Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
237924.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. Es gibt Menschen, die sind so krank, dass sie ihr eigenes Leben als nicht mehr lebenswürdig empfinden. Und dann gibt es auf der anderen Seite den Staat, der das Leben aller seiner Bürger schützen will. Es herrscht also ein Konflikt darüber, wann jemandem beim Sterben geholfen werden soll. Nun hat das Bundesverfassungsgericht den Paragrafen 217 aus dem Strafgesetzbuch für verfassungswidrig erklärt. Der hatte die “geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung” unter Strafe gestellt wird und damit für viel Unsicherheit bei Ärzten gesorgt. Einige befürchten, dass durch dieses Urteil dem Suizid Tür und Tor geöffnet wurde. Michaela Schwinn, die für die SZ betroffene Patienten und Ärzte getroffen hat, sagt hingegen, dass am Ende jeder Mensch für sich entscheiden soll, ob sie oder er ihr Leben für lebenswert erachten. Weiteres Thema: Immer mehr Corona-Fälle in Europa. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Die meisten Paare wollen es, wenigen gelingt es: Gleichberechtigt leben. Für eine SZ-Videoserie suchen wir Paare und Singles, die von sich erzählen. Schreiben Sie uns eine Mail an video@sz.de oder melden Sie sich unter sz.de/paarserie. Weiteres Audiomaterial über Reuters und dpa.

  2. 25.02.202011 Min.

    Der neue CDU-Chef wird ein Mann, kommt aus Nordrhein-Westfalen und ist Katholik. All das trifft nämlich auf Friedrich Merz, 64, Norbert Röttgen, 54, und Armin Laschet, 59, zu. Doch wer hat die größten Chancen, Annegret Kramp-Karrenbauer zu beerben - und vielleicht auch Angela Merkel? Er würde derzeit auf kein Pferd setzen, sagt SZ-Berlin-Korrespondent Stefan Braun. Alle hätten untereinander ein kompliziertes Verhältnis. Vielleicht aber habe momentan Laschet gemeinsam mit dem jüngeren Jens Spahn die besten Chancen, aber sicher sei noch nichts. Eine echte Teamlösung wäre es zudem nur gewesen, wenn Laschet auch noch Röttgen eingebunden hätte. Schließlich komme auch Merz bei den CDU-Mitgliedern gut an, auch weil der einen Neuanfang verspreche und der AfD das Wasser abgraben könne. Deshalb sei das Rennen bis zum Parteitag am 25. April völlig offen. Weitere Nachrichten: Motiv der Amokfahrt von Volkmarsen unklar, Mubarak ist tot, Coronavirus in Österreich. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Donato Nicolaidi Produktion: Justin Patchett Weiteres Audiomaterial über Reuters und Phoenix

  3. 24.02.202010 Min.

    Die SPD kann also doch noch gewinnen. Die Sozialdemokraten in der Hansestadt haben zwar mehr als sechs Prozentpunkte verloren. Aber mit 39 Prozent werden sie trotzdem stärkste Partei. Die wirklichen Wahlgewinner in Hamburg sind aber die Grünen, die ihren Stimmenanteil fast verdoppeln konnten. Die CDU kommt gerade mal auf elf Prozent und die FDP verlor fast ein Drittel der Stimmen. Die rechte AfD hat den Einzug in die Bürgerschaft knapp geschafft. Die Hafenstadt könne mit den Rechten einfach nichts anfangen, sagt Hamburg-Korrespondent Peter Burghardt. Hamburg sei eine weltoffene, liberale Stadt und noch immer eine rote Hochburg. Bürgermeister Tschentscher von der SPD habe sich als Nachfolger von Olaf Scholz sehr gut gemacht und sich erfolgreich von ihm emanzipiert. Weitere Nachrichten: Auto rast bei Kassel in Karnevalsumzug, Coronavirus erreicht Europa, Entscheidung über CDU-Vorsitz deutlich früher. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Donato Nicolaidi Produktion: Carolin Lenk Weiteres Audiomaterial über Facebookseite der SPD Hamburg

