
Archivradio – Geschichte im Original
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Ein halbes Jahr nachdem Apple-Chef Steve Jobs das iPhone der Öffentlichkeit vorgestellt hat, kommt es in den USA auf den Markt. Es kostet 600 Dollar – das schreckt aber viele nicht ab, sich schon Tage vorher vor den Apple-Stores anzustellen, um das neue Gerät zu kaufen. Aus New York berichtete damals Martina Buttler.
- 23.06.20226 min
Anna Sorokin gibt sich in New York als Millionenerbin Anna Delvey aus Das ist die wahre Geschichte, die der Netflix-Serie "Inventing Anna" zugrunde liegt: Anna Sorokin, eine junge Frau, in Russland geboren und im deutschen Eschweiler aufgewachsen, kommt nach New York, spielt dort die Millionenerbin und ambitionierte Geschäftsfrau "Anna Delvey", erschleicht sich auf diese Weise Zugang in die High Society, und das über Jahre – bis die Geschichte auffliegt, weil immer mehr Menschen das viele Geld, das sie ihr anvertrauen, auch mal wieder sehen wollen und die Luxushotels, in denen sie genächtigt hat, die Geduld verlieren und sie anzeigen. Anna Sorokin kommt vor Gericht, die Geschworenen halten sie am 26. April 2019 für schuldig. Am 9. Mai 2019 schließlich fällt das Urteil. Vorher verteidigt ihr Anwalt sie noch einmal: Mit ihrer wahren Biografie habe Anna Sorokin in der Gesellschaft vor verschlossenen Türen gestanden, deshalb habe sie sie auf ihre Weise eingetreten. Nach 20 Monaten wegen guter Führung entlassen – und erneut verhaftet 2021, nach 20 Monaten Haft wird Anna Sorokin wegen guter Führung entlassen. Prompt checkt sie wieder in einem Luxushotel ein. Sie wird erneut festgenommen, die US-Einwanderungsbehörde entscheidet, sie nach Deutschland abzuschieben. Netflix bringt die Geschichte als Miniserie heraus Noch während sie in Abschiebehaft sitzt, bringt Netflix ihre Geschichte – stark fiktionalisiert – als Miniserie heraus.
- 15.06.20227 min
Heinz Brandt ist befreit und berichtet von seiner Verschleppung Drei Jahre nach seiner Entführung wird Heinz Brandt freigelassen. In einer Pressekonferenz schildert er seine Entführung und Gefangennahme.
- 15.06.20225 min
Drei Wochen nach der Entführung von Heinz Brandt am 16. Juni 1961 äußert sich seine Frau, Anneliese Brandt, und spekuliert über die Gründe der Stasi.
- 15.06.20224 min
Auf dem Gewerkschaftstag der ÖTV am 27. Juni 1961 informiert der DGB-Vorsitzende Willi Richter über den Stand der Dinge im Entführungsfall Heinz Brandt und verurteilt das Vorgehen der DDR-Regierung. Im Bild: Berlin, 27. Oktober 1961, Kongress des DGB in der Kongresshalle: G. Maparas, James B. Carey, Willi Richter, der Regierende Bürgermeister Willy Brandt, Arne Geijer, Omer Becu, Schevenels, S.I.Ese, A.Jauregiu. (v.l.n.r.)
- 15.06.20225 min
Am 16. Juni 1961, knapp zwei Monate vor dem Bau der Mauer, wird der Gewerkschafter Heinz Brandt verschleppt. Brandt war 1958 aus der DDR geflohen und Redakteur bei der IG Metall in Frankfurt. Während einer Reise nach Ostberlin wird er betäubt und entführt, was die Öffentlichkeit aber erst viel später erfuhr. Wir werden die Einzelheiten noch von ihm selbst hören. Am 23. Juni 1961 informierte ein Mitarbeiter des Berliner Innensenats die Presse über erste Ermittlungsergebnisse.
- 15.06.202269 min
Im Juni 1954 steht Kurt Knobloch vor Gericht, einer der Entführer des Rechtsanwalts. Vor der Zweiten Großen Strafkammer in Moabit schildert er seine Version, wie die Entführung vonstatten ging. Vernommen wird außerdem der Zeuge Horst Brüggemann. Quelle: Deutschlandradio DZ080074
- 15.06.20225 min
Als Folge der Entführung von Walter Linse und anderer Fälle von Menschenraub werden nicht nur Schlagbäume an der Zonengrenze errichtet. Auch in den Berliner Gewässern werden die Grenzschutzmaßnahmen verstärkt. Ein Reporter berichtet von einer Fahrt auf der Havel bei der Pfaueninsel kurz vor Potsdam. Quelle: Deutschlandradio DZ198213
- 15.06.20227 min
Eine Woche nach der Entführung ist der Fall Walter Linse Thema im Bundestag. Dort nimmt der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen Jakob Kaiser (CDU) Stellung und kündigt am 16. Juli 1952 stärkere Schutzmaßnahmen an der deutsch-deutschen Grenze an. Im Bild: Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen (CDU), Jakob Kaiser, in einer Aufnahme aus den 1950ern
- 15.06.202232 min
Zwei Tage nach der Entführung von Walter Linse findet auf dem Rudolph-Wilde-Platz in Berlin eine große Solidaritätskundgebung statt. Ein Kollege von Linse fordert angesichts des Vorfalls ein Recht auf freien Waffenbesitz, um sich vor Entführungen zu schützen. Wir hören außerdem den CDU-Politiker Franz Amrehn sowie den Berliner Oberbürgermeister Ernst Reuter (SPD). Quelle: Deutschlandradio DZ076772
- 15.06.202210 min
Dr. Walter Linse, Mitarbeiter des Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen, wird vom Staatssicherheitsdienst (SSD) aus seiner Wohnung in Berlin-Lichterfelde in die DDR verschleppt. Zwei Augenzeugen schildern ihre Beobachtungen und Reaktionen auf die Ereignisse. Quelle: Deutschlandradio DZ105281
- 15.06.202232 min
Warum ließ die Stasi 1950 ausgerechnet einen kommunistischen Genossen entführen und verurteilen? Was war das überhaupt für ein Mensch? Befragung von Hans Rosenberg und Richard Stahlmann 1975, 25 Jahre nach den Ereignissen, befragt die Stasi ehemalige Genossen, um selbst diesen und andere Entführungsfälle aufzuarbeiten. Einer der damaligen Entführer, Hans Rosenberg, schildert, warum Müller – obwohl KPD-Mitglied – der Prozess gemacht werden sollte. In der zweite Aufnahme (ab 12:45) steht Richard Stahlmann im Mittelpunkt. Er hat die Entführungen der 1950er-Jahre maßgeblich organisiert. Befragt werden ehemalige Weggefährten von Stahlmann. Die Aufnahme stammt ebenfalls aus dem Jahr 1975. Quelle: BStU, MfS ZAIG, Tb 274 (Rosenberg) BStU, MfS, ZAIG, Tb 282-284 (Stahlmann)
- 15.06.202214 min
Im März 1950 wird der KPD-Bundestagsabgeordnete Kurt Müller entführt: Ausgerechnet ein kommunistischer Genosse aus dem Westen wird Opfer der Stasi. Vier Monate später tritt seine Verlobte an die Öffentlichkeit und gibt am 20. Juli 1950 eine Pressekonferenz. Sie appelliert an das Gewissen aller, sich für die Befreiung und Rückführung ihres Verlobten einzusetzen und Müller fair zu behandeln. Und sie schildert die Ereignisse aus ihrer Sicht. Quelle: Deutschlandradio, DZ079811
- 15.06.202217 min
Bis zum Mauerbau 1961 entführte die Stasi viele Hundert Menschen von Westberlin und der Bundesrepublik nach Ost-Berlin. Eins der Entführungsopfer ist Kurt Müller, 1950 Bundestagsabgeordneter der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Bei einer Fahrt in den Berliner Ostsektor wird er dort verhaftet. Der Fall beschäftigt auch den Bundestag in Bonn. Denn schon einige Wochen nach der Entführung liegt dem Parlament eine von Kurt Müller unterzeichnete Erklärung vor, in der Müller sein Bundestagsmandat niederlegt. Hat Müller den Brief freiwillig verfasst oder unter Druck? Das ist die große Frage am 1. Juni 1950.
- 14.06.20225 min
Eine Urwahl soll entscheiden, wer den SPD-Vorsitz übernimmt. Zur Wahl stehen: der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Rudolf Scharping, sein Amtskollege aus Niedersachsen, Gerhard Schröder – später wird er Bundeskanzler – und die hessische Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul. Die meisten, nämlich 40 Prozent der Stimmen, bekommt am 14.6.1993 Rudolf Scharping. 1994 wird Rudolf Scharping Kanzlerkandidat der SPD, doch ohne Erfolg. Die SPD verliert die Bundestagswahl 1994. Die Stimmung kippt, die Unzufriedenheit mit Scharping wächst. 1995 tritt Oskar Lafontaine auf dem legendären Parteitag in Mannheim gegen ihn an und löst Scharping als SPD-Chef ab.
Am 12.6.1930 wird Max Schmeling Box-Weltmeister im Schwergewicht. Kurz vor seiner Abreise nach New York gibt Schmeling ein Interview, in dem er über seinen Werdegang berichtet und über den Respekt vor seinem Gegner Jack Sharkey, den er schließlich besiegen wird. Die Interviewpartner lesen ihren Text hörbar vom Blatt ab. Schmelings Sieg über Sharkey war eher unschön: Sharkey hatte Schmeling durch einen regelwidrigen Tiefschlag so getroffen, dass Schmeling nicht weiter kämpfen konnte. Sharkey wurde für den Schlag disqualifiziert – und Schmeling zum Weltmeister erklärt. 1931 erringt er den Titel erneut und wird zum Weltmeister aller Klassen ernannt. 1932 kommt es zum Rückkampf gegen Sharkey, den Schmeling verliert. Die Reportage von diesem Kampf gibt es ebenfalls im SWR2 Archivradio.
Senator Robert Kennedy gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Am 4. Juni 1968 hatte er im Hotel Ambassador eine Rede gehalten. Noch im Hotel feuert Sirhan Sirhan, ein christlicher Palästinenser, mehrere Schüsse auf Kennedy und seine Begleiter. Kennedy stirbt am 6. Juni – fünf Jahre nach dem Mord an seinem Bruder John. Für den Süddeutschen Rundfunk schildert USA-Korrespondent Georg Siegel das Geschehen in Los Angeles. Sirhan Sirhan sitzt noch immer in Kalifornien im Gefängnis.
- 03.06.202222 min
1999 kommt es zum ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr – und das unter der Verantwortung eines Grünen Außenministers, der mit der rot-grünen Regierungsübernahme gerade erst ins Amt gekommen ist. Entsprechend aufgeheizt ist die Stimmung beim Sonderparteitag in Bielefeld. Hintergrund: Ethnische Säuberungen durch Serbiens Präsident Milosevic Angesichts ethnischer Säuberungen bereitet die NATO einen Militäreinsatz vor. Auch Joschka Fischer sieht keine Alternative. Doch die Grünen – mit ihrer pazifistischen Tradition – tun sich schwer, den Kurs ihres Außenministers mitzutragen. Auf einem außerordentlichen Parteitag kommt es zur Zuspitzung. Noch bevor Joschka Fischer mit seiner Rede beginnt, wird er mit einem Farbbeutel beworfen. Sein Trommelfell reißt. Er wird kurz behandelt, redet dann aber trotzdem. Unter massivem Personenschutz rechtfertigt er seinen Standpunkt auch mit Verweis auf die deutsche Geschichte: "Nie wieder Auschwitz". Im Anschluss bekommt er die Zustimmung des Parteitags. Quelle: DRA
- 03.06.20225 min
Holocaust: Hildegard Hamm-Brücher kritisiert Heiner Geißler Am 15. Juni 1983 provoziert der CDU-Politiker und Familienminister Heiner Geißler im Bundestag die Gegner der Nachrüstungspolitik mit der These: "Der Pazifismus der 30er-Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht". Für diesen Satz bekam Geißler heftige Kritik – auch aus den Reihen der FDP, die ja mit der Union zusammen regierte. Noch am selben Tag äußert sich die FDP-Abgeordnete Hildegard Hamm-Brücher im Süddeutschen Rundfunk.
- 03.06.202263 min
Heiner Geißler provoziert die Friedensbewegung "Der Pazifismus der 30er-Jahre – der sich in seiner gesinnungsethischen Begründung nur wenig von dem unterscheidet, was wir in der Begründung des heutigen Pazifismus zur Kenntnis zu nehmen haben – dieser Pazifismus der 30er-Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht." Quelle: Heiner Geißler, CDU Mit diesem Satz provozierte der CDU-Politiker Heiner Geißler die Friedensbewegung, die sich gegen die Stationierung von Pershing-Raketen in der Bundesrepublik stark machte. Diskussion mobilisiert die Friedensbewegung Die Diskussion um den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung der Raketen hatte die Friedensbewegung massiv mobilisiert. Friedensbewegte einstige SPD-Anhänger liefen zu den Grünen über, die im März 1983 in den Bundestag einzogen. Sie saßen also erst ein paar Wochen im Parlament, als Heiner Geißler (CDU) diese Rede hielt. Bundesfamilienminister Geißler nimmt Stellung im Parlament Heiner Geißler beginnt mit einer etwas bemühten Begründung, warum ausgerechnet er als Bundesfamilienminister zum NATO-Doppelbeschluss Stellung nimmt. Mehrfach spricht er die grünen Abgeordneten Otto Schily und Joschka Fischer an, die wegen ihrer häufigen Zwischenrufe vom Parlamentspräsidenten Richard Stücklen gerüffelt werden. Etwa ab der 17. Minute kommt Geißler auf den Pazifismus und Auschwitz zu sprechen.



















