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Am 11.9.2001 erschüttert Terror die USA und die Welt. Die meisten der Attentäter kommen aus Saudi-Arabien - doch das Land steht zunächst nicht im Fokus des "Kriegs gegen den Terror". In diesem Zeitzeichen erzählt Nikolaus Steiner: wieso Saudi-Arabien in Verdacht gerät, etwas mit den Anschlägen zu tun zu haben, warum eine Überlebende der Darstellung der US-Regierung zu den Anschlägen nicht glaubt, warum viele hundert Angehörige von Opfern Saudi-Arabien auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen, welche Rolle das saudische Ministerium für islamische Angelegenheiten gespielt haben könnte. Am Morgen des 11. Septembers 2001 kapern 19 Attentäter fast zeitgleich vier Passagierflugzeuge in den USA. Sie stürmen die Cockpits und übernehmen die Steuerung. Eine Maschine lenken sie in den Nordturm des New Yorker World Trade Center, eine zweite Maschine in den Südturm. Ein dritter Jet stürzt ins Washingtoner Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums. Eine vierte Maschine ist offenbar ebenfalls auf dem Weg nach Washington D.C., als Passagiere versuchen, ins Cockpit einzudringen. Aber kurz bevor sie die Attentäter überwältigen können, steuern diese das Flugzeug Richtung Boden. Die Maschine stürzt auf offenem Feld ab. 2.977 Menschen sterben an diesem Tag, auch die 19 Attentäter. Mehr als 6.000 Menschen werden verletzt. Weil 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien stammen, taucht bald die Frage auf, ob das Königreich bei den Anschlägen seine Finger im Spiel hat. Viele Fragen zur Rolle Saudi-Arabiens sind bis heute unbeantwortet, was auch an der besonderen Beziehung zwischen den USA und Saudi-Arabien liegen könnte. Es geht um Öl und Geopolitik. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sharon Premoli, Autorin und Überlebende der Anschläge Kenneth Williams, ehemaliger FBI-Ermittler Daniel Benjamin, ehem. Anti-Terror-Koordinator im US-Außenministerium Die "28 Seiten" aus der Joint Inquiry into Intelligence Community Activities before and after the Terrorist Attacks of September 11, 2001 Bericht der 9/11-Kommission (2004) über die Terroranschläge Akten zur FBI-internen Ermittlung “Operation Encore" (freigegeben 2021) Urteil des Bezirksrichters George B. Daniels (2025) Weiterführende Links: Planet Wissen: New York - Die Terroranschläge vom 11. September 2001 Planet Wissen: Naher und Mittlerer Osten - Geschichte des Irans seit 1900 Planet Wissen: US-Präsidenten - George H.W. Bush und George W. Bush Unser Hörtipp: Podcast "Dark Matters" - Geheimnisse der Geheimdienste: Sonderstaffel "Staatsgeheimnis 9/11" Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Nikolaus Steiner Redaktion: David Rother Technik: Steffen Jahn
Nach dem Ersten Weltkrieg ist Deutschland isoliert. Außenminister Stresemann erreicht mit dem Beitritt zum Völkerbund am 10.9.1926 die Rückkehr auf die Bühne Europas. In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner: welches Ziel der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund hat, wie Gustav Stresemann aus ehemaligen Kriegsgegnern wichtige Verhandlungspartner macht, weshalb er im eigenen Land von rechts wie von links angegriffen wird, wie die Verträge von Locarno Deutschlands Weg zurück in die internationale Politik ebnen, warum Historiker heute in Stresemanns Politik ein frühes Modell europäischer Zusammenarbeit sehen. Nach dem Ersten Weltkrieg scheint eine Annäherung zwischen Deutschland und den Siegermächten kaum vorstellbar. Der Versailler Vertrag belastet die Beziehungen, die Ruhrbesetzung verschärft die Spannungen zusätzlich. Trotzdem setzt Gustav Stresemann als deutscher Außenminister auf Verständigung statt Konfrontation. Sein Engagement hat Erfolg: Im September 1926 wird Deutschland Mitglied im Völkerbund und erhält einen ständigen Sitz im wichtigsten Gremium der Organisation. Acht Jahre nach der Niederlage des deutschen Kaiserreichs ist das Land als Weimarer Republik wieder als gleichberechtigter Partner in der internationalen Politik vertreten. Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Andreas Rödder (Historiker Uni Mainz) Weiterführende Links: Zeitzeichen 10.05.1878: Gustav Stresemann wird geboren Stichtag 28.06.1919: Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet Zeitwort 11.01.1923: Französische und belgische Truppen besetzen das Ruhrgebiet DLF Nova: Folgen des Ersten Weltkriegs – Die Verträge von Locarno 1925 Tipp: Parallel zum Start der 5.Staffel von Babylon Berlin in der ARD-Mediathek gibt es auch das Babylon Berlin Game „Eine Nacht im Moka Efti: Eine Babylon Berlin Story“, kostenlos downloadbar über Steam (für Desktop) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martina Meißner Redaktion: Carolin Rückl und David Rother Technik: Moritz Raestrup