  4. Zwei Tage nach dem rechten Terroranschlag in Hanau, bei dem zehn Menschen ermordet wurden, stellt sich Innenminister Horst Seehofer den Fragen der Journalisten. Gleich zum Anfang redet er Klartext. Die Tat in Hanau sei ein "eindeutig rassistisch motivierter Terroranschlag" und den Rechtsextremismus bezeichnet Seehofer als die "größte Gefahr" Deutschlands. Doch Seehofer beschreibt den Terroranschlag von Hanau nur als eine sicherheitspolitische Frage, dabei stellt sich genauso eine soziale, sagt Sonja Zekri. Die Feuilleton-Chefin der Süddeutschen Zeitung beschreibt, wie Deutschland bei den Themen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus sich seit langer Zeit selbst was vormacht. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Bundespressekonferenz.

  5. 20.02.202011 Min.

    Ein Mann eröffnet am späten Mittwochabend in der hessischen Kleinstadt Hanau das Feuer. Die Tatorte sind zwei Shisha-Bars und ein Kiosk. Dabei ermordet er neun Menschen. Viele von ihnen, heißt es aus Sicherheitskreisen, hatten einen Migrationshintergrund. Der mutmaßliche Täter soll ein 43-jähriger Deutscher mit Waffenschein gewesen sein. Er wurde zusammen mit seiner Mutter tot in deren Reihenendhaus aufgefunden. Laut Generalbundesanwalt hatte er eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Nach derzeitigem Wissensstand wies er keine Verbindung zu rechten Terrornetzwerken auf, sondern handelte als Einzeltäter. Doch die Stimmung in der rechten Szene, beschreibt der Investigativjournalist Georg Mascolo, ist am kochen. Währenddessen trauert die muslimische Gemeinde um die Opfer. Muslime in Deutschland erhoffen sich mehr als nur Worte, sagt Dunja Ramadan. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Produktion: Valérie Nowak und Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über Reuters.

  6. Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihre Digitalstrategie für die nächsten Jahre vorgelegt. Gemeinsame Datenräume und die Förderung von KI gehören zum Plan von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dadurch soll die EU mit Peking und Washington Schritt halten. Gleichzeitig soll die digitale Wirtschaft mehr reguliert werden, um Bürgerrechte zu stärken. Karoline Meta Beisel erklärt im Gespräch, wie konkret die Vorschläge der Kommission sind, wie sich Tech-Konzerne in die Diskussion einmischen und warum die DSGVO für die Digitalstrategie zum Vorbild werden könnte. Weitere Themen: Übergangsregierung in Thüringen gekippt, Boris Johnson schlägt neue Einwanderungsregelung vor. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Justin Patchett Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de

  7. 18.02.202011 Min.

    Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt seit April in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis. Nach mehr als sieben Jahren in der Botschaft Ecuadors geht es ihm offenbar lebensbedrohlich schlecht. Und jetzt droht ihm die Auslieferung in die USA. Dort drohen ihm insgesamt 175 Jahre Haft. Assange ist ein "Pionier der digitalen Aufklärung", dessen Veröffentlichungen Regierungen nicht passen, sagt Heribert Prantl, ehemaliger Innenpolitik-Chef der SZ. "Es ist aber nicht nur ein Mensch in Gefahr: Es ist die Zukunft der freien Presse in Gefahr." An Assange sei Opfer einer "modernen Hexenjagd" und an ihm solle** ein Exempel statutiert werden**. Weitere Nachrichten: Röttgen will CDU-Vorsitzender werden, Ramelow schlägt Christine Lieberknecht als Regierungschefin in Thüringen vor, türkisches Gericht spricht Osman Kavala frei. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de Das Interview mit Nils Melzer, dem UN-Sonderbeaufragten für Folter, über den Fall Assange finden Sie in der Republik.

  8. 17.02.202010 Min.

