen: Ernest Shackleton, brit. Polarforscher (Todestag, 05.01.1922) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Marfa Heimbach Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Sarah Fitzek

  12. Was passiert, wenn Jugendliche auf einer einsamen Insel stranden: Geht es zu wie beim "Herr der Fliegen" mit Gewaltkonflikten und Eskalation oder arbeiten sie zusammen? In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember: worin sich die Tonga Castaways deutlich von den Kindern im Roman "Herr der Fliegen" unterscheiden, was ihre Schüler nach Einschätzung der Münsteraner Grundschulleiterin Christiane Gränitz in solch einer Extremsituation wohl tun würden, warum die Tonga Castaways bei ihrer Rückkehr nach Tonga erstmal festgenommen werden, und womit der Fischer Peter Warner für die Rettung der Schiffbrüchigen belohnt wird. Im Juni 1965 beschließen sechs Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren auf Tonga, aus ihrem Internat abzuhauen. Mit einem Segelboot wollen sie zur Fidschi-Inselgruppe segeln. Kurz nach dem Ablegen geraten sie in einen schweren Sturm. Segel und Ruder gehen verloren. Acht Tage lang treiben die sechs ohne Vorräte auf hoher See. Dann liegt vor ihnen die kleine Insel Ata. Anders als die englischen Jungen im Roman "Herr der Fliegen" von William Golding erkennen die jungen Tonganer, dass sie nur in der Gemeinschaft überleben können. Sie bauen eine Hütte und ernähren sich von dem, was das kleine Eiland zu bieten hat. Im September 1966 wird der Fischer Peter Warner auf die Insel aufmerksam, als er Rauch entdeckt. Die Jungen werden auf das Fischerboot geholt und per Funk wird bestätigt, dass sie als vermisst und für tot gehalten werden. Ihre Rettung wird in Tonga als Wunder gefeiert. Am 9. Oktober 1966 berichtet der australische Fernsehsender Channel 7 über die Geschichte der Tonga Castaways. Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin: Christiane Gränitz, Schulleiterin Wartburg-Grundschule Münster Weiterführende Links: YouTube: Sechs tonganische Schiffbrüchige auf der Insel Ata | Dokumentation Channel 7 Planet Wissen: Inseln - Südsee Stichtag: 25. April 1719 - Der Roman Robinson Crusoe erscheint erstmals Hörtipp: Wie sähe die Welt ohne Menschen aus? In drei spannenden Folgen im Podcast "IQ - Wissenschaft und Forschung" in ARD Sound Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Heiner Wember Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak Technik: Moritz Raestrup

  13. Am 8.10.1906 führt der gebürtige Schwarzwälder Karl Ludwig Nessler in London internationalen Friseur-Kollegen eine Methode vor, mit der sich glatte Haare dauerhaft locken lassen. In diesem Zeitzeichen erzählen Veronika Bock und Ulrich Biermann: wie Karl Ludwig Nessler die erste haltbare Dauerwelle entwickelt, warum früher Dauerwellen für Kundinnen eine schmerzhafte Geduldsprobe sind, weshalb viele Friseure die neue Technik zunächst als Bedrohung ihrer Existenz sehen, wie die Dauerwelle in den 1920er-Jahren mit neuen Frauenbildern verbunden wird, warum Locken bis heute weit mehr sind als nur eine Frage des Geschmacks. Locken faszinieren Menschen seit Jahrhunderten. Schon im Alten Ägypten, Griechenland und Rom versucht man, glattes Haar dauerhaft zu wellen. Doch erst Karl Ludwig Nessler aus dem Schwarzwald gelingt der entscheidende Durchbruch. Seine aufwendige Apparatur und eine spezielle chemische Behandlung machen aus einem alten Traum Realität. Die Erfindung sorgt für Begeisterung, Misstrauen und heftige Kontroversen. Die Dauerwelle verändert nicht nur die Friseurbranche. Sie wird über Jahrzehnte ein Teil von Mode, Popkultur und gesellschaftlichen Debatten. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Armin Wolfarth (Nachfahre von Karl Ludwig Nessler) Alexandra Karentzos (Professorin für Mode und Ästhetik, TU Darmstadt) Hans Lehmberg: Karl Ludwig Nessler und die Erfindung der Dauerwelle. Lenzkirch 1986 Hans Lehmberg: Karl Ludwig Nessler: Die Lebensgeschichte eines Friseurs und Erfinders. Neustadt/Schwarzwald 1954 Charles Nessler: The Story of Hair, New York 1928 Weiterführende Links: Zeitzeichen 06.09.1922: Geburtstag des Starfrisörs Alexandre WDR Retro: Herbst- und Winterfrisuren (1964) ZDF: Das war dann mal weg - Dauerwelle, Buttons & Co. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin und Autor: Veronika Bock und Ulrich Biermann Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins

  14. Als überzeugter Christ stellt sich Nikolaus Groß gegen Hitler. Er bezahlt mit dem Leben - und wird am 7.10.2001 dafür seliggesprochen. Bis heute ringen Familie und Kirche um sein Erbe. In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog: warum Nikolaus Groß Adolf Hitler schon früh als "Scharlatan" und "falschen Propheten" bezeichnet, wie er Kritik am NS-Regime zwischen den Zeilen seiner Zeitung versteckt, warum ein Gnadengesuch des Kölner Kardinals für Nikolaus Groß zu spät kommt wie die Kirche Groß' Widerstand im Nachhinein für sich beansprucht. Bergmann, Gewerkschafter, Journalist, Familienvater und tief gläubiger Katholik: Nikolaus Groß geht einen ungewöhnlichen Weg. Als Schriftleiter der Westdeutschen Arbeiterzeitung warnt er früh vor dem Nationalsozialismus. Für ihn sind Führerstaat, Rassismus und Antisemitismus mit seinem christlichen Glauben unvereinbar. Nach dem Verbot seiner Zeitung setzt Groß seinen Widerstand im Geheimen fort. Über die Widerstandsgruppe Kölner Kreis knüpft er Kontakte zu anderen Widerständlern. Nach dem Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wird Groß als vermeintlicher Mitverschwörer verhaftet, zum Tode verurteilt und hingerichtet. 2001 spricht Papst Johannes Paul II. Nikolaus Groß selig. Doch die kirchliche Ehrung ist umstritten: Einige Angehörige werfen der katholischen Kirche vor, Groß im Nachhinein für sich zu vereinnahmen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Thomas Groß, Enkel von Nikolaus Groß Olaf Blaschke, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Münster Jürgen Aretz, Historiker in Bonn Jürgen Aretz: Nikolaus Groß. Christ - Arbeiterführer - Widerstandskämpfer. Briefe aus dem Gefängnis, Münster 2019 Jürgen Aretz: Katholische Arbeitervereine und Nationalsozialismus. Der Verband katholischer Arbeiter- und Knappenvereine Westdeutschlands 1923-1945, Mainz 1980 Olaf Blaschke: Die Kirchen und der Nationalsozialismus, Stuttgart 2014 Alexander Groß: Gehorsame Kirche, ungehorsame Christen im Nationalsozialismus, Mainz 2000 Weiterführende Links: Zeitzeichen: Heiligsprechung der Nonne Edith Stein (am 11.10.1998) Zeitzeichen: Seligsprechung des Paters Engelmar Unzeitig (am 24.09.2016) Zeitzeichen: Corrie ten Boom, NS-Widerstand (Geburtstag, 15.04.1892) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin Herzog Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