Im September 1971 bringen fast 1300 Häftlinge das Gefängnis Attica unter ihre Kontrolle. Nach fünf Tagen stürmt die Polizei das Gefängnis - mit fatalen Folgen. Was wirklich geschah, wird jahrzehntelang vertuscht. In diesem Zeitzeichen erzählt Kolja Sand: welche Zustände 1971 im Attica-Gefängnis herrschen und wie brutal Häftlinge behandelt werden, wie aus einem chaotischen Aufruhr ein organisierter Protest von mehr als 1.200 Gefangenen wird, welche Rolle Häftling Don Noble und Wärter Michael Smith während der Geiselnahme spielen, wie die Polizei beim Sturm des Gefängnisses 38 Menschen durch Schüsse tötet, welche Falschmeldungen anschließend von der Polizei in Umlauf gebracht werden. Der Gefängnisaufstand von Attica zählt zu den folgenreichsten Ereignissen der US-Justizgeschichte. Die Gefangenen protestieren gegen Überbelegung, mangelhafte medizinische Versorgung und Misshandlungen. Nach Beginn des Aufstands übernehmen sie Teile des Gefängnisses und treten mit konkreten Forderungen an die Öffentlichkeit. Fünf Tage lang richten sich die Blicke des ganzen Landes auf das Gefängnis. Journalisten, Politiker und Vermittler verfolgen die Verhandlungen, während die Situation zunehmend außer Kontrolle gerät. Als Sicherheitskräfte eingreifen, endet die Konfrontation in einem Blutbad. Die Folgen beschäftigen Gerichte, Historiker und Betroffene noch Jahrzehnte später. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Heather Ann Thompson (Historikerin) Heather Ann Thompson: Blood in the Water. The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy. New York 2016 Tom Wicker: A Time to Die. The Attica Prison Revolt. New York 1975 Weiterführende Links: Panorama: Meuterei und Blutbad in Attica (Beitrag vom 20.09.1971) Spiegel: Gefängnisse - Lieber sterben (19.09.1971) ZDF: Überleben hinter Gittern - Doku-Serie über Gefängnisse der Welt Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Kolja Sand Redaktion: Matti Hesse
490 v. Chr. rennt ein Läufer nach dem Sieg von Marathon nach Athen und stirbt. Aus der Legende entsteht ein Mythos von Freiheit - und ein weltberühmter Lauf. In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach: was die antike Schlacht mit dem beliebten Marathonlauf zu tun hat, wie gut Griechen und Perser eigentlich verbunden sind, warum es trotzdem zum Angriff der Perser gegen die Griechen kommt, wieso die Schlacht bei Marathon lange Zeit als Kampf für die Freiheit des Abendlandes gesehen wird. Im September 490 vor Christus brennt die Sonne glutheiß auf die fast baumlose Ebene von Marathon, rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen. Vor der Küste aus Sand und Sümpfen landen Hunderte persische Schiffe. Beladen mit Pferden, Reitern und Bogenschützen. 10.000 Athener, unterstützt von 1.000 Plataiern, stellen sich zur Schlacht auf. An der Küste warten die zahlenmäßig weit überlegenen Perser. Zwischen ihnen die Ebene von Marathon. Unter dem Pfeilhagel der Perser stürmen die Athener plötzlich in voller Rüstung auf die Gegner zu. Die Athener treiben die Perser zurück auf ihre Schiffe, mit denen sie flüchten und direkt auf Athen zusteuern. Die Athener aber eilen ebenfalls dorthin zurück. Und es gelingt ihnen, früher dort anzukommen. Als die Perser dies erkennen, wenden sie ihre Schiffe und kehren zurück nach Asien. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Angela Ganter, Althistorikerin, Universität Regensburg Prof. Dr. Raimund Schulz, Althistoriker, Universität Bielefeld Raimund Schulz: Die Perserkriege, Berlin-Boston 2017 Angela Ganter: Griechische Geschichte, München 2024 Wolfgang Will: Die Perserkriege, München 2019 Karl-Joachim Hölkeskamp: Marathon - vom Monument zum Mythos, in: Gab es das griechische Wunder?, hrsg. von D. Papenfuß, V. M. Strocka, Mainz 2001 Weiterführende Links: Planet Wissen: Übersicht: Antike Zeitzeichen: 02.10.0480 v. Chr. - Ende der Seeschlacht bei Salamis Zeitzeichen: 04.08.0465 v. Chr. Todestag des persischen Großkönigs Xerxes Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Marfa Heimbach Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Sascha Schiemann
Als Sohn einer Black-Panther-Aktivistin wird er zur Stimme des Hip-Hop. 30 Jahre nach den Schüssen gibt es nun ein Urteil im Fall 2Pac. In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer: mit welchen letzten Worten Tupac einen Polizisten beleidigt, auf wen Tupacs Name zurückgeht, welche Lücke zwischen Gesetzen und Wirklichkeit in der afroamerikanischen Bevölkerung klafft, wie Tupac die Härte des Gangsta-Rap mit Poesie, politischer Wut und großer Verletzlichkeit verbindet, wie der Streit zwischen Tupac und Biggie zum Motor ihrer Karrieren wird. Am 7. September 1996 besucht der Rapper Tupac in Las Vegas einen Boxkampf seines Freundes Mike Tyson. In der Lobby gerät Tupac in eine Prügelei mit Orlando Anderson, einem Mitglied der South Side Compton Crips. Tupac schlägt ihn nieder. Zwei Stunden später sitzt er als