    Mehr als 70 000 Menschen sind bis jetzt in China am Coronavirus erkrankt. Die Regierung unternimmt drastische Schritte, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Doch jetzt hat die Epidemie auch Auswirkungen auf die höchsten politischen Gremien in China. Die chinesische Regierung überlegt, den diesjährigen Volkskongress zu verschieben. Der Kampf gegen das Virus hätte nun „oberste Priorität“, hieß es. Auch Lea Deuber, SZ-Korrespondentin in Peking, steht für 14 Tage unter Quarantäne. Sie habe aber Verständnis für die Maßnahme, sagt sie. China sei seit Wochen ein Land im totalen Stillstand. Trotz der Gefahr habe die Regierung, entgegen der offiziellen Darstellung, drei Wochen geschwiegen, statt Transparenz zu zeigen wie versprochen. Viele Menschen würden sich alleingelassen fühlen und fordern Zugang zu freien Informationen. Doch die Regierung in Peking macht dicht. Weitere Nachrichten: Rechtsterroristen sollen Angriffe auf Moscheen geplant haben, SPD-Hamburg gerät unter Druck. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de

  9. Vor sechs Jahren hat Frank-Walter Steinmeier das letzte Mal vor der Münchner Sicherheitskonferenz gesprochen, damals noch als Außenminister. Die Situation ist seitdem nicht besser geworden, sagt Steinmeier. Eher das Gegenteil. Als Bundespräsident mahnt er nun, dass Deutschland mehr außenpolitische Verantwortung übernehmen müsse. Zwar würden sich die Deutschen als Vorzeigeeuropäer schlechthin sehen, doch würden die Nachbarn dieses Bild lange nicht teilen. Steinmeier macht in seiner Rede klar, dass der engste Partner dabei Frankreich sei. Das sieht auch SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius so. In Europa erwartet man von den stärksten Mitgliedern Führung. Weitere Themen: Vergleich bei VW-Skandal geplatzt, Mohring zieht sich zurück, Razzia wegen rechter Gruppe. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Munich Security Conference.

  10. 13.02.202010 Min.

    Es ist gerade einmal acht Tage her, da ging von Thüringen ein politisches Erdbeben aus, das die Bundesrepublik erschütterte. Die Wahl zum Ministerpräsidenten des FDP-Politikers Stefan Kemmerich traf nicht nur Erfurt. Die tektonisch-politische Plattenverschiebung hinterließ auch Schäden in Berlin. Annegret Kramp-Karrenbauer sah ein, dass ihr der Rückhalt in ihrer CDU fehlte. Nun laufen sich die Kandidaten für ihre Nachfolge warm. Vor allem Friedrich Merz scheint auf Parteivorsitz und Kanzleramt zu brennen. Doch dafür, sagt SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun, müsse er beweisen, dass er ein Teamplayer ist. Weitere Themen: Neue Zählweise bei Corona-Infizierten, 16 Jahre Haft für Yücel gefordert, britischer Finanzminister tritt zurück. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak und Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.

  11. Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, da wurde der Skandal um den mächtigen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein öffentlich. Unter dem Hashtag #Metoo haben daraufhin viele Frauen gezeigt, wie groß das Problem der sexuellen Gewalt in der Gesellschaft ist. Erst jetzt steht Weinstein vor Gericht. In New York. Im Zeugenstand sind nicht alle Frauen, die ihm sexuelle Gewalt vorwerfen. Zwei Hauptbelastungszeuginnen geben tiefe Einblicke, wie sich Weinstein an ihnen vergangen haben soll. Doch die Verteidigung nimmt sie ins Kreuzverhör und zieht jeden ihrer Sätze in Zweifel, schildert Johanna Bruckner. Deswegen, sagt die SZ-Korrespondentin in New York, zerschellen viele Hoffnungen der #Metoo-Bewegung an der Gerichtsrealität. Weitere Themen: Papst hält an Zölibat fest, Sanders gewinnt in New Hampshire, Salvini verliert Immunität. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Fox News.

  12. 11.02.202012 Min.