  15. William Tyndale übersetzt die Bibel ins Englische und bringt damit die Kirchenmacht gegen sich auf. 1536 wird der Reformator als Ketzer hingerichtet. In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld: warum eine englische Bibelübersetzung im 16. Jahrhundert als Ketzerei gilt, wohin genau William Tyndale deshalb ins Exil geht, wie die erste englische Ausgabe des Neuen Testaments 1526 in Worms gedruckt wird, welche bis heute gebräuchlichen englischen Redewendungen auf Tyndale zurückgehen, wie Verrat, Kerker und Inquisition zum dramatischen Ende seines Lebens führen. Von William Tyndale sind nur wenige biografische Spuren überliefert. Sicher ist: Der englische Gelehrte beherrscht Latein, Griechisch und Hebräisch und verfolgt ein Ziel, das viele Zeitgenossen für gefährlich halten. Die Menschen sollen die Bibel selbst lesen und verstehen können. Für dieses Vorhaben verlässt er England und schließt sich den reformatorischen Netzwerken auf dem Kontinent an. Seine Übersetzung des Neuen Testaments wird heimlich nach England gebracht. Dort entfaltet sie eine Wirkung, die weit über religiöse Fragen hinausreicht. Tyndales Sprache prägt das Englische nachhaltig und macht ihn zu einer Schlüsselfigur der Reformation. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Arne Dembek (Pfarrer und Dekan im Kirchenbezirk Speyer) Arne Dembek: William Tyndale. Reformatorische Theologie als kontextuelle Schriftauslegung. Tübingen 2010 David Daniell: William Tyndale. A Biography. New Haven & London 1994 Weiterführende Links: Zeitzeichen 16.02.1497: Humanist und Reformator Philipp Melanchthon geboren Zeitzeichen 18.02.1546: Todestag des Theologen Martin Luther Tyndale-Society: William Tyndale - Biografie, Chroniken, Schriften Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Kosfeld Redaktion: Sefa Inci Suvak

  16. Am 5. Oktober 1956 klingelt in West-Berlin erstmals das Telefon einer "Lebensmüdenbetreung". Aus der privaten Initiative eines Ehepaars wird ein bundesweites Gesprächsangebot für Menschen in Lebenskrisen. In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz: wie sich die Telefonseelsorge in den vergangenen 70 Jahren verändert hat, warum zuhören manchmal schon helfen kann, auf welchen Wegen man die Telefonseelsorge heute erreicht, ob KI menschliches Zuhören ersetzen kann, wie die Zukunft der Telefonseelsorge aussehen könnte. 1956 ist Deutschland noch von den Folgen des Kriegs geprägt. Viele Menschen sind einsam, verzweifelt oder wissen nicht, mit wem sie über ihre Sorgen sprechen können. In Berlin entscheidet sich ein Ehepaar deshalb am 5. Oktober, die eigene Telefonnummer zu veröffentlichen und zuzuhören. Aus ihrer kleinen "Lebensmüdenbetreuung" genannten Initiative wird schnell ein bundesweites Angebot, das heute rund um die Uhr per Telefon, Mail und Chat erreichbar ist. Mit der Zeit ändern sich die Themen, aber eine Sache bleibt: Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört. Dennoch steht die Telefonseelsorge 70 Jahre später vor neuen Herausforderungen - Stichwort KI und digitale Welt. Zudem fehlen Geld und Ehrenamtliche. Doch noch geht ihre Erfolgsgeschichte weiter. Und so wird sie wohl auch in Zukunft noch zahlreichen Menschen neuen Lebensmut geben. Wenn ihr selbst von Depressionen, Suizidgedanken oder anderen psychischen Belastungen betroffen seid, findet ihr Hilfe und Beratungsangebote auf der WDR-Hilfeseite: Hilfe bei Sucht, Ängsten und Problemen Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Frank Ertel, Leiter der Telefonseelsorge Aachen Udo Grashoff, Historiker und Autor Heidrun Wiese, Psychologin Frank Ertel, Christian Klein, Ute Lohmann, Detlev Prößdorf: Gespräche auf den Punkt. Impulse für zielorientierte Gespräche. Göttingen 2023 Eberhard Hauschildt, Bernd D. Blömeke (Hg.): Telefonseelsorge interdisziplinär. Göttingen 2016 Weiterführende Links: evangelisch.de: Pfarrer Thomas und seine "Lebensmüdenbetreuung" NDR: Katholische Seelsorge mit KI - Bruder David als Chatbot Deutschlandfunk: Telefonseelsorge - Das Ohr am Volk Unser Hörtipp: ARD Sounds: Wie wir ticken - Euer Psychologie Podcast Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uwe Schulz Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