Beifahrer im Wagen seines Label-Managers Suge Night. An einer roten Ampel fallen Schüsse. Suge Night wird am Kopf gestreift, Tupac treffen die Schüsse am Arm, am Bein und in der Brust. Sechs Tage später stirbt er an den Folgen. Sechs Monate später wird auch The Notorious B.I.G, genannt Biggie, erschossen. Zwischen Tupac und Biggie herrscht ein jahrelanger Streit. Bis heute ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um beide Morde. Orlando Anderson gilt als wahrscheinlichster Mörder Tupacs. Doch er wird nie angeklagt und stirbt selbst zwei Jahre später bei einer Schießerei. Dass der Fall nie vollständig aufgeklärt wird, liegt auch am sogenannten Code of the Streets - dem ungeschrieben Gesetz in den benachteiligten Vierteln Amerikas: Wer mit der Polizei redet, gilt als Verräter. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Jan Kawelke, Musikjournalist und Hip-Hop-Experte Staci Robinson: Tupac Shakur: The Authorized Biography. 2023 Rolling Stone: Die letzten Tage im Leben von Tupac Shakur Unser Hörtipp: Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und unser Interviewpartner Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht: COSMO Machiavelli - Rap und Politik Weiterführende Links: Planet Wissen: Musikmetropole New York Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Matti Hesse
Den einen ist er ein Volksheld, den anderen ein Verbrecher: Matthias Klostermayr raubt, wildert - und versorgt die Bauern mit Fleisch. Am 3.9.1771 wird er hingerichtet. In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler: woher Klostermeiers Spitzname Hiasl stammt, wie Matthias Klostermeier zum Wilddieb wird, warum Landwirte Klostermeiers Dienste gerne in Anspruch nehmen, wie Klostermeier und seine Bande von Wilddieben zu Räubern und Mördern werden. Für die einen ist er ein Volksheld, eine Art Robin Hood, für die anderen ein Verbrecher. Und so ein wenig Recht haben bei diesem Streit um den Bayerischen Hiasl wahrscheinlich beide Seiten. Schon als Junge kann Matthias Klostermeier hervorragend schießen. Schon früh erlegt er seinen ersten Hirsch. Nun darf nicht jeder einfach Hirsche schießen. Jagen darf damals nur der Adel und der hohe Klerus. Klostermeier und seine Anhänger sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein Recht auf das freie Wild haben. Und schon bald beschränkt Klostermeier sich nicht mehr auf das Wildern. Die Hiasl-Bande raubt und plündert, überfällt Forst- und Wirtshäuser. Es gibt Tote. Im Dezember 1770 macht sich eine militärische Expedition auf die Suche nach dem Hiasl und seiner Bande. Am 14. Januar 1771 wird der Hiasl festgenommen. Er verpfeift alle seine Komplizen und Helfer und gesteht Räubereien, Landfriedensbrüche und Totschläge. Am 6. September 1771 wird Matthias Klostermeier hingerichtet - wobei der Henker mit großem Einfallsreichtum zu verschiedenen, äußerst brutalen Mitteln greift. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Barbara Kurz vom historischen Förderverein Bayerischer Hiasl Kissing e.V. Hans Schelle: Der bayerische Hiasl. Lebensbild eines Volkshelden (Rosenheimer Raritäten). Rosenheim 1991 Weiterführende Links: Planet Wissen: Tier und Mensch - Jagd Planet Wissen: Verbrechen - Räuber Planet Wissen: Das Zeitalter des Barock Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Marko Rösseler Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse Technik: Sarah Fitzek
- 05.09.202614 min
Ein rauschendes Fest in Vaux-le-Vicomte, ein Musketier und ein royaler Politthriller: Am 5. September 1661 lässt Ludwig XIV. seinen Finanzminister Nicolas Fouquet verhaften - der Auftakt zu einem spektakulären Schauprozess. In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg: wie Nicolas Fouquet mit Vaux-le-Vicomte das damals beeindruckendste Schloss Frankreichs errichten lässt, welche Rolle Jean-Baptiste Colbert beim politischen Sturz des Finanzministers spielt, weshalb ausgerechnet D’Artagnan den einst mächtigen Minister festnimmt, wie Fouquets Künstler und Ideen später Versailles prägen. Nicolas Fouquet steigt als Angehöriger des Amtsadels bis an die Spitze der französischen Finanzverwaltung auf. Mit Reichtum, Einfluss und einem spektakulären Schloss demonstriert er seine Stellung am Hof. Nach dem Tod Kardinal Mazarins hofft er auf weiteren politischen Aufstieg. Doch der junge Ludwig XIV. verfolgt eigene Pläne und will die Macht stärker in seiner Person bündeln. Während Frankreich unter gewaltigen Schulden leidet, wächst das Misstrauen des Königs gegenüber seinem Finanzminister. Hinter den Kulissen arbeitet ein Netzwerk aus Rivalen, Informanten und politischen Gegnern an Fouquets Sturz. Aus einem Machtkampf wird eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren der französischen Geschichte, dessen Folgen weit über die Person des Ministers hinausreichen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Christine Howald (Fouquet-Expertin, stellvertretende Direktorin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin) Christine Howald: Der Fall Nicolas Fouquet. Mäzenatentum als Mittel politischer Selbstdarstellung 1653-1661. Berlin 2011 Lothar Schilling: Das Jahrhundert Ludwigs XIV. Frankreich im Grand Siècle 1598-1715. Darmstadt 2010 Olivier Bernier und Manfred Allié: Ludwig XIV. Eine Biographie. Zürich 1989 Leonhard Horowski: Die Belagerung des Thrones. Machtstrukturen und Karrieremechanismen am Hof von Frankreich 1661-1789. Ostfildern-Ruit 2012 Uwe Schultz: Der Herrscher von Versailles. Ludwig XIV. und seine Zeit. München 2006 Weiterführende Links: Planet Wissen: Ludwig XIV. – der "Sonnenkönig" Zeitzeichen 13.04.1655: "Der Staat bin ich": Der Satz, der nie gesagt wurde Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Vormweg Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins Technik: Thomas Bleul
Wie viele Kapitäne seiner Zeit verliert Rickmers seine Crew an den Goldrausch. Wie viele entführt er sich eine neue - und überlebt mit ihr am 4.9.1851 knapp einen Taifun. In diesem Zeitzeichen erzählt Finia Zoé Dienst: welche Geheimnisse 2011 in einer alten Seekiste auf Föhr entdeckt werden, wie Kapitän Jürgen Rickmers im amerikanischen Bürgerkrieg zum Blockadebrecher wird, was Shanghaien bedeutet und wie brutal sich dieses Anheuern von Menschen im 19. Jahrhundert entwickelt, welcher fatale Zusammenhang zwischen Shanghaien und US-Recht besteht, was der Untergang der Titanic mit dem Verbot des Shanghaiens zu tun hat. Jürgen Rickmers wächst auf Föhr auf, fährt schon als Jugendlicher zur See und wird früh Kapitän. Seine Reisen führen ihn in eine Welt des Umbruchs: Auswandererschiffe, Goldsucher, Bürgerkrieg und Fernhandel bestimmen seinen Alltag. Er greift dabei auch auf das Shanghaien zurück. Am 4. September 1851 überlebt Rückmers einen Taifun vor Hongkong. Danach feiert er diesen Tag jedes Jahr als seinen kleinen Geburtstag. Das Glück bleibt ihm treu: Mit 39 Jahren zieht er sich als wohlhabender Mann zurück. Er wird Dorfvorsteher auf Föhr, betreibt Ahnenforschung und kümmert sich um das Gemeinwohl. 1907 stirbt er mit 82 Jahren. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Bente Faust (Ururenkel von Jürgen Rickmers) Felix Schürmann (Historiker, u.a. mit Schwerpunkt der maritimen Geschichte) Weiterführende Links: Zeitzeichen: 14. April 1912 - Die Titanic kollidiert mit einem Eisberg Planet Wissen: Naturgewalten - Stürme Planet Wissen: Geschichte der Schifffahrt Podcast: Jürgen Rickmers - Durch die Stürme des 19. Jahrhunderts Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Finia Zoé Dienst Redaktion: Carolin Rückl und David Rother Technik: Sascha Schiemann
Der Legende nach gründet Marinus seine Republik am 3.9.301. Er vermacht sie seinen Anhängern unter einer Bedingung: Sich niemals von Kirche und Königen abhängig zu machen. In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe: was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben, worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht, dass die meisten Italiener kaum etwas über den Mikro-Staat im eigenen Land wissen, wodurch der Präsident des nationalen Bankenverbands unter Druck gerät, warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt. Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano im Gebiet der heutigen Apenninen. Damals ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino. Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen. Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom Friedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961 Phoenix: Europas Kleinstaaten Teil 5 - San Marino - Berg der braven Bürger. 2014 Weiterführende Links: Planet Wissen: Religion - Heiligenverehrung Planet Wissen: Religion - Christentum Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Burkhard Hupe Redaktion: Carolin Rückl und David Rother
Ab dem 2.9.1666 brennt London vier Tage lang. Die Stadt liegt in Asche, Hunderttausende sind obdachlos - doch in Erinnerung bleiben nicht Chaos und Zerstörung. In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer: wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird, wie Bürgermeister Thomas Bludworth die Lage unterschätzt, mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert, warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt. In der Nacht zum 2. September 1666 bricht in einer Londoner Bäckerei ein verheerender Brand aus. Drei Tage wütet das Feuer im Herzen der Stadt und legt nicht nur etwa 13.000 Häuser und Gebäude in Schutt und Asche, sondern auch annähernd 90 Kirchen. Fast die gesamte Stadt nördlich der Themse liegt in qualmenden Trümmern. Mehr als 100.000 Menschen verlieren ihr Zuhause und hausen in selbstgebauten Zelten und Hütten vor den Toren der Stadt. Wie durch ein Wunder kommen bei dem Inferno wohl nur wenige Menschen