    Das Medikament Cytotec wird in vielen deutschen Kreißsälen dazu verwendet, Wehen einzuleiten. Dabei ist das Mittel längst nicht mehr zugelassen. Laut einer gemeinsamen Recherche von BR und SZ sind nach der Einnahme des Medikaments Mütter gestorben und Kinder schwer behindert geboren. Dieses Mittel hat nie Zulassungsstudien zu diesem Zweck durchlaufen, sagt Katrin Langhans vom investigativem Team der SZ. Trotzdem werde es zur Einleitung von Geburten benutzt. Das extrem starke Medikament sei sehr günstig, Alternativen viel teurer, wohl auch deshalb komme es noch immer zum Einsatz in der chronisch unterfinanzierten Geburtshilfe. Obwohl es zu Todesfällen und Behinderungen gekommen ist, wisse die Überwachungsbehörde in Deutschland von all den Fällen, Klagen und Urteilen nichts. Falls Sie sich selbst betroffen fühlen, können Sie Ihren Fall beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.nebenwirkungen.pei.de melden. Weitere Nachrichten: CDU-MdB Wanderwitz soll neuer Ostbeauftragter werden, Sudans Ex-Präsident Omar al-Baschir soll ausgeliefert werden. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth

  13. Annegret Kramp-Karrenbauer gibt auf. Als Vorsitzende der CDU und im Sommer auch als Bewerberin um die Kanzlerkandidatur. Die Ereignisse in Thüringen haben einen Schneeball-Efekt ausgelöst, der in einer Lawine mündete, sagt Detlef Esslinger, stellvertretender Innenpolitik-Chef der SZ. Die AfD habe spätestens damit gezeigt, dass sie die Regeln der Demokratie missbrauche. Aber AKK habe auch die Autorität gefehlt, die Fliehkräfte in der CDU zu binden. Die Partei drohe zu zerreißen zwischen Werteunion, die sich der AfD öffnen will und dem liberalen Flügel, der der Kanzlerin nahesteht. Potenzielle Nachfolger wie Friedrich Merz müssten jetzt die Karten offen legen, ob sie kandidieren wollten. Weitere Nachrichten: Südkoreanische Satire “Parasite” großer Oscar-Gewinner, Orkan "Sabine", schwierige Regierungsbildung in Irland. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters und Phoenix. Dieser Podcast wurde unterstützt von Kaufdown.de

  14. 07.02.202011 Min.

    Donald Trump hat allen Grund zu feiern. Die Demokraten hatten ihn wegen Amtsmissbrauchs und Behinderung des Kongresses angeklagt. Monatelang hatten Repräsentantenhaus und Senat Zeugen befragt. Am Mittwoch wurde Trump dann in allen Punkten freigesprochen. Dazu kommt, dass sich die Demokraten bei den Vorwahlen in Iowa ganz schön blamierten. Derzeit sieht er keinen Präsidentschaftsbewerber, der Trump gefährlich werden könnte, sagt Kurt Kister. Nur einem Kandidaten, so der Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, traut er eine solche Entwicklung zu. Weitere Themen: Lindner übersteht Vertrauensfrage, Macron lädt zu Dialog über atomare Abschreckung. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa.

  15. 06.02.202010 Min.

    Thomas Kemmerich war bis Mittwochnachmittag wohl fast niemandem in Deutschland ein Begriff. Dann wurde er überraschend Thüringer Ministerpräsident - und ist damit der erste, der mit den Stimmen der AfD gewählt wurde. Pardon, er war der erste, denn Kemmerich hat in der Zwischenzeit seinen Rücktritt angekündigt. In der ganzen Republik hatten sich Politikerinnen und Politiker sowie einige Tausend Demonstranten über die Wahl Kemmerichs aufgeregt. Der FDP bescherte sie eine Existenzkrise, sagt Daniel Brössler. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent schätzt ihre Lage noch bedrohlicher ein als im Jahr 2013. Damals flog die Partei aus dem Bundestag. Weitere Themen: Lindner stellt Vertrauensfrage im FDP-Vorstand, Impeachment vorbei. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über dpa und Reuters.

  16. Völlig überraschend ist der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum neuen Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt worden. Mit den Stimmen von FDP, CDU - und der völkisch-nationalistischen AfD von Landeschef Björn Höcke. "Das ist die größte Wählertäuschung, die ich erlebt habe", sagt Detlef Esslinger, stellvertretender Innenpolitik-Chef der SZ. Kemmerich hätte sich "nie" mit den AfD-Stimmen wählen lassen dürfen, diese Brandmauer nach rechts sei heute gefallen. Noch falscher als in Erfurt könne man nicht regieren. Weitere Nachrichten: Buttigieg bei Vorwahl der US-Demokraten in Iowa vorn, Heuschreckenplage in Ostafrika und Pakistan. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über Phoenix, dpa und Reuters.