  17. 1951 stirbt Henrietta Lacks mit nur 31 Jahren. Sie ahnt nicht, dass ihre Zellen nach ihrem Tod die Welt verändern werden. Die Geschichte hinter einem medizinischen Durchbruch. In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner: warum Henrietta Lacks als Afroamerikanerin kaum Möglichkeiten einer medizinischen Behandlung hat, weshalb ihre Zellen als erste menschliche Zellen dauerhaft wachsen, wie die sogenannten HeLa-Zellen auf der ganzen Welt verteilt werden, welche medizinischen Durchbrüche die HeLa-Zellen ermöglichen, warum Henrietta Lacks' Familie jahrzehntelang nichts von den entnommenen Zellen erfährt. 1951 wird bei Henrietta Lacks ein aggressiver Krebs am Gebärmutterhals festgestellt. Während ihrer Behandlung im Johns-Hopkins-Hospital entnehmen Ärzte eine Gewebeprobe, ohne die Afroamerikanerin darüber zu informieren. Die daraus gezüchteten Zellen entwickeln Eigenschaften, die die Forschung bis dahin nicht kennt: Sie sterben nicht ab und vermehren sich rasant. Unter dem Namen "HeLa" werden die Zellen zu einem der wichtigsten Werkzeuge der modernen Medizin. Sie kommen bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zum Einsatz. Und sie legen die Basis der modernen Genforschung. Gleichzeitig macht ihre Geschichte deutlich, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt, soziale Ungleichheit und medizinische Ethik miteinander verbunden sind. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Rebecca Skloot (Wissenschaftsjournalistin und Autorin) Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks. München 2010 Weiterführende Links: Stichtag 27.12.2002: Angebliche Geburt des ersten Klon-Babys wird bekannt Stichtag 12.04.1988: Erstes Patent auf gentechnisch verändertes Tier Stichtag 22.11.1969: Erstes Gen in Harvard isoliert Stichtag 31.10.1964: Krebsforschungszentrum in Heidelberg wird eingeweiht Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Martina Meißner Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse

  18. Lange funken Schiffe im Notfall unterschiedlich. Am 3.10.1906 trifft man sich, um ein einheitliches Signal zu vereinbaren. So rettet SOS noch heute Menschenleben - trotz technischen Fortschritts. In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting: wie ein Schiffsunglück vor den Azoren zum ersten dokumentierten Einsatz des neuen Notsignals wird, weshalb konkurrierende Funkgesellschaften die Seenotkommunikation erschweren, warum SOS streng genommen keine Buchstabenfolge ist, wie die Titanic-Katastrophe die Bedeutung von Notrufen auf See sichtbar macht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verändert die Funktechnik die Schifffahrt grundlegend. Schiffe können erstmals über große Entfernungen miteinander kommunizieren. Damit wächst die Chance, im Notfall Hilfe zu rufen und Menschenleben zu retten. Auf einer internationalen Funkkonferenz in Berlin einigen sich Vertreter von 27 Staaten auf ein einheitliches Notsignal. Aus dem markanten Morsezeichen entwickelt sich mit der Zeit weit mehr als ein technischer Standard: SOS wird zu einem weltweiten Symbol für Hilfe in höchster Not. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Michael Straub (Amateurfunker und Morsespezialist) Alexandre Monteiro (Instituto de Arqueologia e Paleociências, NOVA FCSH, Lissabon) Christian Stipeldey (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) Weiterführende Links: Zeitzeichen 07.01.1904: Einführung des Seenotrufs CQD Zeitzeichen 02.04.1872: Der Erfinder und Maler Samuel Morse stirbt in New York Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Stephan Beuting Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins

  19. Nach dem Holocaust wollen viele Briten die Deutschen bestrafen. Der jüdische Publizist Victor Gollancz reist 1946 durchs zerstörte Deutschland und wirbt für Versöhnung. In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg: warum Victor Gollancz die Idee einer deutschen Kollektivschuld ablehnt, wie ihn das Elend im Nachkriegsdeutschland erschüttert, weshalb seine Berichte in Großbritannien heftige Kontroversen auslösen, wie er Hilfslieferungen für Deutschland durchsetzt, warum er für viele Deutsche zum Symbol der Versöhnung wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg fordern viele Briten eine harte Bestrafung Deutschlands. Der Londoner Verleger Victor Gollancz widerspricht. Obwohl Jude und entschiedener Gegner des Nationalsozialismus, wirbt er für Menschlichkeit statt Kollektivschuld und reist im Herbst 1946 durch die britische Besatzungszone. Was er dort sieht, prägt ihn tief: zerstörte Städte, Hunger, Wohnungsnot und Perspektivlosigkeit. Mit Reportagen, Briefen und öffentlichen Appellen macht Gollancz auf die Lage aufmerksam. Seine Haltung sorgt für Kontroversen, macht ihn aber für viele Deutsche zu einem Symbol der Versöhnung nach dem Krieg. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Camilo Erlichman (Historiker, Universität Maastricht) Camilo Erlichman: Besatzungszeit. In: Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Herausgegeben von Claudia C. Gatzka und Sonja Levsen. Berlin 2025 Victor Gollancz: Stimme aus dem Chaos. Auswahl der Schriften. Frankfurt am Main 1960 George Orwell: Zeilen der Zeit. Kolumnen aus einem Jahrhundert im Umbruch. Ditzingen 2026 Weiterführende Links: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Victor Gollancz Camilo Erlichman: Imperial Boomerang: Ruling the British Zone of Germany, 1945-1949 Zeitzeichen 17.07.1946: Das Land Nordrhein-Westfalen wird gebildet Zeitzeichen 11.05.1960: Israelische Mossad-Agenten entführen Adolf Eichmann Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Vormweg Redaktion: Matti Hesse

  20. Am 1.10.1946 fallen die Urteile gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher. Das Leid von Frauen und Kindern in den KZ spielt kaum eine Rolle. Seweryna Szmaglewska will ihnen Gehör geben. In diesem Zeitzeichen erzählt Nora Hespers: wie Seweryna Szmaglewska das Grauen von Auschwitz vor Gericht bezeugt, warum ihre Frage "Wo sind diese Kinder?" bis heute unbeantwortet bleibt, weshalb die Erfahrungen von Frauen in Nürnberg lange wenig Beachtung finden, warum Nürnberg bis heute als Symbol für internationale Gerechtigkeit gilt. Als am 1. Oktober 1946 die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes verkündet werden, blickt die Welt nach Nürnberg. Im Mittelpunkt stehen Dokumente und Beweise für die systematisch geplanten Verbrechen. Die Stimmen der Überlebenden spielen dagegen nur eine vergleichsweise kleine Rolle. Zu den wenigen Zeuginnen der Anklage gehört die polnische Widerstandskämpferin und Auschwitz-Überlebende Seweryna Szmaglewska. Erst wenige Monate zuvor hat sie das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt. Ihre Aussage über Frauen und Kinder in Auschwitz erschüttert den Gerichtssaal. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Nina Lutz (Leiterin Memorium Nürnberg) Seweryna Szmaglewska: Die Frauen von Birkenau. Frankfurt a.M. 2020 Seweryna Szmaglewska: Die Unschuldigen in Nürnberg. Frankfurt a.M. 2022 Weiterführende Links: Zeitzeichen 31.08.1946: Schlussworte der Angeklagten im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess NDR Retro: Nürnberger Prozesse - 1. Tag der Urteilsverkündung Planet Wissen: Der Nürnberger Prozess Robert H Jackson Center: Nuremberg Trial Day 69 (1946) Severina Shmaglevskaya Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Nora Hespers Redaktion: David Rother