
Archivradio – Geschichte im Original
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- 26.07.20232 min
"Cap Anamur" rettete 10.375 "Boat People" aus Vietnam Welche Reichweite private Hilfsaktionen haben können, zeigt das Beispiel des von Rupert Neudeck gegründeten Vereins "Ein Boot für Vietnam e.V.": Aus privaten Spenden kauft der Verein ein Schiff, das ins südchinesische Meer fährt, um dort vietnamesische Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Zwischen 1979 und 1986 rettet die sogenannte "Cap Anamur" so 10.375 Menschen. Da die ehrenamtliche Besatzung des Schiffes sich nicht ausreichend mit den deutschen Behörden abstimmt, kommt es jedoch bald schon zu Konflikten. Rupert Neudeck enttäuscht: Bund und Länder entziehen Unterstützung Aufgrund politischer Entscheidungen darf das Hilfsschiff "Cap Anamur" keine vietnamesischen Flüchtlinge mehr aus Seenot retten. Im Juli 1982 kehrt das Schiff mit 285 Flüchtlingen an Bord von seiner letzten Fahrt zurück. Rupert Neudeck, Initiator der Rettungsaktion, empfindet Bitterkeit angesichts des Ausgangs dieser privaten Hilfsaktion.
- 19.07.20235 min
Nach dem Ersten Weltkrieg waren die linksrheinischen Gebiete von den Alliierten besetzt. Im Frühjahr 1923 besetzten französische und belgische Besatzungstruppen außerdem das Ruhrgebiet. Offizielle Begründung war, dass Deutschland seinen Reparationszahlungen nicht ausreichend nachkomme. Besetzt wurden außerdem die mittelbadischen Städte Offenburg und Appenweier. Wilhelm Marx spricht im Reichstag Im Sommer 1924 verhandelt die Reichsregierung mit den Alliierten in London darüber. Am 23. August 1924 erklärte Reichskanzler Wilhelm Marx (1863 - 1946) im Reichstag: 1925 werde das Ruhrgebiet wieder frei und auch aus Offenburg zögen sich die Besatzer zurück.
- 18.07.20232 min
Ende des 19. Jahrhunderts gab es Telefone und es war auch schon möglich, Klänge und Sprache aufzuzeichnen, etwa auf einer Wachswalze. 1898 wurden beide Techniken kombiniert. Geboren waren die ersten Anrufbeantworter – oder genauer: Anrufentgegennehmer. Denn eine Stimme, die dem Anrufer antwortet, gibt es freilich noch nicht. Telegraphon – Erfindung des Dänen Valdemar Poulsen Eins der Modelle ist das Telegraphon des dänischen Erfinders Valdemar Poulsen. Es besteht, wie frühere Aufnahmegeräte, aus einer Walze. Allerdings wird der Ton nicht auf Wachs festgehalten, sondern elektromagnetisch. Um die Walze war ein Draht gewickelt, ursprünglich eine Klaviersaite. Man spricht in ein Mikrofon, das elektrische Ströme erzeugt. Alternativ lässt sich auch ein Telefon anschließen. Die elektrischen Ströme aktivieren einen Elektromagneten, der sich entlang des Drahtes bewegt und diesen wiederum magnetisiert. Technische Neuheit wird auf der Pariser Weltausstellung vorgestellt Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wird das Telegraphon vorgestellt. Wilhelm Exner, Hofrat unter dem Österreichischen Kaiser Franz Joseph, besucht die Weltausstellung. Er erwirbt ein Telegraphon sowie einige weitere technische Geräte für das österreichisch-ungarische Handelsministerium, aus denen ein Jahr später eine Ausstellung in Wien zusammengestellt wird. Franz Joseph I. testet den Apparat bei einer Ausstellung in Wien Kaiser Franz Joseph besucht diese Wiener Ausstellung am 12. Oktober 1901 und testet das Telegraphon höchstselbst. Nachdem er in seiner Sprachaufnahme sein Interesse bekundet, folgt ein Nachsatz von Hofrat Wilhelm Exner. Dieser dankt dem Kaiser für die Gnade, in den Apparat gesprochen zu haben. Mancherorts wird als Aufnahmedatum noch der 20. September 1900 angegeben, verbunden mit dem Hinweis, dass Franz Joseph I. den Apparat direkt auf der Pariser Weltausstellung getestet hat. Diese falschen Angaben fanden sich bis vor Kurzem auch im SWR2 Archivradio. Erst neuere Forschungen von Christian Liebl haben die tatsächliche Entstehung der Aufnahme rekonstruiert.