ums Leben - in vielen Berichten ist von sechs oder neun die Rede. Für einen kurzen Moment steht nach der Katastrophe das öffentliche Leben in London still - doch kaum sind die letzten Brandnester gelöscht, beginnen die Aufräumarbeiten - in atemberaubender Geschwindigkeit errichten die Londoner ihre Stadt neu, diesmal aus Stein und Ziegeln und nicht mit leicht entflammbarem Holz. Das ist unsere wichtigste Quelle: Jacob Field: London, Londoners and the Great Fire of 1666. London 2017 Weiterführende Links: Planet Wissen: Metropolen - Geschichte der Stadt London Zeitzeichen: 12.07.1679: König Charles II. genehmigt das Gesetz "Habeas Corpus" Stichtag: 15. Juli 2007 - Vor 345 Jahren: Charles II. konstituiert die Royal Society Zeitzeichen: 18.07.64 n.Chr.: Der Brand von Rom Planet Wissen: Organisationen - Feuerwehr Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Herwig Katzer Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins
Am 1.9.1581 zieht der Kosak Jermak Timofejew mit einem Söldner-Trupp los Richtung Sibirien. Aus einem Streit unter Nachbarn wird die Eroberung eines halben Kontinents. In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen: wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt, weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold, warum Zar Iwan IV. den Feldzug zunächst ablehnt und später belohnt, wie Kosaken innerhalb weniger Jahrzehnte bis an den Pazifik gelangen, welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat. 13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sören Urbansky (Historiker) Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011 Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025 Dittmar Dahlmann: Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Brill 2009 Basil Dmytryshyn: Russia’s Conquest of Siberia 1558-1700. A Documentary Record. Oregon 1985 Sören Urbansky und Martin Wagner: China und Russland. Kurze Geschichte einer langen Beziehung. Berlin 2025 Weiterführende Links: Zeitzeichen 04.04.1558: Kolonisierung Sibiriens beginnt Planet Wisen: Sibirien Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uli Hufen Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel
Getauft wird der Däne Vitus Bering im August 1681. Seine Expeditionen in russischem Auftrag erschließen den Nordpazifik. Die letzte endet tödlich auf einer einsamen Insel. In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath: wie ein dänischer Seemann in russischen Diensten zum Leiter gewaltiger Forschungsreisen wird, warum die Suche nach einer Verbindung zwischen Asien und Amerika Zar Peter den Großen antreibt, weshalb Georg Wilhelm Steller und Vitus Bering auf Alaska-Kurs heftig aneinandergeraten, mit welchem logistischen Kraftakt Tausende Menschen ganz Sibirien durchqueren, wie eine Expedition in den Nordpazifik in einer Katastrophe endet und Geschichte schreibt. Die Namen Beringsee, Beringstraße und Beringinsel sind bis heute bekannt. Der Mann dahinter gerät dagegen lange Zeit fast in Vergessenheit. Dabei führt ihn sein Weg von Dänemark über die russische Marine bis an die Grenzen der damals bekannten Welt. Die Zweite Kamtschatka-Expedition wird Bering berühmt machen. Nach Jahren der Vorbereitung erreicht seine Mannschaft 1741 die Küste Alaskas. An Bord kommt es zum Konflikt zwischen dem vorsichtigen Expeditionsleiter und dem ehrgeizigen Naturforscher Georg Wilhelm Steller. Auf der Rückreise schlagen Stürme, Krankheit und Hunger zu. Die Folgen prägen die Geschichte des Nordpazifiks weit über Berings Tod hinaus. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Gudrun Bucher (Sachbuchautorin, Ethnologin und Historikerin, Universität Tübingen) Heike Heklau (Biologin, stellvertretende Vorsitzende der Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft, Halle) Gudrun Bucher: Die Entdeckung des Nordpazifiks. Eine Geschichte in 44 Objekten. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2017 Orcutt Frost: Bering. The Russian Discovery of America. Yale University Press. New Haven/London 2003 Georg Wilhelm Steller: Die Entdeckung Alaskas mit Kapitän Bering. Von Sibirien nach Amerika 1741-1742. Lenningen 2013 Weiterführende Links: Zeitzeichen 19.12.1741: Todestag von Vitus Bering Planet Wissen: Bering-Straße Internationale Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Kath Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak Technik: Sarah Fitzek
Als "bester Fürst" wird Roms Kaiser Trajan verehrt - unter ihm erreicht das Imperium im Jahr 116 seine größte Ausdehnung. Der Erfolg ist nur von kurzer Dauer - und genießen kann Trajan ihn auch nicht. In diesem Zeitzeichen erzählt Helene Pawlitzki: warum Expansion für die Römer als nahezu selbstverständliches Staatsziel gilt, weshalb manche Gebiete für Rom attraktiv sind und andere bewusst außerhalb des Imperiums bleiben sollen, wie Handel, Infrastruktur und Alltagskultur das Leben in den Provinzen verändern, warum die Eroberungen Trajans zwar spektakulär, aber nur schwer dauerhaft zu sichern sind, weshalb Kaiser Trajan noch Jahrhunderte nach seinem Tod als vorbildlicher Kaiser gilt. Als Kaiser Trajan im Jahr 116 den Persischen Golf erreicht, scheint die römische Expansion ihren Höhepunkt gefunden zu haben. Für viele Zeitgenossen erfüllt sich damit ein Anspruch, der tief in der römischen Selbstwahrnehmung verwurzelt ist: die Herrschaft über die bekannte Welt. Doch Größe hat ihren Preis. Die Versorgung der Legionen, die Verwaltung entfernter Provinzen und wiederkehrende Aufstände zeigen die Grenzen römischer Macht. Gerade in dem Moment, als das Imperium seine größte Ausdehnung erreicht, wird deutlich, wie schwierig es ist, ein solches Reich dauerhaft zusammenzuhalten. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. phil. Jörg Fündling (Althistoriker an der RWTH Aachen) Tilmann Bechert (Hg.): Die Provinzen des Römischen Reiches. Einführung und Überblick. Mainz 1999 Jörg Fündling: Kaiser von morgens bis abends. Ein Tag an der Spitze des Römischen Reichs. Darmstadt 2009 Weiterführende Links: Zeitzeichen 08.08.117: Der römische Kaiser Trajan stirbt Zeitzeichen 27.10.97: Kaiser Nerva adoptiert Trajan Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Helene Pawlitzki Redaktion: Hildegard Schulte, Frank Zirpins
Mit "Hey, good lookin'" erobert Hank Williams am 29.8.1951 die Spitze der Country-Charts. Der Song macht ihn zum Super-Star. Zwei Jahre vor seinem tragisch frühen Tod. In diesem Zeitzeichen erzählt Christopher Heimer: wie ein Straßenmusiker namens Rufus Payne den jungen Hank Williams musikalisch prägt, warum er Themen wie Herzschmerz, Schuld und Scheitern in den Country bringt, wie seine einfachen Drei-Akkord-Songs Generationen von Rockmusikern beeinflussen, wie viele Coverversionen es von "Hey, Good Lookin'" gibt, weshalb sein Tod auf dem Rücksitz eines Cadillac den Mythos Hank Williams bis heute verstärkt. Der erste Rockstar der Musikgeschichte trägt weder Lederjacke noch Sonnenbrille – er ist ein dürrer Schlaks mit Cowboyhut und weißen Maßanzügen. Hank Williams wird nur 29 Jahre alt, doch er beeinflusst mit seinem Country auf der Akustikgitarre Musiker von Elvis Presley bis Bruce Springsteen. Für Bob Dylan hat er die "Regeln des poetischen Songwritings" verfasst. Als "Hey, Good Lookin'" die Spitze der Billboard-Country-Charts erreicht, steht Hank Williams auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch hinter dem Erfolg stehen gesundheitliche Probleme, Alkoholmissbrauch und ein Leben unter Dauerstress. Als der Musiker an Neujahr 1953 stirbt, beginnt die Legendenbildung um sein Leben. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Stefan Kleinkrieg (Musiker, Gründungsmitglied von Extrabreit) Colin Escott: I Saw The Light. The Story of Hank Williams. London 2015 Mark Ribowsky: Hank. New York 2017 Weiterführende Links: ARD Sounds: Southern Discomfort in Hank Williams' Country - Südstaaten-Blues WDR3: Götz Alsmann zu Hank Williams und anderen Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christopher Heimer Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse
Am 28.8.1841 wird der Erfinder Louis Le Prince geboren. Jahrzehnte vor Edison filmt er die Welt und verschwindet 1890 im Zug. Was bleibt von dem fast vergessenen Kino-Pionier? In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Seebaum: weshalb Le Prince seine Erfindung zwischen Leeds, Paris und New York entwickelt, weshalb sich die Geburt des Kinos nicht auf einen einzigen Erfinder reduzieren lässt, welche Rolle die Laterna Magica und Panorama-Schauen dabei spielen, warum Le Prince trotz bahnbrechender Erfolge kaum als Film-Erfinder bekannt wird, welche Spekulationen es zu seinem plötzlichen Verschwinden gibt. Nur wenige Sekunden lang sind die Aufnahmen, die Louis Le Prince Ende des 19. Jahrhunderts festhält. Dennoch markieren sie einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Kino. Der aus Frankreich stammende Erfinder arbeitet jahrelang daran, Bilder nicht nur festzuhalten, sondern sie auch in Bewegung zu zeigen. Seine Experimente führen ihn durch mehrere Länder und in unterschiedliche technische wie künstlerische Milieus. Während andere Namen später Filmgeschichte schreiben, gerät Le Prince lange in Vergessenheit. Dazu trägt auch bei, dass sein Lebensweg kurz vor einer wichtigen Präsentation eine unerwartete Wendung nimmt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Andrea Haller (DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) Christopher Rawlence: Warum verschwand Augustin Le Prince? – Die mysteriöse Geschichte des Erfinders der bewegten Bilder. Köln 1991 Nat Segnit: Who Killed Louis Le Prince? In: Harper’s Magazine, April 2022 David Nicholas Wilkinson (Regie): The First Film. Dokumentation. Großbritannien 2015 Weiterführende Links: Planet Wissen: Anfänge des Films Kalenderblatt: Die Brüder Lumière eröffnen das erste Kino Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Seebaum Redaktion: Emily Jeuckens und Sefa Inci Suvak
Am Morgen des 27.8.1896 eröffnet die britische Royal Navy das Feuer auf Sansibar. Der kürzeste Krieg der Geschichte wird 500 Tote und Verletzte fordern und den Inselstaat grundlegend verändern. In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Henning: wie die omanische Herrscherfamilie Bu-Said Sansibar zu einem Handelszentrum im Indischen Ozean macht, warum sich Großbritannien immer stärker in die Machtkämpfe der Sultansfamilie einmischt, welche Rolle Sklavenhandel, Gewürzexport und Kolonialpolitik für den Konflikt spielen, wie Khalid bin Barghash trotz britischer Warnungen nach dem Thron greift, wie genau der kürzeste Krieg der Geschichte abläuft. Weiße Strände und Gewürzplantagen machen Sansibar im 19. Jahrhundert zu einem wohlhabenden Knotenpunkt zwischen Afrika, Arabien und Indien. Omans Herrscherfamilie Bu-Said profitiert vom internationalen Handel und baut ihren Einfluss entlang der ostafrikanischen Küste aus. Gleichzeitig wachsen innerhalb der Familie Rivalitäten, die immer wieder zu Konflikten führen. Als 1896 der amtierende Sultan Hamad stirbt, nutzt sein Neffe Khalid die Gelegenheit und besetzt den Palast. Für Großbritannien ist das inakzeptabel. Die Insel liegt an einer strategisch wichtigen Seeroute, und London betrachtet Sansibar längst als Teil seiner Einflusszone. Es kommt zum Angriff. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Michael Pesek (Afrika-Historiker, Humboldt-Universität zu Berlin) Kevin Patience: Zanzibar and the Shortest War in History. Bahrain 1994 Emily Ruete: Leben im Sultanspalast - Memoiren aus dem 19. Jahrhundert. Hamburg 2013 James Rennell Rodd: Social and Diplomatic - Memories. Charleston 2026 Weiterführende Links: Planet Wissen: Kolonialismus - Europas Kolonien Planet Wissen: Inseltausch - Sansibar gegen Helgoland? ARD: Traumziel Sansibar Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin Henning Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak Technik: Thomas Bleul
- 26.08.202615 min
Die Bravo gibt der Jugend Idole, Orientierung und eine eigene Identität - und verdient damit nicht nur selbst viel Geld. Am 26.8.1956 erscheint die erste Ausgabe. In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Halter: wie die BRAVO Jugendliche erstmals selbst darüber entscheiden lässt, welche Stars und Themen wichtig sind, weshalb die Beatles-Tournee trotz finanzieller Probleme zum publizistischen Triumph wird, wie Fotograf Bubi Heilemann den Look moderner Popstars mitprägt, warum das Dr.-Sommer-Team für viele Jugendliche zum vertrauten Ansprechpartner wird, wie die BRAVO zwischen Traumfabrik, Geschäft und Lebenshilfe balanciert. Aus der eher braven "Zeitschrift für Film und Fernsehen" entwickelt sich binnen weniger Jahre ein Medium, das die Wünsche einer neuen Generation erkennt und bedient. Die BRAVO begleitet das Wirtschaftswunder, den Siegeszug von Rock'n'Roll und die Entstehung einer eigenständigen Jugendkultur. Mit Starschnitten, exklusiven Schallplattenbeilagen, großen Konzertaktionen und prominenten Gesichtern schafft die Redaktion eine eigene Erlebniswelt. Gleichzeitig zieht mit der Dr.-Sommer-Beratung eine Form der sexuellen Aufklärung in die Kinder- und Jugendzimmer ein, die für viele Familien damals ungewohnt ist. Am Ende steht die Frage, was die BRAVO für Generationen von Jugendlichen eigentlich war: Zeitschrift, Marktmacht oder Zufluchtsort auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Bubi Heilemann (Fotograf, "Auge der BRAVO") Joey und Angelo Kelly (Musiker) Weiterführende Links: Erlebte Geschichten mit "Dr. Sommer" Martin Goldstein Zeitzeichen: Dr. Sommer beantwortet den ersten Bravo-Brief (am 20.10.1969) Stichtag: Billboard ermittelt die erste Top Ten der Popmusik Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Halter Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak
- 25.08.202615 min
Ein französischer Entwickler präsentiert am 25. August 1681 in London seinen Dampfkochtopf - der große Knall bleibt aus. In diesem Zeitzeichen erzählen Markus Harmann und Joachim Heinz: wie ein Sicherheitsventil den Dampfkochtopf überhaupt erst alltagstauglich macht, warum Papin als Hugenotte seine französische Heimat dauerhaft hinter sich lässt, weshalb Knochen, Geweihe und sogar Schildkrötenpanzer in seinem Apparat landen, wie aus Forschungen zu Druck und Dampf eine frühe Dampfmaschine entsteht, weshalb Papin lange in Vergessenheit gerät, obwohl sein Erbe bis heute fortlebt. Denis Papin gilt als Arzt, Mathematiker, Physiker und Erfinder zugleich. Seine Laufbahn führt ihn durch die europäischen Wissenschaftszentren seiner Zeit. In London, Venedig, Marburg und Kassel arbeitet er an den großen Fragen von Druck, Vakuum und Technik. Als Papin seinen Dampfdrucktopf vor Gelehrten präsentiert, sorgt die Erfindung für Aufsehen. Doch der Kochtopf bleibt nur ein Teil seines Wirkens. Der Forscher konstruiert Tauchboote, entwickelt Pumpen und schafft mit seiner Kolbendampfmaschine eine technische Grundlage, die weit über seine Lebenszeit hinauswirkt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Bérénice Tarcher (Stadtführerin im französischen Val de Loire) Heinz Jänsch (Physikprofessor, Philipps-Universität Marburg) Sophie Gerber (Kuratorin und Kustodin, Technisches Museum Wien) Denis Papin: A new Digester or Engine for softening Bones. London 1681 William Bray: The Diary of John Evelyn. London 1901 Karsten Porezag, Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt, arbeitet seit neun Jahren an einer umfangreichen Biografie zu Denis Papin, die 2027 oder 2028 erscheinen soll. Weiterführende Links: Denis Papin im Professorenkatalog der Philipps-Universität Marburg Vorstellung von Papins Dampfkochtopf im Journal des Savants Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autoren: Markus Harmann, Joachim Heinz Redaktion: Emily Jeuckens, Sefa Inci Suvak
Am 24.8.2006 verliert Pluto seinen Status als Planet. Der Himmelskörper bewegt Fans und Forscher - und entfacht eine anhaltende Debatte, was einen Planeten ausmacht. In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger: warum die Entdeckung des Himmelskörpers Eris die Planetendefinition ins Wanken bringt, weshalb Astronomen in Prag 2006 erbittert über die Zahl der Planeten streiten, wie der junge Farmersohn Clyde Tombaugh Pluto aufspürt, warum ein elfjähriges Mädchen den Namen "Pluto" vorschlägt, welche Überraschungen die Raumsonde "New Horizons" auf dem fernen Himmelskörper entdeckt. Pluto gilt lange als neunter Planet unseres Sonnensystems. Doch als immer mehr ähnliche Objekte im äußeren Sonnensystem entdeckt werden, gerät die alte Ordnung unter Druck. Auf der Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Prag wird deshalb über eine neue Definition des Begriffs "Planet" abgestimmt. Plutos Geschichte beginnt schon vor seiner spektakulären Entdeckung durch Clyde Tombaugh im Jahr 1930 und führt zu einer Debatte, die bis heute nicht vollständig verstummt ist. Selbst aktuelle Stimmen aus der Raumfahrt stellen die Entscheidung von 2006 noch infrage. Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin: Prof. Dr. Susanne Hüttemeister (Leiterin des Planetariums Bochum) Weiterführende Links: Planet Wissen: Warum ist der Pluto kein Planet mehr? Zeitzeichen: Der Sternenforscher mit der falschen Nase: Tycho Brahe Zeitzeichen: Wendepunkt in der Wissenschaft: Der Venustransit am 3.6.1769 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak
Die schmucklose "Verordnung Nr.46" der britischen Militärregierung vom 23.8.1946 ist die Gründungsurkunde von NRW. Eine politisch umkämpfte, aber letztlich kluge Entscheidung... In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen: welche zwei Möglichkeiten vor der Grenzziehung des neuen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen diskutiert werden, warum die Britischen Alliierten den Kölner Rudolf Amelunxen für das Amt des Ministerpräsidenten auswählen, wie die Briten durch die Vereinigung sehr unterschiedlicher Regionen einen bedeutenden politischen und wirtschaftlichen Raum schaffen. Im Juni 1946 treffen sich hohe britische Militärs und Beamte des britischen Kriegsministeriums, des Finanzministeriums und des Außenministeriums in London. Im Sitzungsraum Nummer 25 hängt eine große Deutschland-Karte an der Wand. Die Teilnehmenden möchten besprechen, wie sie die Grenzen des künftigen Bundeslands ziehen werden. "Operation Marriage - Operation Hochzeit" ist der Codename dieser Überlegungen. Zur Diskussion stehen zwei Möglichkeiten: Einmal die "große Lösung", bei der die nordrheinischen Provinzen mit Westfalen zusammengelegt werden, oder die "kleine Lösung", bei der NRW nur aus dem Ruhrgebiet besteht. Am Ende des Tages steht fest: Man möchte die "große Lösung". Der Grund: Wegen des schon bestehenden Verkehrswegenetzes mit Schienen, Flüssen, Schiffskanälen und Straßen sei auch ein großes NRW überlebensfähig. Am 23. August 1946 veröffentlichen die Briten die zwei Seiten lange sogenannte "Verordnung Nr. 46" - quasi die Geburtsurkunde Nordrhein-Westfalens. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Basil Kerski, Präsident des "Haus der Geschichte" in Düsseldorf Das "Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen" Weiterführende Links: Planet Wissen: Übersichtsseite Nordrhein-Westfalen Planet Wissen: Deutsche Geschichte - Nachkriegszeit ab 1945 Planet Wissen: Deutsche Geschichte - Wie Deutschland ab 1945 zur Demokratie wurde Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Klasen Redaktion: David Rother Technik: Sarah Fitzek



