  17. 04.02.202010 Min.

    In München steht am Mittwoch die Siemens-Hauptversammlung an. Siemens wird von Klimaaktivisten gerade stark kritisiert, weil der Konzern sich am Bau einer riesigen Kohlemine in Australien beteiligt. Joe Kaeser, Chef von Siemens, wird aber auch intern kritisiert. Siemens ist für die Aktivisten zum Symbol der alten, fossilen Welt geworden, sagt Caspar Busse aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Zu einem Dinosaurier - "unbeweglich und ausgestorben". Dabei wollte Kaeser den Konzern eigentlich grüner und nachhaltiger machen. In jüngster Zeit habe sich Kaeser aber auch als nicht besonders geschickt gezeigt. Weitere Nachrichten: US-Vorwahlen in Iowa, Chinas Führung rämt Fehler im Umgang mit Coronavirus ein, “Judensau”-Relief darf hängen bleiben. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Material über die Facebook-Seite "Offenes Antikapitalistisches Klimatreffen".

  18. In China sind inzwischen mehr als 360 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei mehr als 17.000 Fällen. In Deutschland sind bis Montagnachmittag zehn Menschen erkrankt. Die meisten von ihnen leben und arbeiten im Landkreis Starnberg beim Automobilzulieferer Webasto in Stockdorf. Es hat sich schnell herumgesprochen, wer bei Webasto arbeitet, sagt der Leiter der SZ-Landkreisredaktion Starnberg, David Costanzo. Und da sei es bereits zu unschönen Szenen gekommen: Kinder von Webasto-Mitarbeitern sollen nicht in Kindergärten gelassen worden sein oder die Ehepartner von Mitarbeitern seien vom Arbeitgeber wieder nach Hause geschickt worden. Mitarbeiter würden inzwischen stigmatisiert, nur weil sie bei der Firma arbeiten würden. Das sei jedoch "pure Hysterie". Weitere Nachrichten: Türkei startet Offensive in Syrien, London und Brüssel stimmen sich auf harte Handelsgespräche ein. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters.

  19. 31.01.202010 Min.

    Fast vier Jahre sind seit dem Brexit-Referendum vergangen. Nach langen Verhandlungen, unendlich vielen Wendungen, dem Lebwohl einer Premierministerin und dem Triumph von Boris Johnson sagen die Briten nun Goodbye. Sie scheiden aus der Europäischen Union aus. Cathrin Kahlweit begleitete die letzten Jahre das Geschehen in London. Die SZ-Korrespondentin schildert in dieser Folge die vielen Wendungen des Brexit, wann sie selbst verzweifelt war und warum die Briten wohl so schnell nicht zurückkehren werden. Weitere Themen: Coronavirus, Australian Open. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über European Parliament.

  20. Seit zwei Jahren ist Christian Sewing der Vorstandschef der Deutschen Bank. Und bisher hat er bei jedem Jahresergebnis ein Minus eingefahren. Dieses Jahr sind es 5,7 Milliarden Euro. Einer der größten Verluste in der Geschichte der Deutschen Bank. So richtig beunruhigt wirkt Sewing aber nicht. Denn die Deutsche Bank stellt sich gerade ganz neu auf. Weltweit fallen über 18 000 Stellen weg. Filialen werden geschlossen, dafür wird das Online-Banking verstärkt. Das Investmentbanking soll eine kleinere Rolle spielen. Trotz der Verluste zahlen sich die Manager Boni in Höhe von 13,3 Millionen Euro aus. Eine falsche Entscheidung, sagt Meike Schreiber. Die SZ-Bankenkorrespondentin meint, der Vorstand hätte ein starkes Zeichen setzen können, wenn er auf die Boni verzichtet hätte. Weitere Themen: Bundestag hebt Gaulands Immunität auf, Coronavirus. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über Reuters.