- 13.07.20237 min
Steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren bis in die 1950er Bis in die 1950er hinein waren Ehepaare, in denen beide Partner gearbeitet haben, steuerlich benachteiligt. Denn sie wurden zusammen veranlagt und der Steuersatz bemaß sich an der Gesamtsumme des Einkommens. Der Steuersatz war also höher, als wenn beide Partner ihre Steuern getrennt zahlen würden. Das kam zwar nicht so oft vor, denn nur in jeder siebten Ehe arbeiteten damals beide Partner. Dennoch entscheidet das Bundesverfassungsgericht im Februar 1957, dass diese Art der Besteuerung gegen des Grundgesetz verstößt – gegen die Grundsätze der Gleichbehandlung und dem Schutz von Ehe und Familie. Neuregelung: 1958 wird Ehegattensplitting eingeführt Es war dieses Urteil, das eine Neuregelung erforderlich machte und dazu führte, dass im Folgejahr das Ehegattensplitting eingeführt wurde. Hier der Bericht über das Verfassungsgerichtsurteil vom 21. Februar 1957.
- 09.07.20235 min
Die DDR ist in ihrem dritten Jahr, die Macht der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) fest etabliert. Am 9. Juli 1952 findet die zweite Parteikonferenz statt. Stalin und Mao Tse-tung gehören dem Ehrenpräsidium an. Walter Ulbricht: DDR bereit für den Sozialismus Die DDR sei nun so weit, verkündet SED-Generalsekretär Walter Ulbricht. Der planmäßige Aufbau des Sozialismus könne beginnen. So wird es die Partei dann auch beschließen. Ulbricht erhält für seine Ankündigung frenetischen Beifall. Hier der entscheidende Auszug aus seiner Rede. Quelle: DRA
- 08.07.20235 min
Die Stimmung lässt sich nicht mehr unter den Teppich kehren. Und der Kirchentag spricht sie offen an. "Hoffen oder resignieren?", so das Thema einer Veranstaltung. Die SDR-Sendung Südfunk aktuell spricht mit dem SDR-Korrespondenten in der DDR, Gerhard Rein.
- 06.07.20233 min
Die Zollgrenzen fallen und auch im Saarland gilt nun die D-Mark als Zahlungsmittel. Kurz vor Mitternacht haben sich Einwohner und Journalisten an der Grenze zu Rheinland-Pfalz versammelt. Wilhelm Diederich, der damalige Hörfunkchef des Saarländischen Rundfunks, meldet sich als Reporter von der Grenzstation Homburg-Eichelscheid, wo der saarländische Ministerpräsident Franz-Josef Röder eine Rede hält. "Hallo Saarbrücken, hallo Saarbrücken, wir rufen aus Eichelscheid, der kleinen Grenzstation an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Tausende und Abertausende von Menschen sind von diesseits der Grenze gekommen, um diesen Abend hier mitzuerleben. (Jubel, Gelächter) Heute Abend fällt hier die Grenzschranke. Bald wird es null Uhr sein und dann wird die Grenze hier fallen. Auf der anderen Seite stehen schon die langen Kolonnen der Lastwagen, die um null Uhr hier in das Land hineinfahren wollen […]" Archiv des Saarländischen Rundfunks
- 03.07.202312 min
Kaum haben Slowenien und Kroatien am 25. Juni 1991 ihre Unabhängigkeit erklärt, startet die Jugoslawische Volksarmee zahlreiche Luftangriffe, zunächst auf die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Von dort meldet sich am 2. Juli Korrespondent Johannes Grotzky im Süddeutschen Rundfunk. Die serbische Regierung gibt Slowenien relativ schnell auf. Zum einen, weil dort keine größere serbische Minderheit lebt, zum anderen, weil sie schnell merkt, dass sie keine Kontrolle mehr über das Land gewinnen kann. Am 4. Juli berichtet Johannes Grotzky davon, wie sich junge Soldaten der jugoslawischen Volksarmee von Bussen in Ljubljana abholen und nach Hause bringen lassen. Der Slowenienkrieg – auch 10-Tage-Krieg genannt – endet mit der Unterzeichnung des Brioni-Abkommens am 7. Juli 1991. Doch markiert er zugleich den Anfang der jahrelangen Kriege infolge des Zerfalls von Jugoslawien.
- 01.07.20234 min
Mal schnell von unterwegs anrufen – dafür gab es früher Telefonzellen und bis Mitte der 1980er-Jahre akzeptierten die nur Münzgeld. Ein Ortsgespräch oder ein kurzes Ferngespräch kosteten mindestens 20 Pfennige, und die sollte man in Form von zwei Groschen auch dabei haben: Die Apparate akzeptierten zwar auch größere Münzen, gaben aber kein Rückgeld. Technische Revolution: Kartentelefon und Chipkarte Doch dann kommt eine technische Revolution: Das Kartentelefon. Bei der Post kann man vorbezahlte Chipkarten kaufen oder sogar eine persönliche Buchungskarte, die über die eigene Telefonrechnung bezahlt wird. Nach einigen Tests in Bonn, Frankfurt und Aachen startet die Post schließlich den Regelbetrieb, 1987 bekommt Stuttgart als erste bundesdeutsche Stadt gleich 200 solcher Kartentelefone. Worüber sich Oberbürgermeister Manfred Rommel sehr freut, zum Hörer greift und medienwirksam mit dem Präsidenten der Oberpostdirektion Stuttgart, Otto Dräger, telefoniert.
- 25.06.202320 min
Besuch in Berlin Höhepunkt seiner Reise ist der Besuch in West-Berlin am 26. Juni, dem 15. Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Begleitet von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem regierenden Berliner Bürgermeister Willy Brandt rollt Kennedy an diesem Sommertag in einem Konvoi durch West-Berlin – hunderttausende Berliner jubeln ihm begeistert zu, der Rundfunk berichtet live. In einer bewegenden und unvergessenen Ansprache an die Berliner vor dem Schöneberger Rathaus geißelt er die Mauer als das Symbol für das Versagen des Kommunismus und bekundet seine Solidarität mit den Bürgern des geteilten Berlins: "All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and therefore as a free man, I take pride in the words: Ich bin ein Berliner." Die Rede John F. Kennedys im Original:
Auch in West-Berlin gibt es jetzt die D-Mark. Der Andrang ist groß. Zuvor hatte die sowjetische Militärregierung die Ostmark für ganz Berlin eingeführt.
- 23.06.20234 min
"Meine Damen und Herren, im Namen der Reichsregierung habe ich Ihnen folgende Mitteilung zu machen. Die Mehrheit der Nationalversammlung hat sich in der gestrigen Sitzung meiner Ausführungen gut geheißen, in denen die Stellung der Reichsregierung zum Friedensschluss dargelegt wurde. Entsprechend diesem Votum und der darin ausgedrückten Bevollmächtigung haben wir gestern Nachmittag in Versailles eine Note überreichen lassen, die diese unsere Stellung mit aller Verwahrung und allem Vorbehalt darstellt. Und unseren Willen zum Vertragsabschluss folgendermaßen formuliert: Die Regierung der deutschen Republik ist bereit, den Friedensvertrag zu unterzeichnen, ohne jedoch damit anzuerkennen, dass das deutsche Volk der Urheber des Krieges sei. Und ohne eine Verpflichtung nach Artikel 227 des 230 des Friedensvertrages zu übernehmen. Darauf ist dem Gesandten [...] am späten Abend eine ablehnende Antwort zugegangen. Die Alliierten lehnen jede Modifikation und jeden Vorbehalt ab und verlangen unveränderte Annahme des Friedensdiktats. Damit, meine Damen und Herren, ist die Lage in zwölfter Stunde von Grund aus verändert. Und damit stehen wir unrettbar vor der ungeheuren Frage: Ablehnen oder bedingungslos unterzeichnen? Die Reichsregierung hat ihnen gestern die bedingte Unterzeichnung vorgeschlagen und dafür die Zustimmung ihrer Mehrheit gefunden. Sie hat geglaubt, diesen letzten Versuch machen zu müssen, um etwas wenigstens von all den schönen Idealen zu retten, die unsere Gegner angeblich mit ihrem Kampf für die Menschheit erstreiten wollten. Meine Damen und Herren, unsere Hoffnung, mit dem einzigen Vorbehalt einer Ehrenbewahrung bei unseren Gegnern durchzudringen, war nicht sehr groß. Aber wenn sie auch noch geringer gewesen wäre, der Versuch musste gemacht werden. Jetzt, wo er misslungen an dem sträflichen Übermut der [...] gescheitert ist, kann und muss die ganze Welt sehen: Hier wird ein besiegtes Volk an Leib und Seele vergewaltigt, wie kein Volk je zuvor. Meine Damen und Herren, keinem Prozess [...] keinen Sturm der Empörung. Unterschreiben wir! - Das ist der Vorschlag den ich Ihnen im Namen des gesamten Kabinetts machen muss. Die Gründe, die uns zu diesem Vorschlag zwingen, sind dieselben wie gestern. Nur trennt uns jetzt eine Frist von knappen vier Stunden vor der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten. Einen neuen Krieg können wir nicht verantworten. Selbst wenn wir Waffen hätten, wir sind wehrlos. Wehrlos ist aber nicht ehrlos. Gewiss, jene wollen uns an die Ehre, daran ist kein Zweifel. Aber dass dieser Versuch der Ehrabschneidung einmal auf die Urheber selbst zurückfallen wird, dass es nicht unsere Ehre ist, die über dieser Welttragödie zugrunde geht, das ist ein Glaube bis zum letzten Atemzug." Deutsche Kriegsschuld soll aus dem Vertrag gestrichen werden Bei den Friedensverhandlungen von Versailles bestanden die Alliierten auf eine bedingungslose Annahme des von Ihnen vor gelegten Vertragsentwurfs. Reichskanzler Philipp Scheidemann war strikt dagegen und trat daher am 20. Juni 1919 als Reichskanzler zurück. Sein Nachfolger wurde der Sozialdemokrat Gustav Bauer. Er versucht noch zu erreichen, dass die Anerkennung der deutschen Kriegsschuld aus dem Dokument gestrichen wird – jedoch ohne Erfolg. Davon handelt Bauers Rede vor der Nationalversammlung am 23. Juni 1919. "Hier wird ein besiegtes Volk an Leib und Seele vergewaltigt", sagt Bauer – der aber doch keine Alternative sieht, als den Vertrag zu unterzeichnen. "Wir sind wehrlos", sagt er. "Wehrlos ist aber nicht ehrlos."
- 19.06.202314 min
Reichsmark, Rentenmark und Alliierte Militärmark ab 21. Juni 1948 ungültig Der Sprecher der Militärregierung, Robert Lochner, erklärt zwei Tage zuvor, am 19. Juni 1948, den Bewohnern im Westen Deutschlands im Rundfunk, was auf sie zukommt, wie das neue Geld heißt, was das für die Löhne und Gehälter bedeutet und was sie mit ihrem alten Geld machen können.
- 12.06.202328 min
Am 17. Juni 1953 gehen in Ost-Berlin und an vielen Orten in der DDR mehr als eine Million Menschen auf die Straße, um gegen das SED-Regime zu protestieren. Der DDR-Volksaufstand 1953 wurde maßgeblich aufgeheizt durch Radioberichte des RIAS. Sie erzählen noch heute, wie diese Revolte verlief, bis sowjetische Panzer sie gewaltsam beendeten. Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Stefan Wolle, DDR-Museum Berlin. (SWR 2023) | Mehr zur Sendung: http://swr.li/ddr-17juni | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Mastodon: https://ard.social/@SWR2Wissen
- 11.06.20235 min
Soldaten der Sowjetunion beenden mit Panzern den Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953. Um die hundert Menschen sterben, wie viele genau ist bis heute nicht geklärt, Tausende werden verhaftet. Mit dem Einschreiten Moskaus sitzt die SED-Regierung wieder fest im Sattel. Wenige Tage später, am 23. Juni, versucht Walter Ulbricht die Arbeiterschaft auf Parteilinie zu bringen. Ulbricht ist zu dem Zeitpunkt Erster stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats in der DDR.
- 11.06.202316 min
Die westlichen Regierungen reagieren zögerlich auf den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Die Bundesrepublik, aber allen voran die USA, wollen vermeiden, Moskau zu provozieren. Große Teile der Zivilgesellschaft jedoch solidarisieren sich mit den Protesten in der DDR – so wie hier, am 20. Juni 1953, die Rednerinnen und Redner auf einer Solidaritätskundgebung in Heidelberg. Es geht um den Wunsch nach der deutschen Einheit, aber auch darum, dass die Deutschen gegen den Nationalsozialismus nicht auf die Straße gegangen seien, wohingegen jetzt in der DDR die Menschen für ihre Freiheit protestierten. Im Bild: Ost-Berliner marschieren am 17 Juni 1953 mit wehenden Fahnen vom Ost-Sektor aus durch das Brandenburger Tor. Nach Streiks in Ost-Berlin kam es zum Volksaufstand, der von sowjetischen Truppen niedergeschlagen wurde.
- 11.06.20233 min
Karl-Eduard von Schnitzler gilt als einer der streitbarsten Journalisten der deutschen Nachkriegszeit. Vom Westen in die DDR übergesiedelt, wird von Schnitzler schnell zum Chef-Propagandisten des SED-Regimes. In seinem Radio-Kommentar vom 18. Juni 1953 erklärt er den Hörerinnen und Hörern des Ost-Berliner Rundfunks, der Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni sei ein Putschversuch westlicher Agenten gewesen. Von Schnitzler wird diese Deutung viele Jahre lang beibehalten und verbreiten. Er bleibt über die Wiedervereinigung hinaus ein glühender Verfechter der DDR.
- 11.06.20236 min
Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 überrascht nicht nur die politischen Führungen der DDR und der Sowjetunion. Auch im Westen weiß man zunächst nicht, wie man reagieren soll, als Millionen Menschen in der ganzen DDR für bessere Arbeitsbedingungen und für die deutsche Einheit demonstrieren. Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) signalisiert im Bundestag in Bonn am 17. Juni symbolische Unterstützung für die Anliegen der Demonstrierenden. Mehr aber auch nicht. Der Westen will vermeiden, in den Verdacht zu geraten, einen Regimesturz im Osten zu provozieren.
- 11.06.20234 min
Am 17. Juni 1953 protestieren Millionen Menschen in der ganzen DDR unter anderem für die deutsche Einheit. Die führenden Vertreter der SED-Regierung sind von dem Volksaufstand offensichtlich überrascht und tauchen unter. Otto Nuschke allerdings, stellvertretender DDR-Ministerpräsident und Mitglied der Ost-CDU, wird in seinem Auto von Demonstrierenden abgefangen und bedrängt. West-Berliner Polizisten nehmen den Politiker in Gewahrsam, wo er sogleich hörbar überrumpelt vor Reportern des RIAS Stellung beziehen muss.
- 11.06.202315 min
Am 17. Juni 1953 gehen in der ganzen DDR Millionen Menschen auf die Straße, um für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren und für die deutsche Einheit. Das Radio spielt für die Berichterstattung über den Volksaufstand die zentrale Rolle. Wo es geht, sind Reporterinnen und -reporter des RIAS im Einsatz, des Rundfunks im Amerikanischen Sektor, und berichten live von den Ereignissen